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Full text of "Griechische Urkunden der Papyrussammlung zu Leipzig"

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GRIECHISCHE URKUNDEN 

DER PAPYRUS SAMMLUNG 
ZU LEIPZIG 



ERSTER BAND 

MIT BEITRÄGEN VON 

ULRICH WILCKEN 

HERAUSGEGEBEN VON 

LUDWIG MITTEIS 

MIT 2 TAFELN IN LICHTDRUCK 




DRUCK UND VERLAG VON B. G. TEUBNER IN LEIPZIG 1906 




ALLE RECHTE EINSCHLIESSLICH DES ÜBERSETZUNGS RECHTS, VORBEHALTEN. 



DEM ANDENKEN AN 

THEODOR MOMMSEN 

GEWIDMET 



Über die Entstehung der Leipziger Papyrus Sammlung habe ich bereits i. J. 1903 
im Archiv für Papyrusforschung 2, 259 fg. in Kürze Bericht erstattet; die 
Sammlung, welche im Eigentum des königlich sächsischen Staates steht, von einer 
Kommission der kgl. sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften verwaltet wird 
und sich derzeit in den Räumen der Universitätsbibliothek zu Leipzig befindet, 
ist im Sommer 1902 begründet und seither durch mehrfache Ankäufe erweitert 
worden. Denen, welche zu ihrer Begründung durch finanzielle Unterstützung bei- 
getragen haben — der kgl. sächsischen Staatsregierung, der kgl. Gesellschaft der 
Wissenschaften und der Verwaltung der Albrechtstiftung zu Leipzig — , sei auch 
an dieser Stelle der wärmste Dank ausgesprochen. Diesen Gönnern, welche ich 
schon in meinem ersten Bericht genannt habe, hat sich kurz vor seinem Tode 
auch der Meister der Altertumsforschung, Theodor Mommsen, angereiht, welcher 
durch eine namhafte Zuwendung aus dem ihm i. J. 1903 zuerkannten Nobelpreise 
unseren Zwecken nicht bloß eine materielle, sondern auch eine höchst wertvolle 
immaterielle Förderung erwiesen hat. Zum Ausdruck des aufrichtigen Dankes, 
welcher dieser hochherzigen Opferwilligkeit eines Einzelnen gebührt, sollte der 
vorliegende Band kraft seiner Einwilligung ihm gewidmet werden; aber auch die 
gegenwärtig allein noch mögliche posthume Dedikation mag ein Zeugnis ablegen 
von der Verehrung, die dem einzigen Mann noch nach seinem Tode erhalten bleibt. 

Die Sammlung besteht gegenwärtig aus einer überwiegenden Zahl griechischer, 
außerdem aus einigen koptischen und arabischen Papyri, ferner aus griechischen, 
demotischen und koptischen Ostraka. Die vorliegende Publikation enthält nur 
griechische Stücke und zwar nur Urkunden; für die nicht sehr zahlreichen litera- 
rischen Stücke ist eine zusammenfassende Veröffentlichung derzeit nicht geplant — 
einzelne derselben sind auch schon in separaten Publikationen bekannt gegeben 
worden (Heinrici, die Leipziger Papyrusfragmente der Psalmen in den Beitr. z. 
Gesch. u. Erklrg. des Neuen Testaments IV 1903; Blaß, über einige Leipziger 
literarische Fragmente auf Papyrus oder Pergament, Leipz. Sitz.-Berichte ph. hist. 
Kl. 56, 205 ff.). Die griechischen Urkunden dagegen, deren Zahl und Bedeutung 
eine beträchtliche ist, sollen mit tunlichster Pünktlichkeit zusammenhängend ver- 
öffentlicht werden, wobei eine Trennung der Papyri von den Ostraka nicht beab- 
sichtigt ist. 

Da der vorliegende Band nur einen Bruchteil der vorhandenen Urkunden um- 
faßt und ich trotz guter Vorsätze natürlich weder alleinberechtigt, noch auch nur 



VI 



Vorwort. 



imstande sein würde, das noch ausständige Material selbst aufzuarbeiten, kann 
ich an dieser Stelle für die Gestaltung der folgenden Bände und damit der 
Publikation als Ganzes kein Programm aufstellen. Doch hoffe ich, daß die mit 
dem gegenwärtigen Band aufgestellte Form derselben, welche dem Beispiel von 
Grenfell-Hunts mustergültigen Ausgaben möglichst folgt , sich auch in den zu- 
künftigen Bänden wird festhalten lassen. Insbesondere die Anordnung der Papyri 
ist nach sachlichen Gruppen - — Kontrakte, Gerichtsakten, Verwaltungsakten, Rech- 
nungen, Briefe — erfolgt; innerhalb jeder Gruppe herrscht chronologische Ord- 
nung. Nur der an die Briefe sich anschließende „Anhang" von Nr. 118 ab hat 
keine sachliche Ordnung; seine wie ich offen gestehe etwas anorganische An- 
gliederung kann ich nur dadurch rechtfertigen, daß es sich um Papyri handelt, 
die erst in einem vorgeschrittenen Stadium des Druckes erworben wurden, also 
nicht mehr am gebührenden Platze untergebracht werden konnten, und welche 
ich doch wegen ihres teilweise nicht unbeträchtlichen Interesses der Publikation 
beifügen wollte. 

Bei der Behandlung der Siglen bin ich nicht mit absoluter Konsequenz vor- 
gegangen. Als Regel galt mir zwar, sie aufzulösen, wobei ihre Form im Index 
ersichtlich gemacht ist; aber z. B. bei Rechnungen, welche durch die Auflösung 
ganz unübersichtlich werden oder wo eine Summenangabe unter Verwendung von 
Siglen wiederholt wird, habe ich es für angemessen gehalten, letztere in den Text 
aufzunehmen. Mehr Skrupel mache ich mir darüber, daß auch die Grenze zwischen 
dem kritischen Apparat und dem Kommentar nicht immer konsequent gezogen 
ist; mehrfach sind Textkonjekturen in den Apparat aufgenommen, während andere 
wieder im Kommentar stehen. Ich kann den Leser nur bitten, auch den Apparat 
jeweils neben dem Kommentar nachsehen zu wollen. 

Zum besonderen Gebrauch juristischer Leser ist am Schluß der Ausgabe im 
alphabetischen Sachregister namentlich auch auf die im Kommentar vorkommenden 
juristischen Materien Rücksicht genommen; es wird bei Benutzung dieses Registers 
leicht sein, die in dem Werke sich findenden Beiträge zur Rechtsgeschichte her- 
auszugreifen. 

Die Beiträge von Ulrich Wilcken bestehen in Folgendem. Von den gegen- 
wärtig veröffentlichten 123 Urkunden war ein Teil, nämlich 37 Stück, von mir 
bereits im ersten Winter nach Begründung der Sammlung (1902/3) zur Veröffent- 
lichung in autographischem Druck vorbereitet worden; diese Texte hat Wilcken 
im Sommer 1903 an der Hand eines Privatexemplars bei wiederholten Besuchen- 
der Sammlung von seinem damaligen Aufenthaltsort Halle aus fast alle mit den 
Originalen verglichen. Der Wunsch, die Resultate seiner Überprüfung noch 
verwerten zu können, hat mich dann bestimmt, das Erscheinen jenes Druckes, 
der damals noch nicht ausgegeben war, zu sistieren, wobei ich gleichzeitig von 
der schwerfälligen Methode der Autographie zum Typendruck überging, der 
auch die Beigabe des Kommentars erst ermöglicht hat. Gleichzeitig konnte 



Vorwort. 



vn 



ich. durch. Verwertung des in den folgenden Jahren neu eingelangten Papyrus- 
materiales die Zahl der Texte auf mehr als das Dreifache bringen. Die neu hinzu- 
gekommenen 86 Texte, sowie überall der Kommentar sind ausschließlich yon mir 
bearbeitet; für die ursprünglichen dagegen (welche in der Überschrift durch die 
Bemerkung „Erster Druck Nr. — " kenntlich gemacht worden sind, da einzelne 
von ihnen auf Grund von Dedikationsexemplaren nach der alten Numerierung be- 
reits literarisch, zitiert werden) habe ich es meinem Freunde ü. Wilcken herzlich 
zu danken, daß er mir seine Emendationen in der liebenswürdigsten Weise zur 
Verwertung überlassen hat. Natürlich sind dieselben als solche (mit W.) kenntlich 
gemacht, einzelne durch sie in besonderer Weise geförderte Texte auch von Wilcken 
mitsigniert worden. 

Auch bei der Bearbeitung der übrigen Texte bin ich Wilcken für mehrfach, 
gewährten Rat Dank schuldig; nicht minder aber Herrn Prof. Gr. Vitelli in Florenz, 
der meine Arbeit sowohl durch freundliche Überlassung seiner Transkriptionen 
von unpublizierten Florentiner Urkunden als auch durch wertvolle Auskünfte 
und Winke in philologischen Fragen jederzeit in liebenswürdigster Weise gefördert 
hat. Der sachkundige Rat dieser Freunde hat dem Nichtphilologen bei manchen 
sprachlichen Schwierigkeiten, wie sie jede Textedition naturgemäß bietet, die rich- 
tigen Wege gewiesen. 

Herrn Professor Dr. Ernst Rabel danke ich aufrichtigst für seine ebenso 
mühevolle wie einsichtige Unterstützung bei Revision des Druckes, und ebenso 
Herrn Dr. Erich Schröter für die sorgfältige Herstellung des Index; der letzt- 
genannte hat sich als Assistent der Sammlung auch durch die treffliche Konser- 
vierung der Papyri ein bleibendes Verdienst erworben. 

Der geehrten Verlagsfirma endlich bin ich besonders verbunden nicht bloß 
für die sehr befriedigende Ausstattung, die sie dem Bande hat zu teil werden 
lassen, sondern ebenso sehr für das überaus bereitwillige Entgegenkommen, welches 
sie den Wünschen des Verfassers in jedem Stadium des Druckes erwiesen hat. 

St. Margherita im April 1906. 

Ludwig Mitteis. 



ZEICHENERKLÄRUNG. 



[ ] bedeutet eine Lücke im Original; ( ) die Auflösung einer Abbreviatur 

Die Doppelklammer [[ J deutet an , daß im Original eine Durehstreichung stattgefunden bat. 

<( y bezeichnet die Einschiebung eines im Papyrus ausgefallenen Buchstabens. 

Mit { } eingeklammerte Buchstaben oder Worte stehen in der Urkunde überflüssigerweise. 

Der Mangel der Akzentuierung eines Wortes bedeutet, daß die Richtigkeit des Textes 
verdächtig ist; insbesondere bei Namen, die nicht zu belegen und nach ihrer Form auffallend 
sind, ist diese Methode befolgt worden. 



INHALTSÜBERSICHT. 



Seite 

Vorwort V 

Zeichenerklärung VIII 

Urkunden. 

a) Rechtsgeschäfte. 

Inhalt. Ursprungsort und -jähr. 

1. Kaufvertrag über zwei Grundstücke .... Pathyris a. C. 104 1 

2. Kaufvertrag über ein Feld ........ „ „ 99 4 

3. Diagraphe über einen Hauskauf mit. Apo- 

graphe an die Bibliophylakes Hermupolis p. C. 256 5 

4. Kaufvertrag über eine Sklavin (Homologia 

ohne die zugehörige Diagraphe) „ „ 293 13 

5. Duplikat des Kaufvertrags in Nr. 4 mit er- 
haltener Bestätigung über den Empfang des 

Preises „ „293 18 

6. Kaufvertrag über ein Grundstück „ „ 306 ' . . .. 21 

7. Darlehnsquittung Krokodilopolis a. C. 107 24 

8. Apographe über eine Hypothek Hermupolis p. C. 220 26 

9. Apographe über eine Darlehnsf orderung mit 

Hypothek „ „233 29 

10. Gesuch um Registrierung einer Hypothekar- 
urkunde „ „240 35 

11. Darlehnsschuldschein „ „ 247 44 

12. „ „ „ 3/4. Jhd 45 

13. „ „ „ 366 47 

14. Darlehnsquittung „ „ 391 49 

15. Kaufpreisquittung „ „ 2/3. Jhd 50 

16. Mietung eines Hauses Tebtynis „ 138 ........ 51 

17. Mietung eines Zimmers Hermupolis „ 377 53 

18. Teilpacht in der Form einer Gesellschaft . „ „ 3/4. Jhd 55 

19. Pachtung von Feldern „ „319 oder 320 ... . 57 

20. „ eines Feldes „ „ 381 . . 59 

21. „ von Feldern „ „ 382 60 

22. Teilpachtung von Feldern „ „ 388 62 

23. Pachtung von Feldern „ „374 oder 390 ... . 65 

24. „ eines Feldes „ (?) „4. Jhd 67 

25. Subskription eines Miet- oder Pachtvertrags „ „ 6/7. Jhd 68 

Leipziger Papyri. I. b 



X 



Inhaltsübersicht. 



Inhalt. Ursprungsort und -jähr. 

26. Teilungsvertrag Hermupolis (?) p. C. 4. Jhd. . . 

27. Scheidungsurkunde TeMynis p. C. 123 

28. Adoption Hermupolis „ 381 

29. Testament „ „ 295 

30. Stiftung Oxyrhynchos p. C. 3. Jhd. . . . 

31. Bruchstück eines Registers „ „ 193 — 198 . . 



Seite 
68 
70 
72 
74 
78 
80 



b) Grerichtsakten. 

. Hermupolis p. C. 



32. Bruchstück einer Gerichtsverhandlung . . 

33. Denuntiatio ex auctoritate „ 

34. Majestätsgesuch in einem Verfahren wegen 
unterschlagener Amtsgelder „ 

35. Parallelstück zu dem Vorigen „ 

36. Bericht über Zustellung einer Ladung . . . Große Oase 

37. Anzeige von einem Raubanfall Hermupolis 

38. Prozeß Verhandlung „ 

39. Eingabe an einen Nykto Strategen „ 

40. Verhör in einem Strafprozeß ... ... „ 

41. Beschwerde wegen vorenthaltener Brautge- 
schenke „ 

42. Ärztliches Parere „ 

43. Richterspruch eines Bischofs „ (?) 

44. Kaiserliches Reskript unbekannt 



nach 240 
368 . . 



ungefähr p. C. 375 
„ „ 375 

p. C. 376 oder 378 

„ 389 . . 

„ 390 . . 

„ 390 . . 

„ 4/5. Jclh 

„ 4. Jhd. 



85 



105 
110 
114 
117 
119 
126 
127 

137 
143 
146 
149 



c) Verwaltungsakten. 





Panospolis p. C. 371 




157 


46. „ 


„ 371 




162 


«• „ 


Hypselis(?) „ 372 




163 


48. „ , 


„ 372 




165 


49- „ 


„ 372 




166 


50. „ 


Ptolemais „ 372 




167 


61- 


Hypselis „ 372 




169 


52. Gestellungs versprechen 


aus der Thebais p. C. 


372 


170 


53. „ 


?? ?j 


372 ..... . 


171 


54. Gestellungsbürgschaft 


Pesla ungefähr „ 


376 


173 


55. „ 


Diocletianupolis „ 


375/6 


176 


56. „ 


Hermupolis „ 


388 


177 


57. Kleiderlieferung für die Gladiatorenschule . 


unbekannt „ 


211 


179 


58. Versprechen einer Rechnungsablegung . . . 


aus der Thebais „ 


371 


182 


59. Bestätigung über Rückempfang (?) 


Panospolis „ 


371 


185 


60. „ „ „ 




371 


188 


61. Quittung über Rekrutengelder 


Antinooupolis „ 


375 


189 


62. „ „ Rekruten- und andere Gelder 


Hermupolis- Antinooupolis p. C. 384/5 . 


190 


63. Verrechnung über Fouragelieferung .... 


Koptos oder Antinooupolis „ 388 . . 


197 


64. Sammlung von Amts auf trägen 


aus der Thebais ungefähr „ 368 . . 


200 


65. Präsentation liturgiepflichtiger Personen . . 


Hermupolis p. C. 390 




210 



Inhaltsübersicht. 



XI 



Inhalt. 

66. Präsentation liturgiepflichtiger Personen . . 

67. Quittung V7tSQ ysco^istgiag (Ostrakon) . . . 

68. „ 6%07tsXoV UOtl CpvXdKlTLKOV 

(Ostrakon) 

69. Quittung vtcsq %(a\iaxi%Qv (Ostrakon) .... 

70. „ „ ouoTtslov nai aX(Xcov) (Ostrakon) 

71. „ „ %iQ(ovhllov „ 

72. „ „ %(o\LatL%ov „ 

73. „ „ SVOLKLOV „ 

74. „ „ IL8QL61L0V CCVCi%( ) „ 

75. „ „ %iQ(Qva£>lov „ 

76. „ „ ri^fjg cpoiviucov „ 

77. „ „ ftLQcova^iov „ 
^8. „ „ „ „ 

* u ' „ „ „ V 

80. „ über eine Abgabe slg to 3 A{hlcqvsIov 
(Ostrakon) 

81. Torzollquittung 

82. „ 

83. Dekaprotenquittung 

84. Quittungen über Getreidesteuer 

85. Bestätigung über den Rückernpfang eines Esels 

86« ,5 

87. Quittung über den %Qvöbg ßovqdmvcov xcä 

TlQUllTtlXoV 

88. Quittung über Weinsteuer 

89. „ „ Leinwandsteuer 

90. „ „ einen Amtsgehalt 



Ursprungsort und -jähr. Seite 

Hermupolis p. C. 390 211 

Theben (?) „ 123 212 

„124 212 

„ 128 . . 213 

— „130 213 

— „130 .214 

Charax(?) „ 133 214 

„ „136 214 

Syene(?) „ 145 215 

— „165 215 

— „ 167/8 215 

— „ 200 216 

,205 216 

— „218 217 

Theben „ 3. Jhd 217 

Soknopaiunesos p. C. 3/4. Jhd 218 

„ „ „ .... 218 

„ „ 257 218 

Hermupolitischer Bezirk p. C. Zeit des 

Diocletian 219 

Magdola Mire p. C. 371 228 

Tertenbythis „ 372 229 

unbekannt „ 470 ...... . 230 

„ 470. . 231 

„ „470 232 

„ „ Byzantinische Zeit 232 



d) Rechnungen. 



91. Rechnung über Arbeitslöhne (Ostrakon) . . 

92. „ „ Bohnenspreu 

93. „ „ die Naubiensteuer und den 
liSQLö^ög *AdQLccvsZog 

94. Fortsetzung 



97. Rechnung über Naturalien 

98. Verzeichnis von ybSQia^ioi 

99. Rechnung über Spreuabgaben . . . . 

100. „ „ Steuern an Gerste . . 

101. „ „ den Kanon 

102. „ „ eine Amtsreise . . . 

103. Verzeichnis der Steuern des Taurinos 



unbekannt p. C. 2. Jhd 237 

„ 2/3. „ 238 

Hermupolis (?) „ „ 238 

„ „ 240 

„ 243 

„ .244 

Hermonthis „ 338 245 

unbekannt „ 4. Jhd. ..... 290 

Hermupolis „ „ 292 

„(?) „ „ 294 

„ 4/5. Jhd 296 

unbekannt „ 4. Jhd 300 



Hermupolis „ arabische Zeit . . 301 



b 



XII 



Inhaltsübersicht. 



e) Briefe und Anweisungen., 



Inhalt. 

104. Brief des Petesuchos . . 
105. 
106. 
107. 
108. 
109. 
110. 
111. 

112. Anwei 
113. 
114. 
115. 
116. 
117. 



Ursprungsort und -jähr. 
Pathyrites a. 0. 96/95 (?) . . . .. 



betreffend die Grundsteuer unbekannt p. C. 

des Herakleides an Apollonios .... Fayüm(?) „ 

,, Ischyrion an Heroneinos .... Theadelphia „ 

„ Horion an Heron unbekannt „ 

„ Apion an Epaphroditos „ „ 

„ Sarapion an seine Mutter .... „ „ 

an Isidoros „ 

sung an Sitologen . Oxyrhynchites 



Seite 

305 
306 
309 
311 



1/2. Jhd 

98 

3. Jhd 

2/3. Jhd 312 

299 313 

3/4. Jhd. ..... 313 

4. Jhd 315 



123 .... 
127 oder 128 
133 .... 
133 . ; . . 
133/4. . . . 
143 . . . 



316 
317 
318 
318 
319 
320 



f) Anhang. 

118. Pachtvertrag Oxyrhynchos p. C. 160/1 323 

119. Fragment eines ärztlichen Schriftstückes (?) unbekannt „ 274 324 

120. Eingabe an den TtgccntcoQ ^vl%üv Oxyrhynchos (?) „ nicht vor August 89 326 

121. Rechenschaftsbericht betreffend den idiog 

Xoyog '. „ „ 151/2 330 

122. Eingabe an einen Strategen Arsinoites p. C. Zeit des Antoninus Pius 334 

123. Aktenablieferung an das Archiv ...... Bezirk von Mendes p. C. 136 .... 334 

Corrigenda und Addenda 336 



Indices. 

I. Eigennamen 337 

IL Könige und Kaiser . 351 

III. Konsulate 353 

IV. Beamte, Ämter, Behörden 354 

Y. Militärisches 356 

VI. Götter, Priester, Feste und Heiligtümer. Christliches . 356 

VII. Geographisches . . 357 

VIII. Abgaben 359 

IX. Monate (außer den ägyptischen) 359 

X. Maße und Gewichte 360 

XI. Münzen 360 

XII. Abbreviaturen und Siglen "360 

XIII. Wortindex 363 

Sachindex (insb. juristischer) zu den Kommentaren 380 



RECHTSGESCHÄFTE 



Nr. 1. 



KAUFVERTRAG ÜBER ZWEI GRUNDSTÜCKE. 

(AdOR ANOMISCHES PROTOKOLL.) 

luv. Nr. 515. 

Papyrus H. 16 Br. 54 cm. Pathyris. A° a. C. 104. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Linksseitig 14 cm, rechtsseitig 11 cm freier Raum. 

Diese Urkunde ist darum besonders interessant, weil sie offenbar zusammengehört 

mit P. Grenf. 2, 28 v. J. 1 03 a. C, wo es lin. 3 f. heißt: acpCöxaxcci Usw^öig W£v%-(bx\ov\ 

ä%b xfjg £<x)vrj[ievrig V7i uvxr\g Ttagä IIsxeaQöe^d'BGig xov IIavoß%ov(viog) (xexdQxrjv) 

{isgCdcc ayLTtslibiv og) övvcpvxov xai djvrjv xs&sixai eicl xov ev IIad'( f 6QSi) ccqisiov 

ev x(p ty xov (1. x<p) xal i (exsi) Mstioorj %y u. s. f. Die Herausgeber haben als 
Objekt des acpCtixcctiftai das Grundstück selbst angesehen und danach an eine 
Eigentumsübertragung seitens der üsvvTjöig zum Vollzug des früher abgeschlossenen 
Kaufs gedacht; insbesondere seit Spiegelbergs Nachweisungen über den Gegensatz 
der Verkaufs- und Traditionsurkunde (Die demotischen Papyrus der Straßb. Biblioth. 
[1902] p. 8 f.) liegt es nahe, den P. Grenf. für eine Traditionsurkunde (tivyyQcccpii 
ccTtotixatilov) zu halten; yergl. Wilcken Arch. 2, 389 n. 1, der jedoch deshalb einen 
Vorbehalt zu machen und etwas zu zweifeln scheint, weil der Papyrus der für 
solche Urkunden üblichen Form der o^ioXoyCa (vgl. Wilcken a. a. 0. 388) entbehrt. 
Außer letzterem Umstand steht dieser Auffassung aber eigentlich auch der Inhalt 
des Papyrus entgegen, da lin. 6 sagt: (acplöxaxai) cctco X'fjg ewvrjtisvrjg vit' avxr\g 
itaou naxsttQGsn&icüg) also die Usvvfjötg als die Käuferin bezeichnet, während sie 
nach Grenf ell-Hunt die Verkäuferin gewesen wäre, welche Schwierigkeit die ge- 
nannten Bearbeiter zur Annahme einer durch den Schreiber der Urkunde verschuldeten 
Verwirrung bestimmt (a. a. 0. Note zu lin. 6). Durch den Leipziger Papyrus, 
welcher ausweislich der vollkommenen Ubereinstimmung aller Daten eben die in 
P. Grenf. lin. 11 genannte (bvtf darstellt, wird nun aber noch eine andere Auf- 
fassung in den Bereich der Möglichkeit gerückt, nämlich die, daß die fraglichen 
Worte des P. Grenf. ganz in Ordnung sind; denn wirklich erscheint in P. Lips. 1 
Hsvvr\6ig als die Käuferin. Dann aber könnte in dem P. Grenf. nicht mehr eine 
ttTtoGxaöCov -Urkunde erblickt werden, sondern das acpCöxaxai UsvvTjöig könnte nur 

Leipziger Papyri. I. 1 



2 



Nr. 1: Kaufvertrag aus Pathyris. 



besagen, Senne'sis tritt vom Kauf zurück , eine Bedeutung von ucplöruö&ai, die ja 
auch sonst und namentlich auch für die Sprache der Papyri sich belegen läßt 
(BGU. 920 lin. 31). 

Dennoch ist die Sache keinesfalls ganz zweifellos , weil in der einen 
wie der andern Urkunde noch anderweitig so viel Verwirrung herrscht ; daß ein 
sicheres Urteil unmöglich ist. Auf dem Verso des P. Grenf. steht nämlich: 
acpLötatcu IIsTsaQös^Evg Ttaga ZlsvvrjGLog — als ob Petearsemtheus die aTtoöxaöig 
vollzogen hätte. Man kommt dadurch auf den Gedanken (a), daß der Schreiber 
des P. Grenf. im Kontext der ganzen Urkunde die Personen verwechselt hätte; 
unter dieser Annahme wäre P. Grenf. die von dem in P. Lips. auch wirklich 
als Verkäufer erscheinenden Petearsemtheus vollzogene (wenngleich gründlich miß- 
lungene) Traditionsurkunde. Andrerseits steht wieder auf dem Verso des Leipziger 
Papyrus: <bvrj Il£reaQ6e[i&£G)g, während er hier doch als Verkäufer auftritt; 
nimmt man an, daß (b) der Kontext hier auf Verwechslung beruht ? so ist der 
Kontext des P. Grenf. in Ordnung und nur dessen Verso verkehrt. In beiden 
Fällen wird der Charakter des P. Grenf. als Traditionsurkunde gewahrt. 

Unerklärt bleibt es bei beiden Annahmen, daß der Vermerk auf dem P. Grenf. 
nicht einfach lautet acpCtitarcu IIsTSccQösii&svg, sondern darauf folgt: utccQa UevvtföLog. 
Wenn man hier nicht etwa angesichts der der nachfolgenden Ubersetzung ent- 
gegenstehenden grammatischen Bedenken auf jedes Verständnis verzichten will, so 
kann es m. E. nur heißen: er verzichtet auf seine Ansprüche gegen Sennesis 1 ), so 
daß man doch wieder zu der Auffassung käme, daß nicht eine Tradition, sondern 
Rücktritt vom Kauf vorliegt, wobei natürlich auf dem Verso die Personen ver- 
wechselt wären und es lauten sollte: acplötarav ZJevvyjöLg Tta^ä IlETsaQGsii&scog. 
Dann wären die Kontexte beider Urkunden in Ordnung und nur die beiden Verso 
falsch. Natürlich ist aber auch dies ein wenig erfreuliches Resultat; auch bleibt 
es dabei sehr auffallend, daß man ' den Rücktritt vom Kauf mit demselben Ter- 
minus bezeichnet haben müßte, wie den Vollzug desselben 2 ), und so kommt man 
nicht darüber hinaus, daß angesichts der nicht wegzudeutenden Konfusion und 
der sonstigen sehr mangelhaften Redaktion des Papyrus irgend eine bestimmte Be- 
hauptung nicht aufgestellt werden kann. 

Die Person des Petearsemtheus kommt noch in vielen andern Gebelen-Papyri 
vor, worüber unten zu Nr. 7 das Erforderliche bemerkt ist. 



1) Ich verkenne die philologischen Schwierigkeiten nicht; acplozccö&ccL würde in korrekter 
Gräzität den bloßen Genetiv oder äitb mit Genetiv verlangen. Ob in der ptolemäischen Koivri 
hier itaqd gesagt werden kann, haben Philologen zu entscheiden. Ist es nicht der Fall, so 
hat Hermias gedankenlos geschrieben und man muß dann auf jedes Verständnis verzichten. 

2) Auch will ich nicht übersehen, daß die Worte: %aX ojvtjv x&ftwzca in P. Grenf. lin. 11 
sich mit der Annahme einer stattfindenden Tradition besser vertragen, als mit jener eines 
Rücktrittes, wo die kopulative Verbindung fast sinnlos ist. Gut stilisiert sind sie freilich in 
gar keinem Fall. 



Nr. 1: Kaufvertrag aus Pathyris. 



BadiXevovxeov KXeoitdxqag (xaY) ßatiiXicag HxoXeyLaiov eiaxaXovybevov 'AXe^av- 

ÖQOV XOV vlöV SSCOV <&LXo{irjx6()COV 2JcOXl]QCOV 

exovg ty xov xal i ecp ieoelcov xal ieoetcbv xal xavrjcpÖQOv xcbv ovxcov xal 

ovöcbv {irjvbg Meöoorj wy ev IIa&vQ8i iqJ 'Eq^lCov 
xov 7taoä üavLöxov dyoQavo^iov. 'AnedoTo IIsxeccQ6s[L&svg Uavoß%ovviog 

IIsQötjg xr\g 67tiyovfjg cbg (excbv) X evyieys&rig 
{ieXC(%Qcog) VTtöxXaöxog {iaxQ07tQ(6<5cd7tog) ev&voiv ovXrj odövxt xal ttccq ocp- 

ftaXubv doLöxsobv xijv £%ißdX\ov<5av avxcp xexdoxr\v \ieol8a 
d\nteXcbva (sie) övvcpvxov xov övrog ev xfj xaivia Ua&voecog xal itdvxcov 5 

xcbv cpvo[isvcov devdgcov xal ite^itxriv \ieoi8a 
yrjg 6txocpOQOv ev xcp dito ßoooa xal Xißbg xov d^iTteXcbvog 6vvditxov6ai 

ev X'fj ccvxf] xaivia (y7taQ%ov6rjg avxip) xal xolg adeXcpolg ddiaLQSXov, 
<bv yeCxovsg vöxov a^iTteXcov Tad-coxtog xrjg <Dlßiog, ßoQQä yr\ üaxovxog xov 

r '£toov xal xcbv aSsXcpcbv, d7trjXicbxov TteolßoXog 
xcbv <x[i7teXcov(DV) Xißbg 7t£oC%co[ia) rj oi x av coöi yeCxovsg Ttävxo&sv. 'Eitoiaxo 

UevvyjGLg Wevfrcoxov TIeQ6ivr\ hg (excbv) xe 
eXdötico u£XC(%Qcog) xdxoipig {iexä xvqCov xov eavxvjg aöeXcpov IIsxeaQ<5£{i&svg (sie) 

Uavoßyovviog xov TtcoXov^ievov xi{ifjg xyg 
Gvv%coQrj&8L6r]g %aXxov (xaXdvxov) a (doa%[icov) ecp. IIooTtcdXrjxrjg xal ßeßaLcoxrjg 10 

xcbv xaxä xijv cbvrjv xavxrjv Ttdvxcov TlexeaQ^e^evg 
6 dito§6[i£vog , r[V (sie) eSe^axo UevvfjGig rj TCQLa^evrj. 
Auf dem Verso: 'Slvij Tiste aQ^e^ecog. 

lin. 2 1. Isqecüv %al tsQSL&v. lin. 4 Pap. ilcikqoq = {iciKQOTtQOöcoTtog. lin. 5 

aii7tsX&va 1. äiiitsl&vog. lin. 6 1. cvvtt7ttov6y\g < > Grenfell-Hunt zu der unten zu erwähnenden 

Parallelstelle haben (SvvaittovG&v vorgeschlagen, was wegen des folgenden Singulars adiciiQ&tov 
bedenklich ist ; oder ist (v7tccQ%ovC(ßv avt(py %al xolg adsXcpolg ädiciiQ&tcov zu lesen ? — 
(v7tccQ%ovcr}g avzcß) eingeschoben nach Nr. 2 lin. 6. lin. 9 1. IletsccQasn&soDg. 

lin. 4 Das sonderbare Signalement ovXi] odovxt findet sich auch in P. Grenf. 
2, 32 lin. 5 und BGU. 999 Col. I lin. 5; der Sinn ist ungewiß. — Das Alter des 
Petearsemtheus wird auf dreißig Jahre angegeben; nach P. Grenf. 2, 23a wäre 
er im Jahr 107 sechsunddreißig Jahre alt gewesen, während er wieder in 
P. Grenf. 2, 32 i. J. 101 als fünfundvierzigj ährig bezeichnet wird. Die schon von 
Gerhard Philol. 63, 569 betonte Unverläßlichkeit der Altersangaben in den Papyri 
findet hier eine weitere Bestätigung. 

lin. 5 Pap. ayLitsXcovaövvcpvxov. P. Grenf. cit lin. 7 hat ä\i%sXcb{yog) Gvvcpvxov; 
im Leipziger Text könnte man allenfalls auch auflösen a[irteXcbv(og) dtivvcpvxov. 
Da jedoch, wie Wilcken mir auf Grund seiner Revision des P. Grenf. mitteilt 1 ), 

1) Es war mir leider unmöglich, eine Nachprüfung des Originals durch die Herausgeber selbst 
zu erbitten, da diese sich zur entscheidenden Zeit auf einer Forschungsreise in Ägypten befanden. 

1* 



4 



Nr. 2: Kaufvertrag aus Pathyris. 



daselbst das a vor tfvvyvxov sicher fehlt, ist es hier wohl als Schreibfehler an- 
zusehen. Uvvcpvxog d^iTCslmv (wozu Wilcken an BGU. 110 1hl 21 und an dva- 
dsvögccg in P, Petr. 1, 29 lin. 7 erinnert) ist zu verstehen als ein Weingarten , wo 
die Reben auf Bäume gezogen sind. Damit stimmt auch das nachfolgende cpvo[iev(DV 
öevSqcdv überein. 

lin. 7 Ta&cbxLog ist wohl die richtige Form im Gegensatz zu Ta%(byiog in 
P. Grenf. cit. lin, 12. Vielleicht identisch mit Tafr&xiQ Qlßiog in BGU. 994 
(a° 113 a. C). 

lin. 9 iXdöGco kehrt wieder in P. Grenf. lin. 4 in der Verbindung sXdööco r) 
[isGrj. Die Herausgeber schlagen vor eXdö6(o(v} y doch kann der Schreiber auch 
gedacht haben an t-laGtia rj Ttlslw = £XccGGövcqv rj aXsiövcnv] vgl. Arch. 3, 173 
lin. 10: &g (excbv) i TtXslco sXdx\xo\ya. Das rj {istirj des P. Grenf. beweist nicht 
viel; denn dieser ist sonst vom obigen Papyrus mit allen Fehlern, rein ab- 
geschrieben und darum das rj [ie6r] vielleicht freie Ergänzung des zweiten 
Schreibers. Eher spricht für die Grenfell-Huntsche Ergänzung, daß die Angabe 
der Statur und zwar gerade an erster Stelle üblich ist. — Der Schluß der Zeile 
zeigt, daß Petearsemtheus ein Halbbruder der Sennesis ist; daß er bei einem 
Vertrag, den sie mit ihm selbst schließt, ihren wögiog abgibt, zeigt die rein 
formale Natur dieser Tätigkeit; übrigens ist man, wie es scheint, in anderen Fällen 
strenger gewesen (BGU. 183 lin. 4, 5, dazu Gradenwitz, Einführung 153 n. 3). 

Nr. 2. 

KAUFVERTRAG ÜBER EIN FELD. 
(Agoranomisches Protokoll.) 

Inv. Nr* 546. 

Papyrus H. 14 Br. 50 cm. Pathyris. A° a. C. 99. 

Am linken Rande Faltung mit Tonsiegel, welches nicht eröffnet worden ist. 
Rechtsseitig freier Raum yon 16 cm. 

Der Papyrus enthält einen Kaufvertrag, geschlossen zwischen Petearsemtheus, 
dem Sohn des Panobchounis, als Käufer und der Titos, Tochter des Patous, als 
Verkäuferin, über den der Verkäuferin gehörigen ideellen Anteil eines Weizenfelds; 
der Kaufpreis beträgt zwölfhundert Drachmen. Petearsemtheus ist identisch mit 
der in der vorigen Nr. vorkommenden Person gleichen Namens. 

Ba6ilev6vt(üv IIxoXs[iaCov xov 87tiKaXov^evov 'JlXs^dvdQOv nal BsQevtorig xrjg 

ddsl(pr)g Gstör (PiXoiirjxoQCDV 
sxovg ig scp* lsqe&v xal tegsicbv %al xccvrjcpÖQOv x&v övxcnv %ai ovöcbv {irjvbg 



Nr. 3: Diagraphe über einen Hauskauf aus Herniupolis. 



xov jtctQa navfanov dyoQccvö[iov. 

'Aiti8oxo Tix&g üccxovxog IleQöivri <bg (sxcb'v) % {istirj [isXC%Qco(g) [iccxQOTtQÖ- 

6G}{itog) sv&vqiv {isra kvqCov xov eavvfjg Ttosößv- 
tsQov vlov Wevvri<5iog xov ^AoGiiifiiog IIsqGov xrjg ejtiyovfjg cjg (ixcbv) v 5 

{isööv iisXav%Qco(rog) h%onXd(ptov) dvcccpaXdvxov [iccKQ07tQ(o6d)7tov) 
sv&vqivov, ocp&alnbv Se^cbv ßeßXa^svog (sie) ditb xr\g V7CccQ%ov6rjg ccvxfj nccl 

xolg ddsXcpolg yf\g tiixocpöoov ddc- 
cctgdxov ev rfj xaivla Ila&vQa&g X€yo[isvrjg TI%qg) Kotfxiog xb STtißdXXov ccvxfj 

[isoog ov yelxovsg vbxov yf\ 
Ear\xiog, ßogoa yf\ TLavaxog, d7trjXim(xov) itoxaybbg, Xißbg yvj 'Aga^fixog rj o'£ 

av &6t ysCxovsg Jtdvxo&ev. "Eitolaxo 
IIex£aQ6€[i&8vg JJavoßypvviog xi\i{y\g) %aXxov doa%[iag %iXlag diaxoötccg. IIqo- 

TtmXtfxoLcc %al ßsßui(bxQia 
xeov xccxä xr\v hvr\v xavxrjv itdvxcov Tixa>g rj djcodo^isvrj bv (sie) eöe^axo IJs- 10 

xsaQösyL&evg 6 7tQid{i£vog. 

*EQtilag 6 itaoä üavlönov %e%Qrj(iidxLKcc). 

lin. 5 Pap. iicchqoq = iiaKQ07tQoaw7tov. lin. 6 Die Form sv&vQivog statt des sonst in 

den Editionen meist sich vorfindenden sv&vqiv kommt auch in Nr. 5 Col. II lin. 7 (Inv. Nr. 603 
und 275) vor; man vgl. svqlv und svQivog. Übrigens können einzelne der scheinbaren Belege 
für ev&vqiv auf Abkürzung der Schlußsilbe durch die Schreiber zurückgehn. — 1. ßsß%ccti{i£vov. 
lin. 10 1. fjv. 

Nr. 3. 

DIAGRAPHE ÜBER EINEN HAUSKAUF 

MIT APOGRAPHE AN DIE BlBLIOPHYLAKES. 

Inv. Nr. 73. 

Papyrus H. 24 Br. 59 cm. Hermupolis. A° p. C. 250. 

Cursive. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 17.) 

Aus zwei Columnen bestehend; die linksseitige (I) in der Breite von ca. 55 — 80 
Buchstaben abgebrochen. Die Breite der Columnen ? zwischen denen eine 
Klebung verläuft, ist ungleich; die linksseitige muß ursprünglich die vier- 
fache Breite der rechten gehabt haben; noch jetzt verhält sie sich zu ihr 
durchschnittlich wie 40 : 17. Ein Fragment des fehlenden Teiles ist nach- 
träglich noch erworben worden und hier mitbenutzt. Wahrscheinlich ist 
übrigens vor Col. I noch eine ganze Columne verloren gegangen; s. Erl. S. 6. 

Dieser Papyrus enthält eine Urkunde im Stil der Bankdiagraphai (im all- 
gemeinen entwickelt von mir Ztschr. d. Sav.-St. 19 ; 220 f.), dessen Anwendung auf 



6 



Nr. 3: Diagraphe über einen Hauskauf aus Hermupolis. 



den Kauf insbesondere von Gradenwitz (Arch. 2, 108 f.) und Wilcken (ebenda 
2 ? 133 zu P. Amh. 96) nachgewiesen ist; s. namentlich P. Lond. 2 n. 320 (p. 198), 
BGU. 427 ; 468 und bruchstücksweise (vgl. Wilcken a. a. 0.) P. Amh. 2, 95 und 96, 
P. Gen. 22; vgl. auch unten Nr. 4 und 5. Zu diesem Typus gehört auch noch, was 
bisher nicht erkannt worden ist, der fragmentarische Papyrus C. P. R. 1, 17. 1 ) 

Das Charakteristische dieser auf Käufe bezüglichen diayQcccpai, wonach der 
Käufer das Wort ergreift und dem Verkäufer erklärt, dieser habe ihm verkauft 
und den Kaufpreis erhalten, kehrt in allen diesen Urkunden wieder. Unzweifel- 
haft ist jedoch, daß diese Erklärung nicht den ganzen Kaufvertrag repräsentiert. 
Unter Nr. 4 finden wir einen Kaufvertrag im gewöhnlichen ö/ioAo^ta-Stil, zu 
dem aber, wie Nr. 5 zeigt, die Zahlung durch Bankdiagraphe geleistet wird; 
es ist sicher, daß auch die oben genannten Urkunden einen solchen voraussetzen 
und eigentlich nur die Zahlungsanweisungen des Käufers darstellen. . Allerdings 
scheint dem entgegenzustehen, daß der nachstehende Papyrus den Bibliophylakes 
behufs der Apographe präsentiert wird, was doch nur vom eigentlichen Kauf- 
vertrag einen Sinn hat, nicht von der Zahlungsanweisung; aber es ist möglich, 
daß auf einer der jetzigen Col. I vorhergehenden, verloren gegangenen Columne 
der Kauf selbst stand, wobei freilich terminologisch zu bemerken ist, daß in 
Col. II lin. 9 (cf. lin. 12) die diccyQacptf schlechthin als Besitztitel bezeichnet wird, 
als ob sie der Kauf selbst wäre; so auch P. Taur. 1 pag. 6 lin. 2; P. Grenf. 1, 11 



1) Derselbe, in dessen erster Columne man jetzt auch mit Leichtigkeit den Anklang an 
die a7toyQcccp^ der zweiten Columne des Leipziger Papyrus erkennen wird, lautet (unter Be- 
rücksichtigung der Verbesserungen von Hunt, Gött. Gel. Anz. 1897 S. 461) wie folgt: 

Col. I. 

2 ccjvccyQcccpoiisvrig 6 ] ßLßXiocpvXd'&cöv 

3 ]r7]s 'A^coviov 7 ßf^o-yj^orfg] t8C6ccQ8g (sie) 

4 ]ov. 'AitoyQacpoiLCii 8 ] r^biöv ^ 

5 ~\cüviov 9 . .]ttt£%ri <?% 

Col. II. 

1 J/ E(tovg) devtsQov neu s[U]oa(rov) 

2 AvTonQccTOQog Kaiö^agog 

3 Tqaiavov *A8qlccvqv Ssßa(atov) 

4 HavvL Aik tfjg @8oy8[L]zov[og 

5 tQa7t£^r]g ayoQ&g. Nik&qiov 

6 ^.^coviov \LStk nvgiov 

8 [tqlov ccv]r[^g] adsXyov 'A{i- 

9 {Moviov SaQa[7t]Lo}vi (so ist jedenfalls zu lesen; das itaq 3 

3 A[tc]l(üvi der Ausgabe entweder verschrieben oder 
verlesen) ^4^[<a-] 

10 viov tov 'AihlcüvLov 2JooGL%[öa-] 

11 iiico ta> xai 'AX&cusZ itctQot%Gi[Qri-~\ 

12 n[%\bv nscpdlcuov uXrjQov 

13 \%citoi\%iY.ov ccqovq&v rscadqcüv %%X. 



Nr. 3: Diagraphe über einen Hauskauf aus Hermupolis. 



7 



Col. 2 lin. 29; vgl. meine Trapezitika, Ztsch. d. Sav.-St. 19, 216 n. 2. Jedenfalls 
ist Col. I lin. 7 — 18 nur die vTtoyQcccprj zu der in lin. 1 — 6 enthaltenen Erklärung. 

Danach wird man sich den voll entwickelten Kauf, vorausgesetzt, daß die 
Zahlung durch die Bank stattfand, aus folgenden Stücken bestehend zu denken haben : 

1) die btioloyCa, 

2) die d tay Qacpri tQccrtd&ig, 

3) die VTtoyQctcpri zu dieser, wozu 

4) noch die ccTtoyQcccptf an die Bibliophylakes hinzukommen kann, die 
natürlich nicht auf allen Ausfertigungen gestanden haben wird. 

Ein Papyrus, der alle diese vier Stücke vereinigt, ist mir nicht bekannt;' 
bei dem großen Umfang, den die Rolle haben mußte, ist es begreiflich, daß nur 
selten alle Teile derselben werden erhalten geblieben sein. 

Sehr lehrreich ist hier der unten mitgeteilte P. Lips. Nr. 5. Dieser enthält 
auf der ersten Columne Reste der b^oXoyta^ auf der zweiten die vollständige 
vitoyQacpYi zu einer diaygcccpri TQctTtstpqg. Letztere selbst ist nicht erhalten, aber 
die vTtoyQcccpri beginnt erst in der halben Höhe der zweiten Columne, während 
die obere Hälfte derselben frei ist. Das deutet darauf, daß diese obere Hälfte 
für die nachträgliche Hinzufügung der dbaygacptf reserviert worden ist. Es scheint 
freilich auf den ersten Blick auffallend, daß der Verkäufer den Kaufpreis quittiert, 
ehe die Diagraphe niedergeschrieben ist; die Sache erklärt sich aber sehr einfach 
bei folgender Annahme. Wahrscheinlich war die Bankzahlung wirklich schon 
erfolgt und in den Büchern der Bank auch schon bekundet; auf den Vertrags- 
exemplaren sollte diese Beurkundung erst nachgetragen werden. Vermutlich war 
nämlich der Hergang dieser, daß zunächst der Kontext der o^ioXoyta und der 
VTCoyQcccprj zur Siaygacpri in mehreren Exemplaren hergestellt wurde und dann 
nach erfolgter Bankzahlung die Parteien zu beiden ihr Chirographum hinzusetzten. 
Die dLayQacprj selbst wurde dabei zunächst behufs Zeitersparnis nicht sofort, 
sondern erst nachträglich in die Urkunde hineingeschrieben. Demnach ist dieser 
Papyrus für byLoXoyla, dLayQacprj und VTtoyQcccptf eingerichtet. 

Diese vTtoyQcccpaC pflegen übrigens außerordentlich umfangreich zu sein und 
insbesondere die Gewährleistungsklauseln der b^ioXoyia vollständig zu reproduzieren, 
so daß sie öfter mit dem Kaufvertrag selbst verwechselt worden sind. Vielleicht 
ist manches, was jetzt für ein Fragment eines solchen angesehen wird, nur ein 
Teil der Unterschrift. 

Col. I. 

(l. Hand.) \^'Exovg tstccQTov Avtokqcctöqcov KcuGccqcdv JJovitXlov Alklvvlov 
OvaXsQiavov Kai JJovitXlov AlkvvvIov Ov]aX§QLCi[vov^ raXXtrjvov Ev- 
6sß&)\v Evxvypv %al [TlovitXlov Altciv]v£ov Koq\_vyiXiov G\vaXeQiavov 
xov IsQCJtdrov Kuiöaoog £sßcc6tcbv Xoiuk %g. Aiay[oa((pri) d^tä tTjg 

[ev ( Eq[iov %6Xei TQccTZS^rjg. AvQiqX{Ca) Tsövevg A%iXXi$>g "Hocovog *Eqiiotc(o)~ 



8 



Nr. 3: Diagraphe über einen Hauskauf aus Hermupolis, 



Xfeltig) ävayoa((po{i£vrj) &ii d{icp(6dov) TtoXmg Xißbg 6v{i7CaQ6v]tog avtfj 
Avorj[X(Cov) Arj{irjtQ£ov\ tov Kai KoQvrjXä a7t[b t\rjg [_a]v[t]r]g 7toX(s(Dg) 
AvQrjX(Ca) AQt[ßii\i86\ßa Il^oXvdsvxovg ysvo^isvov ßovXsvtov tr\g avtrjg 
7t6X(e(og) ävayoa(cpo[i8vri) eitl tov avtov 

[d^icpodov sldvlrj yod^^ata %G)olg kvqIov %Qrjiiati%ov6ri tixvcov dixaiG) Katä 
tä *Pgoiiccl(x)v e&rj 6vti7tao6vt]og avtfj Avori\X(lov) Koitosov Koov\rjXä 
aitb tfjg avtfjg TtöXecog 7CS7CQu\%(ßvai) ajvtfj trjv v7tdo%ovoav avtfj 6X6- 
%XrjQov olnlav Kai avXrjv Kai tä %Qrj6trjQia Kai avrjKovta 

Sjtävta Kai slöödovg Kai i%6dovg ev *Eq[iov tcoXsi trjg 6v[i7C£cpcövrj[isvrjg ti^irjg 
äoy(vQiov) doa^mv 7Ca\vtaK06iG)v^ [r}v %al\ avto&i aite6%Ev itaoä vrjg 
(bvov{isvrjg Katä trjvös trjv [d^iayoaepföv] Kai elvai tcsqI avtrjv trjv 
ä>voy{i[£v]rjv Kai tovg ita- 

[q avtfjg trjv vfjg TCSTtoa^isvrjg olnlag Kai avXr\g Kvoeiav Kai Kodtrjöiv Kai 
%Qä6&ai xal oIkovo^lslv Jtsol a~\vtrjg Ka& ov iäv al\Qcb\vtai tQoicov 
eitl tbv aTtavta %qovov övv talg V7tox8i[}i\evaig ysitvlaig Kai diaötoXalg 
itddaig Kai £7tSQwvYj&(slGa) &[ioX6y(r}6sv). (2. Hand.) AvQYjXiog Arj[irj- 

[toiog STCitrjQYjtrjg toanetflg 6£6rj(}ieCG){iai). XXX ] 



(3. Hand.) [AvorjXia AQts^tdcbQa rioXvdsvKovg ysvo^isvov ßovXsvtov *Eqiiov 
7t6Xe(Dg tfjg ^leyäXrjg] Kai Xa^iJtoäg K[al\ ös^ivotdtrjg ävayQa(cpo[i£vr}) 
d^ipöSov TtöXscog Xißbg sldvla y^d^ata %aolg xvqiov %Qij [tat i£ov 6 a 
tSKvcov dixa(<p Katä tä c Pco[iai(ov 

\e%")j öv^iTCaQÖvtog [toi AvQrjXiov Kotcqeov] KoQvrjXä ärtb tf^g aiytijg) %[6X\s(Dg 
eTtrjx^oXov&rjKa] tfjde tfj {ßia]yoa{(pfj) Kai itiitqaxa anb tov vvv £%l tbv 
asl %q6vov AvorjXlct Tsövsvti AyiXXicßg "Hgcovog {irjtobg Evtog Aiovvöiov 
aitb tfjg avtrjg TtoXsag 

[dvayQa(g)o^£vrj) fV d^Kpööov itoXswg Xißbg öv^aQo\vtog avt\fj] AvofjjXiov) 
A7j[irjtQCo[y tov Kai KoovrjXä a?t\b tr\g a(ytfjg) itoXewg trjv vitdq%ov6dv 
\koi oXÖKXrjQov \o]tKlav Kai avXrjv Kai tä %Qrj{pt\rjQia Kai ävrjxovta 
itdvta Kai siöödovg Kai i$6dovg ev 'Eq^lov tcoXbl h%l tov 

[avtov ä[i(p6dov , rjgrtSQ olx]lag KaXov[isvrjg ÜKoXä [ ysh(oveg) 

ßoQQä (s. ditrjX(i(btov)) olxla] Aio6k6qov^ Xißbg Kai vötov oiKla vi&v 
^Ivaooovtog KXsidoitoiov, vcp' r\v Ka^aoa ßdXXovda dg trjv &k v6tov 
Srjiioöiav Qviirjv, 8i rjg ft#//(a]p[V|g eiöodog Kai €%odog 

[ d7trjX(i(btov) (s. ßoQQä) olxla . , , .^aXswvog Kai aXXcov^ tr\v dh 



Nr. 3: Diagraphe über einen Häuskaiif aus Hermiipolis. 



9 



[jr^)6]g aXX[yiXovg öjyiiTtscpcovrjiisvrjv xi\ly\v doyvolov doa%[iäg TtsvxaKO- 
6lag — äay $ tp avxo&i a%i<5%ov Ttaoa xy\g <bvov[ievr}g Kaxä xiqvde xr\v 
diayoa(cpriv) Kai elvai tcsqI 
[rrjv (bvov{i£VYjv Kai xovg 7t]aQ' avxr\g xrjv xr\g 7tsrtQatis[vrjg olnlag Kai avXvjg 
kv~\qslccv Kai KodxrjGLV %Q(ü{i£vovg Kai oiKovo^ovvxag vtsol avxrjg %a& bv 
häv aiocovxai xooitov enl xbv artavxa %qovov xrj[g] ßsßaicQösmg Stä Ttavxbg 
Ttobg Ttäöav 

[ßeßciLwöLv 6^a%oXovd , ovörjg hol x]fj TtaXüvöjj Kai {iq EiteX8v\ßs6&aC {i£ {iriS' 
aXXo]vg vrthQ £[iov eutl xr\v (bvov^isvrjv (irjd 9 ijcl tovg vtccQ 9 avxrjg 7ts^\l] 
[irjdsvbg xtföds xr\g Ttodö^scojg XQOitco (irj\ß~]£vC' hav dh £7t[ß]X&G) i} [ity 
ß[£ßcu]G>, rj |V h']cp[odo]g ccKvoog eöxw 

\%Cil 7tQ06CC7tOTC<5(D 7] 6 V7t£Q B{LOV 67t£X£v]ö6^£VOg xfj (bvOV^lSVYl [xolg TtUQ 

avxrjg] xd xs ß[X]dßr] Kai dartavrjiiaxa Kai hnixi^ov hg t'Siov %Q£ f og 
diitXfjv xr\v xi{ir)v Kai eig xb drj[i66Lov xi)v färjv Kai [irjdev r)6öov r) 
TtoäGig KVQta^ it[s]()l dh x[o]v xavxa 

[ovxcjg ood-ag Kai KaXcbg ysyavfjöd'aL £7t£o]coxrjd , £i6a c3[ioX(6yrj6a). ('Exovg) 8 15 
[AvxoKQax6o]cov KaLöaQcov üovtcXiov AvklvvIov OvaXsQiavov Kai Üov- 
tcXiov AvklvvIov OvaXsQiavov YaXXiv\vov Ev6sß(bv Evxvyfiiv Kai HovtcXLov 
Aiklvviov Ko^y^qT^iov] OvaXeQiavov 

[xov Ugcoxdxov KaLöaoog üeßaöxcbv XolaK,]. (4. Hand.) Avori\X]l(a) 'Aqx^l- 
dd)Q[a IIoXvd£VK]ovg %£%qaKa Kai dit£6%ov xr)v xi^ir)v Kai ßsßemöcD mg 
TtQÖxsixai. (5. Hand.) AvorjXLog KoTtoaag KoQvrjXä <jV{i7td(){i,)£L{iSL avxfj 

(6. Hand.) [AvQrjXta Tsövsvg 'AyjbXXiwg "Ho&vog r) 7CQOK(£L^i£vrj)] e^cpdCaöa ag 
ütQÖKsixat. (6. Hand.) AvorjX(iog) [Arj^rjXQiog 6 Kai] KoQvrjXäg Alovvölov 
6v^i7taQL^av avxfj Kai £yoa(il>a) vrtho avxrjg iir\ sidvCrjg yQd{i{iaxa. 

(7. Hand.) [. . ] 

xov 7tQOK6i[i(8vov) olKort(Jdov) xi{ifjg dQa%(jüLG)v) 7C8vxaKo6i(x)v XolaK 
dsvxsQa Kai elxddi,. 

Col. II. 

(3. Hand.) B[iß~\X(io(pvXa%iv) eyK(xrj0SG)v) *EQiiott(oXslxov). 

n\a\Qa AvQ(rjXiag) Tsövsvxog \A%iXXe ]w[g] r ' H\ß\covo\g /^^]ö[s Evxog Aio- 

VVÖLOV] 

c EQno7t(o)X(eLXLdog) dvayoa(cpoiisvY}g) hrf d[ig)[6d']ov TCoXemg Xvßb[g öv^icaQOvxog 

Avq(tjXlov)~\ <Arj[irjXQCov 
xov k(oi) KoovrjXä. ?A7toy()d(<poiiaL) elg xb evsöxbg d (exog) xmv kvqIcov Ov[a- 

XsQuavov Kai] 

FaXXirjvov Kai KoQvrjXCov OvaXeoiavov ZJaßaöx&v, <?[yvsvdoKovörjg] 5 

Leipziger Papyri. I. 2 



10 



Nr. 3: Diagraphe über einen Hauskauf aus Hermupolis. 



Avo(riXlag) A^XB^iidmoag IIoXvdBVKOvg yBvo{jiBvov) ßovXsvxov ^Eopov TtöXBwg 
%wQig %]v- 

qlov %QYj[i(aTit;ov6r]g) xbxvcov ö malm avayQcc(g)o^Bvrjg) hrf ä{icpod(ov) TtoXscog 
[Xißbg] 

övvrtccQÖvTog Avo(riXCov) KortQBOv \A]t]hyjxqCov (sie), rjy [rjyögaxa nag] av- 
xfjg %[ci\xä \ß~\iayQa{(priv) diu xr\g hv ^Eo^ofo ?rd[2]£[fc] toai^ti'Qqg) [a]j£[ö] xov 
[ivs<5r\cb[Tog h'xovg] 

10 %a\ {irjvbg vitao%ov6av avxr\ bX6%Xriq\ö\v \o\lKlav naXov[isv[rjv II]xoXä 

xccl avXi\v %al xa %Qr}6xtfQi,cc %ccl avifaovxa %avxa %al \ßl6oöovg %al £§d-] 
Sovg ev *Eo{iov ütöXsi Bit ä^icpodov -itoXscog Xißbg a%oX[ov&G)g xfj diccyoacpfj] 
ag xsqib%bi, i\g xb ävxCyQa(cpov) vplv ev bkxcckxw eTt^vsyxa %\ai Ö{ivi>]g) 
xijv x&v %vqlcov ÖvccXeqluvov %al FaXXir\vov %al KoQvrjX[iov OvaXBQia\vov 

15 Usßccöxcöv xv%rjv ovxcog e%svv. , ("Krövs) Avxo\nQax6QG)v KuiGaocav] 

üovTtXiov AiKivvCov OvccXsqiccvov %al FEovjtXCov AlklvvCov 0\yaXBOiavov\ 
TaXXiv\vov Evöeßcbv Evxv%(bv nal TLovitXlov Aixivv[Co\v Koq\vyiXIov\ 
OvccXbqiccvov xov ibqwxuxov KuCtiaoog Ueßatixav XoCcck (6. Hand.) Av- 

Q(rjXCa) T[s&]vs[v]g 

A%iXX£mg BTCididmKa ocal co{ioöa x[o]v oqkov. (6. Hand.) Avo(riXiog) Ar^iri- 

x(giog) 6 %(aV) KoQ\vrjXä]g 6v^[aQi^iat] . ayxr\. 

20 (4. Hand.) AvQv\Xia 'AQXStiLÖ&Qcc HoXvdsvKOvg s[ydo]K<p. 

(5. Hand.) AvQiqXLog KoitQBag KoovrjXü{g} öv^TtccQBL^iBi avxfj. 

(8. Hand.) Avo^Xiog Evxv%lSrig 6 xcc(l) Naq[ ...]..[ ] ... 8 [....]. . 

'HaaKXsovg . . pBxä xov . . . q [ . . ] . . x& nai 

'AvovßCcovL btcI xov u(yxov) TtöXBCjg Xtß[og ] . [ ] 

ölo%lrj(Qov) 

25 v7t(£o) ccitoyQccfjpfjg) olxiag %al ccvX(rjg) od . [ ] . . ccq . . . . d . . [ ] 

. gv XXXXXXXX 

Col. I lin. 6 Die Ergänzung nach Atene e Roma 1901 Sp. 80 b lin. 10 (== P. Fir. 1B lin. 26) 
vorgeschlagen von Vitelli. lin. 9/10 iitX tov [cc^LCf. it. W. lin. 16 Vor jivQifiXicc 

Reste eines Buchstabens, der offenbar das Datum bedeutete; [%]g ist nicht ganz ausgeschlossen, 
aber auch nicht sicher. lin. 16 In ßsßsmaco das zweite e korr. aus a; die Frau wollte 

zuerst ßsßcuwco) schreiben. lin. 16/17 av{i W. lin. 18 ksi({ievov) W. 

Col. II lin. 4 slg ro ivsßtbg W. Daß ä7toyqd{cpo^cci) und nicht, wie ich zuerst auflöste, 
aTtöyQCiifpoyL&vov) zu lesen ist und demgemäß in lin. 17 nicht mit Bildung eines neuen Satzes 
'Hy[oQax(x] , sondern fjv [fjyoQccxa , hat mich Vitelli freundlich erinnert. lin. 8 statt 

[4]r}{LrirQiov 1. KoQvr}Xä; vgl. Col. I lin. 16, Col. II lin. 21. lin. 13 ZTtrjvsynoc W. Zu iv 

inrccuxco erinnert mich Grenfell, daß das Adjektiv ^ntanxog in P. Oxy. 3,646 bezeugt ist. Vgl. 
jetzt auch P. Oxy. 4, 707 lin. 4 Und unten Nr. 8 lin. 10. lin. 19 Vor ccvty ein Buchstaben- 

rest (im Text mit . angedeutet), den ich nicht zu deuten weiß, lin. 23 Statt psxa 

rov kann zur Not auch {isyalov gelesen werden. 



Nr. 3: Diagraphe über einen Hauskäuf aus Hermupolis. 



11 



Im vierten Jahr der Imperatores Caesares Publius Licinnius Valerianus und Publius 
Licinnius Valerianus Gallienus, der Frommen, der Glücklichen, und des Publius Licinnius 
Cornelius Valerianus, des heiligsten Casars, der Augusti, am 26. Choiak. Diagraphe 
durch die Bank in Hermupolis. Aurelia Tesneus, Tochter des Achilleus, Sohnes des 
Heron, aus Hermupolis, registriert im Viertel des Westens der Stadt, unter Anwesenheit 
ihres Beistandes, . des Aurelios Demetrios alias Kornelas von derselben Stadt^ erklärt der 
Aurelia Artemidora, Tochter des Polydeukes, gewesenen Ratsherrn derselben Stadt, 
registriert in demselben Viertel, schreibenskundig, ohne Geschlechtsvormund handelnd kraft 
des Kinderrechts nach römischer Sitte, unter Anwesenheit des Aurelios Kopreas, Sohnes 
des Kornelas, von derselben Stadt, daß dieselbe ihr verkauft habe das ihr gehörige ganze 
Haus und Hof und alle Zutaten und Zubehör und Eingang und Ausgang in Hermupolis 
für den verabredeten Kaufpreis von 500 Silberdrachmen , welchen sie auch sofort er- 
hielt von der Käuferin gemäß dieser Diagraphe; und daß sei bei der Käuferin und 
ihren Rechtsnachfolgern Eigentum und Besitz des verkauften Hauses und Hofes, und Ge- 
brauch und Verfügung darüber auf welche Weise sie wollen auf alle Zeit, mit den 
untenstehenden Nachbargrenzen und allen Bestimmungen, und auf Befragen hat sie 
zugesagt. Ich Aurelios Demetrios [ Angestellter der Bank habe unterzeichnet]. 

Ich Aurelia Artemidora u. s. f. bin dieser Diagraphe gefolgt und habe der Aurelia 
Tesneys u. s. f. verkauft das mir gehörige ganze Haus und Hof und alle Zutaten und 
Zubehör und Eingang und Ausgang in Hermupolis im Viertel des Stadtwestens . . . 
welches Hauses mit Namen Pkola Nachbarn sind: [Im Norden (oder Osten) das Haus] 
des Dioskoros, im Westen und Süden das Haus der Söhne des Schlossers Hinaroous, 
nächst welchem ein Gewölbe, anstoßend an die im Süden liegende öffentliche Straße, 

durch welches Gewölbe Ein- und Ausgang(srecht besteht), [ im Osten (oder 

Norden) das Haus des . ...]aleon und anderer, den zwischen uns verabredeten Preis aber, 
500 Silberdrachmen, habe ich auf der Stelle erhalten von der Käuferin gemäß dieser Dia- 
graphe, und es soll sein bei der Käuferin und ihren Rechtsnachfolgern Eigentum und Besitz 
(u. s. f. wie oben), indem die Gewährleistung zu jeder Gewähr mich trifft, die Ver- 
käuferin, und nicht darf ich noch andere von mir aus die Käuferin, noch ihre Rechts- 
nachfolger, angreifen wegen keines Punktes in diesem Vertrag auf keine Weise; wenn 
aber ich angreife oder nicht Gewähr leiste, soll der Angriff kraftlos sein und ich oder 
wer von mir aus angreift werden bezahlen der Käuferin oder ihren Nachfolgern die 
Schäden und Kosten und als Strafe wie eine persönliche Schuld den doppelten Kaufpreis und 
in die Staatskasse das gleiche, und nichtsdestoweniger soll der Verkauf gültig sein; und 
darüber, daß das so richtig und schön geschehen ist, habe ich auf Befragen geantwortet. 

Datum. Ich Aurelia Artemidora, Tochter des Polydeukes, habe verkauft und den 
Kaufpreis erhalten und werde gewährleisten wie oben steht. Ich Aurelios Kopreas, 
Sohn des Kornelas, bin ihr Beistand. Ich Aurelia Tesneus, Tochter des Achilleus, Sohnes 
des Heron, die obgenannte, habe zur Zahlung angewiesen wie vorsteht. Ich Aurelios 
Demetrios alias Kornelas, Sohn des Dionysios, bin ihr Beistand und habe für sie ge- 
schrieben, da sie nicht schreiben kann. 

2* 



12 



Nr. 3: Diagraphe über einen Hauskauf aus Hermupolis. 



(Col. II.) An die Bibliophylakes des Besitzes für den 'Hermop olitischen Bezirk. Von 
Aurelia Tesneys u. s. f. Ich bekenne ein für das gegenwärtige 4. Jahr u. s. f. [unter 
Zustimmung] der Aurelia Artemi dora u. s. f., das ihr gehörige ganze Haus, welches 
ich von ihr laut einer Diagraphe durch die Bank in Hermupolis gekauft habe von 
dem gegenwärtigen Jahr und Monat, gemäß der Diagraphe wie sie lautet, deren Ab- 
schrift ich Euch in extenso vorlege, und ich schwöre beim Heil der Herrscher . . . 
daß es sich so verhält. (Folgen die Unterschriften.) 

Col. I lin. 3 Aurelios Kopreas hat das Patronymikon KoQvrjXä. Allerdings 
besteht dabei eine Schwierigkeit, weil in Col. II lin. 8 ihm das Patronymikon 
[<d]rj[ir}tQCov gegeben wird; auch scheint in Col. II lin. 21 Ji)QrjXiog KoTtQsecg 
KoQvrjXäg zu stehn. Doch ist dieser Name unmöglich und muß wohl das Schluß -g 
für einen Schreibfehler angesehen werden, wenn man es nicht überhaupt zum 
nächstfolgenden Wort zieht und ögv^iTtdQstiiSL liest. In Col. II lin. 8 wird wohl 
zfr]{irjTQ(ov einfach für einen Schreibfehler anzusehen sein, veranlaßt durch das 
öftere Vorkommen dieses Namens in der Urkunde. 

lin. 10 Der erste Druck hatte c IvccQ<?ovTog. Die richtige Lesung des Namens 
teilte mir Seymour de Ricci brieflich mit. — ix W. 

lin. 11 Die Worte ol%]Cccg — IlxoXä stehen auf dem nachträglich angekauften 
Fragment; daß sie den Namen des verkauften Hauses enthalten, zeigt Col. II 
lin. 10. Darauf folgt die Angabe der Nachbarn. Da zwischen IlxoXä und 
Aio6%6qov nur etwa fünfzehn Buchstaben fehlen, in der vorhergehenden Lücke 
jedoch etwas mehr Raum ist, läßt sich auch an j folgende Ergänzung denken : 
[Tsixoveg rrjg 7tQOKei[isvYjg oix]bccg xaXov^isvrjg TbioXa \cc7trjXtcbrov olxta] ^loököqov^ 
wobei keine Abkürzungen angenommen zu werden brauchten; doch ist die rela- 
tivische Anknüpfung an das Vorhergehende stilistisch empfehlenswerter. — Die 
vorhandenen schwachen Schriftspuren von [rtpö]g äXX[ijXovg] richtig gedeutet und 
ergänzt zu haben, verdanke ich einem Vorschlag von Vitelli. 

lin. 16 KoTtQsag (cf. Col. II lin. 21): die Lexica überliefern KoitQSvg, Ko7tQi\g, 
KoTtgCccg. Den Genetiv KortQsov in P. Goodsp. 13 lin. 4 leitet Crönert in Wesselys 
Studien 4 p. 97 vom Nominativ KoitQevg ab, wozu nach unserer Stelle kein 
zwingender Grund vorliegt. 

lin. 17 i%a)dttx0a bezeichnet die Zahlungsanweisung des Käufers. 

lin. 18 Die Ergänzung dieser Zeile ist nicht mit Sicherheit zu geben; es ist 
vielleicht eine Erklärung des Trapeziten dagestanden, daß er das Geld bar aus- 
gezahlt oder, falls Giroanweisung gegeben war, die Giroüberschreibung vollzogen 
habe; über letzteres vgl. meine Bern, in Ztschr. d. Sav.-St. 19, 250 f. — Sehr inter- 
essant ist das Datum dieser Erklärung: 22. Choiak, denn die darüber stehende 
diayQacprj ist vom 26. Vermutlich ist . der 22. nicht das Datum der Erklärung, 
sondern eines vor ihr liegenden und jetzt nur bestätigten Vorgangs. Das stimmt 
mit dem oben (S. 7) nach P. Lips. 5 angenommenen sukzessiven Zustandekommen 



Nr. 4: Kaufvertrag aus Herrn upolis. 



13 



der verschiedenen zur Abwicklung des Geschäfts erforderlichen Vorgänge überein; 
nur scheint hier die Reihenfolge eine andere zu sein als in jener Urkunde. 

Col. II lin. 5/6 Für die Anknüpfung des Genetivs AvQiqUag 'AQre^idcbQag an 
das Vorhergehende scheint ein Ausdruck am besten zu passen, der die Zustimmung 
bezeichnet. Wendungen wie C. P. R 1, 10 Col. II lin; 11 und P. Lips. Nr. 6 Col. II 
lin. 19 (evdöxcb tfj teopLevr] drj{io6icoaeL) oder in P. Oxy. 273 lin. 23 (övveTtL- 
ygdipeöd'ccL tfj dia xcbv %ataXo%i<5iicbv [lerexi'yQcccpfj, cf. auch P. Oxy. 2, 265 lin. 16; 
P. Monac. im Arch. 1, 485 lin. 7) legen die Ergänzung svdo%ov<5rj$ (oder övvev- 
doKovGrjg) [iol oder 6vv£7ay Qacpo[isvrjg {ioc nahe; vgl. auch Nr. 8 lin. 4. Die 
Schriftspuren des ersten Buchstabens hinter ZJsßccötcbv sind ziemlich unsicher, 
scheinen aber am ersten auf 6 zu deuten. 

lin. 22 fg. enthalten offenbar die Bestätigung eines der Bibliophylakes, daß 
er die Apographe übernommen habe. Vgl. dazu unten Nr. 9 lin. 30 — 34. 

lin. 26 Zu den Kreuzen vgl. Wilcken, Arch. 1, 76. Die Zahl der Kreuze ist im 
Text acht; doch ist das achte als unsicher bezeichnet, da ich an einer Stelle nicht 
genau ausnehmen kann, ob ein oder zwei Kreuze vorliegen, es also deren auch 
bloß sieben' sein können. Da im ganzen sieben Personen an der Urkunde mit- 
wirken (die Kontrahentinnen mit ihren Beiständen und die in Col. I lin. 5, lin. 18 
und Col. II lin. 8 Genannten), habe ich daran gedacht (unter der Voraussetzung, 
daß etwa bloß sieben Kreuze zu lesen seien) zu fragen, ob nicht die Kreuze die 
Stelle von ebensoviel Siegeln vertreten sollen. Allerdings möchte ich die Frage 
für die vorliegende Urkunde verneinen, weil doch die Urkunde ein Original ist 
und gewiß auch bei Herstellung mehrerer Originalausfertigungen nicht bloß eine 
davon zu siegeln gewesen wäre. Auch ist es öfters ganz eklatant, daß die Zahl 
der Kreuze die der an der Urkunde beteiligten Personen weit übersteigt, vgl. z. B. 
BGU. 279, wo auf zwei beteiligte Personen elf Kreuze kommen u. a. Immerhin 
aber wird es sich empfehlen, in Hinkunft bei avtCy^acpa solche Kreuze genau zu 
zählen. Vgl. auch unten zu Nr. 9 i. f. 

Nr. 4. 

KAUFVERTRAG ÜBER EINE SKLAVIN. 

(HOMOLOGIA OHNE DIE ZUGEHÖRIGE DlAQRAPHE.) 

Inv. Nr. 410. 

Papyrus H. 25% Br. 20% cm. Hermupolis. A° p. C. 293. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Stark fragmentiert, linksseitig in Breite von 24 — 32, rechts von 3—9 Buchstaben 
abgebrochen. Aus einem zweiten Fragment derselben 6{ioXoyCcc (Inv. Nr. 603 
unten Nr. 5 Col. I) stellenweise ergänzt. Die im zweiten Stück vorfindlichen 
Stellen sind unterstrichen. Die nicht unterstrichenen Ergänzungen stammen, 



14 



Nr. 4: Kaufvertrag aus Hermupolis. 



soweit sie nicht selbstverständlich sind, aus der zu dieser b[ioXoyia ge- 
hörigen, gleichfalls auf Iny. Nr. 603 vorfindlichen diayoayri. Übrigens hat 
wahrscheinlich auch bei diesem Papyrus die diayoayrj ursprünglich auf einer 
zweiten, verloren gegangenen Columne gestanden (vgl. oben S. 6). 

Laut dieser Urkunde kauft Aurelia Kyrillus von Aurelios Kastor eine Sklavin 
Stephane, auch genannt Stephanous; es werden ihr hierbei die Besitztitel des Ver- 
käufers, sowie die Beurkundung über die von diesem vollzogene Apographe und 
Anakrisis mitübergeben. Die Zahlung soll durch Bankdiagraphe erfolgen, von der 
in Nr. 5 die Unterschrift des Verkäufers erhalten ist. Vgl. die Einleitung zu Nr. 3. 

['Etil xf\g xcbv kvqIwv Y\ucbv Aiox]XrjXLavov Zlsßaöxov [r]6 s s [%a\i Ma\i\iiavov 

[Hs\ßa6xov xb d s V7taxC[ag.] 
l^'Etovg dexdtov AvxoKQaxoQ\og TaCov AvqtjXlov OvaXsoiov Ai[o]KXrjxiavov 

x[al e]xovg ivdxov AvxoKodxooog Mdo\Kov\ Avor]X[Lov] 
[OvaXeQiov Ma%i[iLavov rsQ{ia\vi%wv Msyböxwv HaoybaxiKfbv Msylöxwv Kai 

h'xovg dsvxsoov <EXavLov OvaXeoiov Kcov6x\avxC\- 
[ov Kai TaCov OvaXsoCov Ma%i^iiavov\ 'ETticpavsöxdxcov Kaiödocov Evösßcjv 

Evxv%cbv Usßa&x&v {irjvbg ACov 0c5[^>}O , ' Ty iv r Eo^i[ov TtoXsi] 
[xfj {isydXrj ao%ala xal 6£{ivoxdxrj\ Kai XafiJtQoxdxrj. 'O^ioXoyst AvorjXiog 

KdötcoQ [6 kuJl EvSaC^icov ßovX(evxrjg) x-Yj(g} Xa[iitQoxdxrjg 'Avxiv6{ov\ 
[rtoXecog {isxä <5vvßsßai\cdxov 7tsi6xiKsX8v6xov xov Kai eyyvco^ievov 

r\tfv]ds xijv itoaGiv Kai Ttdöccg x[äg ey]yeyoaii[i£va\g 8ia^] 
[tfxoXag Avo(rjXlov) 'EQ^aTtöXXoovog xov Kai A\o6koo\o\v Aidvfiov ^Eq^otco- 

XsCxov dvayQcccpo[jL[s]vov etc aiicpoöov (poovoCov djtrjXLcoxov cbg (ixcov) [. .] 
[AvQfjXta KvqiXXovxl 'IsQaTtog dito xrjg a(yxfjg) c Eo]{iov TtöXscog dvayoacpotisvrj 

i\ßl x\ov a(yxov) d[i[q)6dov] %&ol[g %]vqlov %QrjiAaxi£ov\6rj] xskv(x)[v] 
\ßi%ai(p GvvsGxcoxog avxfj toi)] dvdobg avxrj[g] Ava(rjXCov) *EqiisCov xov [x]ccl 

Kqo\v£ov i£]rjy(rjX£v6avxog) svd , rjvtaQ%ov ßovX(evxov) &7t[o]dedi[_y[isvov\ 
\yvyLva6ido%ov rr\g a(i)xr\g) r EQ[iov 7t6Xs(D\g TtETtoaKsvai xbv bpoXoyovvxa 

K[d6xoQcc] xbv Kai EvdaC^iova xfj KvqlXXovxi .[ ] 

[ KxrjXLKrjv öovXrjv o\v6^iaxi Uxscpavrjv 67tix£KXr][isvr]v [£xscp\avovv 

rj Kai xivBi bvoybaxi KaXslxai [ij KXr[\- 
\p"Yj<5sxai yevEL KorjxiKrjv ev&VQiva ovXrj]v 8%ovö[a]v dvcnxeoa döxoaydXov 

d8\i>iov\ Ttodbg <bg (ßxcbv) k rjv Kai avxbg alwvrjxai 
[. xm ftH Kai y/ Kai a^ (lxs£)\ 'Ertsly 7taoä 'Qoiyevovg xov Kai 

Z!coq)Qov[CöKOV . ,]covog Korjyaxiov (sie) tfw/3f/3caowTo[g] 

[avx(p AvotrjXcov) ] . . vßi . . \i . . 2Jco6lköv6[ii'ov xov Kai 

'Ak&aileojg äKojXov&cjg xfj ysvo^isvri elg avxbv 



Nr. 4: Kaufvertrag aus Hermupolis. 



15 



\xbv KccGtoqcc %uq avxov xov 'Qoiysvovg dticpaXsla r\\y7tSQ [a\6cpdXsiav {isra 15 

xrjg a\ßoyQa]q)[y}]g xal dvaxoslöscag $\g 7tsit\olrixai\ 
[2 Nom. propria t]c5 x[a]l f Iit%Ca xolg d%i[o]X[o]y(o\xa]- 

rofg [^]^[X]{?%oj£ vjto^ivrj( K ^ato)yQd(<poLg) {isxä [x]al x[rjg ysvo\- 
\jiivrig slg avxbv xbv ^QiysvTq xal a7todod , siö^rjg xco Kdöxooi rtooxxrjXLxfjg 

ä[ö]q)a[k\sLag x\r\\g a(yxrig) [dov]Xrig dvsdcoxsv 6 d\7tod6[isvog] 
\Kcc6tcqq xfj (bvov[i8vri KvqiXXovxl TtQOg] rrjv x[v\qCccv ccTtb xovxcov döcpdXsiav 

xa\l fi]eßccicoGeLV) rjVTCsg dovXrj[v] oy- 
[6[iaxt, ZJxscpavovv Ttaoadcoöst xfj] (bvov[isvri KvqiXXovxl xav[x]r]v 

tolccötyjv [a]va7tÖQi(pov sxxbg ovtiav \lso]äg vo\j5ov] 
[xal eTCa^rjg^ xijv ds rtgog dXXrjXovg 6vv7ts(pG)v]r}{i8vrjv xi^r &Q[y~]yQ\_lov xai]vov 20 

[2i]£/3atfT(5|V] vo[iC<5[iccTog xdXa[vxa] 
[dexa tcsvxs ^ agy l^is dits^si 6 ccTtoSö^isvog Kdö[x]coQ \tco\qcc xrjg 7tQi[a]-. 

{isvrj[g] KvoiXXovxog xaxä d[i]ayQa(p[riv] 
[xr\g iv *Eq[iov tc6Xsi Mi6&g)xg)v xoaTtsQ^g ix jtXrjQovg xal slvat tc[sqI avxrjv 

xr\v (bvov^is[v]i]v xal xovg nag? a[vx\f\g 
\xr\v xfjg TtSTtQ^a^svrjg avxfj dovXrjg 6v6[i[a]xL üxscpavovxog wg TCQÖxsixai xal 

xeov [x^avxrjg 

[eyyövav stcI xb asl xvQiav x\al xgdxr\6iv %QG){i£vo[v]g xal olx[o]v[o]{iov[v]xag 

vtcsq avx&v xa& ov i[ä\v ccCqI&vtccl] 
[xqotcov £7tl xbv aTtavxa] %qövov xr\g ßsßatchöscjg diä ita[vxo\g Jtobg Ttäöav 25 

ßsßatcoöSLv i^axoXoly&ovGrjg] 
[xw xs TtaXovvxL KdöxoQt xal xm <5vvße\ßaiwxfi *EQtia7t6XXcQvi xal [irj iitsXsv- 

6s6&ai avxbv tirjd' aXXov vTthg av[x]ov 
[stcI xr\v <bvov{i£vr}v {irjd' stcI xovg %\ag avxrjg tcsqI [irjdsvbg xr\öd[s] xrj[g] 

7tQd<5[ß](Qg XQOTtcp [irjdevC, eäv Ss [S]jpdXd , y 
[i) [irj ßeßaiaöri, fj x sopo8og dxvoog €öx]co xal TtQoöaitorCöSL rj 6 vtcsq 

ai[x\ov e7t[sX\s[vöo]^s[v\og X'fj (bvov{isv<rj rj \x~\olg nag' 
[avxvjg xd xs ßXdßrj xal daTtavYftiaxa xal e\xixltio\y\ cjg sidiov %Qsog 8i7tXr\v 

[x]i}v xi[jiri\v \xa]l slg xb drjinööiov xrjv l'örjv 
[xal inqdlv fjööov rj %Qä6ig xvqla söxg), sjxd^axo ds ^ (bvüvjisvrj xm xs SO 

eyyy . . . cp [xa]l xfj dyoqavoyiia xd 6cpiX6[}i\sv[a . . . .] 
[tisqI dl xov xavxa ovrag öo&wg xal xaXjtbg ysvsö&ai STtSQcnxrjösv xs f\ mvo\y- 

{ijsvrj KvQiXXovg <b[ioX6yr}6s{y 6 aTtodö^is]- 
[vog Kdöx&Q.] 2. Hand. [AvQriXiog Kdäxwo 6 x]al EvöaC^icjv ßovX(svxrig) 

itSTCgaxa xi\v 7tQoxi[jisvrjv ö]ovXrjv ovö^iaxi ZJxscpavrjv 



16 



Nr. 4: Kaufvertrag aus Hermupolis. 



[iiuxsxkrjiisvrjv ZJtscpavovv %al fi]eßcu(b6G) <b[g 7t]QÖ%8itai. 3. Hand. 'AvQ^X[iog 

f EQ[ia7z]6XX(Dvog (sie) 6 %[cc]l <d\i66~\- 
[noQog 4idv{iov eyy'jy&iicu uai 6vv[ßsßaico<3G3 cb]£ Jtpd^ft[T]a[t]. 

lin. 11 [%tr\r i%7]v\ konjiziert nach Inv. Nr. 603 unten Nr. 5 Col. II lin. 6. lin. 12 
1. iwvrircci. lin. 14 .] . . vßi . . [i . . ; die Lesung Odjvovßlcovog scheint ausgeschlossen. — 

UaGinovöiilov 1. Em6i%o6\ilov. lin. 17 ccvidm%£v\ das erste s scheinbar korrigiert aus cc. 

lin. 18 Die Dublette Nr. 603 hat ßsßaLcoaiv. lin. 28 Dublette Ttqoaaitoxdöu. lin. 30 

lyyv ... o); das Wort ist im Parallelstück ebenso schlecht erhalten. Der erste Buchstabe 
hinter v scheint & oder s zu sein. Eine Form von £yyva6%ca scheint ebensowenig möglich wie 
iynvTtlico. Ob hinter öq)LX6[^]sv[cc noch etwas gestanden hat, ist nicht zu entscheiden, 
lin. 33 1. *EQiicc7t6%Xcöv. — Dublette: [ßsßcaa)]6co av (= 6oi). 

Datum. Es erklärt Aurelios Kastor alias Eudaimon, Eatsherr des herrlichsten 
Antinoupolis mit dem Garanten, Fidejussor und Bürgen dieses Verkaufs und aller darin 
geschriebenen Bestimmungen Aurelios Hermapollon alias Dioskoros, Sohn des Didymos, 
aus Hermupolis, registriert im Quartier Ostkastell, ungefähr . . Jahre alt, der Aurelia 
Kyrillous, Tochter des Hierax, von derselben Stadt Hermupolis, registriert in demselben 
Quartier, ohne Geschlechtsvormund handelnd kraft Kinderrechts, unter Zuziehung ihres 
Mannes Aurelios Hermias alias Kronios, gewesenen Exegeten, Eutheniarchen , Eatsherrn, 
designierten Gymnasiarchen derselben Stadt Hermupolis, — daß er, der erklärende Kastor 
alias Eudaimon, verkauft habe der Kyrillous eine Arbeitssklavin . . . namens Stephane, 
zubenannt Stephanous oder wenn sie mit sonst einem Namen gerufen wird oder werden 
wird, von Geburt eine Kreterin, mit gerader Nase, eine Narbe habend über dem Knöchel 
des rechten Fußes, ungefähr 20 Jahre alt, welche er auch selbst gekauft hat [....] 
im 9. resp. 8. resp. 1. Jahr im Epeiph von Origenes, alias Sophroniskos, dem Sohn des 

[. . .] on , unter Gewährleistung des [....., Sohnes des] , aus der Phyle 

der Sosikosmier, Demos der Althaieer, gemäß der auf. ihn, Kastor, von Origenes aus- 
gestellten Urkunde, welche Urkunde mitsämt der Steuererklärung und Anakrisis, die er 

abgegeben hat an [ ] alias Hippias, die gewesenen Exegeten und gegenwärtigen 

Hypomnematographen, auch mitsamt der auf Origenes ausgestellten und ihm, dem Kastor, 
überlieferten Vorbesitzurkunde über dieselbe Sklavin der Verkäufer Kastor der Käuferin 
Kyrillous übergeben hat behufs der daraus entspringenden rechtsgültigen Sicherung und 
Gewähr; welche Sklavin namens Stephanous er übergeben wird der Käuferin Kyrillous, 
wie sie ist, unentreißbar , frei von heiliger Krankheit und Aussatz (?), den verabredeten 
Kaufpreis aber, fünfzehn Talente in neuer kaiserlicher Silbermünze, macht 15 Silbertalente, 
hat der Verkäufer Kastor von der Käuferin Kyrillous empfangen durch Anweisung bei 
der Pächterbank in Hermupolis, im vollen Betrag, und es soll sein (folgen Gewähr- 
leistungsklauseln); es hat aber die Käuferin bezahlt dem . . . und der Agoranomie das 
Gebührende usf. 

lin. 6 Die Worte övvßeßccKDTrjg, rtsiöTMsXsvörrjg 6 xcel eyyvm^svog darf man 
nicht für eine bloße Häufung synonymer Ausdrücke halten. Denn es wäre sicher 



Nr. 4: Kaufvertrag aus Hermupolis. 



17 



falsch zu behaupten , daß die Stellung des övvßsßaiwvrfg, über die wir freilich des 
näheren — für die griechische Rechtsauffassung — nicht unterrichtet sind, mit 
der eines Fidejussor von Haus aus schlechthin identisch ist. Es ist insbesondere 
wahrscheinlich , daß die Verpflichtung des ersteren einerseits, wenigstens ur- 
sprünglich, eine prinzipale (nicht bloß akzessorische), und andererseits ihr Inhalt 
gesetzlich festgeregelt war (wie, ist freilich nicht zu sagen), sich also auf 
die besonderen Garantiezusagen (stipulatio duplae u. s. f.) nicht erstreckte. Gewiß 
wird zwar in ersterer Richtung in der römischen Zeit der alte Begriff des 
ßsßaLWTrjg stark verwischt worden sein; ob aber auch in der letzteren ist sehr 
zweifelhaft. Es ist hierbei darauf hinzuweisen, daß auch noch Iust. Nov. 4 c. 2 
den ßsßccimrrjg von anderen Bürgen unterscheidet. 1 ) Und außerdem ist jedenfalls 
klar, daß die Haftung eines f fideiussor in universam causam acceptus' schon darin 
weit über die des ßsßaLcotTjg hinausreichte, daß ersterer auch für Qualitätsmängel 
haften mußte ('cf. D. 21, 1, 56). Auch in einem anderen Papyrus tritt diese 
Duplizität der Begriffe noch hervor; BGU. 887 zeigt einen ßsßatcbv %al tfj IdCa 
TcCötsi xsXsvwv im pamphylisehen Side. — Ebenso ist aber auch der syyvrjvrjg vom 
ßsßaicotijg wohl zu unterscheiden; schon Plato leg. 12 p. 954 findet es notwendig 
zu betonen c syyvrjtrig iiev %al 6 TtQOTtmXcbv'. 

Allerdings ist, was speziell unseren Papyrus betrifft, noch zu bemerken, daß 
Hermapollon gar nicht ausdrücklich fidejubiert hat; vgl. lin. 30/31 und 33/34; 
doch ist die Übernahme der Fidejussio durch das eyyv(b{iat in lin. 34 ersetzt. 
Höchstens insofern diese letzteren Begriffe zusammenfallen sollten, kann man in 
unserer Stelle eine Tautologie finden. 

liu. 13 KQrjyccTLOv ist vielleicht Schreibfehler; in P. Grenf. 2 n. 42 lin. 1 
(vgl. auch BGU. 1, 98 lin. 1 und dazu die Körrig, des 2. Bandes) findet sich 
KQTjvoXelog ; aber ein römischer Name ist hier überhaupt unwahrscheinlich. 

lin. 15 avccKQiöig beim Sklavenkauf findet sich auch in P. Lond. 2 n. 251 (p. 317) 
lin. 6/7: ttva,8sd(b%a(pi)v ds ol cc7to86[isvoi, %r\ imvrifievri r}v tc STtolrjy rai stcl \tr\g 
di]Kaio[d]oötag [t]div ofastGbv ava%Qi<5iy, cf. ebenda lin. 18. Außerdem wird in 
P. Teb. 1 n. 86 Col. 2 lin. 1/2 ein ö itgog talg ava%Q\C{p£6vj\ erwähnt. Da 
av&KQitiig die Voruntersuchung bedeutet, denkt man an eine vor dem Verkauf der 
Sklaven stattfindende Vorprüfung. Am nächsten läge es, an eine Analogie zu 
jener Bewilligung zu denken, welche beim Grundstückskauf die ßißXiocpvXaneg 
zur Veräußerung erteilen mußten (Arch. 1, 192 fg.), aber nach dem Londoner 
Papyrus wird die avdxQiöig bei der 8c%aiodo6Lcc vorgenommen. Ihr Inhalt ist 
nicht näher zu bestimmen. 

lin. 16 Zu &^i\o^X\o^y(ntdtoig v7to^ivrj^aro)yQcc(q)Oig) vgl. a^ioXoycotatog Xoyiötijg 
in P. Oxy. 1, 84 lin. 11.' Vgl. auch P. Oxy. 1, 118 lin. 4, Fay. Towns 1, 128 lin. 2. 

lin. 19/20 Daß iegä votiog die Epilepsie bedeutet, scheint die allgemeine An- 

1) Wie mich Rabel erinnert, wird auch in Marini pap. dipl. n. 122 ein c auctor et spon- 
taneus fideiussor' genannt. 

Leipziger Papyri. I. 3 



18 



Nr. 5: 'TitoyQCLcpr\ der JtccyQacprj zu Nr. 4. 



sieht zu sein. 'Eituyri wird meist auf den Aussatz gedeutet; vgl. Grenfell-Hunt 
zu P. Oxy. 2, 263 lin. 10; Bedenken äußert Herwerden Lex. Graec. p. 290, vgl. 
Wenger Grött. Gel. Anz. 1902 p. 530 n. 1. Die Deutung yon Gradenwitz Einführung 
p. 57 und 60 wird jetzt von ihrem Urheber nach brieflicher Mitteilung aufgegeben. 

lin. 23 Die Ergänzung \xriv xr\g TCSTtQ^a^isvrjs füllt den Raum nicht genügend 
aus; doch pflegt sonst in den Kaufverträgen an der entsprechenden Stelle nichts 
weiteres zu stehn. 

lin. 30 Abgaben für die Agoranomie sind auch sonst bezeugt, vgl. Wilcken 
Ostr. 1, 131 — 2, doch ist die Nennung dieser Behörde in der Zeit des Diokletian 
eine Rarität. Worauf sich die andere genannte Abgabe bezieht, entzieht sich bei der 
Unsicherheit der Lesung meinem Urteil; sollte doch eine Form von eyyvä6d , ai zu 
lesen sein, so ließe sich daran denken, daß dem Kauf bürgen für seine Garantie- 
leistung gesetzlich eine Provision gezahlt werden mußte, was bei dein obliga- 
torischen Charakter dieses Instituts (Reichsrecht 503 fg.) ganz begreiflich wäre. 
Wenn Wilcken Ostr. 1, 352 das ßsßuuDTixov in BGU. 156 lin. 9 als eine für die 
Gewährleistung gezahlte Gebühr ansieht und, da es sich dort um eine Ver- 
äußerung durch die kaiserliche Domäne handelt, die Frage aufwirft, ob auch 
beim Kauf zwischen Privaten eine solche in Frage kam, so könnte man unsere 
Stelle in diesem Sinn deuten wollen. Freilich faßt P. Meyer (Festschr. f. Hirsch- 
feld 151) den Vertrag des zit. Papyrus als Begründung einer Erbpachtung, nicht 
als einen Verkauf, und das ßsßcci&tiKov als ein Erbstandsgeld in dem von mir 
(Gesch. der Erbpacht S. 25, 58) bezeichneten Sinn; doch würde die Idee der Be- 
zahlung für die Gewähr dauernden Besitzes gerade in einem solchen erst recht 
wieder hervortreten. Auch das läßt sich nicht einwenden, daß es beim Fiskus 
einer Gewährleistung nicht bedarf, weil sein Verkauf immer unanfechtbares Eigentum 
gibt, wie schon die Ptolemäer bestimmt haben (P. Teb. 1 n. 5 lin. 99 fg.) x ); denn eine 
Gebühr konnte man auch gerade für dieses Privilegium erheben. — Provisionen für 
Garantieübernahme sind übrigens auch sonst den Römern nicht fremd, D. 19, 5, 19, 1. 

Nr, 5. 

DUPLIKAT DES KAUFVERTRAGS IN Nr. 4 

MIT ERHALTENER BESTÄTIGUNG ÜBER DEN EMPFANG DES PREISES. 

Inv. Nr. 603. 

Papyrus H. 25 Br. 60 cm. Hermupolis. A° p. C. 293. 

Cursive. Unyeröffentlicht. 

Linksseitig abgerissen und die linke Colnmne (I) in der Breite von 30 cm 
stark fragmentiert, sowie am obern Rand in der Breite von zwei Zeilen 

1) Daß Zeno C. I. 7,37,2 dies wiederholt, beweist keineswegs, daß es vor ihm nicht ge- 
golten hat; er selbst beruft sich auf entsprechende Konstitutionen von Leo und vermutlich ist 
der Satz im Fiskalrecht direkt von den Ptolemäern übernommen worden. 



Nr. 5: 'TitoyQcccprj der Aiayqayx) zu Nr. 4. 



19 



abgebrochen, übrigens in Nr. 4 eingearbeitet; dagegen die rechte, die 
Empfangsbestätigung enthaltende Columne (II) im wesentlichen erhalten. 
Diese zweite Columne beginnt nicht am obern Rand des Papyrus, sondern 
erst 9% cm unter demselben, so daß über ihr ein freier Raum ist. Über 
die Erklärung dessen s. oben zu Nr. 3 S. 7. 

Eine zweite (fragmentierte) Ausfertigung dieser Empfangsbestätigung enthält 
Inv. Nr. 275. Die Parallelstellen sind unterstrichen. 

Col. I 

stimmt überein mit Nr. 4 (s. d.). 
Col. II. 

'Ertl xfjg xdbv kvq(cdv ffticbv AioKl\y\xia\vov Usßaäxov xb all Kai Ma^i^iiavov 

Zlsßaöxov xb 8H vitaxtag, 
AvotfXiog Kd[ö]tc3Q 6 Kai Ei>dai'p[cai]v ßovX8[vxrjg x~]fjg Xa[[i?t]QOxdxr}g 'Av- 

xivoov TtöXswg [i8xa GviißsßaLwxov jciöxslksXsvöxov xov [kcc]l i[yy]v(D- 

{i[8]vov XTjV TtQä- 

6 'iv Kai 6viißsßai[ovvt~\og xäg 8yy8y[oa][i{i8v[ag di]a6[x~]oX[äg Av]Q(rjX£ov) 

^EQiiaitöXXcovog xov Kai Aloököqov Ai§v\iov "EqyiOTCoXlxov [a~\v[ayQa- 

(fpofievov) 8% aiicpo\8ov cpoovQLOV 
a7CrjXicl)Tov &7CriKoXov&ri\K\a xfjds xfj §i\ayoa~\<pfi Kai avsCortfiai Ttagä Avo^XCag) 

KvoiXXovxog 'IsoaKog aitb xr\g avxr\g f Eo{iov 7t[o]XeG)g d[v]ayQa((po^8v^g) 

67t' aficpodov 

xov avx[o]v %(OQig kvqCov %Qr}({iaxi£ov6yjg) X8k\v](x)v 8iK\aC(p 6]vv86xcb[xo]g 5 

avxfj xov <xvd()[bg] aixrjg Avq(tjX£ov) 'Eopalov xov koI KqovCov 8%rj[yrj- 

x]s[v6a]y[xog] 8vd , rjvLdQ%[o]v 
[ß]ovXsvxov, aTtodediyiisvov yvyLvaGidqyjov x\yj\g a\yx~\j\g 'Eojiov itoXecog viteQ 

XLfLrjg rjg aTCsöö^irjv avxfj KXrjxiKfjg dovX\rjg bvopaxi Ex8yp[av\fjg 
iTtixeKXrjtievrjg Z![x~\scpavov[xog] rj Kai xiv\i\ 6vo[iia\xi K[a\Xsixai rj %Xrj%"Yj68xai^ 

ydvsi KQrjxiKfjg^ cog (ßxcbv) k sv&vqCvov ov[X]rjv \ß\%ov6rjg aya\x~\8Q(D 

döxqa- 

ydXov ös^lov jt[o]dds, rjv7t£Q avxfj 7taQsd(D[K]a xavxrjv xoiavxrjv dvanoQiyov 
hxxbg ovöav IsQäg voöov Kai \_8]ita(prjg [a]KoX\ov\&(Qg xf] a[vs]ys- 

Xl&^rjöotisvri di[ä xo]v iv *Eq[iov TtöXsi yoaq)s(ov 6[ioXoy(a tfjg Ttodöecog kq- 
y\y]olov Kaivov U8ßaö[x]cbv vo[i(ö[iaxog xdXavxa dexa %8VX8 

3* 



20 



Nr. 5: ^TitoyQdcpri der Aicxygctcpr) zu Nr. 4. 



10 / äpy is ex TcXriQovg xal eitSQCjx Yi&^slg) G){ioX6y(rj6a). (^'Exovg) iH Avxoxqcc- 
xoQog KaCöccQog ra[i]ov A[yQrj]Xi[o]v OvaX\ßQtov\ AloxXtjxiccvov 
xal [(f'rovg)] AvxoxQaxoQog KcdöccQog Moc\_q\xov Avqti\X\Iov OvalsQiov Ma- 
%i\Lia\y\ov \r~\sQYii\avt%G)v Meylöxcov ZJa[o]^axiXG)V Ms[y~]löxq>v [xal] 
(stovg) 

<&X[ccvtov ÖJvaXsQiov K(Dvö[x]avxiov xal raXs\ß]lov OvaXe^lov Ma%i\iw- 
vo[y] 'E7ti(pccvs\ß\x&tG)v Kai\p\&Q(ov Evöeßcbv E[vr]v%<bv [£]§§[cc6t(b]y 
[®G)v~]& Ty. 

(2. Hand.) ^^[X^fog] Ka\ßx\wQ 6 xal EvdaC^icov ßovX(evxrjg) jteTCQaxa xi]v 
7tQOX8L{ievr}v dovXrjv ö[v]6tiari \£xeyavr\v [xal äite6\%ov xä xfjg 

xi[{i\r[g \Jc\Q\yvQio\v vo^icöfiaxog xäXavxa dexa tievxs ix 7tX[if]Qovg c>g [#]^[o- 
xeix'jaL (3. Hand.) AvQ(rjXiog) c EQ^a7c[6X]X(x)v 
15 6 xal AioGxoQog AlSv^lov syyycD[i[ai, x\al Gvvßeßcucb xal irt€Q(cdt'qd , elg) 
ö/i[o-] (sie) 

X\6~\y(ri<5a). 

lin. 2 Nr. 275 aviißsßaiovrov. lin. 3 Nr. 275 'EQ^oitoXsirov. lin. 4 äveigruiai 

(so auch P. Flor, lb lin. 13, aviQr}{ica Fay. Towns 100 lin. 19) 1. avriQr\\Lai, vgl. Crönert mem. 
graec. Herculan. 38 n. 2. lin. 6 xtriziMig sicher; Inv. Nr. 275 hat statt dessen oiwr\xi%f\<$ 

(oinsv iuris?). lin. 7 Zu sv&vqivov (so auch Nr. 275) vgl. oben Apparat zu Nr. 2 lin. 6. — 

Nr. 275 sl %8 tu 6v6\ia\yi %cc1~\mxs. lin. 8 Nr. 275 ävciitOQiya. lin. 9 Nr. 275 

yQcccpiov. lin. 14 Nr. 275 T]st[pjs. Hinter itl]riQ\ovg in Nr. 275 Korrektur, wahrscheinlich 
cb]g TiQonlsixcii. 

Konsulardatum. Ich Aurelios Kastor alias Eudaimon, Eatsherr des herrlichsten 
Antinoupolis , mit dem Garanten, Fidejussor und Bürgen dieses Kaufs und aller darin 
enthaltenen Bestimmungen, Aurelios Hermapollon alias Dioskoros, Sohn des Didymos, 
registriert im Quartier Ostkastell, bin dieser Diagraphe gefolgt und habe erhalten von 
Aurelia Kyrillous, Tochter des Hierax, von derselben Stadt Hermupolis, registriert in 
demselben Quartier, ohne Geschlechtsvormund handelnd kraft Kinderrechts, unter der 
Beistandschaft ihres Mannes Aurelios Hermias alias Kronios, gewesenen Exegeten, 
Eutheniarchen, Eatsherrn, designierten Gymnasiarchen von derselben Stadt Hermupolis, 
als Kaufschilling für die Arbeitssklavin, die ich ihr verkaufte, namens Stephane, zu- 
benannt Stephanous oder wenn sie mit sonst irgend einem Namen genannt wird oder 
genannt werden wird, von Geburt eine Kreterin, ungefähr 20 Jahre alt, mit gerader 
Nase, eine Narbe habend über dem Knöchel des rechten Fußes, welche ich ihr über- 
geben habe wie sie eben ist, unentziehbar, frei von heiliger Krankheit und Aussatz (?), ent- 
sprechend der durch das Grapheion in Hermupolis zu registrierenden Yerkaufsurkunde, 
fünfzehn Talente neue kaiserliche Silbermünze, macht 15 Silbertalente, alles in allem, 
und auf Befragen habe ich zugesagt. Regierungsdatum. Unterschrift. 



Nr. 6: Kaufvertrag aus Hermupolis. 



21 



Nr. 6. 

KAUFVERTRAG ÜBER EIN GRUNDSTÜCK. 

Inv. Nr. 525. 

Papyrus H. 23 Br. 40 cm. Hermupolis. A° p. C. 306. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Links abgebrochen y von einer ersten Columne sind nur wenige Buchstaben 
erhalten. Der auf Col. II stehende Kaufvertrag über 1% Aruren Katöken- 
grund zeigt in seinen Formeln manche Ähnlichkeit mit der gleichfalls aus 
Hermupolis stammenden vitoyQacpri eines Kaufvertrags (richtiger der dazn 
gehörigen diacpQafpiq^ vgl. oben Einleitung zu Nr. 3) v. J. 213 p. (X in 
P. Amh. 2, 96. 

Der Papyrus enthält einen Kaufvertrag, geschlossen zwischen Aurelios Agathos 
Daimon und Aurelios Hermias, alias Kronios, beide aus Hermupolis, über 1% Arure 
Katökenland in der Umgegend des Dorfs Senathotis im Hermupolitischen Bezirk. 

Col. I. 



Ungefähr lin. 11 ~\ccvatQcov 

12 ]{1(a)v tcccI 

13 ~\tcsv£ 

14 ] . %u<5 . 



Col. II. 

'2£[(p' v^TtdtcDv tcjv KvqIcov rtficov K(DV<5xuvrl\o\v %al Ma^iynavov Ueßccötwv 

AvQt]Xtog 'Aya&hg Aal\LG)v UXovxdqyov lsQovlwfi<($) ait\o] 'Eqiiov TtoXecog X7jg 

[isydlrig aqyalag %al <5e[ivoxdxrjg %al la\i7tQoxdxr\g dvayQaq)6^isvog Bit 
&iicp6d[o\v cpqovqCov 

a7tr\l\i\(bxov Avo^llm *EQiiCa tgj %a\i\ KqovIg) yv^va<5idqyco ßovlsvxfj xr\g 

avtTjg itoXecog %al Sg %Qri({iax££8L) %aiQ8iv. ^O^ioloya) Ttsitoauivai 6oi 

ds xrjv diööriv evyoacpov döcpdXaiccv dith xov vvv hl xov ditavxa %q6vov xijv 



22 



Nr. 6: Kaufvertrag aus Hermupolis. 



v7tdq%ov6av [ioi jceol Zleve&co&iv (sie) ex xov Ttfqovg xal Meve\_Xdo\v 
%X^q[o]v 

yrjg xaxoiXixxyg avaixrjxov dqovqav iitav ex\x\ov aicb xoivcov xal ädiaiqexcov 
\- ß xaxä xoivcovlav 'Aittticcvfjg Aidwvog, r\viteq rtertqaiiev^g 

yl |_ agil 7iaqa\dco6\cü 6oi xax äyqbv öitoql^v < jt[Xri\Qeg xg> XTjg xaxoixtag 
dixaiep <5%oivl(p xa&aqäg (sie) äitb ßaöiXixfjg xal itavxbg Idovg äitXcbg 
ccTtrjv- 

xiqxvelav sig iftiüg ex diaiqeöecog yevo\Levr\g (ioi itqbg Uaoaitlmva ertCxXrjv 
BovxöXov ovexqavöv. Telxoveg voxov %<h\ia xcbv aXXcov xqiöov ävs\tyi\cov 

öov xov cbvov^isvov^ xr^v de itqbg äXXr\Xovg övvTtecpcovi^ijievr^v xi^v äqyv- 
qlov Ueßaöxcov vo{iC6[iaxog xdXavxa xqla / aqy y avxo&i ujts<5%[ov 
jt]a[q]d öov 

xov covov\ievov [xjaxä xrjvde xrjv diöö^v evyqay\o\v aöcpdXeiav diä %Siobg ex 
TtXriqovg xal elvai rteqC 6s xov <hvov[ievov xal xovg xaqd <jov xx\v xfjg 

7C87CQa^l8V7jg 

cbg TtQÖxsixm yi \- agil xvqtav xal xqäxr\6iv %qco\i8vovg xal oixovo\iovvxag 
iteql avxf\g xa& ov eäv atqcovxai xooitov dito xov vvv eitl xov del 
%qov\ov\ xcbv Seev- 

XTjg diqiiotilcDv xal erti[ieQitf{iö3v xal dvvcovixcbv ejaßoXcbv itavxolmv xaiovixmv 
xal aXXcov xoov [ihv epLTCQoG&ev %qövcjv {18%qi xov dieXrj^Xvd^ox^o^ 

vyll xal a (ßxovg)H xal avxov ovrmv atqbg e^ial xov uwXovvxa, xoov de dito xov 
£veöxcoxog id (exovg)H xal ß (exovg)H övxcov Ttqög öe xov obvoviievov diä 
tö elvai öayxov xä x\o]v 

avxov exovg excpoqia xal cpoqovg^ XTjg ßeßaicoöecog diä itavxbg itqbg %a6av ße- 
ßaCcoöiv elzaxoXov&ovörjg [ioi xcb Tteo Xovvxi, xal [irj eTCeXevöeti&aC {ie 
aXXov vTtho e[iov eit\i\ öe xov (bvov{ievov iiqdh e7t\}~] xovg %aoa 6\o\v 
Tteol [irjdevbg xf\6de X7]g Ttodöecog xooitcp [lyjSevi' läv de eTCeX&w vj /i'i) 
\_ß]eß(u<&) rj x e- 

epodog a%voog eöxcD %al Tt^o^öjaTtoxio^cD lq 6 vTteo [iov eTteXevöö^ievög 6oi x(p 

G)v\o\viiiv(p r[ xolg itaqa ö\o]v xd xs ßXdßi] %al da7tav[if\iia[x~\a xal 

87ti(xCyiiov cog \l\diov 
%Q8og dijeXyjv xrjv x[i]{ii}v \%\al elg xb dijiio6i\o]v xijv Yötjv %a\ \ir\dev 'fjdGov rj 

itqäöig %vq(a (bg ev drj[io6C(p aq%ei(p Kaxaueiiiev^ i)v %al di66r[v öoi 

rtQor}%d- 

\ir\v' %al evxev&ev eidoua xfj eöo^ievi] ärj^oöicoöi^ Tteql de xov xavxa ovxcog 
öq&cog %[a]i %aXwg yeiveö&ai eTteq&xijföeig) [a)]^oX6y(i]6a). (^ f Exovg) idH 

XCOV Kvq\C\(OV TtflGOV 

K[p\v[px\avt\l~\ov xal 'Ma%i[iiavov Ueßaöxcov %al (exovg) ßH xcbv KvoCmv rtfiav 



Nr. 6: Kaufvertrag aus Hermupolis. 



23 



2J£V7]qov Kai Ma^i[i(vov tcdv 'ETticpavsöTcctcjv KcaödQav OaQiiov&i %a. 

(2., Hand.) AvQ^lwg) 
Aya&[o]g AaC[ic3v ni\o\vtaQ%ov isQovCxrjg Tciitqaxa xal <x7teö[%]ov rrjv %i\i$\v 

ix 7tXtf()o\yg] Kai ßeßai&\ß\(n Kai 8vd[o\x(b vi] iöo^ievri drj[^o6i]cpöb wg 
7tQ\o\Kixav. 

lin. 4 1. Hsva&mQ'iv. lin. 5 avaitr\rov ist absolut sicher; merkwürdigerweise findet 

sich dasselbe Wort in einem im Besitz von Gradenwitz befindlichen Kaufvertrag, dessen Ein- 
sicht er mir freundlichst gestattete. In P. Amh. 2, 96 lin. 3 steht avtlriTov, und dies ist offen- 
bar das Richtige. lin. 5 — 6 yl ist sinnlos, findet sich aber und zwar in genau derselben 
Verbindung 7t£7tQa^iv7\g yi \- a$ wieder in lin. 10. Vermutlich hat der Kopist sich verlesen 
und stand in der Vorlage ijvitsQ itS7tQa^svrig yfjg \- as; aus dem yfjg ein yl(vsTcci) zu machen, 
lag ihm um so näher, als er gewohnt war, dies vor Zahlangaben zu schreiben. lin. 6 
1. kcc&ccqccv. lin. 7 8%i%lr\v 1. iitiKlri&ivxct. lin. 10 Vgl. das zu lin. 5 — 6 Gesagte, 
lin. 11 %aiovi%cov ist unverständlich; nach einer zutreffenden Vermutung von Rabel liegt eine 
Verschreibung für %avovi%&v vor. lin. 17 Das Präsens ys 'vsc&ai ist in dieser Verbindung 
nicht üblich, sondern ysvsöd'ciL oder yi-ysvfp&ca. 

Konsulardatum. Aurelios Agathos Daimon, Sohn des Plutarchos Hieronike von 
der Stadt Hermupolis u. s. f., registriert im Quartier Ostkastell, dem Aurelios Hermias 
alias Kronios, Gymnasiarchen , Ratsherrn von derselben Stadt und wie er sich nennt, 
Gruß. Ich erkläre dir verkauft zu haben kraft dieser doppelten Urkunde von jetzt 
auf ewige Zeit die mir gehörige l 1 ^ Arure künstlich bewässerten (?) Katökenlands bei 
Senathothis aus dem Los des Teres und des Menelaos, von den (mir) mit Appiane, 
Tochter des Apion, gemeinsamen und ungeteilten 2 Aruren, welche 1% Arure ver- 
kauften (sc. Landes) ich dir übergeben werde als besäebares Land, vollständig nach 
dem Schoinienmaß der Katoikie, schlechthin frei von kaiserlichem (Boden) und allem 
derartigen; dieselbe ist auf uns gelangt aus der Teilung, welche von mir vollzogen 
worden ist mit dem Sarapion 'zubenannt Boukolos dem Veteranen. Nachbarn im 
Süden ein Deich der andern drei Vettern von dir, dem Käufer; den zwischen uns 
vereinbarten Kaufschilling aber, 3 Talente kaiserlicher Silbermünze, erhielt ich von dem 
Käufer entsprechend dieser doppelten schriftlichen Urkunde bar und vollständig und 
es soll sein u. s. f., wobei die diversen Steuern und Zuschläge davon und die Auflagen 
für die Annona, sowohl die obligaten (?) als die übrigen für die früheren Zeiten bis zum 
vergangenen 13. und 1. Jahres einschließlich mich treffen, den Verkäufer, die aber vom 
laufenden 14. und 2. Jahre dich, den Käufer, weil dir gehören die Einkünfte und Er- 
träge desselben Jahres (folgen Garantieklauseln, Regierungsdatum und Unterschrift). 

Col. II lin. 4 Der Name T^Qrjg ist bezeugt in P. Teb. 1 n. 105 lin. 52 
und 68 u. f. und ist, wie hier erfordert wird, ein makedonischer. 

lin. 6 Zu ßaöL^LKTjg erg. yfjg. Jedoch liegt hier kein Fehler des Kopisten 
vor, vielmehr wird yfjg auch in P. Amh. Nr. 95 lin. 4 und 96 lin. 3 weggelassen. 
Vgl. dazu Wilcken Arch. 2, 132. 



24 



Kr. 7: Darlehnsquittung aus Krokodilopolis. 



Nr. 7. 

DAELEHNSQUITTUNG. 

Inv. Nr. 505. 

Papyrus H. 32% Br. 13 cm. Krokodilopolis A° a. C. 107. 

im pathyritischen Bezirk. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Der Papyrus enthält die Quittung über die Rückzahlung eines Darlehns. Die 
Namen der Regenten sind nicht genannt; aber die auch sonst wohlbekannten 
Namen des in der Urkunde auftretenden Petearsemtheus, Sohnes des Paneb- 
chunis (Sohnes des Totoes und Tochterenkels des Patous, Sohnes des Horos) 
sowie des Agoranomen Paniskos verweisen das Stück in die Regierungszeit 
von Soter IL und Kleopatra. 

Auch das Darlehen, von welchem der folgende Papyrus spricht, ist bekannt. 
Es ist dasselbe, auf welches P. Grenf. 2, 31 sich bezieht. Es war aufgenommen 
worden von Patous, dem Vater der Tareesis und der Sennesis, bei Neandros, der 
in der nachstehenden Urkunde als der mütterliche Großvater des Chairemon, 
Sohnes des Paniskos, erscheint. Von Neandros hat Chairemon jedenfalls die 
Forderung ererbt; ob nicht noch andere forderungsberechtigte Erben vorhanden 
waren, hängt davon ab, ob das in P. Grenf. 2, 26 genannte Darlehen (mit den 
Gläubigern Chairemon, Esthlades und Pnephis) mit dem hier genannten zusammen- 
gehört, was nicht unwahrscheinlich ist. In P. Grenf. 2, 31 zahlt der Sohn der 
Tareesis aus erster Ehe für den auf seine Mutter gefallenen Teil der Schuld 
5000 Kupferdrachmen; in unserm Papyrus zahlt Panebchunis, der Sohn der 
Tareesis aus zweiter Ehe, zusammen mit seinem Sohn Petearsemtheus, für seinen 
Erbteil 4500 Drachmen, außerdem für den seiner Tante Sennesis 3600, zusammen 
1 Talent 2100 Drachmen, Daß die Teile in den - verschiedenen Erbstämmen so 
verschieden sind (die Kinder der Tareesis zahlen für ihre Mutter 5000 -\- 4500 
Drachmen, für die Sennesis werden nur 3600 gezahlt), läßt sich wohl durch Teil- 
zahlungen erklären, wiewohl die Urkunden auf bloß teilweise Bezahlung nicht 
hindeuten. Übrigens machen dieselben den Eindruck, daß unter den Erben des 
Patous keine solidarische Haftung stattfand, sondern nur Partialhaftung. 

Petearsemtheus, der Sohn des Panebchunis, ist dieselbe Person, welche auch 
in Nr. 1 genannt ist. Die Familie ist bekannt; ihren Stammbaum haben Grenfell 
und Hunt zu P. Grenf. 2, 26 nach dieser freilich sehr schlecht redigierten und 
schwer verständlichen Urkunde unter Zuhilfenahme von P. Grenf. 27 und 31 auf- 
gestellt, und zwar trotz der mangelhaften Quelle, wie es scheint, richtig; vgl. auch 
die unter Berücksichtigung des gesamten neueren Materials gegebene Ubersicht 
von Gerhard im Philol. 63, 568—571. Die Daten des nachstehenden Papyrus 
stimmen mit diesen Ergebnissen vollkommen überein; der in demselben fehlende 
Name der in lin. 12 — 13 erwähnten Mutter des Panebchunis ist nach den ander- 



Nr. 7: Darlehnsquittung aus Krokodil opolis. 25 



weitigen Feststellungen Tareesis. Doch gibt der Papyrus im Zusammenhalt mit 
dem obenstehenden P. Lips. 1 .noch eine weitere Ergänzung des Stammbaums 
um die beiden Frauen namens Sennesis. Danach ist jetzt die Genealogie diese: 

Horos 
Patous 

Horos Tareesis Totoes Sennesis 



|, I Ungenannte Frau 1 ) 

Paous . Panebchunis /\ Psenthotes 



Horos Petearsemtheus Sennesis 

und seine Brüder 

"Exovg i XoCa% %g hv Kqo%o$CX(dv %6Xsl 
S7tl IJavoöxov äyooavö[iov xr\g avco xo- 
%ao%iag xov na&vQCxov. KaxeßaXsv 
Uavzßypvvig Toxoiovg %a\ Tlexs- 

ccQöeti&evg 6 xovxov vlbg xcbv h% 5 

Üa&VQsmg XaLQrj{iovL HavCöxov 

xcbi Kai 'EoisvovcpEi ?P£{i[iCvcog IlsQörji 

XC3V {ILöd-OCpOQCQV ITCTtBCOV %aX%OV 

doa%iiäg xExoa%i6yiXlag TtevxaxoöCag 

tag eTtißX'iqd'slöag avxolg (aiio) övyyoaiprig 10 
davEtov, rjg s&sxo Uaxovg "Qqov 6 xrjg 
xov TtQoysyQa^svov IIav8ß%ovviog 
UnqxQbg Ttaxqo Nsdvdo<p Nsdvdoov 
x&i xfjg XaiQtjiiovog ^irjXQog Ttaxol 

öiä xov hv xrji KqokoöCXgqv TtoXei ccq%bCov 15 
xov Xy (exovg) XoCa% ä hitl TlxoXe\ialov 
ayoQavoyLov, biiolcog de %ai aitb xov eTußdX- 
Xovxog [isQOvg Hevvrfiei xfjt xov 
JJaxovxog ftvyaxol xov drjXov{isvov 

öavelov o Eöxvv %a(X%ov) (doa%iiäg) xoiGiiXC^a^g i^axo- 20 



1) In demotischen Papyri (Spiegelberg P. dem. Straßb. S. 26 Anm. 3) wird für irgend einen 
Panebchunis auch der Name seiner Frau angegeben; ob es der unsere ist, bleibt dahingestellt. 

Leipziger Papyri. I. 4 



26 



Nr. 8: Apographe aus Hermupolis. 



6 tag, rb de rtäv %aX%ov (tdXavxov) sv doa%{iäg 
di6%{eit)Cag sxaxbv %<xl Ttaofov btcl xov 
ccq%sIov 6 XuiQri{icQv avconoXoyriöaxo 

ccite%£iv to xov % 7\ a LßQ %al [irjdhv 
25 iy%aXelv avxolg iteoi XTjg xov daveCov 

drjkov{i£vr]g övyyQacpfig rtccosvosösi 
rjixivLOvv. 

IIccvLöxog %e%orj(iidxixa). Lt XoCa% 

Auf dem Verso: 

"Exovg i XoCa% xg. 
Kccxsßa(Xsv) üaveßiovvig xa(l) 
neteccQösii&evg 6 vibg 

Xu\C\Qrniovi %7\ciLßQ. 

lin. 22 Pap. 8i6%iccg; ich habe im Text eine Abkürzung angenommen, doch kann auch 
ungewollter Ausfall vorliegen. lin. 24 ß$ ohne Tausenderzeichen, ebenso Verso lin 4. 

lin. 7 Ws{iiiCvLog ist hinter r&i %ccl 'Eoisvovcpsi unverständlich; vermutlich 
ist zu lesen XatQ^ovi üaviöKov WapL^lviog rat %al ' EoiBvovcpai. In den Parallel- 
urkunden heißt der Mann einfach Xuiqy\iig)v IlavCGxov. 

r. 8. 

APOGrBAPHE ÜBER EINE HYPOTHEK. 

Inv. Nr. 472. 

Papyrus H. 25 Br. 20% cm. Hermupolis. A° p. C. 220. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Linksseitig , und zwar bis lin. 6 in der Breite von circa 20 ? dann von circa 7 Buch- 
staben abgebrochen. Da am rechten Rand die Schrift öfters in der Breite 
einiger Buchstaben abgescheuert ist, ist es stellenweise schwer zu sagen, wo 
der Wechsel der Zeilen eingesetzt hat, so insbesondere bei lin. 3 — 6, 8, 9. 

Der Papyrus steht mit dem unter der folgenden Nummer mitgeteilten in engem 
Zusammenhang. Aurelios Tithoetion erstattet am 15. Dezember 220 die Apographe 
über die Hypothek, die ihm für eine Schuldforderung von achthundert und vierzig 
Silberdrachmen an drei Aruren der Aurelia Kollauchis zusteht; in dem nächst- 
folgenden Papyrus wird unter Bezugnahme auf diese Apographe i. J. 233 von 
seinen Kindern und Erben diese Forderung und Hypothek neuerlich einbekannt. 
Auffallend ist in dem gegenwärtigen Stück, daß die Forderung erst nach der 



Nr. 8 : Apographe aus Hernmpolis. 



27 



Hypothek namhaft gemacht wird, während sie doch logisch zuerst zu nennen 
war und auch in der Apographe der Kinder zuerst genannt wird. Auch ist der 
Papyrus ziemlich flüchtig geschrieben, so daß, wenn er nicht die Originalunter- 
schriften trüge, man ihn für ein bloßes Brouillon halten könnte. — In lin. 12 
wird gesagt, die Diagraphe, auf welcher Darlehn und Hypothek beruhten, sei 
mitüberreicht; dazu vgl. dieselbe Bemerkung in Nr. 3 Col. II lin. 13. Vielleicht 
war auch unser Papyrus mit der Diagraphe zusammengeklebt. 

(1. Hand.) [ •' t,ßX(io<pvXcc%iv)~] 8y(xrt]ö£cov) f EQiio7t(oXeCrov) 

(2. Hand.) [utaQa AvQrjXiov TL&orjtQcDvog rov xal UagaTtd^mvog r EQ[iei'vo[v] 
['E^^ioTtoXirov avayQcc(rfoii8vovj\ sit diicpödov cpyovQiov Xiß(6g). Aitoy^dicpoiiai). 

elg tb ivsörbg d [(srog) Muqxov A\yQ\yiXiov\ 
[Avrmvivov KaLöaQog rov K^voiov <5yyevdoxov6r { g Av^r\Xiag KoXXav%[iog] 

&ar]\ßiog K~]q[XX-~\ 

[ov%iog ccTtb x(bar]g Molq\wv rov KovööCxov ävo [ierä xvqiov Avqt]X(lov) 5 
2Jccq[ü ; . .] ....[..]. 

[13 — 20 Buchstaben] . §[.] . . STtixQaitBvtiog) (?) vjtb AvqtjXlov KdaroQog rov xal 

&[a^yii\a^6r[ov\ 

[ßovXev~\r[ov r~]f}g a(yrrjg) [*Eq[iov~] TtöXecog dixaiov cbv vittfXXa^ev poi %arä 

dLayQufarjv) [e]it[i r\oy a(yrov) d (ßrovg) 
[rov Kvqlov] TtSQy rr\y a{yrr\v) Molq&v ix rov (sie) AtovvöCov xal AioxXsov(g) 

%Xr[Q(üv xaro[i\xixc3V 
[i&QOVQcbv) rQicb\y o[v]ö(by iv dvöl xoircug, (bv {iiäg xotrrjg clqovqui dvo, 

devrsQCcg x[oi~\r(rjg) aQOVQoe Qua] 
[(8 — 11 Buchstaben)] ..[■.]•[•] iioi xarä rr\v a(vrrjv) diayQa(cpY\v) xccMpaXalov 10 

xal roxov dQa%iiiaiov dQcc%[iäg öxra- 
[xoöiag rs\66sQaxovra elg SiTtodoöiv rov iöiövrog s (ßrovg) ecp' oig aXXoig 

rj diayQa(pr\ its- 

LQ L ^x]§h VV 7t€ Q & v sxrdxra) v^islv STtijvaty^xa. Ai o avacpe f Q[G)\ xal qilvvg) rr\v 
[MaQXov Av]tg)vCvov KaCtiaQo[g ro]v Kvqiov rv%r\v ovrmg s%eiv. ("Erovg) d 
[AvroxQdroQog K~]a[f\öccQog MaQx[o]v Avq7]X[£]ov 'AvravCvov Evösß\o]vg 
Evrv%[o\vg 

[ZJsßatfrov'] r Ad[Q]i(x[v^ov l&. (3. Hand.) AvQYjXiog Ti%or\rLav [6] xal Zlaga- 15 

Ttd^cov 87ttdedG)[x]a xal cou,o6[a] 
[rov oqxov\ (4. Hand.) Avqr\XLa KoXXav%ig Sar[<oiog evdoxw{g). AvQtfXLog 

ZaQäg r ÜQirog . £ . 

[ eTtjiye'yQaiiiiai avrfjg xvQt{i}og xal eyQaipa vtcsq avrf\g ily\ Idvfoyg 

[yQaii^ia^ra. 

4* 



28 



Nr. 8 : Apographe aus Hermupolis. 



lin. 1 Wahrscheinlich erst nachträglich zum fertigen Text als Aufschrift hinzugefügt, 
lin. 5/6 Hinter UccQ[ä (denkbar auch 2ccQ[ätogJ) erwartet man "Slgsirog aitb Tfjg avtfjg %conr\g 
(Moiq&v?), aber die vorhandenen Schriftzüge sind nicht zu agnoszieren. Nicht unmöglich ist 
lin. 5 a. E. ] aitb T[r}g] a(vrfjg) ; aber das a vor no und dann das % von t[fjg] ist unwahr- 
scheinlich, lin. 6 Ob da\ys[i]oy scheint mir höchst bedenklich. lin. 8 rov 1. r&v. 
lin. 9 Pap. x[o?]. lin. 10 Hinter der Änfangslücke vielleicht oqp, zu ergänzen zu einer 
Form von dcpBila)? — KcdycclaLov 1. uscpcdcdov. lin. 1 13 Für M. Avqt}Xlov kein Raum, 
lin. 15 *dd[Q]ia[v]ov äußerst unsicher zu lesen und nur nach Nr. 9 lin. 16 eingesetzt. 

An die Archivverwalter des Besitzes für den Hermopolitischen Bezirk von Aurelios 
Tithoetion alias Sarapammon, Sohn des Hermeinos aus Hermupolis, eingetragen im 
Quartier Westkastell. Ich einbekenne für das gegenwärtige vierte Jahr des Markos 
Aurelios Antoninos Cäsar des Herrn unter Zustimmung der Aurelia Kollauchis, Tochter 
der Thaesis, Tochter des Kollouchis vom Dorf Moirai des obern koussitischen Gaus, mit 
dem Geschlechtsvormund Aurelios Saras [von demselben Dorf Moirai, für ein Darlehen?] 
verbürgt von Aurelios Kastor alias Thaumastos [dem gewesenen Exegeten und Ratsherrn (?)] 
derselben Stadt Hermupolis das Recht aus der mir gemäß einer Diagraphe von demselben 
vierten Jahr [des Herrn] geschehenen Verpfändung dreier Katökenaruren bei demselben 
Dorf Moirai aus den Losen des Dionysios und Diokles in zwei Schlägen, wovon der eine 
Schlag mit zwei Aruren, der andere mit einer Arure, [ebenso aber auch (?)] des mir ge- 
mäß derselben Diagraphe [geschuldeten (?)] Kapitals und zwölfprozentigen Zinses von 
840 Silberdrachmen, zahlbar im Thoth des nächsten fünften Jahres unter den sonstigen 
Bedingungen, welche die Diagraphe enthält, welche ich Euch (Bedeutung von ev Inxanxm 
zweifelhaft) vorgelegt habe. Deshalb reiche ich ein und schwöre u. s. f. Datum. Unter- 
schriften. 

lin. 3 *EQiio7toXCxov (nicht *Eg[io7toXeLxov) habe ich (für die zweite Hand) er- 
gänzt wegen Kovöölxov (nicht KovGtieitov) lin. 5 und 'Avwovlvov lin. 14. 

lin. 4 Zu GvvevdoxovGrjg vgl. oben Nr. 3 Col. II lin. 6 mit der Erläut. 

lin. .5 Zagag kann den Genetiv Zccqu und Zaqäxog bilden; vgl. BGU. 731 
lin. 3 und 860 lin, 4. In unserer Stelle wäre für ZaQ[äxog~\ Raum; aber in Nr. 9 
lin. 10 kann nur 2?a[p]# gestanden haben. 

lin. 6 Über 87tixQa7tivx(og) vgl. die Erläut. zu Nr. 9 lin. 10. Im Vorhergehenden 
wäre dem Sinne nach oVfy^JoV das Passendste, was auch durch Nr. 9 lin. 10 unter- 
stützt wird. Aber ich wage nicht, einen Lesungsvorschlag zu machen. Ob iiti- 
xQcc7tevx(og) als Genetivus absolutus zu fassen ist oder anders verbunden war, steht 
dahin. Auffallend ist, daß die Stilisierung in Nr. 9 ganz anders und viel besser 
ist, indem dort zuerst die Forderung und dann die zugehörigen Pfänder aufgezählt 
werden. — Hinter ©Mv/^M^tE ^] sollte nach Nr. 9 lin. 11 gestanden haben 
£%rj'y(r]X£v<javxog) \ ßovXsvxov; aber die Schriftspuren am Ende von lin. 6 scheinen 
zu i^rjy nicht recht zu passen; nur die Spitze eines s ließe sich annehmen. 

lin. 10 In der Anfangslücke dürfte der Übergang zur Nennung der Schuld- 
forderung stecken, da ocp vielleicht noch zu sehen ist. Die syntaktische Ver- 



Nr.. 9: Apographe aus Hernmpolis. 



29 



bindung mit dem Vorhergehenden ist schwer festzustellen; kann noch an den 
Schluß von lin. 9 verlegt werden, was ich angenommen habe, zumal ich daselbst 
noch eine freilich sehr schwache Tintenspur zu sehen glaube , so bliebe Raum 
für [6[ioLCög dh fov\ ocp\l~\l\ßi\ poi o.a.; freilich wäre das neben dävsiov (?) btcl- 
tQUTtev (s. lin. 6) eine recht unschöne Tautologie. Wer den am Anfang der Zeile 
verfügbaren Raum für zulänglich erachtet, kann auch an die Lesung denken: [nQog 
czöcpdleiav (oder aöcpäliav) &v] 0(p[clX[si] {iöi, wobei die Diktion glatter erscheint, 
lin. 17 Hinter r '&QLtog stand vielleicht der Name des Großvaters. 

Nr. 9. 

APOGRAPHE ÜBER EINE DARLEHNSFORDERÜNG MIT HYPOTHEK, 
luv. Nr. 405. 

Papyrus H. 25 Br. 23 cm. Hermupolis. A° p. C. 233. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Die Schrift in der Mitte überall abgescheuert, doch vielfach an Resten noch lesbar. 

Der Papyrus enthält die Apographe dreier unmündiger Kinder, Achilleus, 
Heron und Eudäimonis, über ein Forderungsrecht. Die Apographe ist erstattet 
von der Mutter, welche jedoch nicht selbst unterschreibt, sondern durch einen 
Bevollmächtigten; auch tritt sie nicht redend auf, sondern es sprechen die 
Kinder „durch die Mutter". Letztere ist eine aus den Hermupolitaner Papyri 
wohlbekannte Persönlichkeit, welche auch in der folgenden Nr. 10 und in Nr. 32 
sowie in mehreren Florentiner Papyri vorkommt; nach den letzteren läßt sich ein 
vollständiger Stammbaum der Familie herstellen, dessen Veröffentlichung durch 
Yitelli zu P. Flor. Nr. 46 zu erwarten ist. Das einbekannte Forderungsrecht hatten 
die Kinder von ihrem Vater ererbt; es beruhte auf einer trapezitischen Diagraphe 
und richtete sich gegen eine gewisse Aurelia Kollauchis, Tochter der Thaesis, 
Tochter des Kollouchis, lautend auf achthundert Silberdrachmen und sichergestellt 
einerseits durch Hypothek, andererseits durch einen Bürgen. Die Diagraphe war 
schon vom Vater der Kinder den Bibliophylakes eingereicht worden; die Sammlung 
besitzt auch in Nr. 8 (ob. p. 26) ein Fragment dieser ersten Apographe. Bei der 
gegenwärtigen Fassion des Erbfalles erklären die Kinder von der damals eingereichten 
Originalausfertigung derselben eine beglaubigte Abschrift beizubringen, und auch 
eine Abschrift vom Testament. Doch sind diese Abschriften nicht erhalten, denn Nr. 8 
ist keine solche, trägt vielmehr die Originalunterschrift des Tithoetion ohne jede 
Beglaubigungsklausel, und es ist auch auffallend, daß am Schluß des Papyrus 
(lin. 31 fg.) der die Apographe übernehmende Bibliophylax erklärt, es werde mit 
dem Testament und der Diagraphe durch einen Archivbeamten ein eyla^ßdvstv 



30 



Nr. 9: Apographe aus Hermupolis. 



vorgenommen werden. An sich hätte es einen Sinn, daß er eines seiner Organe 
beauftragte, eingereichte Urkunden mit den im Archiv liegenden zu vergleichen; da 
aber syXaiißavsiv nicht bedeutet „vergleichen", sondern „ab- oder ausziehn" 1 ), so hat 
man, obwohl die „eingereichte" Kopie der diayQacpri bezeichnet wird als stcsöks^hsvov, 
d. h. beglaubigt, bei dem Schlußpassus eher den Eindruck, daß der Bibliophylax die 
Kopien der erforderlichen Vorakten erst für seine Uberprüfung herstellen läßt. Es 
ist darum vielleicht die Angabe der Mündel, sie hätten die Urkundenkopien schon 
beigebracht, proleptisch zu nehmen, d. h. so, daß sie meinen, der Bibliophylax möge, 
nachdem er die Kopien hat von Amts wegen herstellen lassen, das Gesuch mit den 
dadurch (also nur indirekt von den Mündeln) beigebrachten Akten vergleichen. 2 ) — 
Die Apographe wird eidlich als richtig bestätigt, und zwar, da grammatisch die 
Kinder als selbstredend eingeführt sind, von diesen (lin. 24); da aber dieselben in 
Wahrheit nicht eidesfähig sind und die Eingabe *dtä xrjg {irjxQÖg 9 erstattet ist, 
muß rechtlich die eidesstättige Erklärung als von der Mutter abgelegt gelten und 
die Gefahr des Eides diese treffen. Vielleicht bezieht sich hierauf die Bemerkung 
des Bibliophylax in lin. 32 f oi) diaxeiiievov ev övö^iaxt T'fjg ^irjXQog\ d. h. daß 
die Eingabe gelte als erstattet von der Mutter. 

BißX^iocpvXa^iv) ky{%xr\6su)v) *Eqii(o\7c(o)^X(sIxov) 

itagä Avqy\[IC(x>\v *A%iX\X\scdg xov xccl ZlctTtoicovog x[cä "H^omvog xa[T\ Evdai- 

{lovidog xfjg %ccl Ev- 
xog xg)v XQicbv acprjXiKCDV Ttaxobg \_Ai)Q(yi%tovj\ T[i]^grj[xtcovog x]ov %al ZJccqcc- 

7td[iu,covog *EqiiIov [x~\ov %al 
A%iXXi(og [irjxobg A\y\oriXittg 'AoYjxov[x~\o[g] xr][g] %a[l 'H]Q(Dvovxog "Hgavog 

äfjXTjg e Eo[iortgXsi- 

5 x&v ävccyQa(cpoiisvG)v) hit* a{i(p6dov cpQovolov Xißbg dia rfj[g] 7t\Q^ox8iuevrjg 

7]ucov [irjXQog AvQrj[X]£ag 
c HoG)xovxog (sie) X7j\g xai\ !A[Qrf]vovxog (sie) ovörjg %ccl 6naxoX[o]vd , rjX()Lccg 

<5vv£(5x(X)Xo\g\ avxfi Av[q]tjXlov 
*Eq[liov xov xccl \^Afi\s\_QC^iv\ov 'Avovßiwvog \x~\al cbg [^^fH^J^- Atio- 

yQcccpoiie&a slg rb svs<5xb[g\ iß (ßxog) 

1) So "bedeutet in BGU. 562 lin. 21 i-nlaiißdvsiv einen (vielleicht verkürzten) Auszug aus 
einem Buch; vgl. P. Lond. 2 n. 324 p. 63 lin. 3. Ob auch in BGU. 897 lin. 1, 898 lin. 1? 

2) Denkbar ist auch, daß die oben erwähnte Original- Apographe des Vaters, welche in 
Nr. 8 mitgeteilt ist, eben zum Zweck der Nachprüfung der jüngeren Apographe amtlich zu 
den Akten gebracht worden war; es würde sich daraus gut erklären, daß beide in demselben 
Zeitpunkt ans Licht gekommen sind. Natürlich wäre dann die Erwähnung der „Kopie 11 
(civzLyQacpov) ungenau und das iylutLßdvsiv nicht im Sinn der Herstellung eines (verkürzten) 
Auszugs, sondern wörtlich als Herausnehmen aus dem Archiv zu verstehn. Ygl. dazu unten 
Erl. zu lin. 33. 



Nr. 9: Apographe aus Hermupolis. 



31 



Mdoxov Avorj[X(o]v 2J[sov\rjQov 9 AXs^d[vdQov] KaCöa\ßog] x[ov] Kvqlov xoivcbg 

e% l'öov xaxä xb x\jf\lxov ÖC- 
xavov xcbv 6ys\il(f\iiiv\G)v] vtvo AvQiqXCag KoXXayljcog Garjö^tog KoXXgv%iog 

dito xcjfirjg Moiqcov 

liexä xvqIov Za\_o]ä "Qosixog dito xrjg avxfjg X(b\jirig to\v d\avi\6%-8vxog vit' io 

avxfjg xal hitixoaTciv - 
xog vitb [A]vorjXiov \JC\a6xooog xov xal ®avfi\_aör]ov \^8^]rj\y]rjX8v6avxog 

ßovXsvxov xrjg '[a]vxrjg 
*Eq{iov ütoXscog x<p 7tQodsdrjX(D[i8VG) [i^j&M #a[tf(>£] Tt&orixicdvi xa> xal Za- 

Q\a7ta]fi- 

IMDVi x\ov\ avxov a^i\cp\6Sov cpoovolov Xiß[bg X8X~\s[Xevxri\x6xi ig)' fjiilv fiovocg 
xXriQ\o]v[6iioi\g 

xa& tfv 8&8XO [^(D^iatxrjv diad"i][x]rjv [xrjv xal [i8&]sQ{ir}V8vd , 8löav x(p a (axei) 
xr\g s[yxv]%86xaxrig 

xavxrjg avxoxQaxoosCag Msoogr} xaxä SvayQa((priv) x[eXei(nd'aZ\6cCy Siä xyg ev 15 

*Eq{iov TtöXat M[l]6xcdx(x)v (sie) 
XQaxafyg xm \L8xd xb xs (ßxog) ®8ov ZJeovrjoov 'Avxwvivov MsydXov d (et ei) 

{irjvl Adgcavip xe- 

cpaXaiov g[v~\v xöxg> dQa%^iaC(p elg ditododcv ©[övjO 1 ' xov i^Tjg 8 (axovg) 

d^yvotov dQa%[i6bv bxxa- 
xoölcjv X8668o[a\xovxa evtl vitaXXdy\iaxi xaxä xr\v avxrjv diayoacpriv aig 

vrt(b[{i]o6ev 

vitttQ%8LV avxfj 7C8qI Moiqcov ix xov (sie) AlovvöCov xal sdioxXiovg xXrjocDv 
xaxoix\i\xalg 

doovQa[ig x\oi\plv\ ovöaig iv dvöl xoixai\g^ cov {iiäg xjoixrjg ao[o]vo[a]i, dvo, 20 

ixioag fj XoiTtrj ao[o]vQa' 
lila dxo Xovd' mg xfj diayoacpfj r\g tb dvriyQ\a\(pov iyXrjticp&sv iit86%8U[i8vo[v 

a\%b xov 

xaxax£[i\u8vov iv [x]aig Jtao' vyilv iyxx7]ö§[(D^v [7c]qo [i[6]vov x gax 8^8 ixixov 

Vv[v 7tQo\&Y]- 

V8yxa\i\8v v\ii\iv &]vv xw xfjg dia&rjxrjg dvxi[y]Qd(p(p 8[cg tö] tt)v itaqd&eGiv 
y8V86%\ai\ 

xal b[iv\)oy\8v x^v] Mdoxov AvorjXi'ov UeovijQov AX8%[dvdo\o\y ] Kaitiaoog xov 
[K]vqlov x[y%rf]v 

ovxGjg 8%8iv. ('Exovg) iß Avxoxqdxooog Kalöa^oog M]aQXOv Av[QrjX](ov 25 

Z8ovt\qov 'AX8ldvdQ\o\v 
Evösßovg Evx[v]%ovg UeßaGxov Tlayhv ~irj. (2. Hand:) AvQrjXioi{g} A%iXXevg 

6 x[a$ UajCQicov 



32 



Nr. 9: Apographe aus Herrn apolis 



xal "Hqcov %al Evds{iovslg fj %al Evg acptflcxeg dia xyg ^rjxQog 
AvQiqXCag 'Aoiqxovxog xr\g %al 'Hoavovxog iTtsdsdwxaiisv (sie) xal cb/id- 
6ci{iev xov oqxov. AvQyfiiog *EQiiia[g 6] %al AiieQi{ivo[g] %al <bg %oy\\x>axi%G) 
30 6vvs7Ce6vrjv avxfj xcel syQa^a V7ts\ß avx\f\g \ß>r\\ sldvLrjg yQaii\jia\xa. (3. Hand:) 
Avorjliog 

X *EQ[ielvog fiovX^f.wrjg) ßißXio(pvl(cc£) 8iä Avo^XLov U[ ] xov %al 'EquIov 

yoa^ax^ecjg) xgjv aitoyQacpoiiivcov 
X äcpr][M%]G)v xqlwv, ov diccKei[i(svov) sv 6v6yb(axi) xfjg {irjXQqg, v\jlg)v . .]...igjv 

ovx[cd\V) xcjv diä xr\g. dicc&rj%rjg xov 
X Jtaxobg v[i(bv (korrigiert) drjXo[y]{isvG)v rtdvxcov a[ia [xfi a7toyo]ccq)fj xfjg öia- 

yQcc(cp7jg) iyXrniij)£i ÜQcbxog 
X cpvX(a£) xcbv l6(ov %ca olg aXXotg deov eöxlv £%§ty. XXX 
35 XXXXXXX 

lin. 4 Pap. s i ; *EQiio7tolsi nach brieflichem Vorschlag von Vitelli. lin. 10 

Die Lesung Zoz[Q]ä "SlQSirog nach Nr. 8 lin. 16. Allerdings kann in Nr. 8 lin. 5 der Genetiv 
auch HuqI&tos gelautet haben; doch würde dies, abgesehen davon, daß jene Stelle sehr zweifel- 
haft ist, kaum ernstliche Bedenken hervorrufen. lin. 15 1. M [ija&at&v. lin. 20 mv 
{iiäg %oixr\g (nicht wie ich ursprünglich konjizierte tfjg piag %.) steht ausgeschrieben in Nr. 8 
lin. 9. lin. 31 Pap. yqci[i\ia. 

An die Archivverwalter des Besitzes für den Hermupolitischen Gau von Aurelios 
Achilleus alias Saprion und Heron und Eudaimonis alias Eus, alle drei unmündig, 
vom Vater Aurelios Tithoetion alias Sarapammon, Sohn des Hermias alias Achilleus 
und der Mutter Aurelia Aretous alias Heronous, Tochter des Heron, Bürgerin (von 
Alexandria) aus Hermupolis, eingetragen im Quartier Westkastell durch unsere obige 
Mutter Aurelia Heronous alias Aretous, welche auch mitwirkt unter Beistand des Aurelios 
Hermias alias Amerimnos, Sohnes des Anubion und wie er sich (sonst) schreibt. Wir 
einbekennen für das laufende 12. Jahr des Kaisers Markos Aurelios Severos Alexandros 
des Herrn, gemeinsam zu gleichen Drittelanteilen, die Forderung auf 840 Silberdrachmen, 
Kapital und 12% Zinsen, welche Aurelia Kollau chis, Tochter der Thaesis, Tochter des 
Kollouchis, vom Dorf Moirai, mit dem Geschlechtsvormund Saras, Sohn des Horeis, von dem- 
selben Dorf, schuldet als Darlehen, verbürgt von Aurelios Kastor alias Thaum[ast]os, 
gewesenem Exegeten, Ratsherrn desselben Hermupolis, unserem vorgenannten Vater 
Tithoetion alias Sarapammon, von demselben Quartier Westkastell, verstorben unter 
Hinterlassung von uns als einzigen Erben gemäß dem in römischer Sprache errichteten 
und übersetzten Testament aus dem 1. Jahr dieser glückseligsten Regierung, Monat 
Mesore, — (schuldet) gemäß einer Diagraphe der Pächterbank in Hermupolis aus dem 
4. Jahr nach dem 25. Jahr des göttlichen Severus Antoninus des Großen, (Monat) 
Hadrianos, zahlbar im Toth des- folgenden 5. Jahres, und zwar gemäß derselben Dia- 
graphe unter Pfandhaftung der, wie sie beschworen hat, ihr gehörigen bei Moirai 



Nr. 9: x\pographe aus Hermupolis. 



33 



in den Losen des Dionysios und Diokles belegenen 3 Aruren Katökenlands in zwei 
Schlägen, der eine Schlag von zwei Aruren, der andere die übrige eine Arure, gemäß 
der Diagraphe, deren Kopie, unter Beglaubigung genommen von dem in Euren Besitz- 
büchern vorliegenden trapezitischen Original (?), wir Euch jetzt vorgelegt haben samt der 
Kopie des Testaments, damit die Hinterlegung geschehe, und wir schwören beim Heil 
des Kaisers und Herrn Markos Aurelios Severos Alexandros, daß es sich so verhält. 
Datum. Wir Aurelios Achilleus u. s. f. und Heronund Eudaimonis, Mündel, (vertreten) 
durch die Mutter Aurelia Aretus alias Heronus, haben eingereicht und den Eid ge- 
schworen. Ich Aurelios Hermias alias Amerimnos- u. s. f. bin ihr beigestanden und habe 
für sie geschrieben, da sie nicht schreiben kann. Ich Aurelios Hermias, Ratsherr, 

Archivverwalter, [habe] durch den Schreiber (?) Aurelios S. [ ] alias Herminos [in 

Empfang genommen die Eingabe] der fafcierenden drei Mündel; indem dieselbe im Namen 
der Mutter erliegt, da Ihr .... seid, wird von allem durch das Testament Eures Vaters 
Bestimmten [mitsamt der Apographe (?)] der Diagraphe und was sonst nötig ist zu 
besitzen, Protos, der Archivar der Duplikate, einen Auszug nehmen. 

lin. 2 Der Name ZJcctcqlmv (nicht UarvQCcov) ist bezeugt; BGU. 608 lin. 9 
und 10, P. Lond. 2, 188 lin. 40 (p. 143) und 189 lin. 88 (p. 158). 

lin. 3 In Nr. 8 ist das Patronymikon des Tithoetion nicht c Eq{iCov, sondern 
'Eq\ieCvov. 

lin. 6 sjtttxolov&rjTQCag- die Lesung ist ziemlich sicher, auch ist das Wort 
korrekt gebildet. In der Regel wird stcccxoIov&siv gebraucht in der Verbindung 
L ry diayQacpr] u. ä. ; hier handelt es sich um etwas anderes. Grammatisch kann das 
Wort bezogen werden auf avayQdcpeö&ai, doch ist nicht wahrscheinlich, daß zur 
Eintragung der Kinder in die Einwohnerliste, die wohl von Amts wegen geschah, 
eine Mitwirkung der Mutter erforderlich war. Das nächstliegende ist daher, das 
irtano lov&stv der Mutter aufzufassen als die von ihr ausgehende Autorisierung 
bei der vorliegenden Eingabe, und das stimmt auch mit lin. 32 überein (s.u.). 
Dabei ist klar, daß die Mutter hier nicht eine bloße Mitwirkung (Auctoritas im 
Sinne des römischen Vormundschaftsrechts) prästiert, sondern als Vertreterin ihrer 
Kinder direkt handelt; denn die Urkunde wird eingereicht durch die Mutter 
(lin. 27/28 dca rfjg ^irjtQog sitids36%ansv) und dementsprechend nur in dem Namen 
dieser letzteren von Aurelios Hermias unterschrieben. Daß übrigens die Mutter 
diese Vertretung ausübt und der Vormund nicht ersichtlich ist, kann nicht be- 
fremden; denn wenn auch die technische Vormundschaft der Mutter bis zum 
Jahr 390 (C. Th. 3, 17, 4 = C. J. 5, 35, 2), abgesehen von den immer möglichen 
(D. 26, 1, 18) Spezialprivilegien, nicht zugänglich ist, so ist doch eine tatsächliche 
Vermögensverwaltung durch die Mutter schon in früherer Zeit nicht selten gewesen 
(D. 3, 5, 30, 6; 46, 3, 88; C. I. 4, 29, 6; 5, 45, 1; 5, 46, 2 u. a.). 

lin. 9 Die Ergänzung KoXXay[%iog ®a7]ö]tog ist gegeben durch das Parallel- 

Leipziger Papyri. I. 5 



34 



Nr. 9: Apographe aus Hermupolis. 



stück oben Nr. 8, wo der Name ausgeschrieben steht; daß die Kollauchis kein 
Patronymikon angibt , sondern den Mutternamen ; deutet auf uneheliche Geburt. 

lin. 10 BTtiXQaTtivxog (die Lesung durch Nr. 8 unterstützt): STtitgsTteLv ddvsiov 
ist mir noch nicht bekannt , aber durchaus erfreulich. Gemeint ist, daß Aur. 
Kastor dem Gläubiger ein Mandat gegeben hatte, der Schuldnerin zu leihen; das 
ist das Mandatum qualificatum der Römer, eine bekannte Form der Bürgschaft. 
Der Sinn ist also: eine von Kastor garantierte Darlehnsschuld. 

lin. 11 Zu ®avf.t[a(jt^6g vgl. den Frauennamen ®av[iatiTrj in P. Lond. 2, 254 
(p. 231) lin. 33; BGU. 302 lin. 4; 595 lin. 16. 

lin. 16 Die Art wie hier die Jahre des Macrinus und Heliogabalus gezählt 
werden, beruht auf einer Damnatio memoriae und kehrt, wie mir Vitelli mitteilt, 
in einem noch nicht vollständig veröffentlichten Florentiner Papyrus, allerdings 
beschädigt durch eine Lücke an der entscheidenden Stelle, wieder. Da der Tod 
des Caracalla und der Regierungsantritt des Macrinus in das Frühjahr 217 fallen, 
würde nach der ägyptischen Zählung das 4: Jahr nach Caracalla 219/220 sein. 
In Nr. 8 ist jedoch die Apographe datiert vom 19. Hadrianos des vierten Jahrs 
des Heliogabalus, was auf den 15. Dezember 220 führt. Beides vereinigt sich so, 
daß bei der Zählung unseres Papyrus das erste Jahr nach Caracalla berechnet 
wird nicht mit dem Regierungsantritt des Macrinus, sondern erst mit dem auf 
Caracallas Tod folgenden 1. Thoth, und das ist auch, wenn die nachfolgenden 
Regenten wirklich ignoriert werden sollen, die logische Konsequenz. 

lin. 21 e7t£6%£[i[ievo[v vgl. BGU. 73 lin. 16, auch P. Oxy. 1, 34 Col. II lin. 5 sq. : 
6 B7t irr] Qrjtrjg rov Ndvalov {irfte tä sxdööLiicc dtdötoj tirjts 87iL6xsijja6d , aL STtitQSTtsta). 
Doch ist das £ylri{i(p&£v STtsöKe^evov unseres Papyrus mit jener Order in P. Oxy. 
nicht in Zusammenhang zu bringen. Zwar lassen sich in beiden Fällen die Par- 
teien aus den Amtsbüchern beglaubigte 1 ) Abschriften von den daselbst registrierten 
Urkunden geben. Aber der des P. Oxy. bedürfen sie in einem Zivilprozeß, um nach- 
zuweisen, daß die Urkunde registriert und also zur gerichtlichen Produktion fähig ist 
(Reichsrecht 52, 53); jener in unserem Stück dagegen zur Apographe; letzteres wahr- 
scheinlich, um einerseits den Gegenstand derselben (die Forderung des Vaters) 
genau zu identifizieren, andererseits den Besitztitel zu kontrollieren. 2 ) Entsprechend 
sind auch die Behörden, welche diesen Auszug erteilen, verschiedene. 

1) Jedoch sind m. E. im Fall des P. Oxy. zunächst die i%d6ai^a, die beglaubigten Abschriften 
und ist das iiticyieipccG&ca auf private Einsichtnahme zu beziehen. In unserm Papyrus dagegen 
reicht man mit dem Begriff der privaten Einsichtnahme für tTUCnityciO&cci natürlich nicht aus. 

2) Daß die aTtoyqcccpri überhaupt nicht ohne Nachweis des Besitztitels geschieht, wie 
man nach vielen ohne einen solchen erfolgenden, wahrscheinlich unvollständigen, äitoyQacpai 
annehmen könnte, sehen wir auch in BGU. 243 (cf. P. Gen. 44): .öitotccv yccQ ttjv ccTtoyQcccprjv 
ccvrov Ttotwftcct, ccitodsL^co ihg v7tccQ%sL %vl. und aus Nr. 3 dieser Publikation. — Vgl. auch 
BGU. 73 lin. 9 — 11. Ob freilich auch bei Intestatsukzession Nachweis des Verwandtschafts- 
verhältnisses verlangt wurde, ist fraglich. 



Nr. 10 : Registrierung einer Hypothekarurkunde aus Hermupolis. 



35 



lin.. 22 \it\Qb ii[o\vov tQaita&iTMov', gemeint ist die Darlehnsdiägraphe; die 
Lücken habe ich nicht ohne Bedenken ausgefüllt. Ist [it]$b ii\6\vov richtige so be- 
deutet es iq. E. so viel als tcqo {iovec%ov. Movayhv scheint das Original (im 
Gegensatz zur Kopie) zu bedeuten. Immerhin gestehe ich, daß ich. für eine 
andere Ergänzung der Lücken dankbar sein würde. Zu eyKttfäscov erg. ßißkio- 
ftrjxccig. 

lin. 31 fehlt das Verbum und Objekt; vielleicht! iLsrsCXrjya rö ygaiLiia tcbv 
äTtoyQctcpoiisvav xrL — r^dfi^ia aufzulösen in yga^ccta ist wegen des darauf 
folgenden o£ ausgeschlossen. Vgl. auch die Unterschrift der Apogrsiphe BGU. 536 
lin. 17: 2J(oxQdr(rig) d(iä) Tlrokis^ecCov) , yQ{aiiiiaxi^g) -%ara . . . . 

lin. 33 'EyXa^ißdvcj müßte hier, wenn nichts, ausgefallen ist, den Genetiv 
regieren; für wahrscheinlicher halte ich, daß zu dr]lo[v]^svG3v zu ergänzen ist 
c avtCyQacpov ' ; vgl. lin. 21. Mit der oben S. 30 Anm. 2 angedeuteten Möglichkeit, 
daß Protos. das Original selbst, aus den Akten herausholte, würde sich das allerdings 
schlecht vertragen; freilich ist es nicht ausgeschlossen, daß der auf Herstellung 
einer Kopie gerichtete Auftrag durch Vorlage des Originals erfüllt wurde. Schwierig- 
keiten bereitet die vorhergehende Lücke,, für welche ich keine sichere Ergänzung 
vorschlagen kann; es bedarf eines Wortes im Sinn von „unmündig". 

Am Schlüsse der letzten Zeile und in einer darauffolgenden steht eine größere 
Anzahl von Kreuzen, die nur den Zweck haben können, die Urkunde abzuschließen. 
Auffallenderweise steht aber auch neben jeder der vier letzten Zeilen links ein 
Kreuz; doch läßt sich am Ende auch hierfür der gleiche Zweck denken. Die 
Annahme (vgl. oben S. 13), daß etwa diese vier Kreuze ebensoviele Siegel ver- 
treten sollen (es ließe sich an die Siegel der Mutter, des Amerimnos, sowie der 
beiden Beamten — Hermeinos und des Aurelios S [..,.. .] — denken) wird auch 
hier durch den Charakter der Urkunde als Original ausgeschlossen. 

Nr. 10. 

GESUCH UM REGISTRIERUNG EINER HYPOTHEKARURKUNDE. 
Inv. Nr. 72. 

Papyrus H. 32% Br. 39V 2 cm. Hermupolis. A° p. C. 240. 

Cursive. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 18.) 

2 Columnen, die erste ursprünglich etwas breiter als die zweite, jedoch am 
linken Rand in der Breite von etwa 10 — 15 Buchstaben abgebrochen. 

Der Papyrus ist in Col. II wohlerhalten ; dagegen sind in der ersten Columne von 
lin. 14 — 30 zwei große Lücken vorhanden, zwischen denen nur eine schmale 
Lamelle sich hindurchzieht. Auch sind in diesem Teil von lin. 15 — 26 die 
Fasern auf der . linken Seite der Columne stark von links nach rechts ab- 

5* 



36 



Nr. 10: Registrierung einer Hypothekarurkunde ans Hermupolis. 



wärts verzogen ; und demgemäß neigt sich hier auch die Schrift, während 
sie auf der rechten Seite normal ist, so daß es nicht leicht ist, den Zu- 
sammenhang der Zeilenreste über die . Lücken hinweg festzustellen. In 
lin. 26 hat die Senkung der linken Zeilenhälfte den Schreiber bestimmt, um 
den Zusammenhang mit der rechten Seite nicht zu verlieren, die Zeile in 
der Mitte abzubrechen, so daß diese Zeile nur halb so lang ist wie die 
anderen; von da an schreibt er wieder gerade. Zum Glück betrifft der hier 
beschriebene Defekt nur einen für den Zusammenhang der Urkunde un- 
wesentlichen Teil, nämlich die Beschreibung der verpfändeten Liegenschaften. 

Die Urkunde ist von besonderem Interesse für die Lehre von der Akten- 
registrierung und ist darum schon von einigen Besitzern des ersten Drucks zitiert 
und besonders von Graden witz in der Berliner Festgabe für R. Koch (1903) p. 269 f. 
eingehender besprochen worden; vgl. auch Grenfell-Hunt zu P. Oxy. 4, 719. An 
Parallelstücken ist besonders BGU. 578, sodann auch ebenda 717, sowie P. Oxy. 
4, 719 (vgl. auch 1, 34, dazu meine Bemerkungen Hermes 34, 91 f.; Wilcken Arch. 
1, 124) zu vergleichen; doch ist keine dieser Urkunden so vollständig wie die 
vorliegende. Diese enthält ein Gesuch vom Jahre 240 p. C. an den Archidikastes 
um Registrierung eines hypothekarisch versicherten Schuldscheins; Gläubigerin 
und Gesuchstellerin ist die auch in Nr. 9 (s. d.) vorkommende Avqr\Ua 'dQYjrovg 
y] %al *Hqg)vov3 "HQCüi og; dieselbe hatte die bezügliche Forderung von ihrem 
Vater ererbt und der Schuldschein datierte schon vom Jahre 178. Dennoch war 
er bisher der vorgeschriebenen Registrierung nicht unterzogen worden, was eben 
jetzt geschehen soll. Zu diesem Ende bittet Aretous den Archidikastes, die Re- 
gistrierung in der Hadrianischen Bibliothek und dem Nanaioh zu verfügen, wo- 
durch (zwar nicht die Gültigkeit, wohl aber) die gerichtliche Produzierung desselben 
bedingt war. Hiefür hat sie eine Gebühr von 12 Drachmen an die Stadt 
(Alexandria) und außerdem eine vom Wert des Objekts bemessene *) (Col. II 
lin. 20/21) zu entrichten. Vor der Registrierung gibt sie — durch einen hierzu 
speziell Bevollmächtigten — die schriftliche Erklärung ab, daß die Schuld- und 
Pfandurkunde echt ist (Col. II lin. 22fg>); offenbar soll durch diese wahrscheinlich 
eidlich bestätigte und dem römischen Carumnieneid zu vergleichende Versicherung 
die willkürliche Registrierung unechter Urkunden wenn auch nicht ausgeschlossen 
— denn für die Richtigkeit der Erklärung bürgte nur der Erklärende selbst — 
so doch nach Möglichkeit erschwert werden. 

Für das Darlehen besteht eine Hypothek an Feldern und einem Garten. 

Diese Verpfändung war eine antichretische, d. h. der Gläubiger sollte, statt 



1) So, also als eine Abart des iynvnXLov , werden rcc rov tE^iri^cctog xiXr\ in Überein- 
stimmung mit meinem ersten Drucke auch von Grenfell und Hunt a. a. 0. aufgefaßt; Graden- 
witz erblickt, indem er xu\ir\\jia mit „Strafe' 1 übersetzt, darin eine Strafgebühr für die ver- 
spätete Registrierung. 



Nr. 10: Registrierung einer Hypothekarurkunde aus Hermupolis. 



37 



der mit 12% festgesetzten Zinsen seines Kapitals, den Fruchtgenuß jener Liegen- 
schaften haben; derselbe wird in Col. II lin. 9 u. 32 als {iiö&oxccQTtLa bezeichnet, 
weil er auch das Recht der Verpachtung in sich schloß (ygl. Col. I lin. 38 : 
xccQTCeCav xal (ha[ii6&(D6Lv .xal TtQÖöodov TtäGav). Solche Antichrese kommt in den 
Papyri öfter vor; vgl. meine Bern. Hermes 30, 607 f., dazu noch P. Grenf. 2,69 
und 72. Dagegen fehlt es dem vorliegenden Vertrag an einer lex commissoria, 
wie sie besonders in P. Oxy. 2,270 lin. 28 f. deutlich formuliert ist. Es scheint 
übrigens, daß die Antichrese für den Gläubiger sehr vorteilhaft gewesen ist, da 
die Aretous es vorzieht, sie fortzusetzen, statt das Kapital einzutreiben. 

Am Schluß (Col. II lin. 31) ist eine Klausel erwähnt, wonach die Antichrese 
auch nach Abzahlung des Darlehens noch fortdauern soll, bis eine zweite chirögra- 
pharische Schuld von 4000 Drachmen samt Zinsen bezahlt sein wird. Eine ähnliche 
Verabredung findet sich in BGU. Nr. 741 lin. 45 f.; dort soll die Hypothek erst nach 
Zahlung einer zweiten, älteren Schuld freigegeben werden. Wir sehen daraus, daß 
das Retentionsrecht am Pfand, welches Gordian i. J. 239 für die dem Pfand- 
gläubiger noch neben der Pfandforderung zustehenden chirographarischen Ansprüche 
statuiert hat (C. J. 8, 26, 1, 2 — 3), seine Vorläufer schon in der älteren Vertragspraxis 
gehabt hat 1 ); denn BGU. 741 rührt aus dem Jahr 143 und die betreffende Klausel 
unseres Papyrus aus dem Jahr 181/2 p. C. Das sogenannte pignus Gordianum ist 
also nur der Ausdruck dessen, was die Parteien zu verabreden pflegten, und Gordian 
beschränkt sich darauf, den Inhalt dieser Verabredung für den Fall, daß es sich 
um ein Faustpfand handelt, zu einem naturale negotii zu erheben. 

Col. I. 

[ t]g> xal 2Jsq7]vg) tagst dQ%idixaötfj %al Ttgbg t'fj hiti^Xda 

<tcbv iQrjiia- 
[yiötcjv xal r(bv aXXco\v %\ß]iVYiQicov 

[jtttQa AvQriXCag 'AQiqxovxo]g xrjg xai 'ÜQwvovxog "Hgcovog aövrjg. [T~\rjg 7tQot- 

{isvrjg xti itaxQi ilov \^ f H~\QCß\y\i 
\^Avxc3växog Uavi6xo\v 'A\ß\ii6tQaxsC(p rc5 xal AXd-atei tQL66[rjg ajäcpaXsLag 

övv rotg (jL€za rbv %q6\vo\v 
[yQaii^iaöL xal rf\g V7t > ~\ avtY\v vTtoyQcccpyjg dvxiyqacpov V7to[xsxaxxai\. Xaqaitovg 5 

naVÖBlQlOg ütQ£öß[vX^8Qo[v^ 



1) Allerdings ließe sich für den Fall des Leipziger Papyrus fragen,, ob nicht in jenem 
zweiten Schuldschein eine Neuverpfändung der Grundslücke gelegen sei; aber die innere Ver- 
wandtschaft mit dem Berliner Papyrus, wo deutlich die bloße R,etention verabredet ist, legt 
doch die Auffassung näher, daß auch hier kein eigentliches Pfandrecht, wenigstens nicht an 
der Substanz, gemeint ist, und dafür spricht auch der Ausdruck. Nur die Früchte können 
auch für die zweite Schuld als verpfändet gelten; dies ist aber nur eine Erweiterung des Re- 
tentionsgedankens, herbeigeführt dadurch, daß der Besitz eben mit Fruchtgenuß verbunden war. 



38 



Nr. 10: Registrierung einer Hypothekarurkunde aus Hermupolis. 



ßrjxobg ]og ccitb xd)[iYjg Moiqgjv xov KovööeCxov [ävco] {isxa xvolov 

xov ädeXcpov xcov 

avxmv yovioßv a%b x\x\g avxf\\g x](b[ir]g "Hqcovi Avx(Dväxo[g I1o\vl6xov ' Aq%i- 

6Xq[o]xSLG) TG) xal AX- 

ftcael {irjxobg AQYj]xovxog [xfjg x]al ^Hocovovxog aöxrjg iaCo8[iv. *0[i]oXoy(x) 

66%rjxsvcci itaoa 6ov dia 
%8tobg olxov %qt]6l]v x8<p[a\Xaiov aoyvolov xaXavxov <sv [xal] doa%([iäg) 

L 

8i6%8iXCag I \ a xal <ß, o xal &- 
TtodcoöcD 601 slöcd di]xa ccTtb xov bvxog firjvbg MetioQYi xov [iv8]6xcoi[o]g 

iYj (exovg) Mccqxov AvgrjXCov 
Avt(dv8lvov xal Aovx\Cov AvqtjXCov Koii{i6d\o]v Kcclöccqgjv xcö[v K]vqlwv 

avvTtSQ&srmg, 7tQo[g\ de xr\v 
xov 7tQon(siii8vov) xscpaXaiöv a]ö[cpa\Xet[a]v v7taXXdö6co öol xaxä x6Ö8 t[6 

%8^LQÖyQC(q)OV tö VTtäojpv [i[ol] rj{ii- 
öv {isoog xg)v v7toy8yo]ana8V(DV \xaxoi\xixcbv [cc]oovQ(bv \Jia\ ^ , o eöxiv 

(aoovQGbv) x\ri ovöcbv \ßv . .]. 
xoixaig^ <bv [iiäg ß^gogä [ ] xg\v Ag)qo]&80v . [.] xXtfoov 

7t8al xoXvöt •[-..•] 

] . . . [ ]••••[ • • y8lxov8g\ xfjg oXrjg xoivtovCag vo- 

\xov . .] 

] [ ~\v\_ ~]ov xXijooV) Xißbg VTtöXo- 

[yog yfi\ 

] . q ...[...] IIa\y\l6xoy . [ a7tr]Xi(bx]ov xal ßogoä 

drj[ioö(a yr\, xa[l . .] 
] . xivrjg . . [ ] . . . & . G)[ rtQÖtejQov Tsgevxog Wsva- 

vovrt[. . .] 

~\(Dvog tog xal A. . [. .]#£[. o~\y nXtf^gov U ß . , <bv yeixovsg 

voxov .[...] 

], xal ex xov .oxa. [.ty.vov Aq[ VO? ßoooä xXrjoo- 

(vonoi) ACov *Hoäxo[g . . .] 
] A%iXXicog xal Avx ..[.]•[•] [ °1 V > x ® v 

XoiTtGJV [&V8-] 

[icov xal ix xov TX\avxlov %Xy[qov \- \rj [..].. 9 fj[g y8ixov8g ] 

xal Xißbg xXr)oo[. . .] 
, xal e]x xo[y] . . . 6xov xXrjoov \- [. . .] . ayvr^ di]a)Qv^ 

xal ix xov A&\ß\i&- 
sov xXtiqov \J ] . . o . [ITa\y6eLQLog (i£<?[. .]oi;, ßoQ[Qöc~\ rov . . [ 

tcq6x^8qov Iloöidcovlov Qoe[. .] 



Nr. 10: Registrierung einer Hypothekarurkunde aus Hermupolis. 



39 



[ U«./, rjg yeixoveg [ ], rjg yeixoveg 25 

vörov 

[ ...;.].[.] xAiffpoJu xal £X 

[ 7lQÖ]xeQOV r EQ{icu'ov [K^aötfdvdoov ? [ ] . . . ov- 

xcovog, a7tr\X(i(bxov) , . 
[ ], xal ex xov KaXXiöxodxov xXrj[oov ...]..[ ] . Xißbg 

oqlov xXrjQo(v6^(Dv) 

[ xcbv XoiTtcbv ave\iiG)v vitoXoyog, xal ex xov zJa^Q^od'Sov xX\j\qov 

xoi\vr\g xoCxrjg s.v., 
[ ^Hgo^vovxog TIaviöxov döxf)g xal aXXcov, ßoooä Ua[oa- 30 

7tt(Dv]og TlQSößvtSQOV) [. 

[ ] v xXrjoo[y], Xiß\o\g Ttooxegov NeaQ%o\y *E^o[yb\o- 

dcooov xal W{e\yav\o\yßiog 
[ 1 . . . xcbv] 7tQgx[e]t^ievcov doovaeov ]iä ^r^, xal iteol xrjv avxr)v ev . . . 

Qi[- •] • . ocg 

[ ] oXöxXtjqov xex[aQx\ov fieoog TtaoadeCöov 6vv xolg evovöi 

cpvxoi^g] 7tä[G]i, 

[ .] äQoyorjg [iiäg f}[iLöovg xexdoxov ov yeixoveg vöxov xal 

axrjX^Müxov) IIa.. 

[ .] £<7..to6 9 xgov XoiTtcov Övelv dve^icav OQiov avX&vog, ävxi 35 

de x[(b]v 

[ d^Qu%[iLccLG)v xoxcov exa6xr\g [iväg xaxä {ir\va exatixov xrjv 

XOV 7t QO . . . 

[ rf\{iC<jovg [iSQOvg xcbv \. ]iä xccl xexdorov {leoovg xov 

TtaoadeCöov .a.s- 

[ ] x[ao]7te(av %al öia{iC6&G)6LV xal TtooGodov Ttuöav, lq Ttoa^iv 

\ex xe i{iov xal ex xov 7ts]7tQay{ie'vov VTtaXXdyiiaxog xal ex xcbv XoiTtcbn vitaa- 
yovxcoy \jt]dv- 

[xcov xa&a7t£Q ex di'xrjg • xdvvjev&ev (pvXd^co xb 7tQOXSi[jLevov v%dXXay\ia 40 

exeooig xal dvel^aXXjoxoi- 
[coxov xal avejiiddveL6xov\ q%Qi ov a%Qig ov cbro[<y]cp rj TtQax&cb xb tzqoxsl- 

\ievov doyvqiov \ev xfj] 

Col. II 

äiQi6[i£vr} -noo&eöiiCa xal ßeßaieoöcö Ttdörj ßtßaicoäei dito xe [d]rj(.igöLcpy 

[xal] Idicoxixcbv xal a%b Ttdvxcov ditXcbg. c if vTtaXXayrj xvoia cbg ev dr]uo6[i \co 

[dQ\iel(p xaxuxe%coQi6tievri« r}v xal xqi6&y\v <5oi 7toorjxd[i7]v xa&aoäv [dito] 



40 



Nr. 10: Registrierung einer Hypothekarurkunde aus Hermupolis. 



[dXQcpadog xal STtiygacpfjg xal xagi^seng (sxsi) ltj AvxoxgaxoQcov Katödgaiv 
5 [Mdg\xov Avqt\XLov Avxcovlvov xal AovxCov AvgyjXlov Koii^iodov ZJsßaöxcov 
'Alßiistyiaxcov MrjÖLxebv naod'ixcbv rsqiiavixojv UaQ^iaxixcbv MsyCöxav 
M\t<5oQ\ri Ts. ^Egiidiiiicov £aga7cdiiu(X)vog syqai^a xb öcD^ia. Haqaitovg TlavösCgiog 
söypv xä xov äoyvQLov xdXavxov sv xal 8oa%iiäg diöisiXCag xal a7Cod[(bö](D 
ö[o]t [xa]l v7ttfXXa%a xal TtaQs^m xaxä ynö^oxaQitsiav hg itgoxsixai. Z![aga-] 

10 navötLQiog 87tiysyQa\L\iai xr\g dösXcpyjg [tov xvQiog xal syQatya vot[sq] av- 

xr\[g\ (JLrj sidvirjg yod[i[iaia. Tavxrjg ovörjg xal \)b8XY\XXayoxog xov Ttaxoög [{i]ov 
\_AvQrj]XCov "Ho&vog eitl xXrjgovö{ioLg äy r\g äTtsXsiTtsv dia&r\xrig QcoaaL- 
x\y\\g x<p s (sxsi) ftsov Usvovrjoov AXs^dvdgov Ms%siQ^ xfj xal vo{iC{icog Xvftslöri x<p 
.[(sxsi) 6[i\oL(X)g [lyvi Ms%siq, 8[iol xe xf] fruyatol avxov SX {isgovg TJULGOVg 

15 xq[Ix\ov dcDÖsxdxov^ x<p ds &sx(p vl<p avxov MdqxG) Avq)]XIg) Zsqyivco 'Iöidcb- 
qo[v i]x xov XoiTtov {iBQovg dwdsxdzov, xal sxxoxs ävxmoirfia\i&vyig \jx\ov 
x\ov\ xax' s [is {i8QOvg ri^iiöovg xq[C~\xov öcoösxdxov xrjg xcbv 7Cqox£1{isv[g3]v 
[do]o[vQ]<x)v xal xov Ttaoadsiöov \x\ao7isiag dvxl xtbv xov xscpaXaCov xoxcjv 
xa[xä x]bv TtQodsdrjXoj^isvov [oq]ov ßovXo^iai dito xrjg xgiööfjg a6cpaXsC\ag\ 

20 {io\va]%rjv sv drjiioöiG) ysv^sö&aji öidovöa vfj tcoXsl xdg xe bQL[p]&sC6ag yaso 
(igva%ov (doa%[Läg) iß xai xä xov xsi^ir^iaxog xsXrj xal a^im dvaXaßövxag avx[riv] 
v7toysyQa[i[ievriV vitb xov diSTtsöxaX^isvov v% syuov Avqr\XCov "Howvog 
7t[sol xo]v slvai xr\v vtc' avxtjv VTtoyQacprjv idioyqacpov xov, vitsq [xyf]g 
EaQ[a7tovx\og yodtyavxog xvqlov STCiyQaipa^isvov dösXcpov avxr\g Haoaitico- 

25 v\og, 6vvjxaxa%coQi6ai avxrjv x<pds x<p v7to[ivrjiiax[i] si[g] xrjv AdQiavr\v 
ß^ßXlto^r^K^v , rb Ös löov vito\ivriiia xal slg xrjv xov Navaiov nQog xb 
lisvsiv \_(ioi xa] dito avxrjg dixaia cog dito drj[ioöLOv %Q7][iaxL6[iov, 
{isvovxog \ji\ol [xo]u Xöyov ksol {bv-äXXav bcpsCXsi, [t]g) naxol {iov y] avx[rf\ 
vjt6%QScog [ZaoaKo\vg xaxa %sio6yQacpov hnl xov xa (ßxovg) Ssov Komiodov 

HO <&aQiiov&i doy[yQi'o^v dQa%(jUL<x)v) r bXQaxiöy^siXimv xai iöcdv dvxl itXsiovcov 
xoxmv di o[ij] Ttooösyodcpri tcqoxsqov tcsqvXvöco xrjv 7tQ0xsi{i[e^vr]v 
liiö&oxaQTCLav el {L7j xal xä xaxa xb xsioöyoayov ditodoi. Ol TtQog 
xfj diaXoy f] xrjg TtoXsog' AisyQa(ipsv) AvQr\X(lov) Uaoa7td^i^a)vog xQYj^axl^ovxog). 
i^'Exovg) ö/ Mäoxov Avxooviov Toqdiavov Kai<5aqog xov Kvqiov XoCax xrj. 

Col. I lin. 3 Die Ergänzung 'Aq^romog ist auf Grund der Florentiner Papyri von Yitelli 
(Atene e Roma 1903 Sp. 251 — 2) gegeben worden und wird jetzt auch durch den nachträglich 
angekauften P. Lips. Inv. Nr. 405 (oben Nr. 9) bestätigt. Diese Aretous kann mit der in 
Nr. 32 lin. 1 vorkommenden identisch sein. lin. 2 1. 7tqou{Livr\g. lin. 4 Die Ergänzung 
durch lin. 7 gegeben. lin. G xcbv [avtöav yovscov] W. — [Uc£~\via%ov erg. von W. und 

Yitelli. lin 12 Der erste Druck hatte tb d[avüov] ; roSs [tö] W. Am Schluß r^ii- und 

danach die Ergänzung in lin. 13 W. lin. 13 Die Ziffer [JTä] sV ist verschrieben und soll 

nach Ausweis von lin. 32 und 37 lauten ftä^-- 7 , wie auch die Angabe %''?} zeigt, welche als die 



Nr. 10 : Registrierung einer Hypothekarurkunde aus Hermupolis. 



41 



Hälfte davon bezeichnet wird. Der letzte Buchstabe der Zeile kann ein i gewesen sein; 
ob tq]l[öl? Vgl. die Sacherläuterung zu dieser Zeile. lin. 20 u. 27 Pap. %lr\qo). lin. 36 
z. A. : av^7t£cpcüV7\^vcov füllt den Raum nicht aus. lin. 38 rtotfjftfatfJ-Om; / itoLB\l6\Q , ai statt 

y[ßV£6&cci\ (erster Druck) las W. ; der Raum scheint mir jetzt 7toirj[6cc6]&(XL zu erfordern, 
obwohl man eine Passivform erwarten würde. lin. 39 7c]dv[rcov W.; [poi Ttccvtcov] 

Vitelli; aber für poi ist wenig Raum. — TtstyQccytisvov W. statt 7tQozs]zccytisvov (erster Druck), 
lin. 41 a%Qi ov und a%Qi$ ov dittographiert. 

Col. II lin. 9 a[o]t W. lin. 13 1. HsovrjQov und zf]e Xv&siörjg. lin. 14 Zu Anfang r\ 
oder iy (229 oder 234 p. C.) W. lin. 16 g [n]ov W. lin. 20 vTthg W. lin. 23 tv[sqI 
zo]v W. cf. BGU. 578, 18. lin. 26/27 tcqos tb ilsvsiv [{iol von W. und mir gemeinsam ge- 

lesen, lin. 30 I'gcov W. lin. 33 Die richtige Konstruktion für die Auflösung der Ab- 
kürzungen verdanke ich Wilcken. — Ein Wechsel der Hände ist nicht zu erkennen. 

An auch genannt Serenos, Priester, Archidikastes und betraut mit der 

Leitung der Chrematisten und der anderen Gerichte. 

Von* Aurelia Aretous, auch genannt Heronous, Tochter des Heron, Bürgerin. Von 
der meinem Vater Heron, Sohn des Antonas, Sohnes des P aniskos, Phyle der Archi- 
strateer, Demos der Althaier, ausgestellten dreifachen Schuldurkunde und den darauf 
folgenden Schriften, sowie der darunter stehenden Unterschrift, folgt hier die Ab- 
schrift. Sarapous, Tochter Pauseiris des Älteren und der Mutter , vom Dorf 

Moirai im (obern) koussitischen Gau, mit dem Geschlechtsvormund, ihrem Bruder, 
von denselben Eltern, aus demselben Dorf, grüßt Heron, den Sohn des. Antonas, u. s. f. 
Ich bekenne, von dir erhalten zu haben, bar per Kassa, ein Kapital von einem Talent 
und zweitausend Drachmen in Silber, welches ich dir auch zurückerstatten werde binnen 
zehn Monaten (gerechnet) vom laufenden Monat Mesore des gegenwärtigen achtzehnten 
Jahres der Kaiser und Herren Markos Aurelios Antoneinos und Lukios Aurelios Kom- 
modos, unverzüglich; zur Sicherheit des vorstehenden Kapitals aber verpfände ich dir 
gemäß diesem Schuldschein das mir gehörige halbe Anteil der unten stehenden einund- 
vierzig drei (1.: ein) Viertel Katökenaruren , was beträgt zwanzig einhalb ein Achtel 
Aruren, befindlich [in ... Schlägen, der eine Schlag] im Norden u. s. f. 

lin. 32 f. : und bei demselben .... ein Viertel eines Gartens mit den darin befind- 
lichen Anpflanzungen [im Umfang von] eineinhalb ein Viertel Aruren, dessen Nachbarn 
sind im Süden und Osten . . . , nach den andern Himmelsgegenden die Kanalgrenze. 
Anstatt der .... eine Drachme von jeder Mine in jedem Monat betragenden Zinsen 
aber (verpfände ich dir) die Fruchtziehung und Verpachtung und jedes Einkommen aus 
dem vorstehenden u. s. f., oder du sollst Vollstreckung vollziehen an meiner Person und 
aus dem Deckungspfand und aus allem (meinem) sonstigen Vermögen, wie auf Grund eines 
Urteils; sonach werde ich das vorstehende Pfand bewahren, sowohl unveräußerlich als 
unbelehnbar für andere, bis ich bezahle oder das vorstehende Kapital in der bezeich- 
neten Erist eingetrieben wird, und werde garantieren mit jeder Garantie für öffentliche 
und private Lasten und alles schlechthin. Die Verpfändung ist gültig wie im öffent- 
lichen Archiv einregistriert, die ich dir auch dreifach ausstellte, rein von Rasur und 
Zusätzen und Durchstreichungen, im achtzehnten Jahre u. s. f. Ich Hermammon, Sohn 

Leipziger Papyri. I. 6 



42 



Nr. 10: Registrierung einer Hypothekarurkunde aus Hermupolis. 



des Sarapammon, habe den Kontext geschrieben. Ich Sarapous, Tochter des Pauseiris, 
empfing das eine Talent und die zweitausend Drachmen in Silber und werde dir zurück- 
geben und verpfändete und werde zur verpachtbaren Nutzung gewähren wie vorsteht. 
Ich Sarapion, Sohn des Pauseiris, habe unterfertigt als Geschlechtsvormund meiner 
Schwester und für sie geschrieben, da sie nicht schreiben kann. — Da diese Urkunde vor- 
handen und mein Vater Aurelios Heron gestorben war mit Hinterlassung — auf Grund 
des römischen Testaments, das er zurückließ vom fünften Jahr des göttlichen Severos 
Alexander, aus dem (Monat) Mecheir, das auch gesetzlich eröffnet ward im . . . Jahr, 
ebenfalls im Monat Mecheir — von mir, seiner Tochter, als Erbin auf elf Zwölftel 
und seinem Adoptivsohn Markos Aurelios Serenos, Sohn des Isidoros, als Erben auf 
das letzte Zwölftel, und da ich mich alsbald der auf mich kommenden elf Zwölftel 
des Fruchtgenusses der vorstehenden Aruren und des Gartens bemächtigte, an Stelle 
der Kapitalszinsen, gemäß der vorbezeichneten Verabredung, so will ich, daß von der 
dreifachen Urkunde das Original in das öffentliche (Register) kommt, wobei ich der 
Stadt -die für das Original bestimmten zwölf Drachmen und die Gebühren vom Werte 
gebe, und bitte, man möge, dieselbe entgegennehmend, unterschrieben durch den von 
mir bevollmächtigten Aurelios Heron in dem Sinne, daß die darunter befindliche Unter- 
schrift die eigenhändige des für Sarapous unterzeichnenden Bruders derselben, Sarapion, 
ist — sie zusammen mit dieser Eingabe registrieren in die Hadrianische Bibliothek, 
die gleiche Eingabe aber auch in das Nanaion, damit mir die Ansprüche aus derselben 
bleiben wie aus einem öffentlichen Akt; dabei soll mir verbleiben der Anspruch be- 
treffend die weiteren viertausend Silberdrachmen und ebensoviel an Stelle weiterer 
Zinsen, welche dieselbe Schuldnerin Sarapous meinem Vater schuldet auf Grund eines 
Schuldscheins vom . . . zwanzigsten Jahr des göttlichen Commodus, Monat Pharmuthi, 
durch welchen hinzugefügt wurde, daß ich die vorstehende Pachtnutzung nicht früher 
aufzuheben brauche, wenn sie nicht auch das aus dem Schuldschein (Geschuldete) be- 
zahlt. Wir von dem Bureau der Stadt (bestätigen): Sie hat gezahlt, wobei Aurelios 
Sarapammon amtierte. Im vierten Jahr des Kaisers und* Herrn Markos Antonios Gor- 
dianos, am achtundzwanzigsten Choiak. 

Col. I lin. 4 'AQ%i<5tQuxsiog 6 %al 'Al&aisvg enthält die Angabe von Phyle 
und Demos, vgl. Kenyon, Arch. 2, 70 f. — 6vv rolg iietä tbv %qö[vo]v \yQainia<5i\ 
ist nicht recht verständlich , da nur eine einzige Urkunde im Original wieder- 
gegeben ist; doch läßt sich kaum eine andere Ergänzung vorschlagen und viel- 
leicht meint Aretous das von ihrem Vater errichtete Testament sowie die Erklärung 
des Aurelios Heron (Col. II lin. 13 und 22), welche sie im Gesuch namhaft macht. 

lin. 7 Das Patronymikon Avtcnvätog — nach dem in der Urkunde erhaltenen 
Wortrest könnte man auch 'Avravä ro\y IlajvLöxov lesen — hat mir Vitelli an 
den Florentiner Urkunden, wo es voll erhalten ist, freundlichst nachgewiesen. 

lin. 10 Das Datum des Schuldscheins ergibt sich hier mit 178 p. C. 
' lin. 13 Über die Schreibfehler bei der Zahl der Aruren s. den Apparat. Im 



Nr. 10: Registrierung einer Hypothekar Urkunde aus Hermupolis. 



43 



übrigen beginnt hier die Beschreibung derselben, welche stark zerrüttet ist. 
Hinter ovö&v vermute ich die Zahl der xoItccl, d. h. zusammenhängenden Lagen, 
auf welche die keineswegs, kommassierten 41 % Aruren sich verteilen; vgl. Nr. 8 
liri. 19 f.: 7iaroi%[i\%alg &Qov0a\ig t\Qi\plv\ ovöatg sv dvöl %oizaig\ P. Amh. 88,9; 
99, 14 (ergänzt auch linn. 8, 13). Ob am Schluß der Zeile zu ergänzen ist [ßv 
tq\i\61 xofaaig] lasse ich dahingestellt; mit den . Schriftverhältnissen würde die 
Ergänzung vorzüglich stimmen; ob aber die nachfolgenden Grenzangaben nicht 
eine größere Anzahl von %oitai voraussetzen, muß dahingestellt bleiben. 

lin. 13 — 31 Die Ergänzung ist hier nur stellenweise mit Sicherheit gegeben. 
Deutlich ist, daß die Grenzangaben für verschiedene Komplexe vorliegen. Ob 
schon in lin. 14 mit ß]oQQä eine solche beginnt und demnach yeltoveg ß]oQQä zu 
lesen ist, bezweifle ich, und glaube eher, daß gesagt war, die erste noCrrj sei im 
Norden gelegen; für yeUoveg bleibt nämlich kein Raum. Im übrigen ist möglich, 
daß, wo die Arurensigle mit einer Zahlenangabe steht, eine neue xoCtrj bezeichnet 
werden soll, so lin. 19, 20(?), 22,23,25, außerdem die uoivrj %ohrj lin. 29; un- 
bedingt sicher ist es nicht. Bei den xolrat scheint der Kleros genannt zu sein, 
in welchem sie liegen: ix tov tov delvog xXtjqov. Stellenweise ist für die Er- 
gänzung der Grenzangaben der Raum anscheinend gering, so lin. 20 (zu Anfang), 
lin. 23 (zu Anfang und Mitte) und auffallend insbesondere lin. 25, wo zweimal 
steht %g ydxovsg; doch können die Grenzen mitunter recht summarisch angegeben 
sein, vgl. lin. 29: [tCdv Xoltcöjv ave~\pbcov vitqloyog^ sc. yy\. Uber den letzteren Be- 
griff s. jetzt Grenfell-Hunt , the Tebt. Pap. 1, 540. . 

lin. 36 7i qo . . . ; man erwartet tcqokbiiisvov , TCQoeiQrjftswcog o. ä.; doch sehe ich 
keine sichere Ergänzung. . 

Col. II lin, 4 Zu &Utpadög vgl. Wilcken Arch. 1, 1-25. 

lin. 12 Das Testament des Heron stammt aus dem Januar/Februar 226 p. C. ; 
als Zeit der Eröffnung desselben ergibt sich, je nachdem man in lin. 14 rj liest 
oder iy y das Jahr 229 oder 234. 

lin. 15 Über die Bezeichnung der Adoptivkinder in Ägypten hat sich kürzlich 
Crönert in Wesselys Studien 4 p. 102 geäußert. Von Interesse ist die Beob- 
achtung, daß die leibliche Tochter auf 11 / 12 , der Adoptivsohn auf 1 j n zu Erben 
eingesetzt wird, wobei die Bruchrechnung offenbar dem römischen Unzialfuß 
entlehnt ist. Man erinnert sich dabei der Vorschrift Justinians, wonach Konku- 
binenkinder neben ehelichen nicht mehr erhalten können als ein Zwölftel des 
Nachlasses (Nov. 89 c. 12). Beide Erscheinungen beruhen auf dem nämlichen 
Gedanken, die nicht leibliche oder nicht legitime Deszendenz auf den kleinsten 
Bruchteil des Ganzen, die Uncia, einzuschränken. 

lin. 19 [op]oi> — für \jooit\ov ist zu wenig Raum in der Lücke — bezieht 
sich auf die obenstehende Vertragsbestimmung; in diesem Sinn ist ooog sowohl in 
den Papyri (C. P. R. 1,19 lin. 8 — 9: Gvve&eurjv aobg av%r\v . . . ini oQocg^ &6te 

6* 



44 



Nr. 11: Darlehns- Schuldschein aus Hermupolis (?). 



xtL) als . auch, in den Rechtsquellen (Justin. Nov. 88 e. 1 : ei yccg xig kdßoi . . . 
7tccQcc&rixr]g loycp btii tlölv OQOig; Basil. 28, 4, 21) bezeugt. 

lin. 30 Die Worte fäwv ävrl Ttlsiovcov töxav bedeuten jedenfalls : die Sarapous 
schuldete dem Heron bereits an Zinsen das gleiche wie an Kapital; da damit die 
Verzinsung stille steht, weil bekanntlich nach römischem Recht die Zinsen das 
alterum tantum des Kapitals nicht übersteigen dürfen , heißt es dabei c ävrl 
itleiovcov t6xg)v\ 

tfr. 11. 

DAELEHNS-SCHULDSOHEIN. 

Inv.Nr. 329. 

Papyrus H. 13% Br. 20 cm. Hermupolis (?) 

Oben abgebrochen. 
Cursive. Unveröffentlicht. 

Die Provenienz dieses Papyrus ist unbekannt; doch ist er mit andern aus 
Hermupolis stammenden zusammen erworben. Er stellt einen Schuldschein über 
zwölfhundert Silberdrachmen dar. Auffallend ist die Wendung [byLokoycb Eöypq- 

%8vctv\ %q7]ölv ev[rox\ov d[Qa%[iia]lo[v xs]cpaXcdo[y~] övv roxco, da hier die 

Zinsen zweimal erwähnt werden. Eine Parallele dazu findet sich in dem sicher 
aus Hermupolis stammenden Schuldschein C. P. R. 229 ? wo Wessely liest: d{iokoycb 

£6%y]\xsvccL itaga] öov .... %Q7j6iv evroxov d()a%[i/ [ %S(pccXaC]ov övv rol\g 

xoxoig ]. Es liegt nahe, auch hier zu lesen dQa%iii[alov %B(palaC\ov ; 

allerdings müßte dabei erst festgestellt werden, ob der vom Herausgeber an- 
gegebene Strich hinter dQtt%{i nicht ein wirklicher Abkürzungsstrich ist, da der 
Herausgeber vor xe\<palccio^v noch auszufüllenden Raum andeutet. Ebenso 

ist die Frage aufzuwerfen, ob nicht statt övv rol[g töicolq] zu lesen ist: 

övv Tdft[co]. Der Sinn der Wendung, welche wegen der zweimaligen Erwähnung 
der Zinsen zunächst bedenklich erscheint, kann nur der sein, daß die angegebene 
Summe die Gesamtsumme von Kapital und zwölfprozentigen Zinsen darstellt; 
diese Berechnungs weise, wobei die Zinsen zum Kapital geschlagen sind 1 ), ist da- 
durch ermöglicht, daß ein einmaliger fester Zahlungstag angegeben ist. Da das 
Kapital geliehen wird am 4. Choiak (= 30. Nov.) und im Thoth (beginnend 
29. August) des folgenden Jahres, also nach neun Monaten, zurückgezahlt werden 
soll, muß es elfhundert Drachmen betragen haben. 

Es fehlen etwa zwei bis drei Zeilen, welche die. Grußformel enthielten. 



A° p. C. 247. 



1) Daher mitunter — um zu konstatieren, daß dies nicht der Fall ist — bei der Angabe 
der Darlehnssumrne der Zusatz: cäg ovdhv Ttgocf^-vat, P. Oxy. 506,12 u, a. 



Nr. 12 : Darlehns-Schuldschein aus Hermupolis. 



45 



[%cciq8lv. e O{iok(yyG3 £<3%rjKSvcu nagd Cov\ diä \_%eC\Qbg i% o[lW]i> ^%Q^\p^\v sv- 

[roxjov dQ\a%iiia\£o\y xe](palalo\y\ <5vv xoxcp &qyvql\o\v ÖQai^iäg [%\eiliag 

[di]a%o<?[t]ag ~ ( a ctg xal aTCodwGco 601 xcp [irj- 

vl x[o]v e[t]öi6vx[og] g (exovg) Mccq[k(d~\v 'IovXCcov ^iXCtctccov KcclGccqmv 

xcbv [K~]vq(cov Zeßaöxcov avvTteQ&exag yevo[i[f\vr]g 601 xf^g %\$\d- 

%emg ex xe epov xal ex xcbv \y^jcaQ%6vxcov poC jtdvxcov xaftd- 

7t£Q \ß\x dCxrjg. Tb dl %£LQ6yQacpov xovxo ^iova%6v 6oi i^edö^irjv^ 

[o\z£Q [x\vqlov xal ß\e\ßaiov söxlv wg ev drj[ioöL<p ciQ%el(p xaxaxeipevov 

xal [e]7t£Q(ürrj&e\l]g ob^oXöyrjöa. 

('Exovg) e AvxoxQaxÖQOov KatöaQcov Mdgxcov 'Iovllmt 0iXt[7t7tojv] 

Evöeßcbv Evxv%öov 2Jeßaöx(bv XoCax ö. AvQYi\Xio\g . [ ] 

2?ap[a]ro[£] ^%9 V djt\o\d(b6co x[a\g xov d^yv^Cov dQa%[iäg %eMag öia- 
xo<5[C\ag [cog] 7CQOx\_t]xai. [Ji)Qyj]Xtog Mrj[xQO^S(DQ{a)v ö xal Evxv%C8rig 9 %W l 
7tonq<5ag\ 

to 6($iidxai\o\v eyQatyla vtc8\q avxov \xrf\v ^Q[^o^x[t][i8vrj[y a6^(p\dleia\v 

e[id~\6xog yQd^a[x~\a. 
Auf dem Verso Reste einer andern Urkunde. 

lin. 1 — 2 Diese Zeilen setzen im Original um zwei Buchstaben weiter links an als die 
folgenden. lin. 8 Die Lesung bei [oj^sp [%]vqi.ov ist sehr zweifelhaft. Da es nicht unbedingt 
notwendig ist vor dem tc 8q noch einen Buchstaben zu ergänzen, weil kleine Einrückungen der 
Zeilenanfänge sehr häufig sind, wäre es paläographisch auch möglich 7tsi\&]ay6v zu lesen, so daß 
es hieße i^sdopriv, tcs t^lavbv nctl ßsßcaov iGxiv. Indessen habe ich, obwohl die Lesung mir 
lange sehr wahrscheinlich vorkam, doch die gegenwärtige bevorzugt, weil die asyndetische 
Verbindung hart und Ttsi&ctvos in dieser Anwendung nicht belegt ist. lin. 12' Zu Ucc- 

Q[ä]ro[g] vgl. oben Nr. 8 lin. 16, BGÜ. 860 lin. 4, cf. 731 1 lin. 3; P. Lond. II öfter. lin. 14 

1. 6CQUCCT8L0V = GOH^CLriOV . 

lin. 15 Die Ergänzung in lin. 14 o x\al 7COL7]6ag~\ xb <?03[idxai\_o]v beruht auf 

P. Gen. 11 lin. 17/18, wo es heißt: AvQf\hog [Ua^QaTtioov 'Iovhavov xal xb 

<jcoiid[x~\Lov 7Co[i]rjG[ag eyQa~]ilja VTchg av\x~\<bv; wie Wilcken auf Grund seiner 
Revision der Genfer Papyri im Arch. 3, 384 mitteilt ; 'stand vor xal noch [6], also 
6 xal xb 6. it. Damit würde unsere Stelle genau übereinstimmen. 

tfr. 12. 

DABLEHNS-SCHULDSCHEIN. 

Inv. Nr. 261. 

Papyrus H. 14 Br. 12 cm. Hermupolis. 3./4. Jhd. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Darlehnsschuldschein der Aurelia Silbaneia an Aurelios Horion über sechzig 
Silbertalente. Die Altersbestimmung beruht auf dem Schriftcharakter; danach 



46 



Nr. 12 : Darlehns-Schuldschein aus Hermupolis. 



kann man die Urkunde ungefähr in das Ende des dritten oder die erste Hälfte 
des 4. Jhds. p. C. setzen. ; 

Avq\tiI \Ca UiXßav£i'a IJa^iovviog 

(irj(rQbg) Tiööixog <bg (ixcov) vs ovXr\ avxi%vr\\iC(x) 

da^iov itodbg aitb *Eq[i[ov 7t]6X£(D[g] xrjg 

Xa^iotQoxdxTjg avayQacp[o[i]svrj hit a^icpodov 

Ttoltwg Xißbg £%ovö[cc x\b dCxcuov xav xs- 

%vc3v \i£x* eyyviqxov slg £%xiöiv xov e^rjg] 

£yy£yQaii[i£Vov aQyvQiov AvqtjXlov KeIs- 

XvxLog niovrayev[o]vg {irj(xQbg) Tcc7td)'iog 

<bg (excbv) uy ovXrj daxzvXm Xiiavm doiöx£Qäg 

%£iobg &7cb xrjg avxTjg Ttolsog avayQacpoiihvov 

STtl xov avxov aiicpodoly] AvQrjXCa) c SIqCcoi l 

AtcoXX&vCov aitb XTjg avxf[g' itolscog yaiobiv. 

'OjjLoloycb £<5%y\xivui %al Ö£§avl6% , aL Ttugu 

öov ölcc %£LQog h% ot'xov öov %or\6tv x£cpaXcciov 

liovov aQyvQiöv Usßaöx&v voiitö^iaxog 

xdXavxa £%tf\_%\ovxa yl(v£xai) aoyl J £ a,7t£Q öot 

<x7tod(b<j(D £7ti naxaßoXalg xaxußccXovöoc 

%axu li\jj\va £%a<5xov \_aoyv\Qlov xaXccvx[. . . 

Hier bricht der Papyrus ab. 

Auf dem Verso querüber in der Richtung auf die Bruchstelle: 

Xfyi^QoyQctyov) UiXßavuag [unleserliche Schriftsspuren] . [..].[ 
[i£x' eyyvrjxov dg l%xi\piv 

Recto: lin. 3 Hinter tqs ein Haken. lin. 8 Zu Kslslv-ciog vgl. P. Flor. 71 u. a. (Vit.). 
Verso: Der Papyrus hat ein durch welches ein senkrechter Strich hindurchgeht, jeden- 
falls eine Abkürzung für %£iqoyQot(pov ; so auch P. Gen. 12 nach Arch. 3, 384. 

lin. 17 Zu £7tl xccxaßoXalg vgl. P. Amh. 2, 148 lin. 7 : xyv dl xovxmv aito- 
Öoöiv öol Ttoirjöco Ö£i%a xöxcov inl xaxaßoXhg [6%]rco xxX. Doch unterscheidet sich 
dies von unserer Stelle dadurch, daß der P. Amh. die Zahl der zu leistenden 
Zahlungen angibt , hier dagegen dieselbe fehlt. Dadurch wird der Zusatz etci 
xaxccßoXalg überflüssig, man müßte denn xaxaßoXr\ nicht im Sinn von „Zahlung'', 
sondern direkt im Sinn von „Rate" verstehen, so daß es hieße: ich werde dir 
zahlen- in Raten, zahlend monatlich u. s. f. 



Nr. 13: Darlehns-Schuldscliein aus Hermupolis. 



47 



Nr. 13. 

DARLEHNS- SCHULDSCHEIN! 

Inv. Nr. 112. 

Papyrus H. 27% Br. 15% cm. Hermupolis. A° p. C. 366. 

Cursive. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 6.) 

Am linken Rande abgebrochen. Die beiden ersten Zeilen , bei denen etwas mehr 
fehlt als bei den übrigen , müssen weiter nach links ausgerückt gewesen sein, 
als die nachfolgenden. 

Darlehnsschuldschein von . . . Philammon an Aurelios Okeanios über zwei 
Gfoldsolidi. Die Angabe, daß der Papyrus aus Hermupolis stammt ; ist nicht bloß 
dadurch, daß er zusammen mit andern sicher von dort herrührenden angekauft 
wurde, nahegelegt, sondern vor allem durch die Unterschrift des Tabellionen Philo- 
sarapis gesichert, welcher sicher in Hermupolis war; vgl. Arch. 3,174 lin. 29 u. a,; 
denn daß es sich hierbei immer um denselben Philosarapis handelt, zeigt die 
Identität der Handschrift. Die Zinsen dieses Darlehns betragen jährlich 4 Gramm 
Gold bei einem Kapital von 2 Solidi, also fast 50 Prozent. 

[Mexu rijv VTCat\slav Ov[alevxivLavoif\ AuyovGxov xal $>\lavlov\ 
[Ovdlsvxog] Avyov\pxov\ . 

[ ]og G)[lXccii[ig)v~] 'EqIiieQov [...].[..]... 'Eq[^o]v 

\7c6X\8cog XTjg A[ati]7tQOxdx[r}g] e[%fßg VTCoyodcp[(Dv] 

[AvQjrjliWL '£l%savl(Di Aio6xovoCd[ov] 7toXiX8v[o\yb8vm 5 
{x]rjg avxf\g jcölsag %ccCqsiv. ^O^oloycb 8Gyr\x8vai 
[xal] dsdavtö&ccL itaqd 6\o\v dg löCav {lov xal 
\ava\yxalav %Qslav diä %8iQog oixov oov xqtjölv 
\x8(p\akaCov {iovov %qv6ov vo^iiö^iaxia Ö8öTi[o]xLxa 

\8v\ydoaxxa dC^coda dvo ylv(sxai) %qv s vo ß • (ßxe 10 

[x^ovxcjv [ajxsoaCcov ovxcov xal dxivdvvmv 

[dov]va£ tioL xa& sxaöxov {irjva vitep Xoyov ditoxd- 

\xxo\v 87ti%8QÖiag %qv<5ov yQa^uaxog xqixov 

\xo\v iqovov Xoyi£o[i8vov dito xov e^fjg {irjvbg r A&i)Q 

[xfjg] ev8öx(h(j7]g rj $ ivdix(xLC3Vog) avv7t8Q&£xcdg 15 

tt7todÖ<J8(X)g XC3V 7tOOX8L[l8VG)V VO\X,l<5- 

\jjbux\ioav dvo ä xal d7todco[ö]c3 6oi ÖTtrjvCxa 8\a\v 
\cciq]?i ii8xä xal xr\g övvayftrfioyb&vYig 8itix8odlag^ 
\y8\vo\i8vv\g 6oi xrjg 7tQd%8G)g hx xs i[iov xal ix xcbv 

\y7t\ao%6vT(Dv {ioi itdvxcov x[a\&d7t8Q 8X diXYjg. Tb 20 



48 



Nr. 13: Darlehns-Schuldschein aus Hermupolis. 



[yojcc^a kvqiov xccl STtSQ^axrjd'eLg) d)^(oX6 / yr]6a). &cccj(pL %£. 
(2. Hand.) [. . .]/ Oikd^mv 6 TtQOTcsC^ievog e6%ov xä xov %qvö[6]v v\o\- 
\a\i6iidxia övo xai aTtoödxjcj psta xfjg 6vv[a]xd , £i(jo i iisv7jg mi- 
\x]€QdCag cb[g 7c]q6x£ixcu. 
25 (3. Hand.) y /li h\iov ^iko^a^ditiSog eyQcc^cprj). 

Auf dem Verso (4. Hand) : [Xfyi^QÖyQoccpov)] d[i[i\(pvog *EqilsIov ccq . 

lin. 3 Die Schriftsparen von f Eq[^lsl]o[v überaus schwach und nur aus der Aufschrift des 
Verso erschlossen. lin. 8 6ov W. In vo das o unter den Schlußstrich des v gestellt, 

lin. 15 ^ ist bloß Abschluß der Zahlangabe. lin. 18 cclg^fj W. lin. 21 Über xs fehlt 

der übliche Querstrich. lin. 25 -cctQaTtidog iyQ(acpri) W. Verso: Ob &Q(^ocvtog) . . . . ? 

lin. 1,2 Ich hatte im ersten Druck die Datierung offen gelassen - 9 zumal ich 
kein Datum finden konnte, welches gleichzeitig das offenbar vorliegende Erst- 
konsulat eines Kaisers und die in lin. 15 enthaltene Indiktionsziffer acht deckte. 
Nachdem Wilckens Revision des Originals in lin. 1 die Buchstaben ov und cp als 
zweifellos festgestellt hat, ist nur die obige von ihm auch sofort vorgeschlagene 
Datierung möglich, obwohl auch sie mit der Indiktionsziffer nicht übereinstimmt; 
denn diese weist auf das Jahr 364/5, während das Postkonsulat 366 ist. Es 
muß also eine Verwirrung in der Indiktionszählung angenommen werden. 

lin. 3 Ob Philammon Avqr\Xiog oder (DXaviog heißt, ist nicht festzustellen; 
denn auch in der Unterschrift lin. 22 ist das Wort ausgefallen. Auch die Raum- 
verhältnisse gestatten keinen Schluß, da der Schreiber die Schlinge des 3> so breit 
zu machen pflegt, daß QXaviog nicht weniger Raum eingenommen haben wird als 
Aurelios. 

lin. 5 «Das Iota adscriptum ist hier mit dem vorausgehenden a ligiert als ein 
kleiner von der rechten Wölbung desselben auf die Zeile zurückgreifender Haken. 

lin. 10 [ev~\%uQccxTcc: ich hatte in der ersten Lesung ergänzt \ßL%\dQa%xa^ was 
sich belegen läßt durch die Inschrift bei Körte, Inscr. Bureschianae (Greifs wald 
1902) p. 28: daGst xm IsQcoxdxG) xccfiei(p Xa^iTtQov 8tyaqd%xov X ptvQtcc Ttevxs. 
Doch ist die Nennung doppelter Prägung auffällig; in dem zitierten Beispiel ist 
sie vielleicht (?) mit Seeck Gesch. 2 Anh. p. 537 zu p. 213, 21 auf Follargeld zu 
beziehen. Darum ist die von Wilcken vorgeschlagene Ergänzung mir wahrschein- 
licher. — Statt öit,G)8cc (W), wo das 8 sehr schlecht erhalten ist, hatte der erste 
Druck öC^cova^ zu 8C£aiScc verweist Wilcken auf BGU. 316: deöTtoxixcov xsxqcc- 
ygaiiiiiaCcDv Sl^wSgov und Hermes 19,424; vgl. auch Arch. 3, 184 zu P. Gen. 12, 1. 
— Der Punkt hinter ß scheint die sonst meist durch einen schrägen Strich ver- 
sehene Funktion zu haben, die Zahlenangabe als abgeschlossen zu bezeichnen. 

lin. 22 Ich habe im Arch. 3, 175 Anm. 1 es als nicht unmöglich bezeichnet, 
daß die Unterschrift und der Kontext von derselben Hand herrühren, trotz äußerer 
Unähnlichkeit, weil manche Personen für ihre Unterschrift sich einen besonderen, 



Nr. 14: Darlehns- Quittung aus Hermupolis. 



49 



von ihrem gewöhnlichen abweichenden, Ductus aneignen. Gegenwärtig scheint 
mir die Identität der Hand bestimmt ausgeschlossen. Die Bemerkung, daß Philo- 
sarapis selbst geschrieben habe, ist also nur in dem a. a. 0. 174 bezeichneten Sinn 
zu verstehen. 

tfr. 14. 

DA RLEHNS-QUITTUNGr. 

Inv. Nr. 31. 

Papyrus H. 27 Br. 15 cm. Hermupolis. A° p. C. 391. 

Cursive. 

Veröffentlicht von Mitteis, Arch. f. Pap.-Porsch. 2, 264 fg. (Erster Druck Nr. 15.) 

Der Papyrus enthält die Quittung über einen, jedenfalls auf Grund eines 
Darlehns geschuldeten Betrag von achthundertfünfzig Silbertalenten, wegen dessen 
bereits Klage erhoben war. 

'Tnuxsiag OXavimv Taxi[av\ov xov Xa^iTtQoxdxov k%o(v). 

XOV 18Q0V rtQaiX(QQl[o\v %ttl 2v{l[ld%0V XOV Xtt[l7tQ0XdX0V 

ScTtb 87cd\ß\icov Tlavvi 8. 

JvQrj?>((,og) c EQii[eL~\ccg ZliXßavov e^rjg v\ßoy']Qd(pcQv a\7t]b 
r Eo{iov TtoXsag [x]7j[g] Xa^iTtQoxdxrjg AvorjXLGj 
Ilovcovi 8QL07tcb[X]ri %odosiv. '0{ioXoy(b 7t8itXr\- 

q&ö&ccl Ttaod tf[ot/] cjv {ioi %g[8]co6x8lg &qyvq\1~\ov (xaXdvxav) ay, 

7t£Qi cov eviz\y\y[_o\v KCCtd 6ov xfj 8\ov6ia TOV 

kvqlov [iov xo[v X]cc[i7CQoxdxov riys^iovog QXavCov 

'A6%Xr}7tid[dov *H6v\%iov %ai ovSsva Xoyov s%(d 

TtQog 6s 7t£o[l xo]vxov %al Ttobg döcpdXeidv 

6ov e^\bS\^[& 6oc] xrj[v]Ö8 t\rj\v didXv6\iv\ %vo(av 

o[v6~]av \u\ai ßs[ß']aiav %cc[l] s[7t]s{_Q((Drrid , elg)] (b[{io~]Xqy(r]6cc). 

(2. Hand.) AvQ\jqXiog *EQ~\ii[s\iag ZliXßavov 6 7tQoxsL{isv[og] 

£&\ß\{iriv rrjv X8idXy66iv nccl ovdeva Xoyov 

e%G) TtQog 68 nsQL xovxov hg TtQOXSLXCCL. 

lin. 6 fQL07tm[X]rj W. lin. 10 ['Hav]%iov ergänzt nach Nr. 38 Col. I lin. 12, Col. II 

lin. 3; in der früheren Publikation ergänzte ich [Evtv]%i'ov auf. Grund einer vermeintlichen 
Lesung in Nr. 66, wo mir [E]tev%lov erhalten zu sein schien. Mittlerweile habe ich mich 
überzeugt, daß auch dort *H6v%lov zu lesen ist. lin. 12 xr t \y\8s t[t}]v statt [rajvr^v] 

(Arch. a. a. 0.) W. lin. 15 xudlvG6iv 1. Sidlvöiv (so — didlvöiv — Arch. a. a. 0.); rsi- W. 

lin. 16 es korr. aus 6ui. 

Leipziger Papyri. I. 7 



50 



Nr. 15: Kaufpreis-Quittung aus Hermupolis. 



lin. 3 Über aitb B7taQ%cov (= gewesener Eparch) vgl. Mommsen Eph. epigr. 
5, 129 und Zeitschr. f. neutestainentliche Wissenschaft 1902 p. 198. 

lin. 10 Fl. Asclepiades Hesychios erscheint als Statthalter der Thebais in den 
(unten unter Nr. 38 u. Nr. 66 mitzuteilenden) P. Lips. Inv. Nr. 65 und 49 im Jahr 390. 

ffr. 15. 

KAUFPREIS-QUITTUNG. 

Inv. Nr. 432. 

Papyrus H. 12 Br. 12 cm. Hermupolis. 2./3. Jhd. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Die Altersbestimmung beruht auf dem Schriftcharakter. 

Der juristische Inhalt dieser Quittung ist bei ihrer unklaren Stilisierung nicht 
sicher festzustellen. Es sind der zahlende Hermammon und zwei Personen namens 
Xivv%ig beteiligt: AyQi]hog(^) Xivv%ig, der Aussteller der Urkunde (lin. 1), und Xtvv%ig 
IIodendv&Log (lin. 7, 11). Ersterer bekennt für einen „dem Xivv%ig IIods{idv&[,og 
verkauften" Gegenstand von Hermammon achtundzwanzig Silberdrachmen erhalten 
zu haben, abgesehen von den 8 Drachmen ; die Xivv%ig TlodsyL&v&iog selbst be- 
kommen hat. Das kann in zweifacher Weise aufgefaßt werden. Entweder hat 
Aurelios Chinychis den ursprünglich ihm gehörigen Gegenstand an Chinychis, den 
Sohn des Podemanthis ; um 28 Drachmen verkauft und dieser ihn wieder an Herm- 
ammon um 36 Drachmen weiterverkauft, wobei die Bezahlung so reguliert wurde, 
daß Hermammon an Chinychis Podemanthios nur die 8 Drachmen bar bezahlte, 
die dieser beim Weiterverkauf profitiert hatte, für die weiteren 28 Drachmen aber 
die Bezahlung an Aurelios Chinychis angewiesen wurde, welcher dann beim ersten 
Verkauf das Geld noch nicht erhalten haben würde. Eine andere Auffassung kann 
dahin gehen, das %i%Qa%ct Xivv%l Ilods{iäv&iog als stellvertretenden Verkauf anzu- 
sehen; d. h. Aurelios Chinychis hätte für den Chinychis Podemanthios ein diesem 
letzteren gehöriges Objekt verkauft, wobei der Kaufpreis teils direkt an letzteren, 
teils an den Vertreter bezahlt wurde. Doch ist letzteres das weniger Wahrschein- 
liche, weil ein stellvertretender Verkauf doch eher mit den Worten vjcsq (oder 
övö{iccTog) Xcvv%Log ausgedrückt worden wäre. 

Seltsam ist auch die Bezeichnung des Kaufobjektes : <x7teG%ov . . . xi^g 
aQOVQTjg fftiLöovg, äcp cbv 7K87tQcc%cc . . . yevrjiiaTog rov eveöt^corog) hovg. Das 
kann m. E. nur heißen, daß die Ernte (ysvrjiicc) des laufenden Jahres von einer 
halben Arure oder ein Teil derselben verkauft worden ist. Die richtige Ver- 
bindung wäre also: uit£<5%ov r^arjg cbv itBTtQcma . . . ysvYi{ia%og äoovQrjg f}[ii6ovg 
rov ivsör(corog) srovg. Außerdem ist fraglich, ob man nicht statt cbv zu verbessern 



Nr. 1(5: Mietsan gebot aus Tebtynis. 



51 



hätte ov; ersteres kann jedoch richtig sein, wenn näinlich nicht die ganze Ernte ; 
sondern nur ein Teil davon verkauft worden war. 

n(cc(pä) AvQrjhog(?) Xivvyiog *EQ[i07toX(e)lt(o)v 
avayQaicpoiiivov) m äiicp68{ov) 7c6k(e(ng) Xiß(bg) cog (srcbv) [i& 
ofitfij) da%tvk((p) [iiTcfecai) &Qi6r{eQccg) %£i>gb[g] z Eq{iu{i- 
[icdvl *Eq{icciov aitb xr\g avxi\g 
7i6X(eG)g) yaiQEiv. 'Ait&Gypv TCaqa 6ov 
TL[iyjg (XQOVQrjg rj^iiöovg &(p cjv 
TtSTtQCiKcc Xivv%t nods{iav&iog 
ysvrßiatog zov ivstix^cbtog) etovg 

SV T<fi IIsqI n(6hv) aVCD 7t SQL ®OT£G)g, 

[i£&' ag &7tB6%£v TtUQcc <3ov diä %siQog 

6 avxbg Xivv%ig aQyvQtov dQcc%([iäg) 

6%rd), %al vvv rag koiitäg rfjg riiiY\g 

&Qy(yQiov) (ßQtt%{iäs) bl%0(jl 6%th^ xcby öyjiioölcüv 

Hier bricht der Papyrus ab. 

lin. 3 Pap. ov dccnvv fu. lin. 9 Pap. tcsqT = IIsqI TIoliv. 

lin. 6 Über äy cjv vgl. die Einleitung. 



Nr. 16. 

MIETUNG EINES HAUSES. 

Inv. Nr. 76. 

Papyrus H. 20 Br. 10% cm. Tebtynis. A° p. C. 138. 

Cursive. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 28.) 

Die Schrift ist auf der rechten Seite und auch sonst mehrfach zerstört; doch 
läßt sich noch erkennen ; daß die Schriftzüge gegen Ende der Zeilen kleiner 
werden , so daß hier für Ergänzungen mehr Raum ist, als es zunächst den 
Anschein hat. 

Die Urkunde enthält ein Mietsangebot über ein Haus und erinnert in 
Einzelheiten an die bereits bekannten Urkunden dieser Gattung (z. B. BGU. 253, 
393, 407, 606, 940; P. Amh. 2, 93; P. Flor. 13, 15), insbesondere in der Zusage, 
die Türen und Schlüssel zurückstellen zu wollen (dazu auch P. Oxy. 4, 729 lin. 23) ; 

7* 



52 



Nr. 16: Mietsangebot aus Tebtynis. 



vgl. Wessely, Denkschr. der Wiener Akad. 47 IV p. 3. Das Ganze ist von einer 
Hand geschrieben also Kopie. 

TaaQ^\j,v\6si [ ~\og 

ädelcp fj [...]..[ .] . 

TtccQcc "Hocovo^g ...].[.. .}a[ J . . rov 

MaQodovg aitb %(h^rjg T^eßtvv^s^cog. Bov\Xo- 

liai futfOx&ftfatfjOm [tcoIqcc <j[ov 6i]g s[trf\ 

tsGöaqa d%b • [••]••••[ J 

rov 'Eitelcp {iriv\o]g rov i[v£6rcbrog\ 

dsvtBQOv %[al el%\o<5rov hov\g *Ado\ia(yov) 

\Ka\i<3a\j)o\g rov K\vqIov\ rb v7ttto[%ov 6\ol 

\j'l\^i\p\v \{if\oog [oi]%iag xai avX\r\g\ %al 

[ajid'QLOv ev rfj [7tQo]xi[ievri Ka[[irf] 

[T]sßrvvi 7tQo[y{£Qov) r\ov Qi.. va[. . .] 

[e\voi%lov rov 7t\a\vrbg [.] . . [. .]ot> 

tii6&ov{isvov y]iiC6\ov]g {.i\_£QOv]g 

aoyvoiov ÖQa%iiäg (sie) £l'[%o(?t] a6\7CBQ\ a%o- 

d(böG) 6oi %cc&' > [S'Jrog ey . . .[ 

%al {i£tä rov %qovov 7Ca\ß\a8[(böG) 6o\i 

övv ralg scpaiötwtfaig &\yQcug\ x[ccl] 

%lei6i %al a%b %<x6r[g äxad'aQdCccg^ eäv 

[cpcciv^rjtai {ilö&cjGccl. 

TccccQ[iLV6cg [mg (sxcbv)\ %ß oiyltf) Ql iV 3 
di(a) ..[.']. ovq>ig [w(gj] (irmv) vrj £%ad 

(^'Etovg) %ß A\y\ro%QtttoQog Kutöuoog T[Qa\iavov 

IdÖQLccvov £\ßßu6ro\v TLavvi Irj. 

lin. 21 — 22 Daß die Unterschrift ohne den üblichen Beisatz eines die Kontraktserklärung 
des Unterschreibenden wiederholenden Verbums (^£futf<§*ra^ca u. s. f.) erfolgt, (denn daß in 

lin. 21,22 hinter q[lv]l resp. e^eed noch etwas gestanden hat, ist mit Rücksicht auf den 

Baum ausgeschlossen), kommt auch sonst vor (BGU. 237 lin. 18; C.P.K, n. 31 u. 38, P. Lond. 2 
p. 186 u. 189/90). 

Mitteis-Wilcken. 

lin. 13 — 15 ivoLXtov — dQa%{iüg ü\%06i\ (statt dgai^v £'l\%o6l~\): der 
Akkusativ bei Zahlangaben, wo man nach der Konstruktion den Genetiv erwarten 
sollte, kommt öfter vor; so Nr. 22 lin. 17 — .19 y>ÖQOv — aqtaßag öxtcb] Nr. 21 
lin. 16 — 18 cpÖQov — a%vgov öaQydviov SV; Nr. 29 lin. 14 — 15 röbv ocpetloiisvcov 
— rdlavra dadsKcc (richtiger die dazugehörige Dublette); Nr. 12 lin. 14 — 16 u. a. 



Nr. 17: Mietsvertrag aus Hermupolis. 



53 



Nr. 17. 

MIETUNG EINES ZIMMERS. 

Inv. Nr. 440. 

Papyrus H. 38% Br. 14 cm. Hermupolis. 

Oursive. Unveröffentlicht. 

Aurelios Phibaleon mietet von Flavios Isidoros ein Gelaß in dessen Haus auf 
zwei Jahre um den jährlichen Zins von 2500 Talenten. Fl. Isidoros aus Her- 
mupolis (Nr. 33 Col. II lin. 3) ist eine in den Papyri der Leipziger Sammlung 
aus dem Ende des vierten Jhdts. sehr häufig genannte Person; offenbar sehr 
begütert y erscheint er auch als Verpächter von Grundstücken in Nr. 20 — 23. 
Er wird in den älteren Stücken als 6<p(cpixidXiog) rd&cog rjys{ioviag ©rjßaiSog be- 
zeichnet; später heißt er ß^vsJcp^LXLccyiog) (Nr. 20 und 21) oder cbtö ß(eve)q)(t,xici()i(Dv) 
(Nr. 22). Doch ist hierbei mitunter die Datierung (Nr. 23) oder die Lesung des 
Titels (Nr. 17; 33 II lin. 3) zweifelhaft. Von seiner amtlichen Tätigkeit zeugen die 
zahlreichen Gestellungsbürgschaften ; welche er entgegennimmt (s. u)., sowie der 
ihm erteilte Auftrag zur Untersuchung über Unterschlagungen anderer Beamter 
Nr. 64. Einmal allerdings wird laut Nr. 34 und 35 (s. unten) er selbst wegen 
Unterschlagung von Amtsgeldern in Anspruch genommen; doch scheint die An- 
gelegenheit schließlich für ihn günstig ausgegangen zu sein, da er noch später im 
Amt ist. In Nr. 33 ist er in einen Erbschaftsstreit verwickelt; bei dieser Ge- 
legenheit erfahren wir auch Näheres über seine Verwandtschaftsverhältnisse. — 
Die Klauseln dieses Mietvertrages sind die gewöhnlichen; vgl. oben zu Nr. 16. 

*T7ta\y\elag rov dsöicorov r^icbv Tgax tavov 

ro\v ccl](dvCov Avy\o\v6rov t[6] 81 %[al] &X(ccvCov) MsQoßavSov 

rov Xa^it^ordrov. 
QX[uv£]<p 'Iölöcjqg) otpiyixiaXCm) <(sive ß(£ve)cp(LXLCCQÜo)y rd^ecog 
riysyLoviag 

©rißaiSog 

7tctQ& IA]vq(t}X(ov) &ißcd£G)[v]og NeCXov ^rj(rQog) 'EQiiiövr]g 

dich *Eqilov jcöXecog rfj[g] Xa^iTtQordrrjg 

dvuyQU(po{ievov h% ducpodov TtoXsag 

dTCrjXicorov. BovXo{iai ixovöicjg xal av&ai- 

QStag [iiö&(D6cc6&(u Ttccyd 6ov 87tl Sierrj 

%\_q]6vov X[o~\yi£,\6~\ii£vov aitb rov e%rjg {irjvbg 



A° p. C. 377. 



54 



Nr. 17 : Miets vertrag aus Hermupolis. 



Q[ccG)(p]i xr\g ev£\p]x(böiqg £%\xrig\ Ivdi- 
xxiovog arto xr\g V7taQ%ov6rjg <5\o\i [o^XoxXrj- 
qov oixbccg diGxeyov xal xaxccysCov ev 
15 vT] ävcj öxsyrj xo[tc]ov eva sv xfj 

a[v^rf] 'Eq[jpl]ov TtoXst btc\1 xo~]v ccvxov a^icpödov 
7t6l[£\cog &7CrjX(fDT[o]v Ttgbg ol%7]6lv xal %Qr\6iv, 
evoixiov %a% sxog xovxov xov xöitov [lövov aoyv- 

QiOV taXdvtCOV dl<J%lX£LG)V 7t£VXUXOÖLG)V 

20 07t€Q ivolxiov a7todd)6(D 6oi xax' sxog 

TtQog Xrfei[y\ xov i[v^i[a]vöL{o]v %qovov xal etcl 

x£Xb\C\ xov [xrjjg {iiö&tioöECjg %qovov TtccQaöwöG) 

\p\oi \xov§e\ xov xotcov 6vv xfj e(pa\_i]öxd)öri 

I&vqu xal xrjv xXetjda <bg TtaQsCXiqcpa btc 9 ovdsvl 
25 [ ] ydq xr\g XQyjöecog. C H [jiiTJtf- 

[ftcDöLg %vq]lcc xal S7tSQ((0Trjd'slg) <biioX6y(rj<3a). ®cb& Ty. 

(2. Hand.) [AvQijXiog <£>]ißaXe(Dv NelXov 6 7tQo%(el{i8vog) 

[ie[[ii<3^&G)[iai <bg Ttgoxsizat. <&X(dviog) *Eo[ia- 

7t[6XX](pv 'AitoXivaoiov äito 6y((pixiaXl(Dv) £7tiXQ07t(r\g) 
30 ^[^(pO^lg aygaifja vrtho avxov TCagov- 

xog yq(k\L\iax\tt {irj s]ld6xog. 

(3. Hand.) /Ii [e^ijov &iloGaQU7tidog eyQa(cpri). 

lin. 15 Hinter £W freier Rauin. lin. 29 1. 'ATtolUvccQiov. 

lin. 24 Gewöhnlich heißt es övv xf] &voa xal xXstdl (auch im Plural); da 
aber der Text ein unzweifelhaftes a zeigt , habe ich xi\v xXst]da ergänzen zu 
müssen geglaubt. 

lin. 25 Zu Eingang erwartet man ein Part. Perf. Pass. in der Bedeutung von 
„beschädigt". In dem darauffolgenden ..vdrj kann der Dativ eines Substantivs 
stecken, wovon xrjg %Qij0£Gjg abhängt; örtgydfj kann ich nicht lesen. Ebenso wenig 
scheint mir statt ydq möglich y öcä zu erkennen ; was freilich einen guten Sinn 
geben würde. 

lin. 29 $lävLog *Egiia7t6XXG)v als Unterzeichner in fremdem Namen kehrt in 
Nr. 23 wieder. "EitixQoitri fasse ich dabei als das Amt irgend eines eitlxQOTCog 
(procurator) auf; vgl. auch 8ixaioöo6ia (für das Amt des Dikaiodotes), P. Lond. 2 
n. 251 (p. 317) lin. 7 ; sodann unten Nr. 31 lin. 9/10: JvorjXiov TlxoXeiiaiov 
v7triQ8Xov xffg BTtiXQOTtfjg und, woran Rabel mich erinnert, BGrU. 1047 Col. III lin. 11: 
Kiöxov y£vo[isvov ßorj&ov xr\g ijaxQOTtvjg. 



Nr. 18: TeilpacMvertrag. 



55 



Fr. 18. 

TEILPACHT IN DER FOEM EINER GESELLSCHAFT. 
Inv. Nr. 359. 

Papyrus fl. 20% Br. 13y 2 cm. Hermupolis. 

Cursiye. Unveröffentlicht. 

Dieser Vertrag bildet eine sehr eigentümliche Form der Teilpachtung , deren 
Verständnis nicht ganz leicht ist. Aurelios Ausonios ist der Grundherr und geht 
mit Aurelios Paesis und Aurelios Olympios, welche wohl Bauern sind, eine Gesell- 
schaft ein, wonach alle drei xoivwg e<~ l<5ov xarä rb xqixov %ara rb rj{iL6v zwölf 
und ein Viertel dem Ausonios gehörige und außerdem drei Aruren eines nicht 
näher bezeichneten Paulos bebauen wollen. Sieht man zunächst von diesen 
letzteren ab, so kann die Verabredung m. E. nur bedeuten, daß eigentlich in der 
Form einer xolvcovi'cc Paesis und Olympios von Ausonios auf Halbpart pachten; 
denn daß er selbst sich zur Bewirtschaftung seiner eigenen Aruren verpflichtet, 
ist an sich gegenstandslos und unverbindlich und hat nur den Sinn, daß die 
Pachtquote der beiden Bauern von % auf Y 3 der Pachtung herabgesetzt wird. 
M. a. W. die Bauern pachten jeder % der Gründe auf Halbpart mit dem Grund- 
herrn, das dritte Drittel übernimmt er selbst. Der Erfolg ist, daß die Bauern 
mit ihm zusammen arbeiten und je % des Ertrags behalten, ein anderes Sechstel 
dem Grundherrn abliefern. Wie dabei die gleichmäßige Verteilung der Arbeits- 
last kontrolliert wurde, ist nicht ersichtlich. — Die drei Aruren des Paulos 
hatte Ausonios wohl im Nutzbesitz, sei es als Nießbraucher oder Pächter oder 
antichretischer Pfandgläubiger; anders ist es nicht zu verstehen, daß er den Vertrag 
auch über diese schließt. Nebstbei soll, ähnlich wie in Nr. 22, noch ein cpogog 
(otTCOTccTCTog) gezahlt werden, wieder xoivag h% IWu; wer ihn bekommt, ist nicht 
gesagt, offenbar ist es wieder Ausonios. Also zahlen die Bauern auch von diesem 
ein Drittel, wodurch sich ihr Sechstel vom Ertrag noch verringert. Daß Ausonios 
davon auch 1 / 3 zahlen soll, ist natürlich nur Redensart. 

Sehr schwierig ist es, das Datum der Urkunde zu bestimmen. Sicher ist 
nur, daß in lin. 25 ein Maximian (oder Maximinus?) genannt ist, woraus die oben 
gegebene ungefähre Zeitbestimmung folgt. Welcher es ist und wie das Konsulat 
lautet, kann ich nicht ermitteln. Wenn in lin. 25 ]rov zu dexajrov und in lin. 26 
]iiov zu eßdofiov ergänzt werden dürfte, wäre das Konsulat des Jahres 308 
(Impp. M. Aurelius Valerius Maximianus Aug. X Galerius Valerius Maximianus 
Aug. VII) gegeben. Hinzuzufügen ist, daß in lin. 24 die an sich naheliegende 
Ergänzung Ä\vto[xQar6QC3v nicht mit den vorhandenen Resten und Raumverhält- 
nissen übereinstimmt; eher wäre zum Schluß Z6ßcc\öva)v möglich, obwohl das 6 
nicht unbedenklich ist. 



Ende des 3. oder Auf. des 
4. Jhd. p. C. 



56 



Nr. 18 : Teilpachtvertrag. 



(l. Hand.) AvytfXioi nafjö[i]g xal 'OXvliTtLog HiXßavov xal 

(2. Hand.) Avöoviog [6] xal KXsdv&qg ßovXsvxrjg vtcsq xb(v) 

&qi&hov [i]sQOVi%rjg xal cog ^Qrj^axt^si) dXXtjXotg 

Xcclqslv. e O[ioXoyov{i£v £xov<5icog xal av- 

ftaiQBXcog övyyscoQytföSLv äXXrjXoig xoi- 

vcjg xarä xb xqlxov tag v7taQ%ov6ag s[iol 

xcbi Avöovlg) tceqI ®Qayri xal Bovvcbv KXeg- 

%dxqag &qovq(ccs) öcodsxa xixaQXov xal Tlav- 

Xov xov llXoxd[iov <xQ0VQ(ag) XQ£ig +xäg itdöag 

xarä xb 7]^itöv stc 9 sxtj dvo (pÖQOv xav dco- 

dsxa xijg {ihv ev TtvQw Sxdöxrjg aQOVQ^g) aQtdß[a\g 

xrjg öh ev %OQxd<5iia<ji xal dXXoig ixdötrj[g] 
aQovgrjg ÖQa%[iag %£iXiag diaxoGtag, xcov 
dh ccqovq((X)v) r\j)]i[ß)v xr\g~\ ey 7tvg(<p) <XQxdß(ag) nsvxe xal 
ag^vQ^Cov) dQa%[{iäg ... %\siXCag, xbv Ö£ Gvvayo- 
jisv(ov) cpoQov [avayxai\cog yb£XQi](5o{i£v xal &- 
7t[o]xax[aöT7i6o{iev t]g5 Uavvi xal 'Ejtslcp {irjöl 
ecp' aXdi[vcov xr\g {iißxQortöXscdg [i[8t]Q(p AdfjvaCa) 
[avaytvcnöxovxeg xoivcb\g e| i'öov x[d xe a]vaX(b[iaxa 
[xal drj^iööLa 7tdvx~\a, 6/iotco[g <3]£ aTtoXrjiujjö- 
[pevoi i% l<5ov xarä xb x]qlxov xovg xe xaQTtovg itdv- 
[xag xaxä xb tfuiöv.] *H lu6&oti[o]X[o]y[£]a xvgCa xal 
\ß7t£QG)xri%'(Evx£g) cöiioXoy(r\<5ayL£v)^\ ^Titaxsiag xobv dsGTtoxcbv 

[rj{i(bv ~\vxo . . [ ] . xov 

[ .]xov xa[l . . M]a$iiiia[yo\v 

[ Jftoi/ . [ | vaiovx . [,]y 

[ (3. Hand.) AvgrjXiog Av6o\viog 6 [xal KXedv\&Yig . . s 

[6v{icpG3V£l ^ioi xal sväoxcb] jtäöi [ ] . a% 

[••••; ]••[ ]•[••• 

Hier bricht der Papyrus ab. 

Auf dem Verso: M(,6&(o{ioXoyia) &qovq(<dv) XQog Tla^Giv. 

lin. 2 Pap. xö. lin. 18 älco[ycov (cf. Nr. 19 zu lin. 24; nicht &Xa[v) Raumerfordernis. 

lin. 3 Zu IsQovixrjg (vgl. auch. Nr. 6 lin. 2) s. Grenfell-Hunt zu P. Oxy. 
Nr. 516 lin. 2 und unten S. 151 Anm. 2. 

lin. 15 Die Raum Verhältnisse zwingen nicht unbedingt zu der Annahme, daß 
vor %BiXtag etwa dig gestanden hat. 



Nr. 19: Pachtvertrag aus Hermupolis. 



57 



Nr. 19. 

PACHTUNG VON FELDERN. 

Inv. Nr. 283. 

Papyrus H. 24% Br. 12 cm. Hermupolis. A° p. C. 319 oder 320. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Pachtung von Weizenfeldern im Umfang von fünf Aruren auf ein Jahr durch 
vier Personen als äXXr\Xcov syyvoi um den jährlichen Pachtzins von vier Artaben 
für jede Arure (ebensoviel wie in Nr. 20, 21), welche sich bei der Landmessung als 
vorhanden und in dem betreffenden Jahr ertragsfähig herausstellen wird. Erstere 
Bedingung der Zahlungspflicht findet sich auch sonst; in P. Oxy. 3, 499 lin. 17 sq. 
heißt es umgekehrt , daß gezahlt werden soll ^rjde^itäg yeco^isxQiag ysvo^svrjg. Auf 
die Frage der Ertragsfähigkeit dagegen bezieht sich z. B. C. P. R. 1, 39 lin. 22 sq.: 
eav Ö8j o [iq ysvoito, aßQO%og yevrjtcu aitb to\y~\ i^rjg srov[g\ STtavayxsg eTtavrXrjöco. 
Denselben Sinn hat auch die Klausel avvitoXoyov icavxbg vnoloyov , die mit 
äxCvdvvov itavxbg xivdvvov oft verbunden ist. 

Zu beachten ist die hier stattfindende Stellvertretung; von den vier Pächtern 
sind nur zwei anwesend und schließen den Kontrakt auch für die Abwesenden. 
Ob dieses als direkte Stellvertretung wirkte, kann hier nicht untersucht werden; 
ich habe auf das Vorkommen derselben im römischen Ius extraordinarium schon 
Ztsch. d. Sav. St. 19, 200 aufmerksam gemacht; Beispiele aus den Papyri, die 
freilich über die juristische Natur der Vertretung keinen Aufschluß geben, s. bei 
Wenger, Pap.-Forsch. u. Rechtswissensch. (Graz 1903) S. 26 fg. 

Das Regierungsdatum ist stark beschädigt; die vorhandenen Reste verlangen 
die Gresamtregierung eines Augustus und eines Cäsar, dessen Name auf .vog 
endigt, außerdem, da für die neunte Indiktion verpachtet wird, ein Jahr, das ent- 
weder die Indiktionsziffer neun oder acht trägt, je nachdem man nämlich an- 
nimmt, daß die im Phaophi erfolgende Verpachtung noch für das laufende Jahr 
gelten soll, also selbst der 9. Indiktion angehört, oder noch in der 8. erfolgt ist, 
also für ein Jahr im vorhinein. Beide Annahmen sind sachlich möglich und 
geben passende Konsulate; die zweite das des Jahres 319 \ß)k(aviov) OiaXsQlov 
KmvöxavxCvov Ze\j5a(5rov tb [V/ xal Ovals qCov^ \ \_Aixivvi\avov (so heißt es statt 
Aixivvlov auch in BGU. 349, 409) x[o]v 'E%iyavt<5xax\ov Kaitiagog], die erste 
das des Jahres 320 \ß>l(aviov) OvaXsQiov KcovöxavxCvov 2Js]ßaöxov xb \gM %al 
0l(avLov) KXavävov] \ [Kcovöravx]fvov t[o]# 'E7tMpavs<5xax[pv KatGaQog]. Danach 
sind die, soviel ich sehe, allein möglichen Ergänzungen gegeben. 

Y Tnaxelag xcbv dsöTtoxwv yjiicbv &l(avCov) Ovale q£ov~\ 

[Kavöxavxivov ZJe\§a<5xov rb [.^ xal ] 

[ ^L ]^ 'E7ti<pav86xdx[ov Kaidagog.^ 

Leipziger Papyri. I. 8 



58 



Nr. 19: Pachtvertrag aus Hermupolis. 



[AvqtjXIg) *E\Q\ida xc5 %al UiXovccvcp 'OXy 
[ ßovX(8vxfj) *E]q{i(o)v TtöX^scjg) 

[itccQa Avq^XCcdv)] AXr\xog r QQC(Dvog tirjT(Qog) y lGid(bQa[g] 

\%al nivo\vticovog Ilievtog ^irjx^bg) Zlocpiag 

[xccl . . . .]o£ 'A[i{ia)v[Co]v [irjx^Qbg) Tav[.^Qiog 

\xul nja^cbviog üisvxog di rfticbv xcbv 

\7tu\Q6vrwv \4Xr\xog xccl Tlivovxlcßvog xcbv 

itdvzwv \cc\jtb *Eqhov 7t6X(ecQg) xrjg Xa^iJtQOxdxrjg. 

BovXötied-cc ixovöCag xccl av&aiQixwg ili<5&&- 

GCiG&CU TtUQtt ÖOV TtQOg \LOVY\V &~ LvdiXXlCJVCC 

tag v7tUQ%\o]v6ag 601 ttSQi ®vviv ix x(ov) 'AöxXrj- 

jtiddov kXy(q(ov) ägovQccg itsvve slg Gtioqccv 

rtVQOV) cpÖQOV Sxdöxrjg [ccjQOVQrjg xf\g iv 

öJtÖQG) ix xecoiiaxQiag (pavrjöo^isvYjg 

tcvqov aQxaß(cbv) X8ööaQG)v^ xbv de övvayö- 

[18VOV (fOQOV \Si\7tod(h60{l£V XCCL {ISZQT]- 

<5o\i8v 8% aX^XyriXsyyvrig rj e% ov eccv algf] rjuav 
elg exxrjöiv xcbv av\x\wy a\_Qxaß(pv) x\86ö\ccqcov\ 

tcvqov veov %ä&aQb\v aöoXo]y [ ]a 

x8xo<5xiv8V{i8vov 'A&rjvabG)] 

hcp aXüv\p\v [ii]XQ07t6X£(Dg [xwv 8rf]figö(cj[v] 

jtdvxcov xal 87ti{i£QL<5[i(bv TCavxolcov 

xal 8JttßoXa)v xal dvvcovcov ovxcov itgog öe 

xbv ysov%ov. C H {iböd-^coG ig) xvQia xal 87t8Q(coxri&8vx8g) oo^oX[o~] / y(ri<3a[i8v). 
^Titaxlag xfjg 7tQox(8L^£VYjg) <&ae3(pi xrj . 

(2. Hand.) AvQ^Xiog) ( E[Q[i\eiag [6] xal UiXßavbg iie^iö^coxa) oog tcqoxslxcu. 

lin. 9 In II~\cciiwviog für ein doppeltes a oder kein Raum. lin. 14 Pap. s% = i% rov. 
lin. 17 1. ysco^atqiag. ' lin. 18 In ccQtaßißiv) das % anscheinend korrigiert. lin. 21 1. I%xi6iv. 

lin. 5 Die Ergänzung ßovX(evxf]) hat keinen andern Anhalt als den, daß die 
Verbindung ßovXevxrjg TtöXecog besonders häufig ist ; und namentlich als Ver- 
pächter meist Ratsherrn auftreten. 

lin. 23 'A&r]vaC<p erg. nach Nr. 20 lin. 15; reiches Material darüber bei Vitelli 
Rendic. d. Line. 13, 133; Otto, Priester u. Tempel 1, 280, 417. 

lin. 24 Über Ablieferung des Korns auf der öffentlichen Tenne vgl. Rostowzew 
Arch. 3, 204, wo allerdings öffentliche Abgaben in Frage stehen. Über die Formen 
von aXcog oder aXcov vgl. Crönert mem. graec. Hercul. p. IX; vgl. auch Vitelli zu 
P. Flor. 1, 19 lin. 10 (p. 42); der Gen. plur. Ucbvmv auch in Nr. 20 und BGU. 759 
lin. 11. 



Nr. 20: Pachtvertrag aus Hemmpolis. 



59 



lin. 29 Die Urkunde ist nur vom Verpächter unterschrieben, während wir 
umgekehrt viele Pachtverträge finden , die nur der Pächter unterschreibt, so z. B. 
unten Nr. 18 — 22. Wahrscheinlich bekam jede Partei ein von der andern unter- 
schriebenes Exemplar. Daß die Exemplare der Verpächter im Ganzen häufiger 
sind, erklärt sich leicht aus der bei ihnen jedenfalls besseren Aufbewahrung. 

Nr. 20. 

PACHTUNG EINES FELDES. 

Inv. Nr. 551. 

Papyrus H. 23 Br. 13 cm. Hermupolis. A° p. C. 381. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Dieser Papyrus, sowie die nachfolgenden, Nr. 21—23, bezieht sich auf die Be- 
sitzungen des Offizials der xd^ig rjys^iovCag Qrjßaidog^ Flavios Isidoros (vgl. Einl. 
zu Nr. 17), hier als ßsvscpixLdoiog bezeichnet; er verpachtet hier an Aurelios 
Pachymis aus dem Dorf Monyris ein Weizenfeld von einer Arure auf zwei Jahre 
um den Naturalpreis von vier Artaben Weizen jährlich. 

f T[3r]a[r]£[ttfg] &Xccvlg)v Ev%aiolov 
[xal 2jvwyQ(~\o[y xwi]v XaiiTtQOxdxcov 

.[.].[...].[..]. %ov. 
&kaovL<p \_'l6~\id<bQ(p ß(svs)q)(LKiccQl<p) xd^SGog rjys^o- 

vlag ®rjßcddog 
rtccQa Avqr\Xlov IIa%v{iLog TlavXov oluovvxog 
sv K(b{iri Movvql. Bovloyiai sxovötmg %al 
av&cuQSxag [iiö&cbGctöd'ai Ttccod Gov sitl 

dtSXTj XQÖVOV <X7tO KUOTtcbv Xtfjg SVXV%OVg 

&/I lvdi%{xtovog) xr\v vitdqyjovGdv öol aoovQUv {llccv 
\ß\% Xißbg xov yscogyi'ov { aov cpooov dito- 
[xdxjxov Kar' sxog ölxov aoxdßag xsööaoag 
[ad^itSQ (5oi aTtodcjöco x<p 'Eiticp [irjvl s%döxov 
\ßt\ovg avv7tSQd-ex\(og~\ sv ölxcj vsg) %a%a- 

KSXO<3%lV£V[ieV<p {ISXQG) 'J&rjVCCLG) 

[ß]^ aXcnvcov xr\g avt^g Kcbiirjg Movvqs- 
[g}]-3 ? xcjv dr][ioöL(X)v TtavxoCcov xs- 
\Xe\6iidxG)v 'ovxwv Ttobg <5s xbv ysovypv. 

iii6$(DGig kvqiu xal S7tso((Dxri&slg) cöyLoloyiriGa). 
[*Tjt]ax stccg xr\g 7tQO%L{isvy]g i&aQiiov&L g. 



60 



Nr. 21: Pachtvertrag aus Hermupolis. 



(2. Hand.) [AvjQrjliog IIa%[y]{ii{o}g Tlavkov 

[a)]g TtQÖxeirccL. [A'jv^rjfoog) c EQ[ifjg 2J\_a]fißä 
\ßy()ccili\a viteg ccvxov yQa^ara 
25 eld6t]og. 

Auf dem Verso: (2. Hand.) [MCö&caöig n^\a%v[iLog Ila\yXov\. 

lin. 1 &l<xvia)v in allerdings sehr schwachen Spuren durchaus erhalten. — 1. Ev%sqLov, 
rechts über dem Schluß -v eine jedenfalls bedeutungslose Tintenspur. lin. 10 Durch das 
erste i von ivdin gehen zwei schräge Striche, wahrscheinlich zum Abschluß der vorstehenden 
Zahlangabe (&//) gehörig. . lin. 20 Über dem Tagesdatum fehlt der Querstrich. lin. 21 
Iltt%viiLog wohl verschrieben für Ua%vybi$', vgl. Yerso, wo der Genetiv Uci%v[Liog zu lauten 
scheint. Allerdings findet sich bei Wilcken Ostr. 1, 184 lin. 3 auch der Name TLa%6^i.og Tlaio^iov. 

lin. 3 Die Ergänzung weiß ich nicht zu geben; korrekterweise kann keine bloße 
Apposition dagestanden haben, weil eine solche im Plural stehen müßte. In Inv. 
Nr. 28 ist jedoch dasselbe Konsulat so angegeben: Ev%sqlov tov Xa\i7tQoxaxov %al 
ZJvayoLov tov XaiiTtQoxdxov £tc&q[%\ov. Es wäre an sich möglich, daß Ahnliches 
auch dem Verfasser dieser Urkunde vorschwebte, wobei er nur vergaß, daß er 
vorher schon rcbv Xa^iTCQoxdxcjv geschrieben hatte; aber die Schriftspuren vor ]%ov 
deuten auf mehrere Worte. 

lin. 16 Uber scp* alüvcov vgl. Anm. zu Nr. 19 lin. 24. 

Nr. 21. 

PACHTUNG VON FELDERN. 

Inv. Nr. 382. 

Papyrus H. 23% Br. 13 cm. Hermupolis. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Auch dieser Papyrus bezieht sich ; wie Nr. 20 , auf die Besitzungen des 
Flavios Isidoros aus Hermupolis. Er verpachtet (auf wie lange?) den ihm ge- 
hörigen Y 6 Anteil von vier und einer halben Arure, welche er gemeinschaftlich mit 
einem Mitteilhaber namens Konnaros ev xw sösl iteol Svvstv besaß, Das Dorf 
&vvig im Hermupolitischen Bezirk ist schon durch BGU. 759 lin. 3 bekannt und 
wohl auch im ®v.ea>g BGU. 557 I lin. 18 zu finden; in BGU. 553 II lin. 9 
&[_. .^vscog stand vielleicht ®[oC]v£(og] vgl. dazu unten Nr. 23 lin. 15. Der Pacht- 
zins beträgt vier Artaben Gerste und ein Gaoydviov Spreu. Uccoydviov ist wohl 
von Gccoydvr] abzuleiten und bedeutet dann entweder den Korb oder das Bündel. 



A° p. C. 382. 



Nr. 21: Pachtvertrag aus Hernmpolis. 



61 



c Tjtat\_6i]ag Q>l(aviG)v) 'AvtwvCov tov layLTtQO- 
xdrov xccl UvccyoCov tov Xa^itQOTdxov 

[e]7tdg%ov tov ie[(x\ov TtoaiTwotov. 
(DlavCcp \^I(5\l8g)qg) ß(eve)(p{iXiaQi(p) rd^scog rjys- 
[loviccg SrjßaCdog 

Ttaoä Avo(rjMov) A . . . &e(pv) IloXXcovog 
ccTtb *Eq{iov TtoXscog TTjg kcc{i7tQOTdvrjg. 
Bovloiiai sxovöicog xal av&cciQeTcog 

[UG&COGCCÖ&CCL TtCtQU 60V CCTtO XCCQTtGJV 

vyjg evTv%\ov\g svvdr[7f\g ivdixxi6vo[g\ 

tb vitdgypv 601 exTov [legog 

dito &qovqg)v Teöödocov fj{i(6ovg 

r[ oöai eäv cb[(?]t ev tw edei Ttegl Qv- 

veiv xarä xo\C\v(ovtav Kovvdoöv 

xolvgovov [stcl] tgjv Xowtcbv [legav 

cpöoov ä7t[o]T[a]xrov xcct exog xgi&cbv (sie) 

dgTaßcbv xstiGdocnv xal u%vgov 

Guoydviov ev oviteg cpoqov tistQrjöG) 

601 tg) 'Erticp (irjvl exdöxov exovg 

dvvTte ofreTmlg] ev oöitoeoig veotg 

%a&\aoolg xe]xoö[xiv\ev[i£yoig 

[•'•• H ]..['•'.....] 

[ :••><>[ !••[ ] 

[••• ]••?[ ]•«>[ ] 

Hier bricht der Papyrus ab. 
Verso: (2. Hand.) [M]([tf]#(a(ns) ..£ccfrs(pv) nöX[X]q)[vog] (14 Buchstaben) cp. 
lin. 16 1. KQi&fjg. lin. 18 Pap. oitSQ (= ZvitSQ). 
lin. 3 ist offenbar nachträglich, erst eingeschoben. 

lin. 6 Der Name des Pächters ist sehr merkwürdig. üoXXcovog dürfte das 
Patronymikon sein; IJöXXcdv ist bezeugt durch P. Flor. 2 Col. VII lin. 180. Dann 
müßte im Vorhergehenden die Abkürzung : A . . . &e(ov) angenommen werden. 
Hinter A ist auf dem Recto ev nicht ausgeschlossen; aber mit dem auf dem Verso 
Erhaltenen ist es nicht zu vereinigen. 

lin. 13 edei ist wohl anzusehen als absichtliche oder fehlerhafte Verkürzung 
für ed\dy)ei. Da auch in P. Flor. 20 lin. .16 zu lesen ist ev xolg dr][ioöioig eöd- 
(cpeytii, ist die Annahme, daß man hier gewohnheitsmäßig gekürzt hat, nicht 
fernliegend. Die Lesung eXei ist ausgeschlossen. 



62 



Nr. 22: Teilpachtvertrag aus Hermupölis. 



- lin. 20 Auffallend ist, daß die Gerste hier als oötzqsov bezeichnet wird, was 
sonst nur für Hülsenfrüchte üblich ist; vgl. Grenfell-Hunt zu P. Teb. 1 n. 68 
Col. III lin. 80. 

Nr. 22. 

TEILPACHTUNG VON FELDERN. 

Inv. Nr. 445. 

Papyrus H. 27 Br. 18 cm. Hermupölis. A° p. C. 388. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Von Zeile 10 an sind etwa hinter dem vierten oder fünften Buchstaben jeder 
Zeile die Horizontalfasern, auf denen die Urkunde geschrieben ist, in der 
Breite von % bis 1 cm beschädigt. Dennoch hat es an den meisten Stellen 
nicht den Anschein, als ob dadurch Schriftzüge verloren gegangen seien; 
vielmehr scheint die Beschädigung mindestens teilweise schon, bei der Nieder- 
schrift bestanden und darum der Schreiber die Stelle übersprungen zu haben. 
Wenigstens stehen stellenweise Buchstaben, die unzweifelhaft zusammen- 
gehören, weit voneinander ab, z. B. ist in lin. 15 zwischen ivco und xovtog 
Raum für drei Buchstaben, während nur ein 6 dagestanden hat; ähnliches 
Spatium auf lin. 17 zwischen yöyov und rov. Dies ist bei der Ergänzung 
der Lücken im Auge zu behalten. 

Es handelt- sich um eine Teilpacht. Fl. Bekis pachtet von Fl. Isidoros auf 
ein Jahr einen nur der Lage nach bestimmten Komplex von Aruren gegen die 
Verpflichtung, ihm die Hälfte der Früchte und der Spreu abzuliefern. Außerdem 
ist aber in lin. 17 fg. darüber hinaus noch von einer die Hälfte des Pächters 
treffenden fixen Abgabe von acht Artaben Weizen die Rede, und soll der Pächter 
von dem Brachland sechs Aruren mit Futterkräutern bestellen, vier für sich, 
zwei für den Grundherrn. Dieselbe Verbindung der Teilpachtung mit einer fixierten 
Abgabe findet sich auch in Nr. 18. Die Annahme, daß diese fixierte Abgabe nur 
bedeuten soll, daß der Pächter die staatliche Grundsteuer in einem pauschalierten 
Betrag auf seinen Teil übernimmt, halte ich für unwahrscheinlich; es wäre sonst 
drjiioöCov (pöyov gesagt worden; außerdem heißt es in lin. 25, daß die öffentlichen 
Abgaben den Verpächter treffen sollen. Als Vergünstigung hat der Pächter einen 
größeren Anteil an den Brachfrüchten ; vielleicht sind die 8 Artaben als eine Art 
Äquivalent hierfür gedacht. 

\*T7tarsCag rov d£d]it6r(ö)v tj^icov SsoSoö^ov rov al<Qv\f\ov 

\Avyov6rov tö] ß %[al Koivr\ylov rov la[i7tQordr(o)v. 

\<&Xavi(p 9 I&]t8(&\_Q]a) aitb ß(eve)cp(i,%iaQiG)v) rd^ecog fiy6(iov\t~\ag ®[f]ßciCd]og 



Nr. 22: Teilpachtvertrag aus Hernmpolis. 



63 



[tcocqu <&XavCo\v Brjxiog ^XQTjxog aitb *Eqiiov TtoXmg 

[xfjg Xa\ii7tQoxdtYig xuxa[i8vovxog ev xfj %d){ir} Ti\k,&vft£i 5 

\x\ov *EQyLoy7tole\jbX(i\v vo{iov yalq£iv. BovXo[iai e%ov<3t(Dg 

%al av&ccLQeicbg {iiGdcbGaö&ai itaqd öov itgog [i6v- 

[ov\ eviavxbv eva <(ajro> uaQTtcbv xr\g £vxv%ovg XQixrjg viag ivdi- 

uxtavog xäg v7taQ%ov6ag 6oi UQOVQag oöac eäv wöl 

iv [Ä]iß[y~\xrj [ZJ~]tG)[iEC3g 7tota(iov(y) y£G)QyCov %aXov{i£vov 10 
II%gX[. .] £vco[. .] . ta d^g^} öitoqäv %al %axd$£6iv öCxov 
Kai ay\(^%qv\iaxiKfov y£vcjv %axä xb rj[it6v^ dvxl de xcbv 
cpoQ(p[v] 7ra[o]s%G){<DG)} 6oi xr\v r^itöLav TCavxcov xcov 
8xß[r]ö]ofi8V(x)v %ccQ7t(bv xal a%v()(DVy e[iov iitiy- 

ivü\p\%ovxog xu xb ö7t8Q[iaxa xal xa Ttavxoia dvaXcj- 15 

(lata aitb %axa6itOQÜg (is%Q£cg 6vvxo[iixrjg %al avxTjg, 

cpÖQOv xov TtQog äXXqXovg 6v(i7t£cpcovr^£vov .[..]. lvdi%(xi(bvog) 

ÖQyadiov ölxov d\jf\xaß(hv oxxfo . g drj&sv (?) d . . o[i£VG)v 

d%b xjjg siirjg [tEQidog ötxov d()[x~]dßag owtcp, 

iqf- (bxe [ie £7tl X'fj (evy dvaitavöi (ibqCösl (litbQiv ev %OQxdö- £o 
(latiL . . . ß . . cp . ovg aQovgag £%£lv (?) <jol (ibv xw 
yeov%Qp uQovQag dvo, ifiol de xa> yemQycp aQOvqag xstföaQug 
7taQaö%6vxog [iov 6oi x(p yeovyco vtcsq Xöyov cpÖQOv e% xfjg 
7t[Qo]'K(£L(ievYjg) [ff\{Li6iag xovxwv ...o [iov aQovQ&v 6lxov aQxdßag 6%rc6 5 
[x^cov dr]{ioc[LG)v %a~\vx[o\iQ3v xeX\e6(idx~\(ov 6vt(o[y tfpjög ö£ . 25 
tbv yeov%ov. *H (iC<5ftcd<5ig %VQia %al iitEQ^cotrjfrdg) S(i(o)X(6yri6a). (Da&cpL d. 
\ß)Xav\iüg Br\%ig ^\tQr\\x\o\g 6 7tQo%(£iyL£vog) (is^ilö^cj^ai wg Ttgön^eLtcu). 
[...]. t[og] nX(o)vxCmy 'Aitlcovog d£>\C\cß&£ig eyQaip\a\ vtcsq a(ytov) 
\yQu\iiiiuxa [irj £iö(öxog). 

lin. 5 TiiLwvftsi-. von den drei punktierten Buchstaben ist sehr wenig zu sehen; ich 
wollte ursprünglich Tslßmv&SL lesen; Vitelli weist mich freundlich darauf hin, daß in P. Flor. 
Nr. 2 lin. 43. 204. 211 ein Dorf Tiii&vd'ig bezeugt ist, und diese Lesung ist wahrscheinlich die 
richtige. lin. 15 In itawola das o sehr klein in den Querstrich des x eingeschlungen, 

lin. 21 \l\v korr. aus reo, das zu früh geschrieben worden war. lin. 28 Zu Anfang: man 

erwartet (frldviog oder Avqriliog^ aber ich kann nichts konstatieren. 

Konsulardatum. An Flavios Isidoros usw., von Flavios Bekis, Sohn des Hatres, 
von Hermupolis, .... wohnhaft im Dorf Timonthis des Hermupolitischen Gaus, Gruß. 
Ich will freiwillig und kraft eigenen Entschlusses von dir pachten auf ein Jahr für 
die Ernte der glücklichen dritten neuen Indiktion die dir gehörigen Aruren, soviel es 
eben sind, in Libyte Stomeos (?) von dem Feld, zubenannt Pkol . . . . , zur Aus- 
saat und Einarbeitung von Weizen und Brachpflanzungen, auf Halbpart, statt des 



64 



JSTr. 22: Teilpachtvertrag aus Hermupölis 



Zinses aber werde ich dir geben die Hälfte aller der entstehenden Früchte und Spreu, 
indem ich übernehme die Aussaat und die wie immer gearteten Aufwendungen von der 
Aussaat bis zur Ernte einschließlich, wobei unter uns (noch außerdem) ein (fester) 

Zins verabredet ist für die 3. (?) Indiktion von 8 Artaben Weizen auf Kosten 

meines Anteils, 8 Artaben Getreide-, wobei ich auf dem in Brache liegenden Teil be- 
säen muß mit Futterkräutern sechs (?) Aruren, (davon) für dich den Grund- 
herrn zwei Aruren, für mich den Pächter aber vier Aruren, indem ich dir, dem 
Grundherrn, als Zins von der obgenannten Hälfte dieser .... Aruren, 8 Artaben Weizen 
gebe ; die öffentlichen Abgaben aller Art treffen dich, den Grundherrn. Unterschrift. 

lin. 10 Aißyrrj Urco^cjg ist ein m. W. bisher noch nicht bekannter Dorf- 
name ; der sich aber in der Sammlung in Inv. Nr. 388 (hier nicht mitveröffent- 
licht) findet; nur das v in Aißvxri ist daselbst unsicher. Was das darauffolgende 
Wort Ttoxuyiov bedeutet, ist nicht zu sagen. Man möchte daran denken, zu lesen: 
Aißvxr\ UtG)[i img noxaiiov, wenn nicht in Nr. 388 lin. 9 6tco^£cog (mit darauf 
folgendem ScQovQccg) bezeugt wäre. Zweifelhaft ist auch, ob zu lesen ist, wie im 
Text angenommen ist, oder mit weiterer Zerlegung hv Atßv rfj Urw^ag. 

lin. 17 Vor lvdi%(ri6vog) vielleicht r[ijg] a(tirf}g) oder r[i\g] y (= TQLvrjg). 

lin. 18 oQyadiov : zwischen OQya und dem d ungefähr 1 cm Raum, auf dem 
aber nichts gestanden zu haben scheint (vgl. die Einleit. zu dieser Urk.). Das 
Wort ist in den Lexx. nicht zu finden, scheint aber, wenn richtig gelesen, mit 
Oxyden, QQy&g zusammenzuhängen und dürfte hier die Güte des Weizens be- 
zeichnen. Vitelli denkt, allerdings sehr hypothetisch, an eine Vulgärform für 
bXnadiog, von bhcdq (das Frachtschiff), also „exportfähiges Getreide". 

Sehr schwierig sind die Schlußworte. Anfangs vielleicht, aber sehr un- 
sicher, £\i\g. Arj&sv ist sicher, kann aber nicht richtig sein; unter Annahme 
eines Schreibfehlers für d£&iv würde daran zu denken sein, daß der zu liefernde 
Weizen in Bündel (d£6^oC) zu bringeu sei; ähnliche Verabredungen finden sich 
öfter; für Heulieferungen z. B. BGü. 308 lin. 9; P. Lond. 1 Nr. 113 p. 209 lin. 16. 
Dabei ist freilich das Verbum wiederum sehr unsicher; durch das zu Anfang 
stehende a ziehen sich zwei Querstriche, die ich nur unter der Annahme verstehen 
kann, der Schreiber habe ursprünglich J schreiben wollen. Nicht ganz aus- 
geschlossen ist dyo^isvmv; ob man aber £ig d£&hv aysiv sagen kann, ist mir äußerst 
zweifelhaft. 

lin. 19 Zu aQX&ßag, in Verbindung mit cpÖQov (lin. 17), statt cpoQOv - — 
aQtaßcbv, vgl. TMäut. zu Nr. 16 lin. 13 — 15. Hier ist die Erscheinung noch auf- 
fallender, weil die Artabenangabe wiederholt ist (vgl. lin. 18, so daß es heißt: 
(poQov — ölrov aQtaßcbv öxzcj — öltov ccQtdßag dxrcb ; man hat den Eindruck, 
daß vor öcrov aQrdßag oxrd) etwa yl(vsrai) ausgefallen sein könnte. 

lin. 20 hv rfj dvwitavGi {i£Q(d£L ist sinnlos; es ist zu lesen sv rfj hv ävaiiavöi 

^£Qid£L. 



Nr. 23: Pachtvertrag aus Hermupolis. 



65 



lin. 21 Zwischen s% und siv eine Lücke, in der aber nichts gestanden zu 
haben scheint ; ich habe darum meine ursprüngliche Ergänzung ?[|] [(T^v 
aufgegeben, zumal sie auch sehr hart klingt. Allerdings ist der Text auch 
in seiner jetzigen Gestalt nicht recht befriedigend; während öTtLQiv (= ötcsCqsiv) 
allein einen trefflichen Text geben würde, ist öuioiv a^eiv (zu besäen haben?) 
doch wohl unmöglich. Man kann entweder das guCqiv streichen, so daß nur 
bliebe {sv %oorcc6iicc6Lv) £%siv (in Futterkraut halten?), oder, was viel besser 
wirkt, das s%siv; beides in der Annahme, daß der Schreiber aus Unachtsamkeit 
denselben Begriff zweimal ausdrückte. Den besten Text gibt die Annahme eines 
Schreibfehlers für £|, wv (Vitelli); aber lesen läßt es sich nicht. — Unverständlich 
bleibt mir . . . § . . cp . ovg ; die Lesung rov eddcpovg ist m. E. ausgeschlossen. 

lin. 23/24 Hier wird die schon in lin. 17 — 19 ausgesprochene Verpflichtung 
des Teilpächters, noch über die Ablieferung des halben Ertrags hinaus dem Grund- 
herrn einen cpogog von acht Artaben Weizen zu steuern, wiederholt. 

lin. 24 [iov als Pronomen anzusehen, läßt sich kaum vermeiden, obwohl *es 
auffallend ist, daß der Pächter die Aruren die seinigen nennt. Hinter tovtwv 
wäre rcbv zu erwarten; aber die Schriftspuren stimmen nicht. 

Nr. 23. 

PACHTUNG VON FELDERN. 

Inv. Nr. 573. 

Papyrus H. 27 Br. 10 cm. Hermupolis. A° p. C. 374 s. 390. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Der Papyrus ist in seinem oberen Teile, etwa bis lin. 10, so stark nachgedunkelt, 
daß ich stellenweise nichts mehr sehen kann; ich habe die Schrift an solchen 
Stellen eingeklammert. 

Fl. Isidoros verpachtet an Aurelios Paamounis in der Korne Thynis (vgl. 
Einleit. zu Nr. 21) einige Aruren zur Aussaat von Araxfrucht. 

'Titarstag [rov~\ dsöitörov r}[{i(bv QX(avCov) roccu- (s. OvaXevnvL-)] 
avov rov [ccl&vCov. Avyovörov rb .] 

\%ai\ [. . . rov 

oor\arov?\ 

Q>lavl(p 'IlpijdwQip öcp(cpLKiccM(p) r\_a\^eG)g r\ys- 5 

yioviag \ß)r[\ßaldog 

7t(aQa) Avq{jiIIov) [IIuctyiovvLog [ 

[. .]o[ ] siag [SiTtb *Eq[iov TtöXsag] 

Leipziger Papyri. I. 9 



66 



Nr. 23: Pachtvertrag aus Herampolis. 



&vayQu\_q)oii8vo'v] i\p? &^i(p6~\S\ov\ 

cpqovqCov [Xijßög. Bovloiia\i etyovöC&g 

%\ai] av&a\}Qh(Dg [iL\<3&CQ<ja[<5&aL Jtag'jd 6ov 

i[7tt] %qo\vov e~\vri . . [. . Xoyi^dybsvov] 

\&itb %aQ7i(b\v xrjg £ [y]x>[v%]oyg 

d v[ßag lvSi\%xi6vog xä[g] vitaQ%ov- 

6a[g] 6 ol sv [x]ti5 ayam rt£Qi SvvecDg 

[e]x xov sdiuvX&v (?) Klrjoov dgovoag 

oöccl eav (b<5(C) d(g) öTtogav [a\Qa%og, 

<kv\x$ de r[(b]v cpoQcav 3i[ccq]8%g) 6oi 

xr\v fiiu\6icc]v 7tdvvco[v] xöbv 

iußrjöotievcov uaQTtobv 

£{iov B^[iy]ivm6%ov%\o\g xd de (sie) 

^[ß]p^T[a] ocal xä itavxola ava- 

Xcb^iaxa ditb %axa<5itoQäg {is- 

%Q£ig (jvvKO^LÖrjg ocal aiyxrjg) xcbv 

drjiioöCwv TCavtolcov xeXsö- 

{idxmv ov(r<av) JtQog öe xbv ysov%ov. 

r H iLi0ft[(Q~\öis nvQia %a[i] eTteQ^coxrj&elg) 

w poloy (rjtia). *TrtcctsCccg xf\g XQOxfofievrig) 

OcjO' (2. Hand.) AvQiqliog Ilaa^ov- 

vig 6 Tt^ojoxC^Bvog iieiiCtid'co- 

cb[g] %\ß]6%£Lxai. G>XdvLog r E[Q{i]a- 
tc[6XX]g)v ditb b<p(cpi%iaUwv) [sjTtiXQonfjjg) &\£>i\- 
(D lß r ]§U']s syQai^a vtcIq ccvxov Ttaqov- 
xo\g\ yqd^axa eidoxog. 

lin. 15 äyQG) ist wegen starker Verdunkelung des Papyrus nicht vollkommen 
sicher. IIsqI Ovvscog (über dieses Dorf vgl. Einleit. zu Nr. 21) ist auffallend, 
weil man itsql Svviv erwartet; vgl. Nr. 19 lin. 14. Vielleicht ist zu Gvvecog 
hinzuzudenken: xcq^tjv^ wie es in Nr. 8 lin. 8 heißt tcsqI xr\y a(vxrjv) Molqcjv, 
obwohl dieses Dorf ausweislich eines mir vor der Publikation vorliegenden Floren- 
tiner Papyrus v. J. 234 p. C. MoIqccl heißt; oder in Nr. 18 lin. 7 rtSQL Bovvav 
KXsojcdxoag^ obwohl das Dorf BovvoC heißt/ oder in Nr. 15 lin. 9 7tsol Soxscog. 

lin. 16 Z/CavXog ist als Männername bezeugt und AiavXov %Xf\Qog wäre 
durchaus befriedigend; der Plural AiuvXmv ist -bedenklich, auch ist das X keines- 
wegs unanfechtbar. 

lin. 17 Zur Form ä Q al vgl. Inv. Nr. 39 R XXVIII 1; Wilcken zu BGU. 938. 
lin. 32 Über S7tiXQ07t(fig) vgl, die Bern, zu Nr. 17 lin. 29. 



Nr. 24 r : Pachtvertrag aus Hermupolis? 



67 



Nr. 24. 

PACHTUNG EINES FELDES. 

Inv. Nr. 92. 

Papyrus II. 16 Br. 13 ein. Hermupolis ? 4. Jhd. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Fragment einer Pachtung über ein Feld, eingegangen yon drei Personen. 
Die Provenienz aus Hermupolis ist nur aus den in Gemeinschaft mit diesem 
Stück angekauften Papyri zu erschließen. 



Reste einer Zeile. 

[ * ]og 9 AfifL(ovLov a[ 

[ ~]eiv C3V säv cctQ[fi 

[ TtlaQe^o^iev <5oi xr\v fjfi[(66Lcc\y 



7Cdv[x(Dv] XG3V \J\%ßri(50ll4v(DV KCCQTlcbV , 5 

rfticbv 8JtLyivG)6%6v(T(x)v) xd xe 6it£^\iaxa %al xd 
TtccvtoLCC avaX[(D\(iaxa aith %axa67tOQäg ^ib%qsl dvv- 
%0{iid7jg %al ^vW^?5 x ® v ^^o6t(Dv ituvxoCwv 
xeleö{idxG)v ovxmv itQog Gs xbv y8ov%ov. C H [iCti- 

ftcotiig kvqCcc %\ccl STtjsQ^anrj&ivxsg) G)[ioX((yyrj6cc[i8v). ®gd& ks. 10 
(2. Hand.) 'AvQrjfooi Tlavlog 'A&rjvodcjQov ocal Usq7]vov (sie) Ti- 
&or[xog nal IIivov xtcov \og) (sie) XcbvGiog ipLiti- 
ftaGdiied-a (bg 7tQ6%(€Lxai). c O avxbg Uavlog eyQU- 

{LCC 

i\)a v7t£Q xeov KObvcovöbv {iov yqdyixa \ir\ 

£[idÖXC3v]. 15 

Verso: 1. . . (dq . . 

'2. 

lin. 10 Über dem Tagesdatum fehlt der Querstrich. lin. 11 Ob das o ixijLftrivqdmQov 

in dem Kopf des 8 steckt oder ganz fehlt, ist zweifelhaft. 

lin. 3 Wahrscheinlich ist • svv der Schluß des Infinitivs eines Verbums. 
Vgl. z. B. P Oxy, 1 ? 101 lin. 11—12. 

lin. 11 — 12 Die fälschlich statt der Nominative gesetzten Genetive ÜSQrjvov 
und Ilivovuwvog erklären sich wohl so, daß der unterzeichnende Paulos die 
Namen aus der in der Uberschrift stehenden Wendung itaQa ..... ZeQtfvov .... 
%al IlLvovxLCövog gedankenlos abschrieb. 

9* 



68 -Nr. 25: Subskr. ein. Miet- od. Pachtvertr. a. Hermupolis. — 



Nr. 26: Teilungsvertr. a. Hermupolis. 



ffr. 25. 

SUBSKRIPTION EINES MIET- ODER PACHTVERTRAGS. 
Inv. Nr. 95. 

Papyrus H. 6 Br. 14% cm. Hermupolis. 6./7. Jhd. p. C, 

Cursive. Unveröffentlicht. 

(1. Hand.) [ ]pog sy^ut^a vitsQ cctir&y 

yQcc[i{iaTa eldozcov. + 'Icoörjcpog KaXXivixov 

&Xd%i(ptog) 8idx{ovog) dich *Equ{ov) itioXecog) iiaQtVQG) rfj ^töd-cböst 
dxovöccg [rtajQä rov ftsyLSVov. (2. Hand.) + &(Xdviog) Ee^yiog sXd%i(prog) 
5 didxovog vlbg xov hccxccq(£üv) BaGiXeuov d%h 

*Eq[i(ov) Tt^öXscog) yLccQTVQG) vfj {iiöftaGei dxov6a\_g] rt(a0a) r\ov\ 

(3. Hand.) + 4 10 ä^v 6v{ißoXa(L)f()(d(pov) QXav((ov) <f>oiß(d{i{i(DVog) 

itsXeLCQ&r]. 

lin. 8 Die Unterschrift des Phoibainmon in einem einzigen künstlichen Zug. 

Nr. 26. 

TEILUNGSVERTRAG. 

Inv. Nr. 40. 

Papyrus H. 20 Br. 47 cm. Hermupolis (?). Auf. des 4. Jhd. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 27.) 

Der Papyrus ist am obern Rand ungleichmäßig abgebrochen. 

Es fehlt ein nicht bestimmbarer Teil des Eingangs der Urkunde. 

Die Datierung ist nur nach dem Sehriftcharakter möglich. 

Der Papyrus enthält eine Auseinandersetzung zweier Personen, Aur. Nearchos 
und Aur. Eudoxios, die vielleicht Brüder oder doch Verwandte sind, über ein 
ihnen während ihrer Minderjährigkeit wahrscheinlich im Weg des Erbfalls zu- 
gekommenes gemeinschaftliches Vermögen; vgl. lin. 3 [s]£g rj^iäg dcpr[Xi\xag] ov\y\a[g^ 
wovor etwa zu ergänzen ist tä v7tdQ%ovta xarrjvtrjxöta sq. 

Eine Garantie (ßeßaCwöLg) fjir den Eviktionsfall wird auch in diesem Teilungs- 
vertrag nicht geleistet, ebensowenig wie in BGU. Nr. 344. In der Tat ist, wenn 
nach erfolgter Nachlaßteilung evinziert wird, nicht ßsßaCaöLg, sondern Revision 



Nr. 26: Teilungsvertrag aus Hermupolis. 



69 



der Teilung das allein Angemessene. Vgl. Gradenwitz ? Einführung S. 73 Nr. 1; 
Strohal, Deutsches Erbrecht (3. Aufl.) 2 S. 122 Anm. 24; Rabel, Haftung des 
Verkäufers 1, 116 — 119. Zu den dort zitierten Stellen des römischen Rechts 
vgl. noch D. 31, 77, 8, wo als Endresultat nicht Eviktionsleistung, sondern Neu- 
aufteilung des Nachlasses angestrebt wird. 

[ ] NeccQ[%ov ].[ 

? ] 

[ ]gi aXX[ ]fl a 7[ ].#...[ 

] 

[e\ig r){iäg ag>r]Xi[xag] öv[r]a[g ] . . . [ ]ag [..... 

• ••] 

xovxov 8<5%a\i8v xoivcb[g e]do%[s]y db r)[iiv £..[.]. ^[-J^H^ • [• • •]£ 7 EV \p\^ v \ß\ 1 ^ 

xovxco\y\ SbaC\_Q\s6iy- xoirjö[_cc\6d'cii, 9T§ 
ex[a6x~\ov yvcbvai xr)v 8iaq)8Q\o\v6av avxcp [ig[i]Qav xvqibvsiv 8?tl xb dir]- 5 

V8\x\£g, xaxä xovxo b^ioXoyovfisy [8xo]vtfia 
xal a\y\$aiQ8Xcp xal au8[xa]vorjx(p yvco[iri dirj^Q^G&ai itgog {ß\avxovg cctco 

x\ov\ vvv im xbv äxavxa [%]qövov xvQicog 
xal av\a(p]a\iQ\8xc3g , xa\l~\ X§X[o']y%8vai e(ie fiev Ns[o\q%ov Evör[s](piöv bx 

^[r]^)[6g] Ev&iädog ol[x]oy8vovg i){i(bv dovXrjg 
y8(DQ[ybv x]i)v ts%v\r]v] x[a]l NsiXov dvrjXdxrjv, $8 Ev86%i\o]v Zccqcc- 

TtCcova 8X firjlx^Qog ZJiXßavr)g o[l\xoy8vov[g rni\mv 
dovXrjg \x\aQ6ixaQiov xr)v x£yvY\v xal "Eqcöxcc \_y\e(OQy6v. 'Evxbv&bv ovv 

sxaöxov xqccxblv xal x\v\qi8V8iv r\g sXa%8v 
[i8Qid[og <x7t]b xov vvv slg xbv aitav\xä\ y^ß\6vov dstfTtoxixw dixaia) { cbrö xov 10 

vvv 8%l xbv aTtavxa [%ptf]v[o]i>} xal %Qä6d\a\i 
xal oi\xo]vo{i8lv xal dioix[8l]v mg iäv ßovXrj&fj äxaXvxag diä xb 8%l xovxoig 

r)[iäg övvxB&siö&ai \%^\og savxovg. 
r H biioloyCa ijxoi dia(osö[ig] xvoia, r}v xal öi\ß\öi]v 8%8Ö6^L8^a itobg xb 

TtaQ 8XaX8QCO [18Q81 slvai ll\o]va%bv Xal 87l8Q(tDXr]&8VX8g) 

cjiioloyrftöatiBv). *Titax8lag xr)g [7t()]ox8i[i8vr]g M8[öo]q[t)] xy. (2. Hand.) AvQ(yj- 
Xiog) Niaa^og 6 ?tQox(8iu8vog) 6v[icpG3v(8i)\_{i]oi xal 8vdoxcb 7Cä[öi] 
x[olg TtQoysyga^BV^o ig [eng 7to6x(8ixaij\. 

(3. Hand.) ^[pji^/lj^og [22u#dj;]fc[os 6] 7CQgxsi^i§ygg Gyiicpwvsl [{io]i x\a\i 8v- 
[$o]%o) TtäGi xolg \7tQo]y8yQa[ii.i8voig dyg 7CQÖX8ixai. 

(4. Hand.) <di 8{iov ^cjqo&bov fVL^Op 7 ?)]- 15 



lin. 5 8x[or(?r]of und diqq)£Q[o]vaccv erg. von W. lin. 7 Beim % in nck[l] lsl[6]y%ivai 

schräge Strichelung. lin. 8 u. 9 yscoqybv W lin. 9 Zu rccgaiycdgiog vgl. Kenyon zu 



70 



Nr. 27: Scheidungsurkunde aus Tebtynis. 



P. Lond. Nr. 387 lin. 3 und Nr. 390 lin. 1 (Bd. II p. 331, 332). — gitbcozov, yg — iisgidog W. 
lin. 11 Statt ßovXri^Tj hatte der erste Druck ßo[v]Xcovrcci. Ebenda avvnsitslad'ca, richtig- 
gestellt von Yitelli und W. 

lin. 4 Der Sinn der Stelle ist trotz der Lücken klar; es soll gesagt sein, daß 
nach erlangter Volljährigkeit (yor y>£vo{isvoig ist ein diese bezeichnender Ausdruck 
hinzuzudenken) die Teilung beschlossen wurde. Tovtm[v~\ wahrscheinlicher als 
rotrrofV]. 

lin. 9 Zu taQöiKccQLog vgl. Wessely, Stud. z. Paläogr. u. Pap.-Kunde 1,2 fg. 



Nr. 27. 

SCHEIDUNGSURKUNDE. 

luv. Nr. 79. 

Papyrus H. 21 Br. 11 cm. Tebtyuis. A° p. C. 123. 

Cursive. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 14.) 

Die Schrift ist auf der rechten Seite stark beschädigt und vielfach vollständig 
verscheuert. 

Diese Scheidungsurkunde (vgl. C. P. R. Nr. 23; P. Ghrenf. 2 Nr. 76; P. Oxy. 2 
Nr. 266; BGU. 975) stimmt mit den drei erstgenannten Parallel stücken in Einzel- 
heiten, mit BGU. 975 auch im Gesamtstil überein. Charakteristisch ist der Ausdruck 
övvatQSiv r^v 6v{ißi(o6t,v, welcher sowohl in BGU. 975 als in C. P. R, 23 wieder- 
kehrt; da alle drei Stücke dem Faijum angehören, gehört er offenbar zum dor- 
tigen Stil; seine Bedeutung als Scheidungserklärung wird jetzt nach den Lesungen 
von Hunt (Gött. Gel. Anz. 1897 Nr. 6 vgl. P. Oxy. 2 p. 239) auch von Wessely 
anerkannt (Studien zur Paläogr. u. Pap. -Kunde I p. 5). 

"Erovg sßdö[iov AvroKQcc[tOQog K^ciLöccQog 
Tqcuccvov ^AÖQiavov Eaßa\prov Qcc\[i£V(bd' 
%ä sv Tsßtvvi t'Y\g IJokiiLG)\yog\ {i[£Q~\bdog rov 'Aq6i- 
vosltov [vo]{iov. r 0^ioXoyov[öi]v allriXoig 
&£v6zoroi]Tiog <b(g £)xcbv d[e~\xa 2£ [a]örjiiog 
{.isrä xvqCov rov Ttargbg "Hgwvog rov Nsulov 
(b(ß i)tG)v T£6<5aQ&xovta x£<5<5&qgov ovlr\ 
daKtvXfp {ilxqo %iQbg &Qi6r£Qä[g jc]cd ccvrbg 
"Hqcov %al 6 y£vu\x,£vog rr\g [®]sv6rorotfuo[g] 



Leipziger Papyri. 




No. 27. Scheidungsurkunde v. j. 123 p. Chr. 



Nr. 27 : Scheidungsurkunde aus Tebtynis, 



71 



avrjQ A[vö]äg ccjtslevd'EQog ' Ho axX£ tag xrjg 10 
Av(5i\Ji\ayov\ h{g e)rcbv d'%061 dvo ovXr\ y6vax[t] 
öe^np xccl ZJcoöäg *Ao£(b[xo]v &(g £)xcov ttvxrjxov- 

XCC X£66(XQ(DV Ovlr\ <XVXLXVr}{lL(p ds%Mp) 

ol x£<5<5uQeg, ®£v6xoxor\xiog {isv xccl Avöag 

6vvr\Q6&ai xr\v Tcobg ScXXrjXovg \ßvv\ßC(ü6iv, 15 
ijxcg uvrolg övvsöxtfxL aith Gvvyqa^g b^ioX(oyCag) 
yd{iov x£[Xsl](d&l[g~\ccv dtä xov avxov yqacpCov xw 
7tea%[T(p £xe]i Adqiavov KaCöccoog xov KvqCov 
*Ad-\y]o E T ] [rjv] xccl ävadedcd%iv[a\i . [. . .] sig 

afrexrjöiv xccl äxvQaöiv, r 'Hoco[v] dl aitijiv . 20 

Ttccaa xov Ucoöä xäg 8iä x\r\\g övvyqcccpyjg 

cpEQvfig \cc\o\y]v qlov dqai^äg XQi\ccxo]pCccg x\al xä 7tcc\- 

Q&cp£o[v\a Ttavxcc xccl £\lvai awx[e]Q(p [xccxä] 

xä xad'[rjxov]xa oixovoyblv it£ql avxcb\y <b]g 

iäv eofjxcu, tfj dh @£[vG]xoxorjxL i%ocvxig [tfw-] 25 
cLQyLoQßöxtaL c5] iäv \ßov\Xrixai ävöoei clvs- (?) 

cputtx . xco[ ] [. .]a xccl [iq ijt£- 

Xsvöaöd'ccL £\rtY ScXXrjXovg ft[^]r£[i/ö]g r[c5i/] 

xfi 6vvßi(b[6i\ avri%\ol{v\xG)\v [irjdsvbg cc%cc%- 

ccjtXcbg [rtqajynaxog l*\ßYlVQ l \ iv£öXG36rjg 30 

i^sqag. \^T7toyqa{<p£vg) (2. Hand.)] . ccQSifjfjiiig 77cop.[. cb(g)] (ßx&v) {irj 
o(yXri) QLV81. 

(3. Hand.) Avöäg ttTCsXsv&eQog ( HqaxXeiag \xai\ ZJaGäg 

A.Q£G3X0v[. . .] . . a . d( ) ÖWfjQöd'CCl XTjV 7CQo[g] 

xr\v S\ß\vöxovr\xi 6vvßCco>[p\i x\cc\l £% (sie) 

STCsXsvöccöd'ca 87C äXXtfXovg arta\Qu%\XG)\g. 35 
"Eyoatysv vrthq ccvxwv [. ccq~\sil>fj[[iig IIaco\ . . [6 7tq\oxC[i(£vog) 
{itf £Ld[6]x(a)v) yQ[d[i[itt]x[cc. (4. Hand.) ®£v6xoxo\r\xig \i£- 
xä xvqiov xov rtaxo\bg r Tlq]cj\yog 6]vvrjQ<5{i£ 
xijv öwßLCJöL xal äjt£%c3 xr\v \cp£\qvr\v. r 'Hq\pv\ 

iyoutya V7tl[q av]x(i]g) öiä [to] ^i[rj el]d{evcct) yo\d(piiaxaj\ ^(. .) 40 

lin. 5 1. 0sv6rotof]tig. lin. 7 Schluß ein Füllstrich. lin. 8 = iilxqm. lin. 17 
1. tsXsicö&siarig. lin. 28 1. STtsXsvasad'ca. lin. 34 1. &[s]vat<^otyov f\xi(vy 6vvßico[o]i(vy 
(Schwund des ^-final.). lin. 39 1. cvvßiaüi^vy. 

lin. 12 Bezüglich des Sosas (Trapezit?) erinnert W. an P. Oxy. 3, 497, 22. 

Mitteis-Wilcken. 



Nr. 28: Adoptionsurkunde aus Hermupolis. 



Nr. 28. 

ADOPTION. 

Inv. Nr. 598. 

Papyrus H. 28 Br. 27 cm. Hermupolis. A° p. C. 381. 

Cursive. Mit Erläuterung veröffentlicht von Mitteis, Arcli. f. Pap -Forsch. 3 ; 175fg. 

[*Trtax]e(ag 0Xav(c3V Ev%eoCov xov Xa^iTtgoxdxov xal Zvaygiov xov Xa\i%qoxaxov 

sji:ccq[%\ov Tvßt £. 

[A]vQ7]hot Teevg Ilar\6iog \ir\xq\o\g Ourftiiog mg (ix&v) % ovXi] y6var\i\ aQLöxegS 
[cctio] xco[i7]g "Aoewg xov *Eg{iov7toXe£xov [iexcc GvveGx&xog ov exo\y<5]a ijiavxfj 
5 7taQ7]vsyxa xov xal ygdcpovxog vjteg e^iov {ir} eidvirjg ygd^axa [AvjgrjXCov 

IJQo[o]vrog KovXcbxog xcßiido%ov aitb xr\g avxr^g\ Tcco^g "jQeco\g] xal 21t, X- 
ßav[b]g 

ne\xyf\6iog vlbg XTjg Ttgoxeifievrig Teevrog e^fjg VTCoygdcpcov aTtoxaxxixbg 
\cc\ito xr\g avxrjg x6{irjg "Agewg dXXrjXoig %cc(qslv. 'ETteidij 6 iiei^oxegog 
[u][[ö]g e[iov xrjg Ttgoxei^evrig Teevxog xeXevxcbv IlaTtvov&Log xb ovofia 
10 x^a]xeXetilje[v v\lbv Tlarpiv xrjv TtQOörjyoQLav <bg (itcbv) i TtXeCa iXdx[xo]va, 
edei&ri (sie) de 

[ßg^x i[i6 rbv \a\8eX[cp]bv avxov 2JiXßavbv xax evöeßiav xovxov rbv 7tal\S\a 

B%81V 

\pgbg(fj\ ylofteöiav Ttgbg rb dvvati&ai dvaxo top eti&ai evyev&g xal yvrjöCcog, 
xax[a] x[o]vxo 

\o^ioX]gyg[vfiev] (aXX\j]Xoig e\yh {ibv rj Teevg it[aQ]adedcoxevai 6oi [t]g) EtX- 

ßavm rbv [ivrj{iovev&ev- 
ra na^Yjöiv}' rtg[bg vi^p&eGiav [iex[a] x^[g 7i\axQ(pag avrov \x]Xrj[gov^o[iCag 

xal ^ri\r\Q(p[ag'\ ev rs yrjdi- 
15 ocg xal olxoiti\ßo\ig xal evdoiievixol[g\ diacpogoig eldeöt ?tQ[o\g to elvai öov 

vl\o]v yvYjöLOv xal tcqcj- 
xoxoxov hg e% IdCov au^iaxog yevviq&ivxa <?ot, eyco 8s 6 UiXßavbg TiaoeiXr}- 

cpevai itagd 

6ov rr\g {irjrQÖg {iov Teevrog rbv TtQoxeC^ievov vlbv TIanvov&iov itgbg vlo- 
d-etitav övjteo 

ftge^co xal Ifiuxl^cj (sie) evyevCbg xal yvrjöLcog <bg vibv yvrjöLOv xal cpvöixbv wg 
f[ft]oi) yev6[ievov, TCageiX^cpevai de xal' xä naxo&a avxov itgdy\iaxa xal 
(irjXQ(pa ev xe 

20 yrilß^Coig xal oixoicedoig xal eväofievixolg diacpöooig axeveaei enl x<p pe xavxa 
avxcb dta- 



Nr. 28: Adoptionsurkunde aus Hermupolis. 



73 



cpvldc^cu Kai ccTtoKatuötriötti avrw ev rjlixca ysva^isvG) [isrü KkXrjg rtbötecog 
%[a]l slvav eavrbv 

Kai rcbv £[iGbv TtQccyiidtav kXtiqovö^ov viod-errjd'svta poi cbg TtQosLQTjtai. c iJ 

vlo&eGicc %y\ßla d]i6<prj 
YQcccpslöa fioygrvTtcpg TtQog rb ticcq s%[aö^tcj rfticbv sivai \Lovaybv TtQog äticpd- 

Xeiav k[o\1 £7t£Q((X)Tr]&svTsg) (b[ioXoyri(6a{JL£v). 
(2. Hand.) AvQrj\_X]i[a T^ssvg IIccrjGi[(i]g r\ rtQOKStiisvrj e&6[i7]v rrjv vio&s<5C[a\v 

Kai evdoKcb Kai tfafl^Jo^a^] %\cc\öi tolg 
§yy\_^yQcc]^§y]j>\ig hg TtQOKEirai. AvQiqXiog ÜQoovg KovX(br\o]g %od^dg%ag (sie) 25 

6 7tQo%sl{i8\yo\g 

6vv\J6]tYiv avtfj Kai sypaifra ÜTteQ avxr\g yga^ata [irj £ld(y(rjg). (3. Hand.) 

AvQrikiog EiXßavbg Il8[r]7]6Log 6 tcqoksl- 
lisv\og dyt\o\x\a\KriKbg e&eiirjv rrjv vio&söCav Kai TtaQCXrjcpa rrjv TtatQcpav 

avx[o]v %Xr]Qovo[iLccv 
%a\l ii\t]TQ(pav Kai evdoxib Kai TtC$o\JLai %ä6i xoig eyysyQa^svoig cjg TCQÖKStxai. 
(4. Hand.) Ai 8{iov 0iXo6aQd[7ti]Sog iyQa(q)7]). 

Auf dem Verso einzelne unleserliche Schriftspuren. 

lin. 1 Über dem Tagesdatum fehlt der Querstrich. lin. 10 idsföri 1. i&etffhi? 

lin. 18 1. t ncct Logo. lin. 25 1. Y.co\idQ%r\g. 

Konsulardatum. Wir,, (ich) Aurelia Teeus von der Mutter Thaesis u. s. f., unter 
Beistand des von mir freiwillig zugezogenen und für mich, die Schreibensunkundige, 
schreibenden Aurelios Proous, Sohnes des Koulos, Komarchen u. s. f., und (ich) Silbanos, 
Sohn des Petesis, Sohn der obigen Teeus, der ich unten unterschreibe, Apotaktikos u. s. f., 
gegenseitig Gruß. Da der ältere Sohn von mir, der obigen Teeus, Papnuthios mit 
Namen, sterbend hinterließ einen Sohn, Paesis genannt, ungefähr zehn Jahre, mehr 
oder weniger, und bat, daß ich, sein Bruder Silbanos, in Pietät diesen Sohn an 
Kindes Statt halten sollte, damit er anständig und vornehm erzogen werden könne, 
demgemäß erklären wir uns gegenseitig, ich, die Teeus, daß ich dir* - , dem Silbanos, 
den gemeldeten Paesis an Kindes Statt übergeben habe, mit seinem väterlichen und 
mütterlichen Erbtum in Gründen und Baulichkeiten und verschiedenem Hausgeräte, 
auf daß er dein rechtmäßiger und erstgeborener Sohn sei, wie aus eigenem Blut er- 
zeugt von dir; ich aber, Silbanos, daß ich von meiner Mutter Teeus. den obigen Sohn 
des Papnuthios an Kindes Statt erhalten habe, welchen ich . ernähren und kleiden werde 
anständig und vornehm, wie einen rechtmäßigen und leiblichen Sohn, wie von mir er- 
zeugt, daß ich ferner übernommen habe auch seine väterlichen und mütterlichen Sachen 
in Gründen und Baulichkeiten und verschiedenem Hausgerät, auf daß ich dieselben 
bewahre und ihm, wenn er zur Volljährigkeit gelangt ist, in guter Treue zurückstelle, 
und auf daß er Erbe meines Vermögens sei, an Kindes Statt angenommen, wie vorhin 

Leipziger Papyri. I. 10 



74 



Nr: 29 V Testament aus Hermupolis. 



gesagt. Die Adoption ist gültig, doppelt geschrieben in einheitlichem Wortlaut, damit 
bei jedem von uns ein Original sei zur Sicherheit, und auf Befragen haben wir zu- 
gesagt. Unterschriften. * ' . 

lin. 3 Der Name Tesvg ist neuerlich in den Florentiner Papyri für Her- 
mupolis häufig bezeugt; P. Flor. 2. lin. 15, 117, 210, 216. 

lin. 4 Im Arch. ergänzte ich exo[v(jC]a, "folge jedoch jetzt einer Bemerkung 
von Vitelli, wonach von Personen nur exav, nicht ixovöiog gesagt wird. 

lin. 11 [cätfjr 5 ergänzt nach einem, wie ich glaube, zutreffenden Vorschlag 
von Wessely, Stud. z. Paläogr. u. Pap .-Kunde 4, 130. Den von anderer Seite ge- 
machten Vorschlag, [ist' zu lesen — der sachlich bedeuten würde, daß zuerst die 
Tesvg und dann Silbanos adoptieren sollte — -, kann ich, obwohl er die, Arch. 
p. 183 betonte, Unbegreiflichkeit behebt, welche in der Verfügung der Großmutter 
über das Kind liegt, doch aus zwei Gründen nicht billigen: erstens sieht man 
nicht recht, warum diese zweimalige Adoption, und wenn man auch diese damit 
erklären wollte, daß beim Tod des Papnuthios Silbanos selbst noch nicht voll- 
jährig gewesen sein könnte, bleibt zweitens die grammatische Schwierigkeit: 
wenn i{is eine von Silbanos zu unterscheidende Person bedeuten sollte, müßte 
dies gesagt werden, also {ist ifis rijv Tsevta (? oder Teevv?). 

lin. 12 Es läßt sich fragen, ob nicht gesagt war vlodsöLccv. Zwar 

ist in lin. 14 und 17 JtQÖg gesetzt, aber im Gefolge von Tca^adaScoKevai und 
itaQSilr\<p£vai. Es ist möglich, daß der Zustand des Adoptierthabens (hier: £%8iv) 
ein xatd erforderte. 

lin. 23 yoyo'tvjtag • im Arch. hatte ich it.g. Schon Wessely a.a.O. 

hatte mit dem Vorschlag itiorvitcog in der Sache das Richtige entdeckt; die in 
specie zutreffende Lesif^ verdanke ich einer Mitteilung Vitellis über {lovorvTCcog 
in unveröffentlichten Florentiner Papyri. 

ffr. 29. 

TESTAMENT. 

Inv. Nr. 520. 

Papyrus H. 24 Br. 32 cm. Hermupalis. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Der Papyrus, welcher am obern Rand und linksseitig abgebrochen ist, hat 
in der Sammlung ein Parallelstück (Inv. Nr. 479), welches jedoch nicht die zweite 
Ausfertigung der Urkunde gewesen sein dürfte, da Reste einer zweiten Columne 
vorhanden sind, wovon allerdings nur auf lin. 3 xvqls[ und lin. 4 ccvtö$\ov<jl . . . 
(= avts^lovöL . . .) noch lesbar ist. Dasselbe ist viel schlechter erhalten, kann 



A° p. C. 295. 



Nr. 29: Testament aus Hermupolis. 



75 



aber stellenweise zur Ausfüllung der Lücken benutzt werden. Die in diesem 
Stück wiederkehrenden Stellen sind in der nachfolgenden Transkription unter- 
strichen. Prof. Vitelli bin ich für mehrere treffliche Konjekturen verpflichtet. 

Das nachstehende Testament ist eigentümlich, weil es, obwohl in der diokle- 
tianischen Zeit errichtet, doch der römischen Testamentsform ganz entbehrt, und 
vielmehr sich mit der einfachen Kodizillarform begnügt; in seinem Stil erinnert 
es mehrfach an die altgriechischen Testamente, deren Wendungen ja überhaupt 
auch in Ägypten nachgeahmt worden sind (Reichsrecht 178 n. 3) und vermeidet 
insbesondere die in ägyptischen Testamenten beliebte Festsetzung von Piskalmulten 
(vgl. P. Oxy. 3 Nr. 489—495). Der Inhalt ist einfach: Aurelia Eustorgis setzt 
ihre Tochter Ammonarion zur Alleinerbin ein und verordnet, daß ihre Schwieger- 
tochter Aurelia Themis von ihrem Nachlaß gänzlich ausgeschlossen sein soll. 
Außerdem soll einem Gymnasiarchen von Alexandria eine Schuld von zwölf Ta- 
lenten, welche die Eustorgis als Erbin ihres verstorbenen Sohns Sarmates von 
ihm zu fordern hat, erlassen sein. 

\AvQrjlicc Ev6x6oyLg ] 

[ ovlrj ]g> ccQiö'tSQG) xQ7]^ati^(ovöa) %(Dplg %vql[o]v ts[xvg)v 8i%aC(p 

xaxä xä *PG){iaiG)v e&rj ] 

[&vayQa(cpoii£v')j) ev x~\T] Xa\ß7t\ootdxri 'Eq^iov tcoXsi hrf d^ixpodov cpQovofylov 

Xißbg [i8xu 6vv86xcbxog [avxT] (?) Av$r]Uov\ Tqiudilcpov 
\'EQ[io(pLlov dvayoa(cpo{i8vov) en' d{i]cp6dov Ttolscog hßbg xf] 8{iavxr\g &vyaxoL 

Avo°qlla \_ e T~]rt§Qe%£<p vT] %^ 9 j4ppmycc[Q(<p %aCo8iv\ ETr] \l£v {tot, vyiai- 

\y8iv\ %al XG3V YjlieTSQWV 

\<x7tolccv£iv '] eccv de, o {17} Sir], 6v{ißair] x\C\ {loi dvJfrQ&'itivov^ 07t8Q &7isv%[o\iiai, ö 
%lr]Qov6{iov 68 ii\6^v\r[\v xccxä Ttdvxag xovg v\o]\iovg xa&LGVrjUL 

\w6X8 avx8%ov6^LÖv 68 8ivoci, oitov däv ßovXy&fjg ^ 7tOQ8V86$ai, a%8 di] vrjg 
8Vv6[iov r\Xi%Cag y8y8V7]fi[8vrjv^] Kai dt äcpoQ[ir]V xavxiqv Ttdvxa xä 8- 

[jiayxfjg 6qi\ ijtavsd's^p diä xov[Ö8^ xov SXXrjvixov ßovfa][iaxog voo[if]6a %ai 

CpQ0V0l)6a. IjQÖg [ yCCQ 7C8QI 8{18 V060V V<pOQ(D[L8- 

\_vr] av&Qcb^Ttlvöv xi %a%'8lv, voov6a %al cpQovov6a disd's'iirjv x6Ö8 [iov xb 
ßovlrjtia VTtsQ [xov /lm)] 8%8lvai cpxivio\y\v dvxi7taQaßr\vai 

\a dL8&8iirf\v, Ü6X8 xr\v y8vo{i8vrjV 6vjißiov xov ccTtoysvo^isvov [iov vlov Uccq- 
[idxov A[v^o[r]]lLav ®8{i8Lv {ir] S7t[i\ßfiyai xf] rfti8X8Qa ol\%]ia 

\0v6r1 ap(p6dov q)Qo\y-QLo]v lißog, [irjdh 7taQax\y]7t[x~\8LV cpxiviovv 7iQdy{ia\x\i 10 
Sia[q)^8Qoy\y\t poi r] %al avx(p xco d7toy8vo{i8V(p 

10 * 



76 



TSTr. 29: Testament aus Hermupolis. 



[jiov vl<p %rjd€^]ov€tag rov 6cb{iatog av[r^ov av£X£v^ avraQXovörjg 6ov rf\g re 

7tQodsdrjlcj^8vrj[g ji]ov ftvyaxQbg xal xXiq\ßo\v6iiov xal rcbv fj^is- 
[t£qg)v xal avt^\o[v^ tov UaQ^idrov cp[C\X[(DV. Ä\v%dQXv\g yaQ xal vtc av\x\r\g 

eita&ov TtQog et ov ß[ov^X[o{i]aL avtrjv ütaQar\y]%\_£i]y tolg fi^ereQoig 
[TtQccyticcöLv], ^dXiöra [iv([de]v £%ov6a(yy rtQÖg {is r\ rbv artoy£v6 l uev[6']v pov 

vtöv, &xoXov[&G)g x]al fj e&eto 1101 yQ[acp]fj dv£yxXr\G la^g) TtXrj- 
[qgd&siöcc co\v ecpaöKBV 8%£iv a\y\t\r\g~\ tbv rj^istSQOv vlov. rsw^tifrcci, ayd- 

do(ji(v} ßovXoiicu [rfjg cc7to%r\g x\(bv 6<p£iXop\£vc<i\v [tJg3 avt(p vlw ^[o]t> 
15 [vTtb ] . lov yv\iva<5id§%ov {^A^X^avÖQdag aitb rL^fjg öfövrjg aQyvQiov 

xai[vov xa\Xavxa dadsxcc' {iövo[v~\ {io[l] TtQoiqxaxo ey . 
[ xal ..... S]eßai%ov (sie) xvld[i]a ixa[y]bv rtgog rb (iSTalrtejfösw [d]g 

avr\o\v 7t£Qi rcbv Xoi7t[a)V o\cp£iXo{i£vcdv pou y\_7t' avro]v. Tb iXXrjVixbv 
[ßovXrjticc xvql]ov o xal ölöGöv 6oi 7t[Qor]x]d[ir]v, cog ev örj^ioöico aQ%d<p xata- 

x£i{i£V0V) xal £7t£\ß&t\ifö(£Z<5a) voovtia xal cpQovovöa <b{ioX6(yrjöa). 

^Exovg) la^l 

[xal (ßtovg) iyi rcbv KJvqlcov rjpcbv ^LOxXrjti[a]vov xal Ma^L^itavov Ü£ßa<5teov 
xal (ßrovg) y^l rcbv Kvq\icö\v r^icbv Kcovötavtiov xal Ma%i{iiavov rcbv 

['E7tL(pav£GTa~\t(Dv KaiaaQcov Ev6£ß\ß\v Evxv%cbv U£ßa6tcbv $#a[r]£(Y]a[g] Nov[i- 
liiov Tov6xo\y] x\ai] Avvlov AvvXXd[y\ov rcbv Xa^iTtQordrcov. 

20 [. . . . (2. Hand.) Av\Qv\Xla EvötÖQy[i]g di,£&£[iy]v <bg rtQ\6]x£ixai. Avy(rjXLog) 

TQidÖ£X[(pog] r EQ[io(piXov 6[y[i\7tdQini avrfj xal ayQ- 

[aipa vjtajg avxr\g {{irjg} eldvlrig yqd\i^ara. 

lin. 2 ]a> ttQLöT8Q(p im Pap. defekt; daß ich die Spuren agnoszieren konnte, verdanke ich 
einer Vermutung von Yitelli. In der Doublette finden sich zu Anfang (an der oberen Bruch- 
stelle) Schriftspuren, welche sich mit dem in lin. 2 Erhaltenen nicht vereinigen lassen und 
vermutlich dem in der Anfangslücke Gestandenen entsprechen. Freilich stimmt diese An- 
nahme nicht ganz überein mit der Berechnung über die Zahl der in der Doublette fehlenden 
Buchstaben; d. h. nach dieser Berechnung müßte an der fraglichen Stelle der Doublette etwa 
ciQict8Q[.'] %qri\iatL^{pvaa) %tX. stehen, während tatsächlich die vorhergehenden Worte erhalten 
zu sein scheinen. Es ist aber möglich, daß daselbst etwa die Worte natec ra 'Pconcdav %Q"y\ 
weggelassen waren, so daß der Eingang des Testaments mehr zusammenrückte. lin. 4 

['T^sqsxlo): in der Doublette ist £qs%lg> sicher, zwischen % oder v kann man schwanken. Da- 
vor steht in der Doublette sicher noch ein Buchstabe, der nur v oder s sein kann. Vgl. übrigens 
die Sacherläuterung zu dieser Zeile. lin. 6 Doublette avto^ovaiov. Außerdem hat die 

Doublette vor %ccl di (x[ Folgendes: ~]v 6s, also jedenfalls ysy£vr\{Livr\\v es. In dem obigen 
Stück ist für as etwas wenig Räum. lin. 7 qoi konjiziert von Vitelli. lin. 10 Pap. 

7taga%[.] . [Jfitv; die sehr einleuchtende Konjektur 7tciQa%\y^7t\x]siv verdanke ich Vitelli. lin. 14 
In der Doublette hinter avsy%lr\q nach einer Lücke (für 1 — 2 Buchstaben) noch ein Buchstabe, 
entweder a oder g. lin. 15 rdlavxa 1. rcddvTcov ; so richtig Doublette. Ob hinter tv 



Nr. 29: Testament aus Hermupolis. 



77 



noch, ein Buchstabe gestanden hat, ist zweifelhaft; die Möglichkeit beruht darauf, daß über 
dem Schluß-^ der nächsten Zeile noch eine Tintenspur zu sehen ist. In der Doublette sind 
hier noch' drei unsichere Buchstaben sichtbar. lin. 16 1. ®]r}ßcaxov? — yit': Doublette vtio. 
lin. 20 Zu Anfang hat das Tagesdatum gestanden. lin. 21 {\vr\g} erklärt sich wohl da- 

durch, daß Triadelphos schreiben wollte [ir] efövirig), statt des s ein a schrieb und dann 
von vorn wieder ansetzte. 

Aurelia Eustorgis u. s.f., mit einer Narbe am linken [....], ohne Geschlechts- 
vornmnd handelnd u. s. f., mit dem Beistand Aurelios Triadelphos u. s. f., an meine 
Tochter Aurelia Hyperechion alias Ammonarion Gruß. Möchte mir (gegeben) sein, 
gesund zu bleiben und das Unsrige zu genießen; sollte aber, was nicht geschehen 
möge, mir etwas Menschliches widerfahren, was ich mir ferne wünsche, so setze ich 
zur Erbin dich allein ein nach allen Gesetzen, so daß du Macht hast zu gehn, wohin 
du willst, da du das gesetzliche Alter erreicht hast. Und aus diesem Anlaß habe ich 
dir durch dieses griechische Testament alles das Meinige übertragen bei Sinn und 

Verstand ...; denn, im Hinblick auf [ ]... Krankheit an mir besorgend, etwas 

Menschliches zu erleiden, habe ich dieses mein Testament errichtet dahin, daß es nie- 
mandem gestattet sei zu übertreten, was ich verfügt habe, so daß die gewesene Frau 
meines verstorbenen Sohnes Sarmates, Aurelia Themis, nicht herantrete an unser Haus 
im Viertel Westkastell, noch sich einmische in irgendeine Angelegenheit, die sich 
bezieht auf mich oder auch auf meinen verstorbenen Sohn selbst wegen der Pflege 
seines Leichnams, indem (vielmehr) du meine vorgenannte Tochter und Erbin und unsere 
und die Freunde des Sarmates selbst (hierfür) genügen. Denn genug habe auch ich 
von ihr ausgestanden; deshalb will ich nicht, daß sie sich in unsere Angelegenheiten ein- 
mengt, namentlich da sie keinerlei Anspruch hat gegen mich oder gegen meinen ver- 
storbenen Sohn, auch gemäß der Indemnitätsurkunde, welche sie mir ausstellte, be- 
friedigt wegen der Ansprüche, die sie zu haben behauptete gegen unsern Sohn. Ich 
will, daß die Ausstellung erfolgt [der Quittung (?)] über die meinem Sohn von 

ios, dem Gymnasiarchen von Alexandreia, als Kaufpreis für Leinwand geschuldeten 

zwölf Talente neuen Silbers; er ist nur mit einem herausgerückt und mit hundert 

Knidia , (dies) um (mich) wegen des Eestes der Schuld zu seinen Gunsten 

umzustimmen. Das griechische Testament , das ich dir auch in doppelter Ausfertigung 
ausstellte, ist gültig wie ein im öffentlichen Archiv erliegendes, und auf Befragen habe 
ich bei Sinn und Verstand geantwortet. Datum. Unterschrift- 

lin. 3 Die Wendung fistä övvsörcbtog ist weniger üblich als {letä %vq(ov 
oder övveötcjtog allein, als Genetivus absolutus gesetzt. 

lin. 4 Die Eingangsformel ist dieselbe wie auch sonst in griechischen Testa- 
menten. Was den Namen ( T7t£QS%i(p anbetrifft, so setzt er den Nom. r T7t£Qs%iov 
voraus. Dieser ist m. W als Frauenname nicht zu belegen, wohl aber der 
Männername *T7teQ8%iog und dann gilt die Bemerkung von Wilcken bei Collinet- 
Jouguet, Arch. 1,306: c EvörÖQyiov est ä EvörÖQytog^ ce que EvcpQoviov est ä 
Ev(pQÖvtog\ 



78 



lin. 6 Die Formel \&<5ts avxs^ovc^iov 6s elvai oitov d' av ßovlrj&fjg ito- 
QEveöxtai ist bei einer Erbeinsetzung eigentlich sinnlos. Dagegen findet sie sich 
bei der Freilassung bei den Römern (Plaut. Menaech. 5, ,7, 40 : mea quidem hercle 
causa liber esto atque ito quo voles) und Grieclien (Wescher-Foucart, Inscr. de 
Delphes 167 lin. 5/6: £<p ? wxs slsv&soog si^isv . . . Ttoicov o kcc ftslyi xccl UTtoxQ8%cov 
oig %a ftslrji; 193 lin. 9; 234 lin. 6; cf. 336 lin. 6 u. a. 

lin. 7 Die Worte Hoog [. , ~\7t8Q yao tcsqI epe vo6ov vcpoQG)[i8vrj sind nicht 

ganz verständlich; eine passende Ergänzung der Lücke Weiß ich nicht. Dennoch 
scheint mir voöov jetzt ziemlich sicher und meine ursprüngliche Lesung %qo . [. . . 
uaiytSQ yäo Ttsol e\us ys oy% vcpoo(D{i8vr], die freilich einen einfachen Text gibt, 
bestimmt ausgeschlossen. 

lin. 9 (diesig als Personenname ist m. W. sonst nicht bezeugt; aber die 
Lesung ist ziemlich wahrscheinlich. Der Name Eccoybdirig kommt wiederholt vor: 
P. Oxy. 1,43 R. Col. III lin. 9, 26 u. ä.; 84 lin. 5 ; P.Goodsp. 12 Col. 3 lin. 13 ; 
P. Flor. 36 lin. 25 u. s. 

lin. 12 Pap. 7taQccx\.~] . [. .]]> ; ich wollte ursprünglich lesen 7caQax\if\Q\ßl~\y <(£V> 
xolg fjiiexeQoigi die Konjektur 7CaQx\y]%{e.l~\y , welche die Einschiebung des (ev) über- 
flüssig macht und auch paläographisch sehr wahrscheinlich ist, stammt von Vitelli. 

lin. 14 Hinter äya8\o\6i(vy ßoido[ica kann nicht sofort gestanden haben 
[t]g3z/ ö(f£Llo[i8r(DVi so daß die Erblasserin die Eintreibung der Schuld verfügt 
hätte, denn der Raum bei [x]av ist viel zu groß. In der Doublette ist an der 
entsprechenden Stelle nach einer Lücke im Umfang von vier Buchstäben erhalten 
Wahrscheinlich hat daselbst \ßt7to%\i\g gestanden. Im vorliegenden Exemplar 
wird man \yyjg cc7ro%]r}g ergänzen müssen, weil der Raum sonst nicht ausgefüllt 
wird. Statt qyaSoöiv las ich ursprünglich aitoßooiv^ mit der Bemerkung, daß 
der Ausdruck eigentlich besser für den Schuldschein passen würde, als für die aitoy?]. 
Der Vorschlag Vitellis, statt aito zu lesen äva 7 dürfte dieses Bedenken beheben. 

lin. 14 Im Duplikat vermute ich xc5 avxm [{iov~\ viw. 

lin. 16 Was zu S^eßamov zu ergänzen ist, steht dahin; nach den zvidia denkt 
man an Wein oder Ol. Hinter ii8xa\7t£y,Q;8iy erwartet man das Objekt (jie). Aber 
e]^iavx[if\v statt [st]g avx[o]v zu lesen, ist unmöglich. 

Nr. 30. 

STIFTUNG/ 

luv. Nr. 108 Verso. 

Papyrus H. 18% Br. 12 cm. Oxyrhynchos. 3. Jhd. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. . (Erster Druck Nr. 35 V.) 

Das Recto dieses Papyrus ist unten unter Nr. 31 abgedruckt. 

Der Papyrus, der wahrscheinlich ein Stück aus einem Testament repräsentiert, 
ist, wie Wilcken bemerkt, von hohem Interesse dadurch, daß er für das 3. Jhd. 



Nr! 30: Stiftimgsurkunde aus Oxyrhynchos. 



79 



n. Chr. den Fortbestand von Sitten und Anschauungen bezeugt ? die wir um viele 
Jahrhunderte hinauf verfolgen können. Wilcken erinnert zu diesem Text an das 
Testament des Bischofs Abraham, von Hermonthis (P. Lond. 1 p. 234 lin. 56 f.) ; 
wo die Bestattung nach der Landessitte vorgeschrieben wird (ßovXo{ica Kai ksXsvcj 
{Lsra tfjv 8[irjv e^odov rov ßlo(y) ti)v 7i£Qi6roXi]v rov i[iov Geblar og Kai rag aylag 
lio(v) TtQoticpögag kal ayanäg Kai tag rov &avdro(y) £iti6r\\iovg i^iioag exreXE0d , 7]vaL 
TiQovoCa (20V Karä rov hiti%d)oiov vö[iov). Die hiti6Y\\ioi ^iqai kehren auch im 
nachstehenden Papyrus lin. 1 wieder; der Inhalt der Landessitte wird durch den- 
selben illustriert: Kränze und Opfer sollen dem Verstorbenen dargebracht werden; 
für die Bekleidung der Mumie wird eine Summe festgesetzt und auch die Er- 
richtung einer Pyramide vorgeschrieben. Vgl. Erman, Ägypten und äg. Leben, 429. 

Ka\$i[\Kovxa rs\X\ov6r} sv rs £7tL6tf{ioig tjiiSQaig [ 
e]v £7cdötrj fmega drsqiavovöa Kai 67t[t]d , vovöa 
] . rjg IIXovtC[g)]vl ol'vov KBQ\a\iiBia roid>t[o\vTa 
] Xrjvbv xal 6[r]aq,vX7}g ßorovag roidxovra 
rs(?)~]Xsri}v ßovXo^at e$ov<3icc![J] ävrl rov hiti 5 

JO^oo iiov v . . IIXovrLC3v[.] sie 9 d^icpodov 
naQ£]{ißoXfjg iti\l] t'fj Xsyofilß^vri %oQr[o]&rjkri 

^diTtvrjrrjotov Ttobg rb £vo%el6d'ai 6vv 
] aig säv &eXfl fni8Qcci[g] äxcoXvrcog 

7ta]yrcov S rm> adeXcpcbv avrr\g Qmvog 10 
] dcböovöi avrfj. ä^yvolov doa%iiäg s%axo- 
\j5tag, itdvx&v(Y) bv\ra)v kvqCcov cbv ißovXrjd"r]v. HvYjXd)- 
\ßovtii <f slg rrjv 7t\£QL6toXY\v r\p\v 6oß\iariov uov aoyvQiov 
[ßQa%[iäg . . . aKo~\aCag Kai 67to[i]xodoptf6ö[v\tit, itvoaiiCda 

]cov daa%[i(x)v roiaxoöiwv BitaKoXov- 15 
\$ovvrog •-.(?) tov v]icov[o]v [iov Oewvog, [ß\dv7tSQ aXXog 

~]{iog rjrot bk Xißbg [rov] d'eov {iov r} i% a- 
[jt7]Xic3Tov avrod] [isrä dcdörrjiia itr\ypv 2§ slg rb iir\ 

\rovr[. . ^]i6&aL ds ßovXöjxaL Kai rr\v e- 

a\vrä t[ ] . oG&eyi . [.] oig disrdyrj V7tb 20 

]vrrjg [ ]g i[iov d8sXcpr\g Kai 

]tcov k[oI\ sv%aQi\p\rri6i {toi mir. 
] . Qadr] xarce Xe^-tv (?) o\vdhv rmy 
dl . . . [. .] 8 6r cd v ydio [. . . .\stv rlXG) . 



Hier bricht der Papyrus ab. 



80 



Nr. 31: Bruchstück eines Eegisters aus Oxyrhynchos. 



lin. 3 Anfang yr\$ oder tr\g. lin. 6 Falls via zu lesen, was nicht unmöglich, so 

wäre etwa zu ergänzen: ta cpdo (?)]#£<» {lov vlä niovticovi. lin. 7 Da der Text nach 

Recto aus Oxy. stammt, so wird "IjCTtscov .(Oxy. 247, 21 etc.) oder Avnicov (Oxy. 250, 19 etc.) 
vor U(XQs]^ßoXf]g zu ergänzen sein. lin. 11 Vor dwaovöi keine Spur einer Präposition, 

lin. 12 1. ävaloo[6ovai. lin. 18 Schluß hinter ^irj ein Füllstrich. 

Mitteis-Wilcken. 



Nr. 31. 

BEUCHSTÜCK EINES REGISTERS. 
Inv. Nr. 108. Recto. 

Papyrus H. 18% Br. 12 cm. Oxyrhynchos. A° 193—198 p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 35 R.) 

Der Papyrus ist unten abgebrochen und beiderseits abgerissen. Die ungefähre ur- 
sprüngliche Breite läßt sich aus den Resten der Regierungsdaten in lin. 1 
und 9 erschließen; sie muß etwa iy 2 mal so groß gewesen sein als die des 
erhaltenen Stücks, wobei noch yon der Möglichkeit abgesehen ist, daß 
weitere Columnen vorhanden gewesen sind. Auf dem Verso steht eine 
Stiftungsurkunde, welche in der vorigen Nr. 30 mitgeteilt ist. 

Der Inhalt des vorliegenden Stücks ist eine ävayqa(pr\^ über den Begriff vgl. 
Mitteis, Hermes 30, 596 — 7- das Verfahren bei ihrer Anlegung schildert der Brief 
des Paniskos an einen gewissen Ptolemaios Not. et Extr. 18, 2 Nr. 65, vgl. Hermes 
30, 597 und P. Oxy. 1 Nr. 34, letzterer allerdings vielleicht nur für die alexan- 
drinischen Registerbehörden, während unser Papyrus wohl aus dem ygacpslov von 
Oxyrhynchos stammt. Andere Beispiele enthalten P. Amh. 2, 98 und P. E. R. 
Nr. 2030—2034; 2045 bei Wessely Mitt. E. R. 5, 107 sqq. Nicht damit zu ver- 
wechseln ist das den ßißXio<pvla%eg eyxrrjöswv vorgelegte Register trapezitischer 
Kontrakte bei Vitelli P. Flor. 1 n. 24. Übrigens scheint die vorliegende avayQacpri 
nicht bloß Verträge zu enthalten, sondern in lin. 1—8 auch eine Eingabe an eine 
Behörde. 

\^'Etovg ....... Avto%QtttoQos KaCöccQog Aovnlov Hzit%i\ilov Usovyjqov Ev- 

öeßovg IleQxlvcMog Heßa6to\v 9 dQaßi7i[o~]v 'AdiaßyvLXov Tla%hv a. Ila^a 

®£G)VOg 

] Ttölecog Zliovv6i(p 'IovX[C]ov tov Jt[o]wf([o]v &icb tfjg airrjg [rtolswg 



Nr. 31 : Bruchstück eines Registers aus Oxyrhynehos. 



81 



]vog xov MsyvXov ccjtb TYjg avxfjg Tt6Xs(o[g]. MrjXQÖg {iov {i[ 
]o3v sIölv Qscovog xov xal r HQaxXdp[^i]covog aö%oXo[ 

] xal xb xax' £{ih r}[iL6v [{ijsQog xcbv dXXcov aTtoX8icp&£vx\cdv 5 

]xsXov xov xal UagccTtCcovog vTto\ivr^\iaxi6^ovg sitix^ 

x\cov xfj BTatQOTCfj [iov ö\i\aq)SQ0vxc3V [irjdh Ttsol ovxtvog \ 

^£cog xr\g Maiöovxog xb [ a]vxiyQa<pov. AovxQrjxtog JSslXo[g 

["Exovg AvxoKQ&xoQog KcciöccQog Aovxlov HsTtxi\iiov UEOvrjoov Ev- 

Geßovg TIsQxlvaxog Ü]sßa0xov 'Agaßwov Adi[a~]ßr}vixov <&aQ{iovd'L X. 

Aov%()[ijxLog 

av~\xcbv {ihv TtaxijQ) ^o[y] ös dvfiQ EaaccTttcov diad"rjxr][ 10 
rixo~\ls{ia£ov [irjxQbg TvscpsoöOLXog KoqvtjXlov <xjtb xfj[g] a\yxr\g TtoXscog 
sygaipa vTt]sQ avxfjg {iq sldvirjg yQcc{i[iccxcc. ^dtovvövog diovvölov [ 
]v TtoXscog {iqxQog A\i\8viirig döxfjg %aiQ8iv. *0{ioXo[ycb 
]v artb xov ovxog p^[ös] Uayfiv^ äitodcböG) de 6oi t[ 

]xoxov y£LVO[i8VYjg öoi xrjg TtQa&cog ex X8 i[iov xal ix [xcbv VTtaQ%6vxc3V [ioi 15 

TtdvXCJV 

Za\QcmayL{i(xiv cog (ixcbv) Xß- o(vXrf) yaaxQoxvrj^a) &Q(i<5x8Qa) 
] . ov ddeXcpov ®£Q{iov&CG)vog c HgaxXeL(p x<p xal Zlaoaiaa . [ 
^axoötag ix TtXr\oovg ovGag vTtsQ xgo<ps\Ccd\v xal iXalov xccl [ 
] avxrjv xov xe xoocpsCov [..]..[.] a avxf\g 

a%oy8\yttXaxxi<5\i8Vov xal r[ö] xsv%og Jtdörj[g] iitiyLsXsCag . [ 20 
'0£]vQvy%cov TtoXscog le[o8]vg GorjQidog xal "Itiidog xal 2JaQd\rtiSog xal xcbv 
tivvvdcov ftecov 

]exog äjcb xfjg avxf\g Tt\6Xs\cog yalgeiv. ^O^ioXoycb dit\86%^x8vaL 
xa]Xdvxcov dvo 6vp(p\mvrj]d , €i6G>\y TtQ]bg dXXtfXovg im[ 
cW\v yeixoveg voxov xal Xißbg 2Je .[...].. [. .]cov xal A[ 

j voxov ßa6iXixr\, ßoqoa xal dTtrjXt,\G)xov ..].[. fyiog Ag[ 25 
] Aiovvölov ZJaoaTtLcovog xal 'Aq . [.Jcovog To[^]og xa[l 
yvii]va6iaQ%tfGavxog , ßoQQä ZlaQaTtCcj\y\og rf HQcov\o]g aTtr^Ximxov 
^cov xcbv v7taQyßvx\cdv] xaxayo\acp . ,\ .] aTtsg 7taQ8[ 
^cpvXaxi . 8%co . . xal . . o . [ ] • 

~\y ®(bvig obg (excov) i,rj o(yXrj) [18x0371(0)) xal vx(sq) . . [ 30 

]ovg [irjXQbg Beift . . . [ ]g drf '0%vqvyy^pv TtoXscog 

ÖQo]%iiäg evvaxoöCag e^iqxovxa x[al h 
ScTto^xstöG) 6oi xb . [ ] xsi\isvov xs\cpaXaLOv (?) 

Leipziger Papyri. I. 11 



82 



]ato£ {iov ..[ ]v äitoMßrig t . [ 

] xal ..[..].. po[ ] äit 'O^VQvy^icjv rtöXecog 

Hier bricht der Papyrus ab. 

lin. 3 1. MeyvXlov. 

lin, 21 Zum leQSvg &orjQidog %al "Iötdog %al ZJccQ(t[7tidog xccl rcbv övvvdwv 
ftecov vgl. R Oxy. 1, 46 lin. 8 sq.; 2, 241 lin. 10 sq. 
lin. 25 Zu ßcrtdwri vgl. D. 43, 8, 2,22. 

Mitteis-Wilcken. 



GERICHTSAKTEN 



11* 



Nr. 32. 



BRUCHSTÜCK EINER GERICHTSVERHANDLUNG. 
Inv. Nr. 80. 

Papyrus H. 23 Br. 42% cm. Hermupolis. 3. Jhd. (nach 240) p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 19.) 

Anscheinend die letzte Colonne einer breiteren, das. Protokoll einer Gerichts- 
verhandlung enthaltenden Rolle, Rechtsseitig breiter Rand, am linksseitigen 
Rande Beschädigungen in der Breite weniger Buchstaben. 

Der Sinn dieser Urkunde ist bei ihrem fragmentarischen Charakter nicht 
festzustellen. Klar ist nur, daß eine gerichtliche Verhandlung vorliegt. *Eqiicc- 
vovßig kann, da ihm jede Titulatur fehlt, nicht als höherer Magistrat angesehen 
werden, womit auch der Name nicht vereinbar wäre; er ist jedenfalls ein Iudex 
pedaneus, u. zw. niederen Ranges. Als eine der Prozeßparteien — ich vermute 
als Klägerin; die Worte xccv %Xrj&8iGa rj yvvr\ iir\ v7tax[o]vöri^ lin. 14, beweisen 
nichts dagegen — ist jedenfalls eine der beiden genannten Frauen Aurelia Demetria 
oder (Aurelia) Aretus anzusehen; letztere ist wahrscheinlich die in Nr. 9 und 10 
vorkommende AvqtjUcc ^Qrjrovg r\ %al *Hqcovovj "Hgavog, und es wäre dann der 
Vorgang etwa in die Mitte des 3. Jhd. zu setzen; vgl. auch das Datum in lin. 11. 
Da in lin. 9 fg. Aurelia Demetria dem Kolluthos — der wahrscheinlich der Be- 
klagte ist — eine Zustellung macht, spricht die Wahrscheinlichkeit dafür, daß sie, 
nicht die Aretus, die Klägerin ist; die Rolle der letzteren bleibt zweifelhaft. 
Ebenso wessen Vertreter die Redner Ammonios, Sarapion und Origenes sind. 

Dementsprechend ist auch der Vorfall nicht sicher festzustellen, um den es 
sich handelt. Zunächst ist zu fragen, was der in lin. 8, 10 und 13 vorkommende 
Terminus iisradidovai besagen soll. In lin. 10 steht c ^8radidc3[iL Avqr\Ucp Kol- 
Xov&G) tcbqI rcddvtmv dvo, tcclq c3 söxlv sv {lEösyyyrfnaTL' \ Mstadidovca — der 
Ausdruck ist in den Papyri sehr häufig — heißt in der Verbindung xiv\ tcbqi 
xivog jemandem von etwas Mitteilung machen oder wegen einer Sache etwas 
zustellen und wird namentlich von Klagen oder gerichtlichen Verfügungen ge- 
braucht; man könnte demnach übersetzen: „Ich stelle dem Aurelios Kolluthos 
wegen zweier Talente zu, bei. dem sie im ^sösyyvrj^ia sind". Da ^sösyyvrj^a hier 
wohl die Sequestration bedeutet (cf. BGU. 592 II lin. 9: *Mv de [ii) ev xavxatg 



86 



i] Xvöig yev[rjT]ai) xä \_y]§vtfii(a)xa ev \ie6vyyvr\yiaxi (sie) 8<5xai'\ so sollte man 
glauben, daß . die zwei Talente yom Sequester zurückverlangt werden, womit das 
folgende ^sxeXaßov xb xovxov löov' sich gut vereinigt. Das Nähere bleibt unklar. 1 ) 
Lin. 9 — 10 enthalten, wie Wilcken zu dem ersten Druck bemerkte, eine Be- 
stätigung der von ihm schon Ostr. 1, 427, 499 vertretenen Ansicht, daß der e%i- 
öTodxrjyog der Kaiserzeit mit dem Procurator epistrategiae identisch ist. Denn 
hier ist der Diener des Epistrategen als vTtrjQexrjg x-fjg eitixQoitrig bezeichnet. 

[A^]^G)viog QrjxcoQ elitiev) ' 'Epe ovdertoxe xaxrj%r]6ev. /*Eo[iavovßLg Aqy\xovxi 

eljtev UrjiieQÖv xiva edida^ag; ['AjjiexoeLvaxo ' 
\Oi] xov tcqo&iiCov evorjxaöLv [ie. ^Eoiiavovßig IIslögovl eijtev ' r Slg TtQeößvxrjg 

%al ititixeoag ä^cog elith a oidag ev xcp itqd- 
\y\iax\i, [irjdevl xe%ao i6[ievov Ttoiaiy. IJeC\p](DV ei7t(e)' Uqo tcoXXov %qövov 

yeyova (sie) [lexa^v KoXXovd'ov rovtov xov VTtoßXrjd'evxog 
[ye]yovev ayoacpog peGeitia, ov {ivY}[[i]ovev(D ds\ xC ev xr\ ybetieixia hyevexo, 

TtQEGßyrrjg äv&ocoTtög elfit, ovx eviavxbg 
\ßi\ay£yovev ovds 8vo ovSs xolg. ^Eg^iavovßtg avxü el%{ev) ' Ov \ie^VY\6ai 

ovv; AnexQelvaxo' Av. t*Eo{iuvovßig Aidv[i(p eljt(e)' 
Kai öv xl Xeyeig; ^Aitexoeivaxo' Kayh xb av\x\o Xsyw, TtoXvg %o6vog 8ca- 

yeyovev, ov [istivr}{iaL. 'A[i[iebvio[g Q\rjxcoQ elircev 
'Ev co {is'vxoi oj^ioXoyrjöav ^eöeixiav yeyevfjö&ai,) 6[ioXoyov6iv xäg yevo^ievag 

övv&rjxag. 'SlQLyevrjg veaxeoog 
qtixwq et7t(e) ' Abg i r\yblv v\yL&qav. EaQaiti\(nv\ qy\xcoq elniev) ' Avayivcoöxco 
Ttcbg rj[i8Lg ^lexadedmxa^iev. Av[a]yvovxog ovxcng' 

'Ei> evxeXevöewg xov xoaxlöxov eiii6[x\oaxrjyov KXavöCov KXeoyevovg 

eitaxoXovfrovvxog Avqy}Xlov nxoXe^iaCov v7trjQ8Xov 
xfjg 87axQ07tfjg. Avor\Xia ArjarjXQia rj xal 'Avovßaoiov döxij \x,exa- 
dCdwiio AvQrjXtG) KoXXov&cp <(xal) ag %Q7]^(axc^et) Ttegl x[a]- 
Xdvxcov dvo 

1) Ich habe eine Zeitlang daran gedacht, ob nicht das iistadidovaL und ^ta&Mnansv 
in lin. 10 und 8 soviel bedeutet wie „in Sequestration geben u ; man müßte dabei das 'tcsqL so 
deuten, daß über die zwei Talente (mit Eigentums- oder Forderungsklage) prozessiert war und 
sie dabei sequestriert wurden. Der Terminus iistadtdovca müßte sich dabei so erklären, 
daß durch die Sequestration dem Sequester eine Art Mitbesitz am sequestrierten Gegenstand 
eingeräumt wird. Indessen läßt sich diese Bedeutung von {Lsxctdidovcci nicht nachweisen; denn 
in dem Kaufvertrag über ein Hausdrittel BGU. 350 lin. 13, wo es heißt: die Käuferin soll das- 
selbe besitzen %al ncolovacc %al vitotL^ov6a (sie) %al kxiqoig \ls zcididovaa , kann diese letztere 
Klausel, trotz der Nachbarschaft des vitonftovca doch auch darauf bezogen werden, daß die 
Käuferin andern den Mitgenuß einräumen darf, wie es in P. Grenf. 1, 60 lin. 46 und den dazu 
zitierten Parallelurkunden heißt: reuvoLg ^staStdovccL. 



87 



tcccq o5 eöxiv sv ^eösyyyTj^art. ("Etovg) A\y]xoxoäroQog KatGccoog 
MttQXov 'Avx&viov roodcavov EvGeßovg Evxvyovg [2J]£ßa6xov 

AvQrjXtog Koklov&og ^£xiX\a]ßov xb xovxov töov dt,' £[iov xov vlov 
Nsixavnvöov , ^ [isxa xijv avdyvcDöcv 'SlQiysvrjg vscjts- 
Qo[g Qjijxmo eiTtsv *H{i£iv vvv \ib\xa\86xoo. ^EQ^avovßtg avxco £i7t(s)' [i£- 

xdlaߣ xal x?\ £%r\g öikccGliico a%ov6o\i£\y\. Kai %Q06£&riK£v • 
Kav %XYi&£i<5a rj yvvij {ii) vjtaK[o]v6rj aito[q)]avov[icci w6£av KHvri&cb. A^iig)- 
viog QrjxcoQ slit{b) m Tlaoa öxqccxlcoxti ii£lvcc- 

xgj ..[.]. . [. .] . v[. .]i]6ov iv [ §\r\XQdo £i7C£v * 'Ixccvbv didöaöLV; ^Eq^lcc- 15 

vovßig ditw ( I%ava \7taQ)a6%£XCö<5uv. 

lin. 1 Vor ^EQybavovßig jedesmal ein schräger (/), einmal (lin. 15) ein oben gebrochener (r) 
Strich; daß er den Spiritus asper bedeutet, ist nicht leicht anzunehmen. Dieser ist zwar in 
den Papyri nicht ohne Beispiel, aber bisher nur in literarischen Stücken, nicht in Urkunden 
(Kenyon, Palaeography of Greek Papyri p. 30; literarische Beispiele auch bei CrÖnert, Arch. 
f. Pap.-Forsch. I 105, 504). Es kommt dazu, daß unser Papyrus ihn bei andern aspirierten An- 
fangslauten nicht hat. Vielmehr soll der Strich die Rede des Vorsitzenden hervorheben, 
lin. 2 itQO&nlov Metathesis für 7toQd'{iiov (Wilcken, Grenfell). h'n. 3 Ttoi&v Wilcken. 

Statt yiyova 1. yiyovs. lin. 5 iii= Ov. Schreibfehler oder dialektisch? lin. G tö 

av[T]b Isycn W. lin. 7 iv w W. lin. 10 rj %cä 'AvovßaQiov W. Hinter KölXov&cp 

ist einzuschieben (%aiy. — Ttsgi W. lin. 12 xb — l'aov W. lin. 14 -oca[V| statt %axa- 

("Klri&Eiaa) nach der Transkription vorgeschlagen von Vitelli. — cctcö (statt a[<ür]o[i;]) Vitelli, W. 
— GTQcttiwxri psivcc- W. lin. 15 \7taq\aa- W. . 

lin. 3 \_ysy~\ovu ist Verschreibung für yiyov£. Da ferner {isxcc^v auf das Vor- 
handensein zweier Personen hindeutet, denkt man daran, zu lesen KoXXov&ov 
(xai) xovxov xov vjzoßlrj&wxoj ; aber da im übrigen lauter Frauen als beteiligt 
erscheinen, würde dabei das Maskulinum xovxov auffallend sein. Auch scheint 
vTtoßlrftdg sich auf den Beklagten zu beziehen , der eben Kolluthos sein dürfte 
(s. oben S. 85). 

lin. 4 \yzy\ovw dittographiert; vgl. Bern, zu lin. 3. — Zu ov% ivtavxbg dia- 
yiyov£v ovdl dvo ovds T[o]ig vgl. die Wendung ov% ana% oidl Ö£vx£qov ovdl 
xqCxov unten Nr. 37 lin. 21 und Nr. 40 lin. 21. Über den Begriff von {i£<j£ixCu 
vgl. Hermes 30, 617 f. 

lin. 8 Die Aufforderung *dbg ^iv ruidoccv' geht entweder an den Gegner 
dahin, das Datum der in lin. 7 genannten 6vv&ri%ca anzugeben oder an Hermänubis 
dahin, daß er einen (weiteren) Termin ansetze. 

lin. 11 Daß ^isöeyyvr^a die Sequestration bedeutet, wurde schon bemerkt. 
Sequestrationen sind gerade in den Papyri keine Seltenheit (Hermes 30,585 — 587; 
dazu noch BGU. 592 Col. II lin. 9). 

lin. 13 diKdöi^iog (sc. riu£Qa) ist der Gerichtstermin. 



88 



lin. 14 Der Ausspruch des Hermanubis äitoq)avov]iaL wösäv %€ivrjfr(b heißt 
wahrscheinlich: „ich werde entscheiden, wie ich mich bestimmt sehe". Wenn, 
wie ich vermute , rj yvvij in dieser Zeile sich auf die Klägerin bezieht , sieht man 
nicht, weshalb bei dieser die Besorgnis des Ausbleibens besteht. Nach den 
Grundsätzen des ordentlichen Prozesses wäre übrigens der ausbleibende Kläger 
jedenfalls abzuweisen gewesen (Bethmann-Hollweg C. Pr. 2, 604). 

lin. 15 Ixavbv didöaöiv geht auf eine Cautio judicatum solvi. 

Nr. 33. 

DENUNCIATIO EX AUCTORITATE. 

Inv. Nr. 487. 

Papyrus H. 26 Br. 45 cm. Hermupolis. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Beiderseitig abgerissen, am obern Rand lückenhaft ; außerdem durch drei große 
Lücken zerklüftet, welche, oben ziemlich schmal beginnend, sich in der 
Mitte auf 8, resp. 4 und 4 cm erweitern. In Col. II ist zwischen lin. 18 
und 19 ein Spatium vorhanden. Die darunter befindliche Hälfte ist nicht 
bloß weit mehr beschädigt (vage Konjekturen unterdrücke ich), und wegen 
starken Verblassens der Schrift stellenweise kaum mehr zu lesen, sondern 
auch flüchtiger geschrieben, doch scheint die Hand dieselbe zu bleiben. 

Der nachstehende Papyrus ist ebenso interessant, als vermöge mehrfacher 
Lücken und Verletzungen der Schriftzüge, sowie eines darin vorkommenden sinn- 
störenden Schreibfehlers (S. 91) schwierig. In der nachfolgenden Darstellung des 
Sachverhalts ist die Richtigkeit des angenommenen Tatbestands teilweise dadurch 
bedingt, daß die vorgeschlagenen Lesungen resp. Ergänzungen der zweifelhaften 
oder lückenhaften Stellen im Papyrus zutreffen; es muß daher der Vorbehalt ge- 
macht werden, daß durch Vervollkommnung der Lesung, welche ich nach langer 
Arbeit an dem Stück heute nicht weiterführen zu können bekenne, sich einzelnes 
anders darstellen kann. 

Als tatsächliche Sachlage nehme ich folgende an: Es handelt sich um einen 
Streit über den Nachlaß eines Erblassers namens Paxa[s] zwischen dessen Ab- 
kömmlingen. Zu diesen gehören 1) die Klägerin Sarapiäine; wenn meine Er- 
gänzung der zweifelhaften Stelle in lin. 1—2 zutrifft, Tochter des Paxas und 
der Mutter Didyme; 2) der Benefiziarier Herakleon, der Offizial Isidoros (dieser 
wahrscheinlich identisch mit dem auch sonst in den Leipziger Papyri so häufig 
vorkommenden Mann gleichen Namens und Standes), Syra und Sokrates; diese 
vier sind die Kinder der vorverstorbenen Tochter des Erblassers, Nemesilla; 3) die 



A° p. C. 368. 



Nr. 33: Denunciatio ex auctoritäte aus Hermupolis. 



89 



nicht namentlich genannten Kinder (?)*) einer vorverstorbenen Tochter des Erblassers, 
Dionysia; 4) Heliodora; 5) Theoneina, diese beiden sind Töchter des Erblassers. 
Der Stammbaum wäre demnach so: 



-f- o Erblasser (Paxas) 




A 

+ Nemesiila 



A A A A # 

+ Dionysia Sarapiaine Heliodora Theoneina 





□(?) □(?) 
O O A O Unbenannte 

Herakleon Isidoros Syra Sokrates Kinder (?) 

Hinzuzufügen ist, daß das Altersverhältnis der fünf Töchter sich aus dem 
Passus Col. II lin. 11 c Ns^sötala (sie) xa[i] Aiovvtiia TtQSGßvteQcci ov\ßai x]y]v 
fjfoxLccv' wenigstens teilweise ergibt. Damit stimmt es überein, daß laut lin. 11 
Nemesiila und Dionysia zur Zeit der Testamentserrichtung bereits verheiratet waren, 
die übrigen Töchter noch nicht. Rechtliche Bedeutung hat dieser Punkt nicht. 

Der Erblasser hatte letztwillig verfügt, daß Nemesiila und Dionysia als durch 
ihre Mitgiften abgefunden gelten sollten, die (zur Zeit der Testamentserrichtung 
noch unverheirateten) drei Töchter Sarapiaine, Heliodora und Theoneina Erbinnen 
des vorhandenen Nachlasses seien. In der vorliegenden Eingabe wird nun namens 
der Sarapiaine eine TtaQccyyskia vollzogen. Diese ist offenbar dadurch veranlaßt, 
daß Nemesiila und Dionysia nach erlangter Großjährigkeit sich mit ihren Mit- 
giften nicht ziffrieden gaben, sondern, anscheinend im Widerspruch zum väterlichen 
Testament, noch Anteil am Nachlaß beanspruchten und sich in dessen Besitz 
setzten; der Anspruch der Sarapiaine richtet sich demgegenüber auf Anerkennung 
ihres Hechts auf ein volles Drittel der Erbschaft. 

Die vorliegende naqayyeXia ist nicht die erste in dieser Sache, aber die 
früheren hatten nicht zum Ziele geführt, vielmehr schleppte sich der Rechtsstreit, 
worauf bei der juristischen Erörterung zurückzukommen ist, durch Jahre fort. 
Sarapiaine wird . gegenwärtig von dem Arzt Athenodoro's vertreten, und zwar, 
wenn die Ergänzung \%ar evxolr\v xr\v\ %ccl avaXYipcp\ß-]sl6a[v] rolg riys^oviKolg 
v7toiivrj{iaöL richtig ist, für welche ich mich auf Col. II lin. 30 stütze, kraft einer 

1) In Col. II lin. 12 (cf. 22) ist allerdings nur von %lr\QOv6\ioi die Rede und das könnten 
auch andere Erben sein; dieser Punkt des Stammbaums ist daher mit Fragezeichen zu ver- 
sehen. Die Sache ist übrigens ganz gleichgültig. 

Leipziger Papyri. I. 12 



90 



Nr. 33: Denunciatio ex auctoritate aus Hernmpolis. 



diesem erteilten Vollmacht. Da ein Vormund der Sarapiaine nicht genannt ist, 
scheint man annehmen zu sollen, daß diese derzeit schon volljährig ist. 

Ob die beiden Miterbinnen Heliodora und Theoneina gleichfalls gegen Dionysia 
und Nemesilla Klage erhoben hatten , darüber erfahren wir nichts. Jedenfalls 
kommen im gegenwärtigen Prozeß Heliodora und Theoneina nicht mehr in Betracht, 
außer insoweit, daß Sarapiaine ihr Miterbrecht anerkennt und darum ihren An- 
spruch auf einen Teil des Nachlasses einschränkt. Übrigens sind Dionysia und 
Nemesilla während des Prozesses gestorben und durch ihre Erben repräsentiert. 
Außerdem haben die Erben der Dionysia sich mit der Sarapiaine ausgeglichen, 
/so daß der Streit sich nur noch auf die Erben der Nemesilla beschränkt. 

Gehen wir nun zu dem prozessualischen Verlauf der Angelegenheit über, so 
wird das Verständnis weniger durch die Lücken des Papyrus als durch die 
konfuse Darstellung erschwert. 

1) Ich glaube annehmen zu sollen, daß die vorliegende TCUQayysXCa (Litis 
denunciatio) die vierte ist, also drei solche vorausgegangen sind. Zwar ist die 
Lesung in Col. II lin. 27 : TtaQ^ayyeX { coö } 0{iev rb T8t\ciqtov], wie ich ausdrücklich 
betone, recht unsicher; doch ergibt sich die Zahl der Parangelien daraus, daß 
der Kläger zwei statthalterliche Dekrete anführt, welche ihm die Erneuerung 
(ßeparatio temporum, avccvewötg xcbv %qovg)v) des verfallenen Prozesses gestatten. 
Nach dem zweiten Dekret hatte die dritte TtaQayysXCa stattgefunden, und die 
gegenwärtige ist die vierte. 

* Dabei waren diese Ereignisse sich anscheinend keineswegs rasch gefolgt. 
Denn die beiden .Reparationsdekrete sind von Plavios Strategios, welcher, wie wir 
aus P. Amh. 2, 140 wissen, schon im Jahre 348 Präses der Thebais war und es 
keinesfalls bis über das Jahr 357 geblieben ist, wo Pomponios Metrodoros diese 
Würde bekleidete. 1 ) Der gegenwärtige Prozeß findet aber im Jahre 368 vor dem 
Statthalter Plavios Herakleios statt. Will man also nicht annehmen, daß Stra- 
tegios zu verschiedenen Malen Präses der Thebais gewesen ist, was ja allerdings 
möglich wäre, so muß man dem Streit eine ziemlich lange Dauer zuschreiben. 
Im einzelnen war der Hergang dieser: 

Athenodoros hatte schon unter oder vor der Verwaltung des Strategios das erste 
Mal gegen die Dionysia und Nemesilla eine TtaQccyysXCa erhoben. Dieser Prozeß war 
hinfällig geworden (sxjzs{i}(jg)v xcbv %q6vg)v, Col. I lin. 6) — in welchem Sinn das 
verstanden werden kann, ist später zu erörtern — , und darum erwirkte Athenodoros 
bei Strategios ein Dekret, welches ihm die ßeparatio temporum bewilligte; dieses 
ist das in lin. 8 — 9 angeführte in lateinischer Sprache. Darauf neuerliche 
TtctQayysXCa, wieder Nichtgestellung und Fristverlust; danach das zweite, griechische, 
Dekret des Strategios lin. 9 — 10, das schon in seinem Wortlaut sich als ein von 

1) Vgl. die von mir gegebene Liste der Statthalter der Thebais in der Festschrift für 
Jules Nicole, 1905, S. 372. 



Nr. 33: Denunciatio ex auctoritate aus Hermupolis. 



91 



dem ersten zu unterscheidendes (nicht etwa eine bloße griechische Übersetzung 
desselben) darstellt. 1 ) Denn die Begründung lautet in dem ersteren: c cum eludatur 
is } a quo evocaüim ■ est' , im zweiten eiceidri r\ dixrj e$87te6ev. Dieses selbe Dekret 
ist aber auch gemeint in lin. 5 — 6 mit den Worten rov %vq£ov iiov rov Xap- 
itQOxdtov r}ys[i6vog <DX(ccvCov) r HoaxXelov a7tocp7]va[i£vov Sslv [SsvtjsQov ysivsö&ccL 
<xvav8(x)6iv; denn hier ist augenscheinlich ^HqukXslov verschrieben für ZJrQurrjyCov. 2 ) 
Auf Grund dieser zweiten Reparatio seitens des Strategios hat nun Athenodoros 
soeben vor Einreichung unserer Urkunde unter Plavios Herakleios wieder eine 
TtaoccyysXla vollzogen. 

Diese dritte, von der vorliegenden vierten wohl zu unterscheidende itaoay- 
ysXla ist freilich nur sehr versteckt angedeutet; sie liegt in den Worten lin. 5 
dXXä xal vvv avao%6g \ß\oi ysyovev rj dtxri ; das %ai vvv zeigt, daß Athenodoros 
soeben wieder einen Prozeß zu beginnen versucht hatte. Die unmittelbar daran 
sich schließenden Worte rov kvqlov [iov rov [Xcc\ii'JtQordrov r}y£[i6vog <&X(ccvlov) 
^HoaxXelov ä7tocpriva[i8vov östv [ßsvrjsQov ysLVSö&ca dvavicoötv sind, wie eben 
gesagt, eine große Crux und vielleicht der irreführendste Passus der ganzen Ur- 
kunde. Man ist nämlich beim ersten Lesen geneigt, sie so zu verstehen, daß sie 
ein Dekret bezeichnen, welches der mit dieser dritten TtaQccyysXia angegangene 
Statthalter (Herakleios) zur Erledigung derselben ausgesprochen hatte; aber das 
ist keineswegs gemeint, da ja schon der Inhalt des Dekrets zeigt, daß es mit 
dem gar nicht von Herakleios, sondern von Strategios erlassenen zweiten Reparätions- 
dekret identisch und bloß der Name des Statthalters verschrieben ist. Vielmehr 
hat die Erledigung dieser dritten jtaoayysXCa überhaupt nicht mehr in einer dva- 
vsaöig bestanden, sondern in der Anordnung einer itaQayysXla i% av&evriag 
(lin. 7 : c dvdqypv rr\g dCxrjg öcp&SLörjg, i$ av&svxiag rov dixccdrrjQLov itaqay- 

1) Denkbar ist allerdings auch, daß die Reihenfolge der Dekrete die umgekehrte war, 
d. h. das griechische das ältere ist. Die Annahme eines solchen Anachronismus könnte sich 
allenfalls darauf stützen, daß das lateinische Dekret in verstärktem Ausdruck von einem 
c eludere' spricht, das der Kläger erleidet. Doch ist die Zeitfolge der Dekrete ganz gleich- 
gültig. 

2) Diese Auffassung, welche nur eine in den Papyri bekanntlich keineswegs unerhörte 
Verwechslung der Namen voraussetzt, scheint mir die einzig zulässige. Andernfalls, d. h. 
wenn man annimmt, daß in lin. 5/6 'HganXelov in Ordnung ist — so daß die erste Reparation 
von Strategios, die zweite von Herakleios herrührt (in diesem Fall wäre aTtQyr\vci\ilvov zu über- 
setzen mit „worauf er den Bescheid erließ") — , muß man entweder annehmen, daß die De- 
krete in lin. 8 — 9 und 9 — 10 identisch sind, wo dann ein und dasselbe Dekret unglaub- 
licherweise doppelt und beidemal in verschiedener Fassung angeführt würde. Oder aber man 
glaubt, daß die Yerschreibung des Namens nicht in lin. 5/6, sondern in lin. 9 zu suchen, d. h. 
anzunehmen ist, daß es dort statt Urgatriyiog heißen solle ^Hgunlsiog-, aber auch das ist nicht 
ansprechend, denn es wäre dann auffallend, daß das eine Mal (lin. 9) dem ^HgauXeiog der 
Titel %6[Lsg beigelegt wurde, das andere Mal (lin. 5) nicht. Die juristische Auslegung der Ur- 
kunde , insbesondere das über die Bedeutung der Frist und der Reparatio Auszuführende, bleibt 
übrigens auch bei dieser Auffassung vollkommen bestehen. 

12* 



92 



Nr. 33: Denunciatio ex auctoritate aus Hermupolis. 



YlßXjstS 9 )- 1 ) Demnach, bedeutet der Passus <x7toq)Yjvcc)i£vov sq. nicht: „die %a- 
QccyyeHa blieb erfolglos, worauf der Statthalter (sc. Herakleios) das Dekret er- 
ließ", sondern: „sie blieb erfolglos, (auch) nachdem der Statthalter (sc. Strategios) 
das Dekret erlassen hatte", wobei dieser letztere Zusatz im Grunde also sehr über- 
flüssig ist. 

Die Frage, warum Athenodoros so langmütig ist und diese dritte itaQayysXla^ 
wie es wenigstens nach der uns allein bekannten Chronologie des Strategios an- 
zunehmen ist, erst viele Jahre nach der zweiten anbringt, mag vielleicht darin ihre 
Beantwortung finden, daß er mit seinen Gegnern in Ausgleichs Verhandlungen ge- 
treten war. 

2) Ehe wir nunmehr das Weitere untersuchen, ist zunächst die gegenwärtige 
Sachlage zu präzisieren. 

Diese geht dahin: Nachdem auch diese dritte, unter Herakleios vorgenommene 
TCUQCcyyeMcc erfolglos geblieben ist, vollzieht jetzt Athenodoros durch die gegen- 
wärtige Urkunde eine TCccQccyyaUcc «| av&evrlas, welche ihm der Statthalter am 
Schlüsse des Verfahrens über die dritte TtccQccyyeXLcc schon gestattet hatte. IIccQccy- 
ysXCa et, av&evtCag ist offenbar dasselbe, was die Vat. Fr. § 167 eine Denun- 
ciatio ex auctoritate nennen. Man unterscheidet nach dieser Stelle den eben 
genannten Begriff und die Denunciatio suo nomine (der letztere Name ist nicht 
quellenmäßig, sondern gebildet von Mommsen in seiner Ausgabe der Vat. Fr. S. 57 
Anm. 3), d. i. einerseits eine vom Magistrat ausgehende und das Kontumazial- 
verfahren anbahnende und eine bloß vom Kläger erfolgende Ladung (vgl. meine 
Ausf. C. P. R. 1 S. 84 ff.). Offenbar hatte Athenodoros bis jetzt nur suo nomine 
geladen. Mit der TtccQayysXlci e% av&svrtag dagegen eröffnet er das Kontumazial- 
verfahren; dasselbe besteht bekanntlich darin, daß der Beklagte dreimal e% av- 
ftevTLac;, d. h. vom Gerichtsmagistrate (in Rom dem Prätor, in der Provinz dem 
Statthalter) geladen wird, zu erscheinen, und wenn auch die dritte Ladung er- 
folglos bleibt, nach dem Antrag des Klägers gegen ihn erkannt wird. 

3) Gehen wir nun auf die juristischen Fragen über, so ist besonders interessant 
für die Geschichte des spätrömischen Civilprozesses der in der Urkunde erwähnte 
Umstand, daß ^ dizrj e^sitsösv' (Col. II lin. 10), oder daß der Kläger *8%87ts6sv 
xg)v %q6v(dv' (ebenda lin. 6), sowie die daran sich anschließende Reparatio tem- 
porum. Wir berühren damit die bekannte Streitfrage, welche Bedeutung die 
Reparatio temporum und die bekannte viermonatliche Frist im Denunziationsprozeß 
der nachklassischen Zeit gehabt hat. Denn daß mit den %qovoi jene Frist ge- 
meint ist, kann keinem Zweifel unterliegen. Bekanntlich bestehen hierüber ver- 
schiedene Ansichten. 

a. Nach der einen, von Cujaz und Jacobus Gothofredus ab bis heute herr- 
schenden, sind die vier Monate eine Frist, welche mit der Behändigung der 



1) Vgl. die vorige Anmerkung. 



Nr. 33 : Denunciatio ex auctoritate aus Hermupolis. 



93 



Litis denunciatio (tfccQccyyeXtcc) zu laufen beginnt und an deren letztem Tage 
der Beklagte sich zur Gerichtsverhandlung zu stellen und diese zu beginnen hat; 
danach ergibt diese Frist gleichzeitig einen Termin für das Erscheinen. Die 
Separatio dagegen wird dann notwendig ; wenn der Kläger sich an diesem Termin 
nicht zur Verhandlung gestellt hat. 

b. Nach einer andern ; yon Bruns in seinem Kommentar zu den §§ 75 ; 76 
des syrisch-römischen Rechtsbuchs (Londoner Handschrift) zuerst ausgesprochenen 
Meinung bedeuten die vier Monate eine Frist ; binnen deren der Kläger sein 
Recht nachzuweisen hat; die Reparation muß eintreten ; wenn ihm dies nicht 
gelungen ist, wobei übrigens, wenn infolge von Einwendungen des Beklagten 
nach erfolgter Begründung der Klage ein längeres Verfahren notwendig wurde, 
hierfür nicht mehr viermonatliche ; sondern viel längere Terminationen bestanden 
(Bethmann-Hollweg, Civ.-Proz. 3, 195). *) 

ad a. Was nun zunächst das Verhältnis des Inhalts unseres Papyrus zur 
herrschenden Lehre .anlangt, so ist davon auszugehen, daß nach dieser eine 
Reparation dann notwendig ist, wenn der Kläger in dem (durch Ablauf der vier- 
monatlichen Frist- gegebenen) Verhandlungstermin ausgeblieben ist. 

Mit der herrschenden Lehre also läßt sich der Inhalt der Urkunde nur dann 
vereinbaren, wenn man annimmt, daß Athenodoros nach den beiden ersten Paran- 
gelien beidemal selbst von der Verhandlung ausgeblieben war. 2 ) Diese Annahme 
ist nur dann möglich, wenn man die den Beklagten vorgeworfenen vTtSQ&iösig 
nicht als vor Gericht angebrachte, das Verfahren verzögernde Schikanen ansieht, 
sondern als außergerichtliche Verhandlungen. Undenkbar ist das nicht 3 ); es ist 
möglich, daß die Erben der Nemesilla die Klagepartei durch Teilkonzessionen oder 
Versprechungen zweimal dazu gebracht hatten, von der Durchführung der ein- 
geleiteten Rechtsstreitigkeit abzustehen, d. h. selbst von der Verhandlung aus- 
zubleiben; man könnte dafür anführen, daß mit den Erben der Dionysia tatsäch- 
lich ein Vergleich zustande gekommen war. Man müßte dann das lateinische 



1) Doch zeigt das Institut der Dilationen (C. Th. 2, 7), daß die Richter auf alsbaldiger 
Verhandlung zu bestehen hatten; daß daneben sogar eine uns unbekannte Termination des 
Verfahrens als Ganzes gegeben war, ist eine nicht schlechtweg abzuweisende Möglichkeit. 

2) Dem steht es natürlich rechtlich gleich, wenn er zwar allein erschien, es aber ver- 
säumte, das Ausbleiben der Beklagten zur Stellung eines Antrags auf Einleitung des Kontu- 
mazialverfahrens zu benutzen. 

3) Es läßt sich gegen diese Bezugnahme auf außergerichtliche Verzögerungen auch 

nicht anführen, daß laut lin. 25 die Beklagten f TtctQccyQcccpalq i7csv6rj6av, mg ort 6 . [ ] 

shtsv qxi ccvcclritiip8t[(XL i~\y v7toiLv\ri]{Lct6i or[t'; denn selbst wenn man daraus folgern wollte, 
daß beide Teile vor Gericht erschienen waren, was ich durchaus ablehne (s. auch unten S. 97), 
so bezieht sich doch dieser, auch schon wegen seiner mangelhaften Erhaltung als Argument 
nicht wohl zu verwendende Passus anscheinend nicht auf das Verfahren über die beiden ersten 
Parangelien, bei denen die Reparation stattgefunden hatte, sondern auf die dritte Parangelie, 
bei der es zu einer Reparatio gar nicht mehr kommt. 



94 



jNr. 33: Denunciatio ex auctoritate aus Hermupolis. 



Dekret des Strategios, welches die dem Kläger widerfahrene „Elusion" berück- 
sichtigt, darauf beziehen, daß 'Strategios diese außergerichtlichen Hergänge im 
Auge hatte. Der Ausdruck wäre ja, da Strategios von diesen Vorgängen keine 
amtliche Kenntnis hat, etwas auffallend; unmöglich ist er nicht. 

ad &. Lehnt man diese Auffassung ab, betrachtet man vielmehr die vTtSQ&etfsic; 
der Beklagten als eigentliche Prozeßschikane, so muß man auch die herrschende 
Lehre vom Wesen und den Voraussetzungen der Reparation aufgeben. Denn dann 
ist es sicher, daß die Reparation trotz Erscheinens des Klägers notwendig geworden 
war, und dann kann ihr Grund nur darin gesucht werden, daß irgend ein anderer 
Erfolg nicht rechtzeitig erreicht worden war. Welcher könnte das sein? Gewiß 
nicht, wie Wieding meinte, das Endurteil; denn daß eine Prozeß Verjährung von 
vier Monaten viel zu kurz ist, ist gegen ihn mit Recht allseits eingewandt 
worden. Eher könnte man sich folgendes vorstellen, wobei ich freilich, ein voll- 
ständiges Bild des Verfahrens entwerfen muß. Dieses könnte so gewesen sein: 
Der Beklagte hat sich nach der Ladung alsbald zu stellen, ein bestimmter 
Termin des Erscheinens, insbesondere ein auf vier Monate gestellter, existiert 
nicht. Beide Parteien haben vielmehr am Gericht immer anwesend zu sein und 
zu warten, bis ihre Sache, die ja auf die Verhandlungsliste gesetzt sein muß, zur 
Verhandlung aufgerufen wird. Nur hat der Kläger darauf zu sehen, daß nicht 
etwa durch einverständliche Verschiebungen der Verhandlung oder eine von ihm 
geduldete Verspätung des Beklagten oder durch prozeßhindernde Einreden oder 
sonst durch mangelhaftes „peragere actiones" (unten S. 95) seinerseits der Vollzug 
der Litis contestatio durch länger als vier Monate aufgeschoben wird. Daß jene 
unbestimmte Ladung möglich ist, zeigt der französische Prozeß, welcher auch den 
Bewohnern von Elsaß-Lothringen noch in Erinnerung ist und der nur eine solche 
allgemeine, keine Ladung auf einen bestimmten Termin kennt. Ja vielleicht ist 
diese gleiche Normierung des Ladungsverfahrens auch bei den Römern in einem 
speziellen Fall noch nachweisbar. In dem kaiserlichen Edikt über die Appellations- 
verhandlung im Strafverfahren BGU. 628 (mit meinen Ergänzungen Hermes 
32, 629 f.) heißt es (Cöl. I lin. 8 f.): sdlubriter praefihitis temp(p)ribus intra 
qu(a)e [ejtim ex provinciis ad agendum venifssejnt utraefquej [p]arte[sj nee 
discefdejrent prhisqitfam] ad diseeptanfdtijm . . . [venis]se[nt, alioqiiin] seirent fore 
■u[t aljtera parte audita ser[v]aret[u]r sententia aut [seejimdum praes[ente]m 
prommti[arektr ; sin vero] neutfer] litiga[nti]em (sie) adfuissei, ex[eid]ere tum eas 
[Utes ex orjdine eognitiontim offici nostri. Denn hier sollen die Parteien nicht 
an einem bestimmten Termin erscheinen, sondern nur zu einer bestimmten 
Session ; innerhalb dieser haben sie auf die Verhandlung zu warten; wenn keine 
erscheint, fällt die Sache aus, wobei der gebrauchte Ausdruck c excidere ex ordine 
cognitionum' ein merkwürdiges Parallelstück zum hnniuxBiv unseres Papyrus bildet. 

Wäre also das hier gezeichnete Bild das richtige, so würden die vier Monate 
nicht das erstmalige Erscheinen der Parteien vor dem Gericht hinausschieben, 



Nr. 33: Dentmciatio ex auctoritate ' aus Hermupolis. 



95 



sondern einen Zeitraum bedeuten , innerhalb dessen die bereits eröffnete 
Verhandlung zu einem bestimmten Erfolg gedeihen müßte. Vielleicht wird 
dies auch wirklich in der Novelle 34 § 14 von Valentinian III. vorausgesetzt. 
Diese Stelle lautet: *petitorem internus, postquam eclito actionis gener e adver sarium 
suum tenuit et ad respondendum eoegit, proposüae litis probationibus imminere, 
quoniam ad damnosam iudicii observationem quemquam prius non debet idlus attrahere, 
quam omnia documenta praepararit, quibus exhibitum in disceptatione convincat. Quod 
et scitis veterum principum continetur. Alias, si quis ad iudicium quem venire con- 
pulerit, et eodem in officio vel fideiussionis vincido constikdo non urgeat, quo intra 
quattuor v.enses instiüdas peragat actiones, et constiterit hidicem caussas alias cogno- 
visse, petitor, qui secretarium viiio suo noluit introire, sumptus expensasque restituatj 
quoniam actoris tergiversationem esse non convenit impunitam.' Wäre wirklich, wie 
selbst die herrschende Lehre (Kipp, Lit. den. 267 ff.) annimmt, hier die Annahme 
die, daß der Beklagte bereits vor Gericht erschienen ist, und diente die Vier- 
monatsfrist nur dazu, daß der Kläger gezwungen ist, innerhalb derselben c peragere 
actiones' 1 ), so läge ein starkes Argument für die eben bezeichnete Möglichkeit vor, 
demgegenüber sich die herrschende Lehre (Kipp a. a. 0. S. 272) nicht anders zu 
helfen wüßte, als durch die Annahme, daß hier neben der viermpnatlichen Er- 
scheinungsfrist eine zweite, gleichfalls wieder viermonatliche für das * peragere 
actiones' gesetzt sei. Indessen halte ich die Auffassung, daß der Beklagte hier 
als erschienen gedacht sei, keineswegs für genügend gesichert, um die Stelle als 
entscheidend anzusehen. 

Wohl aber kann man betonen, daß der Ausdruck Reparatio temporum, 
avavecDöig rcbv %Qovmv nur dann voll passend ist, wenn es sich um eine wahre 
Frist handelte, binnen deren der Kläger eine Handlung herzustellen hatte; 
handelte es sich dagegen, wie die herrschende Lehre annimmt, darum, daß er 
einen Termin versäumt hatte, so war der gegebene Ausdruck c Reparatio diei'. 

Freilich hat die herrschende Lehre eine starke Stütze an gewissen Äußerungen, 
welche sich in den sonstigen Quellen finden. Diese zeigen nämlich, daß es im 
Denunziationsprozeß eine Frist gegeben hat, welche für den Kläger einen Aufschub 
mit sich brachte. So spricht C Th. 2, 4, 6, indem für eine Reihe von Klagen diese 
Prozeßformen beseitigt werden, von c denunciationum ambagibus . . denunciatione et 
temporum Observationen oder C. Th. 4,23, 1, indem ein beschleunigtes Verfahren zur 
Wiedererlangung flüchtiger Kolonen eingeführt wird, davon, daß der Besitzer diesen 
herausgeben solle, non exspectatis temporibus nec denunciatione solemni, quae 
locum in his negotiis non habebunt. Vgl. auch C. Th. 2, 4, 3; 2, 15, 1; 8, 15, 6, 1. 

1) Darunter verstellt Bruns zum syr.-röm. Rechtsbuch L. 76 die Ausführung der Klage, 
wobei daran erinnert werden kann, daß der Beklagte in dieser Zeit erst dann zu beweisen 
braucht, wenn zuerst das Klagfundament bewiesen ist. Man kann "hierzu an die unten in 
Nr. 38 lin. 18 vorkommenden Worte erinnern : ivTsv&sv 7]dr\ %al tcqo indocsag töbv vTCo^ivrnidtcov 
skcctsqcc tcc {leQri — [t]« itolit£vo[ibvcp xi]g 'Avtivozav itolscog — 7tQ0öa%d"rjcszcci,', vgl. unten S. 121. 



96 



Nr. 33: Denunciatio ex auctoritate aus Hermupolis. 



Die herrschende Lehre bietet die Erklärung dieses Aufschubs von selbst; der vier- 
monatliche Termin schließt ihn eben in sich. Nach der oben angedeuteten Hypo- 
these muß eine solche Erklärung erst gesucht werden. Indessen ist es nicht un- 
möglich daß es in dem Verfahren noch andere Fristen als die viermonatliche 
gegeben hat, von denen wir nur bei der Dürftigkeit unserer Quellen nichts 
wissen. Ich habe C. P. R. 91 f. es als möglich angenommen, daß der Beklagte 
nach Empfang der denunciatio eine zehntägige Frist hatte, um sich zu entschließen, 
ob er die cautio iudicio sisti leiste. 1 ) Außerdem kann es noch andere Fristen 
gegeben haben, z. B. zur Vorbringung gewisser Einreden, wobei natürlich in allen 
Fällen anzunehmen ist, daß diese Zwischenfristen in den Lauf der viermonatlichen 
Frist nicht eingerechnet, worden sein können, weil diese sonst allzusehr verkürzt 
worden wäre. Doch ist zuzugeben, daß die in den obigen Stellen gebrauchten 
Ausdrücke c temporum observatione remota .. non exspectatis temporibus' das Wort 
tempora als einen feststehenden Terminus zu verwenden scheinen, und es liegt 
dabei am nächsten, denselben zu identifizieren mit den tempora in der Temporum 
reparatio, welche sicher die Viermonatsfrist sind. 

Demnach ist das, offen gestanden ziemlich unbefriedigende, Resultat aller Be- 
mühungen um unsern Papyrus doch nur das, daß er über das Wesen der Re- 
paratio temporum noch keine entscheidende Aufklärung bringt. Ich bin daher 
auch heute, ebenso wie bei der Besprechung von C. P, R. 1, 19, noch keineswegs 
in der Lage, die herrschende Theorie, wonach die Litis denunciatio einen auf vier 
Monate gestellten Ladungstermin mit sich brachte, als unrichtig zu bezeichnen, 
sondern kann nur darauf hinweisen, daß sich auch eine andere Gestaltung der 
Sache denken läßt. In ganz zweifelsfreier Weise werden die Schwierigkeiten, 
welche die Unklarheit der damaligen Gesetzessprache für uns ergibt, weder von 
der einen noch von der anderen Lehre gelöst, und es bleibt daher nichts übrig, 
als auf weitere Papyrusfunde zu warten. 

Nur einzelne Resultate ergeben sich aus der vorliegenden Urkunde mit voller 
Sicherheit, und insofern enthält sie doch einen unzweifelhaften Fortschritt unserer 
Erkenntnis. 

a) Es ist derzeit noch streitig, ob der Reparation bloß der Kläger bedurfte, 
oder ob sie auch dem Beklagten notwendig werden konnte. Cujaz, Gothofredus 
und Bethmann-Hollweg lehren, daß der am Endtag der (von ihnen als Frist zur 
Eröffnung der Verhandlung angesehenen) vier monatlichen Frist ausbleibende Be- 
klagte eo ipso als sachfällig galt und demgemäß gleichfalls Reparation benötigen 
konnte. Demgegenüber zeigt . der Papyrus die Richtigkeit der Meinung von 
Zimmern (R.-Gesch. 3 S. 434, 453 fg.), dem Kipp (Litis denunciatio S. 295) folgt, daß 
gegen den ausbleibenden Beklagten nur die Möglichkeit der Einleitung des Kon- 
tumazial Verfahrens, d. h. Ediktalladung bestand, keineswegs sofortiges Versäumnis- 



1) Vgl. hierzu die Bürgenstellung unten unter Nr. 36. 



Nr. 33: Denuneiatio ex auctoritate aus Hernmpolis. 



97 



urteil eintrat. Diese Bewilligung der Ediktalladung erfolgt hier nach der dritten 
Parangelie, und das ist eben der Inhalt des Dekrets von Fl. Herakleios in lin. 7. 
Bei den beiden ersten Parangelien war es dazu nicht gekommen , sei es nun, weil 
der Kläger selbst ausgeblieben war, sei es, weil beide Teile erschienen waren und 
Athenodoros selbst aus anderen Gründen einen lapsus causae erfahren hatte. 

b) Ein weiterer durch unseren Papyrus aufgeklärter Punkt ist der nach der 
sachlichen Zuständigkeit zur Bewilligung der Reparation. Nach Bethmanu-Hollweg 
(Civ.-Proz. 3, 238 n. 23) konnte eine solche nur vom Kaiser oder einem sacra vice 
iudicans ergehen; die Urkunde bestätigt jedoch die entgegenstehende Meinung von 
Kipp a. a. 0. 234, daß jeder Richter hierzu befähigt ist. 

c) Endlich erfahren wir, daß in dieser Zeit auch eine zweite Reparation 
keineswegs prinzipiell unzulässig war. Eigentlich war eine solche von Konstantin 
(C. Th. 2, 6, 1 a° 316) streng verpönt worden; doch scheint, wie die 39. Relation 
von Symmachus zeigt, die spätere Gesetzgebung hiervon Ausnahmen gestattet zu 
haben, allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen (vgl. Kipp 285). Sym- 
machus hält es für notwendig, in einem solchen Fall an den Kaiser zu berichten 
(a° 384 — 385). In Ägypten war man, wie sich jetzt zeigt, weniger ängstlich, und 
die zweite Reparation wird anstandslos bewilligt. Strenger ist wieder das syrische 
Rechtsbuch, welches (L. 76) eine solche vollständig ausschließt. 

Interessant ist noch der in der Urkunde wiederholt (Col. II lin. 5, 7, 14, 26, 28), 
und zwar auch in den Dekreten des Statthalters, also technisch verwendete Aus- 
druck avccQ%og ölkt]. Er bezieht sich allemal auf die dritte Parangelie, nicht auf 
die beiden ersten; mit der Reparatio temporum hat er also nichts zu tun. 
Vielmehr bedeutet er nur, daß der Prozeß nicht anfangen konnte, weil der Be- 
klagte nicht erschienen war: also die Voraussetzungen der Ediktalladung. 

Dabei besteht freilich noch eine letzte Schwierigkeit in den Worten Col. II 
lin. 24/25 %\al vv\v xr\g [dixrjg TCaQccyyeÄd'SLGrjg avrolg~\ %atä xvqlccv TtaQccyQoccp^cilg 

] STtsvörjöav; denn hieraus könnte man gerade folgern, daß die Beklagten 

vor Gericht erschienen seien, um Einwendungen zu erheben, und das würde 
sich mit der Ediktalladung schlecht vertragen. Indessen diese letztere ist im 
Papyrus deutlich bezeugt und darum halte ich es auch für sicher, daß mit dem 
Terminus avaQ%og di%r] nichts anderes gesagt sein soll, als daß der Prozeß eben 
wegen Ausbleibens der Beklagten nicht eingeleitet werden konnte. Bei dem 
zweifelbringenden Passus wird man aber zweierlei zu erwägen haben: Erstens ist 
er sehr mangelhaft erhalten; ich habe es zwar gewagt, einiges dazu zu ergänzen, 
aber dabei bleibt noch so vieles lückenhaft, daß man seinen eigentlichen Zu- 
sammenhang nicht kennt; zweitens aber und vor allem beweist die Anführung 
von rtccQccyQcccpccC keineswegs mit Sicherheit die wirkliche gerichtliche Anwesenheit 
der Partei. Wir wissen aus zahlreichen Beispielen, wie gern die Parteien den 
Magistrat mit schriftlichen Eingaben bestürmten und die bekannten Libelli contra- 
clictorii sind sogar eine offizielle Anerkennung von Gegenschriften des Beklagten 

Leipziger Papyri. I. 13 



98 



Nr. 33: Denunciatio ex äüctoritate aus Hermupolis. 



Es ist darum sehr gut möglich , daß diese TtaQuyqayal nur schriftlich erstattet 
worden waren, wo sie denn der Einleitung des Kontumazialverfahrens nicht im 
Wege standen. 

Col. I. 

Von dieser Columne sind nur wenige Buchstabenreste am rechten Rand er- 
halten. Dieselben beginnen in der Höhe von lin. 10 der zweiten Columne; der 
entsprechende Raum von lin. 1 — 9 ist erhalten, aber unbeschrieben. 



lin. 10 




11 


] • <Z>Q 


12 




14 


1 . viccg 


± yj 


] • V ■ 


17 


] . aXo . . . 


18 




19 




20 




21 


] . . vß . ai 


22 


] . . . . og tov 


23 


]v . log . . 


24 


] . . £%OVÖ7}S 


25 


] &vaQ%ov 


26 




27 




28 


. ~]Xaii . . ei 


29 


7t<XQ]ccyysAsls 


30 


]jrpo5tpt?[.] . . 


31 


]<h t>jr[.] . 


32 




33 





Außerdem ist noch ein, vielleicht zu dieser, vielleicht allerdings auch zu einer 
weitern verloren gegangenen Columne gehöriges Fragment vorhanden , lautend: 

•]• 

] 

V . . £ . 

. [. . . .]oo 



lin. 1 
2 
3 
4 

5 



Nr. 33: Demmciatio ex auctoritate aus Hernmpolis. 



99 



Hn. 6 ]fotf[. • -liV % 

7 xi\xXov [.] .rj . . 

8 ] . . [.]yd*(p 

9 ] 6 Xaiiit\ß6xaxog rjfs^icDV 
10 ] . . . 

Col. IL 

^Titaxelag x&v de6\7tox<x)v tj^lgov OX^ccvlmv) OvaXevxLviavov] xb ß xal Ov- 

[dXevxog xb ß] %[al] TQaxiavov (sie) xcbv alcovicov Avyo\y6x\wv. 
AvQtfXi[og ldd"Y[\v\o8(DQog drjii]66iog icctQ[bg cc\itb 'Eq^iov TtoXewg xr\g Xcc{i7tQO- 

xdxrjg tbv Xoyov [itoiov^e]vog vxIq EaQa7tiaCv\ri\g Ha%& [. .] ß.rjö.. 

xal [ir]TQb[g A~\idv[{ir]g xax' evxoXi)v xi)v\ xal avaXr][icp\ß'']£i<ja[v] xglg Yjye^io- 

vixolg v7CO{ivr]iitt(jL Q>X[avCoig *H^QaxX£wvL ß(eve)cp(i,XLccQL(p) xec[l] 9 Id[i- 

d]d)Q<p gcp{rpixiaXC(p) xal £vqo, • 
%Xrj[o\ov6^otg Ns^söCXX\r]g x]fjg \avx]r\g itoXewg &vxidi\%6]ig %aiQei\y~\. \£vyyp- 

Qrjfrslg eyco 6 'A&rjvödcogog 7t[ccQ7f]y[y]siXcc {ibv v{ilv xal TtoXXdxig, tcsqi- 

(pev\y\st8 de 

xi)v ev&elav 7taQd\ö^xa\öi\y ysy[sd]d , ai,, dXXä xal vvv avuQ%6g [[i]ol yeyovev 5 
rj dCxrj, xov xvqlov [iov xov [X]a^i7tQoxdxov r)y£[i6vog <&Xaviov c Hqcc~ 
xXelov 

<X7to(prjvcc[i£vov dsiv [dsvx]§Qov [y^sCvelp^&q^i] avavi(od[v\y r)\v~\ sö%ov dita%, 
ex?te{i\<5fov xcbv %q6v\_co\v. \_Ai\6jcbq xal vvv, xijv av$evx\l~\av Xaßooy, 
TtccQayysXXcp 

Kar aitoyctöiv ovxwg • // &[Xd]viog ^HQaxXeiog 6 Xa^i7tQoxaxog r)ye[xa)v 

8itc(sv)' ^Avdqypv xr)g duxrjg ocp&sCörjg 8% av&evxCag xov äixaöxrjQLov 
7taQayy[eX]etg'. 

ArjXcb db xal xijv ava\y\803a[iv y\£y\eG&\ai ovrmg' f Strategius v(ir) p(er- 
fectissimus) Coni(es) Praes(es) Thebai(dis) dei(xit): Reperabuntur [t]em- 
pora c . . m eludatur [i]s a [qu]o 

evok[a]tum est' [^p]tpi/ö[^] Qm^ia'Cxd (sie). M &X[d~]viog ZlxQ[ax~\rjyiog 
6 äLa6[rf][i6xaxog xö[isg xal i)ys\ji\fov slst^ev)' ^Av[a]v8Cjd , r]6ovxai ol 
%q[6voi] ert\si\8\Y[\ 

fj dlxr\ il[87t8]ö£v. 5 na$ä[g ya\Q £a[Q~\artLa[C~]vr]g xal Aiov\y\oiag xal 10 

'HXtgdcoQag xal OegvCvrjg xal N£us6iXXrjg yb\_y]ovsv itaxi\q, eftexo db 

ßovXr\6iv ey[yQcc\cpoV) Ne[is6bXXay 
xai Aiovv[(jiav] aQ%8<5&y\yqi 7tQg[i]^8L ß[o^\yX6^i8vog, xäg de XoiJtäg [fr'jvya- 

XBQag xQelg xbv vitoXoiitov iy^eiv] xXtjqov. 'ETteidi) db Ns^ie^CöXa xu[l\ 

AiovvGia Ttgeößv- 

13* 



100 



Nr. 33: Denunciatio ex auctoritate aus Hermupolis. 



xeqav ov[pai t\riv r\Xixlav %\j^(ßy%s\_i\v idvvtf&rjöav xä 7tQay{iaxa, edixaödurjv 
xal Aiovvölag iihv o[l] ^^^[ojvdfto^] diEXvöavxo noog iie^ v{ilg dl xal 
Uaxodxrjg 

ol N£^i£ö[iXX]rjg italdeg, £*[... ]s f)it£Q$§ß\£Gi %Q(b{i£VOL, xr\v ärtodotiiv ovdsrtG) 
itBTColri^ai. Aiä \xov~\xo xa[l] ütoXXdxevg phv döfj^a xljv dixr\v xal 
TtQwrjv xaxä 

xvqlav^ v\)\p)\v de itdXuv vn\sQl$s<5[ß6~\i %qyjöcc[isvg)v avao%o\g] aitscpdv^ri r\ 

ÖLXrj. /llOTtEQ TtCCQttyyiXlcö V[llV 7t£Q[l] XC3V V7tOT£\t^a / yijL8VG)V TtQCCy- 
[laXCJV j TO 

xqixov exduxcbv {is'oog e| [a(^6(M]p£[ r ] 0^, ^M^S T0 ovx] iöx . oia . [. .] . 

äitoxolvatiftai, [legog xaxä xr\v ax\dixlav\ £%£lv cp&dvco yäo didd^ag xb 
uey\_ccX]eiov 

xov xvqiov {iov xov ccQiovtog [. . ,~\[is . 'tjvqI rjO^&cu £7tl xrjg 'AXs%ccv§[q\8G)v 
elvai Emxoäxov (sie), drjX&v xixXov .[...]... . [.Jptroi; aitb ßovXtföecog 
iyygdyov 

a[.]trci) xrjvde XYjv Eyyoa[(po]v i\_ ]{jcov£(p[. . . .] . exdo&ri\v~\aC pou xr\v GvvTj&r} 

VTtOÖTJflLCDfjLV (v korr.) [xal] XCCXU XVQiaV TtOaj^YlVCCl XY\V diXrjV. "EöXL ÖS 

xccl xb 7toä[y{icc ..]••[ ••]••[ ] • • • (><p^a . . a . ' 



[Ua^äg 7taxr[\o yiyovsv &vyaxeo[(Dv ] ZJccQaTUccLvrjg 

xfjg ßorj&oyiie'vYjg %[al Geovivrig] xal f HXiod6oag xa[l] Aiovv6ia\g\ xcci 
N£{i€<j(XXrjg 

[ xaxä ßo~\yXr}Giv iyyoayov [aox£6&fjvaL xrf\v [isv Aio- 

vvöiav xal Ne^e6[iXX']av £K£Xs[v]öe [xal]g nqoi^dv^ jcdvxa de xä itqdy- 
\Lttxa ccvxov 

[xäg XoiTtäg ftvyaxeoag xoelg . . .~]ev . e%siy. 'Erteidfi [dl ovx &7CodsdAx\uöL[v] xä 

fjiisxaQCC [leQY] Aiovy\ßi\a xal Ne[ieöiX[X']a rtgbg s(iavtrj[v'] &y[y\ax8Qa 

ovö \av\ . , £dixa<5ci\ßr\v 
[ %ccl~\ AlovvG tag {iev ol x\XrjQov6n,oi diaXv]6d{i£v[oi,~\ 

eavxoyg <x7todedd>[7ta0iv], ol [d~]e Ns^i\_66C"\XXrjg Ttaldeg^ 'Hqo[x\X8C3v 6 

ß(£V£)(p(ixidQiog) \xa~\l IöCdmqog 
[6 6cp(cpixidXtog) xal Evoa xal UmxQdxrjg cp£vyov6tv\ . . 6 de vvv U(DXQdx7][g 

snl x?j]g 'AXe^avdoewv xvy%&v\_si xal cb]{ioX6yrj[G£]v iv V7to{i- 

[v~]rj{ia6i itQo [xvjg Td£]eq>g(?) 

[ • ]^Si xa[ V7t£]Q\ße6~]§<JL £7ti- 

voovvt[eg ]g t[o]yd£;ovxaL o% \ }.v x[al vv\v xfjg 



Nr. 33: Denunciatio ex auctoritate aus Hermupolis. 



101 



[dixrjg TtaQccyyskd'SLörig ccixolg] %axä %VQiav jtaQayQa(p[alg \ .] ertevörjöav 25 

cog oxi q .[..."...] siitsv ort avaXrni^£x\ai e]y yjto[i\vrj]{icc6L o[. .] 

[ ] diu xovio avaoypv uit[ocpav&7jvcu x^rjy diTcrjv^ xo 

[i&yakslov [xov ijye^iovog 8i]7tev [ß\it\ <5vv&8[iccx\o]g xov \§i%\cl<5vyiqiov 

[ #o(|pa[y]y£Ä£|Y]v ev ö*f[.] ...[•.. ^cortSQ 7tccQ]ccyysl{(D- 

ö}o{l£V XO X£x[aQXOV (?) ]^ ..[..]. . XCJV 7tQCCy{lttXG)[v~\ xo %a& £V 

[ (&X(dviog) 'HQaxXetog 6 Xcc(ji]7i[()6x^ccxog fjysji&v bItcbv *'A\_v(xqi\ov 

xf\g dixrjg 6cp&si6ri\g avd'SvtLccg xov dixa r \6trjQLo[y'] 7Caoayy[£]X£tg\ 
9 Ey %co . [. .] 

[. . ; 1 . . . . . . . «[.] . ov §iaxa\y\iu ovxcj]g ' M OXdvtog *Hod- 

%X[£iog 6 Xa^iTtQÖraxog] rjy[£[icbv sljcsv ^ , Avcc]it£[jL(p&tfö£[xaL .]•[..] 

[ ]. 'A&rivodcoQog [ ].. xax' ivxoXrj\y ävcc- 30 

Xrnicp&£l]Gcc[v ] . isv . . . [ 

[ : ]•••<?[ 

Hier bricht der Papyrus ab. 

Auf dem Verso : (2. Hand.) (DX(dviog) [*HQ~\ccxX£iog 4]y{eiLhv) \ß^tccQ\%dag 

Srißa\i\dog £d£&,d[irjv xrjv TtaoaylysXL^av [k]ccI 

6rj[l£L(b M£Ö0Q7j 7t£{L7tXri [. ] . [ 

diä [ ] . . <5vy [ 

#V • [ ] • • • «[• • • 1 [ 

Über der ersten Zeile des Verso, auf der rechten Seite, schwache Schriftspur. 

Col. II lin. 1 Zu dieser Zeile gehört ein kleines Fragment mit den Buchstaben roß, das 
ich mit Rücksicht auf die Raumverhältnisse vor %al Ov glaubte einordnen zu sollen, nicht 
zwischen diese Stelle und rganccrov. — Der Zeilenänfang nach links ausgerückt. — Vom 
zweiten %ai nur der stark verlängerte untere Seitenstrich des % zu sehen. lin. 2 Hinter 

Ua^ä Lücke in Breite von zwei bis drei Buchstaben, dann ein Rest, der von v oder s her- 
rühren kann, der nächste Buchstabe kann % oder r\ sein; darauf ist ein v denkbar. Hinter ß 
vielleicht o. Am Schluß hinter a ein schräger Strich unter der Zeile, der bis an den 
Rand reicht und vielleicht nichts zu bedeuten hat. lin. 3 ]%ccl: vor ai ist % (%ccl) 

möglich, obwohl die Ligatur anomal; denn die gleiche anomale Ligatur ist in qcj^cclxcc 
(lin. 9) und dem zweiten %a\y\ von lin. 11 vorhanden. TId]lca ist ausgeschlossen. — 
Hinter Uvqcc in der halben Höhe eines Buchstabens ein zweckloser Punkt. lin. 4. Das 

7] von [avt ]fjg bedenklich. lin. 6 &svt]sQov : vom zweiten s nur die Spitze, vom q 

nur der untere Halbkreis des Kopfes sichtbar. lin. 7 Hinter 7tccQccyy[};l]£lg noch schwache 

Tintenspur; doch muß dieselbe nicht von einem Buchstaben herrühren. lin. 8 c . . m, 

man erwartet cum, das aber nicht zu konstatieren ist. Der Papyrus zeigt anscheinend die 
Spitze des c, dann einen schrägen Strich über der Zeile, wie die obere Hälfte eines f, dann 
eher i. Nur bei nicht ganz normaler Schreibweise könnte das, was hier als Spitze des c be- 
zeichnet wird, noch als ein Ausläufer des r in tempora, und dann der darauffolgende schräge 
Strich als obere Hälfte eines c bezeichnet werden; der dem i ähnlich sehende Strich müßte 



102 



als zweite Hälfte eines nicht ganz korrekten u gelten. Von [4]ui n — das mir von anderer 
Seite vorgeschlagen ist — vermag ich außer dem i nichts zu entdecken; denn die zu Anfang 
stehenden Striche als ein über das [q] gestelltes u anzusehen, scheint mir bei deren Aussehen 
unmöglich. Der Schluß der Zeile in sehr blassen, kaum noch wahrnehmbaren Schriftzügen, 
lin. 11 Pap. TtQq g«; TtQOi&L nach der Transkription vorgeschlagen von Wilcken. lin. 12 

In iis bei [l Korrektur. lin. 13 s[. . .]g : Das Schlußsigma könnte zur Not auch auf s ge- 

deutet werden. — 7tzjtoir\6&ai 1. 7t£7toir\6&e. lin. 16 Der erste Buchstabe hinter tklov 

wahrscheinlich ^. Hinter iyyqdcpov scheint der erste Buchstabe ein % zu sein. lin. 17 Zu 
Anfang a[v]rS nicht ganz ausgeschlossen. — Vor indo&fivai ein v oder o. lin. 21 Hinter 

ov6[av] Rest eines Querstrichs, als ob der letzte Buchstabe ein g gewesen wäre; doch rührt 
derselbe vielleicht von dem ersten 6 her. lin. 22 Zieht man vor zu lesen sccvtcov, so wäre 
ein toc einzuschieben. lin. 23 Nicht ö^oloyrjlasji ; der letzte Buchstabe ist zwar sehr 

unsicher, aber wenn er nicht als ein (freilich schlechtes) v gelesen wird, bleiben Spuren 
übrig, die für s erst recht nicht passen. lin. 25 Hinter qti 6 ein Buchstabe fast wie 7t; 

doch ist ein etwas anormales r[ und also r}[yeii6v m. E. nicht ausgeschlossen. lin. 27 

Zwischen tb und tsx ein Schatten, der wohl keinen selbständigen Buchstaben bedeutet, sondern 
vom zweiten t herrühren dürfte. lin. 30 Vor ] . isv . . . ist v7toiivriiia]6L iv ausgeschlossen. 

Unter dem Konsulat unserer Herren Fl. Valentinianus zum zweitenmal und Valens 
zum zweitenmal Gratians(?), der immerwährenden Augusti. 

Aurelios Athenodoros, öffentlicher Arzt von Hermupolis der glänzenden (Stadt), 
als Wortführer für Sarapiaine , Tochter des Paxas (?) ... und der Mutter Didyme (ge- 
mäß seinem) in die Akten des Statthalters aufgenommenen (Mandat?), dem Fl. He- 
rakleon, dem Benefiziarier, und dem Offizial Isidor und der Syra, den Erben der 
Nemesilla von derselben Stadt, Prozeßgegnern, Gruß. Nachdem es mir gestattet war, 
habe ich, Athenodoros, euch den Streit verkündet und öfters, ihr vermeidet aber, mir 
geradeaus gegenüberzutreten, und auch jetzt ist mir der Prozeß ohne Anfang geblieben, 
nachdem mein Herr, der erhabene Statthalter Fl. Herakleios, entschieden hatte, daß mir 
die Fristerneuerung abermals bewilligt werden muß, welche ich schon hatte, da ich 
einmal die Frist verloren habe. Deshalb künde ich auch jetzt, unter Zuziehung der Be- 
hörde, den Streit an, gemäß dem Bescheid, lautend: C F1. Herakleios, der erhabene 
Statthalter, sprach: „Da der Prozeß ohne Anfang erschien, wirst du unter der 
Autorität des Gerichts den Streit verkünden."' Ich weise ferner nach, daß die Er- 
neuerung geschehen ist, so: c Strategius, vir perfectissimus , Comes, Präses der Thebais, 
sprach: „Es werden die Fristen erneuert werden, da (?) hingehalten wird [derjenige, von 
dem] geladen worden ist" (lateinisch redend); C F1. Strategius, der erlauchte Comes und 
Präses, sprach: Es werden die Fristen erneuert werden, da der Prozeß ausgefallen 
ist. 44 ' Paxas war nämlich der Vater der Sarapiaine und der Dionysia und der 
Heliodora und der Theonein a und der Nemesilla. Er errichtete aber ein schriftliches 
Testament, bestimmend, daß die Nemesilla und die Dionysia mit ihren Mitgiften ab- 
gefunden sein sollen, seine andern drei Töchter aber die übrige Erbschaft haben 
sollen. Als aber die Nemesilla und die Dionysia, als die an Jahren älteren, ihr Ver- 
mögen zu besorgen imstande waren, erhob ich Klage; und die Erben der Dionysia 
.verglichen sich mit mir; ihr aber und Sokrates nun, die Kinder der Nemesilla, 



Nr. 33: Denunciatio ex auctoritate aus Hermupolis. 



103 



habt, .... Ausflüchte gebrauchend, die Bückgabe noch nicht vollzogen: Darum habe 
ich öfter den Prozeß anhängig gemacht, schon früher in gültiger Weise; da ihr aber 
wieder Ausflüchte gebrauchtet, erschien der Prozeß ohne Anfang. Darum künde ich 
euch wegen der untenstehenden Angelegenheit den Prozeß an, verlangend ein ideelles 
Drittel, auf daß ich, da es nichts gibt, was eingewendet werden könnte (?), gemäß 
meiner Vindikation einen Teil erhalte; denn ich habe bereits den Archonten (oder den 
Statthalter? Vgl. S. 109 zu lin. 19), meinen Herrn, unterrichtet, (Best unsicher.) 

Col. II lin. 1 Die Konsulardatierung ist monströs , weil sie drei Konsuln 
zeigt; aber nach den erhaltenen Spuren und den Raumverhältnissen — der Pa- 
pyrus hat i)7taxeiag rcbv dann Raum für ca. 25 Buchstaben ; in welchen das 
Fragment rö ß hineingehören muß; dann %al Ov und Raum für 10 Buchstaben 
vor %al FQatiavov — weiß ich keine andere Ergänzung als die gegebene, welche 
eine allerdings m. W. unerhörte Kontamination des Konsulardatums (vom Jahr 368) 
und der Regierungszählung bedeutet. 

lin. 2 IIa%ä. Der Name dieses Mannes kommt noch einmal lin. 10 vor; 
auch hier in so unmittelbarer Nähe einer Lücke, daß er eigentlich nicht absolut 
sicher ist, zumal er auch sonst m. W. nicht vorkommt. Doch scheint die No- 
minativform na%ä[g an der zweiten Stelle schwer zu umgehen. Am Schluß der 
Zeile stand vielleicht der Name des Großvaters; vrjg ßoyj^ov^evrjg) — vgl. lin. 19 
— zu lesen , ist abgesehen von den Schriftzügen schon deswegen ausgeschlossen, 
weil dies, erst hinter dem Metronyinikon stehen dürfte. Übrigens ist Sarapiaine 
wahrscheinlich schon großjährig, weil kein Vormund genannt wird, Athenodoros 
vielmehr eine Vollmacht erhalten hat. 

lin. 3 o(p((pLXLccM(p) wahrscheinlicher als ß{ev8)cp(i%iaQL(p) , obwohl Isidor mit- 
unter auch als Benefieiarius bezeichnet wird. S. Einl. zu Nr. 17. 

lin. 4 Für ein aicb vor x]r\g avtrjg rtolswg scheint kein Raum zu sein. — 
Daß ich die sehr beschädigte Stelle jt{.aQif]y[y\§iXa {ihv v^lv, wo kein Buchstabe 
vollständig ist, schließlich lesen konnte, verdanke ich der von Drr. Grenfell und 
Hunt nach einer Transkription gemachten Bemerkung, daß wegen des folgenden 
de hier ein \l&v zu suchen ist; danach gelang es mir, das weitere zu entziffern. 
Hvyi&Qri&slg ist schwer zu verstehen. An eine vom Statthalter ausgehende Er- 
laubnis kana. man m. E. nicht denken und darum das övyxcjQYj&rjvcci ÖLxa[örriv 
rjß^islv elvtii in P. Oxy. 1, 67 lin, 17 nicht zur Vergleich ung heranziehen; denn 
weder ist einfciudex pedaneus bestellt (wie in P. Oxy. cit.), noch auch brauchte 
eine Denunciatio suq nomine eine eigentliche Erlaubnis. Andererseits konnte auch 
die Vollmacht, welche Athenodoros von der Klägerin erhalten hat, schwerlich als 
Qvy%coQri<Dig bezeichnet werden. Vielleicht meint er die behördliche Mitwirkung, 
welche seit Konstantin für die Beglaubigung der Denunciatio vorgeschrieben war, 
oder auch das bekannte Gesuch um Eintragung des Prozesses auf den %aza%G)Qi6^i6g 
und dessen Annahme. 



104 



Nr. 33 : Denunciatio ex auctöritate ans Hernmpolis. 



lin. 5 Daß ^Hgaxldov verschrieben ist für ExQaxiqyiov^ ist in der Einl. aus- 
geführt (S. 91). 

lin. 6 Die Ergänzung delv [߀vr~\§Qov [^J^fV^M^W scheint mir vor allem 
nach den Schriftzügen, außerdem auch nach dem Sinn wahrscheinlich genug, um 
sie in den Text aufzunehmen; für unzulässig halte ich deiv \xcbv\ %q6v\jdv etc. 

lin. 9 qg){icü%(x bereitet große Schwierigkeiten. [<£](p?/<p[>j QCJ^iai'öxC wäre das 
Richtige, allenfalls (p]c3vfj Q&nuVxfj. 

lin. 13 7t87toirj6&ai als TtSTtobrjö&s anzusehen, verdanke ich einem freundlichen 
Ratschlag von Drr. Grenfell und Hunt. In £[. . .]g muß ein Adjektiv zu viteg- 
&söeöL stecken. 

lin. 15 Zu s[itsl ov%] iöx . oia .[..]. schlagen Grenfell und Hunt vor, ixsl 
ovk e6x8 oioC %8 ä7to%QCva<3&ca 5 was einen vortrefflichen Text geben würde. Aber 
ich glaube statt olol eher oia zu . sehen. 

lin. 16 Hinter [. .] 4 as eine Spur wie von der oberen Schlinge eines q. 
HvQlriGl&ai (so auch Grenfell-Hunt) habe ich sehr zögernd eingesetzt , da für \ji<s\ 
in der Lücke nur bei Annahme sehr enger Schreibung Raum ist. Irgend eine 
Form von avQccco scheint schon dem Sinn nach ausgeschlossen. — Hinter xixlov 
vielleicht /z, aber \i\ov und x]qCxöv (sc. (isgog) mit verbindendem Fürwort ist mir 
sehr bedenklich. — Am Schluß scheint itccxomag sowohl durch die Schriftzüge 
als grammatisch ausgeschlossen; man erwartet ein Partizipium , wovon das Folgende 
abhängt. — Zweideutig ist das Wort %onog; vgl. S. 109 lin. 19. 

lin. 23 Nach dem Schluß dieser Zeile hat es den Anschein, daß auch Sokrates 
zu der Verhandlung geladen worden ist und sein Erscheinen durch eine Cautio 
iudicio sisti versprochen hat. 'Ev vito^vq^a^b bezieht sich wahrscheinlich auf die 
Akten der Behörde, welche die Zustellung der TtaQayysXCcc an ihn vermittelt hat. 
Vgl. Vat. Fr. 162 c Si ... litteras petierit ad magistratus, ut compellant eum 
venire, quem potiorem nominavit' und unten Nr. 36 S. 116. 

lin. 24/25 wird wieder das hinterhältige Verhalten der Gegner getadelt; 
hinter TtocQccyQcccpcclg stand jedenfalls ein Ajektiv, etwa dicccpÖQoig o. dgl. — <hg 
ort, verstärkt für (hg, findet sich in C. P. R. 19 lin. 3 (dazu "Wessely a.a.O. 58) 
und P. E. R. Inv. Nr. 6085. Doch ist es auch denkbar, daß mit oxl ein dem cog- 
Satz untergeordneter Nebensatz beginnt, also zu lesen ist cbg, oxl, 

lin. 26 Die Satzverbindung macht Schwierigkeiten, wenn man cbg ort als eine 
einzige Partikel faßt, . weil dann To [isyccXslov [xov fjysiiövog 8l~\jt8v asyndetisch 
angehängt ist. Wenn man <bg ort trennt, erlangt mau die Konstruktion cbg, oxl 

6 .[ ] 8L7C8V — , 6 yystiav sItcev; ansprechend ist diese freilich nicht. Im 

übrigen muß schon der Anfang von lin. 26 eine Konstruktion mit Acc. c. Inf. 
gehabt haben. Ihr Inhalt wird gewesen sein, daß die Beklagten (trotz der von 
ihnen [wohl nur schriftlich, vgl. S. 97 unten] vorgebrachten jcaQccyQcccpai) als aus- 
geblieben galten. — 2Jvv&8[ia (övv&riyLa) rov dinaöxriQlov ist jedenfalls nicht der 
technische Ausdruck für Litiskontestation, welche vielmehr itqo%axaq\ig heißt, 



Nr. 34: Majestätsgesuch aus Hernmpolis. 



105 



und kann auch, dem Zusammenhang nach nicht auf diese bezogen werden, da sie 
ja nicht stattgehabt hat (&vctQ%og SCkyi). — Zvv&eyicc bezeichnet sonst die Verab- 
redung; hier könnte es vielleicht auf den Zusammentritt der Gerichtsverhandlung 
vor dem Magistrat bezogen werden. 

lin. 27 sv ds[.] . . [ : ev ds[x]a rj[[i8Qccig scheint mir ausgeschlossen. 

lin, 29 — 30 Ob ävait8\Kp%"Y\(58xai 6 UwxQarrjg? 

Verso lin. 5 Ob hier die Ladung av&svtLag vom Statthalter ausgesprochen 
wird, was an sich nicht unwahrscheinlich ist, läßt sich bei der Unsicherheit der 
erhaltenen Reste nicht feststellen. 

Nr. 34. 

MAJESTÄTSGESUCH IN EINEM VERFAHREN WEGEN 
UNTERSCHLAGENER AMTSGELDER. 

Inv. Nr. 602. 

Papyrus H. 26 Br. 35 cm. Hermnpolis. Ungefähr 375 p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Zu diesem Papyrus existiert noch ein Parallelstück , welches eine zweite 
Redaktion dieses Majestätsgesuchs enthält, aber in der Fassung mehrfach abweicht 
und darum unter Nr. 35 mitgeteilt wird. 

Das Alter unseres Papyrus ergibt sich aus den Namen der Regenten; damit 
stimmt es überein, daß in Verso lin. 13 das Datum 373 vorkommt und der Papyrus 
selbst beträchtlich nach jenem Datum geschrieben sein muß. 

Isidoros ist der in den Leipziger Papyri sehr häufig wiederkehrende Offizial 
der %&%ig rjys^ovCag ©rjßaidog^ von dem die Urkunden sonst nirgends so bedenk- 
liche Angelegenheiten berichten, wie die vorliegende; vielmehr wird er in Nr. 64 
mit der Untersuchung der Ordnungswidrigkeiten anderer Beamter betraut. 

Der an sich einfache Inhalt des Papyrus wird interessant dadurch , daß er 
sich auf einen außerhalb Ägyptens stattgehabten Vorfall bezieht. In der Quittung 
auf dem Verso ist nämlich besagt, daß Isidor das Rekrutengeld in Hierapolis ab- 
geliefert hat. Nun gibt es in Ägypten keine Stadt dieses Namens, sondern nur 
ein Hierakonpolis ; daß aber eine bloße Abbreviatur hierfür vorliege, ist von vorn- 
herein sehr unwahrscheinlich. Da ferner in Recto lin. 6 Dioskurides bezeichnet 
wird als Hv r<p &£i(p Koiurdtm' befindlich, ist es unzweifelhaft, daß ein außerhalb 
Ägyptens gelegener Ort gemeint sein muß, womit auch die hermopolitanische 
Gesandtschaft (R. lin. 10) und das <5vvavr\X&ov slg rrjv zd^iv (R. lin. 11) über- 
einstimmt. Wilcken vermutet unter Hinweis auf den von Zosimus IV 13 be- 
zeugten Aufenthalt des Valens in Syrien im Herbst 373 (das ist das Datum 
der Quittung), daß Hierapolis in Syrien gemeint ist, und das trifft sicher 

Leipziger Papyri. I. 14 



106 



Nr. 34: Majestätsgesuch aus Hermupolis. 



das Richtige. Der Hergang ist der, daß Isidoros' 238 Solidi einkassierter 
Rekrutensteuer an einen gewissen Dioskurides aus Hermupolis, der sich beim 
kaiserlichen Marschheer (comitatus) befand, abzuliefern hatte ; 61 lieferte er 
wirklich ab, worüber auf dem Verso ein Duplikat der Quittung steht, 177 wurden, 
weil nicht benötigt, in seiner Verwahrung gelassen. Er behauptet, daß sie ihm 
gestohlen worden seien, und war auch in der Sache bereits einmal in kontra- 
diktorischer Verhandlung (R. lin. 18/19: i$ avxLxad-aöTCQXGJv [y]7to^vri[^a]xco[v']) 
freigesprochen worden; diese erste Verhandlung muß in Syrien stattgefunden 
haben, wie aus dem Ausdruck c 0rjßaloc xrjvixccvxcc itttoovxsg' R. lin. 9 hervorgeht. 
In die Thebais zurückgekehrt, wurde jedoch Isidoros vom Rat der Stadt Her- 
mupolis beim Statthalter Pergamios (das Parallelstück Nr. 35 sagt fälschlich — 
s. S. 113 — Herakleios) verklagt mit der Beschuldigung, daß er das Geld in Wahrheit 
unterschlagen habe, und wurde wirklich verurteilt, mußte auch, wie er behauptet, 
unter Verkauf seines ganzen Vermögens Ersatz leisten. Jetzt aber wendet er sich 
an die Kaiser mit der Berufung auf die Res judicata des ersten Prozesses. 

Welchen Erfolg sein Gesuch hatte, wissen wir nicht; sicher ist jedoch, daß 
er weder seine Stellung noch auch sein Vermögen verloren haben kann, da noch 
spätere Papyri ihn als Beamten und Verpächter von Landbesitz zeigen, Nr. 20 — 23. 

Über die Verwaltung der Rekrutensteuer gibt der Papyrus interessante An- 
deutungen. Sie wird zunächst einem dtafricpLöxTjg der xd^ig in Hermupolis ab- 
geliefert; das ist Ammonas (R. lin. 4, V. lin. 2). Denn dieser hat sie nicht selbst 
von den Steuerpflichtigen einkassiert, wie schon P. Lips. Inv. Nr. 2 zeigt (s. unten 
Nr. 62 und Arch. 2, 260 f.), wo dies von den ßovXsvzal als vitodsxxui besorgt 
wird; also liefern diese an den SiatyricpiijtYig ab; vgl. auch lin. 12: ot tcoXltsvö^lsvol 
— ol dedwxözeg xb %qv6iov 'A^iGjvä. Damit stimmt es auch überein, daß der 
dLcci/jrjcpLövtfg in V. lin. 3 nicht als vjtodsxxrjg oder aTtccLTrjvrfg, sondern als e^rjyrjx^g 
d. h. hier staatlicher Intendant (allerdings einer ganz anderen Steuer, vgl. S. 113 
zu R. lin. 5) bezeichnet wird. Er sendet nun in unserem Fall das Geld durch den 
Isidoros direkt an das Heer, und zwax an einen gewissen Dioskurides, Ratsherrn 
von Hermupolis, also nicht an einen Staatsbeamten. Die Erklärung hierfür und 
für das Wesen der hier in Frage stehenden Steuer wird in der Einleit. zu Nr. 54 
versucht werden. - 

Jedenfalls ist die Quittung auf dem Verso von Dioskurides zur Entlastung 
des Ammonas bestimmt (%£lqcc dedaxsv 'A^cova). Adressiert ist sie allerdings an 
den Statthalter Flavios Eutychios; da sie als Entlastung des Ammonas bezeichnet 
wird, muß Eutychios dessen Vorgesetzter und also im Herbst 373 Statthalter der 
Thebais gewesen sein. (S. meine Bern, in der Festschrift für Jules Nicole.) 

[Tb££] yfjg %al \&u\XaxxYig %al rtavxbg [&]y&Q<brt(DV e^vo^y^g xal yevovg 

. deö7t6ta(C}g QXXX OvaXsvxi %al 
rQatiav\m %\al OvaXsvxiviav\w\ alcov[i\oig Avyovöxoig dsrjöig nal ixsöCa 



Nr. 34: Majestätsgesuch aus Hermupolis. 



107 



itaoä &XavCov ['I^GidcbQov 6cpcp(i%iaXiov) xd&cog fjys^iovoag xfjg viisxeoag 
QrißaCdog. Kaxä xr\v tcqcjxtjv 

87CLV£^7jÖLV^ [&ei]6TCCto[l] ßttöLUig, [e]v£%8iQ[i](jd"rjV TtCCQÜ ?A[l[lG)Vä dito öia- 

frjcpLGtcbv xfjg rj{isx£Qag xd^ecjg 
%qvöov vo{ii6[i[dx]ta di[a]x6öia xoidxovxa öxxcd, wöxs [ß~\ici}to[i£6cci %al vtaoa- 5 

dovvai zfio<jxovQidri riVi *EQ{iov7tolitri 
ovxi ev x<p &e£(p xo^nxdxcoi %al 7teQ[i]yevo^ievog TCQog xbv TtQöSLQrj^isvov xä [ihv 

xaxaßeßXrjxa avxm , 

Xqvöov voiii\ß\ii\dx\ia e^xovxa ev, Xaßcbv itatf avxov d%o%r\v, VTteXeCcp&rj dh 

nag' e{iol exeoa vo\ii<5\idxia 
exaxbv eßd[o^~}7]xovxa eicxd, %Qe£ag eTtiyovtirig. Kai övveßrj ex xivog TtovrjQov 

dccL[iövog 6vlri<jLv yeve- 
6&ai xovxov [xov v\itoXeicp&evxog Ttag s^iol %qv<jlov, cog %al {ie{iaoxvQrjxa6Lv 

£liol itoXXol Srißaloi xiqvixavxa 
Ttagovxeg, Zlrjvayjsvrjg 6 drjcptjvölcj'jQ xal ol 7tQeöß[ev]öavxeg vjteg vrjg srtcco- 10 

%lov (sie) Maxdqiog xe xal Q)iXait6XXwv 
xal aXXoi a%LÖ[7tLö^roi. Kai xovxw xa> 7t[r]e6[iccTi iteqi'xeöhv tfvvavrjX&ov etg 

xrjv xd\iv. 'AXX' oi itoXixevopevoi 
xfjg r Eo[io[v] 7t[6Xecog o]t dedcpx\oxeg xb %q\v61ov A^ficova 7tQ06fjX&ov x<p 

Xa{i7iQ0tax(p IJsQya^iLG) x<p [^]yoi>- 
{iev(p xov e[&vovg], (pa6xovxe\g 8iax\axe%eiv [ie xb %qvölov %al e^exäöewg 

yeyevrj^ievrjg xal xäbv 
liaQxvocdv [%axad-£{i]Evcüv i\v v]ito[ivriiiaöi qtjxov xiva (sie), %qvöCov exeXevöd'rjv 

itaqaöielv avxolg 

xb vtt6Xoi\itov XoyLö&bv] eg xoöavx\a\ e\t]g <3V\jb7tXr\0Q0<5iv xov Xoyov ev dca- 15 

yvcoöxtxolg VTto^ivij^iaöiv. 
Kai Ttdvxa x\ä e[iavxoi)] dia7tG)Xr[\6ag\ xa\jL\, 6%edbv eiitelv , {i£%Qig avxcov xcjv 

cptXxdxwv [ioV) stpftälpla 
[idXa \noyig . [ ~\veig ev[xv~\%eiv (sie). Aiä xovxo deo^iac xf\g ovoavlov 

v[icbv xv%rjg eitivevöai 
[ß]eßaia %al äödXevxa [jie^vEiv xä TtBQi xavxrjg xf[g yTtofrsöscog Jt£7toay[i£va 

s$ avxixad , £öx(bx(DV 

[v~\7to[ivr][[ia]x(D[v , t]cbv vö^icov ovxcog xbXevovxcov [irj delv 7taQaöaX£vd"r]vai xä 
VTcb xov aqyovxog 

ccjta^ <x7to(pav&[ev]xa i% ävxLxa&ztixdtxwv , ßorjftovvxog xov ao%ovxog xr\g %d)Qag. 20 
Tovxov §1 xvjhv 

ydqixag dei[ivri<?[xovg x\r\ v7t8QXdiiitQ(p viimv evGeßict dtd Ttavxbg biioXoyriöG). 

14^ 



108 



Nr. 34: Majestätsgesuch aus Hermupolis. 



Verso: (2. Hand.) "l6ov vfjg %£iQog rjg dsdcjxev ^to6%ovQidrig 
'^{ilKDvä tg) &7tb diaipricpiörcov rts( ' ) 
i^yrift?} (sie) to itqay\x,axov %qvöCov. 
QXccvlg) EvxvyLcp %(p Xa^iTtgordra) r\\y\eii6vi 
7t(ctQa) AvQriXtov 4lo<5kovqI§ov ZJilßavov ßovXstrjg 
*Eo[iov Ttölswg vfjg lcc[i7ZQOTurrjg vTtodmtov 

b(p(tpLKiaXLOv) ev c IeQä tcoXsl Xoyov evdviidxcov tiqwvcdv 
tat! ual i8H lvdi%riovG)v %qv<5ov vo[iLö^dtia S'^- 
Kovtu 8V) yl(yetai) %qvöov vo{i %a/l %al Iva {itdsv 
Xd&rj öov rö ueyccÄslov avacpeQCJ^ iv . 

KVQIE. 

*T7tccreCccg %(hv deöTtotcbv r[H,(bv OvaXsvriviavov 
%al OvdXsvrog rebv aicovCcov Avyovötcov rö dU. 

Ferner eine quergeschriebene Zeile , yon der nur einzelne Buchstaben zu 
agnoszieren sind. 

1. 8 ^7tiyov6r\g 1. Z7tsiyov6r\<$. lin. 10 Z\r\vay]ivr\g erg. nach Nr. 35 lin. '12. lin. 11 
Pap. ir\?~\&6\LCLti wahrscheinlich ; allerdings könnte der obere Rest des fraglichen Buchstabens 
auch der Punkt über einem i sein, aber in der Mitte steht noch ein Best einer nur mit s 
vereinbaren Ligatur. lin. 14 1. entweder Qj\xa xiva oder qt\x6v xi. lin. 15 %oyic&6v 

erg. aus Nr. 35 lin. 18. lin. 16 r[cc i^avxov] erg. nach Nr. 35 lin. 17. lin. 17 1. ivxv%<hv. 

Verso lin. 3 1. ^r\yr\xfj und xov nt^ay\iccx{bvxi%)ovl Die Auflösung von its( ) ist durch- 
aus unsicher. lin. 5 AvQriliov korr. aus AvgrjXios, ebenso JioanovQidov aus ^ioa%ovql8r\q. 
— ßovXsxrjg 1. ßovXsvxov. 

Den Herren des Landes und des Meeres und des ganzen Menschenvolks und Ge- 
schlechts M. Valens und Gratian und Valentinian, den immerwährenden Augusti Bitte 
und Schuizgesuch von Fl. Isidoros, Offizialis des statthalterlichen Bureaus Eurer 
Thebais. In der ersten Indiktion, göttlichste Könige, wurden mir eingehändigt von 
Ammonas von der Rechnungskanzlei unseres Bureaus 238 Goldsolidi, um sie zu über- 
bringen und zu übergeben an einen gewissen Dioskurides aus Hermupolis, welcher 
sich in dem kaiserlichen Komitat befand. Und nachdem ich zu dem Genannten ge- 
kommen war, habe ich einiges ihm gezahlt, 61 Goldsolidi, worüber ich von ihm die 
Quittung empfing; es wurden aber in meinen Händen belassen andere 177 Goldsolidi, 
da kein Bedürfnis drängte. Und es geschah durch irgendeinen bösen Dämon, daß 
ein Diebstahl stattfand an diesem bei mir belassenen Gold, wie mir auch bezeugt 
haben viele aus der Thebais, die damals anwesend waren, Zenagenes der Defensor und 
die Gesandten der Provinz, Makarios und Philapollon, und andere Vertrauenswürdige. 
Und von diesem Unglück betroffen, begab ich mich zu dem Amte zurück. Aber die 
Ratsherrn von Hermupolis, welche das Gold dem Ammonas gegeben hatten, wandten sich 



Nr. 34: Majestätsgesuch aus Hermupolis. 



109 



an den erhabenen Pergamios, den Statthalter der Thebais, sagend, daß ich das Gold noch 
innehabe, und nachdem eine Untersuchung stattgefunden hatte und die Zeugen ver- 
schiedenes Verabredete zu den Akten ausgesagt hatten, wurde ich in einer zweiseitigen 
Verhandlung geheißen, ihnen die Rechnungsdifferenz auf jenen Betrag zur Ergänzung 
der Summe zu geben. Und nachdem ich all das Meine verkauft hatte, und — kaum 
zu sagen — sogar bis zu meinen Teuersten [(Personen?)], habe ich kaum .... 

Deshalb bitte ich Eure himmlische Glückseligkeit, mir zu bewilligen, daß das 
über diese Angelegenheit bereits in kontradiktorischen Akten Verhandelte fest und un- 
erschüttert bleibe, da die Gesetze so gebieten, daß nicht erschüttert werden darf das 
vom Statthalter einmal Geurteilte, indem mir der Statthalter des Landes zu Hilfe 
kommen möge. Wenn ich dies erreicht haben werde, werde ich Eurer überstrahlenden 
Tugend in allem unauslöschlichen Dank sagen. 

Recto lin. 1 Die Eingangsformel rindet sich wieder in dem Pap. Leyd. Z 
ArcL 1, 399 lin. 1. 

lin. 6 Zu uo{iixdxog vgl. die Artikel comitatenses und comitatus (Seeck) in 
Pauly-Wissowas Real-Enc. mit Zitaten. 

lin. 11 7i[x~\s6{iaxL habe ich ursprünglich ergänzt zu Tts^öiiaxt] doch ist 
eine Konjektur Wilckens, welcher 7t[x]s6{iaxL (= %xal<5\iaxi) vorschlägt, mir nach 
dem Papyrus sehr wahrscheinlich, u. zw. sowohl hier als in dem Parallelstück 
Nr. 35 lin. 13; vgl. den App. 

lin. 12 Pergamios war Statthalter der Thebais etwa 374 — 375; vgl. die Einl. 

lin. 15 t6 VTColoi\7tov XoyiG&sv] ig xoöavxa slg 6v\ntX ( Y\q^o6iv xov Xoyov. 
Mit xoöavxa ist die von den Ratsherrn gezahlte Steuersumme gemeint; ein Teil 
ist von Isidor an Dioskurides abgeliefert worden; jetzt soll das elg 6v{i7tXrjQG)GLV 
xov loyov Fehlende ersetzt werden. 'TjtoXoiTtov Xoyt6%'8v bezeichnet das, was bei 
der Rechnung . übrig bleibt; in der Regel freilich den Uberschuß ^ hier aber das 
Manko. — zliayv(D<5xi%6g bedeutet, was auf Grund einer dcayvcDötg (= cognitio), 
d.i. Verhandlung mit beiderseitigem Gehör (Bethmann-Hollweg, Civ.-Proz. 3,252) 
entschieden wird. 

lin. 18/19 Mit dem früheren Urteil ist offenbar die in lin. 9 — 10 nur un- 
deutlich bezeichnete erste Untersuchung über den Defekt gemeint. — 9 E% avxi- 
xa&söxcjxcov V7to[iV7]iidx(DV will jedenfalls dasselbe besagen wie in lin. 15 ölcc- 
yvcDöXL%ä vTtoiivriiLCixa. Daß die Zweiseitigkeit der Verhandlung immer betont 
wird, beruht darauf, daß sie die Voraussetzung der Rechtskraft des Urteils bildet, 
welche eben hier angerufen wird. 

lin. 19 &q%(X)v kann hier nur den Statthalter bedeuten, wie auch in Nr. 37 
lin. 27; vgl. auch Nr. 33 II 16. Sonst sind ol aQ%ovxeg bekanntlich die Stadt- 
magistrate;, aber, insbesondere mit einem Zusatz cxq%(dv xf\g i%aq%lag (C. J. 1, 4, 30 pr.), 
bedeutet der Ausdruck öfter den Statthalter. Hier fehlt allerdings auch dieser Zu- 
satz. Dabei ist außerdem auffallend, daß der Prozeß in Syrien vor den Statthalter 



110 



Nr. 35 : Parallelstück zu Kr. 34. 



kam, da man der Sache nach bei einem innerhalb der Armeeverwaltung statt- 
gehabten Vorfall eher das Eingreifen der Militärbehörde erwarten sollte. Freilich 
sind die Beteiligten nicht Militärpersonen. 

lin. 20 Daß der üq%(dv trjg %d)Qccg als solcher bezeichnet wird, beruht darauf, 
daß der erste Prozeß nicht in der Thebais stattgefunden hatte, sondern in Syrien. 

lin. 21 Zu %aQLxag 6{ioXoyri6c3 vgl. die Romanhandschrift bei Wilcken Arch. 
1, 233 Col. II lin. 21; Parallelstellen angef. ebenda S. 250 n. 1. 

Verso lin. 3 Über i^WV^V v gl- die Einl. S. 106. Zu TtQccyiiaxov s. p. 113. 

lin. 7 Über die Akzentuierung von xiqwvgzv vgl. Arch. 2, 260 n. 1. 

Tfr. 35. 

PARALLELSTÜCK ZU DEM VORIGEN. 

luv. Nr. 400. 

Papyrus H. 28 Br. 39 cm. Hermupolis. Ungefähr 375 p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Am linken Rand teils durch Nachdunkelung, teils durch Löcken beschädigt. 

Dieser Papyrus bezieht sich auf die gleiche Angelegenheit wie die vorige 
Nummer und hat im wesentlichen den gleichen Inhalt. Er ist jedoch weniger 
sauber geschrieben und zeigt viele Zusätze und (meist nicht genau über der Kor- 
rigenda-Stelle stehende) Korrekturen von zweiter Hand in flüchtiger Schrift; auch 
die Durchstreichungen im Text rühren vielleicht zum Teil von dieser zweiten 
Hand her, aber keineswegs alle; denn in lin. 14 z. A. hat die erste Hand 
selbst nach der Durchstreichung neu angesetzt. Außerdem weicht die Fassung 
zum Teil von der in Nr. 34 ab und ist im ganzen weitläufiger; endlich differieren 
auch die Geldsummen. Jedoch darf man dieses Stück keineswegs für ein bloßes 
Brouillon halten; die lateinischen Subskriptionen auf der Vorderseite und das 
griechische Indorsat zeigen , daß es wirklich eingereicht worden ist, wovon wir 
bei Nr. 34 keine Spur haben. Umgekehrt fehlt die in Nr. 34 auf dem Verso 
stehende Quittung des Dioskurides. Da nach dem Indorsat Isidoros zu einer deut- 
licheren Darlegung aufgefordert wird (cpavsQÜxsQov öiaöd(prjö[o~\v)^ ist es möglich, 
daß die in Nr. 34 erhaltene Quittung in Ausführung dieses Auftrags vorgelegt 
worden ist; doch ist es, wenn Nr. 34 dem Zweck des (pavsQCJXSQOV Siacayslv 
dienen sollte, auffallend, daß das Stück keine weiteren Tatsachen und Beweis- 
mittel angibt. Das Verhältnis der beiden Eingaben bleibt darum zweifelhaft. 

T\olg y\fiQ %al &ala\x\zrig %\ai\ 7Cav\xbg a]vd'QC3[7t]G)v s&v\o\vg %al y£vd[y\g 

dsönoxag (sie) 0X1 Ovdlsvxi xcel TQaxiuva 
xai OvaÄ,£[vTL]v[t]ccv<p alwv\L~\oig xcel XQOTtu\i\ov%oig Avyov[ör\oig derjötg xal 



Nr. 35: Parallelstück zu Nr. 34. 



111 



(2. Hand.) r}ys{iqylccg 

TtuQcc cfrlaviov 'IöLdcoQ^ojv [otp\cp[i%\iakiov xd%8cog xfjg vn\ßx]8Qag ©[rßßaCdog. 

Kaxä xrjv Jtgcbx[rf\v iTtivs^irj- 
[tf]^, ftsioxaxoi ßaöilelg, svsxsiQföl&jqv Ttagu ^AybyiMvu aitb dia^rj(pi6xa)v xrjg 

rjii£TSQag xd^acog %qv<5ov 

(2. H.) 7tttQadq\y\ycii 

\y\o\JLi6ybdxia ixaxbv xai xqidxovxa öxxco &<5xe \ßyx[a\xa§dlleivj /iiotixov- 5 

(2. H.) tlVi aQKCi^QlG) ?) 

qCÖTJV (sie) 7tQ0XX0{l8V0V XLQ(DV(DV 

(2. H.) ua-cu $i w\ ccdtfpß ovxi \ß\y [t]cü &si(p xo[uxdx<p. Tovxo xb %[q]völov [y]rto- 

(2. H.) 7tccQccd8^a^\_s]vog 

ds^aevog iyfo xal xbv VTtodsxxrjv %{.] . . 
(2. H.) [to]y TCQosiQr\iL(£vov) Jioa%ovQi8r\v 

. . . wv xijv xaxaßol\rf\v 8% avxbv itoi8l6&ai £6itaydov. zlh (sie) xfjg ftelccg 

v[iG)v xal cpLkav&QcoTtov vo\jui\gQ\£ö]Cag 
x\r\\g xr\v\C\xavxa xaxaTts^cpd-^rjg £<p&ö{isvog Ttsgi xgv dslv d[s~\%u {lövövg 

XQVöivovg %aoa6%8lv xoi[g] ]/£oA[£^y|Y](H£ 9 
\xoö\gyxov vTtEÖs'i&ri [lövov, oöov xal r\ %Q8ia ccTtrjxet %qv6ov vo\u6\)idxia 

8%rjxovxa xal £V 5 [r]ö ö\s v]rtq\£~\oirtov 

(2.H.) 

(1. Hand.) ele(cp&r] eybol ghjxs [t]o xo[iL6&hv 7taQado&Y\vai xa> a[y^x(p 'A^^cDva 10 
(2. H.) ccvcc 

diccdo&riGÖiisvov xolg dsdcouoöL. 'Alka %\ai\ 

{pvveßrj ix itd]vr}Qoy da([{i]ovog [ö]g(Xrjöig x[o]yxov xov vTtohsicpd'evxog 7tao' 
(2. H.) {isd 1 ' G>v si%qy . . . av 
mol xqvölov (hg xal {iBiiaQXVQrjxaöiv 

i[io\l] TtoXXol &riß[a\lgv xrjvixavxa Ttaoovxeg, Zrjvwyevrjg 6 drjcpijvöao xal ol 

rtosößevöavxeg vtcsq [x^rjg 8%ao%iag 
\Maxa]oiög xs xal QiXaTCoXXcov xal akXoi a^iÖTtiöxoi xal xoyxw xcp ax£6[iccxL 

rtSQiitsöfov sjtavrjX&ov slg xrjv xd%tv. 

(2. H.) (2. H.) 'AXV ol (2. H.) (ot %ccl 

'E . . . axog ^ös Tiv[o]g aixco .J ol xfjg *Eq[iov TtöXs&g 7toXixsvö[i8voi, tzqoö- 

ds J ol dsdcoKOtss tb xqvülov 

yjk&ov xa laiiTtQOxäxcp *Hqcc%Mg) xg$ rjyov- 

(2. H.) [ir] ccjtoXcoXsKivcii ii[s] . 
$8v<p xov efrvolyg cpjdöxovxeg IßiaKUXs'isiv pe} xb %qv6lov %ai e^sxdöSGjg ysys- 15 

vrjuevrjg %al t r ^l v 
^{7catad , s]fidv(DvJ [i[cc]qxvq(dv xccxa&suevcüv iv vJto[ivij^a6c^ 8ßdo{irjKovxa dvo 

%ov6ivovg didovau 

(2. H.) . . (1. Hand.) Big xa^ilov yrtho avxcbv itooGBxdyftriv %al itdvxa xa a^ajvxov 
diaTtcoXrjöag ocal 6%8Öbv bItcbiv sag [x](bv cpiXxdxmv 



112 



Nr. 35: Parällelstück zu Nr. 34. 



CO 

H.) . . (1. Hand.) ftoy [e) cp&döag [idlcc i*\o]yig 6vvi\\y\ayov xov (sie) vitololnov l\_o\- 
yiöd'evxog avxolg. 'Eitel xoivvv vcpoocbiiai Stä(?) eKisCmav 
..i.. ay.cov cp... x\cc\ xvrta&evxa hep v\%\o\Lvr\\idx(xiV h% dvxixttft- 

eöxcbxcov £v%eiQ(b6(u (sie) xaivo- 
20 JT xo\ir\6ai, deo^iao xr\g \_o~\vqccvl[o~\v v^icjv xvyy\g STtivsvGai ßsßccia nal dödlsvxa 
[18vs[l]v xä V7to[ivrj{iaxa xobv 
v6{iG)v ovxcog xslsvövxcov ^irj delv 7taQaöaXsvd"fjvaL xä vitb xov aQiovxog aita% 

aitocpav&evxa avxi- 
Ka&s\ß]x(bx(Dv ß[ö]r]&o[y]vxog xov ocQ%ovxog xtfg %ct)Qccg. Tovxoy dh xvyhv 

%&Qi(x)>ag aeitivtföxovg xr\ vit£Q- 
\Xd{i7tQ]cp vacbv 8\y]6s[ßsia biioXoyr^öco, 

(3. Hand.) [ ]. lalius tibi .[.] [• • per£err[e 

].[.]d. man[ ]. non pepercisse. 

26 (4. Hand.) [ > . e [. .] . ...[ ]•[•.]••[••]•••[ ]• 

[ ]e-e. 





w 

* . 

O c3 

rrj • 

c3 

4 



Verso: (5. Hand.) "E%sid\fi\ .Q..rjv viteQ xcoyd[s] 
TtctQcc fj{iei$ 6%i( ) 7taQsdq)%[a]g , 
cpccv£QG)X£Qov diaödcprjö\j)]y. 



lin. 1 1. tfgtfTtoroas. lin. 3 i]y£ftov[ta]s gehört hinter ralsws. lin. ö iy%[a]xccßdllsiv 
durchstrichen; der Strich reicht noch in das vorhergehende rs hinein. Vom zweiten '% nur 
ein Ansatz erhalten, dahinter freier .Raum, so daß es zweifelhaft ist, ob der Rest abgescheuert 
ist, oder der Schreiber es geflissentlich nicht ausgeschrieben hat, um das richtigere iy^araßalslv 
zu erhalten. — Das über der Zeile stehende ccqkcc kann m. E. nur so aufgefaßt werden wie im 
Text geschehen ist. Vgl. dazu die Sacherläut. zu dieser Zeile. — 1. 4ioa%ovQLd7] itqaxxo^ivcp 
(%qvgov)> xlqoovcov? Doch sind die beiden xx mehr wie % geschrieben. Indes gibt %§oito\i8yov 
selbst bei Annahme einer Abkürzung (z. B. 7tQ07t(olix8v)6{i8vov) schwerlich einen Sinn. lin. 6 
Vor %cä eine Lücke mit Raum für 2 — 3 Buchstaben; davor noch Schriftspuren, die aber von 
einer Korrektur herrühren können. — Hinter %[q]volov Tintenspur, wahrscheinlich ohne Be- 
deutung. — Das über der Zeile stehende 7CccQad£^a^i[s]vog soll Verbesserung für vitods^d^svog 

sein. lin. 6/7 Verbinde: ucci xov vito8i%x7\v xov TtQOSLQri^svov) 4io6%ovQiSr\v %[.] cov 

lin. 7 Vor dh ist offenbar ein Wort ausgefallen; etwa "E%xoxs. Eine schwache Tintenspur, 
die vor dem d zu sehen ist, scheint nicht von einem Buchstaben herzurühren. lin. 8 §6&6- 
lisvog 1. (xlG&otisvog. — Die ersten Buchstaben hinter xolg fast sicher ysq. lin. 10 

ßyfo&rii Die Schriftzüge zu Schatten verwischt. — Der Korrektor wollte ävado^riöo^svov ; 
ohne zwingende Notwendigkeit. lin. 11 Der Anfang ergänzt nach Nr. 34 lin. 8; für 

das daselbst stehende xivog ist kein Raum. — qojlriqig 1. 6vlr\6ig. Im letzten Wort der 
Korrektur zu Anfang s oder <0\ Evy&v nicht ausgeschlossen. lin. 13 [Mand]QLog erg. 

nach Nr. 34. — Zu nxtcybaxi vgl. die Sacherläuterung. lin. 14 'E . . . axog sollte jedenfalls 

auch durchstrichen sein; der Satz sollte schließlich lauten: 'All' ol xi)g *Eq{iov noUcog u. s. f. 
Auch der Korrektor hat seine mit ol %ul 08 . . . beginnenden, dem Sinn nach mit ol neu 
dsdcüKoxsg vielleicht zusammenfallenden Worte wegen des unpassenden -aal wieder gestrichen. 



Nr. 35 : Parallelstück zu Nr. 34. 



113 



lin 15 i. f. Der Schreiber wollte das t[co]vcov wegbringen, bat aber den Strich zu weit nach 
rechts in das r&v hineingemacht. Ob der Strich auch in die Lücke hineinreichte, sieht man 
nicht. lin. 16 z. A : Wahrscheinlich war [%ara& s]{L8vcqv zu früh geschrieben und wurde durch- 
strichen, lin. 17 1. Tcciielov. lin. 18 Der Verfasser ist hier wiederholt aus der Konstruktion 
gefallen. Er wollte zuerst schreiben ecp&ccöcc 6vvdycov, ging aber in cp&dcag övvrjyayov über, 
ohne das s zu streichen. Ferner bringt er zu evvrjyccyov eine Genetivkonstruktion statt des 
Akkusativs. Es ist zu lesen: (p&döag cvvrjyccyov tb vtcoIoltcov loyic&hv avxolg. — dicc iTtislxiccv 
ist sinnlos; man erwartet naga. lin. 19 1. iy^siQfjaoci oder iy%siQm6cc6Qrcii ; die Ergänzung 

av[t](bv z. A. der Zeile würde dazu schlecht passen, es müßte erwartet werden avrovg. 

Recto lin. 4/5 Über TtQoxxopbsvog vgl. den Apparat. Übrigens ist der Aus- 
druck itQ&zxEtäui, der das Einfordern bedeutet , für Dioskurides nicht recht 
passend , da das Geld schon längst eingefordert ist und er es nur in Syrien in 
Empfang nimmt , vgl. die* Einleitung der vorigen Nr. Wohl darum ist in lin. 5 
über das Wort tvqoxx6{isvov vom Korrektor geschrieben xivl aQ%a(QicpT) — cf. 
Rubi*. Tit. C. Th. 12, 6? — in der Meinung , daß das erstere Wort als unpassend 
wegzulassen sei. Übrigens ist, wenn in Nr. 34 V. 1. 3 zu lesen ist xo(y) n^ay^a- 
%{hvxiKo)v der in lin. 4 genannte Ammonas eigentlich Verweser des %QvöccQyvQov 
(vgl. Einl. zu Nr. 64;. 

lin. 6 Die Durch Streichung der Worte [reo] xal avxc5 vor ovxl iv xw frela 
%o[iixdx<p zeigt, daß Isidor selbst nicht als Zugehöriger zum Comitatus bezeichnet 
werden soll. 

lin. 8 Zu |/£oX[£]x[r]otff vgl. Einl. zu Nr. 54. 

lin. 10 Statt eXslcp&rj, dessen Spuren übrigens sehr unsicher sind, würde 
man viteXeltpftri erwarten; aber von vit ist nichts zu sehen. 

lin. 11 Wenn in der Korrektur die Lesung \x,s$ cov el%oy syycbv (vgl. den 
Apparat) richtig sein sollte, so würde das etwa besagen, daß Isidoros das Geld 
in seinem Bett versteckt hielt, freilich eine sehr unzulängliche Verwahrung. 

lin. 13 Über itx m i<5\iaxi vgl. zu Nr. 34 lin. 11. 

lin. 14 ^HqcckXIg) kann nur Schreibfehler sein; in Nr. 34 steht richtig IIsq- 
ya^Ccp. Denn die Statthalterschaft des Herakleios hat höchstens bis 371 ge- 
dauert (meine auf S. 90 Anm. 1 zit. Statthalterliste), unser Vorfall spielt aber 
erst 373. 

lin. 24/25 Die Subskriptionen bleiben unverständlich. 

Verso, Dieses Indorsat scheint zu besagen, Isidoros möge den Sachverhalt 
noch ausführlicher darlegen. Dabei ist vor allem, da nach dem Wortlaut *7tctQ& 
r}[ielg' die Kaiser selbst zu reden scheinen, die sehr flüchtige Schrift sowie der 
Mangel jeder Subskription auffallend. E%l( ) scheint etwa zu s%i(y(p) ergänzt 
werden zu können; der e%tvog ist auch erwähnt in Nr. 64 lin. 45; s. die Einleit. das. 
Hinter sitsi8\r[\ ist ein Wort im Sinn von' „Schrift" oder „Eingabe" zu erwarten; 
aber yQacpiq ist mir nicht wahrscheinlich. 

Leipziger Papyri. I. 15 



114 



Nr. 36 : Bericht über Zustellung einer Ladung aus der Großen Oase. 



Nr. 36. 

BERICHT ÜBER ZUSTELLUNG EINER LADUNG, 
luv. Nr. 343. 

Papyrus H. 20 Br. 44 cm. Große Oase. A° p. C. 376 oder 378. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Der Papyrus ist in der unteren Hälfte durch große, oben durch zahlreiche größere 
und kleinere Lücken stark lädiert. Da die Schrift sich auf die oberen zwei 
Drittel des Raumes beschränkt und auf dem untersten nur das Datum steht ; 
so ist der größere Teil der Urkunde lesbar. 

Dieser Papyrus ist wertvoll, weil er das Paradigma einer Zustellungsurkunde 
bietet. Ein ähnliches Stück ist erhalten in Inv. Nr. 348, gleichfalls aus der 
Statthalterschaft des Ailios Gressios herrührend; doch kann dasselbe, da die Her- 
stellung einer halbwegs brauchbaren Lesung wegen weitgehender Zerstörung noch 
nicht abgeschlossen ist, derzeit nicht veröffentlicht werden. Auch die nachstehende 
Urkunde ist leider in wichtigen Teilen defekt. Besonders fühlbar ist dies in 

lin. 7 f.: %al [ • • -l^ ^ omoqlccv VTtotitag ayxov (1. ayxcbv) rag dia\x\Qißäg 

£%ei\J\ovg . [.] rovg itaQccdo^evxag {loi vit avx&v &y\yvovg i\aayovg {lyavovg} 
dyycc[i8vovg xijv yßyqwv avx\pi\y &7to%[l\riQ(b\ßai\ ^Bxriyyvr\\iai, Der Sinn der 
Stelle nal — aito^Cav ist offenbar, daß die Beklagten gegenüber der Ladung 
Mangel am erforderlichen Vermögen zur Befriedigung der Kläger vorgeschützt 
haben. Welches Zeitwort zu . .]r£p[.] . [. . ^ccölv zu ergänzen ist, weiß ich nicht zu 
sagen; es fragt sich auch, ob der vor ]t£p zur Verfügung stehende Raum für un- 
gefähr sechs Buchstaben bloß auf dieses Wort zu verwenden oder hier eine 
Partikel einzuschieben ist. Dies hängt von der sofort zu besprechenden Gesamt- 
konstruktion ab. 

Fraglich ist zuerst, was vicoöxag bedeutet. Man denkt zunächst an i)7to6xdc- 
6(s(Dg), was einen sehr guten Sinn geben würde, wobei freilich schon das 
äußere Bedenken besteht, daß gerade nur in diesem einzigen Wort gekürzt worden 
sein müßte. Aber es ist auch denkbar, vTtoöxdg als Part. Aor. von vylöxv^i 
zu fassen und mrt dvaxQißdg in Verbindung zu bringen, so daß es hieße: ent- 
gegentretend ihren Verzögerungen. Die Lexika zeigen, daß die medialen und in- 
transitiven Formen von v(pL<jxr}{ii in der Tat im Sinn von „Widerstand leisten" 
gebraucht werden, wobei der Gegenstand, dem Widerstand geleistet wird, nicht 
bloß im Dativ, sondern auch im Akkusativ stehen kann. 1 ) Ich halte diese letztere 
Auffassung für die richtigere, weil man sonst nicht sieht, wovon rag diaxQißäg 
abhängig sein sollte. Denn das darauffolgende Wort £%§i[.]ovg . [. scheint hierzu 
nicht herangezogen werden zu können. # 



1) Phifc. Timol. 28: ol de rrjv {iby %qmtr\v ^%i§qo\Jbr\v vit^atriaccv eQQa^ievojg. 



Nr. 36: Bericht über Zustellung einer Ladung aus der Großen Oase. 



115 



Hinter vnotitag steht ein Buchstabe, den ich für a halte. Sollte, was ich 
nicht glaube, er ein schlecht gemachtes d vorstellen, so kann man an S(s) denken 
und dann könnte der vorhergehende Satzteil nicht Nebensatz, sondern auch ein 

Hauptsatz gewesen sein, und es ist vor [ ~\teq keine Partikel anzuschieben. 

Aber was hinter dem S(h) zu lesen wäre, wüßte ich dann nicht zu sagen; ich 
habe zwar eine Zeitlang an d' ei&v gedacht, halte diese Lesung jedoch nicht 
mehr für möglich, sondern aytov für wahrscheinlich genug, um in den obigen 
Text aufgenommen zu werden. Natürlich ist der Singular avtov gedankenlos 
gesetzt, statt ccvtmv- der Verfasser hatte eben das normale Formular im Kopf, 
welches einen einzigen Beklagten ins Auge faßt. 

Bei dem hinter dtaroißdg folgenden e%ei[.~\ovg . [. ist die Unsicherheit der 
Lesung besonders bedauerlich. Ist e%eivovg %a[l] im Sinn von sustvovg %al zu 
lesen? Das würde bedeuten, daß nicht bloß die Bürgen, sondern auch die Beklagten 
selbst in Verpflichtung genommen worden sind. Wird diese Lesung abgelehnt, so 
hätten die Beklagten bloß „Bürgen" gestellt, aber nicht persönlich das Erscheinen zu- 
gesagt. 1 ) Für die juristische Auffassung würde zwischen beiden Möglichkeiten ein 
großer Unterschied bestehen. Im ersteren Fall läge eine Ähnlichkeit mit einem 
sogenannten Vadimonium vor, und zwar einem Zitationsvadimonium, d. h. einem 
solchen, welches nicht — wie es die ursprüngliche Bedeutung des Vadimoniums 
ist — im Zng eines schon eingeleiteten Verfahrens bei bloßer Verlegung des 
Termins stattfindet und das Erscheinen der Partei an dem neuen Termin sichert, 
sondern welches vor Beginn des Verfahrens das erstmalige Erscheinen vor dem 
Gericht zusagt und erst eine sekundäre Bildung ist, da ursprünglich dieses erst- 
malige Erscheinen durch Stellung eines Vindex zugesagt wurde (vgl. Bethmann- 
Hollweg, Civ.-Proz. 2, 198 f.; 1, 107; Wenger, Rechtshist. Pap.-Studien 61). Im 
andern Fall läge Vindexstellung vor. 

Dabei ist wohl zu beachten, daß die Verpflichtung — sie mag sich nun auf 
die Bürgen beschränkt oder auf die Beklagten selbst miterstreckt haben — nicht 
erfolgt durch Stipulation zwischen Kläger und Beklagten, sondern in die Hand 
des Zustellungsbeamten ergeht. Das ist für ein Vadimonium der Eegel des 
klassischen römischen Prozesses (vgl. Wenger a. a. 0. 67) widersprechend; für den 
Vindex ist es in Ordnung, wenn man die von Lenel in der ersten Auflage des 
Edictum perpetuum (S. 53 ff.) aufgestellte und von Wenger (a. a. 0. S. 5 ff.) gegen 
Lenel selbst (Ed. perp. 2. [französische] Ausgabe p, 74 ff.) verteidigte Auffassung 
der Art, wie sich der Vindex verpflichtete (nämlich Versprechen in die Hand eines 
Offizials, nicht Vadimonium), annimmt. Doch kann auf die überaus schwierigen 
Fragen nach der Bürgenstellung bei der Ladung, welche noch weiterer Klärung 
bedürfen, hier nicht eingetreten werden. 

Schwierigkeiten bereitet der Ausdruck [istrjvyv^fiai. Das Wort ist überhaupt 

1) Bürgen im technischen Sinn sind diese dann nicht. 

15* 



116 



Nr. 36: Bericht über Zustellung einer Ladung aus der Großen Oase. 



m. W. nicht mit Sicherheit belegt , sondern nur die Form ybeG£yyvä<3&üi y da bei 
Antiphon p. 147, 18, wo Reiske ersteres las, die neueren Herausgeber die letztere 
Form vorziehen. Vielleicht freilich hilft unser Papyrus, wo das [isx absolut sicher 
ist, der ersteren wieder zur Anerkennung. (S. auch Vitelli zu P. Flor. 54 lin. 19.) 
Der Sinn kann wohl nur sein „in bürgschaftliche Verpflichtung nehmen". 

Was war der Gegenstand der Zustellung? Eine einfache private ituQayysXCa 
scheint es nicht gewesen zu sein. Zwar ist die Mitwirkung der städtischen Be- 
hörden auch für die Zustellung dieser bezeugt, ja seit Konstantin sogar vor- 
geschrieben (C. Th. 2, 4, 2, a° 322 : c denuntiari vel apud provinciarum rectores 
vel apud eos quibus actorum conti ciendorum ius est decernimus, ne privata testatio 
mortuorum vel in diversis terris absentium aut in eorum qui nusquam gentium 
sint scripta nominibus falsam fidem rebus non gestis adfingat'). Aber der zu- 
stellende Beamte sagt, es sei ihm durch ein Ttooöxccyiicc befohlen worden, die Zu- 
stellung zu vollziehen; das sieht mehr danach aus, als ob auch der Gegenstand 
der Zustellung nicht eine Denunciatio suo nomine gewesen sei — denn daß diese 
der Kläger dem Zustellungsbeamten erst auf dem Umweg über den .Statthalter 
übergibt, ist unwahrscheinlich, und ebenso unwahrscheinlich, daß dieser dem 
Magistrat über die Zustellung speziellen Bericht erstattet — , sondern ein amt- 
liches Dekret. Man kann wohl an eine Denunciatio ex auctoritate (TtaoayysXCa i% 
av&svxiag) (oben Nr. 33 S. 92) denken. Im übrigen erinnert diese Zustellung 
durch die städtischen Behörden an Vat. Fr. 162: c si is qüi potiorem nominavit, 
litteras petierit ad magistratus, ut compellant eum venire, quem potiorem nomi- 
navit sqq.', nur daß im Fall unseres Papyrus der Statthalter sein xqoöt ay^ia 
den Magistraten amtlich geschickt, nicht, wie es dort ist, durch den Kläger 
selbst übermittelt haben dürfte, was daraus hervorzugehen scheint, daß die Antwort 
an ihn direkt adressiert ist. Doch kann sich dieser Unterschied auch dadurch 
erklären, daß es sich hier eben um eine Denunciatio ex auctoritate handelt, 
während im Fall Vat. Fr. 162 es nicht sicher ist, ob diese oder die Den. suo 
nomine gemeint ist. — Zu Ischobulos (lin. 2) vgl. Nr. 64 lin. 58. 

0Xavi(DL AlXlooi TeööIqoi xmi Xa\ntQoxdx$)i fjyE^ö^vi 

AvQrjXiog ' I(5%6ß wXog JtoXtxEvö^isvog 'Odöeag jjLsydXrjg %alo[si\v. 

IIqöö [x~\ay[icc exo[iiGd{irjv Tt^aoa) xfjg 6r\g Xa^Ttoorrixog , xvqls^ xb keXsvov ftot 

7taQ\_a\7ti^bipai slg xb di%\a(5~\rr[Qiov 
rovg xXTjQovö^iovg 'AtcIov exi %al KXrjQ^ojyjiioyg ^HqwkXsCov Ao^s]xxlov %ccl 

[• •] •[••]• v \p] v ££7tTi[[iLov i^£T[r]]XX[a%6z(Dv] 
5 [ 'jo.ovg rovg £[rjxoviis~\vt)vg dito%Qiy\a<5\&ai vitso avxcbv s[v~\ xa diKaöxrjQtG) 

\_7tQog] xä efisvsxlpsvx^a sn? sccytoy[g] 
vti[o] xrj; Xan[jtQOxa\xri\g o]hcCccg Av\ß QO~\ud%ov Kai itaQa\y\x\jZ\) iv Gxeovoig 

s%[p\v \x~\bv cpoßov \xov 8 C\%a6xri\ßC]ov ^ 



Nr. 37: Anzeige von einem Raubahfall ans Hermupolis. 



117 



£7t£K£L[l7}V ttVXOl\ß\ £VO%XcOV XCcl [ ] r£ ^[-] • [• • ^6lV CCTCOQiaV VTtOÖtäg 

- avrov (sie) tag 8ia\t\Qißäg s%ei,\_.~]ovg . [. 
tovg TiccQccdod'svtcig [iol vut uvttbv £y[yvovg i]xayovg [mavovg) dyyansvovg 

xr\v %coqccv avt[cb]y cc7tort[X]rj Qc^lßat] 
[istrjyyvrjiitti ccxoXovd-CDg aig |[^]f[^o] %£iQoyQacp\ß\iaig. 'Aveörsiha diä 'Iöt- 

dcoQov ß(^£V£)q)(ixiaQLOv) tf\g ör\g tov £[iov 
%vqI\o\v td^^cjg vTtjoxoXXrjöag r[6 [iov]cc%bv twv %£iQoyQucpiöbv avtcbv 7tQ\bg 10 

r]6 iiy^S^sv Xa&£i\y\ trjv 
£%ayQV7Cv\oxa\tr\v %[rj]d£[(io]v£iav \ßov dß<57to\ta. 'EQQ&G&at ö£ £v%o{iai^ 

Xa[i7CQÖvat£ r\\y£ii\(hV) %oXX\o]lg %\_Qo]vo(,g. 



^Titaxdag [xeov d£<37t^ox\ß)\v r\\jt6bv OvdXwxog xb . ] xcel OvuX£\yx]i\y]i\avov 

TO . ] . 

Schriftspur. 

lin. 1 Vor rsaaLwt gegen die zweite Zeile hinabziehend breite Tintenspuren. lin. 5 
1%' 1. sqp*. lin. 7 Über i%et[.]ovg . [. vgl. die Einleitung. Yom % ist der größere Teil 
der unteren Hälfte verloren, aber das Erhaltene vollkommen sicher. — Hinter ovg % oder xa. 

lin. 5 Zu Anfang ist [yirco%]QEOvg nicht ausgeschlossen. Dabei muß aller- 
dings angenommen werden, daß das Schlußwort der vorhergehenden Zeile sich 
etwas über den normalen Zeilenschluß hinauserstreckt habe, außer es wäre abbreviiert 
worden. 

lin. 7 ayxov statt avxcbv ist durch gedankenlose Verwendung einer auf den 
Singular gestellten Vorlage zu erklären. 

lin. 9 Auffallend ist die asyndetische Verbindung von äve^rsucc; sie ist aber, 
soviel ich sehe, nicht zu vermeiden; denn {i£xr]yyvr][isyog zu lesen ist schon wegen 
mangelnden Raumes und auch weil die Schriftspuren vielmehr auf lisxrjyyvrj^ai 
deuten, unmöglich. 

Nr. 37. 

ANZEIGE VON EINEM RAUBANFALL. 

luv. Nr. 595. 

Papyrus H. 26% Br. 19 cm. Hermupolis. A° p. C. 389. 

Gursive. Unveröffentlicht. 

Flavios Isidoros erstattet die Anzeige von einem Überfall, den zwei Hirten 
Jonas und Hatres, wie es scheint, auf einen, seiner Bediensteten (vielleicht 



Nr. 37: Anzeige von einem Raubanfall aus Hennupolis. 



%oi\jl'y\v lin. 17) gemacht haben. Die Anzeige richtet sich an den 7tQOit,oXiXs[v6]{Le[vog 
von Hermupolis; über diesen Beamten vgl. meine Bemerkungen C. P. R. 1,61. 
Der Meinung von Grrenfell-Hunt (zu P. Oxy. 1, 67 Anm. 2) : f it is not clear, 
whether 7too- refers to time or to Station' kann ich nicht beistimmen; ein in der 
Vergangenheit liegendes Amt müßte durch das Part. Aor. ausgedrückt sein (tcqo- 
TtoXitsvöd^ievog), Die Schlußbemerkung, daß Isidor bei der STtidrjiiia des Archon 
seine Beschwerde ausführen werde, beweist noch nicht, daß damals ein Konvent 
im alten Sinn noch bestanden hat, sondern kann auch auf die gewiß regelmäßig 
abgehaltenen Inspektionsreisen des Präses bezogen werden (Bethmann- Hollweg 
3, 45) ; ganz ausgemacht ist dieser Punkt allerdings m. E. nicht. Bemerkenswert 
ist, daß der Statthalter hier schlechtweg &q%(dv genannt wird (vgl. Erläut. zu 
Nr. 34 lin. 19, auch Nr. 33 Col. II lin. 16. 

Mexä xr\v v%u\x\e\lav xo\v 8e67i\ö]xov rj^icbv ®eod[oä£o]v xov 
aicovlov Avyo[y6~\xov rö ß %al ®Xa\y\C\p~\v Kvvr]yi[o]v xov Xap\7tQ\oxdxov. 
AvQTjXia) Zrjvodoxco . . qtto|V] 7tQortgXixe[vo^8[v(p] *Eq[iov 
TtöXecog tvjg \_X~\cipb7tQ\oT~jdtrig QiTCaoico vo^bo\y\ e Eo[iov7to Xixov 
5 itaoä <&Xav£6[y 'I]<ftd[c&p]ou &7cb ß(eve)(p(iKiaQicov) xd[£]eojg rjy[e]{ioviccg 
OrjßccCdog. <D&[d]ö[ccg jijsv sd[co\xa Xi§sX\fc\oyg [xa]l aoXXdxig 
7]Tia6d{i7]v 'Icn\iwv\ E[y]x\o\g %al \^^xQf\x\_a\ 'Eq^ilvov rtoi[ievccg 
&7tb K<h[irjg TeX[ß(ü]y&[e']G)g %q%\o]yQy\ov\g mg . [. ,~]aq)evrag 
xäg ccysXag xcbv . [ ] . xcoy . . xcoy * oi>[% ajuta^ \ov\ devxsoov 

10 ov xqLxov elg xovg • [..•]•£[..].£ xeoxofitag ..[.] avxov\g .]&[•••]•' 
vavxo. 9 j4XX 9 [i]it6[i]dri oiäepbia ertitixgecpia yjte\_Q av^\ 
xcbv yeyevrjxai^ diu xovxo itdXiv %axä xi]v rtQO%&eg t yi\ß^Q\ocv\ 

r\xig eöxlv Uayhv [. . .]co# [.] . . [.]ov ...[..]...[ ] 

Gvviföcbg xrjy . . co[.] . [.] . oi . % . . [ ]••[••] • [ ] 

15 elg rö rj{i6xeoov .].[... sj^a^Cy^yrjg . [. .]fo .[..]. vx . [ ]•[••]• 

euvxcbv ev xot[g] e. [ ]öioig [ioy[ ] [ ]••[•]•• 

6 itfiexeQog . . i[ ] . [. . ^\ßiog xb [ \ia e% ...[.. ] 

ol de yv{ivo[yvxeg ...] e^vd^vg pex . . . TtaXoov . . q[ ~\y... 

xi]v i7tiXL[isvrjv a\yxov ejö&fjTcc SiaQ[if]^avxeg äcp[e(]Xuvx[o] , 

20 eiteixa %axe%otya\y~\ rt[X / r]y]cctg avxbv %axd x[e] xcbv d%eXcbv xal 
%axä xcbv äXXcov {ieXäi[v] xov öcQ{iaxog, fj[ii&uv7j avxbv [^toji- 

rjöccvxeg ohg ua\X\ cpaye\ß]d iöxiv xä 7tQo6<pcovYi%'£vxa yrtb 
xcbv eTti&sejQrjtfdvxojv xä %Xx\y\iaxa^ ädtfXov o\y]örjg xfjg 
eavxov öcoxriQlccg. /Iiu xo\yx\o %al vvv €7tidCSco{ii xfj öfj Xoyiöxrjxi 

25 xovgde [tov xovg XißsXXov{ß] iiccoxvQonevog %ai d^iöo roi;ro[i>g] 

ev adcpalel elvai [ie%()ig xijg evxv%ovg eitidruiiag xov %vq(ov [iov 



Nr. 38: Prozeß Verhandlung ans Herrnupolis. 



119 



xov aQ%ovxog' exotfioxccxcc yaq €%co aitsliv^av hv x<p a%Q\d\vx(p ccvxov 
di%a<5zriQl(p xovxovg Irfixag b^ol6[y\ovg xal £(bcc a%Bl(r\X}a%6xag 
itolXamg xal 'Icoväv xbv TtQoxL^isvov cpovscc ajtodel%cu. 

Msrä xr\v %^o%{^iybivr\v) 5 JJayjbv i\ß (?)]. <&X(dviog) 'IoCdcoQog 6 7tQox(sC{isvog) 30 
exidedcDXcc. 

lin. 3 Schwerlich jily7tio[v]. lin. 7 E[<u]r[o]g (sehr unsicher) nach Vorschlag von 

Vitelli. lin. 13 In der Lücke hinter na%dov erwartet man zunächst schon wegen des 

Querstrichs die Angabe des Tagesdatums in Ziffern; aber andererseits besteht das Bedenken, 
daß darauf vielleicht noch d\(x>de%a'z\7] ausgeschrieben folgt. lin. 14 In xr\v beim v kor- 
rigiert ? lin. 15 Pap. Jgagp . . . lin. 22 Der Anfang etwas eingerückt; aber es hat 
nichts dort gestanden. lin. '27 Beim v in ä%s\&v%oLi Korr. 

lin. 4 Zu QLTtaQiog vgl. meine Bern. Arch. 2, 261; Wenger ebenda S. 62 n. 1. 

lin. 7 Eöxog als Masc. ist bezeugt; z. B. BGU. 281 lin. 15. 

lin. 8 Die Form TsX^ßG^vxtig statt des üblicheren ®sXßcovdig ist bezeugt 
P. Amh. 146 lin. 2. — . [. .~\uop£vxag ist wohl ein Kompositum yon acpCr^ii. 

lin. 9 . [ ] . XG3V ; für üt[Qoß~]axc3v ist der Raum zu groß ; eher wird die 

Einwohnerschaft eines Dorfes genannt gewesen sein. — Zu ov[% a\%a% \ov\ dev~ 
xbqov ov xqIxov vgl. Erl. zu Nr. 32 lin. 4. 

lin. 15 Zu •]•[•• •] ergänze entweder [^]^>^^[. . , vgl. sgyaxcovsg, erga- 

stulum, oder [6]pya[. ., vgl. P. Flor. 50 Col. I lin. 11 [ö<?]}w[ . . , welches gleich- 
falls einen Raum zu bedeuten scheint. 

lin. 16 Vielleicht yYj]d£oig. 

lin. 17 Vielleicht 6 fj^iexs^og jcoi[[irjv. 

lin. 21 {isXcov dialektisch statt {isq&v, vgl. Erl. zu Nr. 42 lin. 17. 
lin. 28 Hinter xovxovg ist nicht etwa xovg zu ergänzen; der Sinn ist: diese 
als geständige Räuber zu zeigen. 

lin. 30 Zu Msxä xr\v 7tQOK(sL{i£vriv) erg. vitaxdav, Zu i[d (?)] s. App. zu lin. 13. 

Nr. 38. 

PKOZESSVERHANDLUNGr AUS HERMUPOLIS. 

luv. Nr. 65. 

Papyrus H. 26 Br. 75 ein. Herrnupolis. A° p. C. 390. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Die erste Columne linksseitig abgebrochen. 

Der Tatbestand dieser Verhandlung ist infolge mehrfacher Lücken des Papyrus 
nicht nach allen Seiten klarzustellen; aber das juristisch Wesentliche läßt sich 
mit Sicherheit ermitteln. Es liegt vor ein Zivilprozeß vor dem Präses der Thebais. 
Der Gegenstand des Prozesses ist nicht zu erkennen und kann in der Lücke am 



Leipziger Papyri 




No. 38. Prozeßverhandlung aus Hermupolis v. j. 390 p. ehr. 



120 



Nr. 38: Prozeßverhandlung aus Hermupolis. 



Anfang von I 3 genannt gewesen sein. Ebenso ist die Klagepartei nicht mit Namen 
festzustellen. Vollkommen erhalten sind nur die Namen ihrer Anwälte: Nilammon, 
Demetrios, Herodes; außerdem findet sich noch' I 16 ein Melitios genannt, welcher 
{ vielleicht in Zusammenhang zu bringen ist mit den Wortresten ]lov ßovlsvxov 
in lin. 3 und danach Ratsherr von Hermupolis wäre. Dieser Melitios wird in 
lin. 16 cit. genannt: 6 xcbv euayövxcov eitiicov xoitov und ist daher jedenfalls nicht 
der einzige Kläger, sondern nur einer von mehreren Streitgenossen oder auch Pro- 
kurator der Kläger gewesen. Daneben tritt lin. 10 noch eine Person auf, deren 
Name auf ]eph(us) geendigt haben muß; vielleicht Iosephus. Er muß zur Klage- 
partei gehören, denn die Namen der Angehörigen der Beklagtenseite sind in lin. 2 
vollständig erhalten; jedenfalls stand sein Name in der Lücke zu Anfang jener 
Zeile. Dieser nimmt an der Verhandlung teil und wird redend eingeführt; ob 
auch Melitios anwesend ist, kann nicht festgestellt werden, denn, daraus, daß es 
in lin. 16 heißt, er ziehe den Prozeß hinaus, ist nichts zu folgern. Das Ver- 
hältnis des (Ios)ephus zu Melitios bleibt zweifelhaft; vielleicht war ersterer Prozeß- 
bevollmächtigter des letzteren, also in der gleichen Position wie Hatres. 

Dieser Hatres ist nämlich Prozeßmandatar (hier sxdixog genannt I 17) der 
Beklagten Aurelia Matrona. Sein Mandat wird (1 4) verlesen und zu den Akten 
genommen; dies entspricht der Vorschrift von Gratian, Valentinian und Theo- 
dosius C. Th. 2, 12, 3 a° 382 (vgl. Oollinet-Jouguet Arch. 1, 308). Natürlich ist 
er im Sinn des römischen Prozeßrechts nicht Kognitor sondern Prokurator (Gai. 
4, 83 sq.). Aber freilich ist er ein solcher Prokurator, der sein Mandat durch eine 
schriftliche, wenn auch nicht öffentlich beurkundete, sondern privatschriftliche 
Vollmacht nachzuweisen vermag, und es ist bekannt, daß seit Ende der klassischen 
Zeit man auch einen solchen privatschriftlich bestellten Prokurator dem Kognitor 
anzunähern bestrebt ist (Modest. D. 3,3,65; vgl. Eisele, Kognitur u. Prokuratur 
169 fg. u. a.). Daraus wird es sich erklären, daß nach lin. 13 die Kaution bestellt 
wird für Erfüllung des Judikats durch die Beklagte selbst, nicht durch den Pro- 
kurator, was dem klassischen Recht widerspricht, da hier die Actio iudicati be- 
kanntlich den Prokurator selbst trifft, nicht den Dominus und nur beim eigent- 
lichen Kognitor der Satz gilt, daß die Vollstreckung sich nicht gegen ihn, sondern 
gegen den Dominus richtet. Darin, daß hier für die Judikatsleistung durch die 
Vertretene selbst kaviert wird, zeigt sich, daß die Vollstreckung, obwohl ein 
bloßer Prokurator interveniert, doch als gegen die Erstere sich richtend gedacht 
wird. Im übrigen entspricht die Tatsache, daß bei stattfindender Vertretung auf 
der Beklagtenseite Cautio iudicatum solvi geleistet werden maß, den allgemeinen 
Regeln (Gai. 4,101). Zu bemerken ist dabei einerseits, daß nicht der Gegner die 
Kaution verlangt, sondern der Magistrat von Amtswegen sie anordnet (I 7), ja 
selbst entgegennimmt, denn er fragt c eyyvä ort xä %Qid"rj66{ieva xaxaßcdei Ma~ 
vQm(vycc rj xqv evxoXriv *Axqt}xi 7tuQa<3%o\iivY{\ es findet also keine Stipulation 
unter den Parteien statt, sondern eine Verbürgung beim Magistrat, welche an 



Nr. 38: Prozeßverhändlung aus Hermupolis. 



121 



die alten Praedes sacramenti erinnert, die gleichfalls dem Magistrat bestellt wurden, 
was eine sehr zu beachtende Erscheinung bildet. 

Übrigens wird in I 8 fg. anläßlich der Kautionsstellung gestritten. Um was 
es sich bei diesem Streit handelt , ist nicht gut zu ersehen, weil gerade hier die 
größten Defekte im Papyrus sind. Nach lin. 9 ist soviel zu vermuten, daß die 
Kläger behaupten, die Beklagtenseite sei durch den Bevollmächtigten der Matrona 
nicht genügend vertreten, da der Prozeß sich auch noch gegen andere Beklagte 
richte; wahrscheinlich wollten sie darum den Hatres zur Verhandlung gar nicht 
zulassen und dementsprechend von ihm auch keine Cautio iudicatum solvi gestellt 
sehen. Indessen entscheidet der Präses für die Annahme der Kaution und damit 
für die Beschränkung des Prozesses auf die Person der Matrona (I 10). Lin. 11 
bleibt unverständlich. Ebenso ist unklar, was in I 14 gemeint ist mit der Be- 
merkung, daß der Gatte der Matrona vor dem Verhandlungssaal stehe und der 
Präses dies berücksichtigen soll. Jedenfalls geht der Präses auf diesen Punkt 
nicht ein, sondern verweist die Sache sofort vor den Iudex delegatus; er tut dies 
mit der Begründung, daß der „die Klägerstelle innehabende" (s. o.) Melitios den 
Anwalt der Beklagten hinauszuziehen und dadurch zu ermüden suche. Dies stützt 
sich wahrscheinlich auf die vom Präses zurückgewiesenen prozessualischen Weite- 
rungen, welche in lin. 8/9 gestanden haben. Die Bemerkung, daß die Verweisung 
vor den Iudex pedaneus *xccl itgo sxdöösog tcbv i)7toiivrniaxcov' geschehe, kann 
vielleicht so erklärt werden, daß üblicherweise die Parteien ihre Ansprüche vor 
dem Magistrat unter Vorweisung der Urkunden soweit präzisierten (aetionem 
edere), daß daraufhin der Verhandlungsgegenstand in der Art einer Pormula dem 
Iudex pedaneus bezeichnet werden konnte (vgl. P. Oxy. 1 n. 67 lin. 9 fg. BGrU. 136 
lin. 24 fg.; Gradenwitz Hermes 28,333; Mitteis Hermes 34,100; Partsch Die 
Schriftformel im röm. Provinzialprozeß (1905)) ; es ist auffallend, daß hier die 
sonst auch im Extraordinarverfahren nachweisbare Bezeichnung des Petitum im 
Verweisungsdekret vollständig fehlt. Daß die Urkunden für gewöhnlich schon 
vor dem Magistrat produziert wurden, deutet Nov. Valentin. III 34 § 14 an. 

Danach gewinnt man den Eindruck, daß zur Zeit dieses Papyrus das Ver- 
weisungsdekret bereits in einen Zustand des Verfalls geraten ist. Als eine Re- 
miniszenz an dasselbe erscheint die Bitte der Beklagten, den Iudex pedaneus zu 
einer Berücksichtigung ihrer Exzeptionen zu ermächtigen; auch diese Bitte wird 
vom Präses abgelehnt anscheinend mit der Bemerkung, daß diese Berücksichtigung 
dem Officium iudicis anheimfalle. — Die Uberleitung des Prozesses endlich an den 
Tcohrsvö^isvog wird der 7toXixi%r\ xd%ig anvertraut, d. h. die Akten werden dieser 
überwiesen worden sein mit dem Auftrage, die Anberaumung eines Termins vor 
dem Princeps Curiae zu veranlassen; sie hat also hier die Rolle eines siGccycoysvg 
oder TtQoöodoTtoiog. Vgl. etwa Bethmann-Hollweg G. Pr. 3, 158 Z. 2. 

Dies deutet darauf hin, daß diese Verweisung damals etwas ganz Alltäg- 
liches war. 

Leipziger Papyri. I. 16 



122 



Nr. 38: Prozeßverhandlung aus Hermupolis. 



Col. I. ' ' * 

[D(omino)' N(ostro) Fl(avio) Valentiniano I]u[nio]re quartum [et' Fl(avio) 
N]eoterio v(iro) c(larissimo) Cons(ulibus) a(nte) [d(iem)J XII Kal(endas) 
Oetobr(es) Hermupol(i) i[n] s[e]cretar[i]o. 

[Praesentibus Melitio (?) et(?) Iose(?)pho] cum Nilammon[e] et Demetr[io] e[t] 
H[er]ode advocat[i]s ; e diberso (H)atre[te] mandato de Matrona cum C[e]- 
nuth[i]o et D[o]rotheo, Sarapi[o]ni (sie) et Curo 7 Herode(s) advocatus 

[d(ixit): *Tit6Q ]lov ßovXsvxov . xr\g [ t E]Q^i[o~]v[7to']Xtxa)V 

&v[r]l XY\g MaxQ&vag. P[orot]heu(s) [a]d(vocatus) d(ixit): "Etixrjxsv dtä 
'Axgrjxog nax' ivrolrfV) r\v d xsXsvösiag dvayv6do^iaL. 

[Fl(avius) Asclepiades (H)esychius y(ir) c(larissimus) pre(ses)] Tebaei(dis) d(ixit): 
\4va\y~\ v(D<5ft£i<5a f} ivxoXr\ , . [. vito[ivri[icc<jLV. Et reci- 

tav(it): *Titaxslag Tl[iccölov %al nQO[ic[)x[o]v xobv Xa^iTCQOxdxcjv Xoiax X. 

[AvQ(r}Xta) MaxQcova , ••]•[• ^] rr i [•••••• •] Av$(riXi(p) r AxQ7j[x^L. 

'EvtsXXoficci <?oi \t(p 7tQOKSL^i]svG) ycoogaX^fryslv xfj i^ovöla xov kvqIov 
{iov xov XaiiTCQOtdxov fiys^i6v[o]g &>X(av£öv) Ustcxl^iCov EvtQOTtiov %al 

7tCCQCCd'86d , CCl Xa TtQQg 

[MeXlxiov xbv ßovXsvxrjv xr\g *EQihov7toXsLXcbv (?) xolg] itQ<ky\ia<5iv , otia %o£[iol 
TCaqovxi (sie) £[£]£[<?] uv. 'H ivxoXrj %voia x\ai\ §eß[ccLa xal] STtSQCoxrj- 
ftislGa) <b[ioX6y(rj6a). Avo{riXCa) MaxQcbva £it£v[x£L]Xd{ir}v a>g 7tQ6%(ßixai). 
Avo(r}Xiog) JUavXog Zypafa vjzIq avxrjg y^d^axa {ir} sidvCrjg. (Schnörkel.) 

[Fl(avius) Asclepiades (H)esychius v(ir) e(larissimus) prje(ses) Tebaei(dis) d(ixit): 

IIaQ\a0%8xs] xäg iyyvag [ ] xfj ivxoXrj ' D[or]othe[u(s) ajd(vocatus) 

d(ixit) : KaitCxcova 7taQax[aXov\ii£v slGccyati&ca £yyvrjöö(i£vov. 

[Fl(avius) Asclepiades (H)esychius v(ir) c(larissimus) pre(ses)] Tebaei(dis) d(ixit): 

KaXd6d\p. NJilammon ad(yocatus) [d(ixit): K a ~ 

7i[£]xG)v xal [.] jc[ ~\ta . . [ ]a<5xai xal dxeXrjg [fj dix(?)]rj [.]..[ ~\y 

xoöovtov xotvvv d . . ta 8%ojisy 

[ ov yaQ ....].. M[cc]x()(b[vav [lövjrjv co{i£&a, äXXä x<x[l 

xojvg xavxrj[g dösXjipovg. 

[Fl(avius) Asclepiades (H)esychius v(ir) c(larissimus) pr]e(ses) Tebaei(dis) d(ixit): 
['Eyyvd6&G)(?) xr\v\ itaqoyöav dC[xrjv. NJilammon ad(vocatus) [d(ixit) : 
'Evalzofflliisv #{?[ös] xrjv itaqovöay. I[os]eph(us) d(ixit) : . [. .JoXov xä 
v?co\Lvrj\iaxa £xßißdt > £6% , ai 

circa 20 Buchstaben 



[...,....,...,...]. iioda . xa , [isytfc.'] . [ NN . d(ixit) ..]... 8(iK)ayi%ov (?) 

Söxdvcu %a\l 7tcc]QuxaX(X) . KeXevöov xa 7t\ßo\a7tocpav&£vxa e%ßißdt>[ß<5\$ai. 



Nr ; 38: Prozeßverhandlung aus Hermupolis. 



123 



[Fl(avius) Asclepia]des (H)esychius v(ir) c(larissimus) pre(ses)* Teba[ei(dis)] 

d(ixit): KcutCxcov KccAefad'G). E[vo]cato et inductö Gapitone 
[Fl(avius Asclepjiades (H)esychius v(ir) c(larissimus) pre(ses) Tebae[i(dis)] 

d(ixit): 'Eyyvä on KccxccßccXsl tä KQL&rjööiisva Ma[x~\Q(b(vycc ^ xrjv ivxolriv 

Axgfjxi, TtccQccöxoiisvr] ; 
[Cap]iton d(ixit): Ai8yyvfo\Lai ort xä KQid'rjööiisva xaxaßaXsl. Demetriu(s) 

ad(vocatüs) d(ixit) : c O avrjQ xfjg svayo^ievrjg TtQo xov (pqovxlöxtjqCov 

S0TLV x[cc]l (isX(st(?)yL0dT(D öov xb {isyakslov. Et c.. . dic(?) 
[Fl(avius) Asclepiadjes (H)esychius v(ir) c(larissimus) pre(ses) Tebaei(dis) d(ixit): 

Ilö&ev QQiiäx[aL x]ä {isqi]; D[o]roth[e]u(s) ad(vocatus) ' d(ixit): 'Alto xr\g 

Avxl\v\o8cov itixlv, 

[Fl(ayms) Ascjlepiades (H)esychm(s) =v(ir) c(larissimus) pre(ses) Tebaei(dis) 
d(ixit): 'ETtsidij MsMxiog [6] xbv xobv evayövxcov 8ite%cov xöitov -biteg- 

xC&8XUl xv\v 

[ßC~]%rjv, GKOrtbv sypv, xbv bköikov xr\g evccyo[iev7ig xfj TtQOösÖQta GvvxQityai, 

evxevd-Ev 7]Srj nal tcqo endö- 
[ß^ecog x&v v%o\LV i Y\\ia%mv snaxsQa xä [legr] [ ]•[•••• ütolix\ev\o^BVG) 

xrjg 9 Avxlvo8G)v öTtovdfj xfjg TtohixiK^g 

Col. IL 

xä&tig 7tQo<jä%^7]<3Sxat. Cenutliiü(s) ad(vocatüs) d(ixit) : Et xivag 
eioybsv TtaQayQatpug, KeXevödxm tiov xb iieyccXelov avxbv xavxag tfxoTtelv. 
Fl(avius) Asclepia[d]es (H)esychius v(ir) c(larissmms) pre(ses) Tebaei(dis) d(ixit): 

AI 8% v6[mdv 
ctQiLo[£\ovGai dLKcao[fc]oyCai, xal 7t[aQ\ayQaq)al S[. .] 
. *~\v[l . [. .~]§l . .y . . %^h^oi/]ra[fc]. 9 

. Unter dieser Zeile ein Schlüßschnörkel. 

lin. 2 C[e]nuth[ijö (vgl. auch Col. II lin. 1) sicher, nicht Senuthio. — Sarapi[o]ni 1. Sara- 
pione. lin. 4 Zu [. .jti/^rat vgl. die Sacherläuterung. lin. 8 Vor ]7t8ö[ Rest einer 

Ligatur, vielleicht auf a hindeutend; a]its6\yL und vorher §7t]s[l nicht ausgeschlossen. 
..[... .]v : es ist nicht ausgeschlossen, daß der letzte Buchstabe v ist und die beiden ersten i% 
(i%\ccvo\y1)', andererseits kann das vor der Lücke stehende auch ß sein. lin. 9 Vor 

. . . . (üils&cc die ersten beiden Büchstaben wahrscheinlich %r. lin. 10 . [. .]olov : 7t[Q]b tov 

zu lesen ist bestimmt ausgeschlossen; der erste Buchstabe ist kein it. ' lin. 11 Pap. davinov. 
lin. 14 1. iL£l^styr\6arcol — Et c... die. Der Papyrus ist hier wie auch sonst vielfach zer- 
fressen und darum die Buchstaben beschädigt. Man kann sogar zweifeln, ob es sich um 
lateinische oder griechische Schrift handelt, doch scheinen namentlich die c für erster© den 
Ausschlag zu geben. Exeunte die ausgeschlossen. 

Unter dem Konsulat unseres Herrn Fl. ValentinianuS des Jüngeren zum vierten Mal 
Und des Fl. ISTeoterius, v(ir) c(larissimus) am 20. September zu. Hermupolis im Secre- 

16* 



124 



Nr. 38: Prozeß Verhandlung aus Hermupolis. 



tarium. ■ Anwesend [Melitios(?) und(? Iosepmis (?) ] mit den Anwälten Mlammon, De- 
metrius und Herodes, von der Gegenseite Hatres als Beauftragter der Matrona mit Cenuthius 
und Dorotheus, Sarapion und Curus. Der Anwalt Herodes sagte : [(Wir sind erschienen) 

für : . . .]ios, den Katsherrn von Hermupolis gegen die Matrona. Der Anwalt Dorotheus 

sagte: Sie hat sich gestellt durch Hatres gemäß seinem Mandat, welches ich, wenn du 
befiehlst, verlesen werde. Flavius Asclepiades, v. c. Präses der Thebais, sagte: Das 
Mandat wird nach Verlesung bei den Akten belassen (?) werden. Und er verlas: Unter 
dem Konsulat des Timasios und Promotos der viri clarissimi am 30. (?) Choiak. Aurelia 

Matrona an Aurelios Hatres. Ich beauftrage dich, den Vorgenannten, 

dich zu begeben zu der Macht meines Herrn des erhabensten Statthalters Elavios 
Septimios Eutropios und niederzulegen das gegen [Melitios u. s. f. (?)] zu der An- 
gelegenheit, sowie es mir wenn ich anwesend wäre zukäme. Der Auftrag ist gültig 
und fest und auf Befragen habe ich geantwortet. Ich Aurelia Matrona habe den 
Auftrag erteilt wie vorstehend. Ich Aurelios Paulos habe für sie geschrieben , da sie 
des Schreibens nicht kundig ist. 

Fl. JVsclepiades v. c. sagte: Leistet die Bürgschaft [entsprechend] dem Auftrag. Der 
Anwalt Dorotheus sagte: Wir zitieren den Kapiton, er möge hereingeführt werden, daß 
er bürge. Fl. Asclepiades sagte: Er soll hereingerufen werden. Der Anwalt Mlammon 

sagte: [ ] . . denn wir nicht bloß die Matrona, sondern auch ihre Brüder. 

Fl. Asclepiades: [Er soll Bürgschaft leisten (?) (bloß)] für den gegenwärtigen Prozeß. 
Mlammon: [Wir werden klagen (?)] gegen (d. h. unsere Klage beschränken auf) die An- 
wesende. [Ios]ephus sagte: (NN sagte?)] . . . und ich zitiere. Befiehl, daß der 

vorige Bescheid vollzogen werde. FL Asclepiades Hesychius: Kapiton soll hereingerufen 
werden. Nachdem Kapiton aufgerufen und hereingeführt worden, war, sagte Fl. Ascle- 
piades Hesychius: Verbürgst du dich dafür, daß Matrona, die Auftraggeber in des Hatres, 
das Geurteilte bezahlen wird? Kapiton sagte: Ich bürge, daß sie das Geurteilte be- 
zahlen wird. Der Anwalt Demetrius: Der Mann der Beklagten ist vor dem Gerichts- 
saal und deine Erhabenheit möge Sorge tragen Fl. Asclepiades: Von woher 

sind die Parteien? Dorotheus sagte: Von Antinoupolis sind sie. Fl. Asclepiades; Da 
Melitios, welcher die Stelle der Kläger inne hat, den Prozeß hinauszieht, indem er 
den Zweck hat, die Vertreter der Beklagten durch den Angriff mürbe zu machen, 
so sollen schon vor der Urkundenvorlegung beide Parteien durch Vermittlung des 

städtischen 'Bureaus dem Dekurionen von Antinoupolis zugeführt werden: 

Cenuthius sagte: Wenn wir irgendwelche Einreden haben, möge deine Größe ihm be- 
fehlen, sie zu prüfen. Asclepiades sagte: Die gesetzlichen Ansprüche und Einreden 
werden . . 

lin. 1 i[nj s[e]cretar[i]o ist bestätigt durch einen Papyrus des Museums zu 
Cairo, veröffentlicht von Collinet und Jouguet im Arch. 3, 340, lin. 2. 

lin. 2 mandato de dürfte korrekt sein. Man vgl. auch deinandata admini- 
stratione in Justin. J. 3, 27 ; 1. — Advocatus ist hier ausgeschrieben und bestätigt 



Nr. 38: Prozeßvefhanälung aus Hermupolis. 



125 



die Richtigkeit der hier und in Nr. 40 angenommenen Auflösung von ad( ) zu 
advocatus. Wo diese Abbreviatur platzgreift , wird das darauffolgende dixit nicht 
mehr durch ein vollständiges d, sondern ' durch Verdoppelung der Hasta des d 
von advocatus und Durchstreichung wiedergegeben, wobei beide Abbreviaturen durch 
einen einzigen Kürzungsstrich ausgedrückt sind. 

lin. 3 'Ttcsq (= xa^sör^Hcc^isv vtcsq) habe ich ' eingesetzt nach Analogie des 
von Collinet und Jouguet im Arch/ 1,298 publizierten Prozeßprotokolls aus dem 
4. Jhd.; vgl. das. lin. 3. — ]tov möchte man nach lin. 16 zu Melixtov ergänzen, 
da jedoch Raum für mehrere Namen vorhanden ist; 'ist dies unsicher. 

. lin. 4 . . [. JjiijjErai: man erwartet dvalrj^q)d y r]ö€ta^ was aber ganz ausgeschlossen 
ist. Am ersten ließe sich e.X[Xs]if£rai lesen, das aber hier unmöglich ist. — Zu 
et recitav(it) vgl. den zu lin. 3 zit. Papyrus lin. 3. 

lin. 7 In der Lücke vor rfj svrokfi ist ein. Wort im Sinn von „entsprechend, 
zugehörig zu" zu suchen; ich weiß jedoch keines, welches in den Raum, für etwa 
sieben Buchstaben passen würde. 

lin. 8 ]^[. wie im Apparat bemerkt, ist hier die Lesung 

87t]s[l a\jt£a[r]i paläographisch möglich; doch hat es keinen rechten Sinn, 

jemand, der eben hereingeholt wird, noch abwesend zu nennen. Die folgenden 
Lücken lassen sich schon wegen ihres Umfanges nicht ergänzen. 

lin. 9 In . . . . w^tsd-cc scheint »das co mir sicher, kann aber auch ver- 
schrieben sein für o. Zu Anfang kann %t gelesen werden; aber Tcr^o^s^a gibt 

keinen Sinn. Jedenfalls glaube ich das vorhergehende #[.]tpra[ ]rjv zu M[a]- 

%Q(b\yav [lövjrjv ergänzen zu sollen, wobei ich für , . . . . aiisfrcc ein Wort im Sinn 
von „belangen" vermute. Ausgeschlossen dürfte es sein, bei #{.]tpeo]. .. an den 
Namen einer Sklavin zu denken, welche vindiziert würde. 

lin. 11 öavixov (Pap.) ist sinnlos; freilich ist auch der Sinn von d(ix)ayL%ov, 
wenn die Korrektur überhaupt zutrifft, wegen der vorhergehenden Lücke nicht zu 
ermitteln. Der letzte vorhergehende Buchstabe sieht am meisten wie g aus. In der 
Lücke muß, glaube ich, ein neuer Redner eingeführt gewesen sein; denn dem 
I[os]ephus (lin. 10) können die folgenden Worte nicht zugeschrieben werden, weil 
er der Klagseite angehört (vgl. d. Einl.), der Inhalt der Bemerkung jedoch offen- 
bar zur Verteidigung gehört; er ist nur eine Wiederholung dessen, was der An- 
walt Dorotheus in lin. 7 sagt. 

lin. 18 In der Lücke muß der Name des 7toUt£v6^6vog gestanden haben, der 
zum Iudex pedaneus bestellt wird. Denkbar ist auch, daß, mit einem Schreib- 
fehler, es gelautet hat rtp 7t()](D7toAit£vo[i8v<p (st. TtQOTtohvsvo^iBVG)). 



126 



Nr. 39 : Eingabe an einen Nyktostrategen aus Hermupolis. 



Nr. 39. 

EINGABE AN EINEN NYKTOSTRATEGEN. 

Inv. Nr. 14. 

Papyrus H. 15% Br. 18% cm. Hermupolis. A° p. C. 390. 

Cursive. Unyeröffentliclit. (Erster Druck Nr. 21.) 
Unten abgebrochen. 

Zu diesem Papyrus existiert ein Duplikat in Inv. Nr. 13 , jedoch am Schluß 
noch unvollständiger. Die in demselben erhaltenen Stellen sind unterstrichen. 

Aurelia Demetria beklagt sich beim Nyktostrategen , daß, nachdem sie ihrem 
Mann Kalandos die Scheidung erklärt habe, derselbe später, nachdem die Trennung 
bereits vollzogen war, in ihr Haus eingedrungen sei und sie geschlagen habe. 

*TTCar\ßiag xo\v ÖBöTtoxov [r^ij^v OvaXev\ri\viavov xov alcoviov Avyovtixov 

%al <fr\Xaviov N~\bg)xbqIov \xov\ Xa^iiCQ oxd[x o\v Xo(a% 

AvQY\ki(p Kvqg) 0^tXd^]c3vog svccq%g) vvxxoöXQ^ax^yjya) *EQpo[y~] JtöXscjg 

xr\g X[cc]^i7tQ0xdxr]g 

jcccQä AvQrjXiag ArjtirjXQiag EvysvCo\y\ dito XTjg avxijg itoXBwg. 'E%Qr\v 
\x\oyg [cc]rtcc% iteiQccd , 8v[t]€Q 8itL6xQ[8<p8ia\g xal &Q%ovxog cpoßov \y\ov Xoltcov 
<jco[(pQo]vslv tcccI fi\rj]7C8tb %axd frYjdsyog dx6itrj{ia Siaitod^atiftai. 
KdX[a\v8og xoivvv, %ä \ß]vavxla xovxov [leXercbv, cjv sT6X[i\rj6]sv 
%ax \ß\\io\y {ijsxä [x^rjv [ßc\vodov xov %vq\C\ov p.ov xov %6iuxog, \jf\s\xa\ xb do- 
&ev avxcj QiitovSiov '\y]if 8[jlov fiexa [xij]v ysv[o]^ievr]v {ibxcc^v 8idXv6iv 
£\l<5£\<pQri<jev iavxby Big xr\v siirjv Btixlav, [cog] bv ßagßdQoig ira^ oidhv 
[j]YBl\xai xr\v xcov vö.fi(pv B7tt6xQB(pB[tav] xvijjccg {ib [&v\sXs&g xXd[ßa\g xccl 
%BiQav [iov- mg %al xä vit&itia b%g) &q> oXcov xwv cb . [. . .] 

[%ccl] x&v itQq<5[ Aid x\ovxo £m{ßCd(Q[it, xfj 6ff\ BitiBixBia xdg 8[iov 

[ d]Bo k aB[v7j ] 

Hier bricht der Papyrus ab. 

lin. 6 7C8LQcc&8v[t]sg 1. itSLQd^ivrag. lin. 8 8 in Kdlavdog korrig. aus r. lin. 13 

vTtcQTticc korrig. aus vitoaitua. — Oder lep' ? 

lin. 5 — 7 Der Sinn der Worte *£%Qfjv — diuitQd^aö&ai' ist deutlich, daß 
Kalandos, da er das obrigkeitliche Walten erfahren habe, keine Ungehörigkeiten 
mehr habe begehen dürfen; aber die Konstruktion ist von %al bis öwcpQovBiv 
unverständlich. Mitteis- Wilcken. 



Nr. 40: Verhör in einem Strafprozeß aus Hermupolis. 



127 



Nr. 40. 

VERHÖR IN EINEM STRAFPROZESS. 

Inv. Nr. 1. 

Papyrus H. 31 Br. 124 cm. Hermupolis. Ende d. 4. bis Auf. d. 5. Jhd. p. C. 

Cursive. Durchkorrigiert von 2. Hand. 

Veröffentlicht von Mitteis- Wilcken, Arch. 3, 106 fg. (Auch, erster Druck Nr. 13.) 

Col. I. 

Unzusammenhängende Wortreste. 

. . . Herminu(s) a]d(vocatus) d(ixit) : Ta 7th]ytLar[a\ (pavsQ\a ?...]. 7 

. . .] Eljtov [o]u dovXög ei{ii. IIccqcciisvg) 9 

— [Acjholius d(ixit) : "i£#ca xarä rov [iov ps- 11 

] 6%sv xarä rov ov, Herrn inu(s) ad(vocatus) d(ixit): 12 

., [Acjholius d(ixit): Ovx e avroi[ ] 14 

fj £ÖG3 (?) XOl fj £]£>(£> &VQCC KSlVtCCL 8 . [. ] 15 

T?]dr£ SQ^ev rov XCftov. 17 

...].ai rs sß[aX]sv r\bv\ U&o\v\. [H]erminu(s) ad(vocatus) d(ixit): 18 

. . .] xeXsvGov avrb(v) eitieXfreiv. Herminu(s) ad(vocatus) d(ixit) : 20 

Spuren von 3 Zeilen. 
Col. IL 

i$8TccGri el {lövog ovrog r\v \r\ ]dovXog [ist' avrov. 

Fl(avius) Leontius Beronicianu(s) v(ir) c(larissimus) pr(eses) Tebaei(dis) d(ixit): 
Movog Börly ovrog 6 STtsX&cov rj xal hegot; Filammon d(ixit): TeGGageg 
sltiiv, ErsQyoQiog xal ersQoi. Eiitr], rtvsg slölv ol [isr avrov, avrbg 
olöev rovg 

övvdovXovg iavrov. 

Fl. Leontius Beronicianu(s) v. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit): Eiits rag TtQoöriyoQlag 
avröbv. Filammon d(ixit) : Ovx bi6\isv avrovg, avrbg olösv. Elitri 
avrbg TtaQcov xal dr^ycov rä bvo^ara avrcbv, avrbg oldev avrovg. 

Fl. Leontius Beronician(us) v. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit): IIööol 6vv87tr\X$'ov 5 
apa 6oi olxsraL; Acholius d(ixit): Movog pera rov TcatSlov syfo rjfirjv. 

Fl. Leontius Beronician(us) v. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit) : El%\ rb äXrj&eg. 
Acholius d(ixit): Movog ij^irjv [isrä rov Ttaidtov. 

Fl. Leontius Beronician(us) v. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit): Expolia. C[u]mque 
expoliatus fuisset, d(ixit): 'Eya elpi povog xal 6 {iiXQbg ixslvog vsog 



128 



Nr. 40 : Verhör in einem Strafprozeß aus Hermupolis. 



itdvv xvy%dvcov. Filammon d(ixit): Avvaxai 6 Xoyi6xr)g einzlv oxi 
vcoXXoi elöiv. 

Fl. Leontius Beronician(us) y. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit): ElGayeo&a 6 Xoyi6xr)g 
bv xaXovöiv {idgxvv. Inducto Hermaione curatore civitatis Hermupol( ) 

FL Leontius Beronician(us) v. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit): Mdoxvod ös xsxXrjxaöL 
xcbv ttQa%&8VTwv. Ae%sig dh <bg eXsv&eoog rä äXri&r). Tiva eöoaxag 
i) tCvcc x£x6X[ir]xai; Hermai on curat(or) e(?) d(ixit): 'Oi^s itdvv 

ßa&[ß\Cag s67t8o\ag] d-ovXXov ijxovöa 8%l rijg olxiag {iöv xvy%dvG)V xal 
eTts^a xovg Ttalddg {tov &öxs yvcovai xr)v aixiav. 7 E%r)X&ov xal svotf- 
xatii xovxov <(xbvy AövvxqCxiov £ . [.] . öusvov xal xvmo^iBvov vtio 
yaXXiaoimv 

xal £itoCi]6ay avxovg dva6x8lXai xrjv äxa^Cav, 

[Fl. Leontius BJeronicianus v. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit): Ilööot i]6av oix&xai; 
Hermaion d(ixit): Avo r\6av ixsl r] XQSig, öijjs itdvv rjv. Senecion d(ixit): 
'H%i(b&rj xal 6 Xoyiöxrjg iva xavxa elny. 'At-ta xbv öxoißa elGsX&elv 

[xal eiTtelv • (?)] IIoXXol av&Q&TioC bIgiv oi dvsX&övxeg s[lg xr)v\ olxlav y xoid- 
xovxa xal xsöösodxovxd ddiv. Hermaion curat(or) e (?) d(ixit): Ei pr) 
r)6av TtQog xfj oixia {iov y JtdXai av 6 'Aövyxoixiog x8X8X€vxrjxev y [iä xbv 
Ttavxoxodxooa. 

[. . .] Sen[ec]ion d(ixit): KaXcog Sida6x8i. Avxrj r) oixia s[yyvg(?) xrf\g ölxlag 
xov Xoyiöxov iöxiv. r O Xoyiöxr)g exsl jisvsi. 

Fl. Leontius Beronicianus v. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit) : TCveg eitilv oi {isxd 
öov xr)v ecpodov xoXurjtiavxsg, xaxaprjvvöov. Acholius d(ixit): Avo 
r)6av TtQOXSQov^ eyco xal 6 yuxoog, {isxa xavxa r)X&8v övvdovXog [iov 

}isxä xr)v \Layr\v, {i8xä xr)v Xv6iv xr\g ßd%\rig\. Herm[i]nu(s) ad(yocatus) 
d(ixit): Avr)g a^ioitiöxog h\LaoxvQr\6sv TCQtoxsvcov xrjg *Eq\iovitoXiXG)v. 

[Fl. Leontius BJeronicianus v. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit) : E\i%Y\ xa bvopaxa 
xcbv övvsTteX&'övxcov. Acbolius d(ixit): To Ttaidiov xal rooyoviog 6 
Xsyö^isvog xaxaö%8iv xäg %8ioag avxov, 

Fl. Leontius Beronician(us) v. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit) : 'EXsv&bqqI döiv rj 
oixhai; Acbolius d(ixit): AovXov siöiv. 

FL Leontius Beronician(us) v. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit): TCvog öovXoi] Acbo- 
lius d(ixit): ZJeoyCov xov älyal&ov dsöTtoxov {iov. Senecion d(ixit) : 
'Aitcov 86xlv 6 dsöTZÖxrjg avx&v. ^EiCYiQtav TtSTtov&ev r) oixia avxov. 
MaoxvQ iav e%(o. 

r H agexY] 6ov xbv öXQißafvJ STts^fsv xal sldsv xäg ftvoag %a\iai 8QQi\i\iivag. 
'Htyatia dh iivoiaöxbv £v V7to^ivrj[ia6L slöax&rjvai xbv öxoCßalyJ xal 
Xsysiv, xiveg xi)v STtrjoLav ejiOLrjöav. 



Nr. 40: Verhör in einem Strafprozeß aus Hermupolis 

\A\uxvvoo oxi xoidxovxa xal x£66£Qaxovxa aVTjl&ov avco dg xrjv olxlav. 

Filammon d(ixit): Ovx d?ta% ov öevxeqov ovde xq[1]xov fil&sv dg xr\v 

rtoXiv xavxrjv xal £Q7]^ico6£v r^iäg. Tivi 
\o\vx* STtYil&ov; Senecion d(ixit): Kayh avxbg cpoßovyiai, BTCBtdri dit&v iöxiv 

6 ixaioog [iov. Aoyog itixlv drj{i66iog xchv xovxovߣQvaXl(ov aTtoxd^iBvog, 

AI d-vQcci %a{ial döiv. f O Gxolßag £Xd"r\, 
[xajtad'dtat - bv V7t0{ivij{ia6i xal ojio/lo^tfij xovg dvEX&ovxag xal xig iötiv 

6 avek%G)v. Ov yaQ syvcov, xlg iöxiv 6 ävetöcbv. Filammon d(ixit): 

f O{ioXoysZ 6 dovXog ort xax£ö%£v tag %£ioag 
\xov v~\lov [iov xal ixvTtxrjöw. 

Fl. Leontrus Beronician(us) v. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit): Tlvog evexsv e\_7t\fil^eg 25 
x(p ßo\y]lsv xfj xaxä xrjv s6%sq\u\v xal xod^iavxa (sie) doydtico %axä xyjg 
o(p[Q^EC3g avxov-, Acholius d(ixit): 

\A~\ioiiaC öov xyjg aosxrjg, iycj ovx £7tr}X&ov, äXX' avxog [ioi STtfjX&ov. IJdvxcog 
polod [iov rjv &6T8 {is eiut[C~\7c[x]6i,[v] e[ig a\vxbv [6]^s. 



129 



Col. III. 

Fl. Leontius Beronician(us) v. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit): To xpavpa xlg doyd- 

öaxo; Acholius d(ixit): To {iixobv Ttaidlov. 
Fl. Leontius Beronicianu(s) y. c. pr, Tebaei(dis) d(ixit): Tl XiyEi 6 xx\v TcXrjyijv 

dstdiisvog; Filammon d(ixit): 'AXXog xäg %£iQag avxov exQaxrjösv^ aXXog 

h'ßaXev avxbv %a{ial xal rj&dXrjöev avxbv aitoxolvai (sie) diä xb dr^io- 

[öiov] 

Xqvölov^ 6 dg xäg %£iQag avxov £xodxv\<5£v , 6 aXXog Xl&G) deSwxsv xw via 
fiqu, aXXog eXdxxi6ev< "OXov xb öcb^ia avxov jtB7tX^y^ievov eöxCv. Mä 
xrjv noovoiav, Ttao' öXlyöv äit£$av£V. 

Fl. Leontius Beronician(us) v. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit): Tlg 6 TtXrfeag, das 
Gacp&g. Filammon d(ixit): Oi övvSovXo[i] tovxov. 

Fl. Leontius Beronician(us) y. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit): r O Ttaobv £%Xx\%zv r\ 5 
xal ßxsQog; Filammon d(ixit): Ovx olda oxi (sie) xlg höxiv avv&v. Ovx 
£7t£Q%ovxai (sie) nag ftfitv r}[i£Qalag {itfxt y£ vvxxog. Herminu(s) ad(vo- 
catus) d(ixit): r £l{ioX6yrj6£v avxbg 

6 olxhrjg oxi 6 {ibv xäg %£loag avxov EXQdxqöEv, £xeqoi £ < k ! y\X&ov xal bxv- 
jtxrjtiav. Tavxä dh xaxi%£Xo xal d&oxiGxog ^doxvg ävr\Q %qwx£v<ov xaxä 
xijv c Eo{iov7toXixa)v xal hitoXoiitov BöX£ Xi^cootav i&vExl&rjvaL] 

xrjv dsovöav xaxä xfov £it£X^6vx{ov xcp ßovX£vxfj. Senecion superstat(iona- 
rius ?) e (?) d(ixit) : Ata 7t£i&avoXoyiag xä doitayivxa tpqxovöt xaxi%£iv. 

Leipziger Papyri. I. 17 



130 



Nr. 40 : Verhör in einem Strafprozeß ans Hermnpolis. 



Ksivtal al ftvoai. Maqxvoia eöxCv. MvQiaGxbv KaxE&E{ir}v oxv ai 
&VQCU XElvxa\i\ 

Kai ä^icb xbv öXQißa eIöeI&eiv Kai eltceiv ' 'Aoixqxög eöxiv 6 olxog <(rö^> Xoitcov. 
Fl. Leontins Beronician(us) v. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit) : Kai {i^v xavxa 6 

olKsxrjg ovk alxiäxai. Senecion d(ixit) : r H ccQwt] 6ov ovk i£rfxr]6£V) rj 

&qexti] öov i^Exdöai. 

Fl. Leontins Beronician(us) v. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit): Tivog evekev Eitr\X- 
&axe 'Agwkqixig) ; Acholins d(ixit): Ovk ETttfld'aiisv, avxbg £7t\ri\l&Ev. 

Fl. Leontins Beronician(us) v. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit) : Kaxä xivag xÖTtovg ; 
Acholins d(ixit): Elg ekeivy\v xr\v Qv^irjv. 

Fl. Leontins Beronician(us) v. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit): AsyEtw (DiX&mMnv 
xivEg Eiölv oi xb %Qv6iov cccpsXoiiEvoi xov vlod avxov. Filammon 
d(ixit): Ovxoi oi öovXol: 

Fl. Leontius Beronician(ns) y. c. pre. Thebaei(dis) d(ixit): IIöoov xqvöl'ov; 
Filammon d(ixit) : f ßg dexa %Qv6ivovg ij SmÖEKa. Senecion superstat(io- 
narius ?) e (?) d(ixit) : c O de Xöyog xov exatQov pov Zl£Qy(C)ov (&Qyv}- 

QLOV lElXlcöV XEXQaKOÖVCOV E0XLV. 

^A%i(b xrjv ka^iTtoöxrjxd 6ov KEkEVöai Ei^aypr^vai xbv öKotßa Kai eIheiv öxi 

c%Qißa TtccQsiXricpcc 

al frvoai %a[ial KEivxai Kai E{iaQXVQ07toirj6a Kai etoifiog 6 öxoißag Kaxa- 
ftEG&ai ev V7t0[ivij[ia6i xivog #..[..]. 
xivag Elßlv ol ETtEX&övxEg, vitoßdXr\ xCg itixiv. "Exeqoi XQiaKovxa cjg Xaysi 
6vv avxolg rjtfav. Mfj yäo olda, [ir} yäo yisx avxcbv r\ybx\v. 5 Et.Exaöd'fj 
6 GxQlßag. 

FL Leontius Beronician(us) v. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit): Eltiayiöfi'Cö 6 Gxotßag. 
Gennadius adiut(or) e(?) comm(entariensis) d(ixit): ' EkeXevö^tj ccko- 
Xov&eiv x(p vvKXoöXQaxrjyG) doxlcog Kaxä jtQÖöxayiiä xrjg Grjg [fc]a[[i\- 
7i[o6xrjXog] dia 

xr\v TCaqaöxaGiv x&v VTtoßXrj&Evxcov V7tb t&v ß[o]vXEVX(bv sig xbv Kscpa- 
XtiMoxrjv. Senecion d(ixit) : "HvEyKa xbv öKptßa Kai utaoadEdcoKa xa> 

7tQ(Dfel[{l\(p. 

Fl. Leontius Beronicianus v. c pr. Tebaei(dis) d(ixit) : Tov öKoCßov xC %orj- 
%Eig] Senecion d(ixit) : ( H aQExrj 6ov iiaoxvoag Etpqx^Ev oxi EJtfjX&ov 
x<p böTtixicp xov xoXXyjya {iov. Filammon d(ixit): f O vlög ^[oi>] 

£Kivdvv£v0Ev aitoftavEiv diä xäg nXriyag. 

Fl. Leontius Beronician(us) v. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit) : Tivog evekev ETCfjX&Eg 
x& ßovXsvxfj; Et ad officium d(ixit): TvTtXEö&co. Et cumque buneuris 
caesus fuisset ; . .1 



Nr. 40: Verhör in einem Strafprozeß aus Hermupolis. 



131 



Fl. Leontius Beronicianus v. c. pr. Tebkei(dis) d(ixit): 'EXsy&sQovg iir\ tvTCtißte. 

Et ad officium d(ixit): Parce. Cuinque pepertuin ei fuisset, 
Fl. Leontius Beronician(us) v. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit) : Eins 7tov iöttv tb 

Iqvölov 07C8Q r\Q7Ca6ag. Acholius d(ixit) : Tb i^idnov avtov aTtsdvöato 

Kai dsdaxsv [tfj] yvvaixl tfj aKoXov^ovör\ avtm. Ovk* ei[ßov\ 
Fl. Leontius Beronieian(us) v. c. pr. Tebaei(dis) d(ixit): 4teXsy%ov avtbv oti 

%qvGCov 6ov äysCXato. Filammon d(ixit):. 'Alto tr\g {id%rjg eXvöev ditb 

[r]r}g %£iQ(öog tov vlov (i[ov\ Kai r\Q7ta<5sv, slg ixQdtrjösv avtbv xa\l\ 
o^oXoyel oti ToQ\y\6viog edrfisv avtov rag %£lQag. Herminu(s) ad(vocatus) 

d(ixit) : 'A^löv^isv aXXovg tovg GvvEQytftfavTag avtip olKetag Ttagsivai. 

Filanamon d(ixit): 2fr e Qyoo { y } log tr\v KscpaXijv avtov £KQotd(pi6£v. 
Senecion d(ixit): Kata$Y\taL st avtbg \iovog i ( v r\ aXXoi [ist avtov , Iva 25 

aöcpalsg itfiiv yivr^tai^ Iva 6 GxQißag el&r\ Kai htct]. 

Col. I lin. 14 und im folgenden fast immer ovx' Pap. 

Col. II lin. 4 1. l'aiiev. — axr\y(ov ist Nebenform von axiq%cov, wie Wessely, Stud. z. Paläogr. 
u. Pap. -Kunde 4, 83 richtig bemerkt. lin. 7 ü\ii verschrieben für r\yjr\v. lin. 8 Hermupol^ 
Pap. lin. 10 Zu i . [.] . o^lsvov : iY.[d]y6^vov unwahrscheinlich. — y in yalliaqiaiv (vgl. 
galearius) korrig. aus k. lin. 18 1) korrig. aus 01. lin. 19 y in Hsqyiov korrig. aus %. — 
1. §7trjQ8iccv. lin. 22 1. iitfilftsv. lin. 23 1. [xcc]xccd'f]xca. — ävhlfi' dreimal korrig. aus 

aitslft. lin. 25 1. XQCiv{iccxcc. lin. 26 i7tf}X&ov^ verschrieben für infjld'sv. 

Col. III lin. 2 ccTtouQLvca Pap. 1. uTCQ%%lva.i (=■ cc7to%xHvcct). lin. 5 i%iq%ovxai irrig 

korr. aus dem richtigen äviq%ovxai. lin. 6 ixv7txr\auv korrig. aus ixv7txria£v. lin. 8 Bei 
<xoi%rixog im r\ Korrektur. lin. 9 Hinter dem zweiten ovk kein Haken. lin. 13 ÜSQyovQiov 
Pap. lin. 16 comm. Pap. lin. 17 TtQ(al\t]^a) (== proximo Hirschfeld Verw. Gesch. 2 441) 
korrig. aus hqg)%{1~\[lov. lin. 24 1. SxsQyoQiog. 

Mitteis-Wilcken. 

Der vorstehende Papyrus enthält ein umfangreiches und wohlerhaltenes Bruch- 
stück der Verhandlung in einem Strafprozeß. Das Alter dieser Verhandlung läßt 
sich leider nicht mit voller Sicherheit augeben, da das Datum des Protokolls 
nicht erhalten, die Person des Präses Flavius Leontius Beronicianus aber nicht 
festzustellen ist. Mommsen hat laut einer auf Grund des ersten Drucks mir ge- 
machten brieflichen Mitteilung denselben mit jenem Beronicianus identifizieren 
wollen, der i. J. 451 auf dem Konzil von Chalkedon intervenierte (Mansi Coli. 
Concil. 7, 9) und diesen wieder mit dem in den Gesta Sen. de Theod. Codice pu- 
blicändo c. 7 genannten; doch ist dies, obwohl der Papyrus nach der Schrift noch 
in die ersten Dezennien des 5. Jhd. gesetzt werden könnte, natürlich ganz unsicher. 
Auch in den sonstigen Personennamen findet sich kein sicherer Anhaltspunkt. 
Der Name Philammon ist ganz alltäglich; ebenso ist Asynkritios in Hermupolis 
ein häufiger Name; Wilcken Areh. 3, 110 erinnert an die qv^itj XsyoiLevrj'AövyxQYjtCov 
in P. Goodsp. 13, 6. 



132 



Nr. 40: Verhör in einem Strafprozeß aus Hermupoiis. 



Die Sprache des Protokolls ist griechisch; auch der Präses spricht griechisch, 
nur wo er sich an das Officium wendet (II 7 : Expolia ; III 21 : Parce) oder 
Amtshandlungen des Officiums bezeichnet werden, erscheint das Latein. 1 ) Das 
Prinzip ist hier (über Abweichungen unt. S. 154) deutlich: Die interne Amtssprache 
(Dienstsprache) ist lateinisch, die Verhandlungssprache griechisch. 

Den Gegenstand der Verhandlung hat Wilcken im Arch. 1, 110 erörtert; er 
bleibt freilich stellenweise dunkel. Der Hauptbeschuldigte ist der Sklave Acholius, 
doch darf man ihn nicht den Augeklagten nennen, weil dieser Ausdruck in dem 
hier offenbar herrschenden Kognitional verfahren inkorrekt ist; auch bringt dieses 
mit sich, daß unzweifelhaft der Präses jederzeit auch noch gegen andere Personen 
inquisitorisch vorgehen konnte. Und unzweifelhaft richtet sich die Inquisition 
darauf, auch die Mitschuldigen zu ermitteln. Vom Tatbestand erfahren wir zu- 
nächst, daß ein gewisser Asynkritios, der Sohn des Philammon — wobei der 
erstere als ßovAsvvtfg bezeichnet wird (II 25) und folgeweise auch der letztere es 
gewesen sein wird — , zu nächtlicher Stunde angefallen, halbtot geschlagen und be- 
raubt worden war, wobei es feststeht, daß Acholius bei der Rauferei beteiligt ge- 
wesen ist; doch leugnet Acholius, den Asynkritios angegriffen zu haben, behauptet 
vielmehr, daß dieser ihn überfallen habe. Der Zeuge Hermaion, Kurator von Her- 
mupoiis, der den Lärm gehört und durch Aufbietung seiner Söhne (? Sklaven?) den 
Asynkritios, wie er sagt, vom Erschlagenwerden gerettet hat (II 9 — 13), gibt 
außerdem an, es seien zwei oder drei Räuber gesehen worden; genau weiß er die 
Zahl nicht, weil es schon sehr spät war : offenbar liefen die Räuber vor den 
Leuten des Hermaion im Schutz des Dunkels davon. Philammon will von vier 
Räubern wissen, er nennt neben dem Acholius noch Stercorius „und andere" (II 2). 
Woher er ihre Zahl kennt, da er bei dem Vorfall nicht anwesend war,, ersieht 
man nicht; vielleicht hat sein Sohn Asynkritios, der, anscheinend wegen schwerer 
Verwundung, am Verhör nicht teilnimmt, ihm diese Zahl genannt. Acholius 
endlich gibt ursprünglich nur einen Gesellen zu, den er ein c [ilxqov itaidlov' 
nennt (II 5 u. 7); dann aber (II 17) räumt er noch die Anwesenheit eines ge- 
wissen Gorgonios ein, von dem schon von dritter Seite (6. Xsyöiisvog) aus gesagt 
worden ist, daß er dem Asynkritios die Hände gehalten habe. Alle diese Räuber, 
die danach höchstens vier gewesen wären, werden als Sklaven eines gewissen 
Sergios bezeichnet (II 19 cf. 3). Möglicherweise waren noch mehr Leute verdächtig; 
in II 21 sagt der Präses, nachdem Acholius durch Peitschenhiebe gefoltert worden 
ist, * elsv&SQovg %vTCxr(ts\ Das könnte sich darauf beziehen, daß bei der 
Verhandlung auch noch einige persönlich freie Personen anwesend, das hieße 
arretiert und vorgeführt waren, welche in Gefahr waren, gleich in die Folterung 
einbezogen zu werden. Freilich ist die Deutung der Stelle keineswegs unzweifelhaft. 2 ) 

1) Hiervon gibt es allerdings eine Ausnahme in Col. III lin. 20 : Et ad officium d(ixit) : xvitxiG&w. 

2) Es fällt nämlich auf, daß, während die sonstigen Dienstbefehle (Ausnahme nur in 
Col. III lin. 20 s. oben Anmerkung 1) lateinisch gesprochen werden • (expolia , parce) hier 



Nr. 40: Yerhör in einem Strafprozeß aus Hermupolis. 



133 



Neben diesem Raubanfall wird noch ein Einbruch in einem Hause behauptet. 
In der Verhandlung tritt nämlich noch ein Mann Namens Senecion auf , der als 
Superstat(ionarius), d. i. wohl Kommandant- des Gensdarmeriepostens, bezeichnet 
wird und sich dadurch bemerkbar macht, daß er mit großer Hartnäckigkeit be- 
hauptet, es sei an dem Ort, wo Asynkritios überfallen wurde, auch in ein Haus 
eingebrochen worden, und zwar von einer Bande von dreißig bis vierzig Räubern. 
Dieses Haus, in Col. III lin. 18- auch bö7tlnov genannt, gehört einem gewissen 
Sergios, dem Herrn des Acholius; Senecion bezeichnet denselben als seinen Kol- 
legen und teilt mit, daß er abwesend sei (II 19, 22). Der Zusammenhang, den 
Senecion zwischen dieser Sache und dem Raubanfall sucht, liegt wohl in der An- 
nahme, daß Acholius, der ja ein Sklave des Herrn des erbrochenen Hauses ist, 
davon wissen muß und man durch Inquisition von ihm etwas erfahren müsse; 
vielleicht nimmt er sogar an, daß beide Vorfälle gleichzeitig sind und das Attentat 
auf Asynkritios nur erfolgt sei, weil dieser die Einbrecher zu überraschen drohte. 
Die Inquisition des Präses erstreckt sich jedoch vorläufig nicht auf diesen Punkt; 
er läßt zwar den Senecion reden, aber dieser beklagt sich, daß sein Gewährsmann 
für den Einbruch, ein Scriba, gar nicht vernommen wird (II 12,20; III 7 — 8, 
15, 25). Nur gegen Ende des erhaltenen Fragments findet sich ein Versuch des 
Präses, den Scriba holen zu lassen (III 16), doch läßt er denselben alsbald wieder 
fallen und hat schon vorher bemerkt (III 9), daß das gar keinen Teil der Unter- 
suchung bildet. Es hat auch den Anschein, daß gar nicht festgestellt ist, ob im 
Haus des Sergios etwas gestohlen worden ist; Senecion selbst sagt immer nur, 
daß die Türen erbrochen sind; einen Abgang von Wertgegenständen behauptet er 
eigentlich nicht, sondern will ihn anscheinend erst eruieren; darauf deutet wohl 
seine Bemerkung (II 22): xayco avtbg q)ößov{icu btcsi ancbv sört b eraiQog {iov sqq 
Er ist also nur besorgt, es könnte etwas gestohlen sein; ob es wirklich der Fall 
ist, könnte nur der Eigentümer wissen. Besondere Besorgnisse hat Senecion, weil 
Sergios öffentliche Gelder in seiner Verwahrung hat. Indessen ist dieses Geld 
sicher nicht identisch mit den gleichfalls öffentlichen Geldern, welche dem Asyn- 
kritios geraubt sind (III 2/3) und die Annahme, daß Asynkritios in jenem Haus, 
als alleiniger Bewohner (III 8 äoi%rjtog loiitov) gewohnt habe, ausgeschlossen; 
denn er trug das Geld in einer Tasche (III 23), wurde also auf der Straße überfallen. 

der Präses Griechisch redet. Da, ferner gleich darauf folgt: c Et ad officium dixit', so 
kann sÄsv&EQovg jn) xv7ttr\t8 nicht an die Diener gerichtet gewesen sein. An wen aber 
sonst? Etwa an Philarnmon und Herminus in der Voraussetzung, daß diese auch einige 
andere Leute gleich mitprügeln lassen wollten? Dann würde aber doch dieser ihr Antrag 
protokolliert worden sein. Denkbar ist noch, daß die Ermahnung an den Sklaven Acholius 
selbst gerichtet war: „Nehmt Euch (es würde gleich der durch ihn repräsentierte ganze 
Bklavenstand im Plural mitgenannt) zu Herzen, daß ihr freie Leute nicht schlagen dürft. 1 ' 
Das ist nicht unmöglich; auch anderwärts ist uns die Sitte bezeugt, die Prügel mit guten 
Reden zu begleiten. D. 12, 2, 13, 6 verordnet Kaiser Markus in einem Meineidsprozeß : 
,,fustibus- eum castigandum et ita ei super dici c TtQOTtsvcös^r} ö^ws' ". - 



134 



Nr. 40: Verhör in einem Strafprozeß aus Herrn upolis. 



Cöl. II lin. 2 Flavius Leontius Beronicianus, vir clarissimus, Statthalter der Thebais, 
sagte: Ist dieser allein der Angreifer oder auch andere? Philammon sagte: Yier sind 
es, Stercorius und andere. Er soll sagen, welches seine Gesellen sind, er selbst weiß 
seine Mitsklaven. Beronicianus sagte: Nenne ihre Namen. Philammon: Wir wissen 
sie nicht, er selbst weiß sie. Er soll selbst, da er anwesend ist und dasteht, ihre 
Namen sagen, er selbst weiß sie. Beronicianus: Wieviel Sklaven machten mit dir den 
Überfall? Acholius: Ich war allein mit dem Knaben. Beronicianus: Sprich die Wahr- 
heit. Acholius: Bloß ich war mit dem Knaben. Beronicianus: Zieh (ihn) aus. Und als 
er ausgezogen worden war, sagte er: Ich bin (war) allein und jener Kleine, der noch sehr 
jung ist. Philammon: Der Kurator kann sagen, daß es viele sind. Beronicianus: Es soll 
der Kurator hereingeführt werden, den sie als Zeugen anrufen. Nachdem Hermaion, 
der Kurator der Stadt Hermupolis, hereingeführt worden war, sprach Beronicianus: 
Sie haben dich als Zeugen aufgerufen für das Geschehene. Du wirst aber als- ein Freier 
die Wahrheit sprechen. Was hast du gesehen oder was ist unternommen worden? 
Hermaion, Kurator von (H)e(rmupolis): Sehr spät am tiefen Abend hörte ich ein Ge- 
räusch, da ich auf (dem Dach von) meinem Hause war, und schickte meine Jungen, um 

die Ursache zu ermitteln. Sie gingen hinaus und fanden diesen Asynkritios und 

geschlagen von Strolchen, und sie machten sie aufhören mit dem Skandal. Beronicianus : 
Wieviel Sklaven waren es? Hermaion: Zwei waren dort oder drei; es war sehr. spät. 
Senecion: Es ist auch der Kurator verlangt worden, daß er dies sage. Ich beantrage, 
daß auch der Schreiber hereinkomme und aussage: Es sind viele Leute, welche zu 
dem Haus gekommen sind, dreißig oder vierzig sind es. Der Kurator Hermaion: Wenn 
sie nicht bei meinem Hause gewesen wären, wäre schon längst der Asynkritios ge- 
storben, beim Herrgott. Senecion: Gut gesagt! Dieses Haus ist nahe beim Hause des 
Kurators, der Kurator wohnt dort. Beronicianus: Wer sind die, die mit dir den Uber- 
fall gewagt haben, nenne sie. Acholius: Es waren zuerst zwei, ich und der Kleine. 
Darauf kam ein Mitsklave von mir, nach dem Kampf, nach der Beendigung des 
Kampfes. Der Advokat Herminus sagte: Ein glaubwürdiger Mann hat ausgesagt, ein 
Vorsteher von Hermupolis. Beronicianus: Nenne ihre Namen. Acholius: Das Kind und 
Gorgonios , welcher seine Hände gehalten haben soll. Beronicianus : Sind es Freie oder 
Sklaven? Acholius: Sklaven sind sie. Beronicianus: Wessen Sklaven? Acholius: 
Des Sergios, meines guten Herrn. Senecion: Abwesend ist ihr Herr, sein Haus ist 
beschädigt worden. Ich habe Zeugen. Deine Trefflichkeit hat den Schreiber geschickt, 
und er hat die Türen niedergerissen gesehen. Ich habe zehntausendmal zu den Akten 
verlangt, daß der Schreiber hereingeführt werde und sage, wer die Beschädigung ver- 
ursacht hat. Ich weise nach, daß dreißig und vierzig das Haus überfallen haben. 
Philammon: Nicht zum ersten, nicht zum zweiten, nicht zum dritten Mal kam er in diese 
Stadt und hat uns beraubt. Wen hat er nicht angefallen? Senecion: Auch ich selbst bin 
besorgt, weil mein Genosse abwesend ist. Es ist die Öffentliche Kasse der Mannschaft bei 
ihm in Verwahrung. Die Türen sind darnieder, der Sekretär soll kommen und zu den 
Akten deponieren und die Hinaufgekommenen benennen und wer hinaufgekommen ist, 



Nr. 40: Verhör in einem Strafprozeß aus Hermupolis. 



135 



denn ich weiß es nicht, wer hinaufgekommen ist. Philammon: Der Sklave gesteht, daß 
er die Hände meines Sohnes gehalten und ihn geschlagen hat. Beronicianus: Warum hast 
du den Eatsherrn überfallen am Abend und ihm Wunden geschlagen bei der Augen- 
braue? Acholius: Ich bitte deine Trefflichkeit, ich haba ihn nicht überfallen, sondern 
er hat mich selbst angefallen; es war überhaupt mein Unglück, daß ich ihm begegnete 
so spät. 

Col. III Beronicianus: Wer hat die Wunde geschlagen? Acholius: Der kleine 
Junge. Beronicianus: Was sagt der Verwundete? Philammon: Der eine hat ihm die 
Hände gehalten, ein anderer warf ihn nieder und wollte ihn töten wegen des öffent- 
lichen Geldes. Der Eine hielt ihm die Hände, der Andere gab es meinem Sohne mit 
dem Stein, ein Anderer prügelte ihn, sein ganzer Körper ist zerschlagen; bei der Vor- 
sehung! beinahe wäre er gestorben. Beronicianus: Wer hat ihn geschlagen? Sage es 
deutlich. Philammon: Die Mitsklaven von diesem, Beronicianus: Hat der Gegen- 
wärtige geschlagen oder auch ein anderer? Philammon: Ich weiß es nicht, wer es ist 
von ihnen; sie kommen (s. Apparat) nicht zu uns bei. Tag geschweige bei Nacht. Der 
Anwalt Herminus: Der Sklave hat selbst gesagt, daß der eine seine Hände hielt, andere 
ihn überfielen- und zuschlugen. Dasselbe hat aber auch ein verläßlicher Zeuge gesagt, ein 
Vorsteher von Hermupolis, und es erübrigt, die gebührende Strafe zu nehmen über die, 
welche den Eatsherrn überfallen haben. Der Obergensdarm Senecio von. (H)e(rmupoKs) (?) 
sagte: Durch Bedekunst suchen sie das Geraubte zu behalten. . Die Türen liegen dar- 
nieder, das ist bezeugt. Zehntausendmal deponierte ich, daß die Türen darniederliegen, 
und ich bitte, daß der Sekretär hereinkomme und aussage: Das Haus ist im übrigen 
unbewohnt. Beronicianus: Aber deswegen wird ja der Sklave nicht beschuldigt. Se- 
necio: Deine Trefflichkeit hat es (noch) nicht untersucht, deine Trefflichkeit möge es 
untersuchen. Beronicianus: Weshalb habt * ihr den Asynkritios überfallen? Acholius: 
Wir haben ihn nicht überfallen, er hat uns überfallen. Beronicianus: In welcher 
Gegend? Acholius: In jener Straße. . Beronicianus : Philammon soll sagen, wer die sind, 
die das Geld seines Sohnes geraubt haben. Philammon sagte: Diese Sklaven. Beroni- 
cianus: Wieviel Geld? Philammon: Ungefähr zehn Goldstücke oder zwölf. Der Ober- 
gensdarm Senecio sagte: Die Kasse meines Freundes Sergios (?) beträgt aber an Silber (?) 
vierzehnhundert (Talente?). Ich bitte deine Herrlichkeit, laß den Sekretär hereinkommen 
und sagen, daß die Türen darniederliegen. Ich habe sein Zeugnis beigebracht, und der 
Sekretär ist bereit, zu den Akten zu deponieren .... wer die Räuber sind;, er soll 
sagen, wer es ist. Noch andere dreißig, wie er sagt, waren mit ihnen; ich weiß es 
nämlich nicht, ich war nicht mit ihnen. Es soll der Sekretär befragt werden. Beronicianus : 
Der Sekretär soll hereingeführt werden. Gennadius, Adjutor von (H)e(rmupolis) (?) und 
Schriftführer, sprach: Er wurde jüngst befohlen, dem Polizeimeister zu folgen gemäß 
einem Auftrag deiner Herrlichkeit wegen der Vorstellung derer, welche vom Bat für 
die Kephalaiotie vorgeschlagen sind. Senecio: Ich habe den Sekretär mitgebracht und 
dem Adjutanten übergeben. Beronicianus : Wozu brauchst du den Sekretär ? Senecio : 
Deine Trefflichkeit hat Zeugen gesucht, daß sie das Haus meines Kollegen überfielen. 



Nr. 40: Verhör in einem Strafprozeß aus Hermupolis. 



Philammon: Mein Sohn wäre beinahe an den Schlägen gestorben. Beronicianus : Wes- 
halb überfielst du den Eatsherrn ? Und zu den Dienern sagte er: Er soll gehaut 
werden. Und nachdem er mit Ochsenziemern gehaut worden wai*, sprach Beronicianus: 
Freie dürft ihr nicht hauen. Und zum Personal sagte er: Ablassen! Und nach- 
dem man von ihm abgelassen hatte, sagte Beronicianus: Sage, wo ist das Geld, das 
du geraubt hast? Ach onus: Er zog sein Kleid ab und gab es der Frau, welche ihm 
folgte; ich sah es nicht. Beronicianus: Weise ihm nach, daß er Geld von dir ge- 
nommen hat. Philammon: Im Kampfe nahm er es aus der Tasche (?) meines Sohns 
und raubte es; Einer hielt ihn, und er gesteht, daß Gorgonios ihm die Hände band. 
Der Advokat Herminus: Wir beantragen, daß die übrigen Sklaven, welche mitgetan 
haben, vorgeführt werden. Philammon sagte: Stergorius schlug seinen Kopf. Senecio: 
Es Söll deponiert werden, ob er allein war oder (auch) andere mit ihm, damit es uns 
sicher werde, damit der Sekretär komme und aussage. 

Col. I lin. 1 Herrninus ist offenbar der Rechtsanwalt des Philammon (welch 
letzterer wegen Verhinderung seines noch vernehm imgsunfähigen Sohnes inter- 
veniert) und ist, wie Wilcken a. a. Ö. richtig bemerkt, der einzige, der mit einiger 
Präzision zu reden weiß. 

Col. II lin. 2 ZJrsQyÖQiog = Stercorius; vgl. Wessely, Studien 4, 83 u. Zitate. 

lin. 4 Über den Pleonasmus Ttccgfav %al Gxyiywv vgl. Wessely a. a. 0. 

lin. 5 Den hier erwähnten kleinen Knaben will Acholius später (III 1) sogar 
als Urheber der Wunde des Asynkritios hinstellen. 

lin. 9 Ob in curator e (das e immer über die Zeile gestellt), superstat(io- 
narius) e CoL III lin. 13 , adiutor e Col. III lin. 16 das e Abkürzung für Ermu- 
politanus ist, bleibt zweifelhaft, weil dieses sonst mit H geschrieben wird. 

lin. 10 Über yalXi&Qioi (galearii) vgl. Wilcken a. a. 0. 111 Anm. 3. 

lim 11 avaözelXai vgl. Wilcken 111 Anm. 3. 

lin. 16 Die Bemerkung des Herminus, daß ein glaubwürdiger Mann aus- 
gesagt hat, bezieht sich auf den Widerspruch der Behauptung des Acholius mit 
jener des Hermaion (II 12); denn Acholius behauptet, nur einen kleinen Jungen 
bei sich gehabt und erst nach Beendigung der Rauferei die Gesellschaft eines 
(jvvdovlog erhalten zu haben, während nach Hermaion von vornherein zwei oder 
drei (Erwachsene) anwesend waren. 

lin. 20 Die Worte eldev rag ftvgag xa^ial SQQ^^ievag sind sonderbar; denn 
da nach III 7 die Türen noch jetzt in diesem Zustand sind, brauchte man dafür 
nicht einen bestimmten Zeugen, 

lin. 21 ov% a7Ca% ov ösvxsqov ovös tgCrov im Sinn von „sehr oft" kommt 
auch noch in Nr. 37 lin. 21 (vgl. auch Nr. 32 lin. 4) vor. 

lim 22 KovtovßsQvdlioi bezeichnet ein Soldatendetachement, Gothofredus zu 
C. Th. 7, 4, 33. Allerdings kann, da Sergios Führer eines Gendarmeriepostens ist 
(s. S. 133 und zu III lin. 7), auch an einen Gendarmerieposten gedacht werden. 



Nr. 41: Beschwerde wegen vorenthaltener Brautgeschenke aus Hermupolis. 



137 



Aoyog kann hier nicht die Rechnung, sondern nur die vereinnahmten Gelder 
bedeuten, vgl. III 13 ; daß diese gestohlen worden sind, ist die Besorgnis des 
Senecion. Allerdings wäre es sehr auffallend, wenn Sergios dieselben während 
seiner Abwesenheit (Atccov iönv) in einem sonst unbewohnten (III 8) Haus auf- 
bewahrt haben sollte. 

Col. III lin. 7 superstat wird von Wilcken mit Recht auf superstat(ionarius) 
gedeutet Dazu vgl. Hirschfeld, Berl. Sitz.-Berichte 1891 p. 864 f., ferner den 
6tccTiG)V£i£<üv ßevscpixiccQiog in P. Oxy. 1, 65 lin. 1; P. Amh. 2, 80 lin. 13. 

lin. 13 Zu Xöyog vgl. Erl. zu II 22; die Summenangabe kann nur auf Talente 
oder Folles bezogen werden. Übrigens ist unverständlich, was Senecion mit diesem 
Passus sagen will. Die Annahme, daß UsQyovQiov (so Pap.) für ErsQyoQkw (Col. II 
lin. 1, Col. III lin, 24) steht, scheint mir ausgeschlossen. Sie würde natürlich das 
ganze Bild verschieben. Es stünde dann dieser Stergorius, der ein freier Mann und 
sogar Gensdarm ist (Kollege des Senecion, s. Einl.), im Verdacht, mit Hilfe seiner 
Sklaven den Asynkritios überfallen und sich dann geflüchtet (artcov eön Col. II lin. 22) 
zu haben; die Reden des Senecion liefen dann offenbar darauf hinaus, ihn gegen 
diesen Verdacht in Schutz zu nehmen und darzutun, daß von einer ganzen Bande 
bei Stergorius selbst eingebrochen worden sei. Aber das ist alles schon an sich un- 
wahrscheinlich und namentlich darum nicht anzunehmen, weil Philammon (Col. III 
lin. 4) die Täter als tivvdovloi des Acholius bezeichnet, obwohl er doch den Ster- 
gorius unter diese rechnet (Col. II lin. 2). 

lin. 17 Uber die Bedeutung von KscpaXuimrig vgl. die Einl. zu Nr. 45 S. 159. 



tfr. 41. 

BESCHWERDE WEGEN VORENTHALTENER BRAUTGESCHENKE. 
Inv. Nr. 589 Recto, 

Papyrus H. 23% Br. 31 cm. Hermupolis. Schriftcharakter etwa vom 

A • tt ..«. , 7 . , . Ende des 4. Jhd. 

Oursive. Unverofientlicnt. 

Durchkorrigiert und auch am abgebrochnen linken Rand Schriftspuren von 2. Hand. 
Auf dem Verso eine Rechnung, welche unten mitgeteilt werden wird. 

Diese Urkunde ist vor allem deswegen schwierig, weil man gar nicht weiß, 
an wen sie gerichtet ist. Während sonst Eingaben an Behörden die Adresse an 
der Spitze tragen, ist hier hievon nichts zu sehen. Die Lücke am Eingang um- 
faßt etwa 24 Buchstaben; da in derselben auch der Name der Gesuchstellerin 
gesucht werden muß, wobei ]atQog offenbar sich auf das Patronymikon bezieht, kann 
leicht dieser ganze Raum auf den Namen gerechnet werden. Sollte doch ein 
Rest für den Adressaten übrig bleiben, so kann dieser nur ganz kurz genannt 
worden, sein. Der noch erhaltene Anfangsbuchstabe der Zeile ist ein großes N, 

Leipziger" Papyri. I. 18 



188 Nr. 41: Beschwerde wegen vorenthaltener Brautgeschenke aus Hermupolis. 



von einem senkrechten wie I aussehenden; Strick durchzogen. Sollte die Adresse 
wirklich fehlen/ so kann dies entweder so erklärt werden, daß der Papyrus 
einen bloßen Entwurf darstellt, oder so, daß er nur ein Stück einer größeren 
Rolle gebildet hat; doch stehen der einen wie der anderen Annahme Bedenken 
entgegen. Der ersteren der Umstand, daß die Schrift, wenn man von ihrer 
grammatischen Anfechtbarkeit absieht, äußerlich sorgfältiger ist, als man yon 
einem bloßen Entwurf erwarten sollte, und dies Bedenken wird auch nicht be- 
hoben dadurch, daß in dem- Stück herumkorrigiert worden ist, denn das gleiche 
findet sich auch in Nr. 35, welcher Papyrus sicher als endgültige Redaktion ein- 
gereicht worden ist. Andererseits wird die Schwierigkeit auch durch die Annahme 
nicht beseitigt, daß diese Eingabe in einen größeren Zusammenhang verflochten 
war; denn die Adresse der Eingaben wird auch dort, wo sie bloß als Belegstücke 
zitiert werden, stets mit abgeschrieben; die Annahme aber, daß dies der Fall ge- 
wesen sei, die Adresse jedoch auf der letzten Zeile einer vorhergehenden Columne 
gestanden haben könnte, setzt einen merkwürdigen Zufall voraus. 

Ebenso rätselhaft ist aber auch der Stil und die Grammatik der Urkunde. 
Beide sind heillos schlecht. . Wenn man auch erwarten mag, daß namentlich an 
den beschädigten Stellen durch verbesserte Lesung manches sich aufklären wird) 
so sind doch viele zweifellos fehlerhafte und unbegreifliche Worte und Wen- 
dungen vorhanden. So beginnt der Text in lin. 2 tov ovv(l) xovQatoQog avvYjgy 
wobei das oi)v — da die Korrektur övvKovQatOQog gewiß ganz ausgeschlossen 
ist — ganz- unverständlich bleibt; man müßte denn annehmen, daß lin. 1 gar nicht 
den Anfang des Textes darstellt, wogegen aber die Stilisierung (Angabe des 
Wohnorts usw.) mit Entschiedenheit spricht. Ebenso unverständlich ist das ccvrifa 
sowie der Umstand, daß von den Besehwerdeführern fast in der ganzen Urkunde 
die dritte Person gebraucht wird, während doch im Eingang lin. 2 es heißt rj 
ßorj&^oviievrj)) als ob diese Frau selbst die Eingabe erstatten würde, und am 
Schluß lin. 15 \j]\ßiv steht. Sodann in lin. 3 Trjg 68{ivr}g ravrrjg tcc&cog — eine 
Wendung, die freilich auch in einem anderen Leipziger Papyrus (Jnv: Nr. 38 
lin. 9) vorkommt. Lin. 13 v7tao%&Y]vccL\ — Lin. 13 — 16 hat überhaupt, so wie 
es dasteht, kein Prädikat; der ganze Satz schwebt in der Luft. Eine notdürftige 
Konstruktion kann, soviel ich sehe, nur dadurch hineingebracht werden, daß 
man die Worte in lin. 12 — 13: sn ätay . . [. .]<%t sv ScQyvQico^ %a& mvxr\v dh edöag 
dLccLtäö&ca <p%sro als den Hauptsatz ansieht und sodann unter Verbesserung von 
cc^lovöcc in a^tovörj so liest: (bg 8av\y]bv %£\ß7t\eiv \%atk t\ovg voiioyg [jlstcc tov 
[%]ovQcctOQog avrfj v7taQ%&i]vai(^), ravra (Pap. : 7Cccvta) a^iovör} ' IlQorjfov^ievGjg urX. 

Der Inhalt des Papyrus ist folgender. Ein von beiden Eltern verwaistes und, 
wie die Erwähnung des Kurators zeigt, noch minderjähriges Mädchen, dessen Name 
nicht erhalten ist, hatte von einem Mann namens Arion, der cfozö ßevscpMiaQl^wvy 
rfjg dis^vfjg TccvtTjg (?) td^swg war, an die Adresse, ihres Kurators einen Heirats- 
antrag erhalten^ und dieser hatte den Antrag mit Einwilligung des Mädchens an- 



Nr. 41: Beschwerde wegen vorenthaltener Brautgeschenke aus Hermupolis. 139 



genommen; dabei waren Antrag und Annahme yon edva begleitet/ wobei der 
Bräutigam allerdings mangels verfügbarer Mittel über die seinigen eine Schuld- 
versehreibung ausstellte, während die Braut sie sofort gegeben zu haben scheint. 
Nach geschlossener Ehe verließ der Mann seine jünge Frau, und es wird ihm vor- 
geworfen, daß er nicht bloß seine edva nicht leistete, sondern auch die der Frau 
mitnahm. Sie verlangt nun „vorläufig" Erstattung der Geschenke; nach dem 
Schlußpassus ist anzunehmen, daß sie dabei an Wiederaufnahme des ehelichen 
Lebens denkt, obwohl, wie sie bemerkt, sie nach diesem Verhalten des Mannes 
berechtigt wäre, sich zu scheiden. 

Die in dem Vertrag genannten edva können als einfache Brautgeschenke (simplex 
donatio) oder als Arrha sponsalicia betrachtet werden; ein scharf formulierter Be- 
griff dieser Arrha, wie er allerdings in C. P. R. 30 hervorzutreten scheint (vgl. meine 
Bemerkung 1. c. p. 148 ; auch noch Meynial, Nouv. Rev. Hist. de droit francais et 
etr., 20, 523) und durch die Gesetzgebung bedingt war (C. Th. 3, 5, 11 a° 380), ist 
jedenfalls an dem indifferenten Terminus edva nicht erkennbar, wenn derselbe 
auch vielleicht einen bestimmten Sinn gehabt haben mag. Der Umstand, daß 
laut der Urkunde beide Teile sich edva geben — wobei die der Braut öv[i(p(Dva^ 
cl. h. wohl in der Größe entsprechende genannt werden — >, könnte allerdings -fast 
auf eine gegenseitige Arrha gedeutet werden, aber sicher ist es nicht. 1 ) Denn 
ein die Brautgeschenke der Verwandten erwähnender Florentiner Papyrus bei 
Vitelli, Atene e Roma 1904 Nr. 64—65 (Col. 124) lin. 21, sagt : Totg ya^oig 
öov rj yvvrj zJoöxäTog tov adelyov [iöv Tjveyxe [uoi (dQa%jiäg) q' eitel de vvv 
N^eyiXog 6 vlbg avtTjg ya\ielv peXlei, dvnaiov h'öti %a\ rj[iäg ävtaTtoäovvai. Aus 
solcher Anstandspflicht zur Erwiderung gegebener Brautgeschenke könnten auch 
die 6v[i(pG3va edva erklärt werden. — Zu erinnern ist daran, daß auch in P. Grenf. 
2, 76 lin. 10 der Ausdruck edva vorkommt. 

Der Papyrus ist übrigens auch sehr lehrreich für die Gestaltung, welche in 
dieser Zeit die Kuratel tatsächlich angenommen hatte. Der Kurator funktioniert 
wie ein Vater; der Freier wendet sich an ihn mit der Bitte um die Hand des 
Mädchens, und nachdem diese sich bereit erklärt, ist es wieder der Kurator, der 
die Ehe bewilligt (ede^iaöato tbv ydpov) und dabei die Geschenke gibt (tiviupcovoLg 
edvoig). Das bestätigt den Satz (Reichsrecht 217 f.), daß diese Zeit die Emp- 



1) Es steht natürlich nicht entgegen, daß die Gabe nicht als ccQQaßoyv, sondern als %dvcc 
bezeichnet wird; denn unzweifelhaft ist die Arrha sponsalicia gleichzeitig ein c munus' und 
wird nicht, wie die Arrha beim Kaufe, nach geschlossenem Kontrakt zurückgegeben (vgl. Cuq, 
Mariage a Babylon [1905] p. 16). — Neuesten s ergibt der P. Flor. Nr. 36 (Theadelphia 4. Jhd.), 
der mir schon vor der Veröffentlichung durch Vitelli freundlichst mitgeteilt wird, einen Fall, 
wo die Darbringung von Geschenken an den Vater von, diesem als Voraussetzung des Rechts- 
bestandes der Ehe bezeichnet wird, lin. 10 ßßßovlr\tai (6 7taxr]Q) tbv yd\Lov iv avy%icv itoir\6ai 
tbv [xatcc v6{iov y]sy8vr}{iEvov 7t[Qo\cpd<5i d\coQ^[(ov a>g avtov ^7] stXricpotog nccl i% tovtov ccjcd^ccg 
trjv %6$r\[v . . . j damit hat unsere Schenkung jedoch schwerlich etwas zu tun. 

18* 



140 Nr. 41: Beschwerde wegen vorenthaltener Brautgeschenke aus-Hermupolis. 

findung für den Unterschied von Tutela und Cura verloren hatte. In unserer 
besonderen Konstellation kommt freilich dazu, daß die griechischen Frauen zur 
Eheschließung von jeher die Auctoritas des Geschlechtsvormundes benötigt hatten; 
aber bei den römischen war dies, von der einstigen Manusehe abgesehen, nicht 
nötig gewesen (vgl. Sever. et Anton. D. 23, 2, 20 , 0. J. 5, 4, 8). Indessen wird 
schon in einem Diokletianischen Reskript ein c in matrimonium collocare' durch 
den Kurator erwähnt (0. J. 5, 6, 7), ebenso von Leo (C. J. 5, 6, 8) und in C. Th. 
3, 5, 11, 3. Ebenso wird in der Urkunde zur Ehescheidung die Zustimmung des 
Kurators als notwendig vorausgesetzt, lin. 13: tcb\il7c\siv . . . [isxä xov [xjovodxoQog. 

Die Bemerkung, daß die Frau sich vom Mann wegen seiner Desertion nach 
den Gesetzen scheiden könne, ist richtig, wenn, worauf auch der Schriftcharakter 
deutet, die Urkunde in die Zeit nach dem Kaiser Julian gesetzt wird. Vorher 
galt nämlich, infolge von Konstantins Gesetzgebung C. Th. 3, 16, 1, eine starke 
Einschränkung der gesetzlichen Scheidungsgründe, und die einfache Desertion ist 
unter denselben nicht aufgezählt. Julian hat jedoch dieses Gesetz wieder auf- 
gehoben (vgl. Wächter, Ehescheidungen 207—214). 

Über den Personennamen sind Horizontalstriche gezogen, welche im Nach- 
stehenden mit angedeutet sind. 

ßecto. 

(2. Hd.) %ovq&- 

]••[••]•[••]&••[ ]#TP°S 4iovv6l[o\v aitb 7tQi[ii7tvlaQ((DV [i8xä Kdti- 

rogog 

xooog ßovl8v\x]ov xfjg fta{i7tQÜg 

*Egiio[y #]d/U[co£] . . [.] v[. . : . . .~]&[i<polv xolv yovioiv docpavfj ßorjfrfov- 

fievrj). Tov ovv (sie) uovodxogog avxf\g xov otQoeovo- 
(ia&ii[e']vov Kd<?x[o]oog [£]#[()] 'Aolwvog xiy\o\g aitb ߣV8<ptoaaoCov (sie) 

xr\g <5siivr\g xavxrjg (sie) . m££G)[g] c^rafO-Jf-V- 
xog eitl sdvoig . [.]cpv . . . [.Jafröm ßo[y]le6&cci xr\v TCalda, 6 [ihv %[o\vodxG)Q 

yv&iirig y§vo^8v[riJg xvjg ßori%\o\y(ji8VYig) öv^icpco- 
voig [£d~\voig s i [. .]ißcpv xbv yd[iov sds^tdöaxo^ ixoCpov dh {ir} 8%g)v 6 

yr^iai ßovlrj&elg xä edva itaocc- 
ö^slöd^ai [yQa{i^ax(tyov s&sxo [r]r/ y.vi.. [is[xa\ xov %ovodxooog kccI &ovxo 

ye %axä xr\v tciöxlv xov yQau[iccxsCov 
xä e8v\a 7t^aQ\^cc6%]'t]G£<5[d : ]aL [%cc]l [ovx^&g oi yd^ioi Gvvrjcp&rjticcv. Tovxwv 

OVXCO 7t£1tQtty[l8V(DV %<M XTjg \ßv]llßlG)68(Qg (xr\g) 

%axä xayx[a %a% , 86xr^%y\C : ]ag rto[o]rjy[i8VY]g <^>wov ov% dg \ia%qdv^ 87t£iSij 

xä sdvcc &7taiX8i0&ai tioog xs xov %ov- 
QaxoQo[g %al ccv\x\jig\ x\_fjg ylrj^a^^vrjg s^islhv^ [o]tV l'G{i8v ov xqotcov 
ßovlri&Big xä ji£v ov% aasdCdov 



(2. Hd.) 

sdvcov 

.QL 
Vt . 

V 5 
cov 



Nr. 41: Beschwerde wegen vorenthaltener Brautgeschenke aus Hermupolis. 



141 



(2. Hd.) t^JÖJ. 

^^[•^t-]? • [•] • uTto ?L^]£ B6\y\Cag^ ev rj ol yd^oi eTtstsXsöd^rjöav^ ov tu 10 

eavrov eitixoiiiiöiisvog {lövov, 
dXXa %u\C\ xiva \r\r\g T^M^^Ms* 'Eitsl xolvvv tb^vj [isv edvov ovx 

a7todedcoKSV) dXX' eti %al vvy %QSco6rl 
dXXa drj \ß\Q7td<5ag %[cä rb rrjg 7t]ccid6[g], hi diay . . [. . .]ca iv aQyvQLa^ nccfr' 

eavrrjv dh sdöecg diccLTäö&cci <p%sto .<bg 
eccv[t]qv 7ts[{i7t]sLv [%arä t]ovg v6[ioyg [istu xoy \%]ovQdroQog avvfj V7taQ%- 

cc 

ftrivai (sie) Ttavt^rß d^tovöa (?) * ÜQorj'yov- 

(2. Hd.) s 

{isywg [ihy avrf} [e]yy()dcpG)g tb %q£G)6tov{18Vov sSvov aTtodo&rjvai, h'itixa dh 
et dTtrjveyxccTo 

. [. ..~]aovtcc av[. .].[..]. [.]Xol [1 — 2\slg) aTCodovvcu xoitcp. Tovtaov ydq ovtm 15 

itSTCQccyiiivcov elxörcog [rj]{ilv 
[r)~\ t[ov yjd^iov ccQn\ovla\ tsX8i[og] eörav. 

lin. 2 Die ersten beiden Buchstaben hinter 7r]dX£[ß>s] können av sein. lin. 3 Hinter 

v]7t[b freier Raum für vier Buchstaben. Ich wollte ursprünglich, ,um diesen auszufüllen, lesen 
ä]7t[6vtog und dann zu Ende der Zeile a%Lco\a'\<xv'tog^ indessen ist der von Wilcken nach einer 
Transkription gemachte Vorschlag v]tc[o — u^iG>\ßF\ivtog viel ansprechender, auch kommen 
leere Zwischenräume in den Urkunden öfter vor. Außerdem sieht es nicht aus, als ob auf 
diesem Raum jemals etwas gestanden hätte. In f^v[o]g sieht das v fast wie it aus; das ist 
freilich in dieser Zeit sehr häufig, aber in der vorliegenden Urkunde sonst durchaus vermieden. 
Denkbar ist jedoch, daß eine Schlinge an der rechten oberen Spitze, die das v zu charak- 
terisieren pflegt, abgesprungen ist. — Das g in xavtr\g ist vom r\ durch eine kleine Lücke ge- 
trennt und steht etwas weit ab; auch hat es oben nicht den üblichen wagerechten Strich 
der Schluß -g, sondern eine Krümmung nach aufwärts, wie der Schreiber die s zu machen 
pflegt. Am Schluß dieser Krümmung noch ein an eine Lücke grenzender Haken, als ob noch 
ein Buchstabe dagewesen wäre. Sollte rccvtri[g] i%rd^sojg zu lesen sein? — ßsvscpinLccQiov 
1. ßsvscpintaQicov. lin. 4 Die zwei Buchstaben vor können ycc sein. lin. 5 

s . . t[. .]ißcov] a\LÜßcüv scheint ausgeschlossen und wäre auch grammatisch bedenklich. lin. 6 
v . vi . . vielleicht der Name des Mädchens; veaviönri oder vmvidi scheint mir ausgeschlossen, 
lin. 7 In [o-uV]a>s ist das co etwas über die Zeile gestellt, sonst aber ziemlich wahrscheinlich, 
lin. 8 Pap. ovov. lin. 10 Uber den Anfang vgl. die Sacherläuterung. lin. 11 Hinter dem 
all ein Haken : lin. 12 Über den Anfang vgl. die Sacherläuterung. — 8iav . . [. : der 

erste punktierte Buchstabe sieht einem l ähnlich , kann aber auch ein sehr schlechtes # sein ; 
sodann v. Vielleicht diav%y\Ltst\a.i = diav%£vi^£tai c i Doch ist das et in eti unsicher und kann 
auch s sein, auch der Raum für i&t etwas gering. — %a.fr' mit Haken: \ lin. 13 a^iovca' 
wahrscheinlich zu lesen cct-iovcr]. lin. 14 1. £it£ixa. 

[ Tochter] des Dionysios, gewesenen Primipilariers , mit dem Kurator 

Kastor, Ratsherrn des glänzenden Hermupolis . . . von beiden Eltern verwaist, unter 
Kuratel stehend. Da nun ihr Kurator, der vorbenannte Kastor, von einem gewissen 
Arion, gewesenen Benefiziarier dieses ehrwürdigen Offiziums (?) , gebeten worden war mit 
Brautgeschenken, zu wollen das Mädchen, bewilligte der Kurator, nachdem die 



142 



Nr. 41: Beschwerde wegen vorenthaltener Brautgeschenke ans Hermnpolis. 



Einwilligung der Pflegebefohlenen erfolgt war, ■ die Ehe, mit entsprechenden Geschenken 

[ ]; da aber der Freier nicht Bereitschaft hatte, die Geschenke zu geben, .stellte er 

eine Schrift aus an die mit ihrem Kurator, und sie meinten nun kraft des 

Vertrauens auf die Schrift , er werde die Geschenke gewähren und - so wurde die Ehe 
geschlossen. Nachdem dies nun geschehen war und das - demgemäß" begonnene Zu- 
sammenleben nur unlang fortgeführt worden war, gab er, als die Geschenke durch den 
Kurator und die Frau selbst gefordert zu werden begannen, unbegreiflich erweise diese 
nicht her, [sondern nahm?] von dem Heim, in dem die Ehe geschlossen war, indem 
er nicht bloß das Seinige (nicht) beibrachte, auch noch einiges der Frau Gehörige. Da 

er also das Geschenk nicht gegeben hat, sondern auch jetzt noch schuldig ist, [ ] 

sogar noch geraubt habend [das . . .] des Mädchens, (brüstet er sich noch?) im Geld und 
hat, indem er sie allein leben läßt, sich entfernt, so daß ihr nach den Gesetzen freistände, 
sich von ihm zu scheiden, indem sie folgendes beantragt: daß ihr vorerst das schriftlich 
geschuldete Geschenk herausgegeben werde, dann aber auch, was er weggenommen hat 

an einem .... Ort zurückzugeben.. Denn wenn das so richtig geschehen sein wird, 

wird uns der Friede der Ehe vollkommen sein. 

lin 1 ~\cctQog wohl in d'vy'jatQÖg zu ergänzen. — cbrö itqiyaitiXa^l^v und aitb 
ßev8<pimcLQl(Dv (Pap. ßsvecptmccQi'ov) — lin.. 3 — ist vielleicht ebenso zu fassen 
wie <x7tb iit(XQ%a)v in Nr. 14 lin. 3, vgl. die Anm. daselbst. 

lin. 3 Wenn man annimmt, daß auf dem freien Raum vor 'jQicovog die 
Schrift bloß abgescheuert ist, was jedoch kaum wahrscheinlich ist, so kann man 
auch [Brj6]ttQL(Dvog ergänzen. Zum Schluß 1. tavtrjg vt}g öe^ivTjg, 

lim 4/5 Die Bezeichnung der eSv'a als 6v{i<pcovcc ist auffallend; es ist wohl 
an „in der Größe entsprechende" zu denken. 

lin. 7 Zu rä sdv[a 7t]aQ[a0%]tfö£6[&]cct, ist zu ergänzen avtöv. Uviißicotfig 
%ccd , 6<jZ7]xvia ist ein aus den Scheidungsurkunden bekannter Terminus. 

lin. 10 Der Anfang der Zeile ist nicht mit Sicherheit herzustellen. Zwischen 
ave% und cp kann ein Buchstabe gestanden haben; unbedingt sicher ist es nicht. 
Nimmt man an, daß das % ein schlecht, d. h. mit Übergreifen des linken Auf- 
strichs gemachtem X ist, so kann man zur Not auch ävsXcpy lesen, was einen 
Sinn geben würde. Die Konstruktion wäre dann die: ävsXcov ... (ot> rä eccvtov 
e7tixoiiL£6{ievog fi6vav) 9 aXXä %a[C] riva \t]rjg Yll[)i]ctiisv[rj]g. — -"- m Schluß fehlt 
zu 8äLKO{iL£6[i£vog die Negation. 

lin. 12 Der Anfang ist sehr zerstört. Hinter d kann v oder rj stehen. Der 
Buchstabe hinter aXX kann a oder 8 sein. Es wäre demnach paläographisch 
möglich: aXV §äv 9 \ßc\Qitä<5ag ^ aber eine solche Diktion kann selbst diesem 
Schreiber nicht zugemutet werden. Etwas erträglicher scheint mir aXXä di], 
ich habe daher gewagt, den Satz in diesem Sinne herzustellen. — Das darauf- 
folgende dum . . [. . .~\<xl oder öiav . . [. . .\§i muß m. E. schon, das Verbum des 



Nr. 42: Ärztliches Parere aus- Hermupolis. 



143 



Hauptsatzes darstellen und dem folgenden (ß%ero korrespondieren, weil sonst für 
lin. 13 gar keine Konstruktion zu finden ist. 

lin. 13 vitciQx&rjvai (auch bei Wessely P. Herrn. 7 I 8) ist deutlich erhalten; 

es soll offenbar so viel wie v7taQ%siv bedeuten. Ebenso muß rtavtlrß verschrieben 
sein für ravxa. 'A^vövaa kann m. E. nur dann in eine notdürftige Konstruktion 
gebracht werden , wenn man es für Schreibfehler statt a^iövöri ansieht ; wobei 
vielleicht der Schreiber das Schluß-?? seiner Vorlage irrig an das jcavrrj geschrieben 
hat. Es wäre dann abhängig von ccit'fj. Die ungefähre Konstruktion des (ranzen 
ergibt sich aus dem obigen Versuch einer Ubersetzung des auf alle Fälle heillosen 
Passus. 

lin. 14 1. t6 eyyQoccpcDg %qb(d6töv[18vov. 

lin. 15 Der Wechsel der aktivischen und passivischen Konstruktion (lin. 14 
ttTtodo&Yjvca, lin. 15 aicoSovvai) ist auffallend. Er würde beseitigt, wenn man in 
die Lücken noch ein Verbum, etwa" %eXev6&r\vai o. dgl., einschieben könnte, wo- 
von ccTtoäovvav regiert würde; aber ich sehe dafür keine Möglichkeit. ■ — oi\l — .2]§np 
ließe sich an sich zu oi\%\si(p (&%odovvai rÖ7t<p) ergänzen, wobei nur ein etwas 
breites % angenommen werden müßte; aber das davorstehende X bleibt dann un- 
erklärt. Ob zu Anfang ovta av\rfig gelesen werden soll, lasse ich bei der Un- 
sicherheit der Stelle dahingestellt. 

Nr. 42. ; 

ÄRZTLICHES PARERE. 

Inv. Nr. 6. 

Papyrus H. 27 Br. 14 cm. Hermupolis. Ende des 4. Jhd. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 7.) 

Die obere Hälfte links in Breite von ca. 2 cm abgebrochen, mehrfach durch- 
löchert; die Schrift namentlich in der oberen Hälfte vielfach abgescheuert. 
Ganz vage Schriftspuren sind in der Transkription nicht wiedergegeben. 
Einige Ergänzungen ergeben sich aus einer Dublette, Inv. Nr. 7, welche 
jedoch gleichfalls vielfach beschädigt ist. Die in der Dublette vorfindlichen 
Stellen sind unterstrichen. , > 

Dieses Parere wird dem Nyktostrategen Kyros, Sohn des Philämmon, erstattet. 
Derselbe Beamte findet sich auch in Inv. Nr. 13, 14 (= oben Nr. 39), 20,44 u. a. 
Über die Nyktostrategie vgl. Hirschfeld in den Berliner Sitz.-Ber. 1891 S. 868; sie 
ist nach D. 50, 4, 8, 12 ein Munus personale und bedeutet die Aufsicht über den 
städtischen Polizeidienst. Die Person, deren Zustand (ßiafteöig lin. 12) untersucht 
werden soll, kann entweder der in lin. 5 genannte *EQ{iödcoQog oder der in lin. 9 
erscheinende TlivovrCcov sein; Einer von ihnen kann auch als amtlicher Funktionär 



144 



Nr. 42: Ärztliches Parere aus Hermupolis. 



in Frage kommen, der den Augenschein verlangt. In BGU. 928 lin. 5, 6 steht: 
ix ßißXidiwv i7tiö\od'Bvrcov öoi vjto\ Avqt]XIov *Hqä UiXßccvov aQ%(ccvxog), gerade 
wie hier TLivovxiwv als aQ%(ag) ßovX£vxrjg bezeichnet wird. Daß beide Male die 
Ratsherrn so zugerichtet worden sein sollten, wie es offenbar nur bei einer 
schweren Rauferei oder einem Überfall nach Art des in Nr. 40 geschilderten ge- 
schehen kann, wäre etwas auffallend; allerdings aber scheint die Konstruktion 
doch überwiegend dafür zu sprechen, daß IIivovxiwv der Verwundete ist. 

Die Einleitung des Gutachtens läßt sich nicht mehr herstellen. In den im 
Nachstehenden zitierten Berliner Parallelstücken fängt der Arzt an mit den Worten: 
%aqy\yyil , Y\ \lqi (resp. ^fuu), ob das aber in lin. 5 z. A. ergänzt werden kann, ist 
zweifelhaft. 'Ev xw cjqhj^bvo) ccQid-^im (lin. 6) kann sich auf irgendwelche Schrift- 
stücke beziehen, die yor oder bei dem Gutachten in obligater Zahl abzugeben 
waren; die doppelte Ausfertigung des Gutachtens, wie sie hier durch die vor- 
liegende Dublette erwiesen wird, kann jedoch nicht gemeint sein, weil von dem 
Gutachten erst in lin. 11 gesprochen wird. Ob in lin. 6 vor AvqtjXlov IIccTtvov&iov 
ein öiä zu ergänzen ist, bleibt zweifelhaft. 

Ähnliche Pareres enthalten P. Oxy. 1, 51 und 52; BGU. 647, 928. 

['T^arje^g] <&Xav[£cov . . . . J]y xoy Xa{.irtQox[dxov BTt&Qyov xov\ 

\i8qov 7tQcci\TG)()C\ov xccl ] xoy Xafi7CQ[oxa]xg[v &7tb i7taQ%\cgi[y^\ 

[AvQrjX]((p Ky[Q(p] O^Xd^cD^vog ivdQ%[cp vvxxoöXQaxfjym] 

[ f i£]p|jio]ö TtöXsag [xfjg Xcc[i7t]QOxdxYig 
10—12 

[ ] . . Ay[Qr]X£ov] r EQiiodd)Qov Ky[.] .[•]•[ ] . [.] .(DGrj[... 

5— G 

[ roj't ] & v %( p ä)QLö[iis]v<p aQL&[i<p [. ]. [A]yQrjU- 

[ov Ua7tvov\&Loy *E[q[ilvov v7c]riQStov &iicp[ox8^Q(Dy qitb ^[g] 
10—12 

[•'trj mg] i[x~\ Xliß'jeXXcov iitid[o\%'iyT<D[v xfj] 6r\ 

[s]7tL8L%£a v[?tb IIl]vov[xl^(d { co } vog Aio6y[. . .] a[o]^avrog) ßo[v\Xsvr(o)v 

T^[g] avxr\[g TCÖXswg d~\j]Xovvxsg (sie) . [ . sX]s .cprj.e... 

ftevcci nal d%Lo[vvxog 7CQ]ogcpc3VYi^r)vaL xr)v [x~]vqlccv 

dla&sdiv [avxov. A]t,[ä~] xovxo eyfo 6 laxQbg 6v{i- 

TCctQaXaßhv xbv av[xbv] vitrjQBxrjv rtgbg avxbv ,[.7t\a[Qa-\ 

ysyöfisvot 7tQoGq)G)vov[i£v iyfo iisv [6] {[^]f(>o[g] 

S7tix£&s(üQ'Yi%i[v\ai eiti plv xfj §y&yy[{i]<p 

6<pQ[o]Cog oiSißiia ii\£\xä TtrjXtco^axog xal iitl [xo\v 



Nr. 42: Ärztliches Parere aus Hermupolis. 



145 



£V(ovv[iov iLiqXov oldrilßct] {isrä 7trjfocoiiaxo[g] 

xccl hitl xr\g Qi\yb\g [ ro ]v § vL ^] W ov PSQOS (sie) [fsay^ia] 

ocal 67tl [xa)]v \p(f\%§G)v r\xoi %Q£^a6xriQ(DV [oi'tf^fia], 

s[y]co 8s 6 v[7trjQSt]rjg eTtrjxokovd'rjxsvaL %al [Saga]- 20 

ysvui xä\g ]7tXr}y[a]g. [ ] . . . ovv 87tidid[(b%()C{i\sv (sie) 

MS ^'8 xvjg^ds xrjg 7tQog]q)[G)vyjö£(Dg xä] ßiß\XCct\, 

&v id{i] f}<(gy %[cä 67t]sQ((X)rrjd , 8vrsg) d)^i[o]X(oyr]6a^8v). [ <&aQiiov~\d , L[.~] 

(2. Hand.) AvQ(rjXLog) IIXov[piog] (%idtf[Y]og iaxo\o\g üt[oo6](p(DV(b <bg tcq\6- 

(3. Hand.) A[v]()tfXiog n\aitv\ov&ig c EQ[i[£v6]y 6 rtgoxföiisvog) 67tirjxo~\Xov- 25 

^7](ja cjg itoox^sixcu). 
Avo^Xiog f&ißCcov <Dißi[o]g dito ( Eq[io(v) ot6X\ßcog\ d^tcod'Stg syQai^a 
[vithQ avxov Ttaoovrog yQ^d^iaaxa e\i86xog^\ 



lin. 1 Dublette hat ] . . . . qo . [ (wahrscheinlich Xaii7tQqr[dtov) erst in lin. 2 z. A. lin. 2 
Hier hat die Dublette (lin. 3) zum Schluß Schriftspuren, die hinter [anb iTtdq%(ov\ fallen 
dürften; vielleicht das Tagesdatum. lin. 6 Dublette 6QiC[i£[ycp. lin. 10 1. $\r\lovvxog. 
lin. 11 %\vqlccv W. In der Dublette ist aber nvQiav m. E. ausgeschlossen. — 'ffisvcci wohl 
~\Q"r\vcci! lin. 12 av^i- W. lin. 13 Dublette hinter [jCQog ccvtbv] drei mit dem ab- 

gedruckten Exemplar nicht übereinstimmende Spuren. lin. 15 1. xfjg svcovvnov; Dublette 

8vovv{Lcp. lin. 16 1. öcpQvog und nzXiwyjaxog ; Dublette hat üdrincc und richtig Ttslid)- 

{icc[tog. lin. 17 tirjlov = mala Vitelli ; ilt\Iov = {ir\qov W. ; Dublette svovvtiov und 

vör^ia, sodann 7t\^\licon[axog'\. lin. 18 Dublette n[£]QOvg ; apeay^cc (entnommen aus der 

Dublette) ist vielleicht = ip^ypa, Abschürfung? lin. 19 \Pq]%£cov W. ; Dublette ngsiia- 

xriQcov. lin. 20 Dublette kogeextvea. lin. 21 Zwischen tag und itlr\ydg Lücke mit Raum 
für etwa drei Buchstaben. Vielleicht stand /V. = a(vtov). In der Dublette ist der Passus 
schlecht: 7ta/\_. — Bei ...ovv Korrektur. lin. 22 Erster Druck hatte [iTtid'EcoQriasoag] ; 

die Spuren des cp von 7tQog]cp[(ovrjas(og erkannt von Wilcken. lin. 23 1. iv' sidijg ; Dublette 
t\v m8it\-. lin. 25 Dublette scheint statt 6 7tQO%{si^svog) zu haben: v7tr\[Q{£xr\gj\. lin. 26 
iif-MQ&eig W. Gradenwitz. 

lin. 1, 2 Die Datierung ist nicht sicher festzustellen ; denn die Reste der 
Rangtitel stimmen nachweisbar sowohl für die Konsuln des Jahres 382 als für 
die von 391 (Nr. 21 und 15), sind aber wahrscheinlich auch noch für andere 
Konsulate passend. Die Dublette hat in lin. 2 Schriftspuren, die ich auf die 
genannten Konsulate nicht deuten kann. Der Nyktostratege Kyros war sicher vom 
Jahr 390 (Inv. Nr. 13, 14, 44) bis 398 im Amt (Inv. Nr. 20). 

lin. 5 z. A. ist die Ergänzung rtccQYjyysXrj poi v\ito denkbar. 

lin. 8 z. A. etwa a(yxr\g) *Eq[iov itöXe&g]; in der Dublette avxfjg vielleicht aus- 
geschrieben. 

lin. 9 Atoö . sicher; Aio6%\oQldov\ hat absolut keinen Platz, auch scheint 

Leipziger Papyri. I. 19 



146 Nr. 43: Rieht er spruch eines Bischofs aus Hermupolis (?). 

der letzte erhaltene Buchstabe y zu sein. Wahrscheinlich ist ein Schreibfehler 
vorhanden, zIio6y[p(ov statt Aiovy\ptov. 

lin. 17 [irjXög = [irjQÖg (s. Apparat) wäre jedenfalls dialektisch; vgl. Crönert 
mem. graec. Hercul. 77 n. 4. Vgl. oben Nr. 37 lin. 21 : neXcbv statt [isqcjv. 



tfr. 43. 

RICHTERSPRUCH EINES BISCHOFS. 

luv. Nr. 3. 

Papyrus H. 27 Br. 14 cm. Hermupolis (?). 4. Jhd. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 3.) 

Die Provenienz des Papyrus aus Hermupolis ist nicht absolut sicher, immer- 
hin aber deswegen wahrscheinlich, weil er mit andern sämtlich von dort stammenden 
Stücken zusammen erworben worden ist. Die Altersbestimmung beruht auf dem 
Schriftcharakter. 

(PaQfiov&i LT] sv xcb Ttvkcbvi xrjg %[ad\\oXc- 

xfjg ixxXrjöCag xrjg vitb üXovöiavbv ixidipiG)- 

xaxov 87t(öK07tov. Aiixr\g ysvo^ievrjg [lexcc- 

|i> SarjöLog aeiTtccQ&^evojv xcci xcbv xXrj- 

Qo\y\6iiG)v BrjtfccQiCDVog [xb öisx]rjxixb[v ti\qo6- 

sdofrrj VTtb xov cc(yxov) STtLöxÖTtov IJXovövavov 

diexijöavxog 7tao\ovxG)v\ /1io6x\o\q\18ov\ *T[ivl(d- 

vog ßovX(evxov) xal E . [ xov] xal 

[*H]Qcc%XeCov EI& [. . . xal . . .] . ov 

[. . .-]xov öiaxo\y\ov ädxs r\ xovg xXriQo\yo\{iovg 

[Byjö'jccQi'cjvog 7t[a]Q€veyxslv ndgxvoag x[oi)]g 

kXXiyyjovxag ®af}6iv Tteol a(paiQ86s\G)\g 
vi 

ßißXiwv %Q8[i6x]iaxcbv epg [y]svofL8vr]g v\ti] av- 

xrjg-, xal xavx[a] avxr\v slöevsyxslv 

rj avxrjv öqxo[v Sid^pvai ütsol xov [Lrjd[s][i£av 

äcpalQYi<jiv rtSTtoiridd'ai xal [d\vx(D jcdvxa 

xä S7tl vrjg oixdag xaxaXicp&svxa eig dvo 

{18Q7] xal x[rj]v {iev ®ccrjöiv sv {isoog 

. . s^aö&ai , xovg dl xXr}Qovö{iovg xb sxeoov 

li\e\Qog, xovxo ds ysviö&ai siöco xoiaxadog 

XOV CCVXOV &C(QllOvd'L. 



Nr. 43: Richterspruch eines Bischofs' aus Hermupolis(?). 



147 



lin ; 2 1. iitixi^mtaxov. lin. 3 1. diaitr\g: Ebenso in lin. 5 u. 7. lin. 1*0 rov 

nicht Artikel, sondern Schluß des Vaternamens. lin. 13 1. ^Qs[iar]LccvL'nmv (= ■ ftgictiaviTimv) ; 
der % gelesene Buchstabe ist korrigiert, außerdem vi darüber geschrieben. Nicht ganz sicher, 
aber wahrscheinlich. lin. 14 Hinter xr\g scheint ein korrigierter resp. getilgter Buch- 

stabe (g) zu stehen. lin. 16 1. cccpcciQSöiv. lin. 17 Vor sig ist wohl ein Verbum des 

Teilens (dicuQSia&ccL, peqL&ö&cci) ausgelassen. lin. 19 Nicht de^ocöftai. 

Mitteis-Wilcken. 

Am 18. Pharmuthi im Vorhof der unter Plusianos, dem ehrenwertesten Bischof, 
stehenden katholischen Kirche. In dem statthabenden Schiedsverfahren zwischen der 
Nonne Thaesis und den Erben des Besarion, wurde von dem genannten Bischof Plusianos 
als Schiedsrichter in Gegenwart des Eatsherrn Dioskorides, Sohnes des Hymnion und 
des E . . . alias Herakleios, Sohnes des Eith .... und des Diakons .... der Schieds- 
spruch abgegeben dahin, daß entweder die Erben des Besarion Zeugen beibringen sollen, 
welche die Thaesis überweisen der Wegnahme christlicher Bücher als von ihr ge- 
schehen und sie (dann) dieselben zurückstellen solle, oder daß sie selbst einen Eid 
ablegen soll, daß keine Wegnahme vollzogen worden ist und daß so alles das im 
Hause Unterlassene in zwei Teile ^geteilt werden) und die Thaesis den einen Teil 
haben soll, die Erben aber den andern, dieses aber geschehen soll innerhalb des 
30. desselben Pharmuthi. - 

Diese in vulgärer, wenngleich nicht unschöner, Schrift geschriebene Urkunde 
ist von hervorragendem Interesse dadurch, daß sie die älteste uns überlieferte 
Anwendung der Episcopalis audientia enthält, Die gesetzlichen Bestimmungen 
über dieselbe und ihre geschichtliche. Entwicklung sind erörtert bei Bethmann- 
Hollweg C.-Pr. 3, 112 ff.; Löning Gesch. d. deutschen Kirchenrechts 1,260 f., 289 f. 
Die vorliegende Urkunde, welche lediglich die Urteilsausfertigung enthält, läßt 
über die Voraussetzungen des Verfahrens nichts Näheres erkennen; ob also die Zu- 
ständigkeit des bischöflichen Gerichts begründet war durch Einverständnis beider 
Parteien (Kompromiß) oder, was nach der ersten der sog. Sirmondschen Konsti- 
tutionen (a° 331), sofern man ihre Echtheit nicht bezweifelt, für die Zeit von 
331— 398 *) auch als möglich anzunehmen wäre, durch einseitige Provokation einer 
der Parteien, bleibt dahingestellt und sicher ist nur, daß nicht etwa die Thaesis 
als Nonne einen ausschließlichen geistlichen Gerichtsstand hatte, denn dieser ist 
erst durch Justin. Nov. 79 begründet worden. 

Der Rechtsstreit ergeht über den Nachlaß eines nicht näher bezeichneten 
Besarion zwischen der Nonne Thaesis und seinen „Erben". Dabei ist freilich nicht 
auszuschließen, daß die Thaesis selbst als Erbin in Betracht kommt und der Aus- 
druck %XriQov6iioi nur soviel besagen soll als: „die übrigen Erben". Doch kann 

1) Denn im Jahre 398 ist dieses aufgehoben worden C. J. 1, 4, 7, wenn es galt; wer die 
zitierte Sirmondsche Konstitution als unecht betrachtet, hat in dem bezeichneten Gesetz 
lediglich die Abstellung, von Mißbräuchen zu sehen. 

19* 



148 



Nr. 43: Richterspruch eines Bischofs aus Hermupolis(?). 



Thaesis auch als Vermächtnisnehmerin oder Miteigentümerin in Frage gestanden 
haben, wobei freilich das letzte wegen des Ausdrucks *rä eitl vrjg oLxelag xcctcc- 
Xi(p&svta\ lin. 17, die geringste Wahrscheinlichkeit für sich hat. Nicht ersichtlich 
ist, wer Kläger, wer Beklagter ist. Der Thaesis wird vorgeworfen, sie habe dem 
Nachlaß „christliche Bücher" entnommen. Der Bischof entscheidet: der Nachlaß 
wird in zwei (gleiche) Teile geteilt; ob die Bücher in denselben einzubeziehen 
sind, wird von einem Beweisverfahren abhängig gemacht. 

Die Ordnung des letzteren ist von prozeßgeschichtlichem Interesse bezüglich 
der Frage, ob bereits das römische Recht einen Reinigungseid gekannt hat. Die 
Anwendung desselben ist hier bestritten; denn so wenig es zweifelhaft ist, daß 
dem Probanten schon im römischen Prozeß vom Richter ein Ergänzungseid 
auferlegt werden konnte, so wenig wollte man sich aus den bisher bekannten 
Quellen beweisen lassen, daß, wenn der Probant nichts bewiesen hatte, der 
Richter doch (natürlich vorausgesetzt, daß wenigstens Verdachtsgründe vorlagen) 
dem Probaten noch zumutete, sich eidlich gegen die behaupteten Tatsachen 
zu verteidigen. 1 ) In die Erörterung dieser älteren Quellen soll hier nicht ein- 
getreten werden; jedenfalls wird in dem vorstehenden Papyrus der Reinigungseid 
gehandhabt. Denn zunächst sollen die „Erben" hinreichende Zeugen für die Fort- 
schaffung der Bücher beibringen; wenn dies aber nicht geschieht — das ist 
offenbar der Sinn der Alternative c i) — i)' — , so soll Thaesis einen Eid ablegen, 
daß nichts weggenommen worden ist. Legt sie ihn nicht ab, so soll sie jeden- 
falls (obwohl das nicht ausdrücklich gesagt ist) als überwiesen gelten. Daß diese 
Verwendung des Eids keine Singularität der bischöflichen Schiedsgerichtsbarkeit, 
sondern nur die Anwendung eines allgemeinen Gedankens ist, kann dabei wohl 
mit Beruhigung angenommen werden. 

Nach lin. 20/21 soll die Durchführung des Zeugenbeweises, resp. Eides- 
abiegung geschehen f eitim tQLaxocdog tov avtov Q)aQiiov&iS Diese Zeitbestimmung 
ist zweideutig; sie kann eine Präklusivfrist bedeuten, oder auch, nach einem 
neuerdings als möglich bewiesenen Sprachgebrauch 2 ), einen Termin. Letzteres . ist 
sachlich das Wahrscheinlichere; es liegt nahe zu glauben, daß Plusianos, indem 
er den gegenwärtigen Termin aufhebt, den Tag der Schluß Verhandlung nicht bloß 
innerhalb einer Außerstgrenze einschließt, sondern genau bezeichnet. 

In lin. 1 sind von %\a^]ph\%rig das o und l nicht voll erhalten, können jedoch 
als sicher gelten. Daß demnach die Kirche des Plusianos als xad , ofo%tf bezeichnet 
wird, ist ein neuer Beleg für diese Anwendung des Terminus auf einzelne Kirchen 
in Ägypten (vgl. Crum in Proceedings of the Soc. of bibl. archaeol. 1905, 171 fg.). 



1) Das in Betracht zu ziehende Quellenmaterial und die Literatur der Frage bei Glück 
Erläut. der Pand. 12, 380. 

2) Vgl. Kipp Lit. Den. 234 fg.; Mitteis 0. P. E. 1, 95; Gradenwitz Z. Sav.-St. 16, 115 fg.; 
vgl. noch Hesky bull, dell' Istit. 16, 129; aber auch Zanzucchi ebenda 303. 



Nf. 44: Kaiserliches Reskript. 



149 



Ein Bischof Plusianos endlich ist für das 4. Jhd. bezeugt; v. Gebhardt ver- 
weist mich auf Smith and Wace Dictionary of christ. Biography 4, 421 ; vgl. 
Tillemont, mem. pour servir ä l'hist. eccl. des six premiers siecles (1713) 8,658,664. 
Die Identität mit dem hier genannten bleibt dahingestellt. 

tfr. 44. 

KAISERLICHES RESKRIPT. 

Inv. Nr. 530. 

Papyrus H. 23 Br. 70 cm. Herkunft unbekannt. 4. Jhd. p. C. 

Unterer Rand abgebrochen, ebenso die linke Seite. 

Die Rolle enthält gegenwärtig drei Columnen; die Breite der ersten, welche links 
abgebrochen ist, läßt sich nicht bestimmen, muß aber sehr beträchtlich und 
viel größer als die der beiden folgenden gewesen sein. Denn da in lin. 2 
der Singular ro\y\ itdyxa vsLxöbvzog ßaötkecog zeigt, daß im vorhergehenden 
zunächst nur ein Kaiser, wahrscheinlich durch Anführung eines Reskripts 
von ihm genannt war, so kann das später verlesene Reskript von Diokletian 
und seinen Mitregenten, dessen Anführung an dieser Stelle der Schluß *rwv 
'EiticpaveötaxcQv KcciGccqcöv' beweist, erst in lin. 3 zitiert worden sein. Die 
Anführung ihrer Namen und Titel erfordert aber bedeutenden Raum. 

Der Charakter dieser Urkunde ist nicht unzweifelhaft. Man kann daran 
denken, sie anzusehen für das Protokoll über eine amtliche Verhandlung, in 
welcher ein kaiserliches Reskript, u. zw. von Diokletian und v seinen Mitregenten, 
zur Verlesung gelangt. Für diese Diagnose und dagegen, daß etwa eine bloße 
schriftliche Erledigung einer Behörde auf eine erstattete Eingabe vorliegt, könnten 
mehrere Umstände geltend gemacht werden. Vor allem wären die (wiederholten) 
Worte In Deo aeterno, welche darauf hindeuten sollen, daß eine Verlesung be- 
ginnt, in einem schriftlichen Bescheid gänzlich unangebracht. Dazu treten zwei 
allerdings nur adminikulierende Beobachtungen. Einerseits ist die Wendung 
ütQovoov(isvrjg %r\g rd^scog Col. I lin. 5, welche offenbar zusammenhängt mit der 
Parteibitte ^r^icbv axovtiai' passender, wenn schon eine Verhandlung vorlag, in 
der unmittelbar auf eine Entscheidung und deren Vollzug durch das Officium 
magistratus angetragen wurde, als wenn erst die Bitte um Einleitung des Ver- 
fahrens gestellt wurde. Anderseits entspricht die äußere Gestalt des Papyrus — 
breite Rolle — am besten der Form, in welcher Protokolle aufgesetzt wurden; 
Eingaben können zwar auch diese Form haben, wenn ihr Umfang es erfordert 
(z. B. Nr. 33), aber eine so weitgehende Raumverschwendung wie dieser Papyrus 
sie zeigt, ist bei einer Eingabe nicht recht wahrscheinlich. — Indessen bestehen 



150 



Nr. '44: Kaiserliches Reskript. 



gegen die Deutung der Urkunde auf ein wirkliches Verhandlungsprotokoll auch 
große Bedenken. Auf der Rückseite steht: [Haec] sententia ubicuni[que servabitur]. 
Das wäre bei einem Urteil zwar nicht unerklärlich (es würde bedeuten, daß das 
Urteil promulgiert werden soll), aber es wäre doch seltsam, daß es auf die Rück- 
seite des Protokolls geschrieben würde. Vor allem aber wäre das entsetzlich 
schlechte Latein, das die Col. II aufweist, in einem Amtsprotokoll kaum begreiflich. 

Aber freilich spricht dieser letztere Umstand gleichzeitig sehr gegen die An- 
nahme, daß wir eine unmittelbar aus einer Kanzlei stammende Erledigung vor 
uns haben. Meines Erachtens ist aus der elenden Fassung, in welcher das 
Reskript vorliegt, zu schließen, daß es sich überhaupt um eine private Arbeit 
handelt. Das Reskript richtet sich an die Synodus xysticorum et. thymelicorum. 
Ich möchte vermuten, daß diese hier eine Amtsurkunde, die für ihre Verhältnisse 
wichtig war, hat vervielfältigen lassen. Diese Urkunde war vermutlich doch ein 
Verhandlungsprotokoll; das aus dem Indorsat c [Haec] sententia ubicum[que serva- 
bitur]' oben abgeleitete Bedenken zerfällt von selbst, wenn man annimmt, daß 
dieses Indorsat erst vom Verein selbst beigesetzt worden ist. Vielleicht ist 
übrigens auch das zweimalige In Deo aeterno erst von dem privaten Abschreiber 
beigesetzt worden. Diese Einleitung ist ja in der christlichen Zeit ganz regel- 
mäßig im Mund von Privatpersonen (vgl. Consult. vet. jur. consult. [coli. lib. jur. 
antejust. ed. Krüger Mommsen Studemund 3, 203 ff.]) 5, 1 : c In Dei nomine quid 
tractari äebeaV, 6, 1 c Iuvante Deo quid tractari debeat')] in einem amtlichen Protokoll 
würde sie etwas auffällig seih. 

Unklar bleiben in Col. I lin. 7 die Worte Leonti[. . .' bas. Vor Leonti[ 
ist freier Raum, ebenso vor . bas. Allerdings kann die Schrift stellenweise voll- 
kommen abgescheuert werden, aber es ist nach dem Augenschein doch kaum zu 
glauben, daß das hier geschehen ist. Dieselbe Frage wiederholt sich bei der nächsten 
Zeile. Denkbar ist, daß der Kopist hier verschiedenes nicht hat lesen können 
und darum die Stellen offen gelassen hat, was sich auch unten wiederholt. Im 
übrigen würde man bei jenen Worten am ersten an die Konsulardatierung denken 
und das — bas aus einem Consulibus erklären, wovon der Kopist den ersten Teil 
gar nicht und den Schluß falsch gelesen hätte. Aber ein Konsulat, in welchem 
ein Leontius vorkommt, ist für die diokletianische Zeit nicht bekannt; man müßte 
also annehmen, daß hier ein in den Konsularlisten nicht überliefertes Cognomen 
vorliegt. 

Was das Alter des Stückes betrifft, so verweist die Schrift auf das vierte 
Jahrhundert, womit auch die Worte rov ita\y\xa veLxavrog ßatfilscng übereinstimmen, 

Der Inhalt des in Col. II — III mitgeteilten Reskripts ist keineswegs neu; er 
deckt sich nämlich im wesentlichen mit einem gleichfalls von Diokletian und 
Maximian stammenden Reskripte über die Privilegien der Athleten, C. Just. 10, 54, 1, 
wobei man nur auf die barbarischen Entstellungen des Papyrus und die bei der 
Aufnahme in den Kodex erfolgten Kürzungen Rücksicht nehmen muß. Im Cod. 



Nr. 44: Kaiserliches Reskript 



151 



Just, lautet das Reskript so: c Impp. Diocletianus et Maximiänus AA. ei CC. Her- 
mogeni. AtJdetis ita demum si per omnem aetatem certasse, coronis quoqite non 
minus tribus certaminis sacri, -in quibus vel semel JRomae seit, antiquae Graeciae, 
merito eoronati, non aemulis corruptis ae redemtis pröbentur, civilium munerum 
tribui solet vacatio.' (Sine dato.) Der Inhalt beider Reskripte hat also so viel 
Ähnlichkeit, daß man fast an Identität glauben möchte.- Dennoch liegt diese 
keineswegs yor. Zunächst steht ihr schon die Verschiedenheit der Adresse be- 
stimmt entgegen; auch ist es im Grunde selbstverständlich, daß Reskripte gleichen 
Gegenstandes einen stereotypen Inhalt bekommen mußten. Auch gibt es im 
Inhalt der beiden Kabinetsschreiben doch gewisse Divergenzen, auf welche unten 
zurückzukommen ist. 

Das Reskript des Papyrus richtet sich an die Synodus thymelicorum et xysti- 
corum. Solche avvodot der Bühnenkünstler und Athleten gab es bekanntlich im 
ganzen Reich, eine Anzahl der auf die Xystici bezüglichen griechischen Inschriften 
sind bei Dittenberger, Syll. Or. 2 zu Nr. 715 zusainin engestellt; die alexandrinische 
insbesondere, auf welche wahrscheinlich unser Papyrus sich bezieht, ist genannt in 
einer von Mime publizierten Inschrift, Journ. of hellen, stucl. 21 (1901) S. 283 Nr. VI 1 ) 
(Dittenb. 1. c. Nr. 713). Im Gegensatz zu C. 8, 54, 1, wo bloß von den Athleten 
die Rede ist, bezieht der Papyrus sich gleichmäßig auf diese und die Thymelici. 

Beide Reskripte setzen die Bedingungen näher fest, unter denen die offenbar 
im Übermaß in Anspruch genommene Immunität der Xystici et Thymelici (auf 
welche unter den Papyri auch P. Oxy. 1, 59 sich bezieht), allein platzgreifen soll. 
Verlangt wird 1) lebenslängliche Betätigung in diesem Beruf, 2) die Erlangung 
wenigstens dreier Coronae — der Kopist des Papyrus hat c Coronas' nicht lesen 
können und unter Freilassung des Raumes für die ersten Buchstaben den Schluß 
mit c aras' geschrieben, 3) nach dem Kodex müssen die siegreich bestandenen 
certamina c sacra ? sein, das sind Spiele, die von Reichs wegen veranstaltet werden 
und wo - der Sieg auch eine staatliche Pension einbringt 2 ) und von diesen muß 
mindestens eines in Rom oder in der * antiqua Graecia^ 6 ) gewonnen worden sein. 
Im (richtig gelesenen, s. unten) Papyrus entspricht dem certamen sacrum wohl 
das certamen nobile (Col. II lin. 11), nicht das certamen ex n[umine n]ostro 
(Col. II lin. 12), das zwar an sich mit sacrum identifiziert werden könnte, hier 

.1) Über die ägyptischen Vereine überhaupt vgl. neuestens Otto, Priester u. Tempel 1, 165—170. 

2) Dio Cass. 51, 1 ccymvcc (nazedsi^sv) Isqov , ovtco yccQ rovg tr\v aitr}6iv fyovtccg 6vo{Ld^ov6i ; 
(aus der Sammlung E. R. sind soeben von Wessely Stud. z. Palaeogr. und Pap. -Kunde 5 S. 21 ff. 
mehrere Eingaben veröffentlicht worden, wo es sich um diese Pension handelt). Vgl. Führer 
durch die Ausstellung der P. E. R. Nr. 283 S. 84. Gleichbedeutend mit hgog ist äycov slösXaöuxog 
(Plin. rel. 10, 118, 119). Vgl. Mommsen R. Gr. V 264 f. — Damit hängt bekanntlich der Ausdruck 
c hQOviY.r\g' > zusammen. Vgl. Erläut. zu Nr. 18 lin. 3. 

3) Hierunter versteht Cuiaz ad C. 8, 54, 1 opp. ed. Prat. 10, 179 Spiele in Großgriechen- 
land ; es ist aber wohl an Spiele auf dem Boden des klassischen Griechenland zu denken, welche 
noch immer in besonderen Ehren standen. 



152 



Nr. 44: Kaiserliches Reskript. 



aber den städtischen und altgriechischen Spielen koordiniert ist, während das 
sacrum einen auch, diese letzteren mitumschließenden Oberbegriff bildet; offenbar ist 
unter dem c. ex n[umine n]ostro die auf spezielle Anordnung veranstaltete Separat- 
vorstellung zu verstehen, deren im Kodex nicht mehr Erwähnung geschieht. 
Übrigens hat anscheinend der Kopist sich an dieser Stelle wieder verschrieben; 
urbicae victoriae .... comoediam certamine constitutorum gibt keinen Sinn und 
es ist etwa zu lesen: urbicae victoriam comoediae <(vel)> certaminis constituram sq. 

Bedingung der Immunität ist nach der Fassung des Kodex, daß der Sieg 
nicht durch Abkartellierung mit den Konkurrenten vermittelt worden ist. Im 
Papyrus ist das nur zu finden, wenn man darauf die Schlußworte Col. III lin. 1 — 3 
bezieht. Diese sind freilich schwer mit Sicherheit zu deuten. Ganz sinnlos ist 
pro sessione; auch die Emendation professione hilft nicht. Ein Vorschlag von 
0. Hirschfeld: con | cessione zu lesen, ist sehr ansprechend; allerdings ist die Stelle 
auch dann noch schwierig. Ich erinnere dabei zunächst, daß concedere immerhin 
die Bedeutung von „sich abkartellieren lassen" haben kann: Cato de agric. 144, 13 
f ne quis cohcedat, quo olea legunda et faciunda carius locetur\ Der Passus 
wäre dann etwa so zu lesen: nisi haec persona aemulorum concessione privilegii 
speciem (d. h. ein Scheinprivileg) in se provocaverit. Woher aber das sub und das 
parentium kommt, bleibt unerklärlich. Es gibt aber noch eine andere Auffassung 
dahingehend, es sei ein Vorbehalt zu Gunsten einer etwaigen concessio parentium, 
d. h. eines dem gegenwärtigen entsprechenden (subaemulus) Spezialprivilegs (pri- 
vilegii species) der kaiserlichen Vorfahren (vgl. parentes in Col. II lin. 5) gemacht. 
Bei dieser Deutung kann man alle Worte retten, auch das sub als eine Kompo- 
sition von aemulus (subaemulus, allerdings sonst m. W. nicht nachweisbar). 
Freilich ist die Wiederkehr des auch im Kodex sich findenden Wortes c aemulus' 
ein starkes Impelle, das Wort beidemal im gleichen Sinn zu nehmen. Anderer- 
seits aber gewinnt man mit dieser Auffassung eine Anlehnung an das in lin. 10 
stehende: Non nova corruptela et suscriptio (1. subscripto) interveniente. Dieses 
letztere scheint zu sagen, es sollen derartige Immunitäten nicht, was jetzt einzu- 
reißen beginne (nova corruptela) auch an Nichtsieger durch einfache auf Suppli- 
kation hin erteilte kaiserliche Subskription hin gewährt werden, wobei jedoch in 
den Schlußzeilen die derartigen Konzessionen früherer Kaiser aufrecht erhalten 
würden, womit auch lin. 3 — 5 übereinstimmen möchten. 

Zweifelhaft ist endlich, ob in lin. 14 vor huiusmodi ein non zu ergänzen ist 
oder nicht. Im ersteren Fall würden die Personen, welche c non huiusmodi bene- 
ficio remunerare placuit' eben die Bewerber sein, welche keinen Siegespreis auf- 
zuweisen hätten und remunerare hätte also die Bedeutung verdienter Entlohnung. 
Andernfalls wäre mit beneficio remunerare die gnadenweise Erteilung des Privilegs 
gemeint und gesagt, daß diese (in Hinkunft) nicht gelten solle. Grammatisch 
scheint mir die erstere Auslegung weit ansprechender, die letztere sogar kaum 
zulässig, es müßte sonst placuerit heißen. 



Nr. 44: Kaiserliches Reskript. 



153 



Col. I. * 

] . [ ]•[••]•[ ] • °l l£V ccrtocp&ösig 

].[..]. &m •[•••]• ov 79[#] ^4\y\ta vsM&vTog ßuöilemg 
].[.].. Tcbv 'ETtiipaveöTdtcov KcaöccQGJV aita- 

\yoQEVE6&ui(T) ].[ ] . . . cov rmGbv äxovticu Kai TtQOötd^ai avrbv 

^\ar]d\hv\ ovv Bvo%Xel6^ai TtQovoov^isvrjg tr\g ra^scog. 5 

] . u . [ ] . . . se u . [. . . t]ot sunt privilegia quae recitare 

] do . [ ]set id[. .] . [.] utetur susceptus tuus. 

7 7 7 7 7 7 

Leonti[. .] . bas I[n] De[o a]ete[r]no 
atem u .[..]. . In Deo aeterno 

Col. IL 

Impp. Diocletianus et Maximianus Augg. et Constantius 
et Maximianus nobb. Caess. 

Ad synodum xysticörum et thymelicorum et ividem. Familiä- 
re nobis, praerogativas integras inlibatas servare quas diyorum 
parentorum (sie) Augg. constitutiones in suos (sie) quibusquae (sie) concedunt. 5 
Sed ne sub specie coronaruin declinandi munera eivilia potes- 

tas omnibus detur, 

ideo ad praeces vestrasdato scribto declaramus ei (sie) dem (sie) a muneribus 
civilibus 

personalibus immunitatem iure competere qu[i] per omne te[m]pus aetatis 
suae certaminibus adfuisse non nova corruptela et suscriptio (sie) interve- 10 
niente non minus quam aras (??) certaminis nobilis retulerint 

in quibus vel urbicae victoriae vel antiquae Graec[ia]e vel ex n[umine njostro 

comoediam certamine constitutorum no[ ]a[. .] . nec et[ ] 

quae species privileg(ii) intra personam eorum quorum i . . [. . . non h]uius- 
m[odi] 

beneficio remunerare placuit const neeuit ut iu[sti]us persuasum 15 
[habe]an[t] a[. .] . . . o . . [ ] . . . a . [.] . . huiu[smo]di pe[rso]na [...].[ ] . 



Leipziger Papyri. I. 



Es fehlen 1—2 Zeileu. 



20 



154 



Nr. 44: Kaiserliches Reskript. 



i Col.III. 

nisi haec persona sub aemula pro (sie) 
sessione pa[r]entium [p]riv[i]Leg(ii) spe- 
ciem in se provoeaveri { n } t. 




Verso: 

(2. Hand.) [Haec] sententia ubicum[que servabitur]. 

Außerdem Schriftspuren. 

Col. I lin. 1 Yon den punktierten Buchstaben nur unbestimmbare Reste erhalten. 

lin. 2 Vielleicht ftsig. lin. 4 Z A. vielleicht ].[ allenfalls auch v[o\toiv. 

lin. 7 id[. .]m oder idj\ .]n möglich. lin. 8 Vor Leonti[ freier Raum, ebenso vor . bas. 

Col. II lin. 3 ividem ganz sicher; 1. ibidem. lin. 5 1. parentium und suis quibusque. 
lin. 8 scrib.to = rescripto. — ei dem wohl verschrieben für eis dem(um). lin. 10 1. sub- 

scriptione. lin. 11 Es stand vielleicht quam III (oder sonst eine Ziffer oder Zahl) Coronas, 
und der Schreiber konnte den Mittelteil gar nicht und den Schluß nur falsch (in aras) lesen, 
lin. 10/11 Anakoluth. Zu adfuisse fehlt etwa doceantur. lin. 153 constitutorum 1. constituram? 
lin. 15 1. nequit. Hinter const freier Raum für drei Buchstaben. Zu ergänzen ist jedenfalls 
constare; der Schreiber konnte den Schluß nicht lesen. 

Col. III lin. 1 — 2 Doch wohl verschrieben für con- cessione (0. Hirschfeld). 

Col. I lin. 6/7 Wenn, wofür die überwiegenden Gründe sprechen (oben S. 150), 
hier ein Ausspruch während einer schwebenden mündlichen Verhandlung vorliegt, 
von deren Protokoll die Urkunde eine Kopie ist, so werden hier abweichend von dem 
in Nr. 38 und 40 beobachteten Prinzip auch die Worte des Vorsitzenden lateinisch 
wiedergegeben. Dieselbe Erscheinung findet sich in dem jüngst von Jouguet und 
Collinet wiedergegebenen Verhandlungsprotokoll Ärch. 3, 340 fg. lin. 11 — 13. 

Col. II lin. 3 et ividem (= ibidem) ist in ähnlichem Sinn gebraucht wie post 
alia u. ä. und deutet an, daß von dem Reskript ein nicht zur Sache gehöriges 
Stück weggelassen ist. * 



VE RWALTUNG SAKTE N 



20* 



Nr. 45. 



GESTELLUNGSBÜRGSCHAFT. 

Inv. Nr. 392. 

Papyrus EL 26 Br. 12% cm. Panospolis (?). 
Cursive. Unveröffentlicht. 

Dieses und die nachfolgenden Stücke bis einschließlich Nr. 56 enthalten Ge- 
stellungsversprechen des Verwaltungsrechts; sie sind hier chronologisch geordnet 
worden, obwohl diese Anordnung nicht ganz der inneren Verwandtschaft der 
einzelnen Stücke entspricht. 

Die Mehrzahl von ihnen enthält sogenannte .Gestellungsbürgschaften, d. h. 
die Zusage für die Stellung einer anderen Person zu sorgen. Hierher gehören 
Nr. 45 — 51 und 54 — 56. Dagegen enthalten die Nrn. 52 und 53 Gestellungs- 
versprechen im eigenen Namen/ d. h. die Zusage, sich selbst zu einem bestimmten 
Zweck zu gestellen. Der Grund, warum in den beiden zuletzt genannten Fällen 
von der Bürgenstellung abgesehen und dem Pflichtigen ein rein persönliches Ver- 
sprechen des pünktlichen Erscheinens verstattet wurde, ist nicht ersichtlich; denn 
es handelt sich in beiden Fällen genau um dasselbe wie auch in den übrigen Ur- 
kunden, und auch die Personen, welche in dieser Weise kavieren dürfen, sind, so- 
viel wir zu sehen vermögen, vor den .Stellungspflichtigen der anderen Fälle in 
keiner Weise ausgezeichnet. 

Die Person, welche das Gestellungs versprechen — Bürgschaft oder persön- 
liche Zusage — entgegennimmt, ist mit Ausnahme von zwei Fällen — Nr. 54, 
welches übrigens vielleicht nur eine scheinbare Ausnahme ist, weil hier der Name 
dieser Person verloren ist, und Nr. 56 — der Offizial oder Benefiziarier der td^ig 
rjy£[iovtag Srßaidog Flavios Isidoros. Oder genauer genommen in mehreren Fällen, 
nämlich Nr. 47 — 53, Isidoros begleitet von einem zweiten Offizial, namens Theo- 
doros, wie wir dieses Zusammenarbeiten zweier Offiziale auch in Nr. 64 lin. 1 fg. 
finden. Die Urkunden, wo Isidoros und Theodoros zusammen erscheinen, gehören, 
soweit sie genau datierbar sind (Nr. 47 — 51) zeitlich dem Mesore 372 und 
räumlich den Städten Hypselis und Ptolemais (letzteres nur Nr. 50) an, dagegen 
sind auf Isidoros allein gestellt Nr. 55 (undatierbar) aus Diocletianupolis und 
Nr. 45, 46 (Panospolis a° 371). Es ist klar, daß beide Gruppen aus verschiedenen 



A° p. C. 371. 



158 



Nr. 45: Gestellungsbürgschaft aus Panospolis(?). 



Zeiten herrühren. Im übrigen deutet die immer wiederkehrende Nennung des 
Isidoros darauf hin, daß auch dieser Urkundenkomplex einem Archiv der genannten 
Persönlichkeit entstammen wird. 

Die Papyri beziehen sich, wie bereits angedeutet wurde , auf Angehörige ver- 
schiedener Städte, Panospolis, Hypselis, Ptolemais, Dorf Pesla, Diocletianupolis ; 
ich habe es für richtig gehalten, die Orte, denen die Stellungspflichtigen Personen 
angehören, auch als Herkunft der Papyri zu bezeichnen. An sich wäre es ja 
denkbar, daß die betreffenden Urkunden anderswo aufgesetzt worden wären, aber 
durchschlagende Gründe machen es wahrscheinlich, daß sie jeweils am Wohnort 
der Kaventen errichtet sind und also der oder die Offiziale in ihrem Bezirk her- 
umgereist sind, um die Kautionen aufzunehmen. Einerseits erklärt es sich nur 
so, daß in den auf bestimmte Orte bezüglichen Stücken (s. o.) immer zwei Offiziale 
auftreten, an anderen nur einer; andererseits lautet in gewissen Urkunden (Nr. 48 
— 53, 55) das Versprechen auf Erscheinen bei der ta%ig riys^iovlag es ist klar, 
daß sie nicht an dem Orfc ausgestellt worden sein können, wo diese ihren Sitz 
hatte, also von verschiedenen Orten herrühren werden, und das führt von selbst 
zu obiger Annahme. 

Die sachlichen Gesichtspunkte, welche in den Urkunden hervortreten, sind 
folgende: 

1) In Nr. 45 und 46 handelt es sich um sTtt^sXrjtal etfO^tog. Damit ist 
zweifellos (vgl. Nr. 60 lin 5 : eTtt^ieXrirov anHJtog ötQarccjrLKTjg) gemeint die Cura 
militari s vestis, von welcher des näheren der Titel 7, 6 des Cod. Theod. handelt. 
Sie besteht darin, die den Gemeinden obliegende Steuer an Monturen für die 
Soldaten (d. h. die fortissimi milites, Liniensoldaten, im Gegensatz zu den iuniores 
oder tirones und gregarii C. Th. cit. lin. 5, vgl. hierzu unten Nr. 64 lin. 2), zu- 
sammenzubringen. Näheres,« insbes. auch die Angabe der literarischen Quellen zu 
diesem Punkt, s. im Kommentar des Gothofredus zu C. Th. h. t. 1. 1 und C. Th. 12, 6, 
ferner bei Marquardt-D es sau-Dornaszewski St.-Verw. 2, 232 fg. Außerdem bieten 
die unten als Nr. 59 und 60 veröffentlichten Papyri gute Illustrationen; sie nennen 
als Gegenstände der Steuer %Xcc[ivdeg, öxiyaqia und TtdXXta. Man kann dies letztere 
insofern auffallend finden, als nach einem aus dem Jahr 377 stammenden Gesetz 
(C. Th. 7, 6, 3) gewöhnlich angenommen wird, daß diese Abgabe in Ägypten 
adäriert gewesen ist; über die Behebung dieses Widerspruchs s. Einl. zu Nr. 59. 

'EjaiieXsLcc ist offenbar die Ubersetzung des lateinischen „Cura" und demnach 
eine Liturgie (u.zw. eine einjährige C. Th. 12, 6, 11). Zwar macht sich in der 
zweiten Hälfte des vierten und im Anfang des fünften Jahrhunderts die Tendenz 
bemerklich, die Dekurionen von der Eintreibung der Steuern wenigstens teilweise 
zu entlasten und mindestens die Erhebung gewisser Steuern den dazu wohl auch 
tauglicheren (et re et fide idoneos C. Th. 12, 6, 9) Berufsbeamten zu überweisen; 
doch beziehen sich — das Verordnungsmaterial ist hier freilich sehr unvollkommen 
überliefert — die betreffenden Konstitutionen nur auf bestimmte Diözesen oder 



Nr. 45 : Gestellungsbürgschaft aus Panospolis(?). 



159 



gar Provinzen; wir sehen diese Tendenz besonders bei der Susceptio specierum 
C. Th. 12 ? 6 ; 5; 7. (Näheres über die Frage bei Gothofredus Paratitl. zu C. Th. 
12, 6.) Jedenfalls ist die Cura vestis, wie unsere Papyri zeigen, in Ägypten von 
dieser Änderung noch nicht betroffen, wie sie auch in Afrika erst i.- J. 412 den 
Gemeinderäten abgenommen wurde (C. Th. 12, 6 ; 31 ; vgl. 1. 4 eod.). 

Übrigens muß man nicht gerade annehmen, daß der Epimelet die Steuer von 
den Steuersubjekten in eigener Person einzutreiben hat; vielmehr ist er hierin 
von Hilfsorganen (aTtaixrjxccC; über die e^&xxoQBg 1 ) dagegen vgl. Erläut. zu Nr. 64 
lin. 9) unterstützt worden; vgl. Mommsen zu C. I. Lat. 3 n. 352 S. 67 fg., Wilcken 
Ostr. 1, 630 verb. mit 609, 618. - — Seine Aufgabe ist also mehr die, das für die 
Gemeinde vorgeschriebene Steuerkontingent auf die einzelnen Köpfe aufzuteilen, 
den dotatxrjxai die Einhebungsbezirke zuzuweisen und die von ihnen erhobenen 
Beträge zu sammeln und abzuliefern. 2 ) Dementsprechend erhalten die h7ti^Xr\xai 
von der Staatsbehörde den Hebungsauftrag, Bvxayiov, s. Einl. zu Nr. 58. Die 
Ablieferung scheint nach einigen unserer Urkunden direkt in Alexandrien zu ge- 
schehen; so ist es in Nr. 58 und wohl auch den freilich ziemlich schwer verständ- 
lichen Nrn. 59, 60. Ähnlich erfolgt auch die Kleiderlieferung für die Gladiatoren- 
schule in Alexandrien an diesem Ort, Nr. 57. 

2) In Nr. 48 — 53 handelt es sich um %scpaXaiG)xaL Die Cephalaiotae sind 
auch genannt in C. Th, 11, 24, 6 und werden von. Gothofredus aufgefaßt als 
Exactores capitationis. 3 ) Die genaue Bedeutung des Ausdrucks muß jedoch da- 
hingestellt bleiben; da in Nr. 89 von einem KscpcdcucotYjg xccqöixccqlcöv und in 
BGU. 367 lin. 6, 22, V. lin. 2 von einem %scpalui&xrig xov avalw^iaxog die Rede 
ist, scheint der Ausdruck jedes Amt bezeichnen zu können, welches die Verteilung 
einer Abgabe auf verschiedene Köpfe, sei es nun in der Gesamtgemeinde, sei es 
innerhalb einer bestimmten Zunft, mit sich bringt. Richtig ist freilich, daß in 
den hier zu beprechenden Urkunden, wie auch in Nr. 40 Col. III lin. 17 von 
K8cpccXcu(DxaC ohne Beisatz gesprochen wird, und dies deutet wohl auf ein be- 
stimmtes Amt; es ist immerhin möglich, daß dieses sich auf die im engeren Sinn 
so. genannte Kapitation bezieht. Unzweifelhaft ist ferner die xecpccXccicoTLcc eine 

1) Einmal (Nr. öl lin. 3) wird einer der Bürgen i^dutaQ genannt; das ist natürlich reiner 
Zufall und seine Bürgschaftsleistung hat mit dieser Funktion nichts zu tun. 

2) In Nr. 62 I lin. 9 — 11 und 33 erfolgt auch die Ablieferung teilweise durch andere Per- 
sonen als den ^tto^skt^s, nämlich durch it-ccKTOQSs (s. Erl. zu Nr. 64 lin. 9). Natürlich ist auch 
direkte Ablieferung durch die ccitcavr\tal an die Staatskasse keinesfalls für ausgeschlossen zu 
halten. 

3) Wobei selbstverständlich ist, daß capitatio nicht etwa bloß die c. humana, sondern 
auch jede andere bezeichnet und insbesondere im Sinne des Gothofredus, welcher bekanntlich 
an eine eigentliche Kopfsteuer für die nachdiokletianische Zeit nicht geglaubt hat (comm. ad 
C. Th. 13, 10, 2), die erstere sogar ausgeschlossen ist. Vgl. hierzu für Ägypten auch Seeck in 
Pauly-Wissowa 3, 2 s. v. Capitatio p. 1519 , der hier wie in Afrika gleichfalls das Vorhandensein 
einer Kopfsteuer für die nachdiokletianische Zeit mit Bestimmtheit in Abrede stellt. 



160 



Nr. 45: Gestelllingsbürgschaft aus Panospolis(?). 



Liturgie, wie schon C. Th. cit. zeigt; doch ist der von Gothofred gebrauchte Aus- 
druck Exactor insofern cum grano salis zu nehmen , als die Tätigkeit dieser Leute 
ebenso wie die der iTtL^ElrjTal ed^Tjrog weniger in unmittelbarer Eintreibung 
als in der Oberverwaltung des bezüglichen Hebungsvorgangs innerhalb ihrer Ge- 
meinde bestanden haben wird; vgl. sub 1. 

3) Es fragt sich nun, zu welchem Zweck die STti^slrjral eö&yjrog und KscpalauataC 
sich zu stellen hatten. Sicher ist ; daß der Zweck nicht etwa die Übernahme 
des Amts ist, wie es in Nr. 54 und 55 für zwei andere unten zu besprechende 
Liturgien allerdings der Fall ist; denn sie haben, wie die Urkunden zeigen, alle 
ihr Dienstjahr schon hinter sich; ob es dabei mit letzterem Umstand zusammen- 
hängt, daß sie änb ustpalaicorcbv genannt werden (vgl. Erl. zu Nr. 14 lin. 3), wage 
ich nicht zu entscheiden. Ebensowenig ist es aber schlechthin wahrscheinlich, daß 
sie zur Ablieferung der Steuer geladen werden. Dagegen spricht schon der Um- 
stand, daß in einem Teil der Urkunden die Stellung bei der %&%ig erfolgen soll; 
die %&%ig ist aber keine Kasse. 1 ) Außerdem ist zu beachten, daß das Dienstjahr 
der Liturgen in der Mehrzahl der Fälle zu weit zurückliegt, um die Annahme 
einer erst jetzt erfolgenden Ablieferung zuzulassen. Nur in Nr. 45 und 46, wo 
im Mesore 371, d.h. in der 14. Indiktion gestellt wird wegen der 13., handelt 
es sich um das eben vergangene Jahr, und hier läßt sich ja an die bloße Ablieferung 
denken. Dagegen wird in Nr. 48, 50 und 51 in der 15. Indiktion geladen wegen 
der 13. resp. 12. (Nr. 51); in Nr. 49 gar in der 15. wegen der 11. Die meiste 
Wahrscheinlichkeit spricht also dafür, daß es sich, wenigstens in den letzteren 
Fällen, nicht um die Ablieferung selbst, sondern um die Verantwortung wegen 
Rückständen derselben oder erst nachträglich hervorgekommener Rechnungsdefekte 
handelt. Vgl. auch noch Einl. zu Nr. 58 a. E. 

4) Der Ort der Stellung ist nicht überall derselbe. In den Fällen Nr. 45 — 46 
sollen die Pflichtigen nach Alexandrien reisen, in den übrigen Fällen haben sie 
bloß bei der xa%ig rjysuovCccg @Y]ßai'dog zu erscheinen. Es ist gewiß kein Zufall, 
daß ersteres bei den h7Ci^Xr\xai io&Tjtog , letzteres bei den xscpcdccMDtai stattfindet; 
möglicherweise hängt ersteres damit zusammen daß für die Kleidersteuer Alexandrien 
der Lieferungsort ist, während die Capitatio in der Teilprovinz abgeführt wurde. 

Dabei ist zu beachten, daß für die Personen, welche nach Alexandrien reisen 
sollen, dem Offizial versprochen wird, daß sie dies tun * a[icc <5ol\ Wenn hier 
die gemeinsame Reise ins Auge gefaßt wird — mitunter wird noch gesagt 
ttTtoysivsG&al <5ov scog rov TteQcctog tv%ri dg %v\v 'Jls^dvögeiccv' u. ä. (Nr. 45, 46) — 
so haben wir für solche Reisen in Begleitung des Offizials bereits ein Spezimen in 

1) Über den Lieferungsort bei der iiti^iluoi ia&rjtog ist bereits oben gesprochen worden 
(sub 1) i. f.); wo die Capitation abzuführen war, sehen wir nicht. Das Kassenwesen, das für 
die frühere Kaiserzeit von Wilcken Ostr. 1, 641 ff. nach dem damaligen Stand des Materials dar- 
gestellt worden ist, bedarf insbesondere für die spätere erst einer eingehenden Untersuchung. 
Einzelne Andeutungen geben Nr. 62 und 63; s. Einl. zu Nr. 62 S. 191. 



Nr. 45: Gestellungsbürgschaft aus Panospolis (?). 



161 



P; Oxy. 1, 87, wo ein vavxXrjQog nach Alexandrien zu fahren hat ; er verspricht 
[6]fto/lo^K> ö[ivvg (so ist wohl zu lesen statt [v~\7toX6ycog ö{ivva)) [xbv] <58ßd<5\)biov 



Die Zuziehung des Beamten hat natürlich nicht den Sinn einer persönlichen Be- 
wachung; vielmehr hatte dieser bei der Untersuchung in Alexandrien jedenfalls 
den Standpunkt der Lokalbehörden gegenüber den Liturgen zu wahren, die er- 
forderlichen Dokumente bei der Zentrale vorzulegen, Informationen zu erteilen u. s. f. 

Im vorliegenden Stücke übernimmt Aur. Sempronios die Bürgschaft für Aur. 
Didyme, welche wegen der Cura vestimenti ihres Vaters verfolgt wird. Das Tages- 
datum liegt nicht vor und scheint auch nie vorhanden gewesen zu sein. Das ist 
um so mehr zu bedauern, als es dadurch erschwert wird, das Verhältnis dieser 
Urkunde zu Nr. 60 — allerdings vollkommen undatiert — festzustellen. Denn die 
Person und die Liturgie, um die es sich handelt, ist beidemal dieselbe. Es scheint 
jedoch, daß die nach unserem Stück für ihren Vater zur Verantwortung gezogene 
Didyme später die Kleider abgeliefert hat, und ich verstehe Nr. 60 als die Gegen- 
quittung für die Quittung, welche sie hierüber in Alexandrien erhalten und dem 
Flavios Isidoros zu ihrer Decharge vorgelegt hat. Vgl. Einl. zu Nr. 59. 




f Tjtars(ag xov ds6it[6x]o[y~\ rjn&v rQaxiavov xov 

8C3VLOV Avyov<5x\o\v t6 ß tcccI <DX(avCov) ÜQoßov xov 

Xa^bitQOxdxov 87t[a]Q%ov x[o\v lsqov TtgccixcoQLOV. 

&XavL(p 'IöidmQlm] bcp{fpiKiali(p) x\_a\%8(og fiys^iovCag 

®rjßcddog 7t(aQa) JyQrjXtov [U]e [tagen vfov Us^iJtQO)- 

vlov ttQ£,ayr\og] §[ o~\yX(svxov) nayb[g\ rtoXsag xr\g Xcc[i7tQO- 

xdx^g. e O[i(oX(yy(D) ofiyvg [i%o]vG[C](Dg %al ccv&sqccl- 

xeog 8vysy[v~]rj6&ai \_Av\QrjXCa(vy Aidvyuv 'Ay&o- 

vlov ditb IIay[bg] rt\_b]X[s]q>[g] xr\g Xa^iTtQoxdxrjg 

ti8&0X8v&8i6a\y\ vtteQ xov TtatQbg 'Acp&ovtov 

87Ct^i8Xrj[rov £]<?&['yji]vo[g~] XQid[%a\L§8%dxrig 

ivdm{ti6vog) %8X8y<5&\^£y,\ßa\y 6oi uuxUvai 

ixt xr\v Xa{irtoox[d]x[rf]v (irjXQOTCoXtv 

y.X8%dvdQ8LCc[v~\ 87t\_i] XCÖ CCVXYjV %aX 818VCCI 

sig xrjv a(yxijv) !äX[£]%dvd[o]8iccy [%aX\ avtoyal- 
vsö&ccC öo\y] Zwg 8ccy Ttagccxog xvpyt, 

slg XYjy rtQg[x(et{i8vrjv)~\ 'AXa^dvÖQaiav^ al 8h litt xfj aitdv- 

68 <p [.] [-l^tfj] kccI {iri 

itaqaGxr^poo ccvxtfv, ayfo ccvxbg xij]v vtcsq \cc\v- 
XTjg %d)\ßav dTtoTtXrjQcoa^co 6v rj evo- 

%og styv [x<p ftaico Kai 68ßa6[iC<p oq\%<p %al x(ft t(8qI xov- 



20 



10 



15 



5 



Leipziger Papyri. I. 



21 



162 



Nr. 46: Gestellungsbürgschaft aus Panospolis. 



iov %ivSv\y(p %ai\ S7t8Q(otrjd , (slg) 
&lioX6 / y(r}6cc). (2. Hand.) [Jvotffoog] UsiiTtQcbvLog 
ZJ§[i\7tQ(x)VLOV 6 7tQO%{eliiEvog)\ hyyv<h\x,ai 
25 [?y~\v rtQg%(£i{isvr}v) /ii8v\iiv %al ütccoccGttf- 

\ß(D &i]g rtQ[o%eiTcci]. 

Auf dem Verso: 'Eyyvrj oder iyyvriö[ig^ dahinter Schriftspuren, jedenfalls 
entsprechend den Indorsaten der folgenden Nummern. 

lin. 3 Tagesdatum fehlt. lin. 7/8 1. av^caghcog. lin. 8 AM\liv dialektisch für 

JM^iriv. lin. 10 1. {isd'odsvd'eZeccv. lin. 20 1. 6oi. 

Datum. Adresse. Ich erkläre unter Eid u. s. f. , daß ich freiwillig und kraft eigener 
Wahl mich verbürgt halje für Aurelia Didyme (die Tochter) des Aphthonios von Panos- 
polis der glänzendsten (Stadt), welche verfolgt wird wegen ihres Vaters Aphthonios, 
Verwalters der Kleider(steuer) für die 13. Indiktion, welcher befohlen ist, mit dir hin- 
abzureisen in das glänzendste Alexandrien, (verbürgt dafür), daß sie zusammen mit dir 
hinreisen wird nach dem genannten Alexandrien und nicht sich von dir entfernen wird, 
bis sie ans Ziel gelangt nach Alexandrien; wenn sie aber auf der Hinreise .... und 
ich sie nicht herbeistelle, werde ich selbst ihre Stelle ausfüllen oder ich soll haftbar 
sein dem [göttlichen und ehrwürdigen] Eid und der diesem anhaftenden Gefahr und 
auf Befragen habe ich geantwortet. Unterschrift. 

lin. 17/18 Man erwartet etwa (sl dh srtl xr] BTCavodm) a^vörsQijörj cf. Nr. 54 
lin. 14; 56 lin. 19 ; indessen lassen die Schriftzüge dies zweifelhaft. In Nr. 46 
lin. 15 muß hier jedenfalls ein anderes Wort gestanden haben. 

tfr. 46. 

GrESTELLUNGSBÜRGrSCHAFT. 

Inv. Nr. 454. 

Papyrus H. 26 Br. 17 cm. Panospolis. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Aurelios Apollönios, Sohn des Besas, vgl. Nr. 58 lin. 11 7 verbürgt sich für 
den Verwalter der Kleidersteuer von Panospolis für die 13. Indiktion, Paniskos, 
daß dieser (mit FL Isidoros) nach Alexandrien reisen wird. 

^Titatsiag toi) d[^s^7t6r[ov rj][i(bv rQ[aiiccv\ov xov al&viov Avyov6tov 
rö ß// ua\ &XavC[ov IlQÖ]ß[ov t~\ov Xa^i[7tQordto]v £[tC(£]q%ov xov Isqov 
1tQCCLT(x)QC0V [Mf]^oo[^] 



A° p. C. 371. 



Nr. 47: Gestellungsbürgschaft aus Hypselis (?). 



163 



<PXavLG) 'iGid&Qcp 6(p(p{i%iaXl(p) x&tfemg) ^[ysiiOv^Lccg @rjßa(dog 
naget AvqtjX^Cov] 'Ajto[Xl\(üvCov B[rj6ä 'A7t]olX<x)v[{]o{y~\ ccQ%(ccvtog) Ilavbg rto- 
X(s(og), 

f O{ioXoy(X) 6[ivvg xrj[v\ ftsiav %al ov\ß\aviov xv%riv xcbv 

xä itavxa vi%&vxoo\y\ deöTtoxcbv ffticbv ai&vlcov 

Avyovöxcov OvaXsvxiviav\o\v %al OtiaXevxog Kai TQaxiavov 

SnovöLcog %al avd , [a]iQ8X(Dg eyy\ya\6&ai Uavi6%ov 

MauaQiov STtifisX^xiiv 86$r\\x]og XQiGxaLdeKdxrjg 

lvdu%xi(bvqg KsXsvG&svxa uaxievau £i[g\ xijv Xa[i7tQ0- 

xdxrjv 'AX£%dv[d~\Q£La[v'] %al [irj a?to\y\dv£<5$ai Gov 

f<»[s] iäv x\a\ %ax* aixby \7C8Q\axog € ^ t£ ^ r VS 9 AXs$ccv- 

öq[8](x)v s\ixe\ ev xrj %&Q[a\ . .co.[. .]. iiti xb diitaöxriQiov , 

el de v . [. .'jxanxrjtiri %al fii} 7t\a\Qa<5xr{<jG) [a(yxbv)~\, iycj 

avxbg xh vrthQ avxov hy %\a\vxl jcfojT^G'ca rj h\v\o%og 

[e]^[o]/x[a]t xgu ftdcp oqk<p %\al r]a £7trjQxi][i8v<p 

xoiixcji %\iv]ßvv(p nal eTtSQ^xrj&slg) wiioX6yrj(<5a). 

(2. Hand.) AvQiqXiog 'A\7to]XX(bviog Brjöä (aito) n\a\vb[g 7t6X^s\co\g 6 rtQO%C{i£vag 
£vyvG?[i£v (sie) xbv 7tQox(£L[i£vov) IIavL\6^Ko\v &i]g utQo%{sixai). 

Auf dem Verso: 'Eyyvrj \^Ä\itoX\X(Dv\l[pv ...].[ 

lin. 5 Hinter dem ersten '.iitollcovlov ein Buchstabenrest, der sicher auf B deutet; im 
Zusammenhalt mit dem ebenso sicheren . r\6a in lin. 19 also wohl B\r\6ä. lin. 15 Bei iya 
Korr., die bis zum vorhergehenden co zu reichen scheint. lin. 19/20 1. -vog iyyv&tica. 

lin. 15 Zu v . [. .~\xaxxrj(3ri vgl. die Bemerkung zu Nr. 45 lin. 17/18. 

Fr. 47. 

GESTELLUNGrSBÜßGSCHAFT. 

luv. Nr. 303. 

Papyrus H. 27 Br. 11 cm. Hypselis (?). A° p. C. 372. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Für die Ergänzungen in lin. 4 — 6 bietet die folgende Nummer einen Anhalt, 
welche vom 4. Mesore datiert ist und sich auf die Stadt Hypselis bezieht, während 
unser Stück vom 3. Mesore stammt. Nimmt man an, daß Fl. Isidoros an beiden 
Tagen in der gleichen Angelegenheit in Hypselis sich aufhielt, so kann nach dem 
Parallelstück ergänzt werden: (lin. 3 i. f.) aitb %£- | (lin. 4) (paX[ai]c3xay S [£]iti- 
y\syLri<j~\ew\g cc\jtb [T^2]f[T]&|V] | (lin. 5) jto[/U](p[g] ; aber eine Gewähr für diesen 
Vorschlag kann ich nicht übernehmen. 

21* 



164 



Nr. 47: Gestellungsbürgschaft aus Hypselis(?). 



Flavios Pasion verbürgt sieb, für Asaite, die Zientochter des Silbanos, daß 
diese mit Fl. Isidoros nach. Alexandrien reisen und dort nachweisen wird, daß 
Silbanos Philosoph sei. Dieses letztere bezieht sich wohl darauf, daß Silbanos 
das Immunitätsprivilegium der Philosophen (D. 50, 4, 18, 30; Vat. Fr. 149 ; cf. 
D. 27, 1, 6, 8, Kuhn Verfassung 1, 85) gegenüber einer ihm übertragenen Liturgie 
in Anspruch genommen haben wird; um was für eine Liturgie es sich handelte, 
wird nicht gesagt. Wie die hierbei platzgreifende Intervention der Asaite für 
Silbanos zu erklären ist, läßt sich schwer sagen, da solche Interventionen sonst 
ein Officium virile darstellen. 

<&XaovCoig 9 l6idcoQ<p %cä GsoScoqg) 
6cp((pi%iaXCoig) td^scog ^ys[io[v](ag [®^ßa]([$]o[g] 

<f)X(ccvCov) Ilaöl&vips) A%oXXcoyCo\y~] aicb ue- 
(paX[ai\cotcby .[.]...[... .]s<p[. .]..[•••.]•[.]• [•] 
#o[. .].[.] c O[ioXoy(X) ö[ivvg [t\bv &elov 
%al 6sßcc<5[iiov oqkov tcbv Seö\%\otcb\y\ 
f\licbv 0(iyaXsvtivi\c^v\ov\ Kai OvdX\svto]g %[a\l 
r^axiavoi) <(rc5i/> aiovCcov ßctöiXicoy 
syyväö&aL {lovrjg %al iii(pav[eC\ag 
'Atiafciv TQÖ(pi[iov UiXßccvov z/otf(>o#£o[V] 
c IsQcc%og toy %ccl Evösßoov cpiXotföcpov iutl ta av- 
tr\v ä7Cay(trj)><5£iv a[i(ccy vplv dg trjy AXs%[ccvdQ8-] 
cov %al e%6lös{i} aTCodsl^av s\]fya\i~] 
tbv avtbv ZJiXßavbv (piXoöocpov %{a\i 
{irjdsv dLSipsvfjd'ai %vo%[o\g rfrjv t<p 
&8lcp oqkg) xal ertSQ^cDtrjd'slg) ä)[ioX(6yrj<ja). ( Titatlag 
Aoyuixlov Mods&tov S7tdQ%ov tov lsqov 
7tQaiT(Dj)Cov oia[V\ <DX(avCov) Aqiv&sCov ^tQatrjXdt[o~}y 
tcbv Xaybitqoxdxoav MsöoQrj y. 

<&X(dviog) naölcav AitoXXcoviov 6 3tQO%(sCiisvog) \sy]yy- 
ooiicci tr\v 7tQox(ei[i8vrjv) 'Aöattw %ccl cofto(?[a] 
tbv ftelov oqxov cjg 7CQ6%(eitai). 

lin. 3 Das it{aQcc) muß ein wenig links aus der Zeile ausgerückt gewesen sein, da <I?X 
am normalen Anfang derselben steht. Man sieht noch den Abkürzungsstrich. Beim Namen des 
Ausstellers ist hinter dem i noch ein langer gebogener Abstrich, der aber möglicherweise von 
der unteren Zeile herkommt; vielleicht hatte der Schreiber über dem 8 (vor [ßytiy\ß[iri^8(ü\ß\) 

einen solchen Strich gemacht oder auch KsycdccLcoto (statt Kscpcdcacov&v) geschrieben. In 
lin. 20 findet sich dieser Strich jedenfalls nicht. ' lin. 7 Pap. 'Oalsvtivi\ct]v\ov\ ; allerdings 



Nr. 48: Gestellungsbürgschaft aus Hypselis. 



165 



kann das v auch über der Zeile gestanden haben und weggescheuert sein. lin. 11 

z I^Qcc%og nach links ausgerückt und anscheinend erst später hinzugesetzt. lin. 12 Pap. 

aitcxvcsiv; über dem ersten v zwei Striche; es sollte der Ausfall korrigiert werden. 

lin, 10 Zu Aöatxiv (= 'AGatxrjv) vgl. das Masc. 'Atideig, B.GrU. 984 lin. 23. 

tfr. 48. 

GESTELLUNGSBÜßaSCHAFT. 

luv. Nr. 377. 

Papyrus H. 27 Br. 12 cm. Hypselis. A° p. C. 372. 

Aurelios Kanopos verbürgt sich für Daniel Mikkalos, Kephalaioten der 
13. Indiktion, daß dieser sich dem Offizium stellen wird. 

<I>X\avloi\g Itiid&Qcp Kai ®£od[d)~\Q(p 6\cp(cpi%ittUoig)~] 
xd%\£wg~\ fjys[iov\_i]cc[g] ®rjßa(8og 
TtttQcc \_AvQ7]M]ov Kavw7t[o\v Wd'Cxog 

Geag ärt[o] *T\jljrj]fax(X)V TtoXmg. 5 
'Opol\o\ycb ö(ivvg x[o]v ftslov oq%ov 
xcov §s<37tot(bv ffticbv %aXXivC%(ov 
aicov\C^G)v Avyovöxav ävccd£d£%d , cci 
yiilv AocvorjX MiuxdXov cctco xs(pa- 

\X\ai(Dtcbv xfjg iy^ h%ivB\i'Y[(oBQog 10 
nsXsvö&evta ditavx^ai dg xr\v 

Xtt&V £<p* CpXS XOVXOV XOV 7tQO£L- 

Qrjiievav (sie) itaQttdovvui vytiv ktl 
xr\ £itayod(p' sl Sh [irj xovxo itoiifi- 

tf(p, £X0LH[6]XCCXCC 6%(Q X7JV 15 

%g)qccv ccv[xo]v ärtojtlrjQ&Gcct, 
Ttaöiwv ii[a\%Qa sv x<ß SixcctfxrjQCmt) 
V ^ v 9%{.°s] sUlyv x § ftslcp oqxg) 
%al erteQCDxrj&elg <b[ioX6yr]6a. 

'Titaxdag Ao\JL£Xxiov Modhxov 20 

XOV Xa^lTCQOXdxOV £7Cdq%0V XOV [i]£QOV 
TtOCClXCOOloV %dl AqLV&s'oV XOV 

lcc[i7tQOxdxov öXQccxrjXdxov M^oorj d. 



166 



Nr. 49: GestellungsMrgschaffc aus Hypselis. 



(2. Hand.) AvQiqXiog KdvcoTCog 6 7tQo%{eC{i£vog) 
[e]wyv(X){icci, tov %qo%bI\ibvov 
avÖQa öjg TtQÖKSitacJ 

Auf dem Verso: (3. Hand.) Ava8o%rj AaviijX %eyal{aimov) 'Tfrjhtmv dt,(ä) 
KavG)7t(o)v eyyvoy tov ^TifjrjX^itcbv) %e(p{alaicßtov). 

lin. 14 &7tay6dco bei v und cp Korr. lin. 15 aap korr. aus G7]g. lin. 17 Die Zeile 
isfc erst nacMräglich. eingeschoben worden. lin. 23 Über dem d kein Querstrich. 

lin. 3 Der Bürge ist wahrscheinlich identisch mit dem in Nr. 49 lin. 11 er- 
scheinenden Kephalaioten der 14. Indiktion. 

lin. 4 Vor §H Raum für einen Buchstaben, vielleicht also \i\8H, s. Erläut, 
zu lin. 3. Dem Augenschein nach ist es allerdings nicht unbedingt notwendig, 
den Raum auszufüllen. 

lin. 17 Das i adscriptum in diKaGvYiQiwi wie in Nr. 13 lin. 5; vgl. die Erläut. 
zu dieser Stelle. 

tfr. 49. 

GESTELLUNGSBÜRGSCHAFT. 

Inv. Nr. 296. 

Papyrus H. 28 Br. 15 cm. Hypselis. A° p. C. 372. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Der Riparios Aurelios Apollon verbürgt sich für Aurelios Antinoos, Sohn 
des Ohabrias und Aurelios Aibutios, Sohn des Ammonios, Kephalaioten der ll. ; 
und Ammoninos ; Sohn des Silbanos, Kanopos, Sohn des Psais und Aminonios, 
Sohn des Ch . . . . ; Kephalaioten der 14. Indiktion, für deren Erscheinen bei dem 
Offizium. 

<&XccvLOLg 'l6idcbQ(p %al 0so86qo> bcp^vaiakioig) 

td&cog rjys^oviag ®rjßm\ßog] 
AvorjUog 'AitöXXcov Qirtdoiog 

c Tij>rjfatG)v TtöXecog %alquv, 
^OiioloycD ö$ivvg tov ftslov xal 68ßdö[iiov 
oqkov tcbv detiitotcbv fjticbv %allivl%{p)v 
aiwvC&v Avyovötcßv SKOvötog %al 
av&cciQStcp yvco{iri £[y]yvä<jd'cci AvQiqXlovg 
Avttvoov Xaßolov %al Alßovtiov A^iicpyColy] 
\ci\jtb KScpccXcucDTwv wll e7tivs\jyL\Y[<3e(üg 
nal 'Afiiicßvlvov UiXßccvov %al [Ka\vG)7tov 



Nr. 50: Gestellungsbürgschaft aus Ptolemais. 



167 



[WjaCtog Kai A^u6vlov X. v . . [.]%cp . . ( ) 
[r]o^g § ccTtb KscpalaiGMcbv hitivz- 
[{i\rj<j£G)g &7tl tg) avtoüg ärtavtrjGa[i, sig] 
vy\v y}ystiQviWYiv %ä\iv %\aX\ %r\v 
s^icpccvsiav eavxcbv 7t\o\v^a6d , a\i\ Kai 
Iii} äxoylv etiftai eoog ccv 7t£Qa(ryop&fj . ... 
rö KsXevö&sv, sl ds [irj, kyco airbg %i\v 
%&Qäv avtöov ä7t07tXrjQcoöaL (sie) tj evo%og . 
s\f\riv zw fteCa) oqkg) Kai iTtSQCotrjd'slg 
<b[ioX6yr]Ga. 

c T[7ta}t£Lccg Aopixxlov Modititov tov Xa[i7tQotdtov 
b%\o\q%ov tov \i\bqov rtQcutcjQLov Kai 'Aqlv&sov tov 
XaiiTCQotdtov Me6oQr\ 8. 

(2. Hand.) AvQrjXtog 'AitöXXav QiTt&Qiog iyyv&\iai to^[s] itqo%{£i\iivovg) 

Kai ita- 
Qtt6T[rj]<jcö cjg itQOKSLtai. 

Auf dem Verso: (3. Hand.) 'E[y]yvrj xcbv ta Kai id %sg)aX[a\i[(D}t[G)V t~\^g 
^Ttyrjfatcbv Si(a) ' AitoXXwvog qlmqIov vfjg a(vtfjg) [TtöXsoog], 

lin. 17 Statt TtsQu^zyn&q denkbar auch itiqatog tv%7j. lin. 19, 20 Am Schluß 

plumpe Tintenspuren. lin. 24 d nicht überstrichen. 

lin. 7 /8 Der Verfasser kontaminiert zwei Konstruktionen und hatte zu schreiben 
xal av&aiQixwg oder sKovtila] so auch Nr. 51 lin. 6/7. 
lin. 11 Über Kanopos s. Erläut. zu Nr. 48 lin. 3. 

lin. 19 aicoTclriQcbfjai ist jedenfalls falsch; wie der Verfasser konstruieren 
wollte, bleibt zweifelhaft; vgl. Erläut. zu Nr. 50 lin. 14.. 

tfr. 50. 

GrESTELLUNGSBÜßGrSCHAFT. 

luv. Nr. 560. 

Papyrus H. 26 Br. 16 cm. Ptolemais. A° p. C. 372. 

Cursive. Unveröffentlicht. 
Am oberen Rand abgebrochen. 

Aurelios Apion verbürgt sich für Aurelios Sarapion ; Kephalaioten der 13. In- 
diktion, wegen dessen Erscheinen beim Offizium. 



168 



Nr. 50 : GesteUungsbürgschaft aus Ptoleinais. 



xd^scjg riys^iovCag SrißalSorg 

%\a\QCC AvQ7]Mo[v] 'Jlti(x)v\o\s XC3V &Q%(dvT<Dy) 

ßovXsytcbv IIxoX£[iaCdog. '0[ioloy(& 
o^ivvg xr\v ftslav %al \c>]vQdvi\ov] 
xvyr\v xcbv xä 7tdvx\cc] vl%6v[x(Dv] (sie) 
deöitoxcbv tuicbv Ovalevtiavov (sie) 
%ccl OvdXsvxog %al rgccxiavoi) xcjv 
aCcovicov A\y]yovöx(nv hyy By v^Gfrai 
AvQijXto\v] HaQaittcüva KdtixoQog 
&7tb xecpccXoiLcoTGJV x_QiöxaidBx\^d]x\rf\g 
lv8i%xiovog BTCi xm avxbv att\avxri<5a,i\ 
stg xi\v xd%iv %al xrjv BiMp[a]vBi[av] 
iccvxov 7toiri<5a<5&ai, bi öb aTtoliltpftr}] 
iyfo avxbg xrjv vtcbq avxov %d)Qa\y\ 
drtOTtXrjQCJöc) i) h'vo%og b<jO{i[ccl] 
xa &sC<p oq%g) kccI xa tcbqI xoiixov 

BTCrjQtrjtlSVG) XIVSVVCO KOL £2t£QG)Zrj- 

ftslg (bnoX6yY]6cc. 

*Tntaze(ag MoSböxov xov Xayiitqoxdxov £\ßdc\Q%ov 

xov Ibqov TtQccixcoQCov (%al Aqiv&bov xov lcc[i7tQoxdxovy Mböoqyi id. 
AvQ^Xiog Atcimv 6 7CQO%{Bt^Bvog) Byyvcb^iai xov [rt]Qoic(£l[ievöv) 
EaQccTtCcova btcl xm avxbv aTCavx^ai dg xr\v 
xdfciv wg TtQoxBixau. 

Auf dem Verso : (2. Hand.) 'Eyyvrj ZJ[aQ]ccitCG)vog ÖL^ä) \^A]itl(ovog Nmccvxlvoov 
oca(p(alaiG)Xov) IlxoXs^iatSog. 

lin. 21 Der zweite Konsul ist vergessen. Yerso 1. 7t£(p(aXccicorov). 

lin. 14 Die Ergänzung d7toU[cp&fi ist nicht siener. Man würde dazu statt bI 
lieber iav erwarten; zu sl gehörte wohl der Optativ aTtoUcp&BCrj. Andererseits 
würde man nach diesem dann auch im Nachsatz den Optativ erwarten statt des 
Indikativs äTtoTtlrjQcotia). Doch ist es fraglich, ob der Verfasser der Urkunde sich 
streng an die Regeln gehalten hat. In Nr. 55 lin. 12 heißt es richtig: bI öb dito- 
XBicp&SLrjv, ob aber darauf der Optativ folgte oder dTtOTtXrjQaidco stand, ist nicht 
absolut festzustellen, weil an der entscheidenden Stelle lin. 14 eine Lücke ist. 



Nr. 51: Gestellungsbürgschaft aus Hypselis. 



169 



tfr. 51. 

GrESTELLTJNGSBÜRGSOHAFT. 

Inv. Nr. 374. 

Papyrus H. 27 Br. 17 cm. Hypselis. A° p. C. 372. 

Aurelios Silbanos verbürgt namens des A. Heraklianos und A. Theodoros, 
Kephalaioten der 12. Indiktion, und des Aibutios, Kephalaioten der 13. Indiktion, 
deren Erscheinen beim Offizium. Bei den Namen der drei zu stellenden Kepha- 
laioten findet sich jeweils der Beisatz diu Ttatgög. Dies ist folgendermaßen zu 
verstehen. Alle hier geschilderten Bürgschaftsleistungen haben sich jedenfalls im 
Beisein des Verbürgten vollzogen, der dem Bürgen, den er stellte, Regreß zu 
leisten hatte; denn er war ja der eigentlich Verantwortliche, dem es oblag, durch 
Stellung eines Bürgen weiteren Maßnahmen zu entgehen. Hier nun sind die 
verbürgten Kephalaioten durch ihre Väter vertreten. Diese Vertretung ist voll- 
genügend; denn da der Filius familias vermögensunfähig ist, haftet praktisch — 
abgesehen von etwaiger Personalexekution, deren Zulässigkeit beim Haussohn an 
sich fraglich ist, - — für die Rückstände aus seiner Liturgie und ebenso für den 
Regreß des Bürgen doch immer nur das Vermögen des Vaters nach den von 
mir C. P. R. 1, 104 ff. entwickelten Grundsätzen. Indem nun die Väter hier bei 
der Bürgenstellung intervenieren, werden sie den Bürgen direkt mit der a° mandati 
contraria haftbar und das Resultat ist dasselbe, als wenn sie aus der entsprechenden 
Verfügung ihrer Söhne haftbar geworden wären. 

<&Xavloig 9 IöidcjQG) uccl ®Eodd)()<p cctco [.( )]qp( ) 
rd£,s(DQ rjysiiövCag ©rjßccCdog 

AyQtfXiog ZJiXßccvbg i^dxrwQ c ^[^]f?(°) %ci(qelv. 
*0[ioXoycb ö{ivi)g tbv &£\l]ov %a\ ösßdö^iLov 

oqkov xcbv dsöJtorcov rfticjv %aXXivi%(ov 5 
aicovLcov Aiyovötmv ey yvctöd'ai exoväLwg 
%a\ av&aiQsxm yv6[iri AvQr\Xlovg ^HqccxXicc- 
vbv *Hqalov diä *HqccIov TtcctQog %al ®8Öd\_(o]Qov 
'A[i{i(Dv(ov 8l 'A[i[iG)vlov TtatQog aitb 

%sq)aXai[p\tcbv ißH \_s]7tivsiii]6sG)g uul 10 
Alßoytiov XttLQri\jLo\vog Siä XcciQrjtiovog 
TtatQog &[tc]o %e(paXai\pt]G)v vyH S7tLv[e]{irj- 
Gecng hitl T(p avtov[g\ äitavx^ai dg xr\v 
f}y£{iovi%r}v rd^Lv %ai tr\v iyu^dvuav 

iavtcov itoi^a^ai %al [ir} ditoyCvsö&ccL 15 
k'cjg jtSQa[tog s]itwy%ri tb %eXsv6d-hv rj £vo%og 

Leipziger Papyri. I. 22 



170 



Nr. 52: Gestellungs versprechen aus der Thebais. 



Sirjv xa ftstcp oq%g) %al £7t€Q[(D~]Trj&sllg] 
fo\\,oX6yri6a. 

[*T]7tccT£Cccg Ao^ixxCov Modeöxov xov Xa[i7tQOxdx[o]v 
&7tdo%ov xo[v~\ 1[s]q9V n[(?ci]w&QCov xccl \?Joiv\&si(p)v xov 
XaybitQOxdxov GxoaxrjXdxov Ms6o[Qi[\ %d /. (2. Hand.) AvorjXiog 
JJtXßavbg 6 7tQo%(£i{i£vog) evyvcb{iai xovg Ttooxieinevovg) 
avdgag %al 7taoa[ß]xri6(D cog 7tQO%(£ixai). 

Verso: (3. Hand.) lin. 1 'Ev\y\y ... QanxoQog UtXßavov f TijjrjX(x[ov] *H.qa%Xiavhv 
%al QsodcQQOv iß iv8{i%Xi6vog) %al A\J]§ovxioy l\y 

lin. 2 i[vd(i%xiövog) 

lin. 1 Am Schluß schwerlich [t]t?[?]. (sc. rdf-scog), was nicht üblich ist; eher [o\cp(cpi%iciXiG)v), 
allenfalls, aber weniger wahrscheinlich, weil Isidor um diese Zeit noch nicht ßsvscpiKLaQiog 
genannt zu werden pflegt (s. Einl. zu Nr. 17), dito \ß(sv8)\cp(i%iaQi(üv). Yerso : Die Kon- 

struktion scheint unrichtig zu sein. Da vor *HQccnlictvbv keine Präposition zu stehen scheint 
(sondern eher ? Ti/^;Ut[o'u] gestanden hat), wird zu Anfang iyyvarai verlangt, und xa ist in 
der Tat nicht unwahrscheinlich. Dann durfte aber i^dntoQog nicht im Genetiv stehen 
(als ob es hieße iyyvr] i^d%roQog) , sondern es war zu schreiben i^antcoq u. s. f. 

lin. 6/7 Derselbe Fehler wie in Nr. 49 lin. 7/8; vgl. die Erläut. daselbst. 



tfr. 52. 

GESTELLUNGSVERSPEECHEN. 

Inv. Nr. 450. 

Papyrus H. 27 Br. 12 cm. Aus der Thebais. A° p. C. 372. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Der Papyrus ist mit ausnehmend unbeholfener Schrift geschrieben und die 
Feststellung bei einzelnen Buchstaben sehr schwierig. 

Aurelios Kyntios, Sohn des Moschos, verspricht sich wegen der xBcpaXaicDXia 
der dreizehnten Indiktion (369/370) bei der xd^tg zu stellen. 

<&Xavloig 'IöiSÜQcp %a% QsoS&qo) 
bcp(cpiKLaXloig) xd&wg yjyeiiovCag ®rj{i} ßaidog 
TtaQcc AvorjXCov Kvvxtov M6d%ov 
dito %£cpaXa{_L~\(DX(X)v XQi<5%aLd£%dxrjg 
ivdi%x\C\Gbvog. f O[ioXoi>(b d[ivvg xyv ftslav 
%al ovQa\v\la(v) xv%r]v xtbv itdvxa vm(myyxmy 
deöTtoxmv rj{i(bv OvaXevxiviav { tav } ov 



Nr. 53: Gestellungsversprechen aus der Thebais. 



171 



%al Ovdlsvtog %al rQatiavov %&v alcovccov 
Avyovötav trjv ivcpuvLccv rrjy eiicc(v)rov 
itoi'Ypa^ai xr\ STtevdrj a%oloy&((Dg) rolg 

7tQoö\ys\tayii£Voig vit\o\ %r\g e^ovöCag t[o]v 
kvqlov {i\o~\v t[o]# XaiiTtQordtov 
7]ys{iövog 'IovXCov J IovXiavio\yX\iavov 
vrjg %aicpct%aiG)tlug svexsv . .pn 

.[...]• ccöd'KL £ . [. .] e&g av rä nat öfiol (sie) 
ütsQtttlog] ty%ri, d ds [^]^, £vo%og eöo^iai 

&si[<p] OQMp %al rcS tcbqI tovzov 
[%]ivd[yv(p %av\ ert\_s]Q(Dvr}&£Lg aiioÄöyrjöcc. 
\_*T~\7tccTSL[a]g Ao\jbi%lov \M~\ö§s<5tov %ccl 

\^Ä\Q8vd{l0V XCb\v ÄCC{l7tQ6tCCT(DV. 

[A]vQrjkL[og] Kyvnog M6<5%ov o rtQg%(sC[i£vog) 
[ ] . . [. . .] cofioda tbv oqkov cjg 7tQÖ%(eLTca.) 

Auf dem Verso: (2. Hand.) XsiQoyQacpCa \K~\vvrlo\y] M\oG%ov ajitb %e- 

cp\u\Xuim\x8)v 

Senkrecht hinauf, am linken Rande: (3. Hand.) Elg %Qr}<ji( ) Aioy\_. . .] . . a 
lin. 6 ovQa\y]lct(vy auffallend, sonst ovqccviov; vgl. jedoch Nr. 56 lin. 9. lin. 15 1. iph. 

lin. 13 Die Dittographie 'IovXiavioy\X\iavov ist wohl so zu erklären, daß 
Verfasser zuerst in 'Iovfaavi(ov) . geraten war, hier innehielt und an das letzte i 
gleich den richtigen Namen anknüpfte, ohne das vorherige 'lovliav zu durch- 
streichen. Der Statthalter heißt Julius Julianus. Vgl. Nr. 53 lin. 12/13. 

lin. 14/15 Die Konstruktion wird an dieser Stelle unverständlich. Man er- 
wartet vor [ioi ein exsXsvö&rj. 

Verso: Die senkrecht stehende Schrift der dritten Hand gehört jedenfalls nicht 
mehr zu dieser Urkunde. 

Nr. 53. 

GESTELLUNGSVERSPßECHEN. 

luv. Nr. 557. 

Papyrus H. 25 Br. 12% cm. Aus der Thebais. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Der Papyrus ist namentlich in den ersten Zeilen so dunkel, daß die Schrift stellen- 
weise nicht mehr zu erkennen ist; solche Stellen sind eingeklammert worden. 

22* 



A° p. C. 372. 



172 



Nr. 53: Gestellungsver sprechen aus der Thebais. 



Aurelios Theodoros (?) verspricht sich als Kephalaiot der" 11. Indiktion beim 
Offizium zu stellen und alle Verpflichtungen für sich und seinen Sohn, anscheinend 
gleichfalls Theodoros genannt, zu erfüllen. Daß hiernach Vater und Sohn gleich- 
zeitig Kephalaioten sind, ist nicht unerhört, vgl. Einl. zu Nr. 60; praktisch trifft 
die Haftungspflicht dabei das Vermögen des Vaters, und dies erklärt es, daß er 
im gemeinsamen Namen kaviert. Vgl. Einl. zu Nr. 51. 

x(ccQä) A\yQrjUov ©£o]d[cä]<)[ov ] 

[ 3' 

5 *0[ioA[oy(X) ö[ivv\g \rbv frsiov %al ösßdd^iiov oq%ov\ 

i(bv §£<j7totc3V i^icbv OiaX£Vx\i\viavov 
%al OvdXsvxog %al FQaxiavov x&v aiwvlav 
Avyov6t(D.v aitavvri<j£iv ajia i^ilv 
slg xrjv xd%iv %al xrjv i[^i](pdv£iav 
10 xr\v ipccvxov Ttoiritiati&ai x<p 8i%a\p\xriQl(p 

%ax\a\ %sXs\y^% , B\y\x8g xov kvqlov {i[o]v xov 
Xa[i7tQoxdxov fjye[i6vog 'IovMov 
'Iovfolajvov dito %8cpalav(DtG)v va \lv\8i%(xi6vog) 
%<xl Tcätiav %d)Qav i[iov xe %al xov vlov [iov. , 
15 aitOTtlriQQbtiai 0£o86gov^ d de ^ ? 

ev\o%o\g £ö\o][iccl xw freien oqkcj %al xß 
£7trj[()}vr][i[8]v(p itsol xovxov %ivdvvcp. 

(2. Hand.) AvQ^jhog) ®§[o]dq>Qgg o ot[Qo]%(e(^£Lvog) iy\yvG)\iiaL %al 
cbiioGa xov 

Perfol/] op%[o]v [%cci eTC^SQWTrj&slg fo[i,ol6'y(r}<5a). 

20 (l. Hand.) *Tnaxdag \M~\od&\ßxov %ai\ 'AQiv%\ßo~\v \xcb\v Xec[i7Co[oxdx(DV.~\ 

Der untere Rand (mit dem Tagesdatum) abgebrochen. 

Auf dem Verso unleserliche Schriftspuren. 

lin. 11 %at links außer der Zeile stehend; dieselbe fängt mit KslsvafrEvteg an. Der 
Schreiber hatte uata weggelassen. Auch sonst ist der Passus korrupt. Er hatte zu lauten 
%atä tcc uslsvc&ivtct (statt des sinnlosen %s%sva^vtss) , oder %ath %£lsvaiv. Letzteres ist aller- 
dings schließlich durch die über der Zeile stehende Korrektur iv (%£lsv6iv) hergestellt worden, 
lin. 12 Hinter 'IovXiov scheint nichts mehr zu stehen. Über dem I ein Bogen; wahrscheinlich 
sind die bei i sonst häufigen zwei Punkte durch denselben verbunden. So auch im nach- 
folgenden 'IovXl[cc]vov. lin. 15 In ©aod&Qov beim Korr. 



Nr. 54: GestenungsMrgschaft aus Pesla. 



173 



lin. 12 Der Name des Statthalters findet sich auch in Nr. 52 Im. 13. 

lin. 13 Der Beisatz aitb nscpaXaimr&v va \iv\di%(ti6vog) ist an dieser Stelle 
sinnlos. 

lin. 15 0£oS6qov gehört hinter tov viov [iov. 

lr. 54. 

GESTELLUNGSBÜEGrSCHAFT. 

Inv. Nr. 247. 

Papyrus H. 11 Br. 15 cm. Pesla. Ungefähr a° p. C. 376. 

Oben und unten abgebrochen. 
Cursive. Unveröffentlicht. 

Aurelios Silbanos und andere verbürgen sich für Aurelios Papnuthis, daß 
er sich zur Stratologie stellen werde. Mit der ötQaroloyia ist hier der Dilectus, 
die Rekrutenaushebung gemeint, für den der Ausdruck ötQatoXoyCa die bezeugte 
Übersetzung ist; Corp. Gloss. (Götz) II 49, 53; III 445, 29; 479, 33; vgl. im all- 
gemeinen den Artikel Dilectus von Liebenam in Pauly-Wissowa 9, 591 fg. Be- 
kanntlich werden die Rekruten je nach Anordnung des Kaisers in einzelnen 
Provinzen effektiv ausgehoben; in anderen wird die Ablösung der Dienstpflicht 
durch Geld gestattet; vgl. C. Th. 7, 13, 2; Seeck Gesch. 2, 46 fg. und Anhang 
S. 491 fg. In einer Anzahl unserer Papyri .finden wir einen %Qvöbg tiQ(bvcov 
erwähnt, nämlich in Nr. 34 und 35 für die Jahre 367 und 370, sowie in Nr. 61 
und 62 für 375 und 383/4. Wollte man daraus schließen, daß in diesen Jahren 
die Rekrutenstellung in Ägypten abgelöst wurde, so käme man zur Annahme 
eines sehr variablen Zustandes. Denn unser Papyrus, welcher der Statthalterschaft 
des Ailios Gessios (ca. 376 — 378) angehört, zeigt, daß in dieser Zeit in Ägypten 
jedenfalls eine reelle Aushebung stattgefunden hat 1 ), wie eine solche auch für die 
Zeit um 346 durch P. Lond. 2 n. 416 (p. 295) bezeugt ist. An sich ist nun ein 
rascher Wechsel zwischen Näturalaushebung und Geldablösung gewiß denkbar; 
indessen ist es fraglich, ob wir zur Annahme eines solchen gezwungen sind. 

Man darf nämlich nicht ohne weiteres annehmen, daß überall, wo von %Qvöbg 
tiq&vcöv die Rede ist, an Ablösung der Näturalaushebung zu denken sei. Vielmehr 
ist folgendes zu berücksichtigen. 

Bekanntlich haben die Steuerträger auch für die wirklich ausgehobenen Re- 
kruten zwecks Anschaffung ihrer militärischen Ausstattung einen Beitrag zu leisten. 
Derselbe wird in C. Th. 7, 13, 7, 2 (a° 375) mit 6 Solidi festgesetzt (sex tironi gratia 
vestis ac sumptuum praebiturus), und auf diesen Beitrag bezieht sich auch eine 
Stelle in unseren Papyri, nämlich Nr. 35 lin. 8, wo für das Jahr 373 gesagt 



1) Vgl. auch den aitavtr^t^ tiqwvcov in Nr. 55 lin. 2. 



174 



Nr. 54: Gestellungsbürgschaft aus Pesla. 



wird, es sei damals eine kaiserliche Verordnung erschienen *tc£ql tqv delv S\s]za 
{lövovg %Qv6ivovg ?taQa<5%uv tot[g\ vsoX\s\%\x\oig. Wenn dabei natürlich das letzte 
zweifelhafte Wort als richtig ergänzt vorausgesetzt werden muß, so ist es doch 
ganz außer Zweifel, daß der %Qvöbg uqcqvgjv der Nrn. 34 und 35 nur eine solche 
Equipierungssteuer, keine Ablösung bedeutet; denn in Nr. 34 V. lin. 8 wird der- 
selbe ausdrücklich bezeichnet als bezahlt c Xoyov erdv^idrcov xlqwvwv' und die 
vsöXsktol sind auch jedenfalls ägyptische Rekruten. Der Sachverhalt in Nr. 35 
ist danach folgender. Isidoros hatte noch vor jener kaiserlichen Verordnung 138 
(diese Ziffer gibt Nr. 35, Nr. 34 hat 238) Solidi als %Qvöbg tlq6vcov einkassiert; 
nachdem dieselbe erlassen ist, liefert er nur 61 davon ab, den Rest will er den 
Steuerzahlern zurückgeben. Offenbar hatte er also für 6 Rekruten Equipierungs- 
beiträge einkassiert; nur so erklärt sich, daß er nach der Herabsetzung des Bei- 
trags auf 10 Solidi pro Mann nur 61 Solidi abliefert (wobei der überschüssige 
eine Solidus vielleicht eine Manipulationsgebühr darstellt). Daraus folgt auch, 
daß vorher der Beitrag mehr als doppelt so hoch gewesen sein muß; er ist also 
bis zu C. Th. 7, 13, 7 in einem steten Sinken begriffen. 

Aus Nr. 34 und 35 ergibt sich also für die Jahre 367 und 370 keinesfalls 
Ablösung der Naturalaushebung, sondern das Gegenteil. Ebensowenig darf erstere 
aber auch aus Nr. 61 gefolgert werden; wenn dort 72 Solidi an %Qvöbg xlq&vgov ge- 
steuert werden, so ist daraus auf Ablösung der Mannschaft selbst schon darum 
nicht zu schließen, weil der Betrag sehr gering ist, denn hierfür beträgt der Satz 
pro Mann noch in C. Th. 7, 13, 7 sechsunddreißig Solidi. Allerdings ist ja auch 
für den Equipierungsbeitrag der Betrag zu klein, um als Steuer eines ganzen Be- 
zirks zu gelten und an Teilzahlung muß hier wie auch in Nr. 34 und 35 *) immer 
gedacht werden. Aber jedenfalls kommt man mit der Annahme einer bloßen 
Equipierungssteuer vollkommen aus. In Nr. 62 sind allerdings die Beträge des 
XQvöbg tlq6v(dv sehr viel höher; aber erstens handelt es sich dort um Zahlung 
für mehrere Jahre (6. — 9. Indiktion) und außerdem sind sie für den Gesamtbezirk 
von Hermupolis, auch wenn es sich nur um jene geringere Steuer handelt, keines- 
wegs überraschend. Ich sehe daher nirgends einen Zwang, aus unseren Papyri 
eine Adäration der Rekrutenstellung herauszulesen. Vgl. auch Erl. zu Nr. 55 lin. 2. 

Nur dann könnte man dies tun, wenn man meinen sollte, eine Provinz, die 
die Rekruten effektiv stellte, habe diese schon mit der Montur zu stellen oder 
genauer gesprochen, das Equipierungsgeld denselben auf die Hand zu geben, wo- 
für man etwa den Ausdruck in C. Th. 7, 13, 7 cit. (sex tironi — praebiturus) an- 
rufen könnte. Indessen liegt es klar, daß letzteres ja doch kaum durchführbar war 2 ); 

1) Natürlich ist auch anzunehmen, daß Fl. Isidoros (in Nr. 34, 35) nicht bloß wegen der 
138 Solidi bis nach Syrien geschickt wurde, sondern vor allem andere Amtsgeschäfte daselbst 
zu erledigen hatte. 

2) Auch schon deswegen kaum durchführbar, weil dabei das Geld schwerlich zu seinem 
wirklichen Zweck verwendet worden wäre (vgl. C. Th. 7, 6, 5 a° 423). 



Nr. 54: Gestellungsbürgschaft aus Pesla. 



175 



offenbar mußte die Equipierung für alle vsöXsxtol gleichmäßig und auf einmal 
besorgt werden. Nur darüber kann man zweifeln, ob dieses Geschäft nicht 
von den Städten selbst (statt yom Staat) zu besorgen war; die Stellung des Her- 
mupolitaner Ratsherrn Dioskurides in Nr. 34, 35, der sich in Syrien beim Heer be- 
findet und den %Qvöbg xlqcdvwv übernimmt, ließe sich zur Not so erklären, daß 
er die Hermupolitaner Rekruten dort zu montieren hatte, für moderne An- 
schauungen freilich ein wenig ansprechender Zustand. Aber jedenfalls kam es 
auch in diesem Fall dazu, daß die Equipierungssteuer wie jede andere in Geld 
einzutreiben war. 

Die Aushebung erscheint hier, ebenso wie überall die Einhebung des %Qvabg 
TiQ<bv(üv, als eine Liturgie. Der Terminus slöccyysXXsLv %iva für die Nomination 
von Liturgen ist technisch; P. Amh. 2, 139 lin. 3 und unten Nr. 67 lin. 9. 

]...[ 

.o. V ..[ ]••[ 

olvXrj da%\r\vXcp {iLXQa \ttQ\i<5t£Qäg %BiQb[g~\ 

[rcbv ts(j<5]aQ(Dv äitb %cb[irjg IlsöXä t[o\v *EQii07toXCx(o)v vo{i(o)v. 

c O[[i\oXoyov{isv ö^ivvvtsg %v\v ftsCccv xal ovqccvlov 

r[y]%i]v rcbv Jtdvtcc vixävTwv ds67Cotcb[v rj][i(bv 

Ovdlevtog xal OvaXsvttvtavov x\al~\ r^attavoi) tco[v] 

aicovicjv AvyovötcDv ix\_o]v<5La)g xal av&aiQSTwg 

Bvy£yyr\\p~\^ai AvQyjXiov Uuitvovftiv üavovTtLog 

[cctco] trig a(yr7jg) xw^rjg §i[d]avysXsvta sig trjv [p^tQato- 

\Xo\yCav vit£Q vrjg a{ytr\g) x(Dii\r[\g £ttl tä avtbv slvav (sie) ü%qi 

[%X]fi&£iri vitb tfj[g'] e^ovölag rov xvqiov <Cj]{icbv tov) dtaörjiigTarov 

riy£[i6vog AlXCov TtööCov sig xi\v avvy\v titQaxoXo- 

ylav ' iäv dh äcpv6t£()ij<jri xal {irj 7taQa6Ttf6o[i£V (sie) 

reisig avtol tbv vtcbq avtov Xoyov v7tonevov[L£v 

iq £VO%Oi £L , 7]^l£V [t]cü> &SL(p OQXG) Xal TCÜ> l)7t£QL (sie) XOV- 

xov xivdvvcp xal 8rt£Q(DTri&(ßvT£g) c3[ioXoy(rj6aii£V.) 

\M^6tä VY\V 7tQ[o\K{£lll£VYlv) V7tat£i[a]v M£%£LQ IS. AvQlj- 

\Xiog\ UtXß\_a\vbg II...ovg [xal .~]av.tr]g Uar\<5iog xal [...]. 

[ ]••••[••• ]...[......] 

Hier bricht der Papyrus ab. 

lin. 4 Bei JJsaXä ist vielleicht auch IIss6Xä zu lesen; doch ist wohl nur der Verbindungs- 
strich zwischen II und s oder s und a übertrieben entwickelt, so daß er den Eindruck eines 
selbständigen Buchstabens hervorruft. Der Name ist bezeugt durch P. Flor. 1 Nr. 50 Col. III 
lin. 65. lin. 6 Am Schluß noch ein Horizontalstrich, vielleicht ein weit ausfahrender 

Schlußstrich vom v. lin. 14 1. 7tccQa6trj6coiisv. lin. 15 In v'jto^svov^Ev das zweite o 



176 



Nr. 55: Gestellungsbürgschaft aus Diocletianoupolis. 



nur in Form eines nach oben ausfahrenden Schlußstriches des v angedeutet. lin. 16 vtcsqI 
ist eine gedankenlose Kontamination von vitiq und Ttsqi. 

lin. 11 avtbv elvai kann niclit korrekt sein. Man würde TtaQuiislvcu o. ä. 
erwarten. 

lin. 12 ist wohl zu lesen tov kvqlov ([iov tov). 

lin. 16 Die kontaminierte (s. Appar.) Form iiiteQi hat ein Analogon in dem 
freilich besonders schlecht redigierten Ostrakon bei Wilcken 1 ; 416: vTtBQi xcbv 
drj(iax5i(DV. 

55. 

GrESTBLLUNGSBÜßGrSCHAFT. 

luv. Nr. 345. 

Papyrus H. 17 Br. 19 cm. Diocletianoupolis. A° p. C. 375—379. 

Cursive.. Unveröffentlicht. 

Aurelios P . . ous ; Sohn des Pachymis, verbürgt sich für Anrelios Pachymis, 
Sohn des Hierax, welcher zum fVa^/t^rr/s tcXolcov bestellt ist, wegens seines Er- 
scheinens beim Offizium. Die hiti\iiXeia itXolwv wird wohl zu unterscheiden 
sein von einer S7ti{isXsia vavXov tcXolmv; über das vavXov TtXoiwv, welches ein 
Zwangsbeitrag für die zum Korntransport bestimmten oder die von der Regierung 
zum Binnentransport yon Personen oder Frachten bereitzuhaltenden Schiffe ist ; 
vgl. unten Erl. zu Nr. 64; hier dagegen hat der Epimelet für die Beistellung der 
Fahrzeuge selbst zu sorgen. Offenbar handelt es sich dabei nur um Schiffe für 
den Binnentransport, vielleicht besonders während der Überschwemmungszeit. 

Das ungefähre Datum ergibt sich aus der Rangordnung der Kaisernamen 
in lin. 6. 

<&lav[f(p 5 /](96d(ö[^]o3 ßsv£cp[L]%iaQL(p Tcc&ag rjyspovCag 
®7}ßccLdog äTtcavrjTfj tcqcjvcjv Kwväravtlvrig %al 
zfi[o]%Xrjrtavov itols&g itaoä AvorjXCov I7[.].o / ug Ua%^- 
[i\io\g ccTtb <dio%Xr]ticcvov aoXewg. 

r Ö^[o]Xoyc3 o^ivvg \to\v ftelov \%al~\ 6£ßdö{i[io]v oqxo[v] 
rmv §s67to\%\cb\i> ri[i](X)v Ovd[Xsv\tog %ai [OvaX]svtLVi[cc]vov 
%\al r^Q[aTL^a[voif\ x[pv ccI(dv](g3[v Avyo\y6xoo\y\ hyyyäG&ai 
%a\i\ ava8eSs%^[a\i A\y^o\^Xio\v\ n[a~]%y^i[i]v *IsQccxog 
öv\o]{ia<5d'svTcc S7tL{isXrjtriv tcXol(g)v) yrtoxaxaöxa- 
xrjv(?) 'AtcoXXwvIov "Hgcovog iutl x<p avxbv 
aya<5%sZv elg xr\v xdi.iv %al itaoaSovvai S&wvi 
.[...] 67cs[. .] £7ti[ieX7i[t~\f} • sl de artoXsicpftslriv 



Nr. 56: Gestellungsbürgschaft aus Hermupolis. 



177 



\ßoi{ii rj evo%og] sl'riy [td5 &elcp oq\%g) [aal ra] ev... [...]. i 

[ ].[.*...'....' .' ] 

Hier bricht der Papyrus ab. 

Auf dem Verso einzelne schwache Schriftspuren, beginnend mit 'Jpyytiy roy [, 
Rest zusammenhanglos. 

lin. 9 Pap. tcXol ohne Abkürzungszeichen. lin. 10 1. v7to%atdatcctov t i lin. 11 

In ccya6%£lv das # mit dem s ligiert. lin. 12 1. cc7to%8Lcp&slri. lin. 14 Der Buchstabe 
nach iv kann t oder it sein. Im ersteren Fall sind dahinter noch zwei Buchstaben zu sehen, 
etwa o. — Daher ist zum Schluß der Zeile toy[tov] m | [vdvvay] nicht ausgeschlossen; Schwierig- 
keiten macht jedoch, daß sich die vorangehenden Reste mit dem üblichen tvsqI nicht ver- 
einigen lassen. 

lin. 2 Warum hier Isidoros aTtcciTrjTrjg tiQ&vwv genannt wird, ist nicht recht 
klar, denn die in Frage stehende Angelegenheit hat mit der Rekrutierung nichts 
zu tun. Natürlich konnte Isidoros damals auch Rekruten einheben, aber das war 
offenbar nicht seine einzige Aufgabe. Übrigens ist zu betonen, daß Isidoros hier 
äTtaLvrjvrig tLQcovcov heißt, wo man nicht etwa %qvöov einschieben darf; vielmehr 
ist Naturalsteilung bezweckt. S. Einl. zu Nr. 54. 

lin. 9 Ein VTtoxatdörarog (Pap. -rjg) ist jedenfalls der Ersatzmann für einen 
durch Tod oder auf andere Weise in Wegfall gekommenen Liturgen. Vgl. Nr. 65, 66. 

lin. 10 Hinter reo ist zu ergänzen i[ih. 

lin. 14 Zu äito7tXriQG}\poiiii ygl. Erläut. zu Nr. 50 lin. 14. 



Nr. 56. 

GrE STELLUNGSBÜRG SCH A FT. 

Inv. Nr. 20. 

Papyrus H. 26% Br. 14 cm. Hermupolis. A° p. C. 398. 

Cursive. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 33.) 

Aurelios Theodoros verbürgt das Erscheinen seines Bruders Aurelios Taurinos 
binnen zehn Tagen; Ort und Zweck der Gestellung sind nicht mehr erkennbar. 
Sollte in lin. 17/18 gelesen werden können [ista \yov~] e[v\tccyCov, so würde, da 
das ivxayvov ein Auftrag zur Einhebung einer Steuer ist (vgl. Einl. zu Nr. 45 
S. 159), auch dieses Stück sich auf die Rechnungslegung eines Liturgen beziehen. 
Vielleicht ist auch auf dem Verso zu lesen äith y^^u%a{imx&v)* 

Leipziger Papyri. I. 23 



178 



Nr. 56: Gestellungsbürgschaft aus Hermupolis 



M[f]irß: tijv vitareiav <&\Xavlco\v 

K\ui\<3ttQl0V KCCL AtXL%o\p] XCOV [XcC[llt]()OXdxCOV. 

AvgrjXCco Kvqco 0LXd(i[iico]v[og] 

7toXitevo[i£v<p svaQ%(p v\y\%\xo\6xQa- 
5 xr\yco e EQ[iov TtoXseog xrjg X[a[i7tQox]dxrig 

rtccgä AvqyjXlov Ssoöcoqov IIsQLÖdov 

6%oXa[ö\xmov %al yQtt[i[iaxL%ov d%b xfjg 

avvrjg TtoXscog s^Tjg 'bitoyQdcpovxog. 

r O[ioXoyco d[ivvg xijv ftsCccv %ccl ovQctvCav 
10 xv%rjv xcov rtdvrcc v\i\%covxcov SsöTtoxcov 

r^icov 'AgxadCov %al \_ r Cf\vcoQCov xcov alcovicov 

Av\y\ov<5xcov movöCcog xal av&caQixcog 

iyyväöd'av Av^Xiov Tavqlvov ÜSQiödov 

b[ioyvtf<jiov adeXcpbv ditb xr\\g] av\x~\r\g 
15 rtöXscog ivtl xcp avxbv [.] . [ ] . . . 

\el\6 co de%a r\psQcb\y a]it[b xfjg ^MQ[°1 v 

[ri^8Qa\g^ r\xig stixlv Ms%Iq tQixrj [isxä 

[...]. [.] . . yiov 87tv . [. .] 6 . xcc ..[...].. . . 

[ jcp&rjvca' hav dh dcpvtixsQrjör} %al iirj 

20 \jtcc()]cc6xrj<jco 9 syco avxbg xbv vtcsq a[yxov] Xgy[ov\ 

v\ßo](i§vgyfiai %al [irjdev disijjsvö&ttL [rß svo%- 

[og 8\ir\v reo ftsiep oqkco %ccl X(p ütsgl xovxo\y] %[i]vdv[v(p %al iTC^SQcot^elg)] 
GJii(oX6yii<5a.) 

(2. Hand.) AvQiqXiog GsöxcoQog IIsQiödov yqayb\iwti%bg %ai [<?]#[o]/latf- 
[r]^[^]ög eyyvöo k uaL xbv ddsXcpbv Tcc[v]ptV[o]a/ coöxs itUQ .[.].. [. .] . 
25 8Löco 8ina r\ii8Qcov 7taQa6xr\(5ai d%b xf\g arj[i8Qov. K[vq~\lov 
to %8iQoyQacpov ebg it^6%8ixai. 

Auf dem Verso: 'Eyyyrj TavQlyoy nsQiodg[v] drtb ..[.]...( ) 

lin. 9 S. App. zu Nr. 52, 6. lin. 10 dsaitor&v korr. lin. 18 Zu Anfang vielleicht [tov] 
i[v}tccyiov. — Zu Ende bis lin. 19 vielleicht %cc]l {ir} | [ocitoXsLjcp&tfvcu. lin. 23 1. ©sodcoQog. 

lin. 6 Im ersten Druck war ITsQiödov als Adjektiv zu <5%oXa6xi%ov %ai 
yqa\i\iaxi%ov aufgefaßt, indem in lin. 23 TtsgCodog gelesen war. Daß daselbst die 
Genetivform zu lesen ist, ist von Wilcken erkannt worden. 

lin. 15 Am Schluß würde dem Sinn nach etwa a7tavxr\6ai passen. 

lin. 24 Da zum Schluß 7tttQa[6]x?}\jja\i nicht ganz ausgeschlossen ist, läßt 
sich an Dittographie denken. 



Nr. 57 : Kleid erlief erung für die Gladiatorenschule. 



179 



Kr. 67.- 

KLEIDERLIEFERUNGr FÜR DIE GLADIATORENSCHULE. 
Inv. Nr. 294. 

Papyrus H. 25 Br. 7% cm. Herkunft unbekannt A° p. C. 261. 

Am unteren Rand abgebrochen, doch, scheint das Recto vollständig erhalten zu sein. 
Insbesondere ist der obere Rand wenigstens zur Hälfte noch vorhanden. 

Dieser in ziemlich kleiner und darum oft undeutlicher Schrift beschriebene 
Papyrus enthält das Versprechen eines gewissen Aurelios Achilleus, die ihm als 
Liturgie übertragene Beschaffung und Ablieferung von Kleidern für den Ludus 
monomachon, die Gladiatorenschule in Alexandrien, besorgen und die Quittung 
dem Offizialis produzieren zu wollen. Über die Gladiatorenschulen vgl. vor allem 
die eingehende Darstellung von Friedländer Sittengesch. 6 2, 376; die alexandrinische 
ist eines von den drei außerhalb Roms bestehenden kaiserlichen Instituten dieser 
Art und wird auch erwähnt 0. 1. L. 10, 1685. Unser Papyrus zeigt, daß die 
Lieferung der Kleider für dieselben eine Steuer der Städte bildete. 

Um welche Stadt es sich im vorliegenden Fall handelte, ist wegen der Defekte 
der Urkunde nicht zu ersehen. Gleich hier ist zu bemerken, daß das Verso des 
Papyrus mit dem Recto inhaltlich schwerlich etwas zu tun haben wird und darum 
die daselbst stattfindende Nennung von Komarchen in die Erläuterung des Recto 
nicht hineingezogen werden darf. Zwar ist auch im Verso, wie im Recto, ein 
JvQrjXiog y A%iX%8vg genannt; aber dieser Name ist eben ein ganz alltäglicher. 
Übrigens ist von dem Verso anscheinend ein großes Stück verloren gegangen; der 
Streifen, als welcher der Papyrus seiner Form nach sich jetzt noch darstellt, muß 
also ursprünglich sehr lang, gewesen sein. — Der Name der Stadt, zu welcher 
Achilleus gehörte, muß in den defekten ersten Zeilen gestanden haben. In diesen 
vermißt man zweierlei: erstens die nähere Bezeichnung des Offizials, die wenigstens 
bei Flavios Isidoros (s. Binl. zu Nr. 17) nie fehlt (z.B. bcpcpiniccliog td^ecog riys^iovlag 
&y]ßaCdog), sodann die Heimatsangabe des Achilleus. Da zwischen lin. 2 und 4 
ein durchlöchertes Spatium vorhanden ist, muß eine dieser Angaben wohl hier — 

ich habe den fraglichen Raum als lin. 3 mit [ ] bezeichnet — gestanden 

haben. Und- zwar liegt es am nächsten, in diesem Raum die erforderliche Deter- 
mination zu 6(pcpv%taU(p zu suchen; allerdings weiß man dann nicht recht, wo die 
Heimatsangabe für Achilleus stand. Freilich muß ich betonen, daß die Reste von 
'A%ills\yg so bedenklich aussehen, daß nur die innere Wahrscheinlichkeit sie zur 
Not lesen läßt. Darum wäre auch denkbar lin. 3 für AvQ(yiXiog) A%iXX£vg in 
Anspruch zu nehmen und in lin. 4 etwa die Worte ßovX(svxrjg) ...noÄeag zu 
suchen. Die in der obigen Transkription gemachte Ergänzung von lin. 4 kann 
darum auch abgeändert werden, zumal die Restbuchstaben ~]yg allenfalls auch für 
]<»£ (nämlich 7t6Xs]cog) gedeutet werden könnten. 

23* 



180 



Nr. 57: Kleiderlieferung für die Gladiatorenschule. 



Der Gegenstand der Lieferung sind iit&vsg, dygCat 1 ) — die Lesung ist nicht 
ganz sieher; aber das Wort ist durch Poll. 7, 61 bezeugt und bedeutet den Flaus- 
rock; vgl. auch das synonyme und von Passow-Rost für etymologisch verwandt 
gehaltene GiGvqcc — und eine Kleidersorte , von deren Namen ich nur die Buch- 
staben ütSQ.ulcjv zu erkennen glaube (darüber Tintenspur). Studniczka konjiziert 
nach der Transkription 7tEQi(p)%(e)h(av , was einen guten Sinn geben würde, aber 
ich wage nicht es einzusetzen , da man den Ausfall zweier Buchstaben annehmen 
müßte. Ich dachte auch an X£Qiß(o)täv, aber dies ist sowohl nach dem Sinn 
als nach der Form des ß, welches hierbei das ptolemäische sein müßte, erst recht 
nicht ansprechend. Daß die Kleider paarweise geliefert werden, erklärt sich, wie 
Studniczka mir bemerkt, entweder daraus, daß die Gladiatoren paarweise auftraten, 
oder so, daß für jeden Mann ein Paar zum Wechseln gerechnet wurde. 

Von Interesse ist, daß diese Lieferung an das öcpcpfoaov tov %qcct(6tov Sikcuo- 
dotov geschieht; denn sonst erscheint der dMcciodotrjg nicht als Verwaltungsbeamter. 
Doch hat er auch in P. Lond. 2 n. 251 (p. 377) lin. 6/7 mit einem Verwaltungs- 
akt, nämlich der av&KQtöig der Sklaven zu tun; vgl. oben S. 17. 

Unverständlich sind mir die Worte tö hitiß&llov %r\ itolei (rftiiäv) {isgog. 
Wenn, wie es doch offenbar ist, Aurelios Achilleus nicht aus Alexandrien ist, 
warum oblag seiner Stadt gerade die Hälfte der erforderlichen Kleider? Denkbar 
ist, daß diese Hälfte — die andere bestritt wohl die Staatskasse — abwechselnd 
auf verschiedene Städte umgelegt wurde; aber ich weiß hiervon nichts Näheres. 

Die Urkunde ist datiert aus dem ersten Jahr des Macrianus und Quietus 
10. Phamenoth. Aus demselben Jahr stammen noch P. E. R. Nr. 2032 (Führer 
durch die Ausstellung Nr. 284) und P. Grenf. 1 n. 50. Das Datum in lin. 12/13 
und 29/30 tov dL£lrjX(y&6tog) g exovg rrjg tcqo tav\y\rig ßatiiletag legt die Ver- 
mutung nahe, daß man unter Macrian und Quietus ihre Vorgänger geflissentlich 
nicht nannte. 



Recto. 



5 




10 



..[....].. yevoiisv\(o\v 
...ewv [s]£g eaiiisleiav 

xam\x>i8i\v drj[iotiiG)(v) 



1) cccylcov in lin. 29 ausgeschlossen. 



Nr. 57: Kleiderlieferung für die Gladiatorenschule. 



[{icctCgjv Xovdov fto- 
vo[id%(DV tov 8isXriX(y&6tog) 
£ stovg trjg tcqo tav\t]rig ßa6u- 
XsCag 6(jll)vi)(d vrjv tcb[v\ 
Kvqlcov r^icbv Mcmqi- 
{vi)avov %al Kvtft[o]v ZJs- 
ßaötcov Tvxrjv %ats- 

vsyxslv slg t \ps]fiyotd- 

trjv 'AXs^dvd^siuv) xal tcccqcc- 

Scjöslv. sv tc5 'Eitslcp 

liyvl tov svsötcb- 

tog a (stovg) tw öcp<pi%L<p 

tov %QatLö\to]v di- 

ucuodotov r] olg 

säv KsXsvG&cb 

tb sitißdXXov tr\ 

rtöXsi (r^niöv) {isoog %itd)VG)v 

lihv t,svy(ri) qii%, 7CBQ . %Xcov isvy(rj) . 

%al tiyoiibv 11% ti(rtho) tov d\_i]sXrj- 

Xv&[6]tog £ (stovg) , %al tYjg Ttaoadotisag 

notiisiv {is trj ?•[•••]• L( f 

tä ki, sftovg yqd\i\iata r\ svo- 

%og slr\v tw ftsicp oqkg) xal 

STtSQWtrj&sig &[ioX6yri6cc. 

("Etovg) cc AvtoKQcetÖQCOv Kai6&Q(ü(v) 

Tltov <bovXovio\y] 9 Iovvi[o]v 

Ma%Qiav\p\v %ai TCtov QovXov([ov] 

5 Iov { lov } v[Qo[y~] Kvrjtov Evtisßcbv 

Evtv%cjv Usßaötwv (Datisvad' v 1 

Ai)(orjXiog) , A%LX(Xsi)g) ch[[ioö~]a tov 7too%s([i£vo(v) 

OQKOV %\_(ttl) KUt\ä%Qß %(oi) TtCCQCC^dcDÖG)] (bg 
[7CQ0%]stS. 

Verso (der Höhe nach geschrieben) : (2. Hand.) 
] %G}^idQ%aig .[.]..[. .]o. dsxaddo%ov 

...o ccbtrig 

] Aioril(l(p) Hapotivi TLax^tog %al TvQuvvcp .[.] §vsy..[ 



182 



Nr. 58 : Versprechen einer Rechnungsablegung aus der Thebais. 



4 ] ev . [. ]o£. (3. Hand.) c 2Vrö AvqyiI[Iov\ '4%iXl[s\(og vlo\y~\ BrjäctQC&vog 

\ß]ovX(svtov) TO 

5 %i<Q6YQa(p(ov) iyQd(cprj). 

lin. 3 Zwischen lin. 2 und 4 ein Spatium, ausreichend für eine Zeile; davon die linke 
Seite fehlend, die rechte unbeschrieben. lin. 10 Pap. dr\iL06iär. lin. 21 Vielleicht 

lLsr\vl zu lesen. lin. 24 Bei r\ Korr. lin. 28 Pap. gsv. — Uber msq . kIcqv Schrift- 

spuren, lin. 29 fifitho): das v etwas defekt und unter die Zeile gestellt; auch ist auffallend, 
daß der bei <ö(itho) übliche das it andeutende Bogen (v) darüber fehlt. lin. 31 £.[...]. la : 
£7t[isi%]sitt scheint ausgeschlossen. Der erste Buchstabe kann cc oder s sein. Ey[Xaß]sla 
(BGU. 103 lin. 7) nicht undenkbar. lin. 35 Pap. KcciaaQW. lin. 40 Pap. anscheinend 
A v = Av{qr\kiog). — Pap. 7tQO%sLtL8vä. 

tfr. 58. 

VERSPRECHEN EINER RECHNUNGSABLEGUNGr. 
Inv. Nr. 585. 

Papyrus H. 24 Br. 13 cm. Aus der Thebais. A° p. C. 371. 

Cursive. Unveröffentliclit. 

Aurelios Horion, der ältere Sohn des Julianos, erklärt dem Flavios Isidoros, 
daß er von zwei iitiiielrjrcci eö&rjxog von Panospolis, namens Apolloniös (vgl. 
Nr. 46 lin. 2) und Mikkalos, ihre ivxdyta über die in Alexandrien abgelieferten 
Kleider empfangen hat und ihm ^entweder diese Männer selbst oder diese evxdyia 
zur Recnnungslegung nach Alexandrien milgefeh wird. 

Über die hitiyiikua iöd^fjxog vgl. Einl. zu Nr. 45. Hier ist der Begriff des 
evxdyiov zu erörtern, welcher hier, sowie in den nachfolgenden Nrn. 59 und 60, 
dann auch in Nr. 64 und anderen Papyri vorkommt. 'Evxdyiov ist wörtlich über- 
setzt der Auftrag, und wenn demnach ein Epimelet ein solches hat, so ist darunter 
zunächst der Hebungsauftrag zu verstehen, welcher ihm von der Staatsbehörde zu- 
teil geworden ist; insofern wäre das Wort synonym mit dem in den; früheren Jahr- 
hunderten oft vorkommenden &7tccixi]6i[iov. In diesem Sinn schreibt in Nr. 64 
lin. 22 fg. der Statthalter u. zw. an den Exactor der großen Oase: * /le%d\ievog 
xoCvvv tö 7tQ6öxay[[icc\ xr\g rj[y(eiiovi%)7]g] Ka&oöubtiE&g) x[a\ evxuyfievxu xfj 
didatfxccXeCa xfj VTtoxei^ievri xr\g xd^ecog ev&eag [itfvvöov x<p Sma^xriQiG) %xL\ 
danach ist der didaöKcdeCa xfjg xd^ewg eine Hebungsanweisung zugegangen, welche 
für den Exactor als Norm dienen soll, wieviel er an Steuern einzufordern hat; 
diese Anweisung wird aber xä ivxa%&evxa genannt. 

Die Schwierigkeit ist nun in dem nachfolgenden Papyrus die, daß man mit 
dieser einfachen Bedeutung von evxdyiov nicht auskommt. Denn wenn hier' gesagt 
wird, Horion wolle dem Isidoros die evxdyia anderer Epimeleten zur Rechnungs- 
legung in Alexandrien mitgeben, so hat das an sich keinen Sinn. Einen solchen 



Nr. 58: Versprechen einer Rechnungsablegung aus der Thebais. 



gewinnt man nur, wenn man annimmt, daß er die Quittungen mitgibt, welche die 
Leute über die erfolgte Ablieferung in Händen haben, und in der Tat wird in 
lin. 11 — 15 gesagt, daß sie wirklich abgeliefert haben. Demnach ist svxdyvov 
hier in dem prägnanten Sinn yon einer quittierten Einhebungsanweisung zu 
verstehen. 

In manchen Fällen hat aber hvxdyiov ganz direkt die Bedeutung der „Quittung". 
So insbesondere in Papyri des sechsten Jhd. Im P. Grenf. 2, 97 bestätigt Victorina 
dem Absalom den Empfang von 38 3 / 4 Keratia; Unterschrift: + BixxcjoCvr} <5xoi%Z 
pol tb hvxdyiiov) hg TtQÖocsttai; so. auch ebenda Nr. 98 Verso. Zu der ersten 
Stelle bemerken Grenf ell-Hunt: * spray lov is equivalent to %ixxd%iov cf. XCVI 6 
(das bedeutet dort Quittung); the word is new.' In der Tat findet sich diese 
Äquivalenz bestätigt durch die Empfangsbestätigung eines Schiffers P. Oxy. 1, 142, 
welche in lin. 1 'evtdyiov , auf dem Verso itixxd%iov genannt wird. Aber auch in 
den Leipziger Papyri des 4. Jahrhunderts ist diese Bedeutung schon zu finden; 
Nr. 62 Col. II lin. 10 und 25 spricht von ivxdyta Xovixog %qv6(dvov, welche 
nichts sind als Quittungen über abgelieferte Steuergelder. 

Wenn trotzdem nach der Etymologie nicht gezweifelt werden kann, daß 
evxdyiov ursprünglich der Hebungsauftrag ist, so hat sich offenbar sehr früh die 
des quittierten Auftrags und dann die der Quittung schlechthin daran angeschlossen. 

Des näheren scheint der Sachverhalt unserer Urkunde der zu sein, daß nicht 
bloß Apollonios und Mikkalos Epimeleten waren, sondern auch Horion selbst; 
denn er sagt: TtooGsxdx&rjiiEV .... xocxlbvccl slg xr\v X. 'Alsizdvdosiccv /ifO 1 ' rjg 
V7t£d£%d[i£&a £6$r\xog. Merkwürdigerweise spricht er aber von seiner eigenen 
Verpflichtung nicht, gibt auch für sich kein Gestellungs versprechen ab; wie das zu 
erklären ist, bleibt dunkel. 1 ) Im übrigen ist der Umstand, daß hier bezüglich des 
Apollonios und Mikkalos das persönliche Erscheinen in Alexandrien nur fakultativ 
bleibt und statt dessen auch Ablieferung der Quittungen genügt, während in den 
unter Nr. 45 und 46 mitgeteilten Urkunden von letzterer Erleichterung gar nicht 
die Rede ist, wohl so aufzufassen, daß die Epimeleten der letzteren Urkunden ent- 
weder überhaupt noch nicht geliefert hatten (vgl. Einl. zu Nr. 45) oder mangel- 
haft, so daß ihre Quittungen sie nicht deckten. 

Spuren von einer Zeile. 

[ ]'jil>i> Tt.wv TColmg &lavi(p 

Iölöcoqg) b(pcp{i%iaXl(p) xd%£cog fiyspovlag 
®rjßaCdog %cclq£lv. 'Eitudri apa 6ol 

Ttooösxdx&rjiiev vrtb xfjg e^ovölag 5 



1) Möglicherweise war Horion nicht zur aktiven Einhebung, sondern nur zur Kontrolle 
der andern beiden verpflichtet; so würde sich etwa auch erMären, daß er sagt: vTtsds^diiriv . .. 
na ivtdyia hawc&v. 



184 



Nr. 58: Versprechen einer Rechnungsablegung aus der Thebais. 



xov kv[qC\ov fiov xo\y\ Xa^Ttqoxdxov rjys^iövog 

0XavLo[v] 'ävtcovLöv Aopixiavov Kaxiivau 

eig xrjv Xa[i7tQoxdxrjv AX£%dv8q£iav rjg 

V7t£de%d{i£d , a &6frr}xog 7tgb(gy diddoöiv 
10 %axä xovxo d[ioXoya) ' VTtsds^d^rjv 

7t(aou) AitoXXmvCov Brjöäxog £\7Ci\ii£Xrjtov 

Ilavbg (ttolecogy Kai Ttaoh (tc korr.) MiKKaXov Owdcooov 

tu hvxdyia sccvrwv xrjg eavrobv iö&yj- 

xog rjg dtad£d(bKa6\i\v ijärj £jtl xfig 
15 .avxfjg AX&avdoimv Kai TrjQtftim Ttaq? 

£^avx\o\v n>£%Qig 'Als\%\uvdQslag Gyyaito- 

SovvaC \p\oi avxovg xovg äv&QcoTtovg rj av- 

xä xä iv\x\dyia rtqbg ditoXoylav hitl xov 

diitccGxrjQLG) (sie), xrjv dh %£ioa xccvxyjv 
20 s$€dö[irjv 6oi itqbg äöcpdXsiav 

Kai £7t£QG)(xrj&£lg) cj^oX6y(rj<3a). 'Titaxdag 

xov d£<jjt6xov fftimv Tqaxiavov xov alcoviov 

Avyov\ßxo~\v xb ß / Kai ÜQÖßov xov Xaybitqoxdxov 

£7tdo%ov xov l£qov 7tQaixcoQC6[y] Qacbcpi l . 
25 AvoijXiog *£IqIg)v 7to(£Gßvx£Qog) 'IovXiavov £%£Ö6- 

\ji\riv xi\v %£iqa hg xqöksitcm. 

Yor lin. 1 abgebrochen. lin. 14 Bei r\ in ri§r\ Korrektur. lin. 25 Pap. nq. 

Da wir geheißen wurden von der Macht des erhabensten Statthalters Mavios 
Antonius Domitianus mit dir zusammen nach Alexandrien zu reisen mit den Kleidern, 
welche wir eingenommen haben, zur Ablieferung, demgemäß erkläre ich: Ich übernahm 
von Apollonios, Sohn des Besas, und Mikkalos, Sohn des Theodoros, ihre (quittierten) 
Aufträge wegen ihrer Kleider, die sie ... in dem genannten Alexandrien abgeliefert 
haben und werde meinerseits besorgen dir entweder die Leute selbst oder aber die 
(quittierten) Aufträge nach Alexandrien zur Bechnungslegung bei der Behörde mit- 
zugeben, u. s. f. 

Vor lin. 2 etwa zu erg.: AvQiqXiog *&q(g)v 'IovXiavov äQ%(ag) ßoyX^svxtfg). 

lin. 2 Zwischen rjXi und x.wv freier Raum, das t ist von dem Kürzungsstrich 
durchkreuzt. Hinter x noch Schriftzüge; doch ist es denkbar ; daß ein hyper- 
trophisches 03 und also bloß xav zu lesen ist. Der erste Buchstabe der Zeile 
kann sein; ob das Ganze *T]ipr}XiT(bv gelesen werden darf, trotz der bezeichneten 
Schwierigkeiten ; bleibt dahingestellt. 

lin. 7 Zu Domitianus vgl. Festg. für J. Nicole S. 374. 



Er. 59 : Bestätigung über Rückempfang (?) aus Panospplis. 



185 



lin. 9 diddoöig, wörtlich die Austeilung, wird hier und in anderen Leipziger 
Papyri im Sinn yon Ablieferung gebraucht. S. Erläut. zu Nr. 97 Col. XII lin. 18. 

lin. 10 biioloycb • vTteds^d^iYjv. Das Asyndeton ist hier keineswegs wie in 
BGIL 899 fehlerhaft , sondern, so zu erklären: Horion hat die evtdyia nicht von 
Isidoros erhalten , sondern von 'dritten Personen; 6[ioloy(b v7tod8%cc6&cci würde aber 
nur dann richtig sein, wenn er sie von Isidor empfangen hätte , also ihm eine 
Quittung ausstellte, während hier reine Geschichtserzählung vorliegt. 



Nr. 59. 

BESTÄTIGUNG ÜBER RÜCKEMPFANG (?) 

Inv. Nr. 430. 

Papyrus H. 25 Br. 12 cm. Panospolis. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Dieses vulgär geschriebene und schlecht stilisierte Stück ist ziemlich schwer 
verständlich. Aur. Mikkalos erklärt yon Isidoros die von ihm selbst deponierten 
evtdyia über seine Kleiderliturgie ruckef^ialten zu haben u. zw. über 69 Röcke und 
Mäntel; von dem ivrdyiov bezüglich der Mäntel hat er drei Mäntel gestrichen 
(exov(pi<5u), weil er in Abwesenheit des Isidoros Auslagen für die Quittung gehabt 
hat. Der Hergang dürfte dieser sein: die Kleider sind von Mikkalos schon ab- 
geliefert; dies zeigt die Erwähnung der a^EQi^ivCa in lin. 20, woraus gleichzeitig 
folgt, daß ivrdyiov auch hier (s. Einl. zu Nr. 58) den quittierten Hebungsauftrag 
bezeichnet. Wenn nun Isidoros dieses ivrdyiov in die Hand bekommen hat, so 
geschah das zu dem Zwecke, die richtige Ablieferung eben durch die Quittung zu 
kontrollieren. Erinnern wir uns, daß auch in Nr. 58 die Quittungen von den Epi- 
meleten 1 ) dem Offizial zur Kontrolle eingehändigt werden sollen, so ist diese Er- 
klärung außer Zweifel. Natürlich muß nach durchgeführter Kontrolle (von 
welcher nicht ersichtlich ist, ob sie bei der rd%ig stattfindet oder in Alexandrien) 
Isidoros die Quittung zurückgeben und der Papyrus ist die Gegenquittung über 
diese Rückstellung. Wenn dabei erwähnt wird, der Epimelet habe drei Mäntel 
vom Auftrag abgeschrieben, so geschieht dies aus übergroßer Vorsicht des 
Isidoros, d. h. damit ihm nicht auf Grund der Gegenquittung vorgeworfen werden 
kann, er habe dem Mikkalos eine Quittung über 69 Mäntel (dieselbe Zahl 
auch in Nr. 60) zurückgegeben, während nur 66 geliefert waren; im übrigen 
muß dieser Abstrich sachlich im Rechnungsbureau selbst geprüft worden sein und 



A° p. C. 371. 



1) Zufällig heißt der eine derselben auch dort Mikkalos; aber nach dem Patronymikon 
ist er mit dem hier genannten nicht identisch. 

Leipziger Papyri. I. 24 



186 



Nr. 59: Bestätigung über Rückempfang (?) aus Panospolis. 



kann die Quittung nur auf 66 Mäntel (und die 6xi%dqla) gelautet haben — eben 
deswegen ist die Wiederholung dessen in der Gegenquittung , die noch dazu nicht 
in der Hand des Mikkalos blieb, sehr überflüssig. Der Abstrich selbst wird ge- 
rechtfertigt durch Hinweis auf die avaXcb{iaxcc el^g") 6v{i}v7tXi]Qco0tv xr\g ä{i£Qi[ivCag. 
Damit sind wohl, da die Kleider in Alexandrien abzuliefern waren, die Fracht- 
und Reisekosten gemeint (Erwähnung solcher in P. Oxy. 1, 142); vielleicht durften 
die Epimeleten dieserhalb einen bestimmten Betrag von der Lieferung abziehen. 

Bereits in der Einleitung zu Nr. 45 (S. 158) wurde darauf hingewiesen, wie 
es auffallend ist, daß hier die Kleider in Natur geliefert werden, während nach 
C. Th. 7, 6, 3 v. J. 377 Ägypten unter den Provinzen genannt wird, in welchen 
die Kleidersteuer adäriert war. Es gibt zwei Möglichkeiten, diesen Widerspruch 
zu beheben. Entweder die Adäration begründete nur ein Recht der Provinzen, 
statt der Kleider Geld zu zahlen, wobei ihnen jedoch die Naturalleistung noch 
immer freistand. Oder es ist, was ich für wahrscheinlicher halte, darauf Rücksicht 
zu nehmen, daß die die Naturallieferung bezeugenden Papyri (Nr. 45, 46, 58—60) 
sämtlich noch vor das Jahr 377 fallen^ die Adäration also erst nach der Zeit ein- 
geführt sein könnte, der sie angehören. 

^Txaxstag xov deörtöxov r^im* ®Xavlov\ 

\TQ^\atLa\yov xov a\l(Dvl\ov\ Avyov6xo\y\ xb ßH 

aal QXavCov I7<po$[o]i> xov Xa\iiiqoxdxov eitdo- 

%ov xov Isqov ctQ\cc]iXOQiov. AvQijhog 

MlzxaXog 'Aq>&q[v\lov aQ%(ccg) ßovXsvxrjg 

Jlavbg TtöXecog hiti\L8X<Y\x ; Y\g eö&'Yjxo^g) 

XQi<5xaide%uxig IvSiKXuovog <&Xavico 

'IöidwQG) ocpiftiaXlcp xd&wg f}y£[iovLccg 

®rjßccCdo[g] %cclq£lv. *0[ioXoy(X) tcuqsi- 

Xrjytfvcci (sie) itaqd 6ov xä 7taQaxq$evx\a\ (sie) 

vrf £{iov svxdniov (sie) xqg 86&r\xog 

XTjg &7tiiieXCag xov ditoyivoyiivov ly 

\8Xov\g sy xrj (sie) 6xi%aolag (sie) nccl %Xa[ivdi e%ij- 

\%ov\xa evvea ml xr\g !Al8^avdQS(DV 

\xa]l euovyvtiu cctco xov hvxanlov (sie) 

[xcbv] %\Xcc\{ivd(x)v %Xcc{ivdccg xotg cotixs 

e[£]rjxovxcc ?fj %Xcc[ivdag xov 

ivxaxCov dtä xfo (sie) %oiav \ioi e6%Yj%evai 

ävaX(D[idxcüv sl(cf) 6viv7tXriQG)6iv 

xrjg ä\LeQi[Lviag xcbv TtaXi&v (? s. 7taX<^a)ca)v?) 

dXXooxoCov 6ov ovxog xccvxrjg 



Nr. 59: Bestätigung über Bückempfang (?) aus Panospolis. 



187 



xfjg. ÜTCo&sGsog (sie) dcä xfo (sie) l<3%y%£V£ [ioi, 
xcc evtdxicc [iov %al i%oi5cpv&a xäg 
TtQoeiQTjjievag %Xa[ivdccg XQig 

dg xr\v rtQosiQrjuevcov (sie) GvvTtXt'iQwGiv 25 
xcbv TtccXU&v (? s. rtccXaicov?), xrjv xh %£iQav xav- 
xrjv [ej^sdö^isv (sie) öot rtgbg aöcpdleiccv 
%a\i e7t]6Q0t7jd , €lg 6^oX6yrj(ja (sie). 
AiQ^i\Xio\g MCwxaXog 6 rtQoxsC[LSvog 

s&£[{irjv] Goi vy\v a6(p\a\leiav <^wg)> tcq(6%£ixccl). 30 
Hier bricht der Papyrus ab. 

lin. 4 1. TtQccLTcoQiov. lin. 7 1. tQiayiaid£Y,dtr\g. lin. 8 1. ö<$cpi%ici%i(p* lin. 10 

1. 7tccQSilricpfaca und 7taQats^hr[cc]. lin. 11 1. ivtdyia, entsprechend auch in lin. 15 und 23, 

lin. 13 \. ts und ati%aQioig. lin. 15 1. £%ovq)i6cc. lin. 19 1. 6vv7t%r\Q(oGLV. lin. 20 

1. 7tcil%Low ? ; vgl. Sacherläuterung zu lin. 26. lin. 22 1. tö und y,6i lin. 25 1. vtqosi- 

Adresse. Ich bekenne von dir erhalten zu haben die von mir abgegebenen (quittierten) 
Aufträge über die Kleiderlieferung der 13. Indiktion, in 69 Böcken und Mänteln, in 
Alexandrien, und ich habe abgeschrieben von dem Auftrag der Mäntel drei Mäntel, so 
daß (bleiben) 66 Mäntel im Auftrag, weil ich Auslagen nötig hatte zur Herstellung 
der Quittung der Mäntel, indem du von dieser Angelegenheit fern warst. (Dies er- 
kläre ich), weil ich meine Quittungen bekommen habe und habe die vorgenannten 
3 Mäntel abgeschrieben zur vorgenannten Herstellung der Quittung u. s. f. 

lin. 14 Ob £7tl xyjg 'JX£%avdQ8(ov zu TtaQetXrjcpsvai gehört oder zu tcccqccxo- 
d-£vx[a] ist zweifelhaft. Wahrscheinlicher ist das letztere, 
lin. 16 Hinter äöxs ist ein Zeitwort ausgefallen, 
lin. 20 Vgl. Erläut. zu lin. 26. 

lin. 21 Was die Abwesenheit des Isidor von der ^vTtoftsöig 9 zu bedeuten hat, 
wird nicht ersichtlich. 

lin. 22 Die Warte diu xh £<j%rjxev£ poi u. s. f. sind bloße ungeschickte 
Wiederholung. 

lin. 26 Ich bin nicht ganz außer Zweifel, ob statt TtaXMwv — der Wechsel 
des Ausdrucks gegenüber dem vorhergehenden %Xa[ivd£g ist auffallend — nicht zu 
lesen ist itaXai&v, was sich dann auf irgendwelche ältere Lieferung beziehen 
würde. Dann wäre auch die Lesung in lin. 20 entsprechend zu ändern. 



24 



188 



Nr. 60: Bestätigung über Rückempfang (?) aus Panospolis. 



Nr. 60. 



BESTÄTIGUNG ÜBEE BÜCKEMPFANG (?). 



Inv. Nr. 252. 

Papyrus H. 12 Br. 12% cm. 



Panospolis. 



Jünger als Nr. 45. 



Cursive. Unveröffentlicht. 
Oben und unten abgebrochen. 

Die Kinder des Aphthonios bekennen von Fl. Isidoros die hvx&yw für die 
eitiiiilsia 86d"Y}Tog ihres (wahrscheinlich inzwischen verstorbenen) Vaters erhalten 
zu haben. . Die Angelegenheit dürfte ähnlich liegen wie in Nr. 59; vgl. die Ein- 
leitung daselbst. Daß die in lin. 1 genannte Person derselbe Avgtfhog MtxocaXog 
ist, welcher in Nr. 59 für sein eigenes evxayiov quittiert, glaube ich nicht, ob- 
wohl auch ihr Name auf Xog endigt; aber für Miwxu scheint mir wenig Raum 
zu sein. Wie immer übrigens unser Mann geheißen hat, jedenfalls haben in der 
13. Indiktion Aphthonios und ein Sohn von ihm, der Mikkalos hieß, die Liturgie 
geführt und so besteht die Eigentümlichkeit, daß dieser dann gleichzeitig mit seinem 
Vater (beide für die 13. Indiktion) die Cura vestium gehabt hat. Das widerstreitet, 
wenn er nicht emanzipiert war (C. J. 10, 62, 3), dem Rechtsgrundsatz, daß zwei 
Munera in demselben Haus nicht getragen zu werden brauchen (vgl. meine Bern. 
C. P. R. 1, 104 fg.). Freilich zeigen die daselbst angeführten Stellen (Anm. 6), daß 
dies den Untertanen dennoch oft zugemutet wurde. 

Uber die Beziehung dieses Stücks zu Nr. 45 ist in der Einleitung zu jener Nr. 
gehandelt. 



10 



5 



JvQt]ho[g ...~]log |.[ ]•[••] 

adeXcpri ^tdv^ir] aeiTC&Q&svog a\icpox8Qoi 

s% TtatQog 'Acp&oviov [ysv]o}isvov ßovl(evtov) aQ%(ccvxog) 

xrjg navoitoXiXQov Xcc[i7tQäg TtoXscog 

yev\oii\8vov \ß\3tiii8lr\tov iG&yjxog öxqccxmoxi- 

KYi\g x^yjg XQiöxatdsxcixrig IvSixxiovog bk {irj- 

TQog Ta[[i]ov'd , Log &Xavc<p 'IötdcoQG) bcp(p(i%iaU<p) 

xa^lfog] v\y8\iovlag &iqßal8og %ccCq8iv. 

^O^loXoyov^BV VTtodsS^xl&ai tcccqcc öov xa 

8xdo&8[vrcc] 8vxdyi\_cc] 8itl tilg 'AXs^ccvdQiccg 

vtcIq 87tiii\8~\X\ßC]ag xov i\{iibv TtaxQog xyjg 

rtQ08LQri{i8vr]g XQMjKccidsxdxrjg tvd[L~]%xcöv[og~] 

%Xcciivd(Dv 0XQa\x~\iG)XMcbv i^Koly'jxa hv- 



Nr. 61: Quittung über Rekrutengelder aus Antinooupolis. 



189 



via %al 6XL%aQtcov xsxQa%o6((o\y\ xoidnovxa 
xeGödowv %al avxcbv [irj[ds]va Xoyov 

Hier bricht der Papyrus ab. 

Auf dem Verso Schriftreste von 2. Hand. 

lin. 13 69 Mäntel hatte auch der in Nr. 59 genannte Sohn des Aphthonios 
in seiner eigenen Liturgie zu liefern. Die Zahl der Sticharia dagegen ist hier 
viel höher. 

Nr. 61. 

QUITTUNG ÜBER REKRUTENGELDER. 

luv. Nr. 461. 

Papyrus H. 28 Br. 20 cm. Antinooupolis. A° p. C. 375. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Der Papyrus enthält eine Quittung des Aurelios Apis an Flavios Isidoros 
über zweiundsiebzig Solidi, welche dieser an ihn als Rekrutensteuer der Stadt 
Hermupolis abgeführt hat; der Ausdruck %qv6o\v x^slqcdvcjv xcbv itakaicbv %qo\v\(dv 
deutet wohl darauf hin, daß es sich um eine rückständige Zahlung handelt. Über 
die Stellung des Aurelios Apis und die Berechnung des Geldes wird das Erforder- 
liche zu Nr. 62 bemerkt werden. Über den %ovöbg xlqg)vcov vgl. Einl. zu Nr. 54. 
Der Betrag der Schuldigkeit macht hier 72 Solidi = 1 Pfund Gold. 

Über den Statthalter Fl. Pompejus Pergamius (oben Nr. 34 lin. 12) vgl. meine 
Bern, in der Festschr. für J. Nicole S. 375. 

Msxä xv\v v%ax£\tä\v xov deöTCÖxov fj^cbv FoaxLavov 

xov aicoviov Avyov6\xo\v xb y %al 'EmxCov xov Xa\L%ooxdxov 

A&vq \i\S~ 
AvQYiXuog r Ajtig Uavxiog 7t\o]lLXEv6^i6vog Avxivoov 
TtöXsGog xyg Xa[i7t[Q]oxd[xrjg^ iQv6mvr\g S7taQ%stag 
®rjßaCdog <£Xav[C](p \jId]iÖG)Q(p öcp(p(i%LaXC<p) xd&ag 
rjys^ovtag ®rj[ß]aod[o]g %alosiv. 'AnoXov&ag 
xolg 7tQ06xa%&s\l6i]v vitb xr\g i^ovöCag xov x\v]qCov [{i]ov 
xov Xu[i7tQOxdxo[v] fiye[{i\6vog &XavC[o]v Tloiiitrilov 
IIeQyaiLio[y\ vrt£de[£ > diLrf]v Ttaod [pov %q\v6ov 
vo{ii6[idxLa 8e67Co\x\i\%a\ ditlä ave\y 6xa]&[iov 
%al öiißQvfyjg %al avaX&iiaxog äoi&{i<p eßdo- 
(irjxovxa ävo xä loyiö&svxa vtcsq \o^v6{i\axog. 



190 Nr. 62: Quittungen über Bekruten- und andere Gelder aus Hermupolis-Antinooupolis. 



Tvjg *Eqiiov TtöXs&g slg Xöyov %qv6o\v t^£iQ6- 
vcov tcjv rtaXaiwv %q6\v\cov yivetai 
%qI vo[i oß %al 8%sd6{iYjv tfoi tavrrjv %r\v 
ärto%ijv rtobg ccöcpaXsiav %volav %al ßeßaC- 

av Kai ertSQ^&trj&elg) ib[ioX(oyr}Ga). (2. Hand.) AvQ^Xiog "Artig 6 rtooxeC- 
{isvog V3t£d£$d{irjv %ov(pov) vo\Li6\\,a%ia eßdo- 
lirjxovta dvo ccrtXä ävev titaftyLOv %al d[ißQv- 
tflg w.a\ ävaX(b[iarog xal s^sdö^v %r\v ärtoir^v 

G3g TtQOXSLTCCl. 

(3. Hand.) Ai hybov 'ävrivoov ireXet&för]). 
Verso (1. Hand?): Artoyi\ rov %qv6wvov "Artitog vofitöiiwtfC&v) oß *A&vq id. 
lin. 3 erg. nach dem Yerso. 
lin. 4 Zu üaitiog vgl. Zlatftiog in Nr. 2 lin. 8. 

Nr. 62. 

QUITTUNGEN ÜBER REKRUTEN- UND ANDERE GELDER. 
Inv. Nr. 2. 

Papyrus H. 27 Br. 48 cm. Hermupolis-Antinooupolis. A° p. C. 384 u. 385. 

Cursive. Col. I lin. 24— 36 veröff. von Mitteis, Arch. f. Pap.-Forseh. II p. 260. 

Der Papyrus enthält eine Zusammenstellung der Quittungen, welche Aurelios 
Philammon über die Ablieferung der von ihm als vrtodsxtrjg (susceptor) von Her- 
mupolis vereinnahmten Rekrutengelder und sonstigen Steuern an die %ov6(bvai 
KXccödiog * Artig und (KXavSiog) Xovig erhalten hatte; die Quittungen sind jedoch 
wohl nur Kopien aus den Geschäftsbüchern des Philammon, da die Handschrift 
mit einer Ausnahme (Col. II lin. 30, 31) immer dieselbe ist. Darauf deutet auch 
der Umstand, daß sie nicht durchweg chronologisch geordnet sind; in Col. II 
lin. 14, 15 wird bereits für die 13. bis 14. Indiktion quittiert, während lin. 21 
wieder die 12. an die Reihe kommt. 

Die Namen der Aussteller sind uns nicht ganz fremd; ein Apis 1 ) wird 
genannt in Nr. 61 und Chouis (sein voller Name ist Klavdiog Xovig Brjöa) er- 
scheint in Nr. 63. Beide führen die Bezeichnung rtoXitsvö^ievog 'Avtivöov rtöXecng 
XQvöcbvrjg hrtao%dag Qrjßaidog. Letzteres ist jedenfalls eine staatliche Punktion, 
wie denn auch Justin. Ed. 11 c. 2 staatliche Aufsicht über die %Qv6cbvsg (so, 
nicht %Qv6&)vai werden sie dort genannt) andeutet. In den Lexx. und der Über- 

1) Allerdings AvQrjliog, nicht wie hier K%avdio$', wohl ein Bruder. 



Nr. 62: Quittungen über Rekruten- und andere Gelder aus Hermupolis-Antinooupolis. 191 



Setzung zu Justin. Ed. 11 wird das Wort mit monetarii wiedergegeben; im ein- 
zelnen ist freilich der Inhalt ihrer Funktionen nicht festzustellen. Doch hat man 
den Eindruck, daß sie mit einer Art zentraler Bankführung für die ganze Thebais 
von staatswegen betraut sind. Darauf deutet nicht bloß der Titel %Qv6covY}g 
e7taQ%eiag ®Y]ßaCdog, der dem Klaudios Apis hier und dem Aurelios Apis in 
Nr. 61 lin. 5/6, dem Chouis zwar nicht hier, aber in Nr. 63 lin. 2 beigelegt wird; 
sondern es führt darauf auch der Inhalt ihrer Geschäfte. So sind laut unserer 
Urkunde und Nr. 61 beide Apis Ratsherren und also auch seßhaft zu Antinoou- 
polis; dessenungeachtet übernehmen beide die Rekrutengelder aus Hermupolis. 
Und noch deutlicher ist es, wenn in Nr. 63 Chouis vom Offizium des Statthalters 
angewiesen wird, der Stadt Koptos, die an Adäration für Spreu mehr eingezahlt 
hat als verbraucht worden ist, diesen Überschuß auf Konto der Adäration für die 
Gerstenlieferung des laufenden Jahres gutzuschreiben. Es wird zu fragen sein, 
inwiefern diese Erscheinungen bei den %QV(5cbvav damit in Zusammenhang zu 
bringen sind, daß, wie P. Oxy. 513 . lin. 37 (dazu die Erl. von Grenfell-Hunt) zeigt, 
die Privatbanken auch in römischer Zeit vom Staat verpachtet werden. 
Uber die Einzelheiten ist folgendes zu sagen: 

1) Ob der hier genannte Philammon mit einer der sonst wiederholt in den 
hiesigen Papyri vorkommenden Personen gleichen Namens identisch ist, läßt sich 
nicht sagen; der Name ist ja sehr verbreitet. Immerhin ist darauf aufmerksam 
zu machen, daß laut Col. II lin. 30 ungefähr gleichzeitig mit ihm (in Hermupolis?) 
ein Alhavbg i^dxxojQ funktioniert und daß diese beiden Namen sich auch in einem 
Hermupolitaner Text aus dem 4. — 5. Jhd., BGU. 1025 lin. 1 — 9, zusammen wieder- 
finden; sogar das Patronymikon des Philammon kehrt dort (Seite 16 lin. 16) wieder. 

2) Die Quittungen des Chouis, Col. II lin. 10 — 31, beziehen sich auf ver- 
schiedene nicht genau spezifizierte Leistungen. Schwierig ist der Ausdruck %coQlg 
diccöxolmv axvQcov ovöwv sxsqcdv (aXXcov) svxayCwv, lin. 13 und 28. Es ist wohl 
gemeint, daß die infolge anderer (älterer) Quittungen (sx&qcov ivraytov) nicht 
mehr in Betracht kommenden Posten — das ist vermutlich der Sinn von diccöxolcjv 
— bei dieser Zahlung weggelassen worden sind. 

3) Unbekannt ist der %Qv<5og (xqovqcc. . ovog in lin. 21. Schon die Lesung ist 
zweifelhaft; man kann zwischen ccQovQccziovog^ aQovQccyLovog und aQovQccXovog 
schwanken. Keinesfalls läßt sich in der zweiten Hälfte des Worts etwas wie 
alorjxöv (dazu Rostowzew Arch. 3, 204 n. 2) lesen. 

4) Uber den %Qv6og xiq&vwv vgl. die Einleit. zu Nr. 54. 

Die %QvöG)vao nehmen das Geld {isxa xr\g b^Qv^qg %al xpv avu'k&\JLttxog, was 
ich früher (Arch. a. a. 0. 262) als Berechnung eines Disagios aufgefaßt habe. 

Indessen ist die Sache keineswegs klar, vielmehr ist es recht schwierig, den 
Sinn dieser Worte festzustellen. 

Ich habe bei meiner früheren Erörterung dieser Frage darauf hingewiesen, 
daß Justinian in Edict. 11 gerade den ägyptischen %Qv6cbvcu vorwirft, daß sie ein 



192 Nr. 62: Quittungen über Rekruten- und andere Gelder aus Hermupolis-Antinooupolis. 



unerlaubtes Agio berechnen (wozu Wilcken noch an P. Oxy. 1, 144 cf. 126 er- 
innerte); aber dieses mit unserem Papyrus in Zusammenhang zu bringen, ist mir 
nachträglich sehr bedenklich geworden, erstens, weil dieser Mißbrauch dort als 
ein erst neuerlich eingerissener hingestellt wird, während er in unseren Urkunden 
schon um zweihundert Jahre älter sein würde; zweitens weil sonst der Solidus 
in unserer Zeit als eine gut geprägte Münze gilt 1 ), endlich weil oßQvtfl eben der 
Feingehalt ist und die bei jener Hypothese anzunehmende abgeleitete Bedeutung 
eines Disagios für den mangelnden Feingehalt sonst m. W. nicht bezeugt ist. 
Dazu kommt noch, daß von oQidd'efar] ößQv^rj die Rede ist; das müßte ein ge- 
setzlich festgelegtes Disagio sein, was erst recht undenkbar ist. 

Nun ist für die Mehrzahl der Stellen 2 ), nämlich I 8, 20, 29, II 6, 12, 22, 27 
zunächst zu beachten, daß überhaupt gar nicht feststeht, es sei in Münze gezahlt 
worden; vielmehr ist hier überall die Quittung aufs Gewicht gestellt (vgl. I 22: 
^vyoördtrjgl). In der Tat ist Zahlung der Steuern in Barren oft bezeugt, bes. C. Th. 
12, 6, 2 und 12; 12, 7, 3 und 12, 13, 4, ja für die Ablieferungen der Steuereinheber 
an den Staat schließlich sogar vorgeschrieben worden, C. Th. 12, 6, 12 und 13. 
Nehmen wir hier also, dem Wortlaut entsprechend, Zahlung in Barren an, so sind 
zunächst die Worte {istü tTjg bQiö&eCGrjg d^ßQv^rjg vollkommen klar; sie besagen 
dann eben, daß die Barren gut waren und die übliche Probe durch Einschmelzung 
(C. Th. 12, 7, 3) ein befriedigendes Resultat ergeben hatte. Schwierigkeiten macht 
dann nur der Zusatz (jiatdi) xccl rov ScvaXm^atog. Dieser kann bei dieser Auffassung 
höchstens gedeutet werden auf eine Gebühr, die dem Erheber für die Nachprüfung 
zu zahlen ist, welche Gebühr in C. Th. 12, 6, 2 (cf. 12, 13, 4, wo sie für das Aurum 
coronarium abgeschafft wird) erwähnt und incrementum genannt ist. 

Anders stünde es freilich, wenn man die Zahlung als in Münze geschehen 
und nur auf Gewicht umgerechnet betrachten wollte. Dann könnte man m. E. 
die Worte {i8tä tfjg QQiG&sfarjg öußQv^rjg %al tov ävaX(ü{iccTog etwa übersetzen „mit 
dem gesetzlichen Schrot und Korn", indem man das avdXmiLoc auf die Legierung 
bezöge. Doch scheint mir die Annahme, daß in Münze gezahlt ist, mit dem 
Wortlaut der Urkunde tatsächlich nicht wohl vereinbar. 

Schwierigkeit macht endlich noch ein korrespondierender Passus in Nr, 61 
lin. 10 ff. Dort wird der Empfang quittiert von 72 Solidi: *ävs[v <jta]&{iov nccl 
d{ißQv£rjg otal dvaXdi^axog\ "Avs\y 6ta\d'iiov heißt offenbar, die Solidi sind 
effektiv, ohne Beimischung von Barren, gezahlt; aber was heißt avev b^ißQvtpqg 
%al avccX(b{icitog? Soll es besagen, es sei infolgedessen die Prüfung der Reinheit 

1) Vgl. Mommsen Sitz. -Berichte der sächs. Ges. d. Wiss. 1851, 298, 304 Nr. 1. Allerdings 
schließt dies nicht vollkommen aus, daß man im Verkehr den Solidus gelegentlich zu drücken 
suchte (vgl. Mommsen 304). — Die bekannten Kursschwankungen im Verhältnis von Gold und 
Kupfer (Mommsen a. a. 0.) haben mit der Güte des Solidus nichts zu tun. 

2) Nur in II 30/31 ist die Quittung ausdrücklich auf Münze gestellt (die Gewichtsnennung 
erfolgt nur vergleichsweise); hier fehlen aber die fraglichen Worte. 



Nr. 62 : Quittungen über Rekruten- und andere Gelder aus Hermupolis-Antinooupolis. 193 



und die. bezügliche Gebühr entfallen?. Das wäre dann dfißov^Yj in übertragener, 
sonst m. W. nicht bekannter Bedeutung. Man könnte noch daran denken, daß ein 
Wort ausgefallen und zu lesen wäre aal ([iexäy d^ßQv^rjg aal dvaX(b[iaTog (so 
wie in Nr. 62 II 12 tatsächlich bloß steht evßov^rjg (sie) aal dvaX6^axog) und 
dann wieder meinen, die Solidi seien von richtigem Schrot und Korn gewesen. 
Das wäre aber nur dann annehmbar, wenn man sich bezüglich der Parallelstellen 
in Nr. 62 zu der zweiten der angedeuteten Auffassungen bekennt; hält man sich 
an die erste, so bekäme man dabei zwei verschiedene Bedeutungen von dvdX&tia, 
was ganz unmöglich ist. 

Welche von den hier als denkbar angedeuteten Auslegungen das Richtige 
trifft, vermag ich nicht mit Sicherheit zu sagen, neige mich jedoch der auf 
S. 192 zuerst bezeichneten zu. Auf alle Fälle aber ist klar, daß von einem Dis- 
agio der Goldmünzen hier nirgends die Rede ist. 

Col. I. 

Maxcc [x]i)v vitaxalav Magoßavdov xb ß aal UaxoQvCvov xcbv XaiirtQOxdxav. 
[K~\Xavdiog **A%ig UaCxi[o]g 7toXixev6{ievog 9 Avxiv\oo]y \ß]pXaG)g xr\g Xa^iTtQo- 

xdxrjg e£,yjg v7t[o]yQd(pc3v %Qv\6]G){v~\rjg f'IXI^CP"] 
%[e]Cag &rjßaCdog AvqyjXCg) 0iXd^i[i(ovi *Eq[iov ßovX{avxfj) -Eq^iov ütöXewg xrjg 

Xa^iTtQOxdxrjg vjtodaaxrj %qv<5ov xiqwvwv 
xcbv dito eaxrjg amg avvdxrjg lvdia(xiövog) %aCoeiv. 'AaoXov&a^g] xolg tcqoö- 

xayfralOb VTtb xr)g e^ovöCag xov avQiov pov xov Xa^iTCQO- 
xdxov rjya[i6vog <DXavi'ov OvXitiov 'Eqv&qCIpIv V7tad\a\i,diir}v naqd öov did 5 

xa 6ov xov v7Codaaxov aal di^ä xcjv [fT^fs] 
vrtoxe[x]aytisvG)v vftSQ xrjg Gyjg TCoXixCag Xoyov %qv6ov xiQcbvmv dito eaxrjg 

ewg avvdxrjg aal 

avxrjg eutl xb avxb %qv\(5~\ov Xlxoag XQidaovxa {iaxä xrjg OQiö&eLörjg d{ißQi)£rjg 
aal xov dvaX6^iaxog yliyexai) %q> 'XX- 

ovx&g* 

diä [ihv Gov xov vTtodeaxov %q/ X a^ did ®ao(pdvov(<gy e^daxoQog) %qI X ß 5 
diä de Aya&oaXeovg a^daxoqog) aal öiä xcbv dito aco^irjg Mi%(bXa(og 10 

XQ/Toy, %Q f ro^ 
dtä ( TrteQe%(ov e%(daxoQog) %q/ Toy, 

aal a^edö^irjv* 6oi xavxrjv xrjv a7to%rjv ftQog döcpdXiav avqlav aal ßeßaiav 

aTtXfjv ovöav Ttavxayjov aiti^eQO\iavr^y\ 
aal eTteQtaxrjd'elg) <b(ioX(oyrjöa). KXavdiog ^A%ig %Qv6d)vrjg V7tede%d[irjv xagä 

6ov aal diacpÖQ&v övo^idxcov enl xb avxb %qv6ov 
XCxQag XQidaovxa yl(yaxai) XX iiexä \x\r)g byißQvtjYjg aal dvaX(b{iaxog aal 

a^adeoad 6oi xrjv d7to%\rj]v wg TtQÖaaixau 

Leipziger Papyri. I. 25 



194 Nr. 62 : Quittungen über Rekruten- und andere Gelder aus Hermupolis-Antinooupolis. 



Metä xr\v vrtaxdav MsQoßccvdov t[ö] ß %al Haxoqvlvov xav Xa^irtQoxdxog (sie). 
\K~\Xav8iog "Artig UaCxiog rtoXiX£v6[i£vog \4vxiv6ov itolswg %Q s v6\ß~\vrig srtag- 

%dag ®rjßccidog S^fjg vrtoyodcpcov 
AvQrjX£(p <Di1cc{1{udvl *Eq{lov ßovX(svrfj) 'Eq{iov Ttölecog vrjg Xa{irtQOxdxrig vrto- 

di%xr\ %QVÖOV XIQC3VCDV %a(q£iv. 
'AxoXov&ag xolg rtQo6xa%$£i6i vrtb vrjg i£,ovö(ag xov kvqlov yiov xov Xayi- 

rtqoxdxov rjye^iövog &Xaviov OvXrtlov 
'Eqv&qCov V7teds%d[iriv rtaqd 6ov %al vvv vrtlo xx\g örjg rtoXixlag Xöyov 

%Qv\p\0V XIQCJVWV XC3V CCTtO £ £(Og & KOL 

avxr\g Ivdixxiövcov %qv6\o\v Xixoag etxoöo [iszä xr\g ö^ißQv^rjg %al xov ava- 

' Xco^axog yiivexai) %q! X % %al £%£- ' 
dö{irjv vfilv xavxr^v xx\v ärto%Yiv rtob[g Sc\6cpdXsiav %al £rt£o(G)xri&£lg) <b[io- 

X(6yrj6a). KXavdiog 'Artig %Qv66vrjg vrt£d£[£\d{i'Y]v 
jisxä XTjg xaxaßoXfjg ^Eq^oöcoqov %vyo6xdxov vrtiq 6ov %qI X % jisxä xf\g 

öiißQv^rjg xal dvaXcb^iaxog %al 
£%sd(üxd 601 xavxrjv xx\v artoyriv cog rtoox£ixai, 

Msxä xr\v vrtaxsCav *Piy%0{iriQov %al KX£ao%ov xcbv Xa{irtQoxdxcov. 
KXavdiog * Artig rtoXix£vö[i£Vog Avxivoov rt6X£[p\g %ov6(bvr}g £rtao%£Cag SrjßaCdog 
£%r\g vrtoyodcpwv 

AvQrjXCfp G>iXd[i[i(Dvi *Eq{iov ßovX(£vxfj) ( Eq[iov rtöX^cog'] xx\g Xa^irtQoxdxrjg vrto- 

Ö£Kxr}{g} %qvöov xiq&vcov %aCQ£iv. 
[AxotyoTj&Gjg xolg rtoo6xa%d , £btii vrtb xfjg £%ov6\lag rov\ xvqCov [iov xov Xccfirtoo- 

xdxov / r)y£{iövog &XavCov 
\Ov\Xrtlov 'Eqv&qCov vrt£d£$d[irjv rtaqd 6ov %al vv[y v^rtlq xr[g öTjg rtoXixdag 

artb Xöyov %qvtfov xiq(bv\cov] 
xcbv artb £ i'cog # ivdi%(xiöv(x)v) %al avxvjg %qv6ov Xixoag 8£%a rt£ f vx£ xal 

ovyxiag ?| ii£xa xfjg bqiG&dörig 
6 ^i[ß Qvj^rjg xal xov di)aX&>\iaxog %a\ £%£d6{irjv öoi xavx^v xx\v drtoyi\v xvqiav 

ovöccv rtavxa%ov irti- 
(p£[tgo[i]£vriv %al £rt£g(G)xr}<d'£ig) co^boX{oyri6a). Ovxcog rj xaxaßoXrj' 

Aid \i£v 0ov xov vrtod£%xov X ty To 8 
Aid Awooftiov %ai Zyvodoxov X ß To ß. 
KXavdiog 'A[_rt]ig 6 rtQOX£i{i£vog %ov6(bvrjg vrt£8£^d^irjv \ß]iä 6ov %al xeov 

Qirtaoicov iqvöov XCxqag 8£%a 
rt£VX£ ovyxlag yl(y £xai) %qt X i£ To g [i£xä xf\g d^ißQv^rjg xal xov dvaXcj- 

\iaxog xal i^dcoxd Qoi xavxrjv 
xfjv ärtoyy\v hg rtqo%£ixai. 



Nr. 62: Quittungen über Rekruten- und andere Gelder aus Hermupolis-Antinooupolis. 195 



\ . Col. II. 

Msrä xr\v vrtaxsiav *Piy%o\ßr[Qo\v xal KX£d\o%\ov x&v Xa\x,rtQoxdxm>. 
KXaydigg 'Artig ^fTf°S rtoXiX£voii£v\og r Avxiv6ov\ rtöXscog %QV6(bvYjg £rtaQ%£iag 

Orjßaidog s\%\i\g vrtoyodtpodv 
-AvorjXim (DiXdii{ia)VL c Eq(jiov ßovX(£vxfj) *Eq[iov {rtjöXscjg xr\g Xa^rtQoxdxrjg 

v7Codsxxri{g} %qv6ov %ato£iv, 'Axo- 
Xov&cog xolg rtQ06xa%&sl6i vrtb xr\g i%ovö£ag xov xvqIov pov xov Xa^irtQoxdxov 

rjys^iovog (DXaviov OvXrtiov 
'Eqv&qCov vrt£d£%d[i7]v rtaod 6ov xal vvv vrtlo xfjg <5r\g rtoXixuag ärtb X6\y\o\y] 5 

%QV60V XIQG3VG3V XC3V CCTtO g £G)g & - .. - , 

xal avxfjg lvSix(xiovcov) %qvöov Xixoag dexa oxxco yl{v£xai) %q/ X irj [isxa xrjg 

OQiö&sfarjg biißQvtflg xal xov avaXco- * 

(iccxog xal i^sdö^irjv 6oi xavxrjv xrjv artoyjqv rtqbg äöcpdXiav xal £rt£o(G)xr]&£lg) 
ä)[ioX(6yrj<jcc). KXavdiog * Artig 6 rtQox£l[i£vog 

XQVöwvrjg v7C£d£%d[ir]v %qvöov Xlxqag dsxa bxxh y((vsxai) %qI X irj \i£xd xr\g 
d^ißgv^rjg xal xov ävaX(h^iaxog 

xal [eQsdcoxd 6oi xrjv drto%x\v hg rtoox£itai, 

Kai ärtb hvxaylmy Xovixi xqvGcjvti b^ioicog diacpoQcov xixXcjv xccl diacpogcov 10 
Ivdixxiovwv ovxayg 

ß>£ drjXovxai. Xovig %Qv6(bvrjg G>iXd{i{iG)vi vrtodixxri { g] %qv<5ov *Eq[iov 

rt6X£cog. ^Trtsd^diirjv 
rtaod öqv vrtlg xr\g 6r\g rtoXiX£iag %qv6ov Xixoag xoidxovxa bxxh ovyxlag xolg 

evßQv^rjg xal äva- 

X(b{iaxog yi(v£xai) .%q/ X Xrj To y diacpoocov xCxXav %G)olg diaöxoXwv äxvocov 

ovöcbv axeQCJv hvxa- 
yicov ärtb lvdix(xiovog) ty xal ärtb id lv§ix(xi6vog) xal Xo^rtadov \ <xrt\_s]öxd- 

Xrjöav dg xovg ftsi'ovg d"Y}6avoovg *A$VQ V 
:_ 7t£VX£xacd£xdxrjg lvdix(xiovog), [ß^tös sv öxad'^m dds hv vopi<5\iaxi\o\ig. 15 

Xovig %Qvö(bvrjg G£6r][iiG){iai 
Xqv(jov %a&aoov Xlxoag xoidxovxa oxxh ovyxlag xolg yi(y.£xai) %qI X.Xrj JTb y 

[lövag. 

M£xä xrjv vTCaxdav c Pi,y%o{iijQov xal KX£aQ%ov xcov Xa^iTtooxdxcov iitdoypv. 
KXaijdiog 'Artig rtoXiX£vö[i£vog 'Avxivöov rtöXsag %QV(jd)vr]g srtao%sCag ®rjßatd(o)g 
£%<r\g vrtoyQacpcpy 

AvQrjX(<p Q>iXd{i{iG)vi 'Eq{iov ßovX{£vxr]) c Eq[iov rt6X£Cjg vrtodsxxri{g} %qvöov 
%aCo£iv. ' AxoXovft&g xolg rtooöxa- 

25* 



196 Nr.- 62: Quittungen über Rekruten- und andere Gelder aus Hermupolis-Antinooupolis. 



20 yftelGi i)ito xrjg e^ovöCag xov %vq([o}v jiov xov Xa[i7tooxdxov ^ye^iovog &X(aviov) 

OvXrtCov 9 Eqv&q(ov V7tede%d[irjv 
%aqd öov VTtsg xv\g öTjg ütoXixelag ditb Xöyov %qvöov aQovQcc. . ovog dbyoa[i[i.. 

xfjg iß lvdix(xiovog) %qv<5ov Xlxoag 
dexa yl{yexai) %qI X v [istü xr\g dQiö&elörjg o^ßQvtpqg xal xov dvaXw[iaxog xal 

e$ed6[irjv 6oi xavxrjv 
xr\v ditoj^v itQog döcpdXiav xal &itSQ(ptriftals) c3{ioX(pyrjtia). KXavdiog lävtig 

XQvGwvrjg VTtede^d^irjv %qv<5ov XCxoag 
deute yiiyexai) %q ! X i [texä xr\;g d^ßov^rjg xal xov dvaX(b[iaxog xal e^edcoxa 

xavxrjv xrjv a%o%i\v hg %qox{eixai). 

25 "AXXo evxdyiov Xovixog 6{io(cQg. 

Xovig %Qvöd)vrjg ^iXd^covi v7todexxrj { g] %Qvdov ( Eq[iov TtöXewg. ^Ttede^d^v 
itaqd öov ofioCcog 

vrteo xfjg 67jg TtolixeCag %qv6ov XCxoag dexaxed^aqeg ovyxCa[g] diio yod^a 

ev [ie[xä XTjg bn^ßQvtpqg 
xal ävcdcoiiocöL yl{yexai) %qI X id JTo ß yqI a diacpooav xlxXmv xcoolg diaöxoXcbv 

dxVQCOV OVÖCOV 

exeowv äXXcov evxa[y]iG)v dito ivdix{xiovog) ly sag id xal Xoirtddcov xal 

dTteöxdXrjöav eig xovg fteCovg 
30 . frrjöavoovg *A&vq tj itevxexaidexdxy^g\ l[v\dix(xi6vog) xal vueo AiXiavo\y] 

e%d%xoQog xqv<jov vo\Li6\idxia 
exaxbv Xlxqav \dav ovyxlag xe66aqag yo\a\^axa dexa etixi de (sie) ev 

Gxa&yup eide ev vo[ii6[iaxi'oig. 
Xovig %QvG(bvrjg Ge6rjnCcö[iai %qvöov X id To ß yp/ a. (2. Hand.) xal viteo 

AiXiavov xaftaoov voyLiti- 
[idxia exaxbv. Xovig 6eörjti(eC(Diiai.) 

Col. I lin. 3 tiQwvcüv; über die Akzentuierung vgl. Mitteis, Aren. 2, 260 n. 1. lin. 7 
Hinter avzfjg ist tvdintiovog oder ivdiKtiovcov zu ergänzen, wie lin. 20 und 29. 

Col. II lin. 10 1. Xovitog %qvCcqvov. lin. 12 ivßQv^g 1. 6\L§Qv£r\g. lin. 15 1. si'ts; 
vgl. lin. 31. lin. 18 In 'Avtivoov das zweite o korr. aus l. lin. 27 1. dsnaTtcaccQccg. 

lin. 31 hu dh Kopistenfehler, 1. sixs. 

lin. 10 Mv%G)Xig ist eine xcp^ir] im Aevxo%vqylxr\g ävco, BGU. 553 B. I lin. 13 
556 I lin. 7/8, 



.Nr. 63: Verrechnung über Fonragelieferung ans Koptos oder Antinoonpolis. 



197 



Nr. 63. 

VERRECHNUNG ÜBER FOURAGELIEFERUNG. 

Inv. Nr. 16. 

Papyrus H. 26 Br. 32 cm. Koptos oder Antinoonpolis. A° p. C. 388. 

Cursiye. (Erster Druck Nr. 16.) 

.Veröffentlicht und erläutert von Mitteis, Arch. f. Päp.-Forsch. 2, 267 fg. 

Die drei ersten Zeilen stark defekt, außerdem am linken Rand mehrfach be- 
schädigt. Die Schrift am rechten Rand in der untern Hälfte infolge von 
Rauhheiten im Papyrusblatt stark entstellt. 

Dieser Papyrus enthält einen von Beamten der rjys^ovixri xd%ig ausgehenden 
Auftrag an den %Qv6(bvr}g e7taQ%€iag (BiqßalSog Klaudios Chouis, der Stadt Koptos 
einen Geldbetrag gutzuschreiben, weil die von ihr für die nach der Heptapolis 
marschierenden Soldaten gelieferte Adäratiohssumme für die obligate Spreu nicht 
ganz zur Verwendung gelangt ist. Als Parallelstelle für derartige Lieferungen an 
durchziehende Truppen läßt sich am besten Sicul. Place, de condic. agr. p. 165,4 (L.) 
verwenden: c Nam et quotiens militi pretereunti aliive cui comitatui annona pu- 
blica prestanda est, si ligna aut sfcramenta deportanda, quaerendum, quae civitates 
quibus pagis huiusmodi munera prebere solitae sint.' 

Die in Rede stehende militärische Expedition steht aller Wahrscheinlichkeit 
nach mit dem Kriege gegen den Usurpator Maximus in Verbindung. Zwar ist — 
dies entnehme ich einer freundlichen Mitteilung Seecks — nicht überliefert, daß 
Maximus in Afrika bekämpft worden sei;, doch daß Theodosius einen Angriff gegen 
die Provinz richtete , welche für die Kornverpflegung Italiens und damit des feind- 
lichen Heeres vor allen anderen in Betracht kam, ist, wie Seeck einleuchtend be- 
merkt, der Kriegslage durchaus entsprechend. Die Stadt Koptos, wie natürlich 
auch andere Städte, hat für die Truppen eine Fouragelieferung zu leisten, u. zw. 
ist dieselbe festgesetzt durch eine diarvTtcoöig tov TtQorjyrjGciiievov EvösßCov, zu 
der noch ein TtQo^ray^ia des <&Xdviog Evr6X[iiog 'Aqö&viog ausführend hinzutrat. 
Man kann nicht zweifeln, jene diccxvTtcoöig für ein das ganze Ägypten betreffendes 
Regulativ und das %q66xay\ia für die spezielle Durchführungsverordnung in der 
Thebais zu halten; danach ist Eutolmios Arsenios sicher Statthalter der Thebais, 
Eusebios dagegen ist der in der Grazer Weltchronik des Papyrus Gosleniscev (Bauer 
Denkschr. d. Wien. Akad. ph. hist. Ol. 51 II p. 54, 114) für das Jahr 385 genannte 
Avyov6tdltog von Ägypten. Auffallend ist freilich, daß dieser itqoy\yvfid^Bvog 
genannt wird; wenn ich früher (Arch. 2, 270) dies unbedenklich auf seine Präfektur 
über ganz Ägypten bezogen habe, nehme ich in der Festschr. für Nicole S. 375, weil 
7tQ07jyrjödfi£vog für den (gewesenen) Augustalis eine unrichtige Bezeichnung ist 



198 Nr. 63: Verrechnung über Fouragelieferung aus Koptos oder Antinooupolis. 



und viel besser für einen bloßen (gewesenen) Teilstatthalter paßt, an, daß Eusebios 
vor seiner Präfektur, während der er allerdings die dcaxvTtcoöig erlassen hat, auch 
Statthalter der Thebais gewesen sei und hier danach genannt werde. Indessen ist 
auch diese Annahme keineswegs ohne Bedenken. — Über die Bedeutung von 
diatvTtGXjig vgl. Arch. 2, 278. — Die vorgeschriebene Fouragelieferung war adäriert, 
wie dies dem um diese Zeit fortschreitenden System der Geldablösung entspricht; 
in früheren Jahrhunderten finden wir solche Leistungen noch in natura gegeben; 
vgl. P. Grenf. 1,48; BGÜ. n° 2, 381 und 807; P. Amh. 107—109, vgl. auch für 
die Ptolemäische Zeit P. Gizeh 10250 (Arch. 2, 80); außerdem Wilcken Arch. 1, 177. 

Auffallend ist auf den ersten Anblick, daß gerade von der Ablieferung der 
Stadt Koptos ein Überschuß sich ergibt. Man sollte nämlich vermuten, daß die 
Steuer sämtlicher Provinzialstädte als gemeinsamer Fonds betrachtet worden sei, 
und ein etwaiger Überschuß davon auf alle verteilt wurde. Rechnete man für 
jede separat, so hing die Belastung jeder einzelnen schließlich von dem zufälligen 
Bedarf während des Aufenthaltes in ihrem Rayon ab. Dennoch scheint hier so 
vorgegangen zu sein, und es erklärt sich dies auch durch die oben angezogene 
Stelle des Siculus F] accus; dieselbe zeigt, daß die Annona an die Marsch truppen 
nicht gleichmäßig auf die ganze Provinz verteilt war, sondern eine Last bestimmter 
gewohnheitsrechtlich dazu verpflichteter Verpflegsorte bildete. Daß Koptos, das 
alte Standquartier der ala Heracliana (Wilcken Arch. 1, 177), als solcher funktioniert, 
ist begreiflich. 

Die zur Verfügung gestellte Summe wird der Stadt Koptos auf die Abgabe 
an Gerste für die 15. Indiktion (d. i. das laufende Jahr) gutgeschrieben, so zwar, 
daß von den übriggebliebenen 43 Solidi je einer auf 30 Modii Gerste gerechnet 
wurde, also die Stadt um 43 X 30 Modii Gerste weniger abzustatten brauchte. 
Dabei wird der Schlüssel für die Adäration der Gerste zurückgeführt auf die 
[isfäcov e^ovöla xcbv Xaii7tQoxdxcov hitdqymv, worunter wohl nach einer Bemerkung 
Seecks die Praefecti Praetorio (in Nr. 64 lin. 11 oi &av{icc6MbxaxoL litaqypi genannt) 
zu verstehen sind. 

Über den %QvöG)vrjg Xovig vgl. Einl. zu Nr. 62. 

Die Urkunde ist unvollendet, weil die in lin. 3 angekündigte Unterschrift der 
Aussteller noch fehlt. 

\^T7Ca\t£i\ag xov dsöTtöxov rfticb^v ®80§o\ßCov xov alcovf\ov AvyovGxov x\b ß 
%aV\ <DX(aviov) Kvvr\yiov xov ka\}L7tQ^oxdx\o\v 
IJavvi 

. . 6~]%oXrjx . [ ] xr\g fiy£[io{y]L%r}g [xd%e\a)g diä xmv &>r\g VTtoyQcc- 

cpovxcov Kkavdicp Xovixi Brjöä 
\7toX\itevo\ß8V(p xr\g\ 'Avxi[y6o~\y [7t]61ecog xf\g X[cc[i7t]()Oxdxrig %QVöd)vri £j£[#p]- 

%(elag) &rjßaiöog %aCqeiv, 



Nr. 63: Verrechnung über Fouragelieferung aus Koptos oder Antinooupolis. 



199 



\^E~\jcsi8ri B7c\X\ xglg rtQo<3xa%$£i\piv\ v?to{ivrj[ii]tt6L Ttaoä ty £$ovöio: xov kvqCov 

liov xov Xa\Mtooxdxov fjyaiiövog 
\ß)\k(avlov) Evxol^iCov 'AqösvCov &tc[o\ Xoyov duaxv7t(b6£cog y£vo[i£vrjg Ttagä 

xov jtQorjyrjöa^ievov JEvösßCov Xoyov 
a%vQOv xolg äviovtiiv Gxottxmxaig slg ^EuxditoXiv (X7teX£v6o[i£voLg dg Idcpoowriv 

xr\g (sie) %al diä Ö£vxaoov 
Jtgoöxdy^iaxog %£X£v<5&£l6£i vyL£iv vfälLcp&rj vo^il^iiaxa X£Gö£od%\o]vxcc tgCcc 

xijg KoitXLX&v TColsag, %axä xovxo 
£[7tL6t]al[lo^{i£v öoi xavxa itoir\6ai % Ärj[i[iccxi6&flvaL ccvxolg xolg Kovtxlxaig 

vjt£Q kqi&öov L£ lydiK\x\iovog 
\%ax~\ä xov £%aoyvqi6yübv xov Ttooöxuyft&vxa itaqd xrjg [iC£,ovog £^[o}i>tf[Y]a£ 

xcbv \%\vqCcov tt\p\v xeov Actywr[^o-] 
T[a]rcav £7tda%G)v xcbv {iod\l~\(x)v xqi(a)%ovxa %qv6ov v6{ii<5[ia oßoiy&v) av 

x[cc\l vüt£Q äticpaldag öTjg xavxrjv xr\v 

%\_£l]QCCV £%£&£tl£&a £Cp' V7tOy\_Q~\atprig £%d<5XOV KOL £7t£QG)x(r})d'(£VX£g) GD{10- 

loy(7]öa^i£v). 

Auf dem Verso ein Fragment, anscheinend einer Rechnung, von anderer Hand. 

lin. 1 Ob zu Anfang 7t{aqa) ? lin. 3 Xomtu W. lin. 5 tov- %vqlov [lov als 

stereotype Formel geschrieben, statt, wie hier zu erfordern, tov %vqlov tju&v. So auch 
lin. 10. lin. 7 äviovai (nicht äitiovai) sicher. — xf\g Schreibfehler für tolg. lin. 8 

%slsv6&8iG£i 1. KsXsvcfrslöL ; über die Konstruktion des Ganzen vgl. Mitteis a. a. 0. — Kotctlt&vW. 
lin. 9 Xrni^atta^vcci, xolg KoTtxituig W. 

Datum des statthalteiiichen Bureaus durch die unten unterschreibenden, dem 

Klaudios Ohouis, Sohn des Besas, Ratsherrn des glänzendsten Antinooupolis, Bankier 
der Provinz Thebais, Gruß. Nachdem auf Grund der Vorschrift in einer Verordnung, 
(welche) bei der Macht meines Herrn, des erhabensten Statthalters Flavios Eutolmios 
Arsenios auf Grund des von dem früheren Statthalter Eusebios aufgestellten Regulativs 
in Anbetracht der Spreu für die in die Heptapolis marschierenden nach Afrika bestimmten 
Soldaten (veröffentlicht ist) und welche auch durch eine zweite Anordnung euch zu- 
gekommen ist, drei und vierzig Goldstücke der Stadt Koptos übrig geblieben sind, dem- 
gemäß weisen wir dich an folgendes zu tun: den selbigen Koptiten für die Gerste der 
15. Indiktion gemäß dem von der höheren Instanz der erhabensten Eparchen vor- 
gezeichneten Adärationsfuß für (je) dreißig Schelfel ein Goldstück fein gutzuschreiben, 
und zu deiner Deckung haben wir dir diese Handschrift ausgestellt mit der Unterschrift 
eines jeden und auf Befragen haben wir geantwortet. 

lin. 5 sqq. Die Konstruktion ist nicht durchsichtig und wahrscheinlich als in- 
korrekt anzusehen. Doch bin ich geneigt anzunehmen, daß itQ06xa%&£l[piv\ nicht 
als Adjektiv zu vTtotivrßLaGiv aufzufassen ist, sondern substantivische Bedeutung 



200 



Nr. 64: Sammlung von Amts auftragen aus der Thebais. 



hat und tiTtoiivrjtiaöi davon als instrumentaler Dativ regiert wird. Tä 7tQoöxa%- 
ftsvxa v7to[ivrj[LCi6i ist also m. E. das in einer (öffentlichen) Ausschreibung bekannt 
gegebene Gebot; nur so erklärt sich einerseits das darauffolgende Ttagä xfj e^ovGla, 
d. h. das am Sitz des Statthalters öffentlich aufgestellte Edikt; andererseits die 
devtSQa 7tQ06t&Y[Lata y welche, sonst unverständlich , sich sofort erklären, wenn 
man eine doppelte Form der Steuerausschreibung als gegeben annimmt, einerseits 
die Publikation durch Edikt am Amtsgebäude des Statthalters, andererseits spe- 
zielle Zustellungen in den einzelnen zur Lieferung verpflichteten Gemeinden. 

lin. 7 'EmaitoXig ist als Synonymon zu ^Eitxavo\iig zu fassen; vgl. die bei 
Marquardt St.-V. 2 1, 457 angef. Stelle des Eustathius ad Dionys. Perieg. v. 251 : 
rj %ax' Äiyvitxov ^Emdicolig %al 'AQuaSla, hg aitb xov ßccöiXecog 'AquccSCov vöxeqov 
SKÄtf&r]) 7t qo de xovxov Kai ^ETCxavoiitg rj *E%xavo\iia (bvoiiccG&r}. 

lin. 8 v{i£lv ist nach dem eben ; Gesagten zu KeÄevöd'sfösi zu ziehen, nicht zu 

tfr. 64. 

SAMMLUNG VON AMTSAUFTRÄGEN. 
Inv. Nr. (446 + 612 + 403) Verso. 

Papyrus H. 87 Br. 26 cm. Aus der Thebais. Ungefähr a° 368 p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Der Papyrus ist in drei Stücke gebrochen, welche selbständige Inventarnummern 
erhalten haben. Auf dem Recto desselben steht eine Rechnung aus der Zeit 
des Diokletian, welche unter Nr. 84 veröffentlicht wird. Das Verso ist viel-; 
leicht durchaus von derselben Hand geschrieben, in eleganter, jedoch stark 
ausgeschriebener Cursive, außerdem mit mehrfachen Abbreviaturen, z. B. lin. 6 
utQoiiiag, jedenfalls itQoföe^iiCccg, wobei Abkürzungszeichen durchwegs fehlen. 
Das untere Ende der Urkunde, von lin. 54 ab, ist stark gedunkelt, so daß 
die Schrift schließlich unlesbar wird; doch betrifft dies nur wenige Zeilen. 
Zwischen den linn. 50—56 stehen auf der rechten Seite, quer gegen unsere 
Urkunde, Reste einer (übrigens von der des Recto wohl zu unterscheidenden) 
Rechnung, welche hier nicht mittranskribiert sind; sie sind jedenfalls älter 
als die hier mitgeteilte Schrift, weil letztere ihnen deutlich ausweicht; die 
bezüglichen ^Zeilen sind nur halb so breit als die übrigen. 

Der nachstehende Papyrus enthält eine Anzahl von Amtsbefehlen, die unter 
einander keinen inneren, sondern nur den äußeren Zusammenhang haben, daß sie 
alle unter Vermittlung des Offizials Plavios Isidoros ausgeführt werden sollen; 
der Satz: diä xrjv TtQocpaöw xavxrjv Kai 'IöCdaQog 6 xyg xd^eag 6cp(cpi%ialiog) 



Nr. 64: Sammlung von Amtsaufträgen aus der Thebais. 



201 



aTtstixaXxai kehrt in verschiedenen Variationen am Ende jedes dieser Aufträge wieder 
(lin. 7/8, 15, 25/26, 48/49, 60/61). Man muß also annehmen, daß Isidoros sich 
hier verschiedene Dekrete, zu deren Ausführung er abkommandiert worden war, 
auf ein Blatt zusammengeschrieben hat oder hat schreiben lassen. Die Gegend, in 
die er geschickt worden war, ist m. E. die große Oase. Zwar ist der Zusatz [isydlrjg 
zu 'Odtieag in lin. 9 von mir ergänzt ; aber teils die Nachbarschaft von Svene (lin. 3 
cctio xyjg 'Odösmg^ e^aiQSxcüg de cctco Zvrjvrjg), teils die in lin. 58 sich findende Nennung 
einer Amtsperson namens 'l6%6ßovXog, welcher Name nach Nr. 36 lin. 2 von einem 
Ttoforsvöiisvog 'Odo sag {isydXyg geführt wird, dürften die Sache wahrscheinlich 
machen; bedenklich machen nur die Ortsnamen lin. 18/19. — Dabei handelt es sich 
fast immer um Steuerangelegenheiten, nur einmal (lin. 50 fg.) um eine Strafsache. 
Die einzelnen Angelegenheiten sind folgende: 

1) lin. 1 — 8. Auftrag des Statthalters Fl. Herakleios (um das Jahr 368, s. meine 
Bemerkungen Festschr. f. J. Nicole S. 373), welcher die Ablieferung des Öls für 
die yevvaiöxaxoi öxqccxicjxccl (über diesen Begriff s. oben S. 158) aus der Oase und 
von Syene urgiert. Der Auftrag richtet sich an zwei c bcpcpMidlioi ttTtcuxrjxal 
ikccLov'] sie sollen zusammen mit den STti^isXrjxai das Ol abliefern. Letzteres sind 
Liturgen, d. h. Dekurionen, die mit der Aufbringung der Olsteuer als Liturgie 
betraut sind; in der Eintreibung der Steuer sind sie hier unterstützt durch U7taixr\xai 
(vgl. Wilcken Ostr. 1, 609 fg. u. oben S. 159) u. zw. sind ihnen Offiziale, also niedere 
Staatsbeamte 1 ) zur ditalxr\(5ig beigeordnet. — Die für etwaige Verzögerung der 
Ablieferung angedrohte Geldstrafe beträgt drei Unzen Gold. Dabei ist bemerkens- 
wert, daß zwar nicht diese, wohl aber die in lin. 37 und 47 angedrohten Strafen 
den Betrag übersteigen, welcher später von Justinian in C. J. 1, 54, 6, 2 als Höchst- 
betrag einer Geldstrafe für die hier in Frage kommenden Aufsichtsbehörden fest- 
gesetzt worden ist, nämlich drei Unzen Goldes. 

2) lin. 9 — 20. Auftrag des Fl. Herakleios an den ^ h%d%x^ der großen (?) Oase. 
Der Name des e%d%XG)Q ist nicht vorhanden und kann, da er vor .den Amtstitel 
gehört, höchstens in der ersten Lücke von lin. 9 gestanden haben. Übrigens scheint 
es, als ob es in der Oase nur einen Beamten dieses Titels gegeben habe; dazu vgl. 
den c Exactor civitatis 5 (in Arsinoe) in dem von Collinet und Jouguet veröffent- 
lichten Papyrus Arch. 3, 340 lin. 11 mit den Bemerkungen der Herausgeber p. 347. — 
Es handelt sich um die Steuer für das vavXov Ttlolmv &ala66iG)v , d. h. für die 
Bestreitung der Fracht des ägyptischen Getreides nach Konstantinopel. Hiervon 
handelt Justin. Ed. 13 c. 7 u. 27. Vgl. noch Wilcken Ostr. 1, 387. Der Inhalt des 
Auftrags scheint folgender zu sein. Es war die Ausschreibung dieser Steuer für die 
12, Indiktion 2 ), welche von den Präfekti Prätorio ausging (s. Arch. 2, 270) noch nicht 
an Herakleios herabgelangt; er wußte also nicht, welche Beträge zu erheben seien. 



1) So wird auch in Nr. 55 der Offizial G>lävios 'IöLdaQog als aTtaitrjrrjg tlqwvcov verwendet. 

2) D. i. a° 368/9; daraus ergibt sich die Zeitbestimmung der Urkunde 

Leipziger Papyri. I. 26 



202 



Nr. 64: Sammlung von Amtsaufträgen aus der Thebais. 



Andererseits wurde das Steuergeld bereits benötigt. Er verordnet also, daß bis 
auf weiteres einfach jene Beträge eingehoben werden sollen , welche für das vorige 
Jahr (die 11. Indiktion) ausgeschrieben gewesen waren. Solcher Vorgang ist 
keineswegs singulär oder willkürlich; er wird vielmehr in C. Th. 11, 5, 3 (a° 436) 
als ein ganz üblicher hingestellt, wenngleich dieses Gesetz, um ihn für die Zukunft 
zu vermeiden, empfiehlt, lieber ein Budgetprovisorium (praedelegatio) aufzustellen. 1 ) 
— Diese dringliche Behandlung entspricht auch der von Justin. 1. c. 7 geschilderten 
und sogar zu Mißbräuchen benutzten Praxis des vavXav aTtodsxxrjg: ^evrsv&ev 
Xa^ißdvsiv acpoQ^iTjv xs xal aQ%rjv XTjg xov Jt^dy^iaxog övy%v(j£C3g^ xb {ihv ditaqai- 
xiqxov xvjv vavXmv aal 7t$ox£t,v6{i8vov %xL' Der Ausdruck in lin. 16 unseres 
Papyrus c d%Qig xrjg cc7toGxeXXo{i8VYjg drjXrjyccxiövog' — „es soll dies gelten bis zum 
Erlaß der (neuen) Delegation" — ist sonderbar, weil aTtoöxiXXsiv eigentlich „ab- 
senden" bedeutet, was doch hier nicht der entscheidende Moment war; doch 
dürfte der Sinn der hier vermutete sein. 

3) lin, 21 — 28. Hier ist nicht gesagt, von wem der Auftrag herrührte; ver- 
mutlich ist es wieder Fl. Herakleios. Es wird eingeschärft, daß der von den 
Städten geschuldete Kanon unvermindert eingezahlt werden muß. Der Sinn des 
Satzes c ös^d^ievog xolvvv %xX.' scheint folgender zu sein: Der Betrag des Kanon 
ist der (rjye[iovixr]) xd%tg zur Kontrolle des Eingangs bekannt gegeben worden (xä 
ivxcc%&8vxu ffj didatixccXala — - xf\g xd&cog) ; diesen Betrag soll die angeredete 
Person — wahrscheinlich wieder der in lin. 9 genannte e^dxxwQ 9 0[cc66<x)g {isydXrjg'l 
- — ausweisen, u. zw, nicht beim Statthalter selbst, sondern iTtava&sxco xr\g %a[iai- 
xortox(rj)Q(rj6C)a{i} g. Zunächst das letztere Wort ist erst von mir durch Auf- 
lösung der Abbreviatur hergestellt; der Papyrus hat xortqxQaig. Hier ist wahr- 
scheinlich -aig verschrieben für -iccg] sodann ist das zweite x nicht unzweifelhaft 
und könnte allenfalls auch für y gelesen werden. Aber xoTCgy^apifiaxaCag) halte 
ich für diese Zeit nicht für das Richtige. Dagegen ist xoTtoxTjQYjxijg (Böcking Not. 
Dig. 1, 125 ff.; 2, 1158 fg.; BGrU. 2, 669, 670) ein wohlbekannter Begriff der byzan- 
tinischen Periode und bedeutet einen niederen zur Vertretung des Präses delegierten 
Vikar. Es soll also der Nachweis stattfinden vor dieser Behörde, wobei die xd^ig 
(d. i. hier der für sie abdelegierte Isidoros) als Vertreter des Fiskus bei der Rech- 
nungsprüfung zu intervenieren hatte; die ihr bekannt gegebenen Beträge (das sind 
die obigen hvxayftivxu xf] xd&i) mußten ausgewiesen werden. 'ETtavct&sxG) (dazu 
vgl. Sacherläut. zu lin. 24) xrjg %cc[iatxo^ox(rj)Q^YiöC)a{i} g heißt m. E. etwa soviel 
wie „unter Delegation" der Unter-Ortsbehörde. 

Am Schluß ist (lin. 26 fg.) die Rede von den vTtodixxai ix TtoXXov vtco- 
ds%d{isvoi,. Zu ix TtoXXov ist wohl %qovov hinzuzudenken; da in lin. 21 vom 
Kanon der 4. — 12. Indiktion die Rede ist, ist anzunehmen,, daß sich für diese 
ganze lange Periode Rechnungsdefekte herausgestellt hatten. 

1) Auch ist jedenfalls die Verwendung der so antizipierten Beträge vor Eintreffen der 
Delegation (vgl. Seeck h. v. in Pauly-Wissowa R. E. 4, 2431) verboten. 



Nr. 64: Sammlung von Amtsaufträgen aus der Thebais. 



203 



4) In lin. 29- — 37 wird ein OvalsQiavbg %cc{iaidi%cc<jTij6ag als redend eingeführt. 
Dabei fehlt hier, wie auch in der folgenden Abteilung (s. unten 5) die Bemerkung 
^IöCdcoQog ocpcpiytiäliog ani^xaltai^ Es ist klar, daß wir hier yor einem Vorgang 
stehen , der bereits den Vollzug eines den vorgenannten ähnlichen Amtsauftrags 
enthält. Valerianus ist gerade ein solcher tOTtotrjQrjt^g , wie er unter 3) in Rede 
steht. Doch scheint die Angelegenheit nicht mit der daselbst genannten identisch 
zu sein. Die STtwQituC 1 ) sollen an xQvöccQyvQOv den doppelten Betrag eingehoberj 
haben und deswegen Rechenschaft ablegen. To 7tQay{iatsvTLxbv %qv6&qyvqov, 
sonst auch iQvti&Q'yvQov schlechtweg oder rb 7tQccy[iccT€VTLxbv %qv<31ov (vgl. den 
Apparat zu Nr. 34 V. lin. 3 und Erläut. zu Nr. 35 R. lin. 5) genannt, ist die Ge- 
werbesteuer (Collatio lustralis; vgl. Seeck in Pauly-Wiss. Real-Enc. h. v.). Das 
Nähere ist unklar. Die Rechenschaft soll itQO tfjg äcpi&cog tov dinuötriQiov gelegt 
werden; das dinaöVYiQiov wird also vom %a[icudL%cc<jvrjg deutlich unterschieden. 
Offenbar ist mit dem ersteren die Amtsgewalt des Statthalters selbst gemeint und 
acpi&g bezieht sich auf seine Inspektionsreisen (oben S. 118). Wörtlich ist 
d\%a6ti]Qiov das Gericht; doch ist die hier ins Auge gefaßte Tätigkeit des Statt- 
halters keine judizielle, sondern die der Steuerverwaltung. Es ist ersichtlich, daß 
die Begriffe von Gerichtsbarkeit und Verwaltung, wie es durch deren Vereinigung 
in der Person der Statthalter bedingt ist, bereits in eines zusammenzufließen be- 
ginnen, ähnlich wie die Sprache des Kirchenrechts unter Judicium die Kirchen- 
verwaltung schlechthin versteht. Ich habe darum das Wort nicht mit ' Gericht', 
sondern mit c Behörde' übersetzt. 

5) In lin. 38 — 49 steht eine zweite Entscheidung des icc{icudL%cc6vrjg. Es 
muß sich hier um Rückstände handeln, die ein Steuerbeamter aus seiner Amts- 
führung nachzuzahlen hatte. Die Einleitung ist eine byzantinische Phrase über 
die Wachsamkeit der $av\ia<3i&%a%oi £%aqyoi (s. die Erläut. zu lin. 10/11), dann 
ist bemerkt, daß dem Inkulpaten das diKaGxriQiov auf den Leib rückt. Die darauf- 
folgenden Worte * iv ^vlivoig (nicht %vllvaig) delxoig kvL 9 sind — dafern die ge- 
rade hier teilweise schwierige Lesung zutrifft — besonders interessant; sie besagen, 
daß die Einleitung des Verfahrens gegen die angeredete Person publiziert wird: 
sie wird auf hölzernen Tafeln beim * enlvog' der Stadt und der Dörfer des Bezirks 
bekannt gegeben. Wenn mit dem inlvog der griechische e%lvog gemeint ist, so 
sieht man, daß ein „Einwurf", in dem Eingaben an die Behörden deponiert 
werden konnten (ptolemäisch ayyslov; P. Taur. 1 p. 2 1. 6), überall bestand; vgl. 
auch das abgekürzte e%i{ ) in Nr. 35 Verso lin. 2. Die Maßregel selbst gehört 
zu den Besonderheiten, welche bei Fiskalschuldnern platzgreifen; da wegen der 
Fiskalforderung Generalhypothekeh bestehen, will man durch Proklamation . ihres 
Bestehens dritte Personen vor Kontrakten mit dem Schuldner warnen. 

1) Der Terminus ist mir sonst aus den Papyri nicht bekannt. Das Yerbum iiti%QivBiv 
heißt im Heven. Pap. Col. 28 soviel wie „nachprüfen", „entscheiden in zweiter Instanz". In- 
wiefern diese Bedeutung hier anwendbar ist, läßt sich nicht ersehen. 

26* 



204 



Kr. 64: Sammlung von Amtsaufträgen aus der Thebais. 



6) Den Schluß bildet der Auftrag eines exaxovxdQ%og (Pap. p an den Exaktor 
der Oase, gegen zwei Personen vorzugehen } von denen die eine, wie es scheint, 
irgendwelcher Gewalttätigkeiten, die andere wohl der Maßfälschung — die teilweise 
verscheuerte Stelle ist nicht vollständig entziffert — beschuldigt ist. Das Einzelne 
des Auftrags ist wegen der hier herrschenden Unsicherheit der Lesung nicht 
sicher; es scheint ein Auftrag auf Vorführung dieser Leute bei Ischobulos (dies 
ist wohl der in Nr. 36 genannte TtoXixsvö^evog 'Odöeeog) und Fesselung vorzuliegen. 

<&X(dvLog) *HQdxXeiog 6 Xcc^iTtQÖxaxog fjyBiiojv 'AöxXrjTttddri xal <Diß(o3VL 6<pL- 
xiaXioig 

d%aixr\xalg iXalov iv 'Odtisi %aiQ8iv. To ix TtgocpaGscog xcbv ysvvaioxdxcov 

ÖXQCCXLCJ- 

xcbv drjXrjyaxevd'ev {isxqov eXalov dich xr\g 'Od&scog, i^acgexeog ds dich xrjg 
Zvijvrjg %QS- 

(oöxoviisvov ev yiXloig xal iwaxodiotg l-eöxcag ditavxifpavxBg dvdyaxs ^£^ ,, 
eavxeov 

7CoXXr\g §7CL^s(og yevo{isvrjg evsxev xfjg %Qs(ag xavxrjg, yiyvwöxovxeg cog ei ^irj 

€fö(Ö XTjg 

3—5 

itQo(&s6)iilag a [. . J]y [. . . v iTticpeQO^isvot aTCavxri^xB [isxä xcbv 

STtL^eXrjxwv^ 

hg XQSig ovyxiag %qv<5iov xaig xapiaxalg iptfcpotg Sovvav rtQ0<5xa%d"il6£<jfrs, 
'I<3id(DQ\ov\ 

bcpixiaXCov Siä xr\v rtQÖcpatiiv rafariv xal xh xaxmlyov xijg %gsCag ix xd^ecog 
aTtoöxccXsvxog. 

G>X(dviog) ( HQdxX&iog 6 Xa^7tQÖxa\x~\og r\yeiihv [ ] i%dxxoqi 'Od6s[c3g [is- 

ydXr}g(?)] %ccCqsl[v.] 
Tä X6y<p vavXcov ftaXatfötcov diqXriyaxsv^evxa itccQcc xcbv xvqlmv [lov xcbv 

Xa{L7CQ0Xd- 

xgov htdQjpv, xcbv &av{ia6i(x)xdxG3v licdqypv ^ t£ r VS LCC küX £7tl xtfg iß 
lvd(ixxiovog) tcqoö- 

iqxEi xicog 7CQO%coQri(5ai rjdrj xov xaiQov xaxeTtCyovxog xal xcbv aQyvQlcov 6(pX6vxcov 

. 6vvdQcc[i£lv o . [. .] s[. .](, [.]&[ . ~\oov dys^eX&siy. 9 A ji evxv%6vxsg 

xolvvv 

r V fi?( £ )^9V§f a [• • td^ecog xal {lafrövxsg xo cc.qo .. y^ilv 7tccQcc%Q7}{ia 

xr\v aTCÖdoöcv xovxov Ttoiilfia^ai , 'Iölöcoqov ocp(cpixiaXlov) dtä xr\v TtQÖcpaGiv 

xccvxrjv dicoGxaXivxog , 
Gvvdyexe Xoyov vavXov ftaXatitil&v tcXol((x)v) iß lvSix(xt6vog) aTtQOxqCxoog 

UXQLS rfs ärtoGxeXXotievrig 



JSTr. 64: Sammlung von Amtsaufträgen aus der Triebais. 



205 



Sr}lr]y axiovog xaxä xbv xvitov x\y\\g ta lvdi%(xi6vog) X : nn & . c~ {iß (?) , 
'IßLöov[6g] X n . . . %\ a 
2J£ya&(a)ft(£)(og X nr\ dd%ga (?) 

Tip^tfttecog X nn ^apt (?). 20 
Tbv ccitb xcov itoXixixcov %Q£coöxri% , £vxa xavöva djcb d lvdin(xi6vog) [i£%Qi>g 
deod£xdxrjg 

7tQO(j7]K£i öcoov dTtodo&yjvaL xolg xa{itaxotg Xoyoug. 4e%d[ievog xolvvv xb 
7tQÖ6xay[{ia\ 

vtfs r][y(£[iovL%)rjg] xa&o<5ico6£oog x[cc\ evxa%&£vxa X'f[ didaöxaXda xr\ V7tox£i(i£Vfl 
XTjg xd^scog ev&mg 

{irjvvtfov xoo dLxcctfxrjQLG) £7tava$£Xco xr\g %a{iaLxortox(y)Q(rj<5C)a{ i] £ 5 xofixo yi- 

vcoöxcov (bg d xi(gy xaoa- 
%sla ysvrjxac vttSQ&iöi 6(o}v v ex xcov i b%aq%6vxcov xcov öcbv d7toitXr[Qco6£ig. 25 

zlicc yäo xr)v 

TtQocpaöiv xavxrjv xal 'IöCdcoQog 6 xr\g xdi-sag 6(p(cpixidXiog) d%£<5xaXxai xovöde 

x(6yvg vjtoöexxag xovg ex tcoXXov 
VTtoSs^atisvovg r] xaxddrjXov itovrfigv e%siv TtccQ avxolg xbv ä(Qy)yoov i] sig 

xr\v xd%iv dyaöxu- (sie) 
Xbv (sie) cjxs 7tuvxa%6&8v eite 

(2. Hand?) OvaXeoiav(bg) ya\iai§ ixaGxrfi ag §lrt§' *HX&ev eig yvaGiv xr)g r)y(e- 

lLovi%)r\g xa&o<jLcbti£Gog 
oxv xfj^gy TtQccyiiaxeCccg rjyriöd^voL xov %oay\iax£vxixov iQvtiaoyvQOv dta 30 

[xavxrjv] 

xr)v TtQocpccGLv ol do&evxeg eTtixoixal diitXdtiiov {d} <5xa&{ibv £\6itqd%avxo (sie) 
Ttaod xe xcov , 

s 7tQ067]%Bl 

dito xrjg TtöXecog xal xr)g %aqoixiag. 'Eitel xotvvv xi)v yvöoöiv xr\g djccuxrjöeag 
xax\dd]ißX\ov 

y8vs6&ai xm dixaöxriolco, (poövxiöov S7tö[isvQg xb 7CQÖöxoy[ia (sie) xr]g r)y(s{io^ 

VL%)fjg xafroGccböecog 
hg xov i) dv£v[x]Xrjö(av TtoirjticcOd'ccL xal itaQccGxfiöcci xr)v xcov elörtQai&evxcov 

d.i. tay 

rtob{g} xr)g dcpC&cog xov dixaöxrjQiov rj yCyvoo6x£ cog £i xi itaqaXeXoiitbg ocpftdrig 35 
xovxö y£ xaxaßaXbv (sie) xal d% avxcov xcov 7toay[idxcov xal xcov evxvy%avov- 
xeov yivoixO) 

cog Xixqav %qvö(ov xalg xa\x,iaxalg xjjrjcpoig dovvat %qo6xa%%'Y\6£i. 
OvaX£Qcav(bg) xa^atSoxaöXTjöag 

Tr)v Gvvrj&r] jtQÖvocav ol xvqioI [iov %al &av k ua6LcoxaxoL £7taQ%0L xcov 6vv- 
xeX£6\}Ld-~\ 



206 



Nr. 64: Sammlung von Amtsaufträgen aus der Thebais. 



40 xcov TtctQ . . . . av %a\ Ttäöccv 87tr[Qiav tcbqi xäg yvyvo\ji\ivag drj^ioöCag uaxaßoXäg 

ffrv\vai xcov rsXsöfidtmv TCQOöBta^av. Kai TtqoxBixai {ilv hv x<p druioöCcp xb Ttsol 
xovxov 

a7to<5xaX\ß]v xi\g xoöavxrjg i^ovöCag TCQOöxay^a^ 6ol ds 
rtaosöxr} xb dLxaGxrjoiov. 'Ev %vXlvoig Ssltoig hvyjaQd- 
^b\c\ö\i xgyxo tco drj{io<3C<p Ttoo&Bivai btc\ xgy xrjg TtöXecog 

45 %al xwv %G){i(X)v TTjg hvootag xrjg vybBxiqag hxlvov, 
xaxadrjloyvxog, ä>g el {irj öcp&SLqg xovxo TtBitoir^hg 
[#]pq \x\v\g &(pC§sq>g xr\g xgy \ßi\xa<5xriQl\ov\, <bg Xlxqav %qv6iov 
xolg xaynaxalg (sie) Xoyoig dovvai \itQ~\oGxa%&Y[GBi. Ava yao xavxrjv 
xr\v ttQocpaöiv 'Itiidcooog 6cp((pi%idXiog) ex rd£>B(og aTteöxaXxai. 

50 &X(dviog) "Aqiog (ixaxövxaQ%og) e^dxxoQt 'Odöscog. 
Wdig evxvyhv xw dixaöxrjQiG) rjxidöaxo 
Ilajy^lv xiv a dito xrjg v{iBxeoag %(DQag 
öyyrtu . aie ... wg du ccQTtayjjg itoiif\6ayxa 
diacpoocov avxov %Qr}{idx(DV %s%Qfj<j[d , a]i , 

55 r\Xid6axo ds xal *HXi6dcoQov ert GoGswg 

[is'xQov [ß^ixaCov. Ksiviq&sig dva xfjg i$ov[p]ta(gy xov xvolov yLo\y\ 

xov Xa[i7tQoxdxov fiys{i6vog 0X(ccviov) *HoaxXBlov 7to\_. . .]{, [. .]&[. .] . . dcä xrjg 

xd^ecog %al avxov (xov} Tla%v\JLiv xal 
c HXM(dqov 7tQo6£7ta%fr7}vai, 9 l6%oßovX[(p . .] Bot ... up ÖB&rivai xal xr\v 

aitalxr[(3iv 

V 

$l avxov yBVBG&ai. 'Evxv%av [ ]... [gegen ^Schluß der Zeile Schriftreste 

60 [ einzelne Schriftreste ] /ii\a\ y\a\§ xavxrjv xr\v TtoöepaGLV 

xal 'IöidwQog 

6cpixidXi\o\g XTjg xd^smg .... ditB6xaXx\ai\ ai xolg TtQOöXBxay^ievoig 

Folgen noch Reste von zwei und einer halben Zeile. 

lin. 3 Ob ds ä%o oder d 9 cltco ist nicht ganz sicher. lin. 4 ccTtccvrijcccvtsg (nicht 

ärtccvctfcccvtsg) sicher. lin. 6 Pap. 7tqo[iLag ohne Kürzungszeichen. lin. 9 Die als Lücken 
angegebenen Stellen sind hier nicht zerrissen, sondern verwischt. lin. 11 Denkbar auch 

d'ccviiaatcotdtcov. lin. 14 In {itt&ovtsg bei vt Korr. lin. 21 Uber rag in %QSCQ6vr\&£v't(x 

eine Schriftspur. lin. 24 Vielleicht kann man auch das g in tig noch als vorhanden 

annehmen, wenn man eine sehr starke Kontraktion der Buchstaben voraussetzt. lin. 25 

_ 9 TCO 

Pap. 6 V . lin 26 Pap. llov, das no ist nachträglich dazugeschrieben worden. lin. 27 

1. itoirjaav. lin. 30 Bei [yavtr]v'] nicht Lücke, sondern Verwischung. lin. 31 1. slas- 



Nr. 64: Sammlung von Amtsaufträgen aus der Thebais. 



207 



Fl. Herakleios, der erhabenste Statthalter, an Asklepiades und Phibion, Offiziale 
und Einforderer des Öls in der Oase, Gruß. Das wegen der Liniensoldaten aus- 
geschriebene Maß von Öl von der Oase, besonders aber von Syene, geschuldet mit 
1900 Xestai, bringt heraufkommend mit Euch, da großes Drängen besteht wegen dieses 
Bedarfs; wissend, daß, wenn ihr, Asklepiades und Phibion (?), nicht innerhalb der Frist 
heraufkommt und es mitbringt mit den Verwaltern, ihr drei Unzen Gold dem Konto 
des Fiskus zu geben werdet geheißen werden; auch ist der Offizial Isidoros wegen dieses 
Anlasses und des Drängens des Bedürfnisses aus dem Bureau entsandt worden. 

FL Herakleios u. s. f. an .... den Steuereintreiber der [großen ?] Oase Gruß. Das 
unter dem Titel der Seefrachtsteuern von meinen Herrn, den erhabensten Eparchen, den 
ehrwürdigsten Eparchen, für die 11. Indiktion Ausgeschriebene, muß, da schon die 
Zeit drängt und die Gelder einlaufen müssen, bis auf weiteres auch für die 12. fort- 
laufen Begebt euch also zur Statthalterei und bringt mit, wissend, 

daß ihr alsbald die Einzahlung desselben zu bewerkstelligen habt, indem . auch der 
Offizial Isidoros aus diesem Anlaß entsandt ist, unter dem Titel der. Steuern für die 
Seefahrzeuge für die 12. Indiktion ohne weiter zu fragen bis zum Erlaß der (neuen) 
Ausschreibung nach dem Muster der 11. Indiktion 90242 (?) Denare (und zwar) von 
Ibion ..661, von Senathothis 44671 (?), von Tresthis (?) 31110(?). 

Der von den städtischen (Gemeinwesen) geschuldete Kanon von der 4. Indiktion 
bis zur 12. muß der Fiskalkasse unversehrt erstattet werden. Empfange also das 
Dekret der Statthalterei und weise den. dem untengenannten Bureauamt aufgegebenen 
Betrag sofort der Behörde unter Delegation (?) des Unterortsamts aus, wobei du dieses 
wissen sollst, daß, wenn durch deine Saumsal irgend eine Unordnung einträte, du aus 
deinem (eigenen) Vermögen Ersatz leisten wirst. Denn aus diesem Anlaß ist auch der 
Bureauoffizial Isidoros entsandt worden, welcher von diesen Einnehmern, welche (schon) 
seit langem eingenommen haben, entweder feststellen wird, daß sie das Geld bei sich 
haben oder sie heraufsenden wird, auf daß allseits 

Der Unterrichter Valerianus sprach: Es ist zur Kenntnis der ehrwürdigen Statt- 
halterei gekommen, daß die Epikritai während ihrer Verwaltung, der Gewerbesteuer 
das doppelte Gewicht eingetrieben haben sowohl von den Leuten in der Stadt als von 
denen in der Umgebung. Da nun die Behörde in allem Kenntnis von der Einforderung 
bekommen muß, so sorge in Befolgung des Dekrets der statthalterlichen Ehrwürden 

dafür, daß du entweder Rechenschaft ablegst und die des Eingetriebenen noch 

vor Eintreffen der Behörde beistellst oder wisse, daß, wenn dir nachgewiesen würde, 
bei dieser Ablieferung etwas weggelassen zu haben und es von den Steuern und dem 
dazugehörigen wäre, du ein Pfund Gold dem fiskalischen Konto zu geben geheißen 
werden wirst. 

Der Unterrichter Valerianus sprach: 

Meine Herrn und ehrwürdigsten Eparchen haben ihre gewohnte Fürsorge für die 
Abgaben (an den Tag gelegt?) und befohlen, daß alles Unrecht betreffs der öffentlichen 
Steuerablieferungen fernbleiben soll; und es liegt im Amtshaus der diesbezügliche Befehl 



208 



dieser so hohen Autorität, dir aber naht die Behörde. Auf hölzernen Tafeln wird es 
eingegraben werden dieses am Amtshaus zu veröffentlichen beim Echinos der Stadt und 
der Dörfer eures Bezirks, welcher zeigen soll, daß, wenn du dies nicht getan zu haben 
scheinen solltest vor der Ankunft der Behörde, du ein Pfund Goldes der Staatskasse zu 
geben geheißen werden wirst. Denn aus diesem Anlaß ist auch Isidoros, der Offizial, aus 
dem Bureau entsandt. 

Der Centurio Vi. Arios an den Eintreiber der Oase. 

Psais (?) hat sich an die Behörde gewandt und einen gewissen Pachymis von 

eurem Lande beschuldigt, daß er, räuberisch vorgehend,, sich verschiedener seiner 

Sachen bemächtigt (?) habe; er beschuldigte aber auch den Heliodoros wegen Fälschung (?) 
des richtigen Maßes. Zitiert zu der Autorität meines Herrn des erhabensten Statthalters 
(veranlasse?) nun durch das Bureau, daß besagter Pachymis und Heliodoros vorgeführt 
werden dem Ischobulos . . ..... ... . . und gebunden werden und die Forderung von ihm 

geschieht Denn aus diesem Anlaß ist auch Isidoros, der Offizial des Bureaus, 

entsendet^ 

lin. 1 Diese Stelle zeigt ; . daß die Olsteuer in der Oase von ciitawrirai, jedoch 
wie lin. 6 (aTtccvnförjre [isra xcjv srtLiisXrjTcbv) lehrt, nur als Hilfsorganen der 
Dekurionen eingebracht wurde. Das Verhältnis wird das in der Einl. zu Nr. 45 
geschilderte sein: den Epimeleten obliegt die Aufteilung der Steuer auf die einzelnen 
Steuersubjekte, das mechanische Amt der Einhebung bei diesen wird von den 
Apaiteten besorgt worden sein, welche hier zusammen mit den Epimeleten ab- 
liefern. Dabei sind die Apaitetai niedere Staatsbeamte. 

lin. 2/4 Die Olsteuer ist zur Verwendimg für die Soldaten bestimmt und 
beträgt hier für die große (?) Oase und Syene zusammen 1900 Xestai. 

lin. 6 Für denkbar halte ich 9 A\p%X\flitiddri f.vhy [xcä &l\§iwv; aber die 
Schriftspuren sind völlig unsicher. 

lin. 9 Die Stellung des i^dzttDQ wird neuerdings meist dahin definiert, daß 
er — im Gegensatz zu den Susceptores, welche mit Unterstützung der ä%aitn]xal 
die ordnungsmäßig eingehenden Steuern einkassieren — für die Eintreibung der 
Steuerrückstände zu sorgen hat. Vgl. die von Collinet-Jouguet Arch. 3, 347 angef. 
Literatur, dazu noch Seeck in Lehmanns Beitr. z. alt. Gesch. 1,173 fg. Aber in 
dem gegenwärtigen Stück (vgl. auch lin. 50 f.) erscheint der ei-dxraQ. keineswegs 
bloß mit Rückständen befaßt. Bei der großen Vielgestaltigkeit des damaligen 
Beamtenapparats kommt man hier mit allgemeinen Formeln nicht aus. 

lin. 10/11 In den Worten rcbv ka^iTtQordtcov S7tdQ%(ov^ r&v $avyLa<5iw%&XQQv 
67tuQ%a)v sind mit ersterem die Praefecti Augustales, mit letzterem wahrscheinlich 
die Praefecti Praetorio gemeint. Vgl. lin. 39. 

lin. 14 'hy(£)ttoyda ist sehr unsicher; es geht durch den unteren Teil der 
Schrift eine Lücke durch, so daß nur die obere Hälfte der Buchstaben zu sehen ist. 



Nr. 64: Sammlung von Ämtsaufträgen aus der Thebais. 



209 



lin. 17—20 Die Tausenderzeichen fehlen; das Myriadenzeichen ist vorhanden. — 
Man sollte meinen , die von der Korne Ibion zu zahlende Summe durch Rechnung 
finden zu können, wenn man die Gesamtsumme von Ibion, Senathothis und Tresthis 
(oder Tristhis?) and die Ablieferung . der beiden letztgenannten lesen kann. Doch 
ist in der Gesamtsumme die Hunderterstelle nicht sicher; ich glaube zu sehen 
90 242 ; aber das c~ ist zweifelhaft und allenfalls für y zu lesen, auch möglich, 
daß davor an der Tausenderstelle ein y oder a steht. Durch die Summenziffer 
von Ibion geht die Bruchstelle von Nr. 446 und 612 hindurch, was das Lesen 
sehr erschwert. Nach der Rechnung würde man für Ibion, wenn die Gesamt- 
summe 90242 betrüge, erwarten Xnn ocdv%a; hiervon glaube ich jedoch nur %a 
erkennen zu können, wärend die Spuren für die übrigen Ziffern mir mehr als 
unwahrscheinlich sind; an der Tausender- und Hunderterstelle scheint y% zu stehen. 
Dennoch kann ich in den übrigen Summen meine Lesung nicht ändern und habe 
mich daräuf beschränkt, sie mit einem Fragezeichen zu versehen. 

lin. 23 8ida<5%alsCa TTjg td&cog] der Ausdruck erinnert an die Scholae der 
Bureaus, für welche aber sonst die Bezeichnung 6%okri üblich ist. 

lin. 24 Pap. £jtavaftst(p : beim zweiten a ein überflüssiger Strich. Der Aus- 
druck, den ich in der Einl. und Übersetzung vermutungsweise mit „unter Dele- 
gation" wiedergegeben habe, ist seltsam; doch scheint mir jedenfalls ertava&etw 
als ein einziges Wort genommen werden zu sollen, nicht ivt 9 ava&ztcp, da die 
Bedeutungen von avat^rj^ii nicht passen. ''Eitavati^ivai ist im Sinn von „über- 
tragen" immerhin akzeptabel; so heißt es auch in Nr. 29 lin. 6/7 rtdvta tä e^aytTjg 
öol 67iav£&£iiriv, ich übertrug dir mein ganzes Vermögen. Allerdings ist die 
Form sitavu&axov auffällig, auch würde man statt des bloßen Dativs eher iti' sita- 
vcc&stg) erwarten. 

lin. 27 Der Pap. hat in &(gy)yQov das & etwas über die Zeile gezogen; ich 

weiß nicht, ob der untere Teil davon nicht das q darstellen soll, so daß qvqov 
dastände. — avaötsiXov ist wohl Mißbildung für ava6t8k(bv. 

lin. 31 {<%} , der Schreiber wollte vielleicht ccQyvQiov schreiben. — Wie es 
geschehen konnte, daß die Epikritai das Chrysargyron im doppelten Betrag ein- 
hoben, ist nicht ersichtlich In C. Th. 12, 6, 2, 1 ist bestimmt, daß Suszeptoren, 
welche den Untertanen die Entgegennahme der Steuer verweigern, vom Offizium 
zur Ablieferung des doppelten Steuerbetrags anzuhalten sind, und auch sonst 
lassen sich strafweise Steigerungen desselben denken; das Nähere bleibt jedoch 
unklar. Jedenfalls soll die Ermahnung dazu dienen, daß die Epikritai nicht etwa 
die eingezogenen Straf betrage unterschlagen. 

lin. 32 Die Worte irtei roCvvv 7tQoGri%£i rr\v yvcböiv TTjg aTtcatrjijecDg — 
ysvsG&ai r<p diKa<5triQl(p erinnern an die Wendung in der von Heberdey im Anz. 
der Wiener Akad. 1905 p. 88 veröffentlichten ephesinischen Inschrift lin. 19: 
c Sane quia rerum omnium integram cupimus habere notitiam sqq. 5 

Leipziger Papyri. I. 27 



210 



Nr. 65 : Präsentation liturgiepflichtiger Personen aus Hermnpolis. 



lin. 35 yiyvcoöKs — statt des gewöhnlichen yfywöKS — auffallend. Vgl. 
aber auch yiyvo\ji\£vag in lin. 40. 

lin. 43 %vllvoig — nicht %vllvcag — sicher; das Wort wird nach Ausweis 
der Lexx. auch mit bloß zwei Endungen gebraucht. 

lin. 44 Der Passus rgyto rc5 druio6l(p tiqo&sIvui ist grammatisch schwer zu 
konstruieren. Er kann nur final gemeint sein, doch würde man statt xoyxo 
eher erwarten Ttgbg tb xxl. Indessen ist letzteres ausgeschlossen. Auffallend ist 
auch die aktivische Konstruktion; eine Passivform wäre m. E. ansprechender. 

lin. 45 Der i%lvog ist bei den Attikern eine Kapsel, in welcher im Prozeß 
die Beweisstücke hinterlegt werden. Hier müßte es ein Einwurf sein, in welchem 
man Eingaben an die Behörden deponierte (vgl. Nr. 35 V. lin. 2). Vgl. auch die 
Deposition einer Eingabe „im Sebasteion zu den Füßen des Kaisers" in P. E. R. 
20 II lin. 10—12 und oben S. 205. 

lin. 46 Karccdrjloyvtog kann nur von exCvov abhängen; auch dies ist kaum 
befriedigend. 

lin. 54 KS%QYi<5\&a\i schon wegen des beigesetzten Genetivs bedenklich. 

lin. 55 eit coöscjg: es wird ein Wort im Sinn von „Fälschung" verlangt. 

lin. 56 Ksivrj&elg besagt vielleicht, daß der Exactor selbst hiermit zitiert 
wird, um über die gegen Pachymis und Heliodoros vorgebrachten Anschuldigungen 
Auskunft zu geben. Allerdings ließe sich auch daran denken, die Interpunktion 
zu ändern und ueLvrj&dg KtL noch zum vorhergehenden Satz zu ziehen, wo es 
dann zu Waig gehören würde. Aber die ohnedies schon dunkle Stelle wird da- 
durch kaum besser. 

lin. 57 In 7tQ[. . .] . . ist wohl der Imperativ eines Verbums zu suchen, 

wovon TCQoöBTcaypfivat^ de&yjvca und yevsG&ai abhängen. Für IloCrjöov scheinen 
jedoch die Spuren nicht zu stimmen. 

lin. 59 di avrbv auffallend und kaum zu erklären. Über dem v ist aller- 
dings eine schwache Schriftspur, die von einem v herrühren kann; möglich, daß 
korrigiert werden sollte in di avtov, was sich natürlich auf Ischoboulos beziehen 
würde. 

Nr. 65. 

PRÄSENTATION LITURGIEPFLICHTIGER PERSONEN. 
Inv. Nr. 44. 

Papyrus H. 27 Br. 12 cm. Hermupolis. A° p. C. 390. 

Cursive. Veröfifentl. von Mitteis, Arch. f. Pap.-Forsch. 2, 262 fg. 
Zu Aurelios Kyros vgl. Einl. zu Nr. 42. 

Der Papyrus enthält wie die folgende Nummer die Präsentation von Liturgie- 
pflichtigen an Stelle abgetretener. In Nr. 55 lin. 9 wird ein solcher Substitut 
vTtoxardatatTjg (1. -og) genannt. Über Einzelheiten Mitteis a. a. O. 



Nr. 66: Dieselbe Gattung wie Nr. 65. 



211 



Die Sammlung enthält in den Inv.-Nrn. 41 — 61 noch eine Anzahl gleichartiger 
Stücke; der Grund der Substitution ist dabei mitunter: [ir] avQe&evxog {istä xbv 
xItjqov (Nr. 41, 43, 45, 46). 

*T\jtax]elag \x\ov deöTtoxov rtfiav Oval£vxcvcavo[y] 
[xo]v cd(Dv[lo]v Avy\o^v\ß\xov xb d %al N\sg)T£q]i[ov] 

x\ov\ Xa[i7tQOxdxov. 
AvqtjUg) K[v^Q<p (DiXaiiiLWVL (sie) 7Coli\y\ev- 

ojisvG) iv[ccQ%](p vv%xoöXQa\x]riyw c Eq[iov 5 

TtöXscog xr\g [/L]cclfi7t^Qoxdx7]g 

rt(ccgä) Avgirihog) Ne\l\Xog 'A[i[iG)vog yvcoöxrjQ 

cpvl(r\g) ccrtb xfjg avxqg 7t6lsG)[g\. \A\t8oy,tti 

xccl elöayyslXcD xbv s^Tjg eyyeyQa[i[i8vov 

hxovgybv UxovQyrj6avx\a TtccQct] xfj öfj 10 

eotisixia itQbg hviavöiov %[qovov] 

vtcsq xjjg drj^oxtXTjg avxo\y X~\i\xo\vQyiccg 

ävxl üaöCcov KoTtQsov äitol&javöv- 

tog. 

"Eöxi de- 15 

0qovqlov Xißbg 

'SIqCcjv *AxQ?\xog Mtjxq( ). 

AtiQrjliog Nellog A^covog yvco<5x(riQ) ertLded^wxa^] 

lin. 4 1. <&ila\LiLGivos. lin. 8 Bei äit Korr. lin. 10 lLtovQyr\6ccvta dialekt. Futurum. 

lin. 7 Die Namen sind hier und in lin. 13 indeklinabel geworden; so auch v 
in der folgenden Nummer. 

ffr. 66. 

DIESELBE GATTUNG. 

Inv. Nr. 49. 

Papyrus H. 25% Br. 13 cm. Hermupolis. A° p. C. 390. 

Cursive. Dieselbe Hand wie Nr. 65. 

Veröffentl. von Mitteis, Arch. f. Pap.-Forsch. 2, 263. 

lin. 1- — 12 g. E. wie oben Nr. 65. 

] avtl ' Aöw.hrpti&S'qs 

[z/e>p]o'9'£oi> u[3toXsXv^s(7y]vog ex XQoGtdyiicc- 

27* 



212 



Nr. 67 und 68: Quittungen aus Theben (?). 



[xog x]ov %vqIo\v pov xov Xcc][i7tQOxdxov rjye[ii6vog] 
15 <&X[a]vtov , A<j%Xrj7tL[d~]8ov *H<3V%tov. 

"Eöxi de' 
(pQOVQfyoJu a7trjXt(btov 
'Icodvvrjg [...]. ov dvxl 
Aö%X7j7ttddrj[g T]i[io&80v [. .] . . &evx(og) 
20 cbg ä&Xrjxrjg. 

AvQ(r\Xuog) NelXog "A[i[MDVog yvwöxrjQ eitidedcDiicc. 

lin. 12 Über die Indeklinabilität der Personennamen vgl. die vorige Nummer, 
lin. 15 Der Name des Statthalters ist hier und in Inv. Nr. 59 zu lesen, 
vgl. auch oben Nr. 38 u. Festschr. f. Nicole S. 376; derselbe war bisher unbekannt, 
lin. 19 An a7to\Xy&svx(og) glaube ich nicht. 

tfr. 67. 

QUITTUNG vrtk Q yewpeTQtag. 

Ostrakon Nr. 754. Theben (?). A° p. C. 122. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

II6(jx(ov{iog) 6 %al e ßp(og) JJo6x{oviiov) IIsts%(b(v6i) IIsxs[is(- 
vio(g). "Eö%o(v) VTt(ho) yeco^sx^Cag) e%xov exovg 
Qvit(ccQ<xg) 8qa%(jiäg) d% 6ßoX(ovg) Ttsvxe / qv \ q fi . 
(^'Exovg) £ IddQiavov KalöaQog xov KvqCov 
5 'AfrvQ %d. < 

Vgl. zum Namen des Erhebers Wilcken Ostr. Nr. 527. 

Nr. 68. 

QUITTUNG vrthg 6%orteXov %a\ cpv%a%ixi%ov. 

Ostrakon Nr. 940. Theben (?). A° p. C. 124. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Hitoxovg Jto(dm(D(j) aQy(yQi%i]g) 
Gsva^iovvi { og } 
!AütoXXoScoQo(y) IlM(bxo(g). 
"E<5%ov VTt{sQ) 6%07t(iXov) %ccl (pvX(ccKixi%ov) 
5 %al aX(X(Dv) evvdxov exov§ 



Nr. 69 und 70: Quittungen. 



213 



QV7t(ccQccg) dQtt%([iäg) tsööUQsg 
I qv < d. (^'Etovg) fr *ASqiccvov 
KecCtfccQog tov KvqCov 

<&a(ß))(pi ig. 'IyLOv$(ris) <5e6r](iieCG)[iccL). 

lin. 3 Auch Ti%&x{og) möglich. lin. 6 1. tiöcaQag. lin. 9 v<s nicht überstrichen. 

lin. 1 Von einem 7tQcc%tcoQ gleichen Namens ist das Ostr. Wi. Nr. 536 
v. J. 126/7; merkwürdigerweise findet sich auch dort die zahlende Person im 
Genetiv, statt im Dativ genannt. 

tfr. 69. 

QUITTUNG vahq %^wti%ov. 

Ostrakon Nr. 730. Theben (?). A° p. C. 128 (?). 

Cursive. Unveröffentlicht. 

XeGcppoig 7tQa%(tG)Q) aQyvQ(i%f\g) .rj~ 

IIS . . . tlG)v(l) läQfr&tOV. 

"E<5%(ov) VTt(bo) %(D{jiati%ov) Li?' (ßtovg) QV7t(aQÜg) dQa%({iag) 
BTtxä ö(ßo)X(pvg) xevts / \ £ ß. i^Etovg) iß 

'AÖQiavov tov Kvqiov Msöo^Qri) 5 
%a. H?cc(tQrjg) 6s<jri(}isi(Diiai) 

lin. 1 Oder Xssacptioig? — Ob iiqfyQOrtoXsag) — vgl. Wilcken Ostr. 1570 — unsicher, 
lin. 2 Am Schluß %a(iQsiv) ausgefallen ? lin. 3 Ob L ß • = xcc(l) ßa(Xccvmov) ? 

Vgl. zu diesem Stück Wilcken Ostr. Nr. 1570. 



ffr. 70. 

QUITTUNG üahQ öxortelov %ai &X(ks>v). 

Ostrakon Nr. 927. A° p. C. 130 (?). 

Cursive. Unveröffentlicht. 

'A\i\i{ji6v 'Log) %ai~ ii8t{o)%o{i) ^ÄQyla !A7cd&o(y) *Hqcc%A( ) [%cc(iqsiv.) 
"E(5%a{}i8v) vtc{sq) öxo7t(sXov) %al &X(Xcov) iß (ßtovg) Qv(rtaQag) (doa%[iüg) 

tSÖÖCCQCCg 

dß(o)X(ovg) = I qv \ d = ("Etovg) id AdQiavov 
tov KvqCov &cc[i(£VC3&) 



214 



Nr. 71, 72 und 73: Quittungen. 



Nr. 71. 

QUITTUNG VJthQ %LQG)Va£lOV. 

Ostrakon Nr. 879. A° p. C. 131. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

MstQrj(fia) &r}ö(avQov) isocby [irj(tQOrt6XsG)g) is (stovg) lÄÖQiavov 

Kaiöaoog tov Kvqlov M(s)öoorj 6v6(iiatog) 'Eitco(v)v%o(v) 

*Hqcc%Xsiov 'Atta&ov v7c(sq) %i(QG)va^Cov) (vcvqov aotdßrjv) \iiav r^iiöv I \ a\. 

Nr. 72. 

QUITTUNG tirthQ i^iuxmov. 

Ostrakon Nr. 706. Theben. (Charax?) A° p. C. 134. 

Oursiye. Unveröffentlicht. . 

I[iovfrrjg %al nato^y(svg) 

IIa^oiiv(i) ^atQfj(t)o(g). "E6%(atisv) V7t(so) 

%G){jiati%ov) Xd(oa%og?) irj (stovg) QV7t(aQag) (doa%{iäg) BTCtä p %(aX%ovg) ß 
I qv ' < £ p %°. ("Etovg) irj Tqcciccvov 
5 Aöqlccvov Esßatitov 'Ertsicp i. 

lin. 3 Die Bedeutung von %a als Xd(^a%og) ist kaum zweifelhaft. 



Nr. 73. 

QUITTUNG vitkQ ivomiov. 

Ostrakon Nr. 796. Theben. (Charax.) A° p. C. 136. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

. 'A6%Xäg xal 2cövyi(q) 7tod%(toQsg) doy(vQLX7jg) Xd(^axog) ' 
IIccörjiiL Tcal dX(Xoig). "E6%(a\isv) vrt(ho) svoi%(lov) % (stovg) 
qv(6[iatog) KscpdX(ov) yv\ivi%(pv) %al na6rj(iiLog) ädsX(cpov) 
QV7t(aoäg) ÖQa%(iiäg) ts66ccoag / qv < d. ("Etovg) %a 
5 ASqiccvov tov Kvqlov Gcnft uxT. 

lAönXäg <5s6rj([isC(Diica) (Soa%[iäg) d. 

lin. 1 Die gleichen Erheber finden sich für das Jahr 137 bei Wilcken Ostr. 579, 



Nr. 74, 75 und 76: Quittungen. 



215 



Nr. 74, 

QUITTUNG vjthQ ueQrffioti <W( ). 

Ostrakon Nr. 714. Syene(?). A° p. C. 145. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

TavQwv %al 'Slgog rtod%(xoQeg) 
aQ^(yQi%7jg) 2Jo(rfvrjg?) IIsxoöIqi %ai Wsv- 

XQÖSIQSI %(ccCq8LV?) "E6%(cC[iev) VUt(ho) ii8Qi6(jiov) 

dva ' rj (sxovg) QV7t(aQag) (8QM%[iäg) xsötiaoug 
I qv < d. (^'Exovg) rj Avxqovivov 
KalöaQog xov KvqCov 
'Eitslcp iS . A... <js<j(r}[i8C(D[LaL) 



Nr. 75. 

QUITTUNG <Ö3thQ %LQG)VCC&OV. 

Ostrakon Nr. 701. A° p. C. 165. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Me(xQ'Yiiia) &r}<5(avQov) ^(xQOTtolsmg) y(sv)rj([iaxog) s (sxovg) Avxwv(slvov) 

%al Ovrjoov xcbv KvqIcov 2Jsßa6x(ß>v) 

Ilavfvi) Ts V7t(h(f) %i(Q(üva^iov) bvo(jiaxog) AiisvQ(b6i(og) 

Wsv{i( )&ov (jcvqov doxdßag) xolg j \ y l^ovag. 

_ §7ti r(ö) ccvv(o) 

'AX(Xwg) ' 'E(rtsl)cp & ö/iotog (tcvqov äoxdßrjv) \ilav bydoov 

I \ bv6(jiaxog) Wsvimdv&ov 

AiLSVQ(b<5io(g) (tcvqov doxdßqg) rj[ii6v xoixov 
I \ S7 1 • '4^ c 9( Vi0 ^) ^(s6rjfis((o^aL.) 

lin. 4 -fc- , nicht -{7 ~. lin. 5 In oyd korr. 



.Nr. 76. 

QUITTUNG vjtho x^tfjg cpotviuog. 
Ostrakon Nr. 738. A° p. C. 168. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

^axQTjg %(al) äX(Xoi?) STtixrjQ^xccl) mrj[i(drc3V?) ysvr\( ) 
IIavaii8vx(i) Weviiovfr(ov) Ailsvq&G io(g) 



216 



Nr. 77 und 78: Quittungen. 



dia navcc[ievx(og) Weviievföov). 9 E6%^k(cc[18v) 

TtccQcc <5o(v) irt(sQ) xi(jii\g) (pol(vi%og) Qyrt(aQäg) (dQcc%[iüg) \ £• ("Exovg) 

5 7j Avxwvvvov %ai Ovr\QOv 
xcbv KvqCcov Usßaöxcjv 
TIavvi Tä. 

lin. 1 Ob / ysvrj([iccTo / yQa(p'Yi&8VTa)v)? 

lin. 3 Auffallend ist, daß mit diä dieselbe Person eingeführt ist, auf welche 
die Quittung lautet. Wsv^isv (nicht Wevfiov) sicher. 

lin. 4 Über vTthQ xi^g cpoCvixog vgl. Wilcken Ostr. 1, 310 ff. 



Nr. 77. 

QUITTUNG vjthQ %lqgwcc£iov. 
Ostrakon Nr. 919. A° p. C. 200. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Me(xQrj{ia) &?]6(ccvqov) %m(jL(bv e ?) ysvrifjiaxog) rj (exovg) Aov[%C]ov 

2Js7tXl[lL0V 2JS0V7]Q0V %(ai) M&Q%(o)v 

AvQrjXi(o)v AvxwvCvov 2Jsß[aö~\xcb[v 
JJavvi vtc(6q) %L(QG}va%Cov) bvo(jiaxog) IIa^6vi(o)g 
5 Tav . ( ) (tivqov ccQxdßag) dvo / \ ß. I7( ) 6(sö)rj([isC(D[iaL). 



Nr. 78. 

QUITTUNG örthQ xlqcovcc&ov. 
Ostrakon Nr. 725. A° p. C. 205. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Ms(tQrj^a) &ri<j(av()ov) [irj^XQOTCÖleag) y(e)vri(jiaxog) ly (exovg) 

HsvriQov %al Avxg)v(sI)v(ov) 
Ev6sß(b(v) Hsßa(pxcbv) 'Eitelcp vy\ V7t(h()) %i(Qa)va^Cov) öv(6[iaxog) 
IlQ8[iQä Trjovxo(g) "SIqov (nvQov aQxdßrjg) dC{ioiQov 

l\>. 2 _ 

lin. 3 In öL^olqov bei korr. lin. 4 \, nicht \ ~ . — Zweifelhaft ob ZJccQ(a7ticov) ; 
am Schluß wohl . 



Nr. 79 und 80: Quittungen. 



217 



Nr. 79. 

QUITTUNG vithQ xiQwv&ov. 
Ostrakon Nr. 769. A° p. C. 218. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Ms(tQrj(ia) &rjö(avQov) ^(tQOTtöXscog) ysvrjdiatog) § (ßtovg) M&q%wv 
ZlsovriQov Mccxqslvov %al Avtcoviv\ov 
A 'lad ov psv lavov Kai<5aQG)v x&v Kv[qCcdv 

9 E(itei)q) d vtc(sq) %l(q(dvcc%iov) 6v6(jiatog) *Hqu%(X ) 'AitoXXmv . . [ 
(ptvQov aQtdßrjv) \liuv d(^oiQOV öydöov / cc [> rj . .5 
*AX(Xcog)' 9 E(xsi)(p iß V7t(sQ) vafvßCov) 6v6([iatog) tov a(yrov) (jcvqov äQtdßrjv) 
Sjiiav 

tQLtov. 'A\X(Xmg)~\ xr\ aiytr] ?) (exi tb avtb ?) (itvQOV aQtdßrjv) iitav / . [ 
öydöov I \ diq . Ilav <5 + . 

lin. 7 Am Schluß stand wahrscheinlich die Summe der drei Zahlungen in 
Ziffern, aber der letzte Buchstabe ist nicht r[e6öaQag] 9 auch nicht \. 
lin. 8 Ob ITav((6%og) 6(s6rj{ieC(D[icci) ? 



Nr. 80. 

QUITTUNG ÜBER EINE ABGABE eig tb 'Ami&veiov. 

Ostrakon Nr. 704. Theben. 3. Jhd. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

KoTtQfjg Mbqöv iccIqsiv. 
"Eöyov xiiiriv TtvQov eig 
tb 7 A[i[ia)viov ditb IIa%co(v) irj 
sag 'Ertelcp iß tj^sqcov vs~ 

cjg tfjg TjiiSQccg (ßQcc%[iäg) g y(Cvstcct) tqi- 5 
a%oö(ag si%o<5l oxtcb^ 
Xo{iitai) TtccQa <5oi dQcc%([iai) 
dvo. AvyrjXiog Ko- 

Die Altersangabe beruht auf dem Namen AvQriXiog, lin. 8, sowie dem Schrift- 
charakter. 

Die Herkunft aus Theben erhellt aus der Nennung des 'J^covslov. Vgl. Wilcken 
Ostr. 1, 346. 

Leipziger Papyri. I. 28 



218 



Nr. 81, 82 und 83: Quittungen aus Soknopaiu Nesos. 



tfr. 81. 

TORZOLLQUITTUNG. 

Inv. Nr. 17. 

Papyrus H. 3 Br. 8 cm. Soknopaiu Nesos. 3./4. Jhd. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 10.) 

Vgl. das Verzeichnis bei Wessely, Denkschr. d. Kais. Äkad. d. Wiss. in Wien Bd. 47 
Nr. IV p. 36 fg. 

TaxeX(pvritai) di(a) TtvMrjg) Uo%vo(7taCov) Ntföov q %al v UrorofjtLg 
e^(dya)v) hrf öv<p evl iXuCo(y) {iST^QrjTrjv) eva. ("Erovg) yl 
®h& sl%ddt % 

lin. 1 Über q xal v vgl. Wilcken, Gr. Ostraka 1, 357 fg.; Wessely a. a. 0. 41. 
— Die Angabe des' Regenten fehlt und stand wohl auf dem (nicht erhaltenen) 
Siegel; vgl. Grenfell-Hunt ; New Classical Fragments 2 Nr. 50 fg. 

Nr. 82. 

TORZOLLQUITTUNG. 

luv. Nr. 18. 

Papyrus H. 3 Br. 8% cm. Soknopaiu Nesos. 3./4. Jhd. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 11.) 

TeTsk(pvvixai) di(a) 7tvX(rjg) UoKV07t(aiov) Nrjöov eQr^iocpvX(a%iag) 
l%vov(g) UtoToyjTLg btcI bv(coi) al skaiov 
tist^Qrjtriv) sva. (^'Etovg) y slxddi, %. 

lin. 2 l%vovg vgl. Grenfell-Hunt ; Faj. Towns 1 Nr. 75 ; 76 l'%vovg SQrtfiocpv- 
Xantag. — Angabe des Regenten fehlt; vgl. Nr. 81. 

Hr. 83. 

DEKAPROTENQUITTUNG. 

Inv. Nr. 16. 

Papyrus H. 11 Br. 12% cm. Soknopaiu Nesos. A° p. C. 257. 

Cursive. (Erster Druck Nr. 9.) Zitiert 1 ) und besprochen bei Preisigke städt. 

Beamtenwesen im römischen Ägypten (1903) S. 33. 
Vgl. Wilcken, Gr. Ostraka 1, 659 fg. 



1) Nach einem Dedikationsexemplar. 



Nr. 84: Quittungen über Getreidesteuer aus dem Hermupolitischen Bezirk. 



219 



"Etovg tcjv Kvqiwv rj{iwv OvccXsqiccv&v (sie) 
%ccl raXUrjvov ZJsßaötcbv Mstioorj Xr AvorjXLOL 

7 A{i[i(DViccvbg %al Kaötcoo yv\i{ya6ia^yjt\6av%8g) %al *HQcct<5%og aQ%ieQa(yev<jag) 

%al %XriQov(o)^ioi MeXavog yv^iyaöiaoyr^^avxog) dsudTtQcoxoL g %ui iql- xo- 

itaoyifov ®8{iC<5xov {iSQidog. 'EtiexQrj&rjtfccv bitl ftrjöccv- 5 

qov %cb[ir]g ®sadsXq)Lccg dich ysyr^iaxog 8 (ßtovg) viteQ 

cpoQcov d (ßtovg) vtcsq xyg ccvtTjg %6^irjg {isxqg) drj- 

lio<5i(p \v6xm övö([iccxog) 'Owcbcposcog isoemg 

TtvQov aotaßag (sie) XQidxövxa y(Cvsxav) \? X, 

lin. 1 1. OvulsQiavov. lin. 9 1. ccQtdßcci. 

lin. 3 — 4 sind teilweise von Wilcken hergestellt worden. 

Nr. 84. 

QUITTUNGEN ÜBER GETREIDESTEUER. 

luv. Nr. (403 Hermupolitischer Bezirk. Zeit des Diocletian. 

+ 612 + 446) Recto. 

Das Verso dieses Papyrus ist beschrieben und mitgeteilt unter Nr. 64. 

Derselbe enthält eine. Zusammenstellung von Quittungen, vorwiegend über 
Getreide-, zum Schluß auch über andere Steuern im Hermupolitischen Bezirk. 
Der Zweck dieser Zusammenstellung ist nicht ersichtlich, zumal sie sich nicht 
auf denselben Steuerschuldner beziehen. Allerdings treten gewisse Zahler sehr 
deutlich hervor; es sind 1) der Gymnasiarch Achilleus alias Herniodoros, mit- 
unter auch seine Frau Hermione, welche in I 4 — 17, III 7—21, IV 1 — 8, 20—23 
und VII 1 — 13 steuern; 2) der Gymnasiarch Leon, mehrmals auch seine Frau 
(VI 9—10) Hermione alias Thaibis, II 12—20, III 1—6 (hier und öfter vertreten 
durch Achilleus), IV 24—29, V 1—10, VI 1—12, 13—18. Außerdem kommen 
noch folgende Angaben vor: V 11 — 15 AvQrjXiog AyiXX^vg yecnQyog, für den 
Pollon zahlt; ferner Ameristos V 16 — 20, für den Achilleus-Hermodoros zahlt; 
dann die %XrjQo(v6{ioL) MccoöaXXäg VI 20 — 26, für welche Leon zahlt, endlich in 
II 1 — 11, V 24 fg. je eine Person, deren Name nicht vollständig entziffert ist. 
Nun kann man ja zur Not, d. h. wenn man den Avo{jiXiog) 'A%iXXsvg ysoQyog 
in V 11 — 15 mit dem Achilleus alias Hermodoros identifiziert (in der Annahme, 
daß ysMQyog an falscher Stelle steht und zu Pollon in V 12 gehört 1 )), fast 2 ) alle 

1) Sonst wäre die Identifikation äußerst bedenklich, weil Achilleus in III 9 yv{iva6 r iaQ%oq 
genannt wird. 

2) Unmöglich ist dies jedoch für Col. II 1—11 und Y lin. 24—26. 

28* 



220 



Nr. 84: Quittungen über Getreidesteuer aus dem Hermupolitischen Bezirk. 



Quittungen auf Achilleus und Leon (mit ihren Frauen) reduzieren, wofern man 
gleichzeitig von dem Umstand absieht, ob sie im eigenen oder im fremden Namen 
zahlen. Aber auch dann noch bleibt der Zweck dieser Zusammenstellung dunkel. 
Denn ausgeschlossen scheint mir die Annahme, daß Achilleus und Leon hier als 
Beamte — etwa i^dxtOQeg — in Betracht kämen, denen die richtige . Ablieferung 
eingetriebener Steuern bestätigt würde; erstens zahlen sie meist im eigenen Namen 
und iü dem ihrer Frauen, ferner fehlt bei Achilleus fast immer (Ausnahme III 9) 
der Amtstitel; endlich zahlen mitunter die Frauen persönlich. 

Noch rätselhafter wird die Sache durch den Wechsel der Handschriften. Ich 
glaube achtzehn Hände zu unterscheiden, und wenn auch in einzelnen Fällen die 
Unterscheidung zweifelhaft sein mag, bleiben immer noch viele Hände. 

Auch die Daten sind nicht konstant. Meist wird gezahlt im 19. Jahr des 
Diokletian, aber in I 6 und III 13 im 18., dann VII 1 im 20. und VII 8 im 21: 
Ebenso sind die Toparchien, in welchen gesteuert wird, sehr verschiedene. Zu 
welchem Zwecke dies Alles von so verschiedenen Personen auf dieselbe Rolle ge- 
schrieben worden ist, wird wohl nie ermittelt werden können; denken läßt sich 
an eine Untersuchung wegen Steuerrückständen gegen die betreffenden Personen, 
wobei man in verschiedenen Toparchien die daselbst geleisteten Zahlungen fest- 
stellen ließ, aber das sind wertlose Vermutungen. 

Die Frauen des Achilleus und Leon heißen *EQiu6vrj und 'Eq^iiovyi fj %al 
©a'ißig. An Identität zu denken, also anzunehmen, daß dieselbe Frau sukzessive 
mit beiden verheiratet war, ist dadurch ausgeschlossen, daß beide Ehen im 
19. Jahr des Diokletian erwähnt werden (vgl. III 7 fg. mit VI 8 fg.). In der Tat 
wird auch nirgends die Frau des Achilleus mit dem Distinktiv i) %<xl Salßig be- 
zeichnet, dies steht nur bei der des Leon in VI 9/10. Allerdings zahlt zweimal 
(II 17 cf. 15, IV 16 — 19) Achilleus für 'Eq^lövtj 7) %ccl Salßig, hier steht aber 
nicht der Beisatz öv^ßCov, und darum bleibt die Annahme möglich, daß er für 
die Frau des Leon gezahlt hat. Auffallend ist freilich schon dieser und noch 
mehr der Umstand, daß in II 15/16 die ^Eqiuovt] rj %ccl Sa'Cßig durch ihren Sohn 
Tyrannos zahlt, da in I 11 ein Tyrannos als Sohn des Achilleus erwähnt wird. 
Zur Not kann man dies durch zufällige Homonymie erklären. 

Als Zahlungsempfänger sind in einer Reihe von Stellen die Dekaproten an- 
gegeben; hierzu vgl. Wilcken Ostr. 1,626 fg.; Seeck in Lehmanns Beitr. z. alt. 
Gesch. 1, 172 fg.; Brandis in Pauly-Wissowa R. E. 4, 2417 fg. Gegenstand der 
Steuer ist meist Weizen, jedoch nicht immer in natura, sondern oft adäriert, 
ohne daß sich hierfür eine Regel nachweisen ließe. Insbesondere läßt sich nicht 
nachweisen, daß die auf mehr als ein Jahr zurückreichende Steuerschuld -immer 
in Geld bezahlt wird. 

Die Zahlstelle wird einmal, I 4, angegeben: eitl rrjg <x%( )^( ), wobei 
Abkürzungszeichen fehlen. Ich kann das nur auflösen mit a%(yQo)d , 7j(xr]g}. Dieses 
Magazin ist bezeugt (Wilcken Ostr. 1, 102), deutet aber allerdings nicht auf Weizen-, 



Nr. 84,: Quittungen über Getreidesteuer aus dem Hermupolitischen Bezirk. 



221 



sondern auf Spreulieferung. Daß es sich an jener Stelle um diese handelt ; kann 
ich freilich nicht behaupten; am Schluß der — durchaus nicht leicht lesbaren — 
lin. 11 in Col. I findet sich . . . , das sicher nicht cc%v(qov) gelesen werden kann, 
dahinter eine Sigle, die der gewöhnlichen für itvQov (\) sehr ähnlich sieht, so daß 
ich sie sogar, wenngleich als unsicher, in den Text aufgenommen habe. Schließlich 
wäre es ja auch nicht undenkbar, daß gelegentlich ein c a%vQO%"Y r i%rf genanntes Ma- 
gazin eine Abteilung für TtvQÖg hatte. 

Bei den darauffolgenden Getreidezahlungen wird ein 1 % ig er Zuschlag ge- 
leistet, die SxaxoGxrj (das bedeutet die Formel tcvqov 6vv q [= ixaxoöxf]]). Dieser 
Zuschlag findet sich auch sonst, z. B. BGTJ. 552 A I 9/10, dazu Wilcken Ostr. 
1, 364, der an ein Epimetrum für die Erheber (cf. C. Th. 12, 6, 15 und 21) denkt. 

In VI 19 — 26 steht eine Quittung von Sitologen (vgl. unten Einl. zu Nr. 112), 
u. zw. in einem Weiler (Jitolmov). Der Gegenstand der Quittung ist nicht mit 
Sicherheit zu erkennen; kann man den ersten — auf alle Fälle recht abnormen 
— Buchstaben für v nehmen, so wäre etwa an yrt(£Q^iy(dyi%[xi\cbvog zu denken. 
Endlich steht in VII 1 — 7 eine Quittung über Fleisch und Spreu, VII 8 — 13 über 
Schweinefleisch. 



Col. I. 



(1. Hand.) ifr \H %[a\l [l]t] \H x[cc]l {ia\\'l $[4W^^ 



■] 





gegen Ende der Zeilen Schriftreste 



(2. Hand.) Ms{i(stQrj%£v) 87tl xrjg ä%(yQo)&rj(%r]g?) tr\\ß\ {i7](xQo)it6l£(Dg 

d£x(cc7tQ(btoig) IIat€fih(ov) avco sril x\r\g ] . Xolax 

irj ( %ai l£ \ xccl i \H vitQsQ) y{s)y^((iatog) 1% \ %ai iq \ xccl & \ 'l 

xcbv Kvqlqov ifticbv zjLoxXrjTLccvov 

%al Ma%i\Ltavov ZJsßccdtwv xccl Kcnvöxavxlov 

%al Ma%i\iiavov xcjv 'E7ti(puv£<5xax(ov 

KcclGccqcdv 'A%ill£vg 6 %al 'EQiiödcoQog 

di(a) TyQay\yov] ylgi) 8g%v%& . . . \ 

[-5-?] xqi&xov\xcc ejvvea X£x[ccqxov\ yt(y£xaiT) 

do%L%<ß . — Xfr a . G£ 

.-.4-1 



(1. Hand?) l& \H %av vt\\H %al ia\H (Dcccbcpi x%~ JJaxqy\ xdxco 
yrt()Q ?) ea(yxov ?) 8uä xgy a(vxov) (sie) irj \U %ai 1% \H %al l \H i 
%al *E()[i6dG)Qog di(ct) EvdaL[iovog vl(ov) $ %£t>Mcc§. 



'A%iXl£vg 



222 



Nr. 84: Quittungen über Getreidesteuer aus dem Hermupolitischen Bezirk. 



Darunter ein Rest einer anderweitigen, vermutlich, später auf den freien 
Raum geschriebenen Rechnung, enthaltend Personennamen und Summenangaben 
nacb Litern. 

Col. IL 

(3. Hand.) 9 Avxlygcc((pov) ^{xioijö^cog. 

M\ßii\ix( K Qri%Bv) #{?[ö]g K\p~\iLaQ%ag dsx^ccTtQWTovg) A£VK07c(yQytxov) ava 

a\it[b y8\v(^]iiatog) it, \ Kai ig [$] Kai evdxov x&v Kvqlcdv 

ftfimv Aio[%]lrj[ri]avov Kai Ma^iiiiavov 

Kai K(DVöxa\v]xLo\y %]ccl Ma\iynavov Usßaötav 

[.] . Giovxag o Kai . cclvwv diä udü'iog (?) 

S&viog rtvQov övv q \ — ly ^ Kai dtä 

. (Ditog ?A[i[i(üvCov biiolcog rtVQOV 

<5~\vv q \ — [£ £ | iß/] y[i(y£xai) o]^iov xy\g iiex(j)tf6£(og) TtVQov 6vv q \ 

— £i%o<5i (i[fcc]v \r^it\6v daSexaxov 
yl{y£xai) övv q [—] k[o\ \ iß — 

(4. Hand.) AvxCygatjpov) fiex^ijöscog) . [Ms^sxQrjKSv) . .] . # s. [^xrjg xortag- 

%(Cag) Asv%o7c(vQylxov) Kaxco 
ysvri{jiaxog) 1% \ k\oi tg] j Kai ivd[xo]v sxovg xwv KvqCcdv 
ftficbv AioK\hr\xiavov\ %\ca] M[cc%i[Il]ccvov Kai Kwvöxavxlov 
Kai Ma^v^tavov Ueßad^xcov c EQ[ii,6vrj rj 

%al ©cfiß\C\g 

8i(a) y(lov) TvQav[yov . . .]o£ a [. . .] 8 

di(ä) A%iXlimg [ ] . oT a.. Tsksqks( ) {istio . \ — . . °> 

di(ä) UiXßav\_oi)] [is<5o . \ [— ] . . 

\ — a\ f ys[, . . .] \ — v \ i§ Kai vitQtQ) 

— 8% a yvv{exai) [ 

Darunter Rest einer anderen Rechnung wie unter Col. I. 

Col. III. 

(5. Hand.) Ms^exQ^jKSv) ev öy\6(iiaxi)\ Ai[o\vxog yv{jjbva6idqypv) dg xbv ev 

*Eqiio(v) 7töl£i dr)[{i6ö(iov) d , rf\ö(ccvQOv) 
d£K(a7tQ6xoig) II61(iv) av& eitl xr\g Ty Meäoferj) qrtb y\_£~\yrjiiaxog 

ig \H Kai ls \H Kai rj \H xcbv KvqIcov rtficbv ALOKlrjxiavov Kai 
Ma&tiLavov Kai KmvGxavxCov Kai Ma&tiiavov Ueßaöxcbv 
'AplX£v§ 6 Kai c E^ödcoQog dt e(avtov) rtvQOv 6tiv q — d% a 



Nr. 84: Quittungen über Getreidesteuer aus dem Hermupolitischen Bezirk. 



223 



(6. Hand.) i& \l Kai irj \l Kai la \l (Dccqiiov&i Ig roit(ccQ%(ag) II(£qI) nöX(iv) Kaxco 
xi{irjg TtvQov ysvi/ftjittxog) ig \l Kai is \l Kai rj JA Kai is \l Kai iS \l 
Kai £ \l A%iXXsvg 6 Kai *EQ{i6da)Qog yy[iva<5i'aQ%og 

Kai Eq\^i6\vY\ [pv\tißiog .. £_a\ 'y c~ a cpg d.. 10 

y(ivsxai ?) .vv % a 

(4. Hand.) Me^iexo^KSv) ev xfj [irjXQOTtqlsi slg xbv ev a(yxfj) dri[i6ö(j,ov) &rj- 

IIsqI nöX(tv) &v\p-£\%\ xrjg ig~ ®fofr irj^ Kai Kai i\U 

äjtb ysvifciMZtog) i£ \M Kai ig \H Kai svdxov xcbv KvqCcov rjn&v 

AioKXrjxiavov Kai Ma$i(iiavov Kai Kcovöxavxiov Kai 15 

Ma%iynavov Usßaöxcbv A%Msvg 6 Kai c EQ^i6d(DQog di sa(yxov) 

TtvQov <5vv q \ 8% a 

Kai stcI XTjg g TJayhv ir\ \H Kai 1% \ lj Kai i \U cctco ysvrj({iaxog) i% \ [//] 
Kai ig\H Kai svdxov H gj[.~\xs xolg ccvacpSQo(y6iv) tri to v di[aö]rj[i[o~\xdtov 

fiys^iovog v7t(eo) öix7j[q]sö(ov tcvqov övv q \ 8 \ %{piviKag) Sskcc xqCxo\_v\/I 20 
yilvsxai) xfjg nsxQ(ijös(üg) ^ 6vv + <M 

Darunter Rest einer anderen Rechnung wie unter Col. I und IL 



Col. IV. 

(6. Hand.) t# \H Kai ir\ \H Kai la \U Ms%[s\Iq ig~ 

IIs{qT) n\o\X{iv) avco Xi{jifig) tcvqov ysvij^iatog) it> \ !i Kai ig \ l! 

Kai svdxov A%iXXsvg 6 Kai *EQ[i6d(DQog 

IIuxe[iit(ov) üvg) \ ax yilvsxai) £_ß\ ax. 
Ms%sIq X~~ AsvKOitiyoylxov) Kaxco s%l x(b) avxb 5 

V7((hQ) *EQiLi6vrig v7t(ho) ka(vxov) 

di f £i,Q(a)(vog) ne(Qi) II6l(iv) avco £a 3 

IIs(qV) II6X(iv) Kaxco \ IIax(6^(xov) Kaxa 
IIaxa^Lix(ov) ctvoo \y y{ivBxai) £_d. 

Ms%sIq l~ IIs(qI) II6k(iv) avco b^oi{cog) Amv yv{jübvaalaQ%og) 

\ xsxQaKig%eiMag itsvxaKQ<5i{ag) y(lv sxai) \ 'dcp. 10 

(7. Hand.) cd 1 \ l! Kai irj \U Kai la \U G>aiisvfod' id~~ 
IIs(qI) II6X{iv) äv(D xi^iTjg tcvqov ysvij^axog) 
i% \H Kai ig \H Kai svdxov A%iXXsvg 
6 Kai *Eo[i6dcQ()og £_ß, Uax£\iix{ov) avco 

£a y(Cv8tuC) £y. 15 



224 



Nr. 84: Quittungen über Getreidesteuer aus dem Hermupolitischen . Bezirk. 



(8. Hand.) Qaiisvfoft is 6[ioC(jdq) Asvxo7t(vQy(xov) xdxw *AjlX- 
Xsvg 6 xal *EQ[i6dG)()og diä KdtixoQog 
viov VTiQeQ) 'EQiiiovrig x-fjg xal &atßiog 
xdXavxov ev y(Cv€tav) £_a. 

(Daiisvcod' \g b^ioL^cjg) Asvxo7t(yQyLXov) avco A%lX- 

Xsvg 6 %al e EQ[i6dG)Qog v7t(sQ) c EQ[u6vr}g 

öv^ißCov \ r y, IIe^qI) TI6X{lv) avm vtc(sq) e(avxov) \ r y 

fbaiLevfoft X~ b{ioi((og) Aewv yv(jiva<5laQ%og) vtc{sq) -Eq[il- 
övrjg öv{iß(ov £_a \dv, IIs^ql) II6X(lv) ccvco 
i)7t(EQ) s{avrov) £_y, IlaxQi] xdxco vx(sq) s(avxov) xal 'Eq^il- 
övrjg \ IIax8{iCt(ov) avw £_ß \ dx 

IIs^Qi) II6X(lv) [ ] v%(sq) s(avxov) xal *EQ[iLÖvr]g \ dv 

yilvzxai) £ [...]. 

Col. V. 

(9. Hand.) i& \H xal LT] \U xal ta \ l! <Duqii\ov&\l ß~ 

IIe^ql) TI6X{lv) avG) tL(jirjg) hvqov y[s]vrj[i(axog) l% \H 

xal Lg \H xal evdxov Aioov yv(jLva<5lctQ%og) \ acp, 

II(6ql) II6X(lv) xdxa dt,(ä) ia(yxov) xal xr\g öv^iß^iov) [£(tfi)l 

[r]ö a(yxb) j yx yilvzxai) \ dco. 

$aQ[iovd , i y Ile^Qi) TI6X{lv) ävco 6^iOi((Dg) Asco[v 
dt,(oi) 'ATtoXXodcoQov aö(sXcpov) xdXavxov ev xal \ 
di<j%eillag e%axo6lag y(lvstai) £_a \ ^ß%. 

xal 6{ioi'(G)g) IIs(j)l) II6X(lv) xdxco 6 a(yxbg) \ %sMag 
öxxaxoöCag y(lvsxai) \ 'am. 

(10. Hand.) Q*uqilov&l id~ dLeyodcprj X07ta\ß\i(Cag) 

Aevx{o7tvQyCxov) xdxa vttb IlöXXcovog övo[fi- 

ar (°s) [A~]yQ(r]Mov) AivlXecog yecoQyov vjj:(€q) [ys]vri(ßaxog) 

Lg xal ls xal 7] j xo [l]£ j xa[l Lg (] 

xal & J \v. 

(11. Hand.) l& \H xal ltj \ 11 xal La\ /! &UQpo[y]d'i 
HaxQrj xdxm XL^rjg) \ yavrj{i(axog) l% \H xal Lg \H 
xal evdxov 6v6(jiaxog) A^lsqIöxov 8l(cc) A%l\_XX~\8(o$ 



Nr. 84: Quittungen über Getreidesteuer aus dein Hermupolitischen Bezirk. 



xov %al r Eg[iodcb()ov j %£iX£ag \ß%\a%oö£ag 
y(£v£xui) \ a%. 

(8. Hand.) QaQiiov&L 1y b[io£(a)g) erti xb a(yxo) di(ä) xov a(yxov) 
\ 7t£vxa\%\i6%£ik£ag 7t£vxa%\oö£a\g 

y{£v£xui) \ £cp. 
(12. Hand.) ifr \H xccl ir\ \H %al id\U Uax[ 
/Z[«(ßO] H6Xiy x[d]t(D &(,.... äi(a) .... 
S [% £ ]^Ms Ttwxcc^otifyajg. 

Col. VI. 

(13. Hand.) i& \H %al ltj \H %ccl lütyl Uavvi ß 
IIccT£n-£r(ov) ccvco v(tC£q) y\ß\yri{iiax og) £ iv8t%(xiövog) 
Aswv yv{ivcc6[£]uQ%og \ %£iX£ag 
£%tt%oö£ug d(bd£%a y{£v£xai) \ a%iß. 

Ilavvi ig FLaxori k&xcö [6]{io£((Dg) 

Aecov yv{jiva6£aQ%og) v7t(ho) r EQ{iLÖvrjg 6v{iߣov 

Kai iavxov xaXavxa dvo y{£v£xai) 

Tlavvi X~ n[a\xQ7j %dxcj &x(eQ) ysyijQiaTog) £ lv8i%{xi6vog) 
Adcov yv^va6iaQ%{og) vTt(ho) *EQ{iLÖvrig xf\g %al Saißiog 
<5v[iߣov \ 6i(5%£iMag X£XQU%o6£ag 
\y(£v£xaij\ \ ßv. 

'Ertdcp ~a~~ ne(j>X) IT6X(tv) ävco cpogov x(yjg) a(i>tijg) £ lvdi%(xiovog) 
Aic3v yv(iivaö£ccQ%og) j %£iX£ag X£XQa%oö£ag. 

(14. Hand.) i& \H %al ir\ \H ual ta \H Qccqiiov&l id 

A£VK07t(yoy£xov) uccxa T^fwjg) jtvQov y£VYHi(axog) 1% \H %al ig \l 

xccl hväxov *EQiii6viq rj xccl (dcäßig di(ä) 

üoXXcoyog xäXavtov £v xccl \ x£Xqcc- 

xoa£\a]g y(£v£xai) l_a [j] v. 

(15. Hand.) i& \H xal tri \H xal icc \H M£6oqr\ x$ 
UixoXoyot £7toi%£ov 'IX£ov Sv £[iov To^oyfjxog 
Evda£[i[o~}vog xXrjQo(v6[ioig) MaqöaXXag diü Aiovxog 
yv[iva6[L]ccQ%(ov). "E6%ov jtaQa 6ov dg Xöyov 
. itiyix^ i]a)vog xov a(yxov) ev£<5xcbxog hovg 

Leipziger Papyri. I. 29 



226 



UQyvQiov %aivov vo[ii<5[Latog dQa%{iäg 
25 tQiuxofjCag %Qid%ovra dvo yilvexai) a^y 
{&&'}... \%Xß. 

Col. VII. 

(16. Hand.) % \H %al iS> [j//] xal iß \U Aüvq ß ro[7t]a[Q]%Cag 
n(sQi) FL6X(iv) %ccx[co^ ey Mayd(d)Xoig) Mt^r] '4\%i\XXsvg 
6 %al *Eq{l\o\8(dqos ysvrj^arog i& \ %cci lyj \ x[ccl~] i[a j] 
ri(^7jg) XQsag wl &%vq(ov) &Qy(yQiov) %aiv(pv) dQa%iiäg 
5 TQiccxoöCccg eßdoiiYi%ovta x\ß\(36aQa\g\ 

8tä IIcc[iovvi(og) f £J^)^V[o]v[.] 

MaydcoX( ) . AvQiriXiog) UiXßavbg rvcjötTjQog £..(). 

(17. Hand.) %a \U %al ty \H Ms%sIq i% UxogSav . 
A%iXXsvg 6 %al *EQ[i6d(DQog vtc(sq) yevtffaccTog) 
10 % \H %ccl iß yi KQeag %oiqlov XltQag 
'IraXacäg ei'xoöi ylivsrai) X %~ 
AvQ^Xiog) ACdv^iog Silrftica (sie) tag a(ytäg) 

X ei'xoöi [i(6v)ag. (18. Hand.) AvQ^Xiog) EiöidcDQog <j£ö(r}{i£L(D[icci). 

Col. I lin. 4 Hinter rfj[g] ein schräger Strich nach aufwärts, vielleicht vom [g] her. 
lin. 5 Die Lücke von v[rjg ] . allerdings etwas klein für dritthalb (denn der das Datum an- 
zeigende mußte noch zur Hälfte hineinfallen) Buchstaben. lin. 11 Das o in do%iKcp nur als 
ganz kleine verblaßte Schlinge an der rechten Spitze des 8. lin. 13 Der (unsichere) 

letzte Buchstabe der Zeile durchstrichen. lin. 17 Pap. 55, hier und sonst öfter = vi{ov). 

Col. III lin. 1 Hinter öv[o( ein Kürzungsstrich. lin. 11 Mcht cvv q (== k%cctoatq), 
das bei Geldzahlungen nicht vorkommt. Am Schluß rechts oben mit einer Schlinge, 
vielleicht %a(X%ovg). lin. 17, 20, 21 \, nicht -t"~. Das Artabenzeichen ist subintelligiert. 
Vgl. Kenyon, Siglenverzeichnis zu P. Lond. 2, 384 sub \. lin. 19 Pap. avcccpSQÖ. 

Col. IY lin. 5 Pap. r ) = tb. 

Col. V lin. 5 co nicht korr. aus vgl. das co in lin. 10. Schreiber macht die co in 

zwei Teilen. lin. 6 Kein Wechsel der Hände sondern nur der Tinte; die Identität wird 

besonders durch die co bewiesen. Ygl. zu lin. 5. lin. 7 Das 'A in 'ATtollodcbgov in be- 

kannter Weise umgestülpt und mit dem it zu einem einzigen Buchstaben verbunden. Daß 
'HIloöwqov zu lesen ist, glaube ich nicht, obwohl das zweite X sehr verkürzt ist. 

Col. VI lin. 8 Statt tiit(hQ) kann allenfalls auch ccn{b) gelesen werden; Pap. ?). 

Col. VH lin. 7 Zum Schluß vielleicht %g%(ov.) lin. 12 1. silrmiicu. ' 

Col. I lin. 1 Zum Schluß: Ob .'Eq^v^ ^? 

lin. 5 67tl t\r\g\ . muß das Datum bedeuten; vgl. III 2 ; 13. 



Nr. 84: Quittungen über Getreidesteuer aus dem Hermupolitischen Bezirk. 



227 



lin. 11 do%M(p (sc. /is'rpca); dieses Maß wird auch in der Dekaprotenrechnung 
BGU. 552 A i'9 gebraucht. ' 

lin. 15 Hinter diä roy a(vtov) würde man erwarten autb ysvrffaatog) , was 
wohl als selbstverständlich weggelassen ist. Übrigens ist das 8iä roy a(ytov) 
fehlerhaft, weil dann folgt di(ä) Evdcd[iövog vlov. 

Col. II lin. 6 Zu [.] . öLovtag und . cuvcov weiß ich keine sichere Ergänzung. 
&ccl'vg)v ist mir nur als Name eines Gestirns bekannt und paläographisch nicht 
einmal wahrscheinlich. Zu Awi'og vgl. P. Reinach 57 lin. 6; allerdings ist dort 
der Nominativ Acj'Cog vorauszusetzen, während er hier Acb'Cg heißen müßte, 

lin. 8 z. A. Xmixog (= Xovixog) unwahrscheinlich. 

lin. 12 s.[^rrjg würde man gern zu ev[a]trjg ergänzen; aber die Toparchien 
haben hier sonst keine Nummern. 

lin. 16 — 19 Der größere Teil der Zeilen bis zur Unkenntlichkeit verscheuert. 
Doch scheinen hier Toparchien und Ortsangaben gestanden zu haben. Zu lin. 17: 
TexsQxe( ) vgl. BGU. 552 B I 5, im P. Lips. scheint vorher o ayq>, (vielleicht 
\_Asv\ii07t{vQyltov) avco) zu stehen, nachher {isöo., — also nicht TexEQKEfö&d'ig) — ; 
die Orte sind, da im P. Ber. Aevxotc . %[dt(x) stehen soll, wahrscheinlich verschiedene. 

Eigentümlich ist, daß die Quittungen dieser Columne undatiert sind. In dem 
Umstand, daß beide sich als avtiyQctcpa bezeichnen, kann eine Erklärung hierfür 
natürlich nicht gefunden werden. 

Col. III lin. 1 Die Abkürzung yv hinter Aiovtog habe ich Yv(juLva6iccQ%ov) 
aufgelöst, weil dies in Col. VI lin. 3 (für das 19. Jahr des Diokletian) ausgeschrieben 
steht. Allerdings ist die Auflösung nur für Quittungen, die aus diesem Jahr 
datiert sind, völlig sicher; für die früheren Jahre kann auch daran gedacht 
werden, daß eine ältere Gymnasiarchie des Leon gemeint ist. Unsere Quittung ist 
überhaupt ohne Jahresdatum. Doch ist vielleicht das nächstvorstehende Datum 
(Col. I lin. 15: 19. Jahr) auf sie zu übertragen. Allerdings ist in diesem Fall 
auf drei Jahre zurück gezahlt. Aber in der nächsten Quittung (lin. 7 fg.) ist ge- 
rade dieser Fall nachweislich gegeben. 

lin. 20/21 Das Zeichen ( hinter \ 8 kann Schnörkel oder Sigle für % sein; 
ersteres ist nach dem Augenschein und der Sache wahrscheinlicher, 

lin. 21 In der Summenangabe erwartet man nach lin. 20 \8\%iy. Nun 
steht hinter % (= %olvi%ag) möglicherweise y (mit einem langen Querstrich), 
aber das i ist nicht auszunehmen, es müßte denn mit dem tief herabreichenden 
Abstrich des q von Ttvyov vollkommen verschmolzen sein. 

Col. V lin. 19 Die Summe steht im Akkusativ, obwohl die Konstruktion 
passivisch sein müßte (ovo^arog 'A^iEQiörov diä 'A%illsG)gi). Vgl. zu diesem Ge- 
brauch des Akkusativs Erl. zu Nr. 16 lin. 13—15. 

lin. 26 Die Summe ist hier nicht in Ziffern wiederholt, weil der Schreiber 
am unteren Rand des Papyrus angelangt war. 

29* 



228 Nr. 85: Bestätigung über den Rückempfang eines Transport-Esels aus Magdola Mire. 



Nr. 85. 

BESTÄTIGUNG ÜBER DEN RÜCKEMPFANG EINES 
TRANSPORT-ESELS. 

luv. Nr. 34. 

Papyrus H. 19 Br. 16 cm. Magdola Mire. A° p. C. 372. 

Cursive. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 31.) 

Über den Inhalt der Urkunde , soweit er sich bestimmen läßt, vgl. Preisigke, 
Kornfrachten im Faijüm Arch. 3, 51, wo die Urkunde nach einem Privatexemplar 
des ersten Drucks bereits benutzt ist. Es scheint sich danach um einen staatlichen 
Getreidetransport (vgl. die öixoXoyoi in lin. 7) zu handeln, zu welchem ver- 
schiedene Dörfer je einen Esel zu stellen hatten. Der Qaߧov%og, welcher den 
Trupp führt, stellt nach vollbrachtem Transport jeder Gemeinde ihren Esel zurück. 
Vgl. auch die folgende Nummer, der mehrere Ergänzungen entstammen. 

^[^Jar^fejg Ao\is%iov Mod[e]ötov rov Xaybitooxaxov £[rttt]o[%ov~\ 
[rov isQo]v TtQcciTMQCov %al @X(av(ov) !AQSbvd's[f]ov rov XatiTtoordrov 

%0\ll%OV . . . ÖTQCCtl(Dt(x)V. 

[Avori\Xi[o\i HttQaTCayuLQöv { og } IIs%v<5iog %al nar\6[ig] /iio . [. . %ai\ 

M %al 'ß/Qog MeXavog %al Bsy.[.]v !A[ifi\_(ovC]o[y %al\ 

UiXßavbg Tl{io&sov %al Uöirog IIcciiovvLog oi Ttdvrsg &\ito\ 
%coiiaQ%cbv %al öiroXoyav %6[ji7jg Mayd(bX[cov] Mio[rf\ 
ro[v *Eo^{iov7toXCrov Av[o~]r]XC(p Ai§v\Lcp . ov . [.]g §ccß- 
[(fjot^o) aitb rf\g a(yvrjg) %6iirjg MccydcbXcDV Mioi} %aCoeLV. 
[Tbv %are]v£%&£vra rtficov ovov cctco ra>v [tLStd]XX[c)]v 

[ov ^iag rwv drjiioöLwv [Gooav] Xsv% . y 

[ oi>] Qcc[ß^\dov%og ysyovccg . [. oj^ojXoyov^sv^ 

\a7t\sLXrjcpsvai TCaqd <5ov %al [i[rf\dsvcc X6[y\ov 

[s%Si]v 7C[o6]g ÖS 7t£Qi rovrov. ~H [tt\7to%rj %voia %ai 

[e7tsQ((Dtri&svTsg) fo{i\oXo'y(ri6a{L£v). Tvßv r}7 Ol 7Cqo[%sC\iisvoi aitb 

[uaiirjg Mayd6X(o]v Miorj [jtaQSi]X7][(p]afisv 

[tbv ovov co\g 7to6%8irai. AvorjXiog TavoCv[og] 

[aitb vrjg avtTjg %~]6^irjg hyocci/jcc v[rtho ajvrcbv 

[y^d^ara [ifj sl§6t\(ov %ctl ...[....]..[.].. 



Hier bricht der Papyrus ab, 



Nr. 86: Bestätigung über den Kückempfang eines Transport-Esels aus Tertenbythis. 229 



lin. 3 1. KOfUfog? — ctqcczlom&v Wileken. lin. 12 Allenfalls ist Hinter yeyovag 

ein o zu lesen und dann, unter Annahme breiter Schreibung sofort dii[o]Xöyovii[sv] anzu- 
schließen. 

lin. 3 Zwischen %o[iixov und (jxqccxlcdxcov stimmen die Spuren nicht gut für x&v. 
lin. 5 Bey . : Bsößstog (vgl. Nr. 86 lin. 5) ist ausgeschlossen. 

tfr. 86. 

BESTÄTIGUNG ÜBER DEN RÜCKEMPFANG EINES 
TRANSPORT-ESELS. 

Inv. Nr. 33. 

Papyrus H. 19 Br. 18 cm. Tertenbythis. A° p. C. 373. 

Cursive. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 30.) 

Ahnlicher Inhalt wie die vorige Nummer. Der Papyrus ist, weil mit der- 
selben zusammengelegen, fast an den gleichen Stellen abgebrochen. 

Avxiyoacpov. 

Mst[a x]r}v \ii\itwzslav Z/o{i8Xi[o~\v Mo[ßf\ti[x~]ov xo\y Xa\iitqoxaxov 8%aoyov\ 
to[y~\ L8QOV tcqcci[x]g)qlov %al <f>Xav\lov\ Aqiv&\iov\ xov \Xa\117c\jooxdxov\ 
öxoaxrjXdxov. 

Av^Q]i]lio\_i] Bsößsxog %al Uax\6ig IIa%v[i[C\o\y %]al *Hod%Xiog 

[ ] . . . oi XQ8i[g] %co[id()%oi (sie) %(b[ir]g TsQ[x£vßv^&\_s]cog 

xov \^E\qiiov7CoXbIxov AvorjXiG) ztidv[i(p ..ov.[.g 
§aßdov%(p dito %cb[jL7]g MccydcjXwv Mioi] xov 
avxov vo^iov yalquv, Tbv %ax£\y\e%&£vxa 

CO 

^[L(ß\y~\ ovov dito xgjv [i8xdXV[oJv öy[. . 

[ vag xeo^v druioölcov ögomv Xsv[x . . 

] oi) [gccßldovftog y&yovag [. . .] 

biioXoyoviiev dit\8iX]rjcp£vaL itaqd öov 
%ai [irjdevcc Xoyov 8%siv itqog 68 

7t sql xov avxov. *H ditoyi\ %vqia xal 67Cso(G)xr]&£vxsg) 

G)^ioX(oyij(3a[i8v). Tvßi iH. 'AvxCyqacpov %al 

XTjg \y7t\6[y\Qa(pfig. Oi itqo%8l\i8voi 

dito %[G)][ir]g T8o\x\8vßv&8(üg 7taQ8iXri\cpaii8v\ 

xov ovov &>g TCqöxeixccL .[.].. v. @X\dviog] 



230 



Nr. 87 : Quittung unbekannter Herkunft. 



SvXßavbg ccitb 6(p(cpi%iuH(ov) a^im&slg eyQaipa vitsQ 
avxco\v\ yqdyi^axa {ir} sld(6t(ov). . l8 

-1H! ]•[ M---]- 

Hier bricht der Papyrus ab. 

lin. 5 IIcc%v{i[l]o[v %]cci *HQa%liog W. lin. 6 1. kg){iccq%ccl. 

lin. 11 Über die Ergänzung von (?oq.. Xsv\% weiß ich keinen Vorschlag. 

tfr. 87. 

QUITTUNG ÜBER DEN %Qvabg ßovQdcbvwv zal itQmutilov. 
Inv. Nr. 292. 

Papyrus H. 14 Br. 10 % cm. Herkunft unbekannt. Gegen Ende des 4. Jhd. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Von den beiden Steuern, über die hier quittiert ist, wird der %qvöbg itQiiii- 
TtCXov von Theodoret (zit. bei du Cange Gloss. graec. v. jtQL^iiTtiXov) folgendermaßen 
definiert: 7tqi[iL7tiX6v etfxi xb xolg rtQcbxoig a%ovxi6xalg <jXQecxL(hxaig 8c86[isvov 6ixr\~ 
qsölov, Iva diavs^rj xovxo avxolg; vgl. auch Gothof. Paratitl. c. IV zu C. Th. 8, 4. 
Er ist also ein Bestandteil der Annona inilitaris. Der %Qvöbg ßovQdcovwv, die 
Maultiers teuer, mag entweder gleichfalls militärischen Zwecken oder dem Cursus 
publicus dienen. — Isidoros Apollo dor(ou?) wird auch in der folgenden Nummer 
genannt. 

'Trtodeuxrjg %qv<5ov ßovQdcov&v 

%al TtQi^iiTtCXgy 7jM iv8i%(xiovog). 'IöiScoQog 

l4jtoXXod(bQo[y~] dedwxeg (sie) VTthq xfjg a(yxr\g) 

rjtt iv8\i\%(xiovog) %qv<5ov ygcc^axog 

r[ILi6v xqCxov xsxQcc%aC%o<5xbv 5 

TtQllllTtiXoV V0\ll6\JbC(,XW X86Ö8- 

qa%oö(xbv) oySölojv s%axbv^ (sie). yC(yewi) 
%q(v6ov) ßo\y]$(8(bv(Qv) \_y\H %8H , tcq/vo 

LirjQ Q ßH 

li\o]va ,\^\v7t [. <J>a]cb(pi irjM (2. Hand) 4Cdy\ji6]g 
[ ]••[•••] ös<5ri{ilwiiab . [ 

]••[ ].[.]. 

Verso: Spuren einer Aufschrift in zwei Zeilen, 
lin. 3 1, d£8G)xa$. 



Nr. 88: Quittung über "Weinsteuer unbekannter Herkunft. 



231 



lin. 1 Es fällt auf, daß der Name des v3tode%trjg nickt genannt' ist. Jedoch 
ist der obere Rand vollständig erhalten. 

lin. 7 Die Angabe der Nomismatienzahl ist falsch; wie die auf lin. 8 befind- 
liche Rekapitulation zeigt, waren für das it^i\nitllov vereinnahmt % 8 + y i92 No- 
mismatien. Hier dagegen steht y 48 + 100. Daß dies auf einem Schreibfehler be- 
ruht, zeigt schon der Umstand, daß voransteht, während man erwarten müßte 

ioo + v 

lin. 9 Hinter /i[d]2/tf vielleicht g, also ii[6\vag (sie)? Zwischen g und vit 
muß nicht notwendig ein Buchstabe gestanden haben; denkbar also: [lövccg. 

lin, 10 Ob zu Anfang dieser Zeile vjtodentrjg (vgl. Nr. 88 lin. 9) gestanden 
haben kann, bleibt unsicher. 

Nr. 88. 

QUITTUNG ÜBER WEINSTEUER. 

Inv. Nr. 326. 

Papyrus H. 24 Br. 9y a cm. Herkunft unbekannt. Gegen Ende des 4. Jhd. p. C. 

Oben abgebrochen. 

..[...]... 7tl%S...\_ 

öydörjg lvdi%tiövog. 

'ItiCd&Qog Iditollod&Qoy 

deSamsg (sie) tiitsQ rrjg a(vT7jg) rj \ iv- 

8i%(yi6vog) oXvov ^stireeg 5 
oySoiqnovw owzfo yl{yBxai) olv.(pv) 
% arj iiovovg evxaylov 
üaitQLXOv. (2. Hand.) @[6]t,ßdiiii(ov 
vjtodE%(trjg) 68<jrjiiC(D[i(ai) 

olvov %8<5tccg oydorfnovrcc 6%tg) 10 
[lövovg. 

Auf dem Verso: (3. Hand.) [XJ#o#i) o\lvov 'Iölöwqov A7toXX]oS(PQ[pv 
lin. 4 1. dsdeonag. 

lin. 8 . UccTtQixov ist schwerlich richtig; C. P. R. 1, 19 lin. 6 hat Haitqi%tov\ 
unten in Nr. 101 II lin. 17 kommt UuTtQCöxov vor. 



232 Nr. 89 und 90: Quittungen unbekannter Herkunft. 



Nr. 89. 

QUITTUNG ÜBER LEINWANDSTEUER. 

Inv. Nr. 321. 

Papyrus H. 10 Br. 14 cm. Herkunft unbekannt. Gegen Ende des 4. Jhd. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

AvQrjXiog Zl(dv[iog Xa[p]£rc3i/[o]s 
%s(paX[cc]i(Dtrjg taQöinaQiGiv rj lv8i%{xiovog). 
'Iöl8(ßQ[o\g ArtoXXodcßQog (?) dsdaitsg (sie) 
V7C8Q rrjg avtr\g rj ivdi%(xiovog) XCvov Xsvkov 
5 TccQöiuov Xltqag Svo emov ylv(s%ui) 

Xvvll Xev%H X ßqll iiovag A&i)Q ißU . 
AvQi]Xi\og] 4ldv\jiog] %scp[a]X\ccL(Dtrig 
[TaQ<5i%]ccQ[(a)v 6e6r][ie((0[iai.] 

Hier bricht der Papyrus ab. 
Auf dem Verso: (2, Hand.) Aito%Y\ Xlvo\y\ 

lin. 2 Über taQ<ji%aQiog s. Erl. zn Nr. 26 lin. 9. Über den Begriff des xeepec- 
XaLmtfg ygl. Einleit. zu Nr. 45. 

lin. 3 Man erwartet 'AitoXXodcoQov. In den Parallelurkunden Nr. 87 lin. 3 und 
Nr. 88 lin. 3 ist der letzte Buchstabe einmal gar nicht, einmal so schlecht er- 
halten ; daß sich nicht sagen läßt, ob auch hier der Nominativ gestanden hat, 
oder der Genetiv. 



Nr. 90. 

QUITTUNG ÜBER EINEN AMTSGEHALT. 

Inv. Nr. 74. 

Papyrus H. 19% Br. 37 cm, Herkunft unbekannt. Byzantinische Zeit. 

Cursive. (Erster Druck Nr. 4. Danach abgedruckt bei Wessely Stud. z. Pal. 
u. Pap.-E. 3 Nr. 118.) 

+ <&X(dviog) BaöiXeiog 6vv fr(s<p) 87a%sC[i(8vog) tf\g %siQoyQacpsiag etißoXTjg 
TQLvrjg IvdiKtiovog t<p %vqIg) 



Nr. 90: Quittung unbekannter Herkunft. 



233 



MayCtixoQi 6vv &(s<p) ßorj&w rov XoyiötrjQiov %al diaötoXecDg {lEQidog ZlioG- 
koqCöov tfjg avtfjg 

tQitrjg lvd(i%tiovog). 'Eds^d^iTjv xal eitXijQGj^iqv 7ta\ßä\ tf\g 6f\g £vdo%L{irjöe(Dg 
V7C8Q Gvvrj&eiug 

vys %siQoyQcupsCccg tfjg avtfjg tQitTjg ly\ß{i%tiovog) t\ovt eöttv %qvöov vo\ii6- 
\ia\ta\ ev %al 

XSQUTLCC Sl%06l SvO TSTCCQTOV yCv(stai) %Ql V° a K 1 %ß 0~\vtG)g' V7C8Q tov 

ßoij&ov rov Xoyi6trjQ[C\ov 
%qvöov v6\Jui6\ia dv Kai %SQ&xia dcodsxa, vitsQ {isoidog Z/loöxoqlöov %qv<5ov 

dexa tetaqtov yliyetai) bybov %q v a x/ xß ^ xal itobg 6rjv döcpdXeiav ite- 
itoir\\iai tfjv itaoovöav 





Iii 


V 




Ba 


61 X 


£1. 


V 



(3. Hand.) — <PX° BaövXeiog 6 7Cooy8yQa^i[i(evog) 6toi%el poi [ff\ 

cbrd[6*]£t|f-g c?g itQqx(eitai). 
'IöyvQimv 'Icodvvov hygaifja vtisq avtov yqd{i{iata Idötog ßaXövtog $h tfj 

idla avtov %£iQi tovg 
TQSig ti\ilovg öxavQovg +. 

lin. 2 dtaatolECDg W. lin. 4 x]ovz' ianv W. lin. 7 7tccQ0vaccv &7t6$si£(iv) W. 

Flavios Basileios, mit Gott Gehilfe der Kanzlei der Embole für die dritte Indiktion, 

dem Herrn Magistor, mit Gott Beamten der Rechnungskammer und Rechnungsführer 

des Dioskorides-Bezirks für dieselbe dritte Indiktion. Ich empfing und erhielt bezahlt 

von deiner Ehrwürden als Kanzleigehalt für dieselbe dritte Indiktion sage in Gold 

einen Solidus und zweiundzwanzig ein Viertel Karat, macht 1 S. und 22Y 4 K. wie 

folgt : als Beamter der Rechnungskammer einen Goldsolidus und zwölf Karat, von 

wegen des Dioskoridesbezirks in Gold zehn ein Viertel Karat, macht zusammen in Gold 

1 S. 22Y 4 K. und zu deiner Deckung habe ich die gegenwärtige Quittung ausgestellt 

" . , , Handzeichen des Basileios. , , 

wie oben geschrieben steht. + Ich M. Basileios, der vor- 

+ + + 

genannte, mir ist die Quittung genehm, wie sie oben steht. Ich Isehyrion, Sohn des 
Johannes, habe für ihn geschrieben, indem er des Schreibens nicht kundig ist, aber 
mit eigener Hand die drei heiligen Kreuze hergesetzt hat. + 



lin. 2 Zu diaötoXsvg vgl. auch P. E. R. 9153—4 bei Wessely Stud. z. Palaeo- 
graphie u. Pap.-Kunde III Nr. 42 — 3. Aia6toXr\ ist in den Aktenstücken der Bank 

Leipziger Papyri. I. 30 



234 



Nr. 90 : Quittung unbekannter Herkunft. 



von Theben (bei Wilcken Abh. der Berl. Akad. 1886) 'Nr. VII lin. 7 VIII lin. 8 
die durch Angabe der Einzelposten spezialisierte Rechnung, diaöxoXevg also viel- 
leicht der Rechnungsführer. Doch kommt diatixoXri auch im Sinn einer An- 
ordnung vor (z. B. P. Oxy. 743 7 28) ; danach könnte diccötolevg den Beamten 
schlechthin bedeuten. 

Zu Maytöt&Q vgl. Wilcken Arch. f. Pap.-Forsch. 3, 310. 

lin. 8 Das Zeichen der drei Kreuze kommt hier zum erstenmal in einem 
Papyrus vor. 



RECHNUNGEN 



30 



tfr. 91. 



Ostrakon Nr. 885. Herkunft unbekannt. Schrift etwa des 2. Jhd. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Das Ostrakon enthält eine nach Tagen geordnete Rechnung über Arbeitslöhne, 
kann übrigens auch einer Privatwirtschaft zugehören. Ob %X( ) in %X{jiqov) auf- 
zulösen ist, halte ich für sehr zweifelhaft; insbesondere bei %X( ) Xd%%ov (lin. 3, 6) 
ist das unpassend, wenn das letztere Wort nicht als Nona, propr. zu fassen sein sollte. 
Auffallend ist, daß die gezahlten Summen meist etwas geringer sind, als man 
nach der Zahl der Arbeiter erwartet; z. B. in lin. 4 würden sich für 8 Arbeiter 
zu iy 2 Drachmen 12 Drachmen ergeben, statt dessen werden nur ll 1 / 2 berechnet, 
fehlen also 3 Obolen. Lin. 7: 4 Männer zu iy 2 Dr., statt 6 Drachmen 5 Dr. 4 Ob., 
fehlen 2 Ob. Lin. 9: 3 Männer zu 1% Dr., statt 4 l / a Drachmen 4 Dr. 2 Ob., fehlt 
1 Ob. Es ist klar, daß der Abzug mit der Summe steigt und fällt, obwohl er ihr 
nicht genau proportional ist. — Umgekehrt ist in lin. 3 die Summe zu groß, denn 
sie würde für 8 Arbeiter zu iy 2 und einen Knaben zu 1 Dr. 13 Dr. ausmachen, 
ist aber mit 14y 2 angegeben. Jedoch ist möglicherweise noch eine Ausgabe von 
der defekten Zeile 1 hierhergezogen. 

a \- Schriftspuren 

ß x2( ) \- ig öitelQOVtisg) uvS(j)8g) £ 8%a6(xcp ?) \ a p 

7Cal8{eg) a\ %X( ) Xduxov av8($8g) a $ a /* / \ 18 P 

y %X( ) AoKQrjtiov avd^Qsg) r\ £%(dör<p ?) \ a p / \ ta P 

lvi\<5ov %ai.. 67C8iQ0vt(eg) ävS^Qsg) Q 
%ov 

8 ) Aa^QrjtCovJ avö^Qeg) a \ a P 

s %X( ) Ao%Qiqxlov ävd^Qsg) 8 8%(d<5t(p ?) a P / \ s p 

g %X( ) KotQTtaytov [a]v8(Qsg) a \ a P 

£ %X( ) Ao%Q7jt(ov av8(Qsg) y 8%{döt(p) \ a P / \ 8 = 

x %X( ) AoKQqtCov ävS(Qsg) cc . . 



238 Nr. 92: aus dein Hermupolitisehen Bezirk (?). — Nr. 93: Rechnung aus Hermupolis(?). 



Nr. 92. 

Ostrakon Nr. 979. Hermupolitischer Bezirk (?). 2./3. Jhd. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Auf die Herkunft deuten (unsicher) die Ortsnamen Thynis und (Toparchie) Patre. 

Oben abgebrochen. 

L ig 

@vv£G)g ayyQov cpax(ov) yo^iiog) a 

X 

IX%VQ(0V) 7t 

' Etcg)vv%(ov) wito TLa%^{r[) y6\i{oi) ß 
5 MoyKOQrjtf( ) W€vo( ) yö[i(og) a 

ayyQOv (pa%{ov) yoiiioi) d 
ä%VQOV 6 . vvov [ 
2Jid6'Cro(g) IJstsiibv 03 y6{i(og) a 
Kollov&ov ^Aqvcd&ov yö[i(oi) ß 
10 Kalfit(og) Ka[irjTio(g) y6[i(og) a 

(2. Hand.) y(ivsrai) xov %° ' 8 . . y6[i(oi) {iß iß 

lin. 11 Die Auflösung %ol(Xrniaxog) wäre bei einem Ostrakon nur bei An- 
nahme einer übertragenen Bedeutung von noHr^ia möglich. 

Nr. 93. 

RECHNUNG ÜBER DIE NAUBIENSTEUER UND DEN 
Inv. Nr. 71a R. 

Papyrus H. 30 Br. 32 cm. Hermupolis (?). 2./3. Jhd. p. C. 

Cursive. Lin. 7 — 15 veröffentlicht von Mitteis Arch. 2 ; 265. 
(Erster Druck Nr. 22.) 

Über die Naubiensteuer handelt Wilcken Ostr. 1,259 ff. ; 337 ff. und über den 
Begriff der Naubia neuestens Smyly in Plinders Petrie Pap. 3 p. 343 ff. Der [isQiö{ibg 
'AÖQiavelog ist offenbar eine auf den Kaiser Hadrian zurückgehende Umlage, deren 
Inhalt jedoch sonst nicht bekannt ist. 



Nr. 93: Rechnung aus Hermupolis(?). 



239 



Paläographisch ist zu bemerken, daß der halbe Obolus bald durch die Sigle \, 
bald durch / oder </ ausgedrückt wird. 

In den Personennamen dieses und der drei nachfolgenden Texte mehrfache 
Ergänzungen und Richtigstellungen des ersten Drucks durch Wilcken. 

Auf dem Verso von anderer Hand Reste einer anderweitigen Rechnung. 

IToXecog a7trjX(i(brov). 

Nccvß(iov) ig (erovg) AjcoXXcoviog [6] %(al) Kooviog 

9 AtcoXX(d(v(ov) <C & =/ 

Navß(lov) ig (ßrovg) *EQfi6q)t,X(og) %al Uorjg ig %al 
2JaXi(Dv ol y 

AtcoXXcd(viov) di(ä) Evdaiyiovidiov) 2aUco(vog) < ß P 

{ieoi6(iiov) A\ßQi\avsCo\y\ p 5 

Navß(fov) ig (ßrovg) icocl di(ä) vsG)\rio]ag <xdsX(cprjg) <C cc — \ 

Navß(iov) ig (ßrovg) *Eo[ii6vr] [ ] . öi(ä) %Xi]qovö^((dv) <C S = \ 

lisQi<5[iov AdQi[a]vs[lo]v = 1 

Navß(iov) ig (ßrovg) üaXiav &\ßs\X(p6g < d = \ 

ILSQiöiLov *A\ß~\Qi\_avslo\v —I 10 

Navß(iov) ig (ßrovg) Evdcci[iG)[v 6 %(aij\ K\ß6]viog 11 

ldltoX(X(Dvtov) </ ll8Ql(öllOv) = 

Navß(iov) ig (ßrovg) A . . [. .~]vg A[7toX]Xa)viov — 12 

liBQiöiiov Adoia[v~\£iov = / 13 

[Navß(tovJ] ig [(ßrovg)] Tarolyig Ai\ß^ii\o\v [<] ß = %° 14 

[isq löpov Adoia[vs]iov — </ 15 

Navß(Cov) ig (ßrovg) Ko[iaQ%(lg) rj nccl ITavX(a) 'Eofiiov < g 

\jL8Ql6\llOV AÖQIUVSIOV [£] P 

Nay[ß(tov) i]g (ßrovg) Evd[al[i(G)v) 6] xccl IJsrecoß^ ) 

XaiQr^iov\o\g Si(a) 

*Eo[irjrog yQa(jiimr-s(og) <C g P 

(2. Hd.) l i = % ° _ (2. H.) lP%° 

r(ivsrai) rov %oX(Xrniarog) < X p \ %° <bv vavß(Cov) < \%a = / %°J 20 

[i[e]qi6[i[o]v < & p. F(ivovrai) ai 7c(oo%£([i£vai.) 

lin. 11 Hier sind ausnahmsweise die Naubiensteuer und der Merismos auf 
dieselbe Zeile geschrieben ; was dann später zu einem Rechnungsfehler geführt hat 
(vgl. Erläut. zu lin. 20/21). Erklärlich wird die Ausnahme durch das Bestreben, 
einen Kopierfehler (denn natürlich ist die Rechnung nach einer Vorlage zusammen- 
gestellt) zu verbessern; der Schreiber hatte unter dem Titel Naubiensteuer irrig 
die Summe des Merismos des Eudaimon dazu geschrieben und schob nachträglich 
ein: </ ^sqi(ö[iov) p d. h. die Ziffer für Naubien und das Schlagwort ilsqi(6iiov) zu =. 



240 



Nr. 94: Fortsetzung des vorigen Verzeichnisses. 



lin. 12 !Aa§\vs]'6g kann ich nicht lesen; eher '4yt\is\vg. 

lin. 20/21 Die richtigen Zahlen sind von zweiter Hand über die einer ur- 
sprünglich anders lautenden Zählung gesetzt worden. Der Schreiber hatte bei 
der Naubiensteuer um 9 Drachmen 2% Obolen weniger gezählt; wahrscheinlich 
hatte er den ersten Posten (lin. 2/3) nicht mitgerechnet, der genau auf diesen 
Betrag lautet, was sich vielleicht am besten bei der — auch nach dem Augen- 
schein wahrscheinlichen — Annahme erklärt, daß dieser bei der ersten Addition 
fehlte und erst nachträglich über die andern Posten geschrieben worden ist. 
Übrigens stimmt die Rechnung auch nach der Korrektur nicht u. zw. weder in der 
Naubiensumme noch beim Merismos. Bei ersterer fehlt ein halber Obolus, was 
sich leicht erklärt, weil das Zeichen dafür in einer der zahlreichen Lücken, welche 
sich auch in der Ziffernkolonne finden, spurlos verschwunden sein kann. Bei 
der Addition der ^8QLd[ioi hat der Schreiber vergessen, die 2 Obolen in lin. 11 
mitzuzählen, verleitet durch den Umstand, daß an der Spitze der Zeile Navß((ov) 
steht; die Summe im Merismos ist sogar um 3 Obolen zu klein. Noch schlimmer 
ist es, daß, abgesehen von diesem kleinen Fehler in den Obolen, bei der Naubien- 
steuer auch an Drachmen um 6 zu wenig gezählt worden sind. Das kann ent- 
weder durch Übergehen eines der Posten von 6 Drachmen in lin. 16 und 19 er- 
klärt werden, oder durch Verlesung, indem an beiden Stellen y gezählt wurde. 
Letzteres ist insofern denkbar, als die Ziffer für g der für y in dieser Handschrift 
sehr ähnlich ist, nämlich oberer wagrechter Strich mit einem links davon hinab- 
gehenden Abstrich, wobei nur der Abstrich beim g schräg von links nach rechts, 
beim y dagegen senkrecht geht. Daß das Verlesen meinerseits stattgefunden hat, 
was natürlich meine nächstliegende Vermutung war, halte ich jedoch für aus- 
geschlossen; die Vergleichung mit anderen Stellen ist schlagend. 



m\ 94. 

FORTSETZUNG DES VORIGEN VERZEICHNISSES. 

Inv. Nr. 71 h R. 

Papyrus H. 30 Br. 32 ein. 

Cursiye. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 23.) 
Von derselben Hand wie Nr. 93. 

Col. I. 

Navß(Cov) ig (erovg) HuQKiaäq ralatov < S 

xcel t<s (stovg) Hx>[(>o]g ccdslcpb(ß) di(ä) zIioGxoqov [. .] i [< .] — 
li£Qi[p}fiov 'ASQiave(ov <C 8 



Nr. 94: Fortsetzung des vorigen Verzeichnisses. 



241 



x[al] ig (ßtovg) ^drj[irjt^ia r\ %(ai) Teoevg r EQfi[. . . .] < a — / 
p\£q(lö11ov)] AdQi(aveiov) ig [(etovg) Z/]rj^r][tQCa . .] . t( ) 5 

%al T8Q[svg?] 
r '&g[ov . . . .] di(ä) %Xi]Qo(vö[mdv) ol%(iag) Tqv- 

cpw(vog) di[a] iil<5&(. . .) < ß = ( 

Navß(iov) ig (ßtovg) [. . . .] . ^^[co]^ 'HoadCavog <C a 
[i80i6[i(ov) AÖQi(av£iov) ig \Jßtovg)\ f Eo{ialog 'Eg^iaiov 

yv[i(ya6iccQ% . . . .) p % a 

Navß{lov) ig (ßtovg) ]y Aö[%\X7j7t(iddov) 7t. ö( ) 

*Eqiisi[. . . .] < e 

tiSQi[6[iov lddQiav\£iov [<] g p 

Navßiiov) ig (ßtovg) Zl\lSv\iiog 'EqiiCov &dov < a 

%[ai i]g (ßtovg) <4\iovv\6iog ddsXcpög < a 

{i[sq\i(6[iov)] AÖQiavsiov [ ] 

Navß(iov) ig (ßtovg) B\iq6~\ovg r\ %ai Tsv&äg Z/ioö%(6qov) [< .] p c/ 15 

%al ig (ßtovg) 6 vmt(8Qog) Xcciorjiio(vog) XaiQYiiiov\ög\ . . [<C .] . 

Nav[ß(iovJ] ig (ßtovg) Zlrj^tQia rj %al Tsoevg H. [..].. . 

di(ä) *EQ{iod(bQo(y) %ai NsaQ%ov %al \A.7to\XXod((bQov) 

%al K\o]ovrjX(iov) t&v d \A.7toXX\od(b\ß(ovy\ <^ a ^ %^ 

liSQiö^o[v\ Adgiaveiov <^S p c/ 20 
(2. H.) d = %o 

r(Cvstai) tov %ol(Xrniatog) < \iy <f %° cov vavß(iov) ^nd^.Jc/ y} '^ 
lie\ßi(6liovj\ < i& p \ % a . T(lvovtai) al 7t(Qo%si{ievca.) 



Col. IL 

Navß(iov) ig (ßtovg) Z/i]^i7]tQia fj %al TsQSvg JIo- 

Xe[i(ß(vog) 8i(ä) t 
'Eopaiov ApXXscog B7titqi\o]7tov < ß 

%al ig (ßtovg) %Xr]QOv6 11(01) *HQau(X . , .) to[y %a]l J7o- 

Xe{iw(vog) < . — 

{isoi6{i(ov) ig (ßtovg) z/7]{tr]t(Qia) r} 'Kai Tsosvg 'A%iX- 

(Xscog) Si(ä) T6Q§(vtogyHXiod((bQov) ap (2. Hand.) va(vß(ov) p 
(2. Hand.) Na(vßiov)~] (l. Hand.) ig (ßtovg) r EQ[ii6vi] 

2Jaoa7c(iG)vog) to[v %(al) r H]Xiodcb(Qov) < y pl 

Leipziger Papyri. I. 31 



242 Nr. 94: Fortsetzung des vorigen Verzeichnisses. 

N[av]§(iov) [ig (stovg) ....]..[ ] ö( ) öi(ä) Ai- 

ö[v[iov] sjcitQÖit(ov) < . . 

[{i]soi6[iov AdoiavsC[ov] < [;] . 

Nav[ß(iov) ig] (stovg) A^co(viog) EvdaC[io[vog] < ß P <f 

{isqiötiov A8giavs[iov] — </ 

10 Navß(iov) [i]g (etovg) r EQ{iaio(g) 6 %ocl Avovß(iwv) 

*Eq[icc[i]ov Si(ä) ®8(ö(vog) vlov 18 p 

ucä i[g (stovg)] "Isqm^ ftsvmvog 8i(ä) [2J](pcpQOvog g 

%al [ig (srovgj] %al 8i(ä) KovXä Ev8cci[[i\ovog P 

N[avß(iov)] i[g] (stovg) ©bgjv ®8(ovo(g) 8i(ä) Ha- . 

\_qa]it(. . .) %al t&v cc8sX(cpa)v) < ir\ = \ 

\iSQi6\iov A8oiavsiov < ß 

15 iisQiö[}io]v A8qi(avsiov) ig (stovg) Qso8(dq( ) H[ ] 

%al r Eo{i(. . .) 6 %(ai) ®iß(. .) . [. .] . 

%cä i[g] (stovg) 'IdCd&gog 6 %(al) 'AönXrjljiactSrjg ]iov y p 

%al ig (stovg) Tüßig AXs%(xvSq[ov ] [. .] . 

Na[v]ß(iov) \i]g (stovg)] 'SlcpsXia Xaiorj[^iovo]g <^iß = y}^ 

%ai ig (stovg) 'H(pai6t(lc3v) %ai Ai8v\iog . [. .] XaiQtf[i[ov]o(ß) < ß P </ %° 

20 [isoiöiiov Adg[iecv]s(ov s — \ 

Navß(iov) ig (stovg) Xcciqt]([ig)v) Xoat( ) 8i(ä) Ait\oX- 

%](Dvovt(og) XaiQri(iiovog) = 

Q*/ 1 o[«=] 
r(ivstai) tov [%]oX(Xr\iiutog) <^jtg p\ cov vavß(Cov) IXJi^t/M] 

liSQi6ii(ov) <C wy . F(ivovtai) ai Jt(Qo%si{isvai.) 



Col. I lin. 6 8i[ä] iii<5&((A)tov) ? 5 doch fällt die Abwesenheit des Individual- 
namens auf. 

lin. 21 Die NaubienzirTer überschrieben (aus %y — > % a ?) Die Ergänzung 
yj ^ habe ich gemacht, weil bei die Rechnung in Nr. 95 lin. 12 um einen 

Chalkus zuviel ergibt. Allerdings sollte dann die hiesige Summe lauten [i8 = %Y. 

Col. II lin. 22 Das ursprüngliche Additionsresultat Dr. 86 Ob. 5y 2 war zu 
klein, und zwar werden an Naubien noch Dr. 7 und Ob. 3% nachgetragen, so daß 
Dr. 94 Ob. 3 herauskommen. 



Nr. 05: Fortsetzung des vorigen Verzeichnisses. 



243 



Nr. 95. 

FORTSETZUNG DES VORIGEN VERZEICHNISSES. 

luv. Nr. 71c R. 

Papyrus H. 30 Br. 32 cm. 

Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 24.) 

Von derselben Hand; lin. 9 fg. enthält die Summierung von Nr. 93 — 95. 

Nav ß(iov) ig (ßrovg) 'A%iXXäg zfiov . iva( ) — %° 

%al ig (erovg) !Aore[iidG)[(Qa) . . .^avdgov cc p 

Navß(lov) ig (ßrovg) "Eqihovti [ ]d( ) %ai Ev- 

daifiovlg *Hq cbd(ov) 7] /* 

%al ig [(erovg)'] r Eo[ialo(g) H[ di(ä)'\ yQcc[i{i(cc- 

tsGjg) 2Je7tr(. . .) < a 

Kai ig (ßrovg) ^EofjiaTog 6 %(ccl) [ ]cov Alov( ) . . 5 

[18Q16{10V !AS\_QLccveC~\ov <^. 

\_Af]sQt,öiiov ig (ßrovg) Tsvs . [ ]scog [.] = \ 

r(ivercci) rov %oX(Xrniarog) <^ i% = av Navß(iov) 

vy Z 1 

UPI 

<ipf iisQifrgwv) <gp\%° 

r(v(srai) rov ä{i(p6dov 

P = %° S^P » — c/ %° q#/V 

KUW <^ = ?°[<]^/^i <it=r(£verai) < poi? = 10 

ly P ' 

l P %° M=ö / r« ] oa=iap Ii — 

NavßCov ^< xa = \ %° [< xy — ] f < ly P \<i P %° F(Cverai) ql V ]jQ \ %\ a 
lieQrtlwv < [#] P < P \% a < xy — <] g P j. x° F(Cverai) <v» = [%]? 
T(ivovrai) al 7t(QO%8i{isvai). 

lin. 8 Der Schreiber trägt zuerst bei den Naubien und dann bei der Ge- 
samtsumme 1 Dr. 1 Ob. 6 Ch. nach, dann noch 1 Dr. 4 Ob. 

lin. 10 Bei [id = %° korr. ; es staud ursprünglich: \iy </ %° , woraus die Summe 
qotj = sich ergab. Sowohl diese wie auch die übrigen Summen stimmen genau. 

lin. 12 Vor der Drachmenziffer ein Zeichen 

31* 



244 



Nr. Uli : Fortsetzung des vorigen Verzeichnisses. 



Nr. 96. 

FORTSETZUNG DES VORIGEN VERZEICHNISSES. 

luv. Nr. 71 d ß. 

Papyrus H. 30 Br. 32 cm. 

Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 25.) 
Von derselben Hand geschrieben. 

Dieses Stück hat zwei Colonnen; von der Wiedergabe der zweiten sowie 
einiger anderer gleichfalls hierhergehöriger Papyrusblätter wird wegen zu weit- 
gehender Beschädigung abgesehen. 



Col. I 

Ilolsag Xißbg. 

[Nav]ß(iov) ig (faovg) Ar\\Mq%oiu A^cj[viov] di(ä) 

Aloö%(6qov) vlo(v) Tl8Qi%X(8ovg) < g 

[Nav]ß(iov) ig (faovg) ovöiag [q]IWu KaCöaQog < is 

[Nccvß(iov)~] ig (faovg) Ayoodiöia A%iXXmg t(ov) n(al) 

Saqcutt...) [...]. < 7 ß 
5 [Navß(iov)] ig (faovg) 'EQ^ialog 6 %(al) 0i[ß]l[co]v 2Ja- 

QCMt([(Dv]og 

[ 1 <[.]=! 

liBQiöiiov *A[d]()[LavsCov~] < g ß %° 

[Navß(iov) i]g (faovg) 'EXiviq [ff] %al [ ]jta^cot(og) < s 

%al ig (faovg) Ai]^ir]t(Qia) i] %al Tsos[vg Ev\tv%(Cdov) 

di(ä) ®iiovev(tog) Aioöx(6qov) < s ß 

{i[e]Qi<D[iov 'AdQi\av\eiov < a ß 

10 [Ncc]v[ß(iov~]) ig (faovg) 'EQ^iövrj ..[_.. ~\cpvticc = % ' 

Navß(iov) ig (faovg) f E%u%ä)v . [. .]%[. . .] di(ä) Ai- 
Svjiov ärts- 

Xsv&sqov ß \ % a 

{i8Qi6[iov r Adoi[av]aiov < a = %° 

[N~]avß(lov) ig (faovg) [ r I]0id6oa A[. .]avo(g) di(ä) 
* E%a%c3Vt(og) 

15 xov %al Il£%vö[a\ < Xs ß %° 

[{isq]i6[iov !Ado[iccv]sCov < ß [.] 



Nr. 97: Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



245 



\Navß(Cov) ig (ßxovg) UaQ\a7Cicov <xd[e]X(pbg Ilaxvöä 
[Navß(Covy\ ig (etovg) '^ÄQEiog 6 [x(ca)] FIv\%\(dv *A\i- 



p 



[Nccv\ß(iov) ig (hovg) Avlr[Q\io\g (sie) *HQa\_%\leiog 




<tP%' 
<*P 
P\t 



,o 



20 



r(iveTcci) tov %ol{Xrniatog) <^ qcc ß\ % y mv \y~\av- 



ß{Cov) S:8 p \ Z 7 « 



li£Q[t,6fio]v <[ %t, — \ . T{lvovxai) ccl it^oxsijievcci). 



lin. 21 In der Schlußziffer (xd p \ /«) das Richtige in das Falsche direkt 
hineinkorri giert. 



Cursive. Unveröffentlicht. 

Die nachstehende umfangreiche Rechnung befindet sich auf der Rectoseite eines 
sehr ausgedehnten, nicht weniger als 396 cm in der Breite umfassenden 
Papyrus. Von demselben, welcher in zwei große Stücke gebrochen war, 
kam das größere im Sommer 1902 in unsere Sammlung, das dazu gehörige 
kleinere gelangte ursprünglich an die Kgl. Museen in Berlin, wurde aber 
von denselben im Austauschwege gegen ein hierher geratenes Fragment 
eines dort befindlichen Papyrus uns überlassen. Das von Berlin über- 
kommene Bruchstück umfaßt die ersten sechs Colonnen, also nicht ganz ein 
Fünftel des Papyrus; dasselbe ist zerblättert, so daß die Colonnen nicht 
mehr zusammenhängen und an den seitlichen Rändern vielfach lückenhaft 
sind; außerdem fehlt einigen derselben (Col. III — V) der obere, einigen 
(Col. I, II, V und VI) der untere Rand in der Breite mehrerer Centimeter, 
wobei es als ein Glücksfall zu bezeichnen ist, daß der Eingang der Urkunde, 
nämlich der Anfang von Col. I keine allzugroßen Beschädigungen, sondern 
nur einige seitliche Defekte erlitten hat. Der schon ursprünglich nach 
Leipzig gekommene Teil ist fast gänzlich unversehrt; er umfaßt auch den 
Schluß der Rechnung, so daß dieselbe als im wesentlichen vollständig er- 
halten gelten kann. Auf dem Verso der Urkunde steht eine Handschrift 
von Psalm 30, 5 — 55, 14, welche von Heinrici (Beitr. z. Gesch. u, Erklärung 



Nr. 97. 



RECHNUNG ÜBER NATURALIEN. 



luv. Nr. 39. Recto. 
Papyrus H. 27% Br. 396 cm. 



Hermonthis. 



A° p. C. 338. 



246 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hernionthis. 



des Neuen Testaments IV 1903) veröffentlicht worden ist. — Wegen seines 
ungemeinen Umfangs ist der Papyrus zum Zweck der Konservierung zer- 
schnitten und in acht Glastafeln eingerahmt worden; ich habe zur leichteren 
Orientierung für künftige Bearbeitung der nachstehenden Transskription die 
Nummern der Glastafeln (Taf. I u. s. f.) an der linken Seite beigefügt. 

I. Die Rechnung auf dem Recto, welche nach einer bekannten, im vor- 
liegenden Fall auch durch den Schriftcharakter deutlich bestätigten Regel für älter 
zu halten ist als das Opisthogramm, stammt nach der Konsulardatierung in I 7/8 
aus dem Jahr 338 p. C. Was ihre örtliche Provenienz anbetrifft, so ist es so 
gut wie sicher, daß sie aus Hermonthis stammt. Es sind nämlich an verschiedenen 
Stellen (III 12, XXIII 3, XXXI 19) Posten eingestellt für Transport aus den 
Dörfern nach Hermonthis, und ich schließe daraus, daß hier das Zentrum der 
Verwaltung lag, auf welche die Rechnung sich bezieht. Ein verwandtes Stück ist 
der wohl gleichfalls aus Hermonthis herrührende P. Lond. 125 (Kenyon 1 p. 192), 
wo zum Teil dieselben Namen vorkommen. Außerdem ist in mancher Beziehung 
die Rechnung BGU. 362 zu vergleichen. 

Schwierig scheint mir zu sagen, für welchen Betrieb die Rechnung auf- 
gestellt ist. Zwar daß es sich um ein sehr umfangreiches Landgut handelt, ist 
sofort klar, weniger deutlich dagegen, zu welcher Kategorie dasselbe gehörte. 
Sicher ist, daß es nicht im Privatbesitz stand; dies zeigt die Adresse: sie richtet 
sich an zwei Männer, welche aith eitiTQOTtwv genannt werden, was nur bei einer 
öffentlichen Prokuratur möglich ist, während der private Verwalter cpQovTiörrjg 
heißt. Fraglich bleibt jedoch, ob das Gut, welches wir demnach jedenfalls als 
Domäne ansehen dürfen, kaiserlicher Patrimonialbesitz, also Bestandteil der ovtila 
ist, oder staatliche oder Tempeldomäne. Für das letzte spricht etwa der Umstand, 
daß in der Verwaltung ein Priester eine beträchtliche Rolle spielt, welcher Ul^vig 
vs(br(sQog) isgevg genannt wird und vermutlich mit dem Aussteller der Rechnung 
identisch ist, der sich seinerseits wieder als ütatftocpÖQog bezeichnet; auch steht 
nicht entgegen, daß die Rechnung an etcCxqotcov 7 also Staatsbehörden eingereicht 
wird, denn eine Prüfung der Tempelrechnungen durch diese liegt in ihrer Ober- 
aufsicht (vgl. Otto Priester u. Tempel 1, 52 f.). Aber mit voller Sicherheit läßt 
sich die Frage nicht entscheiden. 1 ) 



1) Es kommt namentlich in Betracht, daß öfter (z. B. III 5, X 15 u. a.) Zahlungen i% 
nslsvöscog Asovtiov gemacht werden, wobei jedenfalls der in lin. 1 genannte ^TclrgoTtog dieses 
Namens gemeint ist. Dies deutet eher auf ein in staatlicher Verwaltung als auf ein unter 
bloßer Staatsaufsicht stehendes Gut. Dagegen lege ich auf die iqya^o^svoi iv ovaicc (V 12) 
wenig Gewicht; die Stelle ist unklar und die besondere Betonung der ovölcc spricht beinahe 
dagegen, daß das ganze Gut zur ovölci, d. h. dem kaiserlichen Privatvermögen gehörte; eher 
läßt sie sich mit der Annahme vereinigen, daß ein Staatsgut vorlag, welchem ein kaiserliches 
Privatgut benachbart war. 



Nr. 97: Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



247 



IL Die Rechnung umfaßt ein Quadrimenstruum, der bekannten, in der 
späteren Kaiserzeit verallgemeinerten 1 ) ägyptischen Einrichtung entsprechend, 
welche das Verwaltungsjahr in drei viermonatliche Perioden zerlegt und zwar 
handelt es sich hier um die Periode vom Tybi bis Pharmuthi. 2 ) Es ist nicht un- 
wahrscheinlich ; daß die auf das Konsulatsjahr abstellende Überschrift in lin. 7 dies 
Quadrimenstruum als das erste des laufenden Jahres bezeichnete und darum in 
der Anfangslücke dieser Zeile itQcorTjg (oder a 7 was vielleicht den Raumverhältnissen 
besser entspricht) zu ergänzen ist. Übrigens enthält der Papyrus keineswegs eine 
vollständige Vermögensbilanz ; sondern nur, was in I 5 ausdrücklich gesagt ist, 
den Xoyog öitov rs xal aXXwv yevi]iiat(DV , also nur die Rechnung über die Na- 
turalwirtschaft; es fehlt der Xoyog ScQyvQiuog. 

Die Anordnung folgt den einzelnen Fruchtarten. Voran steht, als der weit- 
aus umfangreichste Teil, die Verrechnung über den Weizen (ölrog) I 10 — XIX 8; 
sie nimmt mehr als die Hälfte des ganzen Operats in Anspruch. Dann folgt, noch 
immer beträchtlich, die über die Gerste XIX 10 — XXV 2; darauf Linsen XXV 4 

— XXVII 21; Arakos (hier Arax genannt; cf. oben zu Nr. 23 lin. 17) XXVIII 1 

— XXX 2; Gemüse XXX 4 — XXXII 8; Teeken XXXII 10—16, Bohne XXXII 
17—21, Bockshorn XXXIII 1,2, Senf XXXIII 4-9, Lupine XXXIII 10-14, 
Klee XXXIII 16—24; Kichererbse XXXIV 1—9, endlich Salz XXXIV 11—21. 
Die einzelnen Rubriken sind von einander durch ein eigentümliches Zeichen ge- 
trennt, /S, welches wohl keinen Wortsinn hat, sondern einfacher Schnörkel sein 
dürfte. Es ist klar, daß die kleineren Rubriken uns in die Bewirtschaftung keinen 
Einblick geben; beispielsweise wird von der Lupine nur konstatiert, daß am 
Schluß der Periode noch dasselbe vorhanden ist wie am Anfang. Unser Augen- 
merk muß sich daher auf die umfassenden Rubriken richten, besonders Weizen, 
Gerste und Linsen. 

Bei jeder der bezeichneten Spezies erscheint zunächst das Aktivum, u. zw. be- 
ginnt es mit dem „Saldo-Vortrag", d. h. der Angabe des Quantums, das von der 
letzten Rechnungsperiode her übernommen worden ist; dieses heißt bekanntlich 
7j e%Xoyog, und die einzelnen Abschnitte fangen daher an mit den Worten: 
(e. g. öhov) exXoyov eXoi7c(pyQacpri^i]6av) elg [i^va Tvßv. Darauf folgen die Ein- 
gänge zu diesem Quantum (u. zw. werden sie nicht nach Monaten spezialisiert) : 
TtQoösysvsto STtl rijöds trjg (isiQcc)[irj(vov), welche dann am Schluß mit dem Vor- 
trag summiert sind: y(ivexai) 6{iov 6vv rfj hXoycp. Dann eröffnen die Worte 
ay &v avrjXw&Tjöccv vtcsq xr\6§e %r\g (ysTQcfyinftyov) den Ausgabenkonto, welcher 
nach Monaten spezialisiert ist. Die Gegenüberstellung mit den Einnahmen ergibt 
am Schluß jeder Rubrik den Vortrag für das nächste Quadrimenstruum: XoiTt(oä) 
elg xbv eir\g \vr[{yd) IIa%hv (e. g. ölxov ....). Diese Gegenüberstellung ist meist 

1) C. Th. 11, 25, 1; 12, 173, 2; 6, 27, 1. 

2) Parallelen geben BGÜ. 21 (Rechnung für Pachon bis Mesore).a° 340; 979 (Erwähnung 
einer achtmonatlichen Periode), vgl. endlich 976 Erwähnung einer {ßcods%a)^rivo£. 



•248 



Nr. 97: Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



keine ausdrückliche, sondern es erscheint nur die Rechnungsdifferenz; in zwei 
Fällen jedoch wird die Rechnung ganz ausgeführt, XXVII 19 — 21 und XXXII 
14 — 17; es heißt z. B. an ersterer Stelle: y{lvzxai) 6[iov avalco^drmv) avtl tmv 
eitdvco 87CL rov Xrj[i{iaTog (paivo^isvcov — qX \ yrj{ii] oXai — \ yr\, di(a) rö vita- 
(pevQfjö&ccL (1. vTCacprjQTjö^ai) — Xr\ \ YWVy d. h. Summa der Ausgaben, gegenüber 
den oben in Einnahme erscheinenden 130 % Y 3 Y 8 Y 48 Artaben, zusammen Artaben 
169 7s 7s 5 (Defizit) nach Subtraktion 38% % % %. 

III. Die Einnahmen des Guts setzen sich zusammen aus den Abgaben dreier 
Dörfer Uvxa^islvog , TIiol (? im Papyrus ist nur die Genetivform Ilimv erhalten) 
und 'Iötdiov^OQog (letzteres Dorf ist bereits aus dem oben genannten P. Lond. 125 
lin. 32 bekannt; vgl. Wilcken Grött. Gel. Anz. 1894 p. 744). Und zwar werden 
diese Abgaben in den beiden ersten eingenommen von UXr\vig *HQa%Xsovg, im 
letzten von UX^vig vsat^eQog) ieQavg] sie werden dann von diesen beiden der 
Zentralverwaltung überwiesen; darauf bezieht sich die Angabe ait\o\ iistaßo(Xrig) 
IIhj(viog) *HQU%Xsovg cbg e% äTtaiTrjösag avrov TtccQcc tav %Q8(Dötoviiev(DV (poQcnv 
I 11, XIX 15, XXV 6, XXX 6; für den nX^vig) vscbt(sQog) ieQevg s. XXI 1, 
XXV 22, XXXIV 3 und meine Ergänzung zu Col. IL Zu bemerken ist hierbei, 
daß bei letzterem die Angabe wg äTtcavrjGswg avrov Ttccgä xcjv %Q£G)Gtov[i£V(x)v 
cpÖQCDV immer fehlt. Warum, ist nicht recht ersichtlich; denn auch in 'löldiov 
"Oqog bestehen diese Einnahmen des Guts aus Abgaben der Bauern, wie die 
Spezialisierung an den bezeichneten Stellen zeigt. Es werden nämlich sowohl 
für die Ablieferungen des TLXv\vig 'HoaxXeovg als für die des nXr\vig vedytsgog 
Isosvg die einzelnen Bauern, welche gesteuert haben, mit den gesteuerten Beträgen 
namentlich angeführt. 

Diese Abgaben bestehen 

1) in cpöoog (Pap. meist cpö). Das kann an sich aufgefaßt werden als Pacht- 
zins, der auf Grund eines privaten Kontrakts geleistet wird, oder auch als öffent- 
liche Grundsteuer. Doch halte ich für unseren Fall das letztere für das richtige. 
Es ist nämlich sehr zu beachten, daß in XX lin. 6 (cf. XXIII lin. 14 fg.) der 
cpÖQog, welchen die Pächter gezahlt haben, an den Thesauros abgeliefert wird; das 
spricht sehr dafür, daß er mit der Grundsteuer einfach zusammenfällt. Wenn das 
nicht in allen Fällen geschieht, so ist in den übrigen Fällen die Grundsteuer 
eben erst später abgestattet worden; denn eine Verpflichtung, in jedem Quadrimen- 
struum die Steuer zu zahlen, besteht erst seit Valentinian (C. Th. 11, 1, 15; 16; 
7, 11; 19, 13 u. a.;- vgl. Seeck in der Deutsch. Ztsch. f. Gesch. Wiss. 12, 289). 

Man wird also den cpÖQog unserer Urkunde dahin zu verstehen haben, daß 
die Bauern in diesem Dritteljahr die Grundsteuer (sei es nun die ganze, sei es 
ein Drittel derselben) an die Guts Verwaltung einzahlen. 

2) cpOQStQov; über diesen Begriff hat Rostowzew Arch. 3,215 cf. 209/10 ge- 
handelt. Das yoQSTQov ist eine Abgabe zur Deckung der Frachtkosten für den 
Transport des Steuerkorns zum Thesauros. Jedoch zahlen keineswegs alle Bauern 



Nr. 97: Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



249 



gleichmäßig das (pÖQStQov: bei denen aus dem Dorf Sykameinos erscheint es 
nämlich in Weizen und Gerste nie, sondern nur bei den Linsen, umgekehrt wird 
es in Pioi für Weizen und Gerste bezahlt. Das kann natürlich nicht damit zu- 
sammenhängen j daß nur für den Transport von Pioi und Isidion Oros nach Her- 
monthis Zahlungen in die Rechnungen yon Weizen und Gerste eingestellt sind 
(III 12, XI 20, XXIII 5), nicht aber für den von Sykameinos, wenigstens nicht 
ausdrücklich 1 ); denn sonst würden ja die Bauern von Sykameinos auch in Linsen 
kein opoQStQOv zahlen. Wahrscheinlich beruht vielmehr die Unterscheidung auf 
der .Ortssitte, welche für verschiedene Dörfer die Abstattung des cpoQBXQov in 
verschiedener Weise mit sich brachte, oder auf reinem Zufall. 2 ) 

3) Eine weitere Abgabe heißt vtcsq öJt(o)vÖ7jg. Sie ist gleichfalls bekannt 
(Wilcken Ostr. 1, 588, 595) und ist jedenfalls ursprünglich eine Kirchensteuer; 
doch beweist ihre Nennung nicht, daß die ganze Rechnung sich auf eine Tempel- 
domaine bezieht, denn es kann ganz wohl die Abgabe in staatliche Verwaltung 
genommen worden sein (Otto, Priester und Tempel 1, 342 ff.). Auch das vusq 
öTtovÖTjg ist nicht gleichmäßig verteilt; in Sykameinos fehlt es bei Weizen und 
Gerste u. s. f. 

4) Einige aber keineswegs alle Bauern zahlen ferner i)7C8Q Xoyov %£LQoyQaq)ov 
I 16, 18, XIX 21. Damit könnte wohl eine Gebühr für die Ausstellung der Steuer- 
quittung gemeint sein, wenn der Betrag nicht zu hoch wäre. Wie er ist, weiß 
ich für diese Abgabe keine plausible Deutung. 

IV. Die Ausgaben des Guts sind sehr vielgestaltig und nehmen einen weit 
größeren Raum ein als die Einnahmen, obwohl sie hinter denselben meist zurück- 
bleiben und die Bilanz fast überall aktiv ist. Vieles einzelne kann erst in der 
Spezialerläuterung besprochen werden; hier nur einiges zur Übersicht. Ein Haupt- 
posten ist das Saatkorn, allerdings nur bei Weizen, Gerste, Linsen, Arakos, Klee. 
Dieses wird verrechnet nach den %Xr\Qov, innerhalb deren es aaszuteilen ist. Einen 
sehr großen Posten bilden ferner die Lohnbediensteten (dijjcjviaörai), welche nach 
ihren verschiedenen Kategorien aufgezählt werden als Hirten, Hirten gehilf en, Hand- 
werker, Kameeltreiber und ihre (?VIII 14) Gehilfen, Eselwärter, Meier, Sklaven, 
Gärtner, Diener u. a., oft in großer Zahl, was einen Begriff von dem Umfang 
des Guts gibt. Ein weiterer Posten ist 8iwtayr\ e% uslsvtiscog Aeovxlov^ das sind 
m. E. (Auszahlungen auf) Anweisung nach Befehl des Leontios (an dessen Stelle 
einmal, X 20, auch ein Eutonios genannt wird). Leontios ist wohl der in I 1 
genannte eTCttgoTtog, der also auch in die Verwaltung eingreift (vgl. oben S. 246 

1) Denn die allgemeine Bemerkung Col. XXI 24 — 25 *tolg iqyariyiolg — i]vL%cc rbv cltov 
[iBrr\vsy%ccv dg *Eq{io . ( ) ccitb r&v tcco^&v ' läßt sich auch auf Sykameinos mitbeziehen. Außer- 
dem ist bei der Eechnung für Arax ein spezieller Posten für Sykameinos vorhanden, XXXI 19, 
und es ist nicht einmal gesagt, daß der transportierte Gegenstand hier bloß Arax war. 

2) Vgl. besonders wie in Isidion Oros das cpoQMQOv nicht gleichmäßig gezahlt wird; 
XXI 1—4, XXXIV 4 fg. mit XXV 24—26 und XXVIII 6, 8, 10. 

Leipziger Papyri. I. - 32 



250 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



Anm. 1). Öfter wird ferner das epoostgov an Spediteure genannt, welche Cerealien 
von den Dörfern nach Hermonthis bringen oder sonstige Transporte vollzieh en, 
dann die Ausgaben für das Haus, die Sklaven und den Viehstand. Weitere Posten 
gehören wie gesagt in die Erläuterung der betr. Stellen. 

Schließlich ist noch zu erwähnen, daß in der Rechnung wiederholt ein Ort 
Avxcov genannt wird (II 20, X 13 u. a.). Man kann an die Stadt Lykopolis oder 
ein Dorf Avxcov %cb{ir], wobei auch die Nominativform Avuoi (ohne den Beisatz 
ucblirj) möglich ist 1 ), denken. Ich halte die Beziehung auf die Stadt Lykopolis 
für unwahrscheinlich; man sieht nicht ab, warum von Hermonthis Getreide- 
transporte nach einer so weit entfernten Stadt vorgenommen worden wären. Nach 
X 13 scheint das Gut in Avxcov ( ) Sklaven gehalten zu haben; es sendet ihnen 
das Korn zur Verköstigung. Dagegen werden Einnahmen von. diesem Dorf nicht 
erwähnt. — In XIX 13 ist auch eine %(b{ir] * Nfjtfog' genannt. 

V. Zu den interessantesten und wertvollsten Daten des Papyrus gehören die 
Angaben über die Maß Verhältnisse, welche Rückschlüsse auf die Hohlmaße ge- 
statten. Es kommen folgende Hohlmaße vor: Der {lödiog (Pap. meist jx), ferner 
das [ifagov &ti<3Uvqi%6v (Pap. meist ^rjö^ oder [i. (pooiKÖv (Pap. cpo), [i. dr][i6- 
6tov und ii. {lodicov. Hiervon ist der letztgenannte Name m. W. ganz neu. Zu- 
nächst halte ich meine Lesung [lodlav für ziemlich sicher, obwohl der Name, 
wenn überhaupt ausgeschrieben und nicht in iiet( ) fi gekürzt, in den Schluß- 
buchstaben meist so flüchtig hingeworfen ist, daß man auch iloöig) lesen 
könnte. Aber an einzelnen Stellen, besonders XXI 8, XXX 15, ist das v doch 
recht deutlich. 

Dieses \ifooov iiodCav ist nun keinesfalls identisch mit dem [lödiog selbst. 
Denn für diesen ergibt sich in unserer Rechnung, daß die Artabe gleich gesetzt 
wird ungefähr 3,254 — 3,345 Modii. Wir haben folgende Ansätze, wovon aller- 
dings der erste und der letzte als offenbar ungewöhnlich ungenau kaum in 
Betracht kommen. 



Col. 


XXXI 22 


lio{8 vov) ß ol 


o 




Proportion 1 


: 3,09 


;? 


XII 26 


Il6(ßi0i) 7] ol 


o 


ßrn 




1 : 


: 3,254 




XXII 12 


^i6(diOi) y ot 


o 






1 : 


: 3,27 




XXXI 5— XXXII 3 


383 /id(tftot) 


o 






1 


: 3,27 


V 


XXII 14 


h6(ölol) i ot 


o 


yxdV 


7? 


1 


: 3,287 




IX 21 


\i6{8ioi) rj y i& ot 


o 




;? 


1 : 


:3,29 




XXII 10 


{i6(ßcoL) S X ol 


o 


ccyrj 




1 : 


:3,47 



Es fragt sich dabei allerdings, welche Artabe der Berechnung zugrunde 
liegt. Nun wissen wir aus zwei Stellen, dem Fragment iteol [lerocov (Metrol. 



1) Vgl. hierzu Erläut. zu Nr. 23 lin. 15 (S. 66). 



Nr. 97: Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



251 



Script. 1, 258 1/5, abgedruckt bei Hultsch Metrol. 624 Anm. 1) und Hieron. ad 
Dan. 11,5 (abgedruckt, bei Wilcken Ostr. 1, 740 Anm. 1), daß in der römischen 
Zeit eine Artabe eingeführt worden ist, welche 3y 3 Modien — gemeint ist der 
römische Modius von 8,75 L., nicht der provinziale von 11,82 L. — gleichsteht. 
Es kann kein Zweifel sein, daß hier diese gemeint ist; wen die Rechnung noch 
zweifelhaft läßt, die, wie gesagt, immer nahe an das Verhältnis von 1 : 3 x / 3 hin- 
führt, den muß folgendes überzeugen. In Col. XXII 10 — 14 finden folgende 
Zahlungen statt: [io(dioi) d y it> dt — ccyr] ; [i6(diot) y dt — j yiß ; ii6(dioi) i dt 

— yndll, und diese werden in lin. 17 summiert als iistqo) iio(81g)v) — s yiß. 
Hier ist also ausdrücklich gesagt, daß die Artabe des [istqov iiodtav ein Maß 
ist, in das der römische Modius umgerechnet wird. Gleichzeitig ergibt sich die 
Proportion zwischen der Gesamtsumme der Modii (18 Y 16 d. h. 17 Modii 17 Xestai) 
und der Zahl der durch Umrechnung gewonnenen modischen Artaben (5y 3 y i2 ) 
genau mit 3,33, also 3y 3 . Bei den Einzelansätzen ist ja diese Proportion nicht 
genau eingehalten, sondern meist eine kleine, in zwei Fällen sogar eine größere 
Schwankung vorhanden; dies hat jedoch bei der Ungenauigkeit der ägyptischen 
Bruchrechnung, die gerade in unserem Stück recht deutlich ist, nichts zu bedeuten. 

Damit erklärt sich aber von selbst der Begriff des [letQov {lodCav. Es 
ist nichts anderes als die von den Römern eingeführte jüngere Artabe 
im Betrage von 29,18 Litern. Damit ist aber auch eine Meinung widerlegt, 
zu welcher in neuester Zeit Wilcken (Ostr. 1, 745, 753) und Hultsch (Arch. 2, 274 
sowie bei Wilcken a. a. 0. 746) auf Grund allgemeiner, in Ermangelung ausdrück- 
licher Quellen allerdings sehr bestechender Erwägungen gelangt waren, nämlich, 
daß diese römische Artabe von 29,18 Litern identisch sei mit jener, die sie in 
verschiedenen Quellen als thesaurische bezeichnet fanden. Das wird durch unseren 
Papyrus widerlegt, der die Artabe des {istqov drjtiavQLxöv von der oben auf 
29,18 Liter festgestellten Artabe des iisxqov {lodiwv unterscheidet. 

Was nun die übrigen Maße betrifft, so ist zunächst zu bemerken, daß die 
Rechnung im thesaurischen Maß geführt, d. h. die Schlußsumme immer auf dieses 
reduziert wird. Das ist erstens bei einem rechnungspflichtigen Gut selbstverständlich, 
denn das thesaurische Maß ist das offizielle; außerdem ergibt es sich aus ver- 
schiedenen Stellen, wo auf dieses umgerechnet wird, z. B. III 14: h(stqg)) <p(qqi%g)) 

— a at &rjö(avQi%<p) — a \ y%d .; XI 22; auch wird der Saldovortrag ausdrücklich 
auf dasselbe abgestellt in XIX 8, XXV 2 und 5, XXVIII 2, XXXII 8, XXXIII 
5, 11, 17, XXXIV 2, 11, 21. Allerdings wird keineswegs bei jedem Einzelposten 
vermerkt, in welchem Maß er angesetzt ist. Das geschieht zwar oft, aber nicht 
immer. Doch sind gewisse allgemeine Regeln aus eingehender Prüfung der Ziffern 
zu gewinnen. ^ 

a) Die Einnahmen und Ausgaben an (jpö'pos (mit dem zugehörigen tpoQetQov 
und dTtovdif) sind, wo nichts anderes gesagt ist, wie z.B. in I 15 fg., XIX 19 fg. 
der Fall ist, stillschweigend im {litQov cpoQixöv berechnet. So sind für Weizen 

32* 



252 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



für den Monat Mecheir nach XII 3 60 % 1 / u Artaben dieses Maßes verausgabt; die 
Ziffern der Detailrechnung von IX 17, 18, 22 — X 5 ergeben diese Summe, und dieses 
sind lauter Posten für cpoQog. Die gleiche Provenienz zeigen die 58 y 2 Y 3 phorischen 
Artaben in XIII 25; vgl. XIII 15—22. Ebenso ergeben sich die 32V 2 [V i2 \,\ (die 
Ergänzung folgt aus lin. 11) phorischen Artaben Gerste in XXI 7 aus der Addition 
der eingegangenen cpoQoi in XIX 14 und XX 8 — XXI 4. XXVI 5 stammt aus 
den Posten XXV 10 — XXVI 4 (wobei nur einmal, nämlich XXVI 4, das [i. cpo- 
qikov genannt, sonst, weil cpögog in Frage steht, immer gemeint ist); ebenso 
XXXIV 5 — 9. An letzterer Stelle ergibt sich die Tatsache, daß [i. (poQi%6v in 
Frage steht, aus dem Umrechnungsschlüssel, s. u. 

ß) Das [istqov [lodiwv pflegt zwar ausdrücklich als solches bezeichnet zu 
werden, doch wird mitunter bei gleichartigen Posten in diesem Maß weiter- 
gerechnet, ohne daß es besonders gesagt würde; z.B. in XIX 19 — XX 5, wo in 

XX 3 — 5 sogar Einnahme an cpöyog ausnahmsweise in diesem Maß berechnet 
ist 1 ), wie die Summe in XXI 8 zeigt. Dieselbe Erscheinung noch deutlicher in 
XXIII 19—25; vgl. die Summe in XXIV 16. 

y) Wo diese Gesichtspunkte nicht zutreffen, ist iietyov ^öavQixöv gemeint; 
auf dieses beziehen sich insbesondere die Ausgaben an Arbeitslöhnen u. a. 

Im iietQov drj{i66iov, welches nur in der Schlußziffer an Weizen für Tybi 
und Mecheir vorkam, ist uns infolge der hier obwaltenden Defekte ? ) keine spezielle 
Ausgabe angegeben; es wäre von Interesse zu wissen, welche Posten in diesem 
Maß berechnet wurden. 

Die thesaurische Basis der Rechnung bedingt, daß die für die andern Maße 
sich ergebenden Summen auf sie umgerechnet werden. Das geschieht am Schluß 
des Quadrimenstruum sowohl bei den Einnahmen als bei den Ausgaben. Für den 
Weizen ist uns die Umrechnung der Einnahmen durch die Beschädigung in den 
ersten Colonnen verloren gegangen, aber die Ausgabenumrechnung steht in XIX 
1 — 6. Für Gerste ist die Reduktion beidemal erhalten ; für die Einnahmen 

XXI 9—13, für die Ausgaben XXIV 22 fg.; für Gemüse ebenso XXX 20 und 
XXXII 5. Bei Linsen (XXVI 6) und Arakos (XXVIII 12) kommt es nur in den 
Einnahmen zu einer Reduktion. 

Um nun deren Methode kennen zu lernen, ist zunächst die Umrechnung der 
ävulcb{iata öltov zu betrachten. Sie beginnt, und das ist bei allen Umrech- 
nungen der Fall, mit den Worten Kai vtcsq dccccpo $ ö/i(o/f)a>£. Hier ist jedenfalls 
aufzulösen diacpöyov ; dicccpogov steht nämlich ausgeschrieben in Col. XXVIII 
lin. 12; vgl. auch Col. XXXIV lin. 8. Das Wort bedeutet offenbar die Ver- 
schiedenheit der Maße. Hinter diacpo steht ein Zeichen, das eine der Sigle für 

1) Ausdrücklich wird letzteres getan in I 15 — 19. 

2) Für Mecheir, der beinahe vollständig ist, müssen Posten mit §r\[Loaiov in den Lücken 
Col. V 8 bis Ende gestanden haben. Col. VI kommt nicht in Betracht; hier stehen lauter 
Arbeitslöhne, also thesaurische Maßangaben. 



Nr. 97: liechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



253 



Y 2 ähnliche Gestalt hat, und zwar selbst dort, wo ötacpÖQov ausgeschrieben ist 
(XXVIII 12); keinesfalls ist es also ein q (nämlich dtcccpÖQiov)), dafür ist es viel zu 
groß. Ich komme darauf später zurück. — Gerechnet wird nun in Col. XIX 4 
für das [is(tqov) iio{8lmv) — um zunächst den leichteren Punkt zu erledigen 
— so : 

Die Auflösung der Siglen, die durch die sehr flüchtige Schrift derselben etwas 
erschwert ist, dürfte etwa sein cbg rfj (itgötegov) , d. i. der eben genannten oder 
%y\ (tita) 1 ) d. i. jeder einzelnen it(j)0(5%i&eii£vov) oydoov rs66sQa%oörov %al öyööov. 
D. h. es wird, um auf thesaurische Artaben zu gelangen, der Summe % + Y 48 
hinzugeschlagen. Die Richtigkeit dieser Auflösung wird durch die Rechnung 
vollkommen bestätigt, und genau so wie hier wird auch an anderen Stellen ge- 
rechnet (XXI 12, XXIV 22, XXXII 5 und wahrscheinlich — es ist nicht durch- 
sichtig, weil yoQi%6v und fiodCav in einem Schlag umgerechnet sind — auch 
XXX 18—20). 

Von da aus können wir aber sofort die Bedeutung des {istqov ^rjöavQiTcöv 
ermitteln. Ist eine Artabe im iibtqov {lodiwv = 29,18 Litern und erhält sie bei 
der Reduktion auf die des ^rjöav^ixov einen Zuschlag von 1 / s y, 8; so verhält sich 
erstere Artabe zur letzteren wie 55:48, d. h. 1 oder 48 /48 Artaben /i. ^loöCcov machen 
1 + 6 / 48 -+- Y 48 Artaben {istqw &ri<5avQi%(p. Das ergäbe für die thesaurische Artabe 
einen Kubikinhalt von 25,46 L. In der Tat finden wir vielleicht eine Parallele 
hierzu. In dem ptolemäischen Ostrakon bei Wilcken Ostr. 2, 706 findet sich eine 
Artabe von 26 Choinikes, deren Inhalt Wilcken, freilich nur hypothetisch 2 ), auf 
25,58 L. berechnet, also fast übereinstimmend mit unserm Resultat. Dabei ist es 
sehr interessant, daß es sich in jenem Ostrakon um eine Steuerablieferung an den 
Thesauros handelt; wäre die Übereinstimmung kein bloßer Zufall, so wäre die 
thesaurische Artabe der Römer ptolemäischer Herkunft. 

Schwierig ist die Reduktion des /i. cpoQixöv. Zwar die Stelle in Col. XIX 3 
ist relativ glatt; es heißt 

v(ith^) [ihv cpo(Qi%ov) — q Q g mg itQoxi( ) — yfirj — > 

Daß yjiT] dasteht, muß man freilich mehr erraten als lesen, aber es wird durch 
die Rechnung bestätigt. Die Stelle besagt vielleicht 

v(tC€q) [lev q>o(Qü7COv) — Q Q sr ( rj (hg itQOötii&etisvov) — yjlrj — °> 

In der Tat ist % + % von 196% % genau 69%. 



1) Letzteres schlägt mir Wilcken vor. 

2) D. h. unter der Voraussetzung, daß die ptolemäische Artabe (zu 39,39 Liter) 40 Choi- 
nikes enthalten habe, der Choinix also = 0.984 L. gewesen sei. Vgl. Wilcken a. a. 0. 1, 743 
und 747. 



254 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Herrnonthis. 



Die Schwierigkeit liegt nun darin, daß an den korrespondierenden Stellen 
anders umgerechnet wird; es heißt XXI 11 

v(rt£Q) iLsv cpo^Qixov) ~ö~ Xß \ iß tfj { g } a 7tQO<5ti&(etisvr]g) \ -5- l$ ^- xd^irj 

d.h., 7tQo6ti&(e[isvrjg) rj[iiGetccg, es wird jeder Artabe Y 2; also 50% zugeschlagen, 
wie es auch die Ziffern zeigen. Dasselbe zeigt sich auch an anderen Stellen. 
In Col. III lin. 14 und XXVII lin. 5 werden 1 x / 4 phorische Artaben reduziert auf 
l 1 ^ y 3 y 24 thesaurische, cl. i. wieder mit einem Zusatz von 50%; indem %-f 5 / 8 = 15 / 8 
oder 4 % 4 = 1 + % + 8 / 24 + y 24 ; ebenso XXVIII 11, 12, XXXIV 7, 8. In XXX 
18 — 20 wird für 23 y 2 y 3 y i2 phorische und 18y a y 3 modische Artaben zusammen 
reduziert auf 16 y 3 thesaurische. Das stimmt ziemlich gut, wenn man für das 
cpoQixöv einen öOprozentigen Zuschlag nimmt; andernfalls muß man sich von dem 
Schlüssel des iibtqov iiodiwv, der immer y g y 48 ist (s. 0.), weiter entfernen als 
wahrscheinlich. *) 

Woher kommt nun dieser doppelte Ansatz des .jietQov q)OQi%6v? Die nächst- 
liegende Erklärung, nämlich die der Bequemlichkeit, wonach man für den sehr 
unbequemen Schlüssel von y 3 y 48 mit einer gewissen Ungenauigkeit den von 1 / 2 
substituiert hätte, ist erschwert erstens durch die immerhin beträchtliche Größe des 
Fehlers, zweitens dadurch, daß man in einzelnen Fällen, u. zw. selbst bei kleinen 
Ziffern (s. Anm. 1), genau gerechnet hat, drittens dadurch, daß letzteres auch beim 
lietQov liodlcDV immer stattfindet. Allerdings aber ist eine bessere Lösung der 
Schwierigkeit nicht zu finden. Daraus nun, daß häufig das {istqov cpoQiKÖv ins 
thesaurische mit einem Zuschlag von x / 2 umgerechnet wird, könnte sich allenfalls 
eine Deutung für die oben mitgeteilte Erscheinung ergeben, daß hinter diayo 
noch steht $. Das könnte sich herleiten von dem beim /x. yoQmov mit 50% 
(= r^iiösia) berechneten Zuschlag. Allerdings aber müßte dieses Zeichen, das 
wie gesagt auch bei anderen Umrechnungen steht, bei letzteren abusiv gebraucht 
sein, und dadurch wird diese Hypothese recht bedenklich. Einem Bat Wilckens 
folgend, möchte ich $ für a(ytcbv) lesen; diese Auflösung gibt gewiß einen guten 
Sinn, wenn auch unser Zeichen der gewöhnlicheu Sigle für a(ytbg) nicht ent- 
spricht; sie wird bestätigt dadurch, daß auch in XII 22 (xal ev diadwOei (sie) 9 
die Auflösung ev diadötiei a(yrß)v) allein einen befriedigenden Sinn gibt. 

Nun ist uns aber noch die weitere Aufgabe gestellt, das ^stqov cpoQixöv 
auch absolut zu bestimmen. Ich lege dabei den Schlüssel von Col. XIX 3 zu- 
grunde, denn er ist jedenfalls der genauere. Danach wird der phorischen Artabe 
zur Verrechnung in die thesaurische y 3 + y 48 zugesetzt; also ist eine phorische 
gleich 65 / 48 der thesaurischen. Haben wir nun aber die thesaurische auf 25,46 L. 
bestimmt, so ist die phorische gleich 34,47 L. Das ist nun freilich ein Ansatz, 



1) Dagegen ist in XI 22, wie in der Spezialerläuterung zu dieser Stelle zu zeigen ist, 
der Schlüssel von % + y 48 festgehalten und nur durch einen Schreibfehler verdunkelt. 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Herrn onthis. 



255 



der von allen bisher versuchten Berechnungen über irgendwelche Artaben abweicht. 
Aber erstens sind diese nur hypothetisch , während diese Berechnung sich auf die 
Urkunden stützt, zweitens findet sie eine indirekte Unterstützung dadurch , daß im 
Londoner Papyrus Nr. 125 (1, 192 ff.); wie Wilcken (Gött. Gel. Anz. 1894, 743 ff.) 
zeigt, das Verhältnis der thesaurischen zur phorischen Artabe etwa wie 7 : 9 ist, 
und dieses Verhältnis nun auch hier wiederkehrt; denn 65 / 48 verhält sich zu 1 in 
der Tat nahezu wie 9:7. 

Endlich ist noch über die Umrechnung des [ibtqov dr][i6<5iov zu sprechen. 
Diese ist ganz merkwürdig. Es heißt XIX 5 

v(rtb()) ds ti[s(tQOvj] d(yiio6LOv) — c~ firjy^ <bg tfj a 1 ) y d — ly °> i] 

Was soll es heißen, daß der Artabe des {istqov druioöiov 4 Xestai zugesetzt 
werden? Die Lösung ist nur durch Berechnung der Größe des Zusatzes zu finden. 
Nun sind die zugesetzten 13% y g m it einer bei Papyrusbruchrechnungen seltenen 
Präzision der achtzehnte Teil der ursprünglichen Summe von 248 Y 3 (248 V 3 = 5960 / 24 
geteilt durch 331 / 24 ( = 13% %) gibt 18 2 / 331 ); folglich muß 4 Xestai ein Ausdruck 
für Y 18 sein. Nun sind ja vier italische Xestai (= % Modius) der achtzehnte 
Teil eines ägyptischen Maßes, nämlich der alten ptolemäischen Artabe zu 4y a Modii 
= 39,39 Liter; aber die Artabe des iisxqov drjiioöiov ist offenbar viel kleiner als 
diese, da sie ja die mit 25,46 festgestellte thesaurische Artabe nur um y i8 über- 
trifft. Da ich nun nicht annehmen kann, daß in ganz unlogischer Weise bei der 
Umrechnung der demosischen Artabe eine Bedeutung des Xestes zugrunde gelegt 
ist, die er nur für die alte ptolemäische hat, so muß ich auf eine Erklärung dieser 
Stelle verzichten. 

Was die absolute Größe des [ibtqov drjpiööiov betrifft, so verhält es sich, wie 
ich eben gezeigt habe, zur thesaurischen Artabe wie 1 + y i8 : 1. Daraus folgt 
aber, wie Wilcken nach Mitteilung meiner vorstehenden Untersuchung über die 
Maße dieses Papyrus selbst sofort betont hat, daß die ungenannte Artabe des 
P. Lond. 125 tatsächlich nichts anderes ist, als die des iisxqov drnio<3iov, wie es 
Wilcken i. J. 1894 vermutet (Gött. Gel. Anz. a. a. 0.), später (Ostr. 1, 745 Anm. 2) 
allerdings wieder abgelehnt hatte. Denn ihr Verhältnis zur thesaurischen läßt 
sich auch ausdrücken mit 25y 3 :24; im Londoner Papyrus ergibt sich aber tat- 
sächlich das Verhältnis von 25 : 24. 

Taf. I. 

Col. I. 

AvQrjMojig AeovtiG) IIavrai\yBXov %ai\ 

^tocpaCvT] Uc3%Qarovg aitb eiatQ6\7tG)v 

tcccqü^)"] AvqtjMg) (1. Avqi]Uov?) nirj(viog?) vscot^qov?) Kti{pxov) . it . . . [ ~\y 



1) Hinzuzudenken, was in der vorhergehenden Zeile wirklich steht, itQoati^Eiiivcav). 



256 



Nr. 97: Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



yv\{.iya<?( ) TtaöToepÖQOv ßori&cbv (?). 

5 A6y\og <5lxov X£ %al äXXmv ywrui&xwy 

Xrj^i[i]ax(Dv xal ScvccX(D[idxGw xrjgd£ \xr\\g 

(TCQcoT'Yjg) x£XQ\aiir]vov xrjg evstitwörjg vitaxdag \Ovq6o\v 
Ttccl Ilo]XE[ifov xfov XanTCQoratcjv la \lv8~\i%(xi6vog) 

]..£(/ "Efiti [ä]i- 

10 2Jlto]v exXoyov £Xoi7t(oyQacpiq&ri6av) slg [irjtva) Tvßi — acjfia ~iß]irj 

xcci] 7tQ06sysv£To ejtl xr t gd£ xrjg (x£XQu){iri(vov) &7c\b~\ yL£xaßö(Xr[g) 
n^k\ji{viogj\ *HQa%Xeovg cbg aTtccivrjöscjg a[y]xov 7c(aQa) 

TG)~]v %Q£(X)<5X0V{l£VCQV CpOQCJV OVXWg ' 

Kl[d){irjg ZJvxcc{i§lvov 
15 di(a) [i£v Tlaßcjxog vtcIq q)6(gov) [ls(tqg)) [io(8lg)v) — . 

%al V7C£Q Xöyov %£LQoyQccq)ov per (gm) {loißlcov) — .£ 
di(ä) dh nat£l(bl£(mg) Il£Q(bxog v(tcsq) cpö^Qov) ta (ßxovg) ^io(ßt(ov) 

— Kr 11 

nccl VTtlQ Xöyov %[£~\iQoyQu((pov) 6{i(oi)(ng — X&yll 
d~\i{ci)*AxQr\xog I7£X§iX( ) \p\vLoi(pg) vnho cpö^QOv) (io(d((ov) — td\yll 

20 [ .] . QCC 

Hier bricht die Columne ab. 



Col. IL 

«m ] 

V1t\ßQ 

Si(ä) UXiftviog) ZJxQa§[a)vog vtcsq <poQov ] 

V7C8Q . [. . . 

5 äi(a) n£%[v]öi\og vtcIq cpÖQov ] 

Öi(ä) A£ . . [ V7t£Q (pÖQOV .] 

Kd)[irjg IJi&v ö[^(o/f)cog] 

Si(ä) üaßcbxog <Z>[ vjt£Q cpOQov ] 

v{7C£Q) CpOQSXQOV 6^[(ot)c9g ] 

10 v7t£Q 6it(o)vdrjg [6ii(o()(Dg ] 

di(ä) Il£lov(xog) Koit . [gsovg vTthp cpooov . . . .] 

V7C8Q <37t(o)vd7jg 6\ji(oi)(oq ] 

[v^rthg <p[o]q£Xq[ov ] 

öi(ä) IIXri(yiog). Tvqccvo[v v7t£Q cpÖQov ] 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



257 



vfjtsg) yoQSiQov 6[i[(oC)G)g ] 15 

v(tC£q) 6it{o)vSfig b^\ioi)cog ] 

A 

Kai dt(a) Tlqxay^xog \yavxov catb . tcov a%&svtwv] 
[. .]v?f-]s aitb Keita[_ 

&7CO Avkcqv [ls(TQ(p ?) ii[o(diG)v) . . . .] 20 
xal [ärtb ^]€[r]äß[oX7jg IlXri(yiog) vsg)t(sqov) iagscog] 

Hier bricht die Columne ab. 



Col. III. 

Es fehlen einige Zeilen ; darinnen u. a. : 

cjv av7]X6^(rj6av) vtcsq T^gds xr\g (rsTQu)[irivov~\ 
[Mrjvbg Tvßt ] 

Fortsetzung des erhaltenen Textes : 

[ ]..[ 

IIltf(vi) üXrftviog) . [. .]arog vTtsQ ta \ — ßg 

%XriQ{ov6iioig) Kti{pxov) 4i[d]v[iov vtcsq ta [(] ^ 

nk\rj(yc)] xov (sie) kccl BrjGocQ^covc) QaXX[. . . i>7t8Q t]a \ — agH 

/diwtay^g 6[i(pt)G)g 5 
xcjv phv e% %sXev68G)g Asovxlov ' 

KaXaöiQi £av8iit( ) — ß 

*£IqC(<dvi) f SlQt(c3Vog) 2J(b^a{xog) — d 
®[a]rj(}t, SovXrj b^i(oi)cüg — a~ 

Q>lXo%vqIg) 6h(oC)g)s ~°~ a ' 10 

no<^Q}(pvQia) ttQ%iatQ(p b[ioXo(yY\&£i6ai!) — ftgJI 
Kai i)7t£Q (poQBtQOv b^(oi)G)g 

IleöovQL bvr\Xax(r{) tifaeQ) xo(y) iisx8V8%(&8vxog) &7tb TIig)v slg 

*EQfl(&)vd'(iv) fi(jTQ<p) (p(oQi%(p) — a^ al &rfi(avQi%(p) — a\y%d 
%al vrteQ bipsiXfig xcbv icaCdcov xavövog 15 
ta \ iv8i%(xi6vog) — {i 

al Tt^QOKSL^isvai) ti8ZQrj&(sl6ai,) IIXrj(vi) vscdx^bqcj) diaö[xa]X8l(öaL) 
ä7to%(rjg) 

xcbv iiftg ivysfQa^^isvcov) cbv 

Leipziger Papyri. I. 33 



258 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



Col. IV. 

Es fehlen einige Zeilen. 
Fortsetzung des erhaltenen Textes: 

{l£t(Q(p) {lo(ߣ(DV) [ 

KaratirtOQäg 6{ioC[(og 
%(h{ii]g IlLcb\v 

%{XriQov) UxoTCsX^Xe^cog) b{i(ol)(og 
%Xr\QOv 'E7tccvco[. . . (?) [— .] 

%Xtf()(ov) IlTVr]( ) Q{L0\l(Dg [— .] 

%Xr}Q(ov) y Av§Qovl%o\y [— .] 

%lriQ{ov) Ecoiiä o/i[(o^)ß)g] [— .] 

%Xyiq(ov) AvXrjxov [— .] 

kX7}q(ov) IIaXdxo(y) o[^{oi)cog [— .] 

xXrj()(ov) nt[a] Ka7t\jqxog [— .] 

%XriQ(ov) KaruaXiq\g . . [-5- .] 

KXrj()(ov) T%ovv(iog) vl\ov\ [— .] 
nXrj()(pv) T%o\y\y(Log) 7tQo\g vörov [— .] 

5 2Jj£op[ag 6]jio(()G)[2 [~ •] 

3C/U^(oi>) nXiftyiog) c &Q[C(cüvog) [— .] 



Col. V. 

Es fehlen einige Zeilen bis auf Spuren. 

TiivBxai) %axa6%\p\^\ag — ...] 

y(Cvsx<u) xov ^(vbg) — co^y J /] 

[isx(q<P) yLodicov — Qyi8\]k 

{ls(xqw) drtfioöLG) — q q # 

ft£r(^G)) d , rj<j(ccvQ(,%<p) -5- 
Mrjvbg Ms\%siq b^iotcog sig [ihv vtc ,q[_... \\qg 

]g 9 Eitcav6%o(y) ccQXOK(Ö7tov) vtcIq xfi{g) 6vt(p)y[Sfjg (?)] 

]iraöi/(t) &([io£)(D(ß) sig ccQxoitoLeiav r( ) £%2d^cav(?) [ 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



259 



vjt(eo)(?) rjcov i(fy[a]£o[i8V(DV sv rfj ovtiia -r y 
'0ijj(x)]vi,cc6Tcci[g\ b[i(oi)(Dg' 

] 'E7CG)vv%((p) ' > Ev%v{^ ) {isydlov — [.] 
9 E]v%(y ) T%ovv(iog) toi [— .] 

]o/Mw[ 

Hier bricht die Columne ab. Es fehlen etwa 7 Zeilen, darunter 
[BovKÖXoig 6[i(pC)(og'] 

Col. VI. 

i7A[.] . [. .]co( ) v(s)cot(aQCo) vi<p -3- ß 

f £lQ[C((DVi,y] IIa6lG)v(og) 6fc(o^)cog [ — ß 

IJsxvöl d[i(oL)(Dg [ ' — y 

Kollov^im) 6[i(oC)(Dg [ — ß 

Aauavrjti 6{i(pC)(Dg [ — ß 

IIa%oii(l(p) TlXriiyiog) [. . .]t — ß 
*T7t(o)ßov%6Xoig' 

Ilaxö&ßfti [6M<y >rf — ß 

nav(p)^(i)sl (?) ß[ ] — /} 

Üsgovqi 6ji[(pC)(ng] — ß 

'SIqIwvi B[avi7Cs( ) ?] 6^(ot)cog * — y 

IllriiyC) ( ) 6/ß(W)a)S — y 

nkiq(yi) TtccöTocpÖQG) — y 

nXrftyi) IIa[ioy(vLog) y(s)cot(sQ(p) — y 

KrC(6ty) 'Etcg)vv%g) (1. -ovT) — y 

n[Xri(yi) W\vqg) (1. ^90^?) 6[i(o£)(Dg — y 

Hq§[1[iovv(i) dii(oC)(og — y 

W{i)q?~\g) 6[i(oC)(Dg — y 

i •••• ] -*-y 

[ ••• ] '^y ' 

Es fehlen noch etwa 7 Zeilen, darunter 
['Egyatcug 6^(W)g3£ *] 



Taf. IL 



Col. VII. 

WsvöaTtlrftvL) IIXtj(yLog) Ilatösß^tog) . — y 
Tavolvxp ? _P\[ ]os —7 



33* 



260 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



IlaQäXL 6{i(ot)mg — y 

nkiqiyi) äitb Wicc&ovg — § 

'E7tmvv%(m) ITad'SQ^ov^Ecog) — y 

Haiiaß{ ) 6[i(pl)(DQ , — y 

IJaiiOvv{i) IIs%v6i(og) — y 

TauXsmvi 6[i(ot)mg — y, 

Wsv&arjöL d{i(oC)mg — y 

nax(jnT) TsijjaCtog 6^i(oi)mg — y 

Ilaxöeßxti 6[i(oC)mg — y 

UavövmxL [o][i(oC)mg — d 

'ÖQyavlxaig 6^i(oi)mg m 

'Tim Zavöi{ ) 6po(ia>s) — ß 

ÜX01J6L byi{oi)mg — ß 

nccficov&ri nXij(viog) -et ß 

\nati6~\vfrri [....] — ß 

na6rj[iL 6[i(oi)mg — ß 

"SIqco zIl^loIqov b^i(oC)mg — ß 

Kuqovqi 6[i(ot)mg -5- ß 

Tußm(xu) b{io(l)mg — ß 

fIavxaX(sovxL?) b([ioL)mg , — ß 

I7cc[imv(i) TIsKvöLog Mccqk( ) — ß 

Hbkvöi KaprjtLog — y 

Ko7t-iifi{xi) 6 ji(o C) co g — ß 

'E7tmvv%m üaxmxog -5- ß 

Col. VIII. 

"Slgm Ileßmxog — y 

Tim nQS^i[i(bvtog — y 

Tim *E7tmvx)%o(y) — y 

r '&Qm ÜQaö . ( ) b[i(o()mg — ß 

KcdaötQt b[i(ol)mg — ß 

'Aqccv(ovxi) WsvGqaitXriiyiog) — ß 

Tim 'Ertmvv%o(y) b[i(o£)mg -0- ß 

Tlolg 7 Eitmvv%o(v) [isydXov — d 

ftyyaxQL AXem%( ) bfi(o£)mg — ß 

Ka{ir}Xdxccig b[i(ot)mg' 

IIsGovqi 6[i(oC)mg — e 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermohthis. 



'AvtoXlcovi vlcj 

J 

'EitG)vv%(p b^{oCcog) 
Borj&olg 6^i(o()(Dg' 

nXrj(vb) 'HQaxXsovg 

KxC{pTYl) '^[o]/ü<X>TO£ 

KOV . . XL V£((Ot8Q<p) 6[l(oi)(Dg 

Ovtß(Dv( ) 6{i(oo)G)g 
Uid i od)vd , ri 'HQccKXs(pvg) 

'OvotQocpoig 6^i(ot)G)g m 

n%ri(yi) TIsKvöLog 
'E7t(Dvv%(p 6{i(oC)cog 

'AQ%iy£G)Q'yoig 6[i(ol)G)g* 

niriivL) natösß^i(og) 
Ka^xi 6[i(oC)G)g 



CoL IX. 

IlaidaQloig 6[i(oC)cog' 

IIskvöl d(v6^iatog?) Tla\iCyiog — 8 

l4jt[a]ytCG) 6ii(oi)(og ~5r ß 

'Ettayä&<p 6{i(oC)(Dg — ß 

EvöeßCco ccQroxoTto) — ß 

c £Iql(g)vl) *H{iicftCov — y 

AcjqCwvl b\x,(oi)wg — ß 

Wd'Cti d[i(pC)G)g — y 

C SlQ((DVi TCLQ<5l%aQl(p — 8 

IJXyi{vl) KccQovQiog — ß 

NaysQcbti (sie) öft(ol)a>g -5- ß 

Av8qo^icc%g) b[i(oC)cog — ß 

Ai8v{l<p 7tQ86ß(ytSQ(p) — 8 

AiSv[i<p {jvq} {vyscor(sQG)) —ß 

Ui,Xßccv<p 6^i(oC)(Dg — ß 

Uapivi d[i(oi)(og — ß 
06qg)v 6^i(oC)(og' 

Ktlötrj itQ(e6ßvTeQ<p) 0a. [ v]7tsQ ia\ — &\ 

Mefivovi cctco (6%arovtdQ%(ov) [. . . ( )] V7t(h()) ua\ — a \ 
IIXri{vi) v8wt(eQ(p) KrC{ptov) Al8ii{jLov) vksQ tsXs6^idt(DV 

la (sc. ivdwTiövog) [iö(8iol) rj % i& o£ — ß > rj 



— § 

— § 

— y 

— 8 

— 8 
-[/] 

— 8 
-*-[•] 



262 



Nr. 97 : "Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



'AvdQovfoca { 09 } AcooC^covog) vscot^sqov) 

Kti(ptr\) 'Av$QOiiä%ov a . . [.]aw . . vrtSQ ia\ — d 

IIoÖtÖGDViG) AvXl{ ) v(7CSQ) CpÖ^QOV) ltt\ — $ 

Av%avmv{i) Fsyy\a\8Cov v(ptSQ) <p'(6qov) ia\ — is 
Col. X. 

IJ0ÖiS(x)VL(p BttQßttQOV v(7t6Q) (fÖ^QOv) ltt,\ ~ CC 

ZJsQrjvG) ManaQiov v(%sq) <po(qov) ia\ ~ ß^- 

IIlrj(vL) AitoXXcdviavov v(7tsQ) cpö(QOv) lccS f cc 

'ArtoXXcoviG) Il6£vvö<5oQßov%ov — §y\iß 

l Psvsxy[iL IJoöixog vitsg cpofaov) ta \ — ß ( 

Kai VTtsQ Xoyov iiiö&ov 6[i(oI)g)q' 

ZJvqw Ttaidlcp AQTtox^QatCcovog) sig xb <jXL%oXoysly — a 

c TrtovQyol[g ojftotcog* 

Uccvövcj&l TtaidiG) — y 

'Ovr\<5liMp sv xm *Hqg}ig) — ß 

Kai sig aQX07toi(stav) xolg itaidloig' 

di(a) Wsvxax%gy(vtog) %al Aqvcj^{ov) — i 
ai 7t(QO%£L[ievai) aTtoöxaXslGai sig Av%mv tolg 
%ai8loig di(ä) itXol(ov) Wvqov TIxix6{ ) 

Aiaxayf\g xcov {isv 8% %sXsv(S\ssx)g\ 
Asovxlov ' 

Z(x)GC{i<p Kaxsvx(iog) — g 
'A'JtoXXcovldri öocpiöxfj — § 

Wvqw vavrr] s\%) %sXs\)6sG)g 

Eixovlov — ß 
Kai x&v xsxay^isvcov 6^i(oi)cog' 

TlXriivi) K[aQ6\6\ßiog7\ — s 

II\Xri(vij\ vBco\t{BQ€ß)~\ 6{i(oC)(x)g — s 

Col. XL 

Kai s% KsXsvöscog Tlavi<5%iaCvrig' 

KaXrj(xi) BsQcbx(og) — ß 



Nr. 97: Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



263 



77otft£<?( 6[i(o()(X)g' 



Kcc[irjTi aq%L7Coi\iivi 


o 


ß 


Ua\i&v$ri m [{i(pC)a)\g 


o 


ß 


üXriiyi) vscot(sqp) b{i(oC)cog 


o 


ß 


nXr\{yi) üxciTtaQ^ ) 6[i(pt)cog 




ß 


naxsX&Xt, KoTC^xog 


o 


ß 


IlXriivi) Wvqco (1. y?vgov?) 6{i(oL)a)g — ß 


niijtvt) Kcc[irjriog b^i(oi)cDg 


o 


ß 


'^tiriQL b^(oi)cog 


o 


ß 


'SIqCcjvl IlXrj(viog) IIsGä 


o 


ß 


*&Iql(övl nXiqiviog) IIsGovQiog 


o 


ß 


'Avr&vlco ö[i(o£)(Dg 


o 


ß 


UaxzX&Xi 'EtC(dv(i))%(ov) • 


o 


ß 


n\a\teX(bXi IIav6vov( ) 


o 


ß 



Kai elg \ß\i\xs\lav 0Qx(yyG)v) IJl&v b{i(oC)(Dg' 
äi(ä) 2j[cc\v<5v(btog — \ 

Kai v7tsQ (poQbtQov bii{ol)cog' 

xcbv tL£xsvs%ft(ßvxMv) arto 'löidlov "ÖQOvg 

aitb iLBraßo{Xf\g) TlXriiyiog) Isq{b)coq vB{p)x{e)QOv 

q>o(gM(p) — y \ di ^(jjöavQiKCj) — d ^- (sie) 

Col. XII. 

yi{yhxai) xov [ir}(vbg) — v%d ^- xö 
(bv 

{LSXQWl cpo(j)i%(p) — %yiß 

li£x($(p) {lO§C(x)(y) — ßy> TjO 

[lST(f)<p) d"rjö(aVQiK(p) — xvcc £ 

{isx(()<p) drj{io6£(<p) — \afty 11 

Mrj(vbg) (Daiisvfod' bji(oi)(Dg ' 
'Otyoviaöxalg (sie) byb{oi)(og ' 
BovxöXoig ' 

'Evtcovv%G) üavövcb(xog) — ß 

natdaqCoig bti(p£)cog' 

(&iXoxvql<p — d 

MccXavxtco b^otywg — ß 

Boiföolg bti(oi)mg' 



264 



Nr. 97: Rechnung über Naturalien aus Hermönthis. 



^Tttov^yolg* Kakrfcci) BsQcbx(og) — d 
IlagaxL TtuiSicp 6[i(oi)(og — ß 

Tolg öXQaxicoxaig o^i(oC)(og vtcsq [o<p£]f[^]g 

xcbv itaCdeov Kav6(yog) ta \ h% cvto%(rjg) tcccqu [. . . - 
öc3qov Tcal c £iiQC((Qvog) öiadoxcov yb8%Q8ig 0a^is- 
vcoft e ii8x(j)(p) {lodtcoiy) — cpi 
%al iv xfj diaSooö8i (sie) $ &(i(oL)(og' 
TtQißccxoyQa iio(d ioi) ß 
#•[••] TV • • • [M$(ßt>oi) d 
7tQi..[^]i( ). 6{i(oC)(og [i6(öloi) ß 
y{lv8xai) ^io(SiOL) ^ o't — ßyrj 

Taf. III. 

Col. XIII. 

Aiaxayv\g 6^oi)cjg 

xcbv pkv i% KsXsvöscog AsovxCov 

'QoCeovi, ÜXQaßyjg — y 

ZJvqcö xaQGMaQicp d{i(o£)ejg '— d 

Kai xcbv X8xayii8VG)v 6^i(o£)oog' 

n^ccxayfixi no[i7taxrj (?) — g 

€ig xb kxlgxiov d{i(oC)eog — ß 
Kai V718Q koyov . iiiö&ov 6ii(oC)ojg' 

O . . ßid-()( ) i^TtsQ ?) 6vaXoo{jidxoov) a%Qt övvaQösoog — ß 

TI860VQV itaodl (sie) vtjteo) iilG&(ov) 6t{C)%{oXoylagT) 

Ä8ovx{i.?) — a 

Kai 8ig xa bqx{yycov) ütcbv ö^(o/)[oa]s' 

18 di(ä) KaXrjXog — \ 

%8 6{i(o£)(Dg Si(a) xov av(xov) — \ 

d[i(oC)(ög di(ä) xov av(xov) — a 

06qc3v [6~]{i(o()cog' 

^Aoitarfii i8Q8i V7C8Q q)6(oov) iß \ — d 

Dvqco KxC(pxov) vscot(sQov) &(üt8Q) (po(oov) ia\ lv8i%(xiovog) 

— dyll 

IIXri(yi) IIs[ivä vithg ta \ lvdi%(xiovog) ' ~ 
TlXriiyi) 7tQ^86ßvx8Q(p) .covaSioy v(tC8q) <p\6(govy] ia\ — \ 



Nr. 97: Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



265 



'AvÖQOVLXG) IJqOÖXCCXOV v(jt£Q) iu\ ~ A 20 

KtCöxr} 7CQ(£ößvt8QG)) 'Ait{pXXG))S6Qa(g ?) Tayrjxog v(jt6Q) ta ( 

c &qI(g)vl) IIXr^vLog) IIcc{v}iiov(viog) vtcsq (po^Qov) lcc[\] — a 
y(lvsxui) xov {irj(vbg) — %% ^ kS 

tlSTQG) (fö(jQM(p) — M\\yll 25 

[is(xQ(p) [&(rj6avQLxw)] — Xg 
li£t(()<p) iiodl(D(y) — <pt>[ßy]rj 

Col. XIV. 

Mt](vbg) Q>aQtiov&i ö(i(oi)(og 
'O^jjovtaöxalg' (sie) 
KrjitovQolg ' 

'Aiisvw&ri — ß 

£lv( ) &[i(oC)(og — ß 5 

'AX £ c?%( ).6#[(°0«d — ß' 

v(lp7) TCQieößvrBQCo) 'Ev%vvrjg .[..] — ß 

2Jav6L . ( ) qti(oi)(og — ß 

9 Ertavv%(<p) 9 Ev%vvr\g — ß 

IlaxsXwXi Xg ~ ß 10 

jiQav(ovtL) 'Ev%{ ) T%o{yviogT) — ß 

, EatG)vv%{(p) 9 Ev%{ ) IIgQQriß{ ) — y 

Illriiyi) T%wy<?(iog?) 6{i(oC)cag — ß 

TclvqCvg) AqvIg^^ov) s~ y 

77... [..]... ra%( ) —V 15 

Ua%mv\x{pxij\ 'Eyv%( ) %<jf)s6ß{yriQ(p) — S 

n[a]7tG)v[(xG)XL) 'E]vv%( ) ysq>t(sQ<p) — ß 
Bovx[6Xo\ig \&ii(pC)(D]g ' 

n[a]%0[i(C(p) \n~\kiqvi{og) — ß 

KoXXov&<p 6{i(oC)(A)g — ß 20 

i7[$]3ei5<ft 6/i[(ot)«)g] -5- ß 

II\Xri(vi) %Q]saßvxsQG) b(jjLol(ng) — ß 

TIX , [. . .]co( ) v(s)(x)r(sQm) viw — ß 

*£IqCcq[vi] viw ßovx(6X<p) ~ ß 
*T7toßovx6X\o]ig ö^(ot')a)£* 25 

ÜSÖOVQl — ß 

Leipziger Papyri. I. 34 



266 



Nr.' 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



mOyC) IIatc>sß&i(og) — ß 

Ka^irjn öji(ot)rag — ß 

Col. XV. 

Egycctcug öjt(<H')a>£* 

Wsv&uri<3i — ß 

IIcc{iovv(i) nwv<5i(ps) — ß 

niriivC) aitb Svvs&g — ß 

TccxXecbvL — ß 

nXriiyi) v7toßovKoX(p — ß 

IIfa](vi) &ovßs( ) d{i(oi)c3g — ß 

Ilat(Qll) TsipaiTog — ß 

niicovt adsXqxp — ß 

IlXriiyi) aitb Wta&ovg — ß 

AlO<5%OQ(p 6{i(ol)(Dg — ß 

'Aßcßti 6{i(oC)(Dg — ß 

ITcCT8l(X)fa 7tQ8ößy(xBQ(p) ~.ß 

/\jtxov . . 6ii(p£)(og ~5~ ß 

II]ccT6eß&L 6ji(oi)(üg -5- ß 

. Wevöaitlriivi) Ilatöeß&^og) — ß 

c '£Iq<P rtccGtocpö^QG)) d[i(oi)G)g — ß 

'E7t(üVV%<p IIccd'8Q[ioy&£(x)g — ß 
TavQivco TtQ^eGßvrsQfp) 6fi(ot)rag — ß 

IIuQäti 6[iöLG)g — ß 

Ua[iaß( ) biio(i)(og ~ ß 
A{icc<~r}Xdtcci[g 6]^i(ot)(Dg' 

W[vQ?]<p Weii6vfr(ov) — ß 
IUrftyi) Wvqcu (1. Wvqov?) bn(oi)(Dg — ß 

IIXrjv(i) ns[iv(ä) b[i(oi)(Dg — ß 

IIXyi(vi) 7taörocpoQ(ai) b^i(oL(Dg) — ß 

r &Q£(c3vi) Baverts^ ) bii(oC)(Dg -5- ß 

IlQEimovv(i) bn(o£)cog ~ ß 
nXrftvi) IIs[iy[ä(?) ^(f)]rar(£^ra) b[i(pCcai)g — ß 

Col. XVI 

'OvoTQÖcpoig b[i(o£)(Dg° 

IIXri(yi) Il£%v6i(pg) — ß 



Nr. 97: Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



III. 



'Eitcovvicp 6[i(oi)(Dg — ß 
Borj&olg 6^i(oi)c3g ' 

Ktl(pvri) vs(ar(ßQ(p) Uco { co } [iä — ca~ 

nkrfcyi) <5%ola<5xi%(p — &\ 

nXijivi) V£G)x(sQ(p) [Öji(ot)](D£ — ß 

EvßttQöi 9 I(ovC(pv) b{i(oL)cog -t- d 
TlaidaQuoig 6^i(oC)c3g * 

z1t,dv(i(p vewrsQG) — ß 

/d<DQL(üv(l) 6[i(pC)(og ~ ß 

'AvdQOiiä%(p 6ft(ot)d)g — ß 

C &QLC3Vl xa\jf\6i%ctQi(o — ß 

Evöeßta) 6ii(oC)g>£ -öt ß 

TLa\iivi 6[i(oi)(Dg — ß 

'Eitaya&G) b{i(oi)G)g — ß 

/J\i\8v\ßcp . . .] XO{lCCx( ) — ß 

N[a\cp£Q(x)TL 6ft(ot)(Dg — ß 

HiXßavcb bii{oi)(x)g — ß 

[Wjdtxi 0^(0 o)mg — ß 

n\X\ri(vi) KccQOVQiog — ß 

G>iX[o]%vQi(p b^(oi)cog — ß 

IIskv(jl b(vö^axog^) IIa[iLVi(o)g — ß 

*A%avxm b\x,(oi)(ng — ß 
Kai Big xä oQx(vy(ov) Üiqöv 6[i(p£)(x)g' 

£ di(ä) Kalijxog — a 

iß b^i(pi)(Dg dt(ä) xov ccv(xov) — a 

% b[i(oo)(Dg — a 

Col. XVII. 

X 611(0 £)(üq — ß 
'OoyavLXcag 6[i(oi)c3g' 

KoityLYi(xi) — ß 

Tla> AXeco%( ) 6(i[(o()(tig~] — ß 

Ttcp. Uav . 1 . ( ) 6{i(ot)G)g ~ ß 

Tlip IlQE{i[iovviog — ß 

*Aq<xv(ovxi) WsvöccTtlijvtog — ß 

^ Ejt(x}v6%(fp) Ilaxcbxog 6^(<k')g)$ — ß 
KccIccölql , Ey%( ) 7t(Q)e<5ßv(xeQ<p) f — ß 



34* 



268 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



IJXriiyC) 9 ExG>vv%o(y) — ß 

"SIqgj Tlsßcbxog — ß 

Tlolg" EitG)vv%o(y) vrt\ß\Q %a(v6vogT) — ä 

Ilxoysi (?) 6{i(p()G)g — ß 

IJa^icbvd'rj — ß 

IJaöf^ii &ii(oC)(og — ß 

Kccqovqi ö k a(o£)ß)£ — ß 

"SIqg) zJl{iolqov — ß 

Ila^wvd'rj nktf(viog) As . . . t( ) — ß 

Hol(g) 'ÄQavovxog Xt%ovv(iog) — ö 

Ticp IIa%vii(iog) TlXr^yiog) — ß 

IJaii6y{i) nswv6i(og) Mccqx( ) — ß 

Taß(ü(xi) 6{i(oC)(Dg s- ß 

( &Ql((DVl) *HQCtKl( ) 6n(ol)(üQ — ß 

( T7CovQyolg b^{oC)(Dg' 

'Ovr}<5L[i{i(p sv tg3 'Hq&lw — d 
Jvatayfig 6{i(oi)wg xcbv {isv 8% usXsvöscDg 

Aeovxt'ov * 

IlXijvi ITtLtö( ) — z 



Taf. IV. 

Col. XVIII. 
Kai xmv Tetccy[i8VG)v 6fi(oi)(og ' 

WsV(öXßl(p üaö( ) XrjQ7]x( ) — ß 



c £IqC(c3vl) Ile<jovQLog — ß 

IIXrj(vL) Ileöä 6[i(oi)(Dg — ß 

IlaxsXdyXi, 'E7tmvv%o(y) — ß 

'ApriQi 6[i(ot)(Dg — ß 

miiyi) m!Qa> (1. Wvqov?) 6p(pt)<x>g — ß 
IIccx s leb Ii Ko7t[ir}tog — ß 

IIXtf(vi) n%aicaq^ ) 6(i(oi)(og —.ß 
IIcc[tsX]G)Xt, Ilavs . [. . ( ) b\i{pCj\^g — ß 
IIuiid>vfrfl 6[i(oi)(x)g — ß 

nXrfcvi) VSCOTSQG) 6[i(oC)(x)g — ß 

Avxcovicp 6[i(ol)(Dg — ß 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



269 



yi{y8xai) xov [irj(vbg) ^ ^i8x(qgj) &(r}6av qixcd) — c~ §d \ 15 

y(Lv8xai) 6{iov xi\g (xsxQa)iirj(vov) 4 ßQA& S 7 IJ 
cjv To Kaxä [istqov 

[iBxgm cpoQi%(p — QC\$\ri 

[l8x(Q<p) {lodicov — %v& \ 

psx(j)(p) drj^ioöLG) — c~ [irjyM 20 

(18t(q<p) &"r]ö(ccvQix<p) — aqsyxd 

Col. XIX. 

Kai vitSQ dLcccpo^QOv) \ 6[i(oC)cjg — go&yrj 

cbv 

v(jt€Q) {isv cpo^Qixov) — q q g \ r\ cjg ^qoxl( ) yfirj — °> 

v(7Csq) {ist(qov) no(ßC(ov) — %vft \ cog xy\ a it(^ ) rfyLrj — q g 
v(7t8Q)- dh ^[«( r 9 0v )] ^ijl^oöCov) — c~ [iriytt mg xr\ a yd — ty °> rj 5 

yilvBxai) 6[iov 6vy ^[^]^p[(5(p5j)] —,ßxo& ^- xd 

Xoin{m) dg xbv &£fqg ^fj(va) Ua%bv Glxov 

{isxq[<p~\ &ri<j(avQiMp) — qls °> rj 

, A 

KQL^Tjg 6^i(oC)c3g ixXoyov eAoiTt^oyQcccprjd'YjOccv) [s]ig yLr^va) Tvßi 10 
liexQfp d"r}6(ccvQi%a) — cpita \ yxd 

Kai TtQoäeyevexo 8tc\i\ xijöds xrjg (t€tQa)fiij(vov) 

di(a) ybsv "Sl^lß^ilyog TtaöxojcpÖQOv x[(o\{irjg Ntföov 

V7C8Q (pOQSXQOV — ty \ 

aal aitb {i8x[aß]o(Xrlg) IIXri(viog) ^HgaxXBOvg <bg s% äitai- 15 

xrjöscog av[xov] %{aQa) x&v %qsg)Gtov[18[v(x)v~\ 

cpÖQWV ovxcog • 
Kco[ir]g 2Jvxa{ie(vov 

di(a) üaßaxog vit8Q cpo^Qov) {ib'x^qg)) [iodiG)(v) — # \rj 

di(ä) IlaxsXcoXE^ag) vrt8Q cpo^QOv) iistfaip) ^iod(c3(v) — i \ 20 
Kai V7C8Q Xoyov %8iQoyQaq)ov — i \ 

di(ä) r JxQyjxog 6 { u(o()(Dg vithg (pd(po'u) [i8x(Q<p) [iodlw(v) — g yj 

Col. XX. 

di(ä) Ta7tsXäX8((X)g) vithg g>6(f)ov) (isT(jp<p) [iodico(v) — vßg 11 

vit£Q Xoyov %8iQoy\ß]acpov — a \y^ 

di(a) AoX[o~\y[xo]g 6[i(o()G)[g] vrtSQ cpÖQOV — a £ 



270 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



8i(a) IlatoXcolmg [.] . i . [. ) vjre^) qpd(pö'u) — a £ 

8i(a) nii](viog) UtQccßcövog viteQ [qp]d(poi>) — % \ y 
a7te6t(dlri<jav) dg ftrjöavQOv. 

Kcb{ir]g IIiwv b^{pC)cog 

di(ä) 'Av8QO{ia%o(y) Eq[ ]roi> v7t£Q y>6(()ov) — a d~ 

VltSQ CpOQSTQOV [Ö^(ojf)]cög — ißH 

v(tC8q) 67t{o)v8r\g 6{i(oC)(Dg -s- tcS^ 

8i(ä) üavösvv^ ) Aemvr{lov) vl\pv~\ v(tc£q) cpö^Qov) — a 

vrtEQ öJt(o)vÖ7jg 6ii(ol)g)q — 

v(7t£Q) CpOQSTQOV 6[l(oc)cjg — %8^ 

8i(a) Ilslovtog Kotc . Q\_eo~]vg (?) VTthg cpö^gov) —■ syx8 

V7C£Q CpOQStQOV — yff 

8i{ä) üsXovtog Mov[.] .[..]. [&fcßl>] yd(pov) — ß \ 

vtt£Q cpoQSTQov [p]{i(pC)G)[g] — rf 

8i(a) lTav6evv( ) Ascov .( ) [ßvv\ vtolg v(jt£Q) cpoQOV — y 

VTtEQ (fOQSTQOV [Öfl(o£)(ös] — ^ 

8i(a) 'ÄTColXcovog vTteQ cp6(j)Ov) — £ | 

v(7t8Q) CpOQEXQOV 6{l(o£)(ög — lß !/ 

8i(a) Ilelovxog vtcsq cpö^ov) (i(sTQ(p) cpo(j)iK(p) — a\~ 

v(7CEQ) (pOQBTQOV 6({lOt)(X)g — lf 



Col. XXL 

Kai aitb ^staßo^Xrjg) IIXrftvLog) ve<dt(sqov) legeag 
sv %co[i7] 'l6idl\o\v "ÖQovg 

di(ä) IJXovö( ) Ilafr^Liog v(rt£Q) q>6(pov) — a 
v(it£Q) Git(o)v8f[g 6{i(oC)G)g — y%8 

y(iv£xai) tcbv 7CQo6yeva{jiivcov) — Q 8 j 



[ISTQG) (fOQi%(m) — Iß \ [i/fod] 

11st(q<p) {ioSlmv — $a\_\ y]%8 

Kai vrtbQ Siacpo^QOv) $ b^i(ot)(Dg — %£yll 

cov 

v(vt8Q) [l£V (fo(()C%Ov) ~ Iß \ iß tfj {g} a 2tQO<5TL&( ) j 

-ir iS± %8{irj 

v(7t£Q) 8h iis(tQov) [io(ßl(ov) — \a \ y%8 tf}{g) a 7tQO<jt( ) Tj^ii] 

— &iß%8 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



271 



Taf. V. 



y{lv£xai) 6{iov övv diccg>6(Q(p) q[l]& \ y 11 

y(lv£xai) 6[iov övv xf] £%X6yw — ipa °> %8 !l 

ay cjv <xvYjX(b&(rj<jav) vrtho trj\öds x~]rjg (x£XQa\u,rj(i'ov)' 15 
Mrj(vbg) Tvßi dg [ihv xa ovcov diä xcbv avayoa((po[i£V(Dv) ' 

di(a) iibv 'Eitcovv%{pv) a%b a £Gjg \ß] fj{i£o[i]v(ov) 6i(xi6{iov) 

b{jioC)(Dg — \rf — 

di(a) de nXrj(viog) IJwvGiog v(it£()) xcov a rni£Qcbv r\(yL£Qivov ?) 

— yll — y 

xalg iiovXaig b^i(oi)o3g 20 
di(a) üXrfcviog) Heuvöiog aitb a ecjg % ^(bqivov) £ — £ 

%a\ dg xa ovcov itavxmv ITig)(v) aitb a £(og & 

7}{i£(()ivov) — yM s- y 

xolg ioyaxi%olg 6/i(W)ß)£ evicov rj^Qobv^ 7jvUa{v} 

xbv Glxov \i£vr\v£y%uv dg r EQ{io . ( ) ScTtb xav oiGJficpy 25 



Col. XXII. 

a — yiß ß b{i(oC)cog — yiß 8 b\i(ot)wg — yiß 
£ 6{i(o£)(Dg — yiß rj b^i(oi)oog — yiß & b[i(oC)cjg — yiß 
%al di(a) ' EiCG)vv%o{y) ccqxox^otcov) vitho xcov a rj{i[£~\()(bv X rj(^£Qivov) 

g%ö — 

xal yycb{iri M£^vo^Ucjv (sie) öfi(ot)[co]g 

*I%avip TtQoaÖQG) — ^qCQdvl) ZtQdßcp(vog?) — ^ 5 

yi{v£%ai) xov {irj(vbg) — %£ $ y%8 
Mrj(vbg) M£%£iQ b[i(o i)mg 

9 EtC(dvv%(g)) aQXox(Ö7t<p) aitb u Zag % rj({i£Qivöv) gxd — ccyij 
Tolg %xr[(v£)<ji ovöi £v xalg %a<5xoai[g?] Grjßöov öi(ä) 

JJXriiviog) 'JitoXXcbxipg) £7ti^£Xrjx(ov) ^[d(dtot)] ä X 1% di 10 

— ayr/ 

IHlj(vL) V£G3X(£QG)) KXi(öXOv) z/tWflo(V) V7t£Q X£X£(5[ldxGDV 

yd iiö(dioi) y oi — \ yiß 

Zgmjl{i<p Kax£vx(iog) h% %£l£vö£G)g Aeovx{iov) 

l»,6(Siot) i oi — yud 11 

yi(v£xui) xov iirj(vhg) — £ \ y%8 15 
(bv 

Hfa(g(p) iio(8lwv) — £yiß il£x(qg)) &[rj6(avoi%(p) — ] ceyrj 
Mrj(vbg) &aii£vfo& &ii(pC)(OQ dg [ihv xa xxrjvcov 

x\o\v öxdßXov &7cb a £Gjg X rj{i(£Qivov) — rj — y J 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



di(a) de 'Ert&vv%(ov) dito is ewg nß fiu€Qtv(ov) Gl(ti6{iov) 
6(lio£)(D§ — yKÖ — y 

Kai &%b Ky seng X fjfifsQLvov) — \ — d 

Kai stg rä ovcjv otdvrmv Ili&v 

ä%b g £(og X rj[i(£Qivov) — £ — g £ 

Col. XXIIT. 

Kai di(ä) y E7twvv%(ov) <XQTox(o7tov) ditb ö (sie) sag X iniSQcbv 
x$ ^(eqivov) — gitd — syiß 

Kai VTtSQ CpOQSTQOV Ö^l(oi)G)g 

rolg bvr\Xdraig vtcsq r[ß)\v {i[s]r£vs%'d'(8vrc3v) ^[s]r 'SlQi'fwvog) djtb Kco{i(rig) 
IIlcjv dg *Eqp(w)v&(iv) ditb \i£xaß\o{Xif\g)\ IJXiqiyiog) *HQa%(Xeovg) 

li{ßxQ(p) cpo(QLK(p) a ^ at &(r](javQix<p) — a \ yxÖ 
yilvsrai) rov ^r](vbg) — kö ^- k8 
Mrj(ybg) (fraQtiov&i b^(o()(X)g elg rä Krrjvcbv rov ördßXov 

dv(ä) {isv 9 EvtG)vv'%(pv) ärtb a swg X rj^SQivov) — $ — is 

8i{a) äs nXrj(vtog) IIsKvöLog rj^eQivov) — — y ^ 

Kai eig rä ovcjv Ttdvrwv TJißv b[i(ot)cog 

di(ä) IIXtf(viog) rov Kai Uvqov vithg tcbv d fjfifsQ&v) — ^- — % \ 
Kai dt(ä) ' Eßt(üvv%(ov) äoroK^ÖTtov) vitho rmv d fi[t(£Q(bv) — g kö — g ^> 

[y(Lverai)] roocpcbv — Xß\ 
Kai elg rovg drjfioöCovg ftrjöavoovg 6^oC)(og 

rcjv s^rjg ev[y]£yoa({iiievG)v) kco^lcov al [is[raßX]rj&(£i6aL) vtco 
JJXijivLog) c HoaKX[£]ovg hg £§, ä7caivri6£&g avtov 
tt^agä) rebv %Q£C3örov^i£V(ov c^öqcjv • 
K[w]{irjg ZJvKa[i£Lvov 

öi(ä) [isv Ilaßcbtog (i8(rQ(p) {loidCwv) — & \ rj 

di(ä) ds TlareXdiXe^cog) 6[i(oC)(Dg {ier(Q(p) jf[o(<Ma)v)] — Ka 



dt(ä) "Aro^rog 6{i(oC)cog — grf 

di(ä) öh TaitsXdX^s&g) 6^(0^)05^ — id 

di(ä) db AoXovrog b[i(pC)(Dg — a £ 

di(ä) nXrftviog) ürodßcovog — £\r] 

äi(ä) IlarsX&Xsipg) 6{i(oC)G)g — a £ 

Col. XXIV. 

KaraöTtOQäg o^iotmg' 

kXt]q(ov) nXr[(viog) *£IqC(o)voq) hv TJrvr^ ) — y 



Nr. 97: Rechnung über Naturalien aus Hermorithis. 



273 



xXtiq{ov) Tqcox§(.) 6[i(oL)(Dg — Xß 
xXt]q(ov) exrbg %((b{iatog?) vijdo(y) %(cc)\ %sq<5ov s- ß 

%Xt]q(ov) Tßrjgyv( ) 6fi(oC)(og — & 

xÖTtov %{piiatog ?) [isydXov — a ^ 

dLÖQvyo[g] (sie) Bov%scog 6^1(0 t)(Dg — d 

%XriQ{ov) Ts<5£ißr]( ) 6^(o/Q(ds — \ 

x6tc(ov) 7teQi%G}iiax(og) r\xoi Uia Aaßsö( ) — iß 

Ilacpscog &[i(ol)(og — ß 

diÖQvyog Bovyfe&g) . jutf . . . #( ) 7ta..xa — a 

diÖQvyog (sie) ÜXrjViavTjg 6^i(oC)(og — £ 

y(iv£xai) xataöTCOQäg — q [icc 

y(ivetai) xov [irj(vbg) — c~ Xs \ 

G3V 

lidt(g(p) iLodi&iy) — %a \ yxd 

{lh(Q(p) &^6(uvQi%(p) — Qoy g| 

y{lvsxai) 6{iov XTjg (xexQa)iitf(vov) — c-~ q ß °> 
wv 

{is(xQ<p) iiodloov — Ted 

/x£t(^>co) &rj6(avQLK(p) — c~ xsyud 

%al vusq dicccpö^QOv) $ 6^oi)cog — # °> r\ 

y(lv£xai) 6[iov övv ÖLacpo^QG)) — xßyrj 

Col. XXV. 

Xoi7t(cci) elg xbv e^g nrj(vu) TIa%hv XQL&Tjg 
liex(j)(p) d i r}6(avQixcd) — % q # ^- xd 

Qaxov 6[ioL(Dg exXöyov £Xoi7t(oyQcccprj&r]6ccv) dg urj(va) Tvßi 
yLSx(ß(p) d"rj6(avQix(p) — oßyiß 

xal TCQOöeyivsxo hitl x-r\gS\ß\ xrjg (xsxQcc)iir\vov areb ti£taßo(Xr\g) 
ÜXrftvLog) *HQa%(Xsovg) cog äitaixilfiEwg ccvxov tcccqü 

XCOV %Q£G)6X0V[l£VG)V (f[6]Q(DV COV ' 

K(b[ir]g 2jVxa{ie£vov 

dv(ä) üaßcbxog vtcb^q <p~\6(gov) a^taix(rjö£(Dg) — # 

V7t£Q (pOQBXQOV b^Oi)cog — £ 

vitSQ <j7t(o)vdfjg 6[i(oL)G)g — yxS 

8l(a) Ö£ r ATQ7}TOg Il§X£lX( ) ÖjU.(o^)cO£ V7t£Q cpö^Qov) — a \ 

VTt£Q cpoQSXQov 6{i(oC)cog — ißH 

Leipziger Papyri. I. 35 



274 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hernionthis. 



öb ris^oyovrog b[i(oC)a)g vithg (pd(poi>) — ß £ 

VVtSQ CpOQSXQOV 6[i(oC)(Dg — yll 

i)(ti£Q) 6it(o)vdijg 6ii(oC)(ag — iß 11 

öi{a) äs IIli](viog) Gxqccxlmxov &(x8Q) cpö^QOv) .' . — a £ 

v(jt8(f) CpOQSXQOV b(i(ot)(Dg — ^ c ' ] 

v(7te()) 67t(o)vdrjg b[i(oC)(Dg — ißH 

A 

xal ccrtb {israßo(Xrig) nXr\(viog) vscjx^sqov) IsQScog 
ev x&iiri 'IöidCov "ÖQOvg cov 

di(a) [i(s)v Uaitai&iog 'Ovrjöiiiov v(7C8q) cpö(j)ov) — i £ 
v(tC£q) cpoQex^QOv) %ccl 67t(o)vdr{g b^(oC)cog . — a 



Taf. VI 

Col. XXVI. 

di(cc) IIXovö^ ) üctöritiiog vtcsq g>6(j)ov) — g yxö 

■ v(jt£Q) cpoQ£x(QOv) %a\ öTCvoväTjg (sie) b{i(oC)(Dg — cßxö 

A 

xal di(a) IIXrfcvLog) %Q{sößvtSQov) ßov%(olov) vtceq cpoq(sxqov) \j^s(xqco) 

yl{y£xai) xcjv 7tQ0öy£va([isvcQv) — l&nd 11 

xal vitsQ diacpo{<QOv) $ b[io£cog — i& \ {irj 

yiCvsrai) bfiov <5vv xfj hxloycp — qX \ yrj^iri 

cbv <xvrjld)d , (7]6ccv) eitl xvjgds xfjg (x£XQa)[iij(vov) 

Mrj(vbg) Tvßi d[g\ [isv xä TtSQLöxsQidCwv elhrjvifjccbv) — a\yH 

xolg %8q\ Üaxslcol^Lv) %8Qa\i07cXa6xaig — \ 

dg olx{o)v b(i(ol)cog ~ ß 

Mrj(vbg) Ms%siq ö/Wco(s) dg olx(o)v — a 

dg xä tcsqlöxsqlöCcov alyvTtxCtöv öt(ä) ... — a 

^TtoXXcDVidrj öocpiGx?] ix 8iax{ayfig) Asovx(lov) — ß 

slg olx(o)v &[i(o()G)g ~ a 
yilvsxai) xov iir](vbg) — § 

Mrj(vbg) $aiisvfo& 6pL(oC)c3g dg olx(o)v — a 
slg xä 7C8ql6x£qi81cov xal oqvscdv 7t§ . . . [iuxgjv, 

alg \vxov, alg vitrjQSöCav xcbv TtaCöcov — a 

xal bti(ol)cog elg oix(o)v — a 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermonthis 



275 



Big xä itSQiöXBQidiwv alyvitxtoßv Stj^ ) Xt]( ) — a\ 

y(tv ex ai) xov (irj(vbg) — S \ 

Col. XXVII. 

Mrj(vbg) <&aQiiov&i b^oC)cog [[.]] Big oix(o)v — a 

2Jccv<5vg)xl TtaidiG) elg xä rtEQi<5xEXX6(jLEva) — cc J 

xai 6[i(oC)(Dg slg olxov — a 

xolg övrjXdx(ccig) vTthy (poQer^Qov) xov iiBXSVBi&ißvxog) aitb 'Iöidlov 

"ÖQOvg &7C0 [istaßo(lfig) veg)x(eqov) iegecog (i^exqgS) yo^Qcxco) — a gf- 5 

ai d-(rjöavQLx<p) — a \ yxS 

KaxaöTtooäg ö^(o£)cag 

%Xtiq{ov) niriiyiog) r £lQi(covog) hv IJxvrj( ) — g 
xlrj()(ov) IJiä IlEöovQ^Log) 6[i(oi)wg — g 

KÄtf()(ov) Tsöeißs^ ) dii(oC)(og — rj 

AvxovQyCag xcbiirjg ÜLcby 6/i(o£)co£ 10 
xXt]q(ov) IIxaiMDx\ ) — Xß 

%Xyiq{ov) T%axs( ) IIovsGov&Log — xg 

xX^q^ov) Tßrjoyv{ ) 6^i(oi)(Dg — Xß 

xX^q(ov) ®§G)v(og) IlavvriQ^ ) oii{pv)(og — xd 
nltf()(ov) Srjßs'av 6ji(oC)(Dg — ij \ • 15 

%Xrj()(ov) IlaaTtavxLG) x(pv?) Tita Kcc7trjt(og) — g 
%{XriQOv) 7t£Qi%(X){iaxog r\xoi Uta Aaßsö^ ) — ß 

yilvBxai) xuxaöTtoQäg — qv \ 
y(CvExai) 6[iov avaX(x)(jidxcov) dvxl xav hitdvm ETtl xov Xr { {i- 
[iccxog (pavvo^iBvmv — qX \ yyj^iTj oXav — Q^ft J yr/ 20 

di(ä) xb y%a(pBVQri<5ftaL (sie) — Xr\ \ yrjjirj 



Col. XXVIII. 

" 4qaxog 6(i(ot)c3g BxXöyov BXoL7t(oyQcccprj&ri<5av) Big ^r\{ya) Tvßi 
(iex(q<P) d , rj6(ccvQM(3) — i^py \ r\ 

x[al 7tQo\6sy8V8XO dito iistaßo^Xfjg) IIXtf(viog) vb(dx(bqov) LEQEwg 
%(b{irjg 'ItiidCov "Oqovg 

8t(a) Uaitai&iog IJaxayrjxog V7tSQ cp(ogov) — x 5 

vitho cpo^QSXQOv) xccl 6it(o)v§r[q 6{i(oC)(Dg — a 

diä üaitald'Log ^Ovrjöi^iov vitEQ cpö^Qov) — Brf 

bjtBQ cpoQEx^QOv) x(u)l 6rt(p)vdfjg 6^o()(Dg — ( yxö 

36* 



276 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



diä niovö( ) Ilaöriiiiog vtcsq (p6(govy — g 
10 v(7t£Q) 67t{p)v8{yio) %al (poQStQov öii(ol)<Dg — g| 

yilvetai) &[iov — Xd J 

nal vit£Q diayoQov \ 6fi(o£)(Dg — it>yn§ 

y(ivetai) 6[iov övv dicc(p6(()<p) — vßrf 

r(ivstav) b{iov Xr^i^atog {ie(tQ<p) &(rj6ccvQi%cp) — q e £ | 

15 aqp' &v aviil(b&(?i<5av) eiti tvjgde tf\g (tetQa)[iri(vov) 

Mrj(vbg) Tvßi eig tovg 7t£QLöt£QSG)vag — i 

rj eig tä %oiQidCco[y\ — ß 

i eig tä (jtqov&cov di(ä) f £lQl(covog) — cc 

k 6[i(oL)(Dg eig tä %oiQidl(DV — ß 

20 eig tä (jtQov&wv b[i(o£)(üg — cc 

X eig tovg TteQiöteQecbvag — y 

xccl eig tä loiQidlmv b[i(oC)(Dg — e 



Taf. VII. 



Col. XXIX. 



KataöTtoQäg 6[i(oC)(ng 

%{lriQOv) niriiviog) *£lQC(avog) .v Tvrj( ) — $d ^- (1. 

%(Xt]qov) SQvittdog 6[i(o()(og — iß 

k{Xyiqov) AvSqovl%(ov) 6[i(o()cog — vcc 

5 %Xy\q(ov) UcDXQcctovg b[i(oC)(ng — Xrj \ 

%XriQ(ov) IIaXa%(ov) b[i(oC)cog — cc \ d~ 

%Xr\Q(ov) KtCatov 'AvovßCwvog — %y \ 

%XtIq(ov) IJtä IleöovQ^iog) b[i(oi)cog — % 

%XriQ(ov) T^cote( ) 6ii(oC)(ag — [iß 

10 xX^q(ov) n((jco(vog?) %c3[iatog — £ 

%Xrjo(ov) KattccXrjg 6[i(oC)(Dg — % \ 
AvtovQylag Ilicbv 6^(ot)(ög 

xXrjy^ov) UnoiteXXe^wg) ~ V? 

%Xt[q(ov) T[irjvte( ) 6fi(oC)(Dg — Xß 

15 %XriQ(ov) e%tbg x((b[iatog) vrjöov — g 

y{lvetai) %ataö7toQä[g] — vXa 
r{lvetav) tov firj(vbg) [—] vve 
Mrj(vbg) <&a[ievG)d' b[i(o()wg i eig tä %oiq(i81g)v) — ß 

eig tä ötQovd-cov b[i(oC)c3g — cc 

20 % b[i(oi)cog eig tä %oiQidt(ov ~ ß 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



277 



X b[i(o()cog slg tu ötQov&av, b(i(oC)(Dg — a 
slg tovg jtSQiötSQScbvag — i 

y(lvstai) tov iirj(vbg) — i$ 



Col. XXX. 

y{ivsxai) b$iov tr\g (tstQa\nri(vov) — voa 

X\oL7c(ai) sl]g tbv s^g iif((va) TIa%(paQiiov^(C) (sie) — t%d J 

A 

Aa%[dv]ov 6[i(ot)(og exloyov iXoia(oyQa<p7jQt}6av) slg iirj(va) Tvßi 



— mos \ <yxd(ii)>r] 



i 



%al TCQogsysvsto s%\ tf\gds tr\g (tstoa)iirj(vov) 
ccTtb (istaßo(Xfjg) üX^viog) 'HoaxXsovg 

di(a) [iev IIaTsX(bX(£(Dg) öTtSQfiatog VTtsQ [isoovg 

°> (IST (ff p) CpOQLXG) 
v(ltSQ) CfOQStQOV b(i(oC)(og 
v(tcsq) 67t(o)v8r\g b[i(oi)(Dg 
%al &7tb Xoyov 7tQO%(osiagT) 6(i(o()(og di(ä) tov av(tov) • 
v(tcsq) cpoQ8t(QOv) %{a)l 6it(o)vdfjg 

xal di(a) IJat ayfjtog vavtov ScTtb tcby ui(&svtwv) äitb Avncov 

avftig [ist(o<p) [Lodiwv 4 — %rj \ y 1 ' 

y(Cvstai) tG)v Ttoogysva^svmv) — vß £ 



10 



15 



[IStQG) (po(Ql%(p) 

li8t(ocö) iiodlco(v) 
Kai VTtsQ dia(p6(QOv) $ b(i(oi)c3g 

y(Cvstai) b[iov övv tfj suXoycd 



%y \ yiß 



isy" 



li8 \ yrjiirj 



20 



Col. XXXI. 

äcp' wv avrjXc!)d'(r}öav) btci trjgös tr\g (tstQa)(i7](vov) ' 
Mrj(vbg) Tvßi tolg s£,fjg 8v[y£]y(ja((i[i8V0 ig) 8Xs((cpd"rj6av) v(7Csq) xrjg 

ysvuQisvrjg) övvuQöswg 

C3V 

nuiicov^rj) ysco(tSQG)) "Qqov ccTtb <Da{isvfo& ta \ \V\v8(i)%(ti6vog) 5 
sag Tvßt ißH lvdi%(tiovog) [iö(dtot) vd 

Ilat(D^i(p (?) "Qqov aitb <Dcc[isvw& ta \ lvd(t)%(ttcbvog) swg 

Tvßi iß iv8i%(ti6vog) [i6(diot) 



278 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



Utodßavi 6[i(ol)cog aitb Tvßi & \ swg IIa%(hv) 

iß \ vsa(g) ivd t%(r iövog) (iö(diot) x& 

Mrj(vbg) Me%£iQ b[i(oi)(Dg IIXrj(vi) rtQ^eößvreQip) sXd^cpd-rjGav) avtb <Dccq{iov&l 
ict \ lvdix(tiövog) sag IIa%(hv) iß \ vs(ag) ivdix(ri6vog) [16(8101) [iu 
Mrj(vbg) Qcc[ievco& 6[i(oC)(og UöXcovi vitsfa) XTjg ysvcc([i8vr]g) 6vv- 

aQöecjg dito $a[i8VG)& icc \ ecog ^a^svcjd 1 ) iß \ {io(dioi) £ 

r £loiC3Vi TsXs( ) aitb &aQ[i(ovd'L) icc \ ecog <Ea[isvcod' 

iß \ vsa(g) Ivd i%(t iövog) {iö(dioi) oy 

TLXr\vi 77ut[. . . . e]x xslsvöewg Asovx(Cov) — e 

xal VTtsQ cpoQsrgov 6^(ot)(Dg totg dvrjXdraig v7t£Q röjv 

li8xeve%(ß , ivt(Dv) ccTtb ZJv%cc[ie£vov 8 ig r EQiiöv&(iv) ccTtb {i8Tußo(Xrjg) 
IlXriiyiog) *HoaxX£ovg cpo^Qixp) — a ai &rj6(ccvQix(p) — a\ 
tolg ccvtolg vtcIq rov [i8t8V8%(&8VTog) dito itXolov narayr\t(og) 

[l6(dlOl) ß Ol — \ 7j[l7] 

Taf. VIII. 

Col. XXXII 

r(lv£rai) bybov avcd<n[i(ccT<Dv) — oxy \ xd^ 

wv 

{i£XQ(p iio8lco{y) — qi\£\kSH 

liei;(j)<p) &r]6(ccvQi%(p) — [gj] 

xal vithg diacp6(ßov) $ bii(pi)(ßg — ifytöH 

y(lv£tai) b[iov 6vv dicc(p6(Q<p) — Q[i $ iß 

koi%(al) dg tbv £$rjg [iij(va) TLayhv Xaydvov 



liitQcp &r}<5(avQiX(p) — wdyxd[irj 

Koötovog b[i(oC)mg hxXoyov £Xoi7t( K oyQa(prjd"Yjöav) dg yi/q{va) Tvßi 
{i£TQ(p &yö(j(xvQix(p) — ß ( yö*[^] 

C3V ävrjX(bd , (rj(3CCv) inl xfjgds tr\g (rsTQcc)[itf(vov) 
Mrj(vbg) M8%8iq dg [ihv Xöyov aotoitoidag §i(a) 

nXrj(viog) TtaGxoQpOQOv dvtl rcbv iitdvcj iid tr\g 
exXoyov cpaivoiiivwv — ß \ xd . \jbr\ — y\jl ?] 
Siä tö v\ri\a<p . [.Jp^ffOm — . [. .~\fiYj 
<&aötfX(Dv 6[i(oi)(Dg ix Xöyov iXoirt^oyQcccprj&rjtiav) sig [irj(ya) Tvßi 

liitQCO d"Y]6(cCVQiX(p) — iß f | 

ay cbv (xvr]XcQ&(riGav) 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



279 



[ir}(ybg) G}cc{i£vfo& sig olx(o)v — iß 11 , 20 

Xoi7t(aV) sig ^ir\{va) Uayfov cpa^Xcov {isx(Q<p) &(yi<5uvQiK(p) 

— iß> 

A 

Col. XXXIII. 

TrjXsag b{i(oC)(Dg snlbyov sXoiTt^oyQacprjd'rjöav) sig {ifj(ya) Tvßi 
al %a\ Xoi7t{ai) sig ^r\{ya) TLay&v [isxqg) &(rj<5ccvQM(p) — 

A 

UtvijTtscog b[i(pC)(DQ sxXöyov sXoiJt(oyQacprj&7i6av) sig {irj(va) Tvßi 

lietQG) &ri6(uv()iK(p ) ~ löiq . 5 

ay <bv ävrjX(bd'(r}<jccv) {irj(vbg) Qa^isvco^ 

sig oix(o)v ~ ißH 

Xoi%{aC) sig iir\(ya) Tlayhv 6iv f r\n{soag) b[i(pC)cog — iS%d^ 

A 

®8Q[iov{g} b{i(oC)(Dg s%X6yov sX[o]in(oyQa(prj&r]6av) sig ^(ya) Tvßi 10 
{ISXQW d"rj(öaVQi%G)) ~ ^tß\ , r]^ri 

ay Sv ävrjX(bd'(r}<jav) sid xfjgds xr\g (xsxQa)[iri(vov) 
Mrj(vbg) <Da{isvG)& sig ot%(o)v bfi(pC)(og — iß 11 

Xoin(al) sig rbv s^g [iij(ya) Tlayhv &EQ{iov {g} — itß ß] %8\m] 

A 15 
T^icpvXXov b[i(oC)cog sxXöyov sXoi%(oyQacpri%"Yi6av) sig ^rj(va) Tvßi 

list(.Q(p) d i r}<j(avQi%<p) ~ dyll 

a(p C3V dvrjXcod'tjjöav) 

sig {isv Xöyov uaxaöTtoQäg 

%Xr\Q(ov) IIXrj(yiog) r &Q((a)vog) sv nxvrj( ) — £ | 20 

%Xtiq{ov) T%ovv(iog) itQog vörov b{i(oC)(Dg — \ y 11 

k(Xtiqov) Iliä Ka%r\x(og) bii(pi)(og ~ d~ 

y(Lvsxai) uaxaöTtoQag — a\y^ 

Xoiit^al) sig [ifj(va) Uaybv XQicpvXXov ~ ß \ 



Col. XXXIV. 

'ÖQoßov bp(ol)a)(g) [s%\X6yov sXoiittoyQayrj&rjöav) sig ^r\{ya) Tvßi 
ybitQG) &r}<j(avQiX(p) ~ yi] [,J 

xal %Q\o]<5sysvsxo äitb iLSxaßo(Xr\g) TIXri{viog) vscqx(sqov) 
tsQsag sv KWlll] 'IöidCov "ÖQovg 

di(cc) IJwjtaC&iog 'Ovrj6C[iov vtcsq cp(oQov) ~ sy^ 5 



280 



Nr. 97: Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



vrtSQ 67t(o)vd7jg 6{i(oC)(ag * -5- yiß 

yilvsxai) xcbv 7tQ06ysva{jisv(x)v) — s £ | 

%ccl v7t£Q diacp6oo(y) \ b^(oi)cjg — ß $ y%d 

y(ivsxai) 6[iov övv dta(p6(^o(p) — La ^ 

10 A 

r AXbg sx Xoyov eXoiTt^oyoacprjd'rjöav) sig {ifj(va) Tvßt {ist^qw) &(r]6avQLX(p) 

— ^ [irf 

cccp cjv &vrjX<bd , (rj6av) 
Mrj(vbg) Ms%siq nX^(yi) TtQ^sößvxsQG)) ßovx(6X(p) v(%eq) . ta \ — y 11 
. . . X . . sig oixov 6/i(ot)oog -5- ß 

15 [ ] b{i(ot)wg sig olxov — . 

"&Q(p ..LCQV.%[ ] [.] f/ 

.[....]•[ ]•[ [•] 

*&qCg)vi vs(Dt(sQ(p) Um^iaxog -5- ß 

KoXXo[i5]&(p B[ ] HS_ 

20 y{ivsxai) b[ioy xgy fijj(vbe) ~ 

Xoia(aV) sig {ifj(vcc) Tla%hv äXbg (ist^qg))- &r}ö(avQLX(p) — ^ X[ßyxd] 

*TitaxsC\ag\ Ovqöov %al IIoXs^lov xcov Xa^iTtQOxdxcßv 

$>ccqiiov&i X 

25 (2. Hand.) Avo(riXiog) IIXfj(vis) vscox(sQog) 6 3tQO%(sl{isvog) sitvdsdcoxa 

(l. Hand.) Avo(rjXiog) IJXriiyig) vsobz(sQog) 6 7CQOx(si[isvog) BTtidaxa (sie) 

Col. I lin. 15 Pap. j? = [Loißicov). 

Col. II lin. 7 TLiobv (vgl. Col. IY lin. 3 u. a.) ist etwas unsicher zu lesen, aber nach den 
Parallelstellen ganz zweifellos erfordert. 

Col. III lin. 4 1. tc3. lin. 8 Pap. Em^aT lin. 14 Das # in c E(>^(do)^(w) sehr 

undeutlich als eine nach oben gezogene durchstrichene Schlinge. lin. 16 Die Welle hinter 

icc bedeutet hier und an gleichlautenden Stellen nur den Schluß der Ziffer. lin. 17 Pap. 

ccT = al 7t(go%si{isvcii). 

Col. IY lin. 5 Hinter %1t\q steht das Kürzungszeichen "} ; trotzdem dürfte %Xr\qov 'EtcccvcoI 
zu lesen sein. 9 Eitccy(o[ wahrscheinlicher als 9 E7tayd&[ov. lin. 7 fg. Ob hinter den Klammern 
ö{i(oi)cog zu ergänzen ist, steht dahin. lin. 12 Ygl. XXIX 11. lin. 14 In itQO das ziemlich 
sicher, daher nicht 7tQ8[aßvtsQov\ vgl. vielmehr XXXIII 21. lin. 17 Pap. % = nlrjQov. 

Col. Y lin. 2 Pap. hat einen schrägen Strich = y(lv£tai), daran oben eine Schlinge, 
vielleicht o(\lov) bedeutend. Allerdings ist es auch denkbar, dieselbe für bedeutungslos an- 
zusehen. 

Col. YII lin. 7 Statt ns%vGi(og) läßt sich auch Tcc%v6i(og) lesen, doch ist dieser Name 
bloßes Metronymikon und in der Parallelstelle Col. XY 3 wenigstens das s absolut sicher, 
lin. 12 IJccva, das U fast kreisrund geschlossen und wie oder d aussehend. lin. 21 Das 
co in Tccßcü{ti) hypertrophisch. lin. 23 Das JI in üs'nvaiog wie in lin. 7. lin. 25 

Ko7t^if](tL) nicht Ko7t{iy zu lesen wegen Col. XI lin. 8. 



Nr. 97: Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



281 



Col. VIII lin. 1 Ilsßcbrog sicher, nicht üaß&tog; vgl. Col. XVIL lin. 11. Solche Schwankungen 
(z. B. Ua%v6ig neben TJenvaig, NaysQ&g und NscpSQ&g) sind häufig. lin. 2 IlQS^iiSvLög; sonst 
IjQS^ovviog (Col. XV lin. 28, XVII lin. 6). lin. 17 Kovalti? 

Col. IX lin. 2 6(v6^arog) ohne Kürzungszeichen. — IJaLiivLog etwas anormal geschrieben, 
aber durch Col. XVI lin. 23 gesichert. lin. 3 Zu 'A7t[a]vticp vgl. die Parallelstelle XVI 24. 
lin. 11 Nacp£Q&ri, nicht NscpSQ&tL, sicher. lin. 14 Schreiber wollte zuerst 7tQSöß(vt8Q(p), 

brach aber beim q in der Mitte ab (es ist unvollständig) und schrieb scot daran 9 ohne 
das v nachzutragen. lin. 19 Pap. %. lin, 21 Zu X s - die Sacherläuterung. 

lin. 22 Das {co} kann auch als hypertrophisches o aufgefaßt werden: dtyopäTog)? lin. 24 
Vielleicht äito mit der Heimatsangabe. 

Col. X lin. 5 IIoöLtog (nicht JloGiog) sicher. lin. 13 Avncov korr. 

Col. XI lin. 20 Das '16 in 'laidiov durch einen senkrechten mit dem folgenden i ligierten 
Strich ausgedrückt. 

Col. XII lin. 13 Malawis) weitaus eher anzunehmen, als MsXavxicp, obwohl letzteres be- 
zeugt ist. 

Col. XIII lin. 8 Zwischen Xoyov und ^i6^ov ein wohl nur hypertrophischer Strich, 
der im Text durch einen Punkt angedeutet wird. lin. 9 Zu Anfang Ova oder Ovv oder 

Oita. — 1. ccvaXoa{^dxcov). lin. 10 Ttagdl 1. itccidl. — Bei — a Korr. lin. 12 Bei 

KaXr\ korr. lin. 13/14 Pap. a = avxov; das a mit dem vorhergehenden v ligiert. 

Col. XIV lin. 2 1. oipcüviaöraig. lin. 7 Pap. v . lin. 12 'Etvcov korr. 

Col. XV lin. 5 Allenfalls auch Ta%aXs&vi zu lesen; aber der als das zweite a anzusehende 
Strich kann auch bloß durch den Absatz nach % entstanden sein und die Parallelstelle Col. VII 
lin. 8 hat ihn nicht. TanXsm ist, wenngleich nicht unzweifelhaft, bezeugt, Spiegelberg Eigen- 
namen 51. 

Col. XVI lin. 23 ö(voy,axog) ohne Kürzungs zeichen. lin. 27 Pap. a. 

Col. XVII lin. 9 9 Ev% korr. lin. 11 JJsß&xog (nicht Uaßcoxog) sicher. Vgl. App. zu 

Col. VIII lin. 1. lin. 12 Bei oig Korr. 

Col. XVIII lin. 21 Bei der Ziffer fehlt das Tausenderzeichen vor a. 

Col. XX lin. 4 IlaTolmlticüg), statt des sonst regelmäßigen IIatsla)X8(cog) 1 sicher. lin. 11 
1. Asovrlov. lin. 14 Pap. am wahrscheinlichsten Kottvq. lin. 18 wie lin. 11. 

Col. XXI lin. 9 u. 13 Über die Abkürzungen s. die Einleitung oben S. 252 fg. lin. 18 
Hinter r\ ein kleiner Bing, das Bruchzeichen, wie oft. lin. 25 Der letzte Buchstabe 

von *Eq[lo . kann v oder v sein. Kürzungszeichen fehlt. — %a{ia)y Pap. % . . . \ , in flüchtiger 
Cursive; das zweite co aus v korr. 

Col. XXII lin. 3 Über a s. Erläut. zu XXI 17. lin. 5 2tQdßm(va??) : UtQaßfjg (XIII 3) scheint 
unmöglich. lin. 8 Bei s %8 im s korr. lin. 19 -^-r\ ohne Bruchzeichen, lies — t\ . 

Col. XXIII lin. 11 u. 12 Zu a wie oben zu XXII 3. 

Col. XXIV lin. 9 In Tita Aaßsa( ) zwischen it und i noch ein Strich, wohl bloß zur Ver- 
bindung; er fehlt in Col. XXVII lin. 17. lin. 22 Hinter r\ fehlt das Bruchzeichen ~ oder \ 
Col. XXVI lin. 6 Bei Jir\ scheint Korr. über %d; sollte man, was nicht unmöglich, letzteres 
noch gelten lassen, so stimmt die Rechnung nicht. lin. 7 In der Ziffer das y sehr 
anomal und anscheinend erst nachträglich hineihgeschrieben , aber durch Col. XXVII lin. 20 
gesichert. 

Col. XXVII lin. 1 Der eingeklammerte Buchstabe ist durchstrichen und sieht wie ein co 
aus. Vielleicht ein flüchtiges ot>t, indem der Schreiber ol%ov zu früh schreiben wollte. lin. 2 
Ilaidla) (fast TttQÖco zu lesen) zu lesen, ist noch zulässig; obwohl der Kopf des p bestimmt 

Leipziger Papyri. I. 36 



282 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



angedeutet scheint, ist er doch nur Ligatur. Fast wäre, an vithg da)(Qov) zu denken, unter 
der Annahme, daß v und n in eines zusammengezogen wären; doch fehlt bei cq jedes Ab- 
kürzungszeichen, lin. 4 Über die Schreibung von 'la in 'laidiov vgl. oben zu XI lin. 20. 
lin. 19 Pap. ävalW . lin. 21 1. vTCacprjqip^aL. 

Col. XXVIII lin. 5 In IlarayfjTog das erste <x nicht gut gelungen und an s erinnernd, 
aber doch noch als vorhanden anzusehen. 

. Col. XXX lin. 8 cpqQi%(a korr. aus ^r\6{avQi%(p). Das i durchstrichen. lin. 11 Pap. 

a (== ccvtov) wie oben Col. XIII lin. 13/14. 

Col. XXXI lin. 5 Man kann lesen üa^wv^T] . co oder ncciimv^jj) ysco. Paläographisch 
wahrscheinlicher ist letzteres. 

Col. XXXIV lin. 15 Die eingeklammerte Stelle nicht durchlöchert, aber verdunkelt. 

Col. I lin. 2 Hinter hiti%^6\%^v kann noch ein Beiwort gestanden haben, 
wofür namentlich dann Raum vorhanden ist, wenn man voraussetzt, daß in lin. 3 
z. A. %{aqa) gekürzt war und das fragliche Wort auf die dritte Zeile hinüber- 
reichte. 

lin. 3 AvqtjXig) macht Schwierigkeiten. Erstens wird dadurch der Genetiv 
TtccötocpÖQov unkonstruierbar, zweitens ist im Präskript die Nennung der Person, 
welche die Schrift überreicht, erforderlich. Bedenkt man noch, daß in XXXIV 
25, 26 die Urkunde von einem Aurelios Plenis, dem Jüngeren, unterschrieben ist, 
der sich 6 otQo%(si^isvog) nennt und daß in lin. 3 derselbe Name steht, so kann 
gar nicht gezweifelt werden, daß AvqtjMov zu lesen ist. 

Dieser Aurelios Plenis ist, wie schon in der Einleitung bemerkt, wahr- 
scheinlich mit dem Verwalter der Einkünfte von 'Iöidiov "Oqog (II 21, XI 20 fg., 
XXI 1 fg., XXVIII 3, XXXIV 4 fg.) identisch. Er wird an letzteren Stellen Isqvös, 
im Protokoll dagegen JtuGTocpÖQog genannt. Die TtatirocpoQOL bilden bekanntlich 
eine, u.. zw. wie es scheint, die erste Klasse der niederen Priesterschaft (s. jetzt 
Otto Priester u. Tempel 1, 94 ff.). 

Die vollständigen Patronymika dieses Mannes scheinen zu lauten: Ktiötov 
ZlidviLov (XXII 11), doch ist es unmöglich, letzteres Wort am Ende der vor- 
liegenden Zeile zu lesen. Noch ist zu bemerken, daß einmal statt nXr\vvg vsa- 
rsQog legsvg gesagt ist nirjvig Uysvg vs(d))T(e)Qog XI 21, ein anderes Mal bloß 
vscbtSQog hgsvg (XXVII 5). Daraus darf man keineswegs folgern, daß vscbtegog 
zu IsQsvg gehöre — „der jüngere Priester" — , vielmehr ist an ersterer Stelle eine 
Verschreib ung, an der letzteren einfach der Name aus Versehen ausgefallen. 

Das letzte Wort der Zeile kann ich nicht ergänzen; vor .it steht keinesfalls s 
(also nicht 67ti[islrirov). 

lin. 4 Wenn \iyu<5 richtig gelesen ist, denkt man an irgend eine Form von 
yviivaöiaQislv; aber den A. Plenis selbst als yv^vaöiaQxijöag zu fassen, ist mir 
bedenklich. — Was ßorj&mv hier heißt, weiß ich nicht. 

lin. 9 Was zu zu ergänzen ist, weiß ich nicht. Ob das Tagesdatum? 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



283 



lin. 12/13 Auffällig ist hier und in den Parallelstellen (XIX 16, XXV 7 u. a.) 
die Konstruktion TtccQÜ tgjv %qs(d6tov^svg)v cpoQcov. 
lin. 17 Zu IIsQGbtog vgl. Begcbt^og) in XII 16. 

lin. 19 IIeXeiX( ) kommt auch in XXV 13 vor; belegen kann ich den 
Namen nicht. Vgl. jedoch TaitsXäXig in XX 1, XXIII 22. — Vor [io(ß((ov) erg. 
lie(TQ(p). 

Col. II lin. 11 KoTt . [gsovg erg. nach XX 14. Schwerlich Ko7tQ[eovg. 

lin. 18 Erg. nach XXX 14. 

lin. 19 Ob [a]&pM vgl. XXX 15? 

lin. 20 Zu Av%wv erg. %6^i7jg ? (Vgl. oben S. 250). Ahnlich gibt es äpcpoda 
AvKsimv oder Jvxov im Faijum (Wessely Mitt. E. R. 3, 261, P. Reinach Nr. 42, 9). 
lin. 21 Zur mutmaßlichen Ergänzung des folgenden vgl. XXI lfg., XXV 23 fg. 

Col. III lin. 3 u. 4 va \ - \lv8i%{xi6vog)~\ habe ich nicht ergänzt, obgleich häufig 
so geschrieben wird, wo denn natürlich der Haken \ nicht mit (erovg) aufzulösen, 
sondern als einfacher Schnörkel aufzufassen ist. Hier aber und an andern Stellen 
schreibt der Verfasser bloß (, das heißt dann (stovg). 

lin. 4 Zu @ccXX[ vgl. C. P. R. 1, 41 lin. 3 "Avovcpig ®aW . Eine sichere Er- 
gänzung weiß ich nicht. 

lin. 5 diatayri (sonst häufiger didxa^ig) ist die Anordnung. Hier sind gemeint 
Zahlungen, die auf Anweisung einer vorgesetzten Behörde geleistet sind. Vgl. 
Einl. S. 246 Anm. 1. 

lin. 8 Pap. 2Jm[ia~, sonst Um^ia ohne Strich (vgl. IV 8, XVI 5); die Namen 
ü(b[ia und Zw^aCg sind bezeugt (Crönert in Wesselys Stud. z. Paläogr. 2 S. 42). 
Da der Papyrus an unserer Stelle ein Kürzungszeichen hat und in XXXIV 18 
*£Iqlg)vi veatBQG) Uco^atog ausgeschrieben steht, habe ich auch hier 2J(b^a(tog) 
ergänzt, während, wo kein Kürzungszeichen steht, die Form Uco^iä angenommen 
ist ; vermutlich ist der letztere 'SIqicdv der Vater des hier genannten 'SIqicov 
*£lQi(ovog. 

lin. 11 6{ioXo(yrj&sl6ca?) hieße jedenfalls, daß Porphyrios auf die 9% Artaben 
einen Vertragsanspruch hatte. 

lin. 15 vTthQ öyeilTjg tcbv itaidav uavövog hier und in XII 18 (ergänzt). 
Bei der vieldeutigen Unbestimmtheit des Ausdrucks Kanon läßt sich nicht sagen, 
was für eine Art von Kanon hier gemeint ist; nur ist es ersichtlich, daß er von 
dem Gut für seine Sklaven (rtocldeg) bezahlt wird. Zu XII 18, wo es heißt "rolg 
6tQari(htaig vasy [dcpe]i[Xff\g? t&v Ttaidav %avo(vog)' kann man vielleicht annehmen, 
daß die Annona militaris gemeint ist, zumal z. B. von der vestis militaris es 
sicher ist, daß sie auch zum Kanon gezählt wird (C. Th. 7, 6, 2). Wäre der An- 
fang von Col. IV erhalten, so wäre die Sache leichter, da dort die Namen der Funk- 
tionäre, welche den Kanon in Empfang genommen haben, gestanden haben müssen, 
wie die Bemerkung in III 17/18 zeigt, und dann konstatiert werden könnte, ob 

36* 



284 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



sie rait den in XII 19/20 genannten identisch sind. — Daß der fragliche Kanon 
für die Sklaven gezahlt wird, ist dadurch zu erklären, daß nach der diokletia- 
nischen Steuerordnung das Landgut die Annona auch für seine ländlichen Sklaven 
zu entrichten hat. (Vgl. Seeck Art. Colonatus bei Pauly-Wissowa 4, 497 fg. 5 
Gesch. d. Untergangs 2, 264 fg.). 

lin. 17/18 al 7t(goKsli»,Evai) bezieht sich auf die in lin. 15/16 genannten 
40 Artaben Kanon für die Sklaven; Plenis, offenbar identisch mit dem Verwalter 
der Steuern des Dorfes Isidion Oros und Aussteller unserer Rechnung (vgl. Einl. 
S. 248) nahm sie in Empfang und hatte sie an die kompetente Behörde abzuführen, 
deren Quittung mit den Worten h% a%oyr\g u. s. f. (bis in den fehlenden Anfang 
von Col. IV reichend) angeführt wird. 

Col. IV Anfang. Über das Fehlende s. Erl. zu III 17/18. 
lin. 4 2Jxo7tsl\_lemg erg. nach XXIX 13. 

lin. 10 Der Name ndXauog ist bezeugt durch Strabo 7 p. 306, 309. 

lin. 11 Von den Namen Um und KccTtrjtog (vgl. XXVII 16) vermag ich 
keinen zu belegen. ITisvg kommt vor, vgl. oben Nr. 19, 7 P. Goodsp. 12 ; 2 ; 13 u. s.f. 
Ob Tita mit Uicbv zusammenzustellen ist? 

lin. 15 Was das B vor ö7toQ[äg bedeutet, weiß ich nicht; ob (devtegccg) <57toQäg? 

Col. V lin. 2 Die Ergänzung der Ziffer co[|y ^] ergibt sich aus den Schluß- 
ziffern der drei folgenden Monate und der Gesamtausgabe des Quadrimenstruum 
(XII 1, XIII 23, XVIII 15 und 16). 

lin. 10 \a%Qi (jvvujQtisag, ergänzt nach XIII 9, cf. XXXI 14. Ahnlich steht 
bei Wilcken Ostr. 2, 1135 &%qi loyov övvaQöecog, was der Herausgeber a. a. O. 
1, 706 als Vorschußzahlung deutet. 

lin. 11 Ob x(pv) exXö'ycov? Namentlich der Genetiv gibt offenbar keinen 
Sinn. Es läßt sich allenfalls daran denken, daß von den Ersparnissen an Getreide 
ein Teil verbacken wurde. 

Schluß. Die Ergänzung [BovKÖloig 6[i(ol)(og] beruht auf der Vergleichung 
der in Col. VI stehenden Namen mit jenen in Col. XIV 19 — 24. 

Col. VI lin. 5 Den Namen Aa^avr\g kann ich nicht belegen. 

lin. 12 B[ccvi7te( )] erg. nach XV 27. 

Schluß. ['Egyatcug o^oCmg] erg. nach Col. XV. 

Col. VII lin. 1 Das Patronyinikon des WsvtjaTtXrjVig wird in XV 16 ab- 
weichend angegeben. 

lin. 6 2a[iaß( ) : vgl. XV 21. 

lin. 8 Zu TwxXs&vi (vgl. XV 5) s. Spiegelberg ägypt. u. griech. Eigennamen 
n. 331, Crönert in Wesselys Stud. 2, 40. 

lin. 13 'OgyccvitccL ] das Wort kommt auch iu P. Lond. 1 n. 125 lin. 20 



Nr. 97: Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



285 



(p. 193) vor und wird von Wessely Stud. 4 p. 103 n. 4 richtig mit tir]%avttQLog 
synonym erklärt. 

lin. 23 Ila^icovi sonst llaiiovvi vgl. lin. 7; solcher Wechsel ist häufig; s. zulin. 26. 
lin. 25 Der Name Koit{i7]g ist mir unbekannt ; aber Ko7t{ifjtog steht aus- 
geschrieben in XI 8 und XVIII 9. 

lin. 26 Tlax atog sonst IJatovtog und 

Col. VIII lin. 1 IJsßcbtog (sonst Ilaßovzog) sowie 
lin. 2 IlQS{iiiG3viQg 7 sonst IlQS^ovviog. 

lin. 5 KalaöiQi häufig in Ostraka; vgl. auch TI%ala6iQi und T%ala6iQi bei 
Wilcken Gött. Gel. Anz. 1894 S. 735 u. 744. 
lin. 6 Aqccv(ovxi) erg. nach XVII 19. 

lin. 9 Wahrscheinlich ist die ftvyavYiQ Alsco%( ) als Stellvertreterin der 
letztgenannten Person anzusehen , vgl. Erl. zu IX 2 und vico y AXe(o% in XVII 4. 

Col. IX lin. 2 IlExvdio würde ich für einen Schreibfehler statt Tlenvöi an- 
sehen, wenn es sich nicht in XVI 23 wiederholte. Die gegenwärtig gegebene 
Auflösung dürfte um so wahrscheinlicher sein, als Zahlung an Stellvertreter auch 
sonst verzeichnet ist, z. B. VIII 9 ; XV 8. Der Mangel des Kürzungszeichens bei 6 
hat nichts zu sagen; er ist in unserem Stück häufig. 

lin. 3 A7t\a\yrCcp erg. nach Aitavxlm in XVI 24. 

lin. 17 Auffallend ist, daß hier das Gut, das sonst die cpÖQOi zu empfangen 
pflegt, sie hier in den Ausgaben führt, so auch XIII 15. Es kann hier an eine 
Steuerzahlung gedacht werden, wie ja auch in III 15 und XII 18 für die Be- 
diensteten die Steuer gezahlt wird, und ganz sicher ist dies für lin. 20/21, wo 
ausdrücklich gesagt wird, es seien dem nXr\(vig) vsar^eQog) 2 2 / 3 % Artaben vTthy 
tsXsö^idtcov gegeben worden, wobei man anzunehmen hat, daß Plenis sie namens 
des Guts an die Steuerkasse abführt. Für die übrigen hier genannten Fälle ist 
auch die Auslegung möglich, daß die Herrschaft von den daselbst genannten Per- 
sonen Parzellen gepachtet hatte; aber solche Pachtungen durch Tempel sind doch 
nur bezüglich öffentlicher Ländereien bezeugt (Otto Priester und Tempel 281) und 
bezüglich privaten Landes ganz unwahrscheinlich, und noch unwahrscheinlicher 
wäre die Annahme einer Pachtung, wenn unser Gut Staatsdomäne sein sollte. 

lin. 19 Über die Tätigkeit dieses Hekatontarchen s. Erläut. zu XII 18 ff. 

lin. 21 Der Ausdruck ^6(ölol) r] y l& ist seltsam, denn 19 Xestai geben 
einen Modius und drei Xestai, und man konnte besser sagen ^i6(Slol) & y y. 
Nun findet sich aber dieselbe Erscheinung auch in XXII 10. Offenbar wird beide- 
mal so verrechnet, wie es in einzelnen Posten eingegangen ist. 

Col. X lin. 4 n<Devvo<5oQßov%ov (man würde die Schreibung Wsvo6oQßov%ov 
erwarten) erinnert an IletoöoQ ßov%ig (Wilcken Ostr. 12, 1196) und deutet auf den 
zum Osiris gewordenen Buchis (Spiegelberg Arch. 1, 341). Vgl. unten zu Col. XXIV 7. 



286 



Nr. 97: Eechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



lin. 6/7 Hier erhält ein gemieteter Sklave sein Honorar für das (jti%oXoysLv, 
also für eine Deklamation , die bei irgend einer Festlichkeit erforderlich gewesen 
sein dürfte. 

lin. 8 vTtovQyol scheint hier Tempeldiener zu bedeuten, wie in der bei Otto 
a. a. 0. 112 angef. Stelle des Porphyrios. Darauf weist nämlich, daß in lin. 10 der 
eine von ihnen c ev xm 'Hqwlg}' ist. 

lin. 14 Vgl. Erl zu XVII 28. 

lin. 17 Zu Karsvng vgl. Formen wie Karting, z. B. P. Casati Col. 25 lin. 10, 
P. Teb. 88 lin. 18; 94 lin. 12 u. a. und Katoit^g Faijumer Pap. derzeit in Graz 
(bei Wessely Stud. 4, 119) Col. II lin. 10. 

lin. 18 <5ocpi<3vriq ist wohl ein Festredner im Gegensatz zum Anwalt {qi\xg)q) 
vgl. Reichsr. u. Volksr. 192. Einen q^xcoq bezahlt der Tempel in BGU. 362 VII 20. 

Col. XI lin. 2 KaXr]( ) Bs^cot( ) vgl. XII 16 ist wohl in der angegebenen 
Weise zu trennen. Zu ersterem vgl. XIII 12, XVI 26 u. Erl. zu XII 16; zu 
letzterem vgl. IIsQcotog (?) in Col. I lin. 17. 

lin. 7 Der Name ünaitaQ^ ) ist allerdings nicht zu belegen; aber ich kann 
nicht wohl anders lesen. Nur bei Annahme sehr anomaler Schreibung kann 
IIzalaöb(QLog). — das allerdings bezeugt ist (Wilcken Gött. Gel. Anz. 1894 S. 744) 
— herausgelesen werden. 

lin. 17 ÖQT(fya>v) vgl. XIII 11; XVI 25. 

lin. 22 Die Umrechnung stimmt nicht mit den Proportionen , wonach zum 
[istqov cpoQMÖv bald % (XXI 11 u. a.), bald % Y 48 (XIX 3) zugesetzt wird; denn 
das gibt bei 3^ phorischen Artaben im ersteren Fall 5%, im letzteren 4 35 / 48 + y 96 . 
Offenbar aber ist die letztere Berechnung gemeint, welche auf ungefähr 4 3 / 4 führt; 
£ ist verschrieben für £ |. 

Col. XII lin. 16 Kcdrjtt, (Dat.) auch P. Lond. 1 n. 125 lin. 13. Zu BsQG>r(ps) 

Vgl. Il8QG)TOg I 17. 

lin. 18 ff, (cf. III 15) Hier wird der Kanon für die Sklaven direkt an die ötQaticbtai 
gezahlt; sie nehmen ihn in Empfang durch zwei Männer, welche als diadötui bezeichnet 
werden. /Iiadotrig, wörtlich der Verteiler (erogator), ist ein Beamter, der sich ge- 
rade bei der Annonar Verwaltung findet. In den Papyri kommt er wiederholt vor. 
Pap. Reinach Nr. 56 lin. 3 fg. : *%a&hg syQccijjdg iioi tcsql rov 7te[Mp&8vrog ß^eoviov 
V7tb tov %cc&oXi%ov tcsql avvwvi%wv ädcbv^ öTtovdaöov Ttoifjdcci i}{iäg bvo\Ltt6&r\v<zi 
dtadötag olvov rj xysag hitl tOTtwv %tX.' , sowie (letztere Zitate bringt Vitelli 
Atene e Roma VIII n. 79 p. 225) im P. Grenf. 2, 95 lin. 3, wo es sich sicher und 
BGU. 1025 lin. 2, 20; 1025 2 lin. 1, 15, wo es sich wahrscheinlich um die Annona 
handelt. Der auf die „Verteilung" (an die Soldaten) abgestellte Name schließt 
nicht aus, daß die Tätigkeit dieses Beamten auch die Eintreibung mitumfaßt; das 
tritt nicht bloß in allen genannten Urkunden, sondern auch darin hervor, daß 
der römische praefectus frumenti dandi, der sicher auch die Getreidebeschaffung 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Herrnonthis. 



287 



zu vermitteln hatte (Hirschfeld Verw.- Gesch. 2 232) griechisch bezeichnet wird als 
sjtl rfj rov öltov diadoösi (Dio 54, 17). Dementsprechend scheint 8id8o6ig in 
lin, 22 auch nicht mehr die Verteilung, sondern im übertragenen Sinn die Ab- 
lieferung zur Verteilung zu bedeuten, und so ist es sicher auch in Nr. 58 lin. 9 
(oben p. 184); cf. C. J. 12, 37, 9. Im übrigen vermag ich die Worte ev xr\ öia- 
ögjösl (1. diaddöst) $ ö/x(ot)co£ TtQißatovQa [i6(dioi) ß nicht mit Sicherheit zu deuten. 
Das Lexikon von Sophokles nennt ein Wort jCQißccrcoQia = probatoria, und es ist 
nicht unmöglich, daß itQißatovQa hier die Quittung über den Kanon bedeutet, für 
welche also gleichfalls eine Gebühr gezahlt wird ; vgl. das vitsQ Xoyov isiQoyQttcpov, 
I 15, 17 u.s.w. Das Zeichen $ hinter 8iad(b<5ei 7 das eigentlich i Y\\ii6dag bedeuten 
würde, muß hier einen anderen Sinn haben, etwa den von avrov' vgl. oben S. 254. 
Lin. 24 — 25 sind textlich nicht hergestellt. 

Unter den Beamten, welche die Annona einkassieren, führt Ruggiero Diz. 1 
p. 487, wenngleich (m. E. grundlos) zweifelnd, auch den Centurio an, wegen 
D. 13, 7, 43, 1 (missus ex officio annonae centurio culleos ad annonam sustulit). 
Nun finden wir in Col. IX 19 einen Posten c Mi\ivovi aitb (ß%atovraQ%(Dv) [. ..( )] 
v%(sq) ia\ — ■ a \ , und man könnte daran denken, hier eine Parallele zur Digesten- 
stelle zu finden. Doch bleibt dies zweifelhaft. Denn erstens ist ein Betrag von 
iy 2 Artaben für eine Annonarzahlung etwas klein. Zweitens ist Mb^ivcdv viel- 
leicht gar nicht aktiver, sondern gewesener Centurio (octco s%atovtäQ%G)v vgl. Erl. 
zu Nr. 14 lin. 3). Allerdings ist es nicht absolut sicher, daß das aith e. so gefaßt 
werden muß. 

lin. 22 S vielleicht = aiyxcbv) vgl. Einl. S. 254. 

Col. XIII lin. 4 Zu tccq6ixccql(p vgl. oben Erl. zu Nr. 26 lin. 9. 
lin. 7 %ti6riov dürfte ein Stiftungsfest bedeuten, 
lin. 9 Zu ä%QL övvuQöscjg vgl. Erl. zu V 10. 

lin. 10 TtaQdi: vielleicht läßt sich direkt itaiöi lesen; auch in XXVII 2 wird 
das i mit einer Schlinge ligiert. — Vor Asovt{lovl!) ist vielleicht das übliche 
e% uslsvöscog (vgl. lin. 2 usw.) ausgefallen. 

lin. 11 Vgl. XI 17, XVI 25. In den folgenden Zeilen werden die Tage an- 
gegeben, an welchen für die Wachteln Futter geliefert wurde; vgl. XVI 25 fg. 

lin. 15 ff. S. Erl. zu IX 17. 

lin. 18 Ilsiiyä: vgl. XV 29; der Name ist bezeugt durch P. Teb. 1, 61b 
linn. 410, 418, wo jedoch der Genetiv Ilsiiväxog lautet. 

Col. XIV lin. 9, 11, 12, 16, 17 Vielleicht ist auch an den vier letzteren Stellen 
zu ergänzen 'Ev%(vvrjg). Bei Wilcken Ostr. 2 n. 661 und (laut Wortindex) auch 
in 687 findet sich gleichfalls 'Ev%( ), was wohl nach dem hier vorfindlichen 
Muster aufzulösen ist. Vgl. auch XVII 9. 

Col. XV lin. 8 Der Posten IIcct(qi) Tefditog deutet auf Stellvertretung in 
der Empfangnahme. Vgl. Erl. zu IX 2. 



288 



Nr. 97: Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



lin. 21 2Jaiiaß( ) : vgl. VII 6. 

Col. XVI lin. 18 N[cc\q)SQG)rb (nicht N[s]cp6QC3ti) erg. nach IX 11. 
lin. 23 Zu ö(v6[mrog) vgl. Erl. zu IX 2. 

Col. XVII lin. 3 Vgl. Erl. zu VII 25. 

lin, 4 Vgl. ftvyccTQl AX£a%( ) in VIII 9 und dazu Erl. 

lin, 5/6 Vgl. zu lin. 4, 

lin. 9 Ob 'Ey%a zu lesen ist oder bloß 7 Ev%(yvi]g?) — s. oben zu XIV 9 — 
ist zweifelhaft. 

lin. 11 üsßcbtog, sonst Ilaßcbtog, vgl. Appar. zu VIII 1. 
lin. 19/20 Vgl. Erl. zu lin. 4—6. 

lin. 28 Der Name Tltitö^ ) ist m. W, nicht zu belegen; er kommt in diesem 
Papyrus wiederholt vor (X 14; XXXI 17). 

Col. XVIII lin. 2 Wevcolßtog: Der Name ist m. W. in den Papyri nicht be- 
zeugt ; dagegen ist "OXßiog ein griechischer Männername , und es kann eine Misch- 
form nach Art der von Crönert in Wesselys Stud. 2, 39 fg. besprochenen vorliegen. 

lin. 15 — 21 Die Summen, die hier angegeben werden, stimmen mit den 
Schlußrechnungen der einzelnen Monate , und diese wieder — soweit angesichts 
der Lücken in den Anfangscolonnen Nachprüfung möglich ist — mit den Summen 
der Einzelposten überein. 

Col. XIX lin. 18 —XX 6 Die Posten kehren XXIII 18 fg. in der Ausgabe wieder. 

Col. XXI lin. 3 Vgl. XXVI 1, XXVIII 9. 

lin. 11 Aus der hier erscheinenden Summe folgt ; daß in lin. 7 zu ergänzen ist 
ißxä und in XX 12 rj\ 

lin. 17 ff. Hier wird die Ausgabe an Gerste für Viehfutter verrechnet , u. zw. 
nach den Tagen, an denen sie stattfindet, wobei die Auflösung tj^sqiv^ov) 6i- 
(tiö^iov) — lin. 17, XXII 20 — , auch kürzer ^(eqivov) genannt — lin. 21, 

XXII 3 ; XXIII 2, 8, 9 — wohl zweifellos ist. Zweifelhafter ist es ; wenn 
viermal — XXI 19, XXII 3, XXIII 11, 12 — im Papyrus steht <hrthQ t&v a 
rj[i8Q(X)v (an den beiden letzten Stellen abbreviiert: rj{i( )). In XXI 19, XXIII 
11, 12 kann man daran denken, das a mit (ptQOXsiiJievcDv) sc. iftLSQGbv aufzulösen; 
an diesen Stellen hat nämlich die Zahl der Tage im vorhergehenden Text einen 
unmittelbaren Anhalt; denn sie ist, obwohl nicht genannt, doch nach der Rechnung 
9 resp. 30 Tage, und dieselbe Zahl von Tagen steht auch vorher in XXI 17, 

XXIII 8 (und ist gemeint in 9). In XXII 3 dagegen läßt sich diese Auflösung 
nicht durchführen. Darum scheint es mir unerläßlich, einem Vorschlag Wilckens 
folgend, a{yt(bv) zu lesen, was sich natürlich nicht auf die berechneten Tage, 
sondern auf die gefütterten Tiere bezieht. 

lin. 24 8Qyari%6g im Sinn von e^ydr^g, — Der Ausdruck ivCav ruiSQcbv ist 
sonderbar. Aber svl, <hv rjiiSQwv {rjvixav} zu lesen, ist schwerlich besser. 



Nr. 97 : Rechnung über Naturalien aus Hermonthis. 



289 



lin. 25 Der Buchstabe hinter 'Eq^io kann ein in ptolemäischer Art nach 
oben geworfenes v sein, aber auch ein v. M. E. ist *Eq{iov(&iv) die wahr- 
scheinliche Lesung, da ( EQtiwv&iv sonst anders geschrieben wird (III 14). 

Col. XXII lin. 4 yy(b{jLri ziemlich wahrscheinlich; %6iir\ ausgeschlossen. — Zu 
Msiivoiilwv (1. MeiivovsCav) vgl. P. Lond. 125 lin. 42, wo nach Wilcken Grött. Gel. 
Anz. 1894 p. 744 hv Me[ivov[s(oig zu lesen ist; vgl. auch P. Lond. 17 n. 3 (p. 44 ff.) 
lin. 9, 41; n. 77 (p. 231 ff.) lin. 27 u. 76. 

lin. 5 Der TCQÖsÖQog ist jedenfalls der Vorsitzende des beschlußfassenden 
Kollegiums, von dem die yvü^irj Meybvovslcov in lin. 4 ausging. 

lin. 9 mri(ys)<5i ; die Einschieb ung nach der Transkription vorgeschlagen von 
Wilcken. — 1. hv tolg %a6tQ0i[g\. Gemeint sind wohl Tiere, die zum Militär- 
gebrauch gestellt worden waren? 

Col. XXIV Die Namen teilweise in XXVII 7 ff. wiederkehrend. 

lin. 7, 11 Die 8i(bQv£, Bov%swg hat ihren Namen nach dem zu Hermonthis 
verehrten heiligen Buchisstier. Vgl. Spiegelberg Arch. 1, 341 fg. 

lin. 9 Zu ma Aaßsö( ) vgl. XXVII 17. — X6^iar(og) aufgelöst nach XXVII 17. 
— Zu ma vgl. Erl. zu IV 11. 

lin. 10 Den Namen kann ich nicht verifizieren; die Akzentuierung ist mir 
zweifelhaft. Vgl. etwa $d(pig in Nr. 104 lin. 20. 

lin. 12 Ist nXrjviavfig als Pliniana zu fassen? 

Col. XXV lin. 13 Zu TIsXsiX( ) vgl. I 19. 

Col. XXVI lin. 1 Vgl. XXI 3, XXVIII 9. 
lin. 5 Die Summe ist um Y 12 zu groß. 

lin. 9 Cf. 13 und 21. Die Unterscheidung zwischen griechischen und ägyp- 
tischen Tauben weiß ich nicht zu deuten; bemerkenswert ist, daß bei den letzteren 
lin. 21 der Zusatz steht drjii( ) Xrj( ), (lin. 13 allerdings di(ä) . . .). Falls dieses 
in 8rni{oöi(p) Xrj(v<p) aufzulösen sein sollte, wäre vielleicht anzunehmen, daß für die 
ägyptischen Tauben ein öffentlicher Futterkasten aufgestellt war, und dann wären 
diese einheimischen Tiere offenbar frei gewesen; von den griechischen, wo die be- 
zügliche Bemerkung fehlt, wäre etwa denkbar, daß sie in Käfigen gehalten wurden. 

lin. 18 Zum Schluß vielleicht asy, .j[.2{idrG)v 1. astiiidvav? 

lin. 19 Wurde der Wolf als heiliges Tier gehalten? 

Col. XXVII lin. 5 Zu vswt^sqov) IsQecog vgl. Erl. zu I 3. 
lin. 16 Zu Tlia Kartet og vgl. Erl. zu IV 11. 

lin. 21 di(a) tb yrtacpsvQrjö&ai (1. vTtacprjQfjö&ca) bedeutet: nach Subtraktion. 



Col. XXVIII lin. 1 Über die Form &qaxog (= &q&vov) vgl. Erl. zu Nr. 23 lin. 17 
lin. 9 Vgl. XXI 3, XXVI 1. 

Leipziger Papyri. I. 37 



290 



Nr. 98: Verzeichnis von [LSQiatLol unbekannter Herkunft. 



Col. XXX 8 Die Korrektur von &r]<5(av()L%(p) zu cpoQincb (s. App.) ist mit blasserer 
Tinte gemacht, als die ursprüngliche Schrift, so daß man. glauben kannte, &rj6 
sei korrigiert aus cpo. Das Richtige zeigt die Angabe in lin. 18. 

Col. XXXI lin. 17 Zu JZtm?<*( ) vgl. Erl. zu XVII 28. 

Col. XXXII lin. 15 Zwischen %8 und firj (beides ziemlich verdunkelt) noch 
ein, offenbar bedeutungsloser, Strich, im Text durch einen Punkt ausgedrückt. 

lin. 16 Gemeint ist offenbar v7ta<priQri<o&ai ; aber das Wort ist auch in 
XXVII 21 fehlerhaft geschrieben, und was hier gestanden hat, ist nicht sicher zu 
sagen. 

Col. XXXIII lin. 10 und 14 &8Q{iovg dialektisch für &sq{iov. 



Nr. 98. 

VERZEICHNIS VON ^qlO^oI NACH DEN LISTEN DER t&moQeg. 
Inv. Nr. 62. 

Papyrus H. 28 Br. 51 cm. Herkunft unbekannt. 4. Jhd. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. 
(Erster Druck Nr. 2.) 

Col. I. 

..[..].[.. ,~\iG3V .[.].. [.]£GJ2> . . . VV&[ ] . 

[U^SQfjvog '-A&wyxQiTov iv8[i]xxi(^6)v(o)g v\o(jilöiiaxog)\ $ . 



Ms\ß(i<Jiibgj\ 2Jeqt]vov e%d%xoQog 
ovx&g ' 

Ns{is\jf\icov ( IsQa%og i8H iv8i%xi(6vo)g ^vöijilGiiaxog) $ yrj 

UivovxLwv *EQ[iccjtöXlc3vog i8H lv8i{%xiovog) vö{(i(ö[iccrog) ißH 



'AXs^avdQog Ev8cc£[iovog iSH lv8i(%xiovog) ~vö(jil(5iiaxog) ^ %8{i\ji\ 

'Ati%hiq\7t\iddrig 'Eqiilvov i8H lvSi(%xiövog) ~vo(ß,C<5{Laxog) %S{irj 

Ev8ccCiLG)\y\ 8t(ä) Bi%xmqlvov i8H lv8i(%xiovog) ~vö{jii6[iaxog) fi]^ 

IJivovxiCDv U. .[..].. o86qov i8H lv8i(%xiovog) wo(iiLti[iaxog) yiß 

ITavsoovg 2JiXßa[vov iSH i\v8i(%xi6vog) vo{jil6iiaxog) ^ 
KXriQiovoiioi) \jAQ\ito%QaxCmv\og iSH lv8~\i{%- 

Xiövog) ~vö(jil<5{Laxog) $ yiß 

&oi[ßd[i][iG)v KqX\lov&ov iSH lv\8i(%xiovogy\ Uö([iL<5[icc . . .) .. 



Nr. 98: Verzeichnis von ^sgia^iol unbekannter Herkunft. 



291 



~]g re[v]vadCov ..[. . id/f] lv8i(%xiovog 
] . . . cog 8i(a) &soScdqov i§H lv8i(%xiövog) 

] IJaXXaSlov 18H iv8i(%xiovog) 

]p • • Q°S t>8H lv8i{%xiovog) 

] . i8H iv8i%xi{6)v(o)g 

~]s lv8i(%xiovog) 

iSH lv8^i%xi(6)v(o)g 

]... i[SY lv8i(%xi6vog) 



~vö( K liC<5liata) y 15 
vö([ii6(ia . . .) . . . %8\ir\ 

rrö([ii<5ticc ) . $ %d{ir] 

vö(iiC<JiLatog) ± %d{ir] qg [ß] 
~vo([iL<j[iccTog) £ Jirj 
'vö(jit6iimog) . q£ Qq ß 20 
~vö(jlIg \iax 'og) %SJ yll 



Col. IL 

MsQ(i<5iibg) TavQivov 'A^mviov e^duxoyog 
ovxmg * 

'EQiilvog [Ev~]Xo[y~\iov i8U lv8i(%xi6vog) 
<Eoißd[i[i(DV K.iv.l( ) Brj6{a] 
*EQii\aiiiL(D~\y "Eqiiivov [l8^~] l[v8i(%xi6vog) 



vo{jii6iiaxd) ß y 



vo{}il6iiaxog) %8qg 



vo{jii<3iiaxog) gH 

Von lin. 6 ab das Namenverzeichnis zerstört; von der Wiedergabe der Reste 
der Zahlenkolonne wird abgesehen. 



Col. III. 



M8Q(i<5{ibg) r HQa%Xd{iii(Dv(og) ©socpdvovg 
ovxcog ' 

KX\ji\q{ov6iioi) To\y\Qßcovog övv KoXXov&ov 
Evdcci[iovog i8H ivSi(%XLÖvog) 
Brjxig Süd Uvqov idll iv8i(%XLÖvog) 
K\XriQ(ov6iioij\l TovQßcovog b[ioicog i8H Iv- 

8i(%Xiövog) 
^HqcckXbcdv Tvqdvvov iSH lv8i(%xiovog) 
!ÄQX8[jiid(DQog *Eqii\i\vov l8^ i\y8(i%Xi6vog)] 
2J[i]Xßavbg ßayevg i8H lv8i(%xi6vog) 
(2. Hand.) IIivovxlwv T. . [. . .Jqptog 

(1. Hand.) SsoyiXog 6ixa[7t]o8s%X7]g i8H iv- 

8i(%xi6vog) 
6 cc(yxbg) b^ioCcog i8H lv8i%xi(o)v(o)g 
6 a(yxbg) o^ioicjg VTth^g) xfjg a(yx7]g) i8H Iv- 

8i(%xiövog) 



(sic)_ 

lw([ii6[iccxog) ißH 
vo([iL<5iiaxa) ß y 



Vö(jil6iiaxog) %[8~] c, g , 
~vb(liL<5liaxa) ß yiß 
Ub([i(6[iaxog) $/ 
Uö([jLi<5[iaxog) y 

Hö(jil<5liaxa) iß 
'vöQiCöiiata) 8 



10 



voQiCd^iata) y 



37* 



292 



Nr. 99: Rechnung über Spreuabgaben aus Hermupolis. 



(3. Hand.) 6 afvtbg) ö{iob(cog) vo(jil<5iiata) ta 

15 Tiivhtai) Uö(^iiö^iata) X. 

Auf dem Verso geringe Reste einer durchstrichenen äjtcciTrjöLg von vierter Hand. 

Col. I lin. 2 (hergestellt von W.) — ^ hier und im folgenden = r)[ii6v. 
Col. III lin. 3 (hergestellt von W.) 1. KoXXov&cp. lin. 7 Tvqccvvov W. lin. 8 Das 

v8 von i\yd(i%ti6vosj] in einem Tintenflecken verschwunden. 



Nr. 99. 

RECHNUNG ÜBER SPREUABGABEN. 

Inv. Nr. 68. 

Papyrus H. 27 Br. 58 cm. Hermupolis. 4. JM. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 26.) 

Col. I. 

..].[..]..[ ] Xl(tQUi) <(sive Xi(TQ(Dv)y [n]# . 

cbv 

Beqxv y ivdi%(tiövog) XiltQav) r\ ß g \ 

].[..]•• 

5 ] . vöeeog 

] . v . rj dH ivdi(%tiövog) Xl(xQai) [n] . S 

'AitaC(xri6ig) 'H^axld^iicovog \ß\%^Q(p v ) Xi(tQai) n i&l 

COV 

SeXßcbv^scjg yll ivSimiovog [H(tqcci) n] iß 

10 'Agseog $11 ivdi%(xiovog) Xl(tQai) r\ i . 

Uevo^ißco yll ivdi%(ti6vog) Xt{xQai) r\ cc&v 

I 

'ArtccCtTrjdLß) KaXXiviuov cc%vq{ov) Xi(yQai) r\ vyrfr 

I 

cbv 

TsQTovßv&seog ßU lv8\i\%(ti6vog) Xl(tQai) n y 

(Rechts angehängte Zeile.) IJaQiov ®scov\o]g <x%[vq(ov)] vjc(8q) ßU Xl(tQai) & 

15 QeXßcbv&eeog yll lvöi%{xv6vog) Xl(xQai) n cc 

(Rechts angehängte Zeile.) üccqCov 0ec?v(og) VTt(sQ) ßH lvdi%(t tovog) Xl{tQai) ycp 

16 2JofioXco yll ivdi%(ti6vog) Xi(xQai) n # 
[.].3C££öc? dll ivdi%{xi6vog) Xi(yQai) r\ ß 



Nr. 99: Rechnung über Spreuabgaben aus Hermupolis. 



293 



[.]..ov. dll ivdi%(rLÖvog) XC(xQai) r\ y 

Toov 8H lv8i%(ti6vog) \Xl(tQai)\ i-.ßj. 

Aitaiix^ig) !A<5%Xr]7tiddov oc%vq{ov) XC(tQai) r\ y 

Xvöscog al 7tQ0%{siiisvai) 

Aitai{%r\6ig) AlXiavov cc%vq(ov) X(Itqcci) r\ n . ■ 

KXtjq^ ) 'Slxeaviov dia UaXovötiov %al 
Z/to6%ovQid(o)v y lvdix(ti6vog) Xi(tQai) n a 

©(orecog y lvdi%(ti6vog) XC(tQai) n ß s 

A%al{xri6ig) 'H^a^Xä^GDvog ®socp(lXov) &%vq(ov) XC(tqccl) n ae 

'Ißicbvog Tsg) (?) al 7tQO%{etiisvai) ..[..]... 
Aital{xr\6ig) 'E^iialcßvog *Eq{isivov &%vq(ov) \XC(xQai)\ . . 



Col. IL 

!A7tciL(rr]öLg) 'A..a%ovlov &xvq(ov) Xv(tQai) n d 

KiQxä y lvdix(xi6vog) - Xl{xQai) s%X 

A7tai(%r\6ig) "E\$\\iaiwv{og) TvQavvo(y) &%vq{ov) Xi(yQai) n d[ 

Aitalit^ig) 'EQiioysvrjg (sie) Geori[iov &%v\q(ov) . . 
AitaLix^ig) 'Eqiibivov 'Iov&&v(og) ä%v[()(ov) 

VTtSQ äit%aixr\<5^g [ 

A%ai{%K\<3ig) 'EQiiaic6XXG)v{og) ®80(p(lXov) v(l)ov dvä 

rov 7tatQ(bg) cc%vq(ov) X\l(xQai) [. . . 

ccTtb all ivdvxixlovog) Smg yH 
A7tcci(t7]ötg) Z/LO%Xeo[v]g cc%vq(ov) XiitQai) r\ as . . 

A%al{% , Y\<5ig) ^HyaicXsavog &%vq(ov) X(trQai) r\ as 

Trjx&ewg al 7tQ0%(elii8vai) 
A%ai{%'Yi6iQ) MaQ%eXXivov a%vQ(ov) Xl(?Qai) g 

A%ai{%r\<3ig) "Eq^dov äyyqiov) n ye$ 

TevsiMDsmg yH ivdi%(?i6vog) al TtQOX^sC^isvai) 
A7tai(trjöig) z1wqo&s\ov] UiXßavov a%VQ(ov) Xl(yQai) n y 

Ilaxri SU lvdix(ri6vog) ^\_%^Q(p v )\ M(yQai) n ߣ g 

%co[io%aTv%(DV Teiisv%\)Q%e(og 

di(a) TavQivov äH lv8i%(ti6vog) XC(tQai) ßw . 



294 



Nr. 100: Rechnung über Stenern an Gerste. 



Col. III. 

. qo0 . Xev0 &\_%\vq(ov) M(tq<u) n . [ 

v0i( ) %Ii]q(ov) Ne«Q%ov S /f lv[öi]%(ti6vog) H(xQcti) a[ 

di(a) IIa ..os { d } SU lv8v%(ti6vos) ayvQ{ov) [X)C(tqcci) [ 

8i(ä) 'AitoUm[ . ( )] All 
.[.]..[..>[ 

a ivdi%(tiövog) . . [ 

Reste von einer vierten Colonne. Auf der Rückseite Reste einer Aufschrift. 

Col. II lin. 7 1. cc7CccLtr}68cog • zweites % korr. lin. 12 Trjnd'scüg W. lin. 14 Füge ein 
<^Xl(tQai)y. lin. 17 In fehlt zu £ der Tausenderstrich.' lin. 18 1. %g){io7icctoL%(dv. 

Col. I lin. 11 Zu Uevoiißa vgl. P. Flor. Nr. 2 Col. II lin. 43. 
lin. 17 Mvd%SG3g ausgeschlossen; denkbar allenfalls Mv]d%eG)g, welche letztere 
Form m. W. nicht bezeugt ist. 

lin. 18 2Jcc[ioov ausgeschlossen. 

lin. 19 Zu Toov vgl. Toov IIa6%(b in P. Flor. Nr. 50, Nr. 56. 



Nr. 100. 

RECHNUNG ÜBER STEUERN AN GERSTE. 

Inv. Nr. 66. 

Papyrus H. 28 Br. 50 cm. Hermupolis (?). 4. Jhd. p. C. 
Cursive. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 36.) 

Col. I. 

Wegen mehrfacher Beschädigung wird von der Wiedergabe abgesehen. In 
der letzten Zeile steht eine Summenangabe. Die Summen sind hier überall in 
Artaben angegeben. 

Col. IL 

KQ[L]ftfig biiolmg' 

21\v\Xßavbg 'OXv{i7tiodw()ov U(tQccg) g^ig 

A[s]mv IIccfroovTog Xi(tQccg) [..]$// 

Tiftorjg di 'EXsvrjg XC{tQag) y 

ByXfiiog (?) Kco^iaöiov X((tQag) q% 

IöidcjQcc ZlrjiirjTQLov XC(tqccq) X 



Nr. 100: Rechnung über Steuern an Gerste. 



295 



'I&dvvrjg 'Ißö'Ctog 



lovragj 



Eqiiov 

ZlcoQO&eog ^I%7t&Q%oyJ 

KX(t}qov6[iol) Ssotiiiov §i(a) Trjdv[iov (sie) 
ZJeQxvog Avxiog 
BaölXaiog *Eq[iov 

*EQiislv(og) !A{iG)v(iov) yrt(h()) IT. [. . .] . 10g 

6 a(yxbg) vitieq) avxoy 
ArjiitfxQLog Aiia^ovlov 
BytfödcpQog Aio<5%ovq18ov 
Kwiiccöiog N8tld[^i]^G3vog 
'EQiiäog 'Aii(dv(Iov) Fsqovtlov 
Avxig Kotcqbov 
'EQiislvog AwQiwvog 
'Egtieiag *Hcpai6xäxog 

Col. III 

UiXßavbg 'OXv{irtiodcbQOv 
TavQtvog AwvXXov 
üivovxiwv ' IcoOritpiov) 
UvXßavbg Ev[icc&iov 
FevvdSvog Ai%ai&Q%ov 
A%ai{xr\6ig) ^EgticcCcovog Tvq&vvov 

'Etoliiov AyiXX&wg 
A%ttl{%'Y\6iQ) UsQrjvov Aya&oxXsovg 

/YQoö yi vo{jiiöiiaxa) %d. 
IdyyQOv b{ioia)g • 
KXavSiog dt ^Sl^icovog 
AwQÖ&eog Eqiiov 
A\i\iovvig ß(svs)cp(i%iaQiog) 
'AQ%iysvrjg ^HQwdtcDvog 
A[i[i(bvt,og di[a] (friXaöXQLov 

KvQiXXog ÜCCQCCTtLdtioQOV 

TvQccvvog 'HXiä 
'Aöaiicov (?) di[a\ Br}tid[i[iG)vog 



[X((xQag)] . r 
[Xi(xQccg)] . 
[Xi(rQug)] % 
lXi(tQag) tgj 

X((xQccg) . 
XlixQccg) 1] 
Xi(xQag) d 
X£(xQccg) % 
X£(xQag) [.]§ 
XC(xQag) ta 
Xi(xQag) vs 
XKxgccg) 
X((xQccg) [.]# 
XC(xQug) 18 
XC(xQccg) & 
Xi(xQag) s 
Xl(xqag) iia 

Xi(tQccg) xv d 

XC{xQag) (p 

Xl(xQag) [18 

Xl(xQag) Iis 

Xl(xQag) co[iy 

Xi(xQai) c~ . r\ 

Xl(tQai) 



XC(xQag) y 
Xl{xqag) c~ 
Xlix^ag) q 
XC(xQag) iy c 

Xl(xQag) a . . 

/ 

XC(xQccg) d c 

Xi(tQccg) x 
Xl{xqag) vv 



296 



Nr. 101: Rechnung über den Kanon aus Hermupolis. 



'iGidcDQog 'OvvcocpQLOv di(ä) Evrtaxo(jf)og XC{xQctg) qv 

20 EvXoyiog dt,(ä) Asovt[£ov~\ % [X((xQccg) . v 

TQiddeXcpog 'Aexio\v\ XC(xQag) a . 

Ilesvg 'A . oqp( ) Xi(xQag) xv 

Col. IV. 

Ti&oy\g r EQiLd[i([i)G)vog Xt(xQag) % 

rXavicog ti%o[X]cc6xL%bg Xiixyag) q£ 

Ma%aQio[g 6] %al ZlaQofreog 6%oX(ccöxiKbg) X((xQag) x 

KvQiXX(og) di(a) KoXXov\p\ov XlixQag) % 

5 KvQiog) 'OvvacpQiog 'A[i{iovvLog Xi(xQug) c~ 

<f>lßig (frißCovog X((xQccg) ql 

KvQog !A[1[1(dvlov Xiixqag) xii] 

MaxaQiog Tivov&iog Xl(xQag) a 

TvQccvog VTtsQ !Avxlv(6ov) . [. . .] . unv(og) / 

10 .v Xi(xQag) q 

EvX6y\iog ] XC(xQag) c~ & 

*EQiiav\x~\lvoog 'Asxlov X((x^ag) c~ & 

UiXßavbg . . . ®sodd)Qov Xi(xQag) 8 

"EXsvo\g\ 'EXivov XlixQag) qv 

16 Uivovxlwv KoitQsov Xl(xQag) % 

ALotfmvQLdrjg Nsa^%Cdov Xl(xQccg) y 

*EQiiU7t6XXcdv Aqx8ih8g)qov Xi(xQag) vv 

rsvvddiog /4i%aiaQ%ov XC(xQag) ßcp 

\r(lvovxai)] U(xqcci) r\ ß- /s G)Xrj^ vofjilöiLaxa) . £$/ 



cc%vq(ov) 

Verso : *Eq{i . . . vrjg @8oxl[iov Xl(xQag) 8. 

I 

Col. II lin. 9 In 'A\i\Lmvios das co nachträglich flüchtig eingeflickt. lin. 13 Tridvpov 

]. AM\iov. lin. 14 1. IJsQyiog? Am Schluß d korr. aus s. lin. 16 1. 'A^avlov. Das 

v7t(hQ) sieht zunächst wie a aus, aber der gleiche Duktus kehrt in lin. 17 wieder. lin. 21 

1. *EQ{iatog 'A^cov(lov). Col. III lin. 19 1. EvitdtOQog. 

Nr. 101. 

RECHNUNG ÜBER DEN KANON. 

Inv. Nr. 589 Verso. 

Papyrus H. 23% Br. 31 cm. Hermupolis. 4./5. Jhd. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Das Recto dieses Papyrus ist oben unter Nr. 41 veröffentlicht. 



Nr. 101: Rechnung über den Kanon aus Herampolis. 



297 



Col. I. 

Am linken, abgebrochenen Rand öfter Zusätze in kleinerer Schrift, anscheinend 
von derselben Hand. 

• [•]•[ M-M- • • V S v^W 

• [ ]•[•]• V ?[•] S <yij(ftotffos) V * 

. [ ] . . [.]<p|V] 6 %al XgvöC'yovog 

] V7tt •[•••]• cwiog [y]v[iv\_a]6icc()%( ) 8i(a) !Aqt8{ilS(dqov vlov) 

. [ ]z>og ua[i\ ni\y^ovxC(D[y\ IlöXXcjvog 5 

[ ]ttov . . [. .]u 0[tß^(c3vog *Eq[ilvov Sctco *Eqiiov\ 

idico{ti%f}g) £G7i(ciQH,£v7\<$) \ 

it(6)X{s<ng) V <s • > 

] • • %Q V • • [. . ,~]yig UoXßavov ccxb *Eqii[6]v ut(6Xs(og) | 

ldico(yi%fig) ^7c(ccQfisvrjg) \- & 9 j 

iFQl [. ]fU . d ...[.. . .>( ) &(<i) ^0^[dpo]v KöTtQSOV | 

ldi(o(TL%rig) 6ö7t(ccQfisvrjg) \- £ ' j 

] p4vo]vjS(Y](Di> . [ ait\b xf\g a{ytfig) 7c{6Xs(Dg) | 

\l8i\(a(xMris) €07t(ccQ(i€vrig) \.ß \ 
. . [. .]©[. .] . TOV . [ 

Äsrag)] ldiG)(yi%fig) i6^t(ccQ(i6vrjg) \.ß-^'f J 

[^>V^ ^ %oci Ta[ ](iig 6^o((cog) , | 

|7]&g>(tmmJs) 66tt(ttQ[isvrig) [V] &ß S ,;/ J 
] r *[ [••]•• [• •] 9 4yccd , [bg Z/ai^ijcDv 'A%i\X(X£(Dg) b~\iiol(pg) \ 

l8i(o(ti%7jg) 86jt(ccQ[isvrjg) \-£$ m / f 
[d.]sco{v~] ^Mfi[6]v [bfioji^cog) \ 
i8iG)(ti%r\g) e<57t(ccQ[iEvrjg) 8 £ | Xß */ j 
]^°[ N[e]ccQ%og 6 1£ [oJXÄfovJ^og) %al 'E^iilvog 6 w%l iTt- 

vovtiwv l8t,G)(riwrjg) i67c(ccQfisvr]g) \~ ß ' 15 
*E\ß]ti8iag 6 .] ..[..].[... %a]i oi 7cXrjQo(v6[ioi) KvqiX- 
X\o]v t[o]v [ ]. l8ico(ti%fjg) iöz(aQ(ievrjg) 

V9S*r- 

* EQ[p,&~\ii,iL(nv d>oißa[ii]{ia)vog | 
Srj^ioöiag) 8<57i(uQ[isvrig) \- a r\— \ 
] ' ' ™?ov ' ...[..]..[..] I8im(ti%7jg) 86it(aQ^8v^g) V- S ' 

x E[(f\ii[(o]vr] 7] %ccl 8v(ä) üccgccTttcovog 20 

Leipziger Papyri. I ., 38 



298 



Nr. 101 : Rechnung über den Kanon aus Hermupolis. 



25 



] • og 



30 



.[.].. [.].[.M.-] [..]/. f \ 

idiw(ri%i\g) e67t(aQ[i8vrig) \- ß' J 
,~]...iog 6 %al 'Ayla&ojg Aui\iw\y\ YV{iva6icc()%( ) 1 

drj((io<jiag) 8<57t(ccQ[i8V7]g) |_ s j 
0[. ..].[.. .]xo#os [. .] . [. .] 8i(ä) Avov . . ov %al AloGkov- 
Q[Cdrj]g B[. ,]v[. ..]... ].wv 

i8iG){ti%fig) 8ö7t(aQ[ievrjg) V ßd" 
. [. .]cu[ 6] %ai [2Jt]Xßavbg yv[Lva6iaqyj^ ) 

l8iG){xi%fig) e67t(aQ[isvrjg) \. £ ' 
^[slgaiaaCva fj %\al Ar}][i[rj'c]()(cc bnoi(cog) 

idiG){ti%fig) 6ö7t(ccQ[i8V7]g) \-%S°l 
A . . vqcc %ai *HQaKjL,\£C]tt 6^[o^(cog)] 

[i~\di(ü(rL%fjg) i67t(aQ(idvrjg) \- rjXß 

dri(jio<5lag) 8tf7t(aQ[i8vrjg) \- 8 $ •/ 
U\iX]ßavbg 'Iöidwoov äitb !Avtlv(oov) 7t6X(8(og) 
idm(ri%fig) [8<57t(cc()[i8V / rjg)~] \- y ' 
Eyg fj %al A^cjvccQ^iojv di(ü) !AtcoXX(dvl(ov) 

l8lG){xi%fig) 8<J7l(cCQ{l8V7]g) \- ß $ 7]tg '/ 

y A%iXXsvg 6 %[al .]...[...]. og 

ldi(ü(ri%7lg) 8<5jt(aQ[i8vrjg) \- ß ^- */ 



Kcivcov 

II vvvl vlcbv to(v) avt(ov) 



Col. II. 

'EQfilvog 6 %al (frilccd^eXjcpog di(ä) [. 



•] 



// 



idiG)(riX7jg) 8ö7t(aQ{i8vr]g) \- . 
2JccQcc7tlG)v %al noXvd8v%[rj]g N. [.]... . 

I8ic3(ti%7jg) 6ö7c(aQ[i£vrjg) |_ 8 ^ 
SIqlcdv Aqs . . . AiöduoQog (ß%ar6vruQ%og) 8i(a) *HQa%X\ßC\8ov [&8\sX- 

navä $ cp[o]v iSiG)(tiX7]g) 8d7t(aQ[i8vr]g) \- a 

K av<1)V vvvl vl&v r(o#) cciytov) Avxoovlvog 6 %al Ko7tQ8[ag~\ 

l8iG)(xi%rig) 8<57t(ccQ{i8vrjg) \- a ' 

5 'IölScoQog 6 %al Aldv^iog %al oc[_a]l 

wvUi(ä)mov(X) "EXivri l\dim(ti%m) £<5~\it(aQii8vrig) l_ TV 

%al %oiv(ov&v [<fj 8ri{jio6lag) 8ö7t(aQ^i8vi]g) \- a ^ ig . [ . 

Ji66KOQog Xivvyig ccTtb *Eq[iov TtoXsag 
® a6 ^ ^ idi(D(ti%7jg) 8ö7t(ccQ^8vrjg) \- Y Vi'iß 

dri(jio<5lag) 867t(ccQii8vr]g) \ 

10 ( EQ[i6d(DQog alcoviog ^^^^[^]%(og) c J^[^]/ioiJ ^[dZ^cog")] 

idi(o(ti%7jg) 8(j7t(ccQii8V7jg) \- a ^- rj %d 



Nr. 101: Rechnung über den Kanon aus Hermupolis. 



299 



Ov<3ia *EQ^07tofatL%(ri) (jtQÖtsQov) Brjdätog 

MdXXog 0€oS(dqov l8ico(tLX7jg) £6rt(aQiisvr]g) . . '/ 
IIoUcov ^AitoXXmviog 6 %al (friXoxvoiog B . , [. .] 
^ ' ^ ^ I8im(ti%7jg) 8ö7t(aQ[iev7]g) \-cc^ 

KXi]Q(ov6^ioi) ^Hcpccidtiatvog Avtiv6\ov\ Si(a) IIsx\ß]aQ- 
6{iog) 

ysmoyov (tmmJs) 8ö7t(ao^8vrig) \- ß $ '/ 

Ö7j(iio6Cag) 867t(aQ^i8vrjg) V^cK?) 
KslsUx(ios) xqv- IJqIöxt] Zlajc^LöTcov Avtvv\o]lg [S]i(a) 2iXß(uvov) tcqo- 
ao % oov voiqt{ov) ld\i(x)(ti%fig) e]67t(aQ{ievr]g) \- lS * 



vi&v ro(flf ] air{ov) 'tädcjoog 6 ml ®eodo)Qog %al A^wviog %al 



ll 



'OXv^iiTtiog 



lStw(ti%7]g) 86it(aQii8vrig) \- ß%[8] 
IdTtoXXcbvLog *Eqiiov i8Q8[v\g 'ATtoXXwvog 

idiG)(yi%rig) 8<5\_7t(ccQ{i8vrjg) \ ] •/ 

Ovöicc rcc{iioc%ri (jtQÖreQov) 'A\i\iwviov viov !Av[a~] 
^ayoQov 8i(ä) c Eq(jlov ßorj&ov 

l8ia)(riK7jg) i[pyt(ccQ[isvrjg) ^ £ 
EvSaiiiovig 'I(5i8cbQov aitb Avtivöov ütoX^scog) 8i(ä) 
8 /l Avttvöov <&iXavtiv6ov . Q[.~\8oo(5iüt7to(y?) iatQov 

i8iG)(ri%7jg) e[öut(ccQiisvrig)'] \- ß 

I8i0)(tl%fjg) 8Ö7t(cC^ll8V7]g) ^ ß 

. . . QO . .V 

av x 'Ägsoag 

KoQViqXäg 6 zal ToidSsXcpog 8i(a) tov {irjtQOTtd- 
vlov 'Eis- toQog UiXßavov tov %al UsQijv(ov) 'IöiScdq^ov) 

idi(ö(tt%rjg) 8ö7t(aQ^i8vrjg) \. [. .] 
vi&v AX[s\i>dvdQa rj %al Uaq a% lä[g fr]vydtriQ 4\pQo]%\s\oy 
Kqwzi\. . . .] d[^(/ioö'feg)] £[pit(aQ[isvri£) \- . .] 

*EQ[lCC7t6XX(DV 'SlQLCDVOg 

I8i{p{ti%figj\ 8<57t(ccQ[i8vr]g) [.] . [.] 
TvQctvvog %al Tlivovtloov *EoyLa%6X{Xoßvog) 

l8\im(xi%i]Q)~\ 8<57t(aQ[i8vr]g) \- [.] . 
IIoXvSEVKrjg AiotiKOQOv 

l8\ico(ti%rig) 8]ö7t(aQ^8V7jg) \ 

/ *EX8vr\ Aiov %al 'Avovßlwv 

/ vi&v t(rjg) cc(vrijg) I8vm{ti%fig) 8<j\tt(aQti8vrig)~\ \. [. 

]{IV0V 

38* 



300 



Nr. 102: Rechnung über eine Amtsreise unbekannter Herkunft. 



Col. I lin. 7 Es ist nicht ganz sicher, ob %qv nicht in ^die Hauptkolonne gehört; dann 
wäre zu lesen XQV6i[yo^vlg. 

Col. II lin. 3 Pap. % (= 8nat6vT(XQ%og). lin. 7 (j$J nicht durchstrichen, aber, wohl ge- 
flissentlich, halb verlöscht. Offenbar hatte der Schreiber das später folgende 8r\({io6iag) ur- 
sprünglich zu früh angesetzt. lin. 11 Pap. ~ä (= tcqoxbqov). lin. 24 Oder i%% {o } lolzqovI 
lin. 32 t(fjg) a(vtrjg) (vgl. lin. 1) zu einem einzigen Buchstaben verschlungen, fast wie # aussehend. 



Nr. 102. 

RECHNUNG FÜR EINE AMTSREISE. 

luv. Nr. 101. 

Papyrus H. 13 Br. 31% cm. Herkunft unbekannt. Etwa Ende des 4. Jhd. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 5.) 

Col. I. 

Aöyog Xtfiiiicctog %al <xvcd(b{iccTog %qv<5ov %ai 8ia<p6Qw\y] 8vvd%r\g lv8\i\%ti{6vog) 
öl e{iov ACov ßorj&ov Kovvdgov v7tod(s%tov) rrjg a(y rfjg) fr lv8i%\yi6\vog 
a7i8Q%oii£vov dg'ÄXs^dvÖQSiav %al %äraßaX(6vtog) 8i[g\ .vr.H tb 8rj^i[6ö~\iov f{. . 

ovtwg ' 

5 Xqvöov BTtl tö a(yto) Xrj[i[iaTog . %qv[<5o]v vo([iCö^ata) Q%.rj 

e% C3V avrjX(b&r]6[a]v ' 

TG) XQVÖWVl V7t(h$) %QVÖOV [X] CC To 8 8 %SQ . IVO . [ V~\o({llti[lCCTa) . . . 

%al v[it(bQ) vrjg] <5vvri&8C\a\g x(bv 87ti%i^8va)v rrjg 7 AX8- 

i[a\vdQ(8iag) vo([iC<5[iccta) . [. .] 

\_'I~\6idd)Qov 1(810)16 iioyQayov xr\g 'AXs^avSQ^Biag) v7t(sQ) 

övvrj&sCccg v[o(iil6[icctcc)] . [ 

10 t(p ol%ov6[iov (sie) tov ktjqov (?) vithg övvrj&siccg vo({LL6{iaTog) °> 

[vit(ho) .] . . 0[18VG)V 7t87t8QSC3g VJC8Q 7t87C8Q8COg ^( y v\o{jxl6\LWZO) . . .] 

[v7t(8Q)~] 8iiov Alov ßorjfr(ov) vithg iii6frov äjt8Q%o[i8vov 

8lg 'AX8%dvdQ8iav v[o(jiC6[iata) . . .] 

ylviovxai) ecl 7t()o%(eC[i8Vcci) tov %qv<jov. 

Col. II. 

'Evomiov %iXXag \_v~\jt(sQ) '2£#£[TJ(p ^rjv[o]g / . [ 

6avtoi%iov %al il>iiivd\C\ov vtcsq ^{ %8%( ) J cd J . . 

xavvdßscog vTtsQ . [. .]s . q . . J y / • • 



Nr. 103: Verzeichnis der Stenern des Taurinos ans Herrnnpolis. 



301 



vavXov TtXoCov <x7t£Q%\_o]{i£vov £[£]g , A[X']s^dvdQ^SLav) * / & . 

sqCov qpa/Lt[.]Ata[.] . a . [ . .] . £ J . . 5 

Darauf noch Reste von 7 Zeilen, in lin. 10 ta t,vycoötdt[rj (sie). 

Col. I lin. 2 <h/, Kovvccqov W. lin. 3 Hinter Kcciccßcd kein Kürzungsstrich. lin. 9 
1. 'IJtftdcoew %(siQ s )L6iiboyQa<pw t ? oder [^(s^) 'IJtfttfcbpo?; (vgl. lin. 12)? 

Col. I lin. 3 xataßaX(6vtog) habe ich trotz dem Pehlen des Kürzungsstrichs 
eingesetzt, weil xaraßaXsi ganz undenkbar ist. Ei[g~\ avtrj[v]^ tb drni\6d\ioy halte 
ich für sprachlich unmöglich. 

lin. 7 s %£Qivö7 (der letzte Buchstabe vielleicht fi)* an £ ksq(cmI(dv) i vo\l{i<5- 
fidtcov) ist schwerlich zu ämken. 

lin. 9 Pap. %L6[ioyQdcpov] der Vorschlag %(£iq)i6 [loy^dcpov zu lesen, stammt 
von Braßloff; bestätigt durch P.E.R. A.N. 295 (Wien. Sitz.-Ber. 1905 V p. 22) ' 
lin. 4, 12. 

lin. 10 1. t(p otxovöfiG) ; bei mtiqov würde ich nicht sowohl an einen Schreib- 
fehler für xvqlov als an eine Parallele zu Primicerius denken. 

lin. 11 Die Bedeutung des Zeichens Ä ( ist mir unbekannt. Schwerlich ist 
es die Sigle für xdXavtov, zumal dieselbe in Col. II anders aussieht. 

Col. II lin. 2 Zu davroixiov vgl. ödvöv^ 



Hr. 103. 

VERZEICHNIS DER STEUERN DES TAURINOS. 

Inv. Nr. 82. 

Papyrus H. 17 Br. 36 cm. Hermupolis. Arabische Zeit. 

Cursive. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 34.) 

-f Elölv ta 6vvt£Xov[i(£va) %[o\q £[i(o)v TavQivov Mrjvä äitb 'Eq^iov tco-\ 
X£(mg) v l%j y^y 1 %8 (3. Hand.) %(cä) 6l(tov) aQt(dßat) g) 

OVt((D$) : • 

i(pt6Q) av7]Xoy(a(g) tcbv % %£iXid§G)(v) v^j irj^ 

i(7t£Q) %Qv\pi%\cb{v) %av6vog litl vvßjlgU vyjlsdl 
tfj K(b([iri) TsKSQKB&cbfösi,) v(rt£Q) %qv6i%(g)v) xavovog hitl vßji£ 5 

vy/nß^, [ccQ]t(dßat) $ 
tfj ai)t(rj) %(b(firi) i(jt£Q) aTtaQyvQitiiiov ^ £[ißo(Xr}g) tcbv 

dQt(ccßöov) y °r LS v// /i^ji/ f.. 



302 



Nr. 103: Verzeichnis der Steuern des Taurinos aus Hernmpolis. 



%(al) i(tfeQ) ävrjXo / yC[a(gy\ xcov cp %siXi(£)S(pv) v & [/] fryl %8H 

v(7cbq) g %£qcc(xig)v) xrjg JtöXe^mg) vjj j%a^8l 

v(tisq) g %SQa(xC(Dv) tf\\g\ %6([ir]g) T8KSQ%(s)&((b&€G)g) \ 

v// /icy^y/ I 

10 v(7thy) tcqo<j6§(ü(v) v^l^ß 

(2. Hand.) + TavQlvog Miqvä cctco *Eqilov TCÖXsfwg) eTCidedcoxa xr\v tcccqovöccv 

%arayQaq)ri\y x6y\v övvxsXov^ibvcdv tcccq S[iov 
örj[io6(ov. *OiioXoycb TCoog xs xov ©sov xov TIavxo%QccxoQog %al xrjv tfcoxrjQLccv 

xcov \ßs]<JTCOX(X)V rj^icov xcov 'A\llQCCX(ÜV 
hg sl cpccvs[C]rjv xi T^ao^aXsityu^g) ev xfj xoiavxrj %axayqacpr\ (rcccQa6%8ivy ev 
diTtXfj TCoöoxrjXi ii\exä xo]y vtcoxsiG&ccl [toi [isxa xfjg 
£(p[io\Q%lag hy%Xr\\iaxi + 

Verso: + Tvcb6i{<g) Tccvqlvov Mrjvä cctco *Eo[l(ov TCÖXscog) 



lin. 3 == ävaloyia{g). lin. 4 vv = vo\iL(i\ici6iv. lin. 5 TsKSQnsfi'mföig) ergänzt nacli 
BGU. II 557, I 11 und P. Flor. 1 lin. 4. lin. 6 Die Doppelstriche (//) hinter v6\hi6\Lu 

füllen den leeren Platz, stehen also im Sinne von Null. lin. 12 1. druioölcov. — 1. trjg 

6ü)t7\QLccg. lin. 13 Die Ergänzungen TtagaXeltpa^gy und <^7CaQdG%slvy nach einem un- 

publizierten Würzburger Papyrus. lin. 14 Zum Schluß ist der Text korrumpiert, abgesehen 
davon, daß to]v nicht ganz sicher ist. Gemeint ist etwa: petcc rov vitouslGfrcd reo rf\g 
icp. iynX. 

lin. 1 Der Znsatz ist als von dritter (nicht zweiter) Hand herrührend be- 
zeichnet worden, weil er wahrscheinlich erst nach Fertigstellung der ganzen Ur- 
kunde erfolgt ist. 

Die Sigle ^ steht hier und im folgenden im Sinn von 



Mitteis-Wilcken. 



BRIEFE UND ANWEISUNGEN 



Nr. 104. 



BRIEF DES PETESUCHOS. 

luv. Nr. 511. 

Papyrus H. 28 Br. 9 cm. Pathyritischer Gau (?). Schriftcharakter des 

1./2. Jhd. a. C, wahrscheinlich 96/95. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Die Herkunft aus dem Pathyrites ist wegen der Person des Petesuchos, Sohns 
des Panebchunis (vgl. Nr. 1 und 7), wahrscheinlich. Vgl. auch P. Grrenf. 2 Nr. 36. 
Statt 'EQtevovcpiog (lin. 4) steht dort 'ÄQösvovyiog. 

IIsts6ov%og IIavsß%ovvLog 
IIsTsccQösii&ei %al ITaydvst 

IIciVSß%OVVl KdQOVQSL 

Ilavsß^QvvLog 

'EQisvovcpiog %al IIaveß%ov- 

v£L Ns%ovtov %al 

icbi vlm IIs%vös\i %\al "Slocoi 

IIÖQTLTOg %ccl [ ] IlaKOiß- 
cctfj 

{i6)si (sie) no^QiiJtog %al xoig 
Ttaidioig %aiQBiv %al 

navtbg %al xa ttaidict 
nul ol ev olxgol Ttdvtsg, 

IISQl G)V CCV UlQ1]ti&£ YQtt- 
(fSTS [101. XttQlV 601 S%(D 

sep* ulg yQ&cpsig Giti\p\to%alg. 
"Otav ^[ily 

sii7jjv%ordra(g) äv\a\ßal(X)s6^s 
£7tL<jtol[a]g. 'E6i . [. Jjav vfiäg 
9 Al{i8vr]g, WevotiCQig, 

Leipziger Papyri. I. 39 



306 



Nr. 105: Brief betreffend die Grundsteuer unbekannter Herkunft. 



Qlßig, ITatovg [ ] &d(pig 

licbv Jtdvtsg 7tQ[o^<5tdrai 
rj[iG)v iisxä t(bv Tito- 
Movog naVYjtog %al, %ccqisI 
ccvtcol, {isxä tcbv . § . . 

dog. Mr\ [lövov Zlioöxov- 
Qbdrjg avlei. 'AXXä 7taQ[a-T\ 
yiveö&s 7t£Qi(?) 8{iov 
et %al ecp' älXayäg (?) ßadi&ts. 

"Eqqco6&£. (^Etovg) l& TIav{yi) %y. 

Auf dem Verso: 

ITa^ä ITsro6ov%ov IIsTsaQösii&ei 
rov IIav£ß%ov- Tlavzßyovviog. 
viog 

lin. 7/8 1. Üaxoißsi. lin. 8 IIccti~]tog korrigiert aus IIoQtLtog. lin. 18 
kann ich nicht lesen. lin. 21 1. 'EöftlvTig ? lin. 24 %<xQi£l zu lesen, verdanke ich 

einer Konjektur Wilckens. lin. 27 1. ävirj. 

lin. 26 fg. Die Bedeutung; der Schlußworte ist mir nicht verständlich. 

Nr. 105. 

BRIEF BETREFFEND DIE GRUNDSTEUER. 

Inv. Nr. 36. 

Papyrus H. 36 Br. 6 cm. Herkunft unbekannt. 1./2. Jhd. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 32.) 
Auf dem Verso verwischte Schriftspuren. 

Der Inhalt dieses Briefes ? der wohl von einem Guts Verwalter an den Guts- 
besitzer gerichtet ist, besteht in einem Bericht über den Ausgang folgender für 
die Grundsteuerbemessung wichtigen Angelegenheit. Die Gutsverwaltung hatte 
gegenüber der Steuerbehörde angezeigt, daß etwa 1850 zu dem Gut gehörige 
Aruren im letzten Jahr von der Nilschwelie nicht erfaßt worden ßsßQEyiiivai), 
also dürr (aßQo%oi) und der künstlichen Bewässerung bedürftig (eitiqvrXifiiiBvai) seien. 1 ) 

1) Die scheinbar widersprechende Verbindung von yfj aßQO%og und iTtrjvrXrj^Evr} erklärt 
sich dadurch, daß letzteres künstlich bewässertes Land (vgl. iita.vxXr(tif\g in Reven. Laws Col. XXIV 
lin. 8) im Gegensatz zum natürlich bewässerten (ßsßQsytiivri) darstellt. Ersteres konnte natürlich 
nicht dem gewöhnlichen Grundsteuersatz unterworfen werden. 



25 



Nr. 105: Brief betreffend die Grundsteuer unbekannter Herkunft. 



307 



Der Komograrnmateus hatte jedoch, bei seiner Lokalinspektion nur 127 davon als 
dürr anerkannt, die übrigen dagegen zum steuerpflichtigen Areal — dessen geo- 
metrischer Umfang nach lin. 33 viertausend dreihundert Aruren betragen zu haben 
scheint — hinzugezogen. Dies teilt Verfasser dem Adressaten mit; die Bemerkung 
in lin. 20 *lva d[isQL[iv6tSQOv s%rjg' kann dabei wohl nur ironisch gemeint sein. 
Außerdem schließt er seinem Brief eine Aufstellung über das steuerpflichtige Areal 
bei (lin. 1 — 12); diese hat ihn besondere Mühe gekostet, weil, wie er sagt, der 
Inspektionsbericht des Komogrammateus für die einzelnen Kategorien des Bodens 
keine speziellen Konti enthalten hat. Das heißt wohl, dieser Bericht war lediglich 
topographisch geordnet; es mußten aus demselben die zu der gleichen Kulturart 
gehörigen Parzellen erst herausgesucht und zusammengestellt werden. 

Dreimal kommt der Ausdruck iisxaSidovai vor (lin. 15, 23, 37/38). An letzterer 
Stelle ist wohl gemeint, daß der Komogrammateus die Zahl der unbewässerten 
Aruren an das Steuerbureau einzureichen hatte; dies hat er eben bei den meisten 
abgelehnt. Auch in lin. 23, wo es heißt iisxudo&si<58)v vit avxov, sollte man 
zunächst an das Gleiche denken; aber man kommt damit zu einem Widerspruch 
mit lin. 31 — 39. Denn in lin. 23 wird die Zahl der „eingereichten" Aruren mit 
1850 angegeben, während an der zweiten Stelle gerade gesagt wird, der Komo- 
grammateus habe nur 127 eingereicht. Offenbar ist in lin. 24 statt vtc avxov zu 
lesen vtc syiavxov, damit stimmt überein, daß hier von ybsxadiSovai slg sitiänstyiv 
die Rede ist. Die STtiöustyig war aber gerade die Aufgabe des Dorf Schreibers. 

In lin. 34 ist von dem ev %scpcdccL(p Xöyog die Rede. Das bedeutet sonst 
(z. B. BGU. 529 lin. 5) summarische Abrechnung. An unserem Ort speziell heißt 
es, glaube ich, die allgemeine Maßangabe über das Gut, welche das Kataster 
enthält: diese belief sich auf 4300 Aruren. Vor der Versteuerung in jedem ein- 
zelnen Jahr mußten natürlich die unbewässerten Aruren davon abgezogen werden. 1 ) 
Der Dorfschreiber hatte nun die meisten der angeblich unbewässerten slg TtXriQwöiv 
x&v äcä xov sv uscpalaicp X6y<p örjtiav&siOcbv (sc. &qovqcöv) angegeben, d. h. zur 
Einrechnung auf die steuerpflichtige Zahl. Diese steuerpflichtigen Aruren werden 
hier 6[i6Xoyoi genannt (lin. 38). 

Letzteres ist wichtig für die Auslegung des Terminus d{i6loyoL avÖQsg in 
BGU. 560 lin. 2, bezüglich dessen ich schon früher die Ansicht vertreten habe, daß 
es Leute sind, für welche das Gut Steuer zu zahlen hat. 2 ) Erledigt kann die 
Frage hier nicht werden. 

'Eyfrsg %axs6%ov 
xov cpvlaua vo- 
lil^mv öov dvva- 

1) Ob sie dann nicht nach einem niedrigeren als dem normalen Steuersatz doch besteuert 
wurden, ist eine andere Frage. 

2) S. meinen Vortrag „Aus den griechischen Papyrusurkunden" S. 33 a.a.O.; abweichend 
Wilcken Ostr. 1, 254, P. Meyer D. Lit.-Zeit. 1900 p. 2346. 

39* 



308 



Nr. 105: Brief betreffend die Grundsteuer unbekannter Herkunft. 



Ö&CCL ltB[Ll\)ai ov 

S7C8%rjxr]tiag Xoyov. 
"Ov [isxä ybiav 
&qccv rte[iijj(D' dvo 
yaQ vvnxag <5v<5%[hv] 
S[i[a]vxbv xal aXXovg 
dvo \i6yig xbv xrjg 
ßsß^y^svrjg aitr\q- 
xiöa. [ ] Tovxo 

de sysvsxo [ ] oV 

ä xb xbv %G)[jLoyQ(a[i{iaxsa) 
^isxad tdövxa 
xä TtSQioSsvxinä 
{ir\ %axaysio%8vai 
s%a<5x\ov\ eidovg 
xr\v ijj7](pov. "Iva 

[18VXOL <X[l8Ql[lVq- 

X8Q0V 8%yg, ygä- 

CpG) ÖOi oxv <x\7t]b x(b\y] 

lisxado&siOcbv 

sig iTtlöneipiv 
v% ccvxov (?) cbg hiti . . [. . 

yyb8VWV X7}L 81t[r]v]- 

xXrni8vr\ %al äßgö- 

%Cdl (ßiQOVQCbv) "CC(DV Kai TCQOg 
CCTtOKCCTSÖrd- 

\i6vai | 3 
6av IL8%QI X l 3 

eis i 3 
Tlr\iL£v\r\\v 

(aoovoai) Tag 

yaQ Xoiit(ag) Big JtXrjo(D<5i[v] 

xwv dx zal 7tQog 

xcov dvä xov sv KS(paX\al(p\ 

Xöyov örjiiav&siöcbv 

vit avxov ßsßosy[i8v(a)v) 



Nr. 106 : Brief des Herakleides an Apollonios aus dein Faymn (?). 



309 



dovg mg o^ioXöyovg 
ovtiag. 

lin. 12 Hinter der Lücke Spuren einer Durchstreichung , ebenso in lin. 13. lin. 14 

Diese bei Herstellung des ersten Drucks von mir verlesene Zeile ist i. J. 1903 von Wilcken 
richtig gelesen; gleichzeitig auch lin. 17 ^ir] — h%a6tov ; 20 a^SQifxvoreQov und 37 7tccQ8Z%8v 
{lt\. lin. 17 1. Katciyrjo%8vcii. 

Gestern wurde ich des Wächters habhaft, in der Meinung dir die Berechnung, die 
du verlangtest, schicken zu können. Diese werde ich binnen einer Stunde schicken; 
denn ich habe, indem ich durch zwei Nächte mich selbst und zwei andere dazunahm, 
(nur) mit Mühe die (Rechnung) des bewässerten (Landes) fertig gebracht. Das geschah 
aber, weil der Dorf Schreiber, als er den Inspektionsbericht abgab, nicht von jeder 
Kategorie (separat) den Kalkül aufgestellt hat. Damit du nun beruhigter bist, schreibe 
ich dir, daß von den von ihm (1. von mir?) als der künstlichen Bewässerung bedürftig 
und dürr zur Kontrolle angezeigten ungefähr 1850 Aruren bis zum dreißigsten nur 
127 als dürr und künstlicher Bewässerung bedürftig bezeichnet worden sind. Denn 
die übrigen hat er zur Erstellung der ca. 4300 bewässerten, welche in der allgemeinen 
Abrechnung von ihm aufgeführt sind, ausgeschieden, indem er sie nicht anzeigte, weil 
sie gleichfalls steuerpflichtig seien. 

lin. 24 Verbinde [leTccdo&siGmv Vit ccvtov (? e^iavtov ?) slg STtiöKsfiv <bg ztL 
lin 24/25 h%i . . [. ^[levmv ; der Sinn erfordert ein Wort in der Bedeutung 

von „hinzugekommen". 

lin. 27 Über die Bedeutung von %al itQqg vgl. Wilcken Arch. 1 ; 130 Anm. 1; 

vgl. noch P. Amh. 2 n. 79 lin. 32. 

Nr. 106. 

HEEAKLEIDES AN APOLLONIOS. 

Inv. Nr. 313. 

Papyrus H. 23% Br. 8 cm. Fayüm (?). A° p. C. 98. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Der untere (nicht abgebrochene) Rand scheint abgeschnitten zu sein, weil auf 
dem Verso (das auf dem unteren Rand des Recto — verkehrt — geschrieben 
ist), das Wort *HQcc%Xsldrig 7 das offenbar eine erste Zeile der Aufschrift ge- 
bildet hat, fehlt. 

Auf Herkunft des Stücks aus dem Fayüm deutet ^iXayQimtTjg in lin. 5. 
^ilayQig ist bekannt als eine Korne im Arsinoites (P. Teb. 24 lin. 89, P. Fay. 
Towns 34 lin. 1, 8, 27; 86 lin. 12, 18; 230; BGTJ. 20 lin. 1. 



310 



Nr. 106: Brief des Herakleides an Apollonios aus dem Fayüm(?). 



Der Verfasser dieses Briefchens scheint ein Grundstück gekauft zu haben 
und schickt dem Adressaten, der sein Vertreter sein muß, Geld, um es zu be- 
zahlen. Doch soll dieser vorher die Größe nachmessen, auch sich über den Ertrag 
informieren. Letzteres soll geschehen durch die Auskunft des yvcoötrjg; das Wort 
ist offenbar eine andere Form von yvaövriQ und erinnert in der vorliegenden An- 
wendung auf Grundstücke unmittelbar an die Cognitores praediorum im Stadt- 
recht von Malaca c. 63 — 65. c O yvcbövrjg 6vv r<tp \iet6ycp : es kann gemeint sein 
ein zweiter Kognitor oder auch ein Miteigentümer des Grundstücks. Das yqa\i\ia 
tcbv yeaoy&fy) kann eine schriftliche Bestätigung der Pächter über den Ertrag 
sein; doch wüßte man nicht, wie diese zur Abgabe einer solchen verhalten werden 
könnten, und man denkt darum lieber an die Pachturkunden, die ja dem yvcbötrjg 
bekannt sein müssen und über die Höhe der Pachtzinsen Auskunft geben. In 
den Namen lin. 7 — -9 bleibt manches zweifelhaft. 

^Hqa%XeiÖ7]<^gy 'ATtollwvlcDi 

T(p <plX(tWZ(p) %CCIQSLV. 

"Ens^a 6oi ÜsteQiiov&iv 

Uocpov ellrjcpöra (dQcc%[iäg) \i 

%ai Aioyav 0iXayQi6rriv 

(ßQa%[iäg) oXß %al Mvoita (docc%[iäg) % 

%ai Tccßovv { v } Kotcxq . . v 

(ßoa%iiäg) Xs %al OhodofirjtQa (?) 

üad'VTjg (dQcc%iiag) & y(tvsxai) (dqa%^iäg) c~ X$.' 

'Eav ovv o ys yvcoötTjg 

<5vv tcb [ist6%(p aöcpa- 

XitpqtaC <j8 diä tov 

yga^ar {s}og twv yswQycb(v) 

xal xfov JtQSößytSQcov 

t7j[g] 7tQoöod[o~\v , iiBtoritiag 

avrov xbv yvov(T), xobg xb 

(Üqgjv (sie) TtXrjocoöov' ßXerte 

de\ [H]devl aXXco dolg 

%aX%6v. "Eqqg)Go. 

("Exovg) devxsQ[ov~] Av\x]o%QaxoQo{g) 

Kcdöaoog Nsq[o~]vcc Tqcciocvo(v) 

Usßcctfxov <2>cc(p[(p]f y~. 

TIsii^ov ds [io[i] tfj xqldi 

bvaqiov Iva %ccxeX&yi (sie) 



Nr. 107: Brief des Ischyrion an Heroneinos aus Theadelphia. 



311 



{g} rfj tstoddi utoög <?£ 5 25 
BCCV 6 'Ol do%fj. 

Verso : [lin. 1 r Hoa%XeCdrjg], lin. 2 'AitoXX(Dvi(p reo (fiXtdta). 

lin. 14 7tQS6ßytsQcov nach Konjektur von Wilcken. lin. 25/26 %citeXd"rj \ g gibt hier 

keinen Sinn; 1. ucitsl&co. 

Herakleides seinem liebsten Apollonios Gruß. Ich habe dir den Petermuthis, 
den Sohn des Sophos, geschickt, der 40 Drachmen mitbekommen hat, und den Diogas 
aus Philagris (mit) 132 Drachmen und den Myops (mit) 20 Drachmen und die 

Tabus (mit) 35 Drachmen und den von Pathne (?) (mit) 

9 Drachmen, macht 236 Drachmen. Wenn nun der Sachverständige mit dem Kom- 
pagnon dich vermittelst der Schrift der Pächter und der Ältesten über das Erträgnis 
sicherstellt, miß den Umfang ab, (sodann) zahle für den betreifenden Teil. Aber 
sieh zu, daß du niemandem anderen das Geld gibst. Leb wohl. 

Im 2. Jahr des Imperators Casars Nerva Trajanus Augustus, 3. Phaophi. 

Schicke mir aber am dritten einen Esel, damit (ich?) am 4. zu dir komme, sei 
so gut. 

lin. 5 Aioyag ist bezeugt, P. Oxy. 613. 

lin. 6 Hier und im folgenden ist zu (doccßtidg) zu ergänzen: dXiqcpota (lin. 4). 

lin. 7 Pap. Koitxqiav oder Koitxo . q>v : beides bleibt mir unverständlich. Ob 
(aito) Konto av ? Aber der Name ist nicht bezeugt. 

lin. 8 Ol%odo[iriTQa scheint mir hier ein Nomen propr. vorzustellen. 

lin. 9 nd&vrjg könnte aufzufassen sein wie KoTtxowv, also (aito) Ild&vrjg? 
Aber ein solcher Ort ist sonst im Fayüm m. W. nicht bebannt. 

lin. 16 Das Verständnis von itobg tö atoebv (1. uiqovv, sc. iiioog) verdanke 
ich einem Hinweis Wilcken s auf seine Bemerkungen Arch. 1 ; 157. 



tfr. 107. 

ISCHYRION AN HERONEINOS. 

Inv. Nr. 3 Verso. 

Papyrus H. 27 Br. 12 cm. Theadelphia. Mitte des 3. Jhd. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. (Erster Druck Nr. 12.) 

Auf dem. Recto eine Rechnung, anscheinend über den Ertrag konfiszierter Häuser. 

Der nachstehende Brief gehört zu der Korrespondenz des Heroneinos, von 
welcher eine große Anzahl Stücke in verschiedene Papyrussammlungen gekommen 
sind. Dieser Heroneinos wird von seinen Korrespondenten als cpQovTiöTrjg bald 



312 



Nr. 108: Brief des Horion an Heron unbekannter Herkunft. 



von Theadelphia, bald von Ogaticb bezeichnet. Die Mehrzahl der an ihn ge- 
richteten Briefe gehört nach dem Bericht von Vitelli (Atti del congresso internaz. 
di sc. storiche [abgehalten 1903] II p. 186) der Florentiner Sammlung; mehrere 
davon sind schon veröffentlicht (Vitelli Atene e Roma 1903, 255; Comparetti in der 
Festg. für Gomperz (1902) 86 ff.)- Weitere Stücke bei Grenfell-Hunt Fay. Towns 
n. 133; Grradenwitz Arch. 3,405; P. Reinach Nr. 52 — 55. — Die ungefähre Zeit- 
bestimmung des Stücks ergibt sich daraus, daß nach den Mitteilungen von Vitelli 
(am zuerst ang. Ort) einige datierte Florentiner Briefe zwischen 250 — 260 fallen. 

*Eftav\iu6a ttcbg l*>£%Qi titf- 
li£Qov ov% dvfjX&ug (sie) äXXd- 
^ag xbv Xöyov. Tcc%d[isvog 
5 yaQ evxbg rjiisQ&v xqi&v 

xovxo Ttoifiöai ov% hitolr\6ag. 
Ildvra ovv tijtSQ&siisvog 
avsl&s 

iv a %ccl xä rtQog ös tpqxiq- 
&svxa IrmtLaritirig. (2. Hand.) 'Eqqw- 
10 <5&ul 6s bv%o[iccl. 

(1. Hand.) ^Hqgovslvcdl cp^oivxiöxrj) ®sadsX((pelag) 
a (exovg) ®ib& 



Nr. 108. 

HORION AN HERON. 

Inv. Nr. 334. 

Papyrus H. 13 Br. 12—14 cm. Herkunft unbekannt, Schrift des 2./3. Jhd. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

'SIqlgov "Hqwvl xü (piXxdxmi 

Eitel 6 vlög [iov /Jiovvöiog cbv tcccq e^iol 
syQccijjs 6ol, cbg e^iov [isXXovxog eX&slv 
5 TtQog 6s %al ov% ^w^i/ diä xb 6fih 

lisxQslwg lyovxa, eite^a {ds} <5oi 
xbv ddsXcpbv avxov ZliSv^iov rtoiovv- 
xd {iov rbv xöitov cjg 8[iov ovxog ita^d 



Nr. 109: Brief des Apion an Epaphroditos. — Nr. 110: Brief des Sarapion an seine Mutter. 313 



7 EQQcb6&(aC) ös sv%oti(ai) 
Verso : "Hq&vi 7t(aqa) X *£lQi(ovog cpllov. 

lin. 9 1. aaitaccci. 

Der Satzbau ist mangelhaft; ov% sdvvrj&rjv fällt gegenüber £[iov {isXlovtog 
aus der Konstruktion und das de in lin. 6 ist mindestens überflüssig. 

Nr. 109. 

APION AN EPAPHRODITOS, 

Inv. Nr. 289. 

Papyrus H. 6% Br. 13 cm. Herkunft unbekannt. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

'Aitlwv 'ETtcccpQodfoa) ttdeXcpco %cc(Cq£iv.} 
/1hg 7 A(vyÖQovC%w ctg s%£ig iiov 
dQU%iiäg rstQtt%sillag 
b%tw%o6iag y{Cvstai) \ ~d(D. 
Is \H %al i§ \H %al g// ®G)& y. 5 

Auf der Rückseite ein Fragment einer Urkunde von 297/8 p. C. 

lin. 4 1. 6%xa%oaLccg. 

Nr. 110. 

SARAPION AN SEINE MÜTTER. 

Inv. Nr. 443. 

Papyrus H. 21 Br. 11% cm. Herkunft unbekannt. Etwa 3./4. Jhd. p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Am oberen Rand verletzt, sonst unbeschädigt. 

Die Altersbestimmung beruht auf dem Schriftcharakter. 

[...].[..]' 

ZlrjlLKJTQOvdL TtoXXÜ %atQ£lV. 

Leipziger Papyri. I. 40 



A° p. C. 298. 



314 



Nr. 110: Brief des Sarapion an seine Mutter unbekannter Herkunft. 



5 tsq\j)]v aicb KaidaQBiag \iiXXmv e^eisvai 

eid xr^v Kaitado%lav BQQWiievoq, £v%6- 

{isvog OTtcog oXoxXyQOVtjdv de %al v- 

yialvovtiav ccTtoXdßcj %al xb 7Cqo6%vvr\- 

\id öoi 7t(o)icb TtaQa xolg eTti^svov^is &solg. 
10 "Hör} TtoXXduig öoi STCBöxvXa tcsqI xv\g 

öcoxrjQiag 6ov %al 6v ov% rj&coueg (sie) 

pol srtiöxelXccL. Kocv Siä Xoyov {toi 

7ts[Mjje sl oXoxXrjQ^syig iq cog r\g^ 

Iva ä^ieQi^ivog co { {is } , ccXXä 8 mg 
15 vvv bXiycoQG) xä ksqI öov iir\ %o- 

\n6d\i8v6g 6ov yQaiijiaxa. Td- 

%CC ÖS d^lCDÖG) xbv 7tdxQ(Dvd 

{iov %ccl ev xdyi sX&co rtgbg v^iäg 

Iva v[iäg TtQoöxvvijöcD diä TtoXXov 
20 iqovov. Avvaö&ai dh itv&iö&ai xä 

7C8QL 8[lOV &7tb XG)V rHl8X8Q(DV 

xovx eöxiv NsCXov xal äitb EvSai- 
ILOvog %cci ditb xcjv bX&ovxcov 
Ttgbg y[iäg. Tv\v xvqlccv {iov ddsX- 
25 epriv TtoXXä TtQoöccyoQSva Tarjöiv 

%al xbv ddsXcpov [iov ZchiXXov %al 
xovg cplXovg itdvxag ii8& cbv 

8QQG)6&ai 68 8V- 

yo\Lai TtoXXolg 
30 xQÖvoig. 

Verso : Zl^aQUTtlcov xfj [irj[x()l ..].. ^/rjiirjXQOvdi. 

lin. 3 1. 4ri{iriTQovTi, ebenso auf dem Verso. lin. 9 1. irti^svovpca. lin. 13 1. itsfLipov 
(nicht iti^ca). lin. 15 oliycQQä) das q mehr einem i ähnlich : der Abstrich nämlich 

verdickt, so daß der Kopf nicht heraustritt. lin. 20 1. dvvcco&s. 

(Ich) Sarapion, meiner Frau Mutter Demetrus viele Grüße. 

Ich schreibe dir durch unseren Heliodoros von Kaisareia, da ich beabsichtige, 
nach Kappadokien abzureisen, bei gutem Befinden und mit dem Wunsch, daß ich dich 
wohlbehalten und gesund finde; und ich bete für dich zu. den hiesigen Göttern. Schon oft 
habe ich dir wegen deines Befindens geschrieben, du hast aber nicht befunden, mir zu 
schreiben. Schicke mir wenigstens mit einem Wort (Botschaft), ob du wohlauf bist, 
damit ich beruhigt sei, aber bis jetzt schmachte ich nach deinem Ergehen, da ich 



Nr. 111: Brief an Isidoros unbekannter Herkunft. 



315 



keinen Brief von dir bekommen habe. Wahrscheinlich aber werde ich meinen Patron 
bitten, und in Bälde" komme ich zu euch, damit ich euch nach langer Zeit begrüße. Was 
mich betrifft, kannst du aber von unseren Leuten erfahren, von Neilos und Eudaimon 
und denen, die zu euch gekommen sind. Grüße vielmals meine Frau Schwester Taesis 
und meinen Bruder Zoillos und alle Freunde; mit ihnen wünsche ich dir Gesundheit 
durch lange Zeit. 

lin. 9 itaQcc xolg Vulgarismus für itaQ oig (Vitelli). 

lin. 13 r\ wg rjg: die Lesung nach Anregung von Vitelli. 

lin. 15 Die Übersetzung von dXiycjQm vorgeschlagen von Vitelli. 

Nr. 111. 

BRIEF KN ISIDOROS. 

Inv. Nr. 381. 

Papyrus H. 26 Br. 15 ein. Herkunft unbekannt. Schrift des 4. Jhd. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Tc5 ds67t6[xrj ii\ov %al ädsXcpw 

. [ ~].(oy %ccCqsiv. 

IT^b [ihv \tcoc\vxg)v sv%o[iccl xw vi\>i6xm ®s\w\ TtSQi 
XTjg 6r\g vyCag %al oXoxXrjQiag^ Iva vyisvovxa 6s %al 
svfrv[iovvxa aitoXaßy xä Mag 8[iov yQa{i{iaxi[d^ia. 
Tvcbvat 6 s &sXco, %vqls {iov adsXtps^ oxi a7tr\X&sv Ev6s- 

ßiog slg xrjv %w[irjv sig xb yscogyiov %al ov% svqov xoyg 
. . o6%ovg sv xm yscoQyitp SQya£o[isvovg ovxs xä FsQa6xl\o]v 

ovrs xä Ai%aiaq%ov * aXXä si 6vv Aidvybop oxi dovXovg {.ii6&(b[6ri 
äXXovg, Iva s\ß\ya6oß6iv (sie). Elitsv {ioi oxi aQyvQia ov% s%s\ig, 

%al si ftsXsig Iis cctcsX&slv sxsi %al [uö&aöai sgyatag, 

%al 6vv avxolg SQya6o[iai %al xa&aQLtfoiisv xb ysd)Qyi\o\v. 

LivxCyQaipov [jlol, aXX' b f Qa ^ a[isXrj6rjg ävxiyqatyai \ioi 

TtSQi xovxov. Oldag ydg, oxi %aiQÖg s6xiv. TvGb&i ds\ %vqi- 

s [iov adeXcps, oxi 6 adsXcpog 6ov ijX&sv äitb xg[v 

Ttayov, symv it^ai%o6ixovqa\y\ slg xijv "Oa6iv sv&i) 

%al sv avxfj e6xiv * äjtTjvxrjösv ds [s]lg avxy\y . . 

xfj i xov 'Ertslcp [irjvog. ^A<5%a§o\i\sv (sie) 6s itavxsg oi sv x[fj] 

[. ..].vo. 

oi%\Ca [iLXQovg xs %ai [isydXovg. rvw&i «5s, wvqis yio\v\ 

40* 



316 



Nr. 112: Anweisung an einen Sitologen aus dem Oxyrhynchitischen Gau. 



ijjöv (jlov TtSQL cov ßovlrj %al [jiS[icpLq)v[. .] . r\g tcsql wy . [. . 
ovSelg evo%Xsi rjiiiv, ovrs Z(b6i\ß\og tcbqi drjpioöbmv 
v. 

25 noXXoig XQÖvoig, 

%vqls piov adsXcpe. 

Auf dem Verso : ] . . . [tw %vQ]i(p adeXyfp [iov 'IölScoqg) . . . zccq^ ^veve .md.. 

lin. 1/2 Die eingeklammerten Stellen nicht durchlöchert, sondern dunkel. lin. 9 

sl 1. slucc. lin. 22 Oder \7t\aQ£vo%kBl^ 

Vor allem bete ich zum höchsten Gott wegen deiner Gesundheit und Wohlbefindens, 
daß dich mein Schreiben gesund und wohlauf antrifft. Du sollst wissen, mein Herr 
Bruder, daß Ensebios in das Dorf auf das Gütchen kam; und er fand die nicht 
auf dem Gut arbeitend, weder auf (dem Teil) des Gerastios, noch auf dem des Dikaiarchos. 
Ick habe aber . . . mit dem Didymos geschickt, daß er andere Sklaven miete, damit sie 
arbeiten. Er sagte mir, daß du kein Geld hast; und wenn du willst, daß ich dorthin 
komme und Arbeiter miete, werden wir auch mit ihnen arbeiten und das Gut bestellen. 
Antworte mir, aber sieh zu, daß du nicht verabsäumst, mir zu antworten. Denn du 
weißt, daß es an der Zeit ist. Wisse aber, mein Herr Bruder, daß dein Bruder jüngst 
vom .... Pagus im Besitz einer Präpositur in die Oase gekommen ist, und er befindet 
sich in derselben; er ist aber in sie gereist ... am 10. des Monats Epeiph. Wir 

grüßen dich alle im Hause, die Kleinen und die Großen Wisse aber, mein Herr 

Bruder, .... Antworte mir, was du willst . . . Denn niemand bedrängt uns, auch 
nicht Zosimos wegen der Steuer (?)... 

lin. 9 Hinter d%cc (s. App.) ist wohl zu ergänzen avrbv. Das ei über tivv 
ist unverständlich. Auch das finale ort ist merkwürdig. 

Nr. 112. 

ANWEISUNG AN EINEN SITOLOGEN. 

luv. Nr. 475. 

Papyrus H. 12% Br. 10% cm. Oxyrhynchitischer Gau. A° p. C. 123. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Der Papyrus ist linksseitig abgerissen. 

Dieser Papyrus und die fünf nachfolgenden entsprechen einem Typus, der 
schon durch P. Oxy. 516 ; 619— 21, 625—6, 630— 2 (vgl. auch 613—5) wohlbekannt 



Nr. 113: Anweisung an die Sitologen aus dem Oxyrhynchitischen Gau. 



317 



ist. Es sind Anweisungen an die Sitologen, ans Depots an Getreide ; welche die 
Aussteller der Anweisungen bei ihnen besitzen ; den Anweisungsempfängern be- 
stimmte Quantitäten auszufolgen. Die Sitologen sind bekanntlich, die Verwalter 
des staatlichen Getreidesteuer-Magazins; Grenfell und Hunt haben (in der Einl. zu 
P. Oxy. 516) bereits richtig betont, daß diese Magazine ausweislich der hier in 
Rede stehenden Anweisungen auch Privatdepots annehmen und sogar ein An- 
weisungsverkehr auf dieselben zugelassen wird. 

KXavdio\g Movvaxiavbg 6ixoX6ym "Qcpscog xo7t(pv) 
%cc£qsi\v. AiaGxsiXov ctg e%eig [iov fteiiaxog 
SiTtb y]svr(iiaxog xov disX&övxog g (exovg) Aöqiccvov Kcciöaoog 
xov K^vq(ov Aidv^icot TlxoXe\ialov xov HxoXe\iaiov 

] börtoeicoy äoxdßccg XQicc[%]otficcg dydorjxov- 5 

y — 

xa tjQ'slg riiiiöv %oi(vi%ag) xoelg yitvexui) — xity $ %. "Exovg £ 
Avxo\%Qdxooog Kcdöaoog TQaiav\ov\ Adoiavov ZJeßatftov 
IIa%{bv){J)~\ X~. (2. Hand.) Aeovxäg e7CiXQ07t(og) xo[y] 7tQoy[ey^Qocii[i8vov KXavötov 
MovvjatLccvov <5e<5r][is((D[ica [döjrtQsqty doxdßag xoia\%o6iag\ 

y 

by\8ori%ovxa xoelg rjfiLöv %o(vi%ag xoelg y(ivexai) s- xity [$ %] 10 
..]vog ]7ccvv[l] g. 



Nr. ii3. 

ANWEISUNG- AN DIE SITOLOGEN. 

Inv. Nr. 474. 

Papyrus H. 10% Br. 9% cm. Oxyrhynchitischer Gau. A° p. C. 127 oder 128. 

Cursive. Unveröffentlicht. 
Vgl. Einl. zu Nr. 112. 

Kxrjöidrjfiog %ccl . Hagwitlmv ^iiöd , a)xal 
ovtitag 'IovX( ) II(DXXr}( ) öl AitoXXwviov 
yoaiiiiaxiewg) 6ixoX(pyoig) 2Jiy%ecpcc( ) yalqeiv. Aiaö- 
xelXaxe ov e%exe tcccq i[ielv . . iiuxog 

tcvqov yevrj({iccxog) va (exovg) Tqcuccvov Adoiavov Kalöaoog 5 
tov Kvoiov IIsto6s(Q£i "SIqov aitb üexvrj 

di(ä) 7tvo[o]v dqxdß^ag) dvo xexaqxov y(Lvexai) \ — ß ^- . 

L . . dex(d)xov A\v\xo%qdxoQog KaCöaqog Tqaiavov 

Adoiavov U[eßaö~\xov [irj(vbg) KcaGccqeCov 8. 2Je<j(ri[ieLCüiie&cc?) 



318 Nr. 114 u. 115: Anweisungen an Sitologen aus dem Oxyrhynchitischen Gau. 



Darunter nach einem Spatium verwischte Reste einer zweiten Urkunde, wahr- 
scheinlich gleicher Art. Vgl. Nr. 1 16. 

lin. 3 Uiyxscpa^ ) ist offenbar dasselbe Dorf, das in P. Oxy. 515 lin. 2 u. 6 
und 517 lin. 6 mit Utvy%( ) oder Hiy%{. ) abbreviiert ist. Der vollständige 
Name ist m. W. noch nicht überliefert. 

lin. 4 Man erwartet &s{icctog 7 und wahrscheinlich wollte der Aussteller dies 
auch schreiben ; aber was er hingesetzt hat ; kann nicht für &8{icct og gelten. 
Vom & z. B. hat er gleich die ganze linke Hälfte sich erlassen. 

lin. 9 Ob Sv- oder dcodsudrov ist nicht zu entscheiden. 

Nr. 114. 

ANWEISUNG AN SITOLOGEN. 

Inv. Nr. 476. 

Papyrus H. 8 Br. 12 cm, Oxyrhynchitischer Gau. 

Cursive. Unveröffentlicht. 
Vgl. Einl. zu Nr. 112. 

/Jiov\y\<6iog Aiov{y<5iov) <jiToX(oyoig) Xiß(og)~ ro7t(a'Q%bccg) üvqwv ^ %cb[irj(g) 

l67t((DV). 

Z/taöte(C)X(ar8) acp cov s%sts fiov ev &e[iccti (%vqov) ysvij^iiarog) i% (ßrovg) 
*A§Qiav\o\v KcciöccQog xov KvqIov Aioyivzi <$>iXl<5%ov 
diä Aioyevovg iimj&gjtov KoQwße(a)g?) tÖ7t(wv) aqtaßag 
5 eittä yCivstav) — g. L irj Avio%QutoQog KaCöäQog T()(a)>iavov 
AdQiavov üsßaötov (Dafbcpi Tcc. 

lin. 1 xcclqslv fehlt. — Uvqgjv %(ö[irj kommt in P. Oxy. 270 lin. 22 vor. 
Anscheinend gibt es ein Dorf dieses Namens auch im Fayum ; BGU. 818 lin. 2; 
vgl. auch Einl. zu Fay. Towns P. 23 a. 

lin. 4 Ein Dorf KoQ&ß(Lg?) findet sich in P. Oxy. 45 lin. 9. Vorher ist 
vielleicht einzuschieben (ccTtby. 

m Iis. 

ANWEISUNGEN AN DEN SITOLOGEN. 

Inv. Nr. 480. 

Papyrus H. 10 Br. 7% cm. Oxyrhynchitischer Gau. A° p. C. 133. 

Cursive. Unveröffentlicht. 
Vgl. Einl. zu Nr. .112. 



A° p. C. 133. 



Nr. 116: Anweisungen an einen Sitologen ans dem Oxyrhynchitischen Gau. 



319 



An eine erste Anweisung zugunsten des Apollonios, Sohn des Demetrios, 
welche bis lin. 8 reicht, ist eine zweite, spätere (lin. 8—10) zugunsten des Apollonios, 
Sohn des Eutychides, angehängt, in ganz abgekürzter Fassung, nicht einmal das 
Verbum didöxsiXov enthaltend, das vielmehr aus dem vorhergehenden zu sup- 
plieren ist. 

ZlrjtirjtQLog Aioy{ivovg) öi(xoX6y(p) Movb{i(ov) t6it(pv) 

%uIqs(iv), zIluöxslXov r\v £%eig 

liov ev &&ii(ati) (utvQOv) yevij^iaxog) it, (ßxovg) 

*A8qiccvov Ka(f)6aQ\og] xov KvqCov 

^AitoXXoovlop /drj[irjt(fflov) ovti((ag) 

2Jevo%( ) dox(ccßrjg) v\\ii6v y(lvsxai) — L. 

i^'Exovg) LT] AdoLccvov Ka(C)6aQog xov Kvqlov 

QacbcpL l. 'A7toXX(ü(v(<p) Evxv%id(ov) 

aQt(dßrjv) riiiitiv X8\x~\aox(ov) %oi(vi%ag) evvea 

y{Cvexai) \ — a ^ % Xo(Ca%) icc. 

lin. 1 Movvjiov t6x(g)v): der Name auch in P. Oxy. 515, 613, 633. 

lin. 6 2Jevo%( ); Dörfer namens UsvoKcb^iig (P. Oxy. 47 lin. 16, 740 lin. 37,39), 
ZlevoxmXsvm (P. Oxy. 80 lin. 11) sind bekannt; ob unser Name damit zusammen- 
hängt, ist fraglich. 

lin. 10 Das Resümee in Ziffern ist falsch und sollte lauten a £ |. 



Nr. 116. 

ANWEISUNGEN AN EINEN SITOLOGEN. 

Inv. Nr. 477. 

Papyrus H. 12 Br. 7% cm. Oxyrhynchitisclier Gau. Etwa a° p. C. 133/134. 

Cursive. Unveröffentlicht. 
Vgl. Einl. zu Nr. 112. 



[ ] Geayevet 6ix- 

\oX6ycp g~] xoitaqytag <Do@ . [iov x6it{pv) 

[%aCoeiv. Aia6~\xeiXov ctg e%eig pov 

[ev &e{iaTi] (ptvQov) yevr\\iaxog xov evsöxcbxipg) 

[. (sxovg) Adoi\avov xov KvqCov Aq6ivot[ &sc3v{og) 

[..].. vaiorj xoifiwv) s^qiyrjxov ?) JtoaxxoQELccg 

IlaßsQm] xoitiwv) — vs y(Cvsxai) — Ttevxir]- 



320 



Nr. 117: Anweisung an die Sitologen aus dem Oxyrhynchitischen Gau. 



%ovxa Ttivxs ovtiai (sie) dito fteiiccxog 
Z/lovvöCov UccQccTtCcovog. 

(2. Hand.) ®swv 'A%iX(l£(üg) &€ccyevsi 6ixoX(6y(p) g xoitao%{lag). 

Zliäötsilqy dep 7 hv £%£ig hv &e[icc(xL) (rtvQov) yiev^ijiaxog) xov 

i£ (sxgyg) Toaiavov AÖQiavov KccCdugog xov KvqCov 

'Aqölvöj} &BC3v{og) h^rjf^yrjxov ?) rtQccxxoQeCccg Ilaß^SQxrj) 

t{o)7c{pv) dgxdßag eixoöi (iiccv y(ivsxai) — na. Sscov 6s6(rni£l(X)[icci). 

lin. 6 Pap. ähnlich lin. 13. lin. 8 1. oüaag. lin. 14 Pap. ? (= x{6)7tcov). 

lin. 3 Ein Dorf namens @o§ . [iog ist sonst im Oxyrynchites nicht nachweisbar. 

lin. 6 [..].. vcciorj x6ip(wv) ist, wenn die vorgeschlagene Auflösung richtig ist, 
auffällig. Es könnte wohl nur Heimatsangabe für den Theon sein, eine solche 
nennt aber sonst nur den Ortsnamen ohne den Zusatz xoTtcov. 

lin. 7 Zu naßeQKi] vgl. P. Oxy. 101 lin. 4, 37; Nr. 533 lin. 17. 

Nr. 117. 

ANWEISUNG- AN DIE SITOLOGEN. 

luv. Nr. 473. 

Papyrus H. 12 % Br. 9% cm. Oxyrhynchitischer Gau. A° p. C. 143. 

Halbunziale. Unveröffentlicht. 

Vgl. Einl. zu Nr. 112. — Empfänger nicht genannt. 

HaQaütlcov zJvoyivovg öixoXoyoig 

Msxvq iietiiqg %cclo£iv. Aiuöxd- 

Xax£ ctg s%£XB {iov loirtäg hv $£ 7 

\iaxi xov disld , 6vx(og) s (ßxovg) AvXrjoCov (sie) 

'AvXCDVlVOV XOV KvqCöV JtVQOV 

aQxdßrjg rj{iiöv xixaoxov yolvi- 

%ag dvo yi{ysxai) — ^ %(pivi%ag) ß. Lg Avqi]X(ov 'AvxcdvCv^ov) 
Ka(öccQog xov Kvqlov Tvß\t .] 

Auf der Rückseite einzelne schwache Schriftspuren. 

lin. 4 1. Avqt}Uov. 

lin. 2 Mexvrjj nicht (das sonst wohlbezeugte) H£xvr\. 



ANHANG 



Leipziger Papyri. I. 



41 



Nr. 118. 



PACHTVERTRAG. 

luv. Nr. 481. 

Papyrus H. 9% Br. 9 cm. Oxyrhynchos. A° p. C. 160/1. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Therrnous, die Tochter des Theon, verpachtet an Bolphis acht Aruren auf 
vier Jahre um den Zins von 30 Artaben Weizen und 120 Silberdrachmen jährlich 
und eine Arure zu nicht erhaltenen Bedingungen. 

'EiiCö&coöev @BQ{iovg Qswvog ^tobg 
*El[s]vrjg dit ^O^v^vyymv TtoXecog [ista %vqiov 
tov dvdobg IIo7tX\i\ov TlBtöBiQiog tov "Hleitog 
cbt[ö] tf\g avtjjg itöleag Bölcpsi %qti[icctl£ov- 

ti inqtobg To&evtog aitb @&G)%£(Dg ITeQörj 5 

tf\g Bitiyovf[g elg strj tsdöaoa aitb tov evsötw- 

ro[g] XBtdotov %al shoötov Btovg 'Avtcovivov 

Ka\i\6aoog tov Kvqiov tag vitaqyovöag avtfj itBQi 

t\r\\v <&&G)%iv aoovQag 6%tfo, aöiteo Bitl tov ds- 

ovtog Tcatoov xatsöTteioeiv (sie) 6 BoXyig itvoß) 10 

lihv e| rniitfovg^ %XmQov dh s% tov aXXov rj^ii- 

tiovg &öts %al siel \t\ä aXXa Btr\ tola öTtsloai %al 

^v[X\aiifi6ai 6{iOLG)g tb [ihv rj[iL6v tcvqg)^ tb Sh 

aXXo r^itöv %X(no\o\Zg, Biel dh tov höyatov bvi- 

avtov sig ßocjöiv Ttooßdtmv xcci uoltr\v, B%cpo- 15 

Qiov xal cpOQOv tcbv [o]X(dv äoovQGbv bnth Bitl 

tr\v tstoastiav %at Btog ditotdxtov itv- 

qov aQtaßcbv tQidxovta %ai d^yvoiov 8oa%iiG){v) 

B%atbv slkoöl %al tcbqi vy\v avtrjv ucoiirjv 

aXXrjv aoovoav ii[f]av, r[v Bitl tov 20 

Hier bricht der Papyrus ab. 

Verso : Mi(6&w6ig ?) d aitb tov %8 (stovg) Bdacpav 

lin. 10 1. %araö7tSQSl. lin. 18 Pap. dQa%(i. 

41* 



324 



Nr. 119: Urkunde unbestimmbaren Inhalts unbekannter Herkunft. 



Nr. 119. 

UNBESTIMMBAREN INHALTS. 
(Fragment eines amtlichen Schriftstücks?) 

Inv. Nr. 224. 

Papyrus H. 12 Br. 19 cm. Herkunft unbekannt. A° p. C. 274. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Im Verso aus zwei Columnen bestehend, linksseitig abgebrochen. Die Breite des 
fehlenden Bruchstücks ist nach Recto lin. 4 auf mindestens 30 cm zu be- 
rechnen. 

Der Inhalt dieses Papyrus ist aus den erhaltenen Resten nicht mit Sicherheit 
zu ermitteln. Das Recto scheint einer Amtsurkunde anzugehören. Col. II des 
Verso enthält ein Eulogium auf die Wohltaten, welche die Gnade des Kaisers 
spendet und eine Ermahnung an irgendwelche Leute, welche, statt diese in ge- 
ziemender Dankbarkeit anzuerkennen und ihre Mitbürger zu gleicher Dankbarkeit 
aufzufordern, irgend etwas anderes getan haben. Nach seinem phraseologischen 
Stil könnte man dies für ein rhetorisches Fragment halten; die Datierung beweist 
jedoch, daß es aus einer Urkunde stammt. Man würde eine Proklamation irgend 
einer Amtsperson annehmen, wenn die Schrift nicht eben auf dem Verso stände. 
Bei letzterem Umstand wird man wenigstens nicht an die Originalausfertigung 
einer solchen, sondern höchstens eine private Abschrift davon zu denken haben. 

Für die Provenienz des Papyrus sind innere Anhaltspunkte nicht gegeben; 
er ist zusammen mit anderen größtenteils, aber nicht ausschließlich aus Oxy- 
rhynchos stammenden erworben. 

Recto. 
Schriftspuren einer Zeile. 

]to^o . . . [ ] . o . elvai [i. . .&v y[(ji\(bv rj . v 

] TtQocpdöei evo%lelv .[.].!' [. .\cu tolg 8%a6ta%6&L ccq%o[v<5]i 
r\cbv cc[jLa()rLcb[v] rag TtovyjQLag 6vv8%cb\g ojvo^ov^svcov. 
[("Etovg) . AvroxQaroQog KaiöaQog Aovklov Aq\li%Iov Avorjhccvov Fm&iuov 
Meyiötov Kaya ixov MeyCtirov IlaQ^LXOv MsyCötov Bgetawiitov Ms- 
y(6tov EvGsßovg UeßaOrov 
5 [Monat, Tag.] 

Verso. 
Col. I. 

] tolg 8rnio6l\o]ig 
lliaiag i^[7] 



Nr. 119: Urkunde unbestimmbaren Inhalts unbekannter Herkunft. 



325 



] 8%0Q%0VVXG)V 

] . e% xfjg %axQla\g 
]a eis VTtovQyCäv 5 
~\v övvyQcccpoti- 
] . töxdvxa xalg ito- 
[v7]Qimg ]i/ xcov de . . . 

^ccdiv avxolg vitr}- 

~]svg)v vrjv XS tiQO- 10 

]cog 6vv xolg 
vvv evo- 

[%Xstv ~\<5iy \a\rtovobag 

] TtSQL [.] . 6o . [ 15 

M 

Hier bricht die Columne ab. 



Coli II 

svcpQoövvrjv ccv 7taQS(5%ev xrjv xsXioxdxrjv. Tovxovg Ttmg 
ov% &v TtoXXcb di%ai6xBQ0V xo<?a[y]xa %ai xr\Xi%avxa d&QÖwg iyov- 
xag uya&ä TtccQa xf\g axrjQccxov [leyaXodcjQbag xov dvÖQioxdxov 
x&v TCcoTtoxe AvxoxQccxÖQCöv AvqtjXiccvov slg yaqdv xs 6{iov 
%al Grtovdrjv itegl xb ÖQ&wg %al älQrjXoTtQccyiiovcDg xmv vita^- 
%dvxcDv äya&cbv 8{icpoQov[i8vovg ßiovv TtQod'yoixo; l^'Exovg) g/ AvxouJ 
("Exovg) [AjvxoxgdxoQog KccitiUQog Aovulov Ao\iixtov Av^r\Xiavov 
rovvxvxov (sie) MeyCöxov KaQitwov MsyCöxov Evöeßovg Evxvyovg 
2Jeßcc[ö]xov (ßccacpi 

Verso Col. II lin. 1 1. tsXsiotdtrjv. lin. 3 1. ävdQSiotdtov. 

Recto lin. 3 In äiiaQXiG)[v\ ist der Ansatz zum cp so unsicher, daß ich es 
nicht eingesetzt haben würde ; wenn nicht die Ergänzung zwingend wäre. 

lin. 4 Der Titel Britannicus maximus ist für Aurelian nach Angabe von 
Groag (Pauly-Wiss. 9, 1356/7) bis jetzt nur einmal unsicher bezeugt in [Brit]- 
tan(nicus) maximus CLL. 3 ; 12333 und wird durch unseren Papyrus sichergestellt. 

Verso Col. II lin. 5 d[£]r}Xo7tQccyii6v(Dg ist sonst m. W. nicht bezeugt, 
lin. 8 rovvxmov (= ra&iuov) hat Parallelen in Gruticus und Gutticus C. I. L. 
12, 5548 und 3, 7586. 



326 



Nr. 120 : Eingabe an den itQamcoQ gevmcöv aus Oxyrhynchos (?). 



ffr. 120. 

EINGABE AN DEN jtQd%tcjQ gwiicmv. 

Inv. Nr. 604 ßecto. 

Papyrus H. 13 Br. 20 cm. Oxyrhynchos (?). Nicht vor August 89 p. C. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Der Papyrus ist am rechten Rand in der Breite einiger Buchstaben , ferner unten 
in unbestimmbarer Länge abgebrochen. Außerdem ist er am rechten Rand 
von lin. 2 — 8 dadurch lädiert , daß hier die obere Faserschicht sich von der 
unteren abgelöst und nach rechts abwärts verschoben hat. Dabei sind ein- 
zelne Buchstaben gänzlich verloren gegangen; der Rest steht schief, ist aber 
in dieser Lage, sei es durch Zufall oder Ab sieht , festgeklebt oder -gebacken. 

Der Inhalt des Stücks ist ein Gesuch an den 7tQd%t(DQ ^sviufav — ich habe 
übrigens die im Text allein vorkommende Abbreviatur in 7tQa(xtoQeCcc) — cf. P. Oxy. 
712 lin. 8; 825 — aufgelöst, weil sonst die Beifügung des Individualnamens des 
Praktor zu erwarten stünde; allenfalls ließe sich auch statt dessen der Plural 
7tQcc%toQsg annehmen, bei dem (nach Analogie von ßißhocpvXocxeg) der Individual- 
name leichter vermißt werden kann — in welcher eine eve%vQa<5ia in Aussicht 
genommen wird. Über die genannte Behörde wissen wir nichts Sicheres; sie 
kommt vor in P. Taur. 13 lin. 14 und 23; P. Oxy. 2, 286 lin. 15; 712 lin. 1 und 8; 
825; P. Teb. 5 lin. 221/2; P. Magd. 41 lin. 5; P. Rein. 7 lin. 35. Die Meinungen 
über ihre Kompetenz sind geteilt; Grenfell-Hunt P. Oxy. 2 p. 279 und 4 p. 178 
sowie P. Teb. 1, 56 halten sie für zuständig im Verfahren gegen Personen, welche 
in einem anderen vo^iög wohnen als der Kläger; Gradenwitz Arch. 3, 30 für Ge- 
richtsvollzieher schlechthin, wobei der Titel nur ein historisches Rudiment (von 
der einst ihnen obliegenden Beitreibung der Fremdensteuer) sei; Reinach (P. Rein, 
p. 40) für kompetent gegen die Griechen und Kolonisten (z. B. TIsQöav tTjg siti- 
fovrjg) im Gegensatz zur enchorischen Bevölkerung. Im letzteren Sinn könnte 
man darauf aufmerksam machen, daß der (verstorbene) Schuldner in unserem 
Papyrus genannt wird %Qrj^iariöag IleQörjg tr\g hitiyovr\g. Indessen empfiehlt es 
sich, bei unserer noch sehr unsicheren Kenntnis von den Kompetenzen bei der 
Exekution die Frage derzeit offen zu lassen. Vorläufig sehe ich keinen zwingenden 
Grund, die ^svlxgjv ttQautOQsg für etwas anderes zu halten als gewöhnliche Ge- 
richtsvollzieher. r ) 

Ob es sich in unserem Fall um die Vollstreckung eines gefällten Urteils 
handelt, ist nicht sicher zu stellen; als Titel derselben wird ein SruioGiog %Qrjiicc- 

1) Wenngleich daneben auch andere Beamte mit Yollstreckungshandlungen befaßt er- 
scheinen; vgl. außer den unten zu zitierenden Urkunden noch BGrU. 239. 



Nr. 120: Eingabe an den TtQccntcoQ ^svl-h&v aus Oxyrhynchos (?). 



327 



ti6[i6g genannt ; der aus dem naxaloyuov beigebracht wird. X^rj^atiö^ibg ist ein 
vieldeutiges Wort und kann sowohl eine Vertragsurkunde bezeichnen als ein 
gerichtliches Dekret, wenngleich es, soviel ich sehe, weniger zur Bezeichnung 
von Urteilen gebraucht wird ? als von anderen Dekreten (Zustellungsverfügungen, 
1Qrniati6{iol 8{ißaddccg u. a.; BGrU. 578 lin. 6; 832 lin. 13, zu ergänzen auch in 613 
lin. 4; P. Oxy. 485 lin. 4; 719 lin. 3; P. Flor. 56 lin. 2). Danach ist es mir 
zweifelhaft, ob ein vollstreckbares Urteil vorlag; es sieht mehr danach aus, als 
ob direkt auf Grund einer Urkunde gepfändet werden sollte (was namentlich 
dann, wenn sie die Klausel na&ccTtsQ e% d(%r]g trug, nach peregrinischem Recht 
begreiflich wäre). Allerdings war ein Zahlungsmonitorium vorausgegangen. Der 
Kläger hatte nämlich den Schuldnern durch den TtgautaQ (lin. 10/11: tf\g ovv 
tovtov [iistajdötieag ysyovvCag avxolg did 6[ovJ) ein Exemplar irgend einer Urkunde 
zustellen lassen, offenbar mit einer Zahlungsaufforderung (iv elSmöi lin. 10), was 
an das moderne Mahnverfahren erinnert; vielleicht ist eben dieses Monitorium 
mit dem drj[i6(5iog %qri[iaxi6iibg gemeint. Für die Vollstreckung in bestellte Hypo- 
theken ist ein solches Verfahren, wobei natürlich Einwendungen des Schuldners 
vorbehalten geblieben sein müssen, jetzt besonders aus P. Flor. 56 (vgl. auch Oxy. 
485; 719; BGU. 888) ersichtlich. In unserem Fall ist allerdings von Konventional- 
hypotheken keine Rede, vielmehr soll in das ganze Vermögen vollstreckt werden. 

Im einzelnen bestehen große Schwierigkeiten, hauptsächlich bedingt durch 
die Unvollständigkeit des Papyrus. 

Zunächst die Uberschrift. Ich habe die ersten drei Worte gelesen als h% 
6vy%s(cpaXcaG)dS(Dg) %§iq(C)6[iov^ wobei (jvyustpalaiGXlig das Gesamtprotokoll, %si- 
QiOliög die Amtsführung bedeutet; letzterer Ausdruck ist auch bezeugt in P. E. R. 
A. N< 295 (s. oben zu Nr. 102, 7) %iQi6iioyQ&(pov (1. %siQL6[ioyQdcpov) = Regierungs- 
sekretär, Dabei betone ich, daß ich hinter <5vy%e kein Abkürzungszeichen sehe; doch 
hat dies nichts zu sagen, weil sie in diesem Papyrus wiederholt sehr reduziert sind. 
X§LQ<^iyö[iov ist übrigens, wie ich bemerke, recht unsicher zu lesen 1 ); die ersten 
Buchstaben könnten auch auf %Qrj gedeutet werden, aber das folgende und der 
Sinn paßt nicht. — Unverständlich ist sodann der Schluß der Zeile, wo wieder 
steht: 'En 6vv%[. Sollte hier an e% (jvv%[Qiöscog zu denken sein? Das würde ein 
Urteil voraussetzen und dem ganzen sonstigen Inhalt widersprechen. Eine Deutung 
weiß ich nicht. 

Im folgenden ist die Konstruktion unsicher. Dem gewöhnlichen Stil würde 
am besten eine relativische Einleitung entsprechen: oxi] en\6~\Q(i6a) [e]% tov xata- 
loy(elov) di]({io6Lov) %Qrj{iccri<j[ioy a%i<o . . . iisraSovvai^ aber sie führt zu der 
Schwierigkeit, daß dann in lin. ü die Wiederholung \yov\ Ö7]lov[i£vov %Qrnia%(i<5iiov) 
unerklärlich wäre, auch ist dann für das Si . [ in lin. 8 keine Ergänzung zu finden. 

1) Vom % ist der rechte Querstrich unten nach links abgebogen. Erblickt man darin 
eine Ligatur von so kann man auch direkt %lqlc{iov lesen, ohne das zweite i einschieben 
zu müssen. 



328 



Nr. 120: Eingabe an den Ttqd%tcoQ ^svin&v aus Oxyrhynchos (?). 



Denkbar ist, daß es gelautet hat : 'Ert\6~\Q(i<3a) <8iq{ji6diov) %Qrjiiati6[iby - — , 

dann lin. 9 di[6ttSQ ä^ico) t(pv)~\, lin. 10 $7]Xov[jL8vov xgrjiiccT^öiiov)- diese Stili- 
sierung ist unzweifelhaft auffallend , weil ungewöhnlich, ermöglicht aber die Ge- 
. samtkonstruktion. 

Lin. 9 bereitet Schwierigkeiten insofern, als zunächst das Aktivum [leradovvai 
(statt yLStadoftrivai) voraussetzt, daß neben zu erg. in lin. 8] noch eine 

Apostrophierung des Praktor erfolgt sei, wofür kein rechter Platz ist. Außerdem 
setzt rö stSQov voraus, daß früher avtCyQcccpa gestanden habe; wie das einzu- 
ordnen wäre, weiß ich nicht. Klarer wird man darüber sehen, wenn das vor tb 
8X8QOV stehende Wort entziffert sein wird. 

Im allgemeinen vgl. zu unserem Papyrus noch P. Oxy. 712. 

Die Herkunft des Papyrus aus Oxyrhynchos ist nicht bloß deswegen wahr- 
scheinlich, weil er zusammen mit anderen von dort herstammenden erworben ist, 
sondern auch wegen des 87c[6]q(l<jcc) — freilich sehr schlecht erhalten und nur 
nach Analogien und den Raumverhältnissen entziffert — in lin. 3; wie die Ver- 
gleichung von P. Oxy. 485 und 719 mit BGU. 239, 578, 614, P. Flor. 55 und 56 
zeigt, ist das Wort in diesem Zusammenhang für Oxyrhynchos charakteristisch, 
während im Fayum und in Hermupolis magna 7taQ8%6iii6a gebraucht wird. 

Auf dem Verso ein Bruchstück einer Rechnung. 

Im nachstehenden gebe ich zunächst ein Bild der Urkunde, welches die 
Raumverhältnisse und dementsprechend die Möglichkeit von Ergänzungen zum 
Ausdruck bringen soll. Freie Räume der Urkunde sind auch hier durch freie 
Räume wiedergegeben. Schräge Strichelung /// zeigt an, daß an der betreffenden 
Stelle die horizontale Faserdecke verschoben ist; das darauf folgende steht im Original 
schief abwärts. An solchen Stellen sind die auf beiden Seiten der lädierten Stelle 
stehenden Buchstaben zusammenzurücken und Ergänzungen unzulässig. Auf den 
übrigen freien Räumen kann ergänzt werden; hier sind Verscheuerungen denkbar 
und teilweise sicher. 



TCccQccdLOVTovxcci cc%ovö[.~] dtov tovdiov[.~]ov %oaaiioir[~\<jt(DV(x% [. . .] ay . 

6CCQ0<3[ 

do[iLTiavov <58ßa6tov fSQ^iaviitov ii\J\yo668ßaöxov idrtSQiTt cc%§//q)6 [///]g>i/[ 

5 0(p8iXo[lSV(DV [101 V7CO UQItaÜ &8QßV0<3 XOV CCQJtCCrjÖlOÖ tcov a . /// . o ti]<5a t>[ 

% 

7tö %qr\\iaxi6av%o<5 7t8Q<5ovxrj<5 8Jtiyovrjöoö^i8't7]XXa%8v%[ß . 

I ...... . 

y8yovvitt<5%cQ cpa [irjxov ^ L ov8\^\ita6i\^\vov agy Sqcc%/ / / jimv %[ 

1 * ' 

Kscpa % yxovxovxiqG v7C8Q%Qovi^7t . ccq . . [. . .}xg// ' /%mv . dta\. 

drjXov[i8vov %Qr]iia %o 8x\^ov [i8XadovvccLXoi<5S(x[ 



Nr. 120: Eingabe an den itQccnxcoQ ^svlucov aus Oxyrhynchos (?). 



329 



vioiö %cu ulrjQOv ayboixi ucurtcc[ivQSLLVSid(ü<jixri<30vvxoyxoyl 10 

_ x 

Soöscoöyeyovviecö avxoiö dicc6[. J]xrj%xovdis \uy\vo6 %oia% %\_ 

v 

ILiaGiLOi diavXvxrjöeaxi [ir}d[.] rjöscjöysyö sv£%vqcc£(d STti t[ 

X 

nag . [ , ] . qo . § . i . Ttf [.] rtttQXoyta TCayta MQita £3Wt[ Ju[ 

[ ' '. . ' '].«.[ 

Hier bricht der Papyrus ab. 

'.El <5vv%e(cpalaicj<5£(Dg) %8iq(i)6iiov ^sviuföv rtQcc(%xoQeCccg) rj (ßxovg) Ao\ni- 

x(iav.ov) Ms%(sIq) 9 En <5vv%[ 
ITccQä Aiov( ) xov %al A%ovö\i\X(dov) *Alov xov Alov( ) [x\ov %ccl ^(fe[o]s 

x&v a% [. . .] ay. [ 
8rt\p]Q(L<5a) \ß\% xov %axaXoy(sCov) Stj^oölo .) xQrj^iaxiöiio . ov %(?6v\_6]g h'xoyg 

rj Avx\o^Qd\xoQo\g KaltiaQog [ 
Aoyaxmvov Usßaöxov TsQ^iawitov fi[rf\ybg 2Jsßa6xov tcbql 7t\jQ~\d%scag [x]a>v 
ö(p£tXo[i£vc3V iioi V7CO AQ7tdX(ov) Qscovog xov "Aqitari^iog xcbv dito xr\g avx(rjg) [. . . . 5 
it6X(s(üs) %Qriiiatl6uvtog IleQöov xf\g h%iyov%\g, bg [.iexrjXXa%EV, %ax 8vyQu((povg) 

[tivvfrrjTcag (?) 

ysyovvlag xa ^a^sva)^) [ivjfvi) xov rj (exovg) ®§[ö]v Ov§[ö]ntaöi[a\vov ccq- 

y{yQlov) doa%iiG)v %\siXiwv 
KsyccXiulov) %[ccl tcb\y xovxov xf\g v7t£Q%Qovta(g) xo%wv . dia 

[ xov 

drjXov^isvov %Qrj[iwt(j,G[iov) tö €x[b]qov [isxadovvca xolg ia[vxov 

vlolg %al %X7iQOv6(jioig) A\iolxi %al ITa^ivQSi Iv sldtnöi. Tfjg ovv xovxoy [{isxa- 10 
döösmg ysyovvlag avxolg dtd ö\ov\ xfj S xov di£X(&6vxog) {irjvbg Xo(a% %\al 
[irjde- 

liiäg [toi 8v av(x(bv) Xvxtftisag lirjd[h~\ rjöaag yeyov(v(ccg) ev8%vod^(D h%\ x\ 



itaQ . [ ] . qo . s . i . 7Cqa(%xoQslag) xä y7tdo%öyxa itdyxa Ao7tdX{ov) h%l 

x\o\v 

[ . •].«•[ 

Hier bricht der Papyrus ab. 



lin. 1 avyus ohne Kürzungszeichen. lin. 3 iit[o\Q{i6ci) ohne erhaltenes Kürzungs- 

zeichen. — In %Qruictxi6[iq . das a über die Zeile gezogen wie bei Abbreviaturen. Der 
letzte Buchstabe kann v oder v sein. lin. 4 In iß~~ das i in zwei ziemlich parallelen 

Strichen. — In Ti^di-sag das q vermutlich nicht ausgelassen, sondern durch eine stattgehabte 
Verschiebung des folgenden Deckstücks nach links verdeckt. lin. 5 Die beiden Schrift- 

spuren an den Rändern der Verschiebung (///) sind die beiden Stücke des tc von aito. lin. 7 
lir](vi) Kürzungszeichen kaum erkennbar. Hinter tokcov zwei parallele leicht gekrümmte Ver- 
tikalstriche mit einem schrägen Strich. lin. 11 Über ysyo entweder v oder das y über- 
gezogen, lin. 12 ttv(rä>v) ohne Kürzungszeichen. 

Leipziger Papyri. I. 42 



330 



Nr. 121: Rechenschaftsbericht betreifend den "idiog Xoyog aus Oxyrhynchos. 



Aus dem Hauptbuch der Amtsgebahrung der Praktoria Xenikon, 8. Jahr des 

Domitian Von Dion( ), alias Akousilaos, Sohn des Dios, Sohnes des Dion( ), 

alias Amois, von den .... Ich habe aus dem Registerbuch eine öffentliche Urkunde 
(Bescheid) beigebracht, deren Datum vom 8. Jahr des Imperator Caesar Domitianus 
Augustus Germanikus, 14. des Monats Sebastos (lautet), betreffend die Vollstreckung 
für die mir von Harpalos, dem Sohn des Theon, Söhn des Harpaesis von derselben 
Stadt . . . , geschäfteschließend als iHqarig rrjg STtiyovijg, der gestorben ist, auf Grund 
von schriftlichen Vereinbarungen geschehen im Monat Phamenoth des 8. Jahres des 
göttlichen Vespasianus geschuldeten 1000 (?) Silberdrachmen Kapital und Zinsen für 
den Verzug desselben. Deshalb (? bat ich von den Ausfertigungen? der) genannten 
Urkunde die eine seinen (?) Söhnen und Erben Amois und Pamyris zuzustellen , damit 
sie es wissen. Nachdem also die Zustellung desselben ihnen durch dich gemacht ist 
am 20. des verflossenen Monats Choiak und mir keine Zahlung noch auch .... ge- 
schehen ist, pfände ich [durch die] Praktoria das gesamte Vermögen des Har- 
palos .... 

lin. 2 Ob ACoviog) aufzulösen ist oder zJiov(y6(ov) bleibt ungewiß, 
lin. 3 Hinter KaCtiocQog hat schwerlich etwas gestanden. 

lin. 6 Ich habe hier 6vv&rj%ccg ergänzt, weil tivyyQacpäg nach dem vorher- 
gehenden evyQcc(cpovg) kaum möglich ist. 

lin. 8 Ob hinter %6%mv eine Summenangabe gestanden hat? 

lin. 9 Statt §cc[vtov kann allenfalls auch to[yrov gelesen werden. 

lin. 12 Pap. dLavlvvrjöswg. Bezeugt ist xQScolvrrjöig (BGU. 362 IX 9; XVI 19) ; 
hier kann allenfalls auch dicc{v jlvtTjöecjg gelesen werden. — Bei . . . rjdswg wäre 
a]7tait7]ö6(Dg (etwa firjd 9 aitaix^Bmg) am Papyrus möglich, ist aber sinnlos. 1 ) — Ob 
am Schluß kcl %\_6%w zu lesen ist (vgl. P. Oxy. 485 lin. 31; 486 lin. 16; BGU. 888 
lin. 21; P. Flor. 36 lin. 15) ist mir zweifelhaft. 

lin. 13 Statt .s.l. läßt sich auch ttJs lesen. 

tfr. 121. 

EECHENSCHAFTSBERICHT BETREFFEND DEN "I&iog köyog. 
Inv. Nr. 605. 

Papyrus H. 15 Br. 16 y 2 cm. Oxyrhynchos. A° p. C. 151/2. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Der Papyrus ist am unteren Rand und an der linken Seite abgebrochen. Der 
Umfang des letzteren Defektes läßt sich nach linn. 8 und 14 auf durch- 
schnittlich etwa 25 — 30 Buchstaben bestimmen. 



1) Auch TtLOvrjGscog (für 7tLCToo68cog) wäre möglich; aber eine vollbefriedigende Lesung gibt 
auch dies nicht. 



Nr. 121: Bechenschaftsbericht betreffend den "Idiog l6yog ans Oxyrhynchos. 331 



Der Inhalt ist eine Eingabe eines gewesenen TtodxxaQ doyvQi%7jg (lin. 25) an 
den ßa6iXi%bg yqa\i[iaxevg (^0%vqvy%eixov fehlt) , worin er, veranlaßt durch eine bei 
der Inspektion des Procurator Idiou Logou i. J. 147/8 ihm erteilte Weisung (lin. 6), 
die Quittungen über die Einlieferung der dem Ydiog Xöyog angezeigten Eingänge 
vorlegt. Der in Frage stehende Prokurator führt das Gentile KXccvd log-, da für die 
Jahre 138 und 140 ein Claudius Julianus als Idios Logos bezeugt ist (P. Cattaoui 
R. col. VI lin. 1 im Arch. 3 ; 61 vergl. mit P. E. R. 107 nach Mitteilung von Wessely 
in Denkschr. der Wiener Akad. ph. hist. Cl. 47 IV p. 106 s. v. KXavdiog), so kann 
man daran denken, hier denselben Mann zu suchen, wobei freilich eine ziemlich 
lange Amtsführung vorausgesetzt werden muß. — Übrigens reicht dieser Praktor 
die Quittungen nicht oder nicht bloß über seine eigenen Ablieferungen ein: in 
lin. 9/10 spricht er davon, daß die yev6[isvoi Ttqdoixoqeg Quittungen erhalten haben 
und in den vorgelegten kommen verschiedene Namen von rtoauxogeg vor. Viel- 
leicht war unser Mann den übrigen als Vorstand vorgesetzt. 

Der in der Urkunde genannte yqdcpcov ev Idicp Xöycp xbv 'O^vovyxsCxrjv ist 
vielleicht derselbe Beamte wie der in P. Fay. Towns 23 a lin. 3 erwähnte yqa^axevg 
vo[i(bv XIVC3V idlov Xöyov. Die Ergänzung der Lücken ist zum Teil unsicher; was 
ich eingesetzt habe, ist nur als ein vorläufiger Versuch zur Erläuterung der Ur- 
kunde aufzufassen. 

Uber einzelnes s. den Spezialkommentar. 

[ ]<p x<p %al Haoaitloßvi ßcc<jLXi%[(p y^Qcc[i- 

liaxsi Raum frei 

[jcaqä ] . . XQog Evdaliio[v\og \a\% 'O&qvy- 

%(sixcqv) TCÖXeag yevo[ievov Ttodxxoqog 
\_ccQyvQiX7jg. KeXevö&elg eitupsosiv aito\%äg d%b a\ sag y xo\y %{ai) a(yxov) 

sxo]vg Avxcovetvov KaCöaqog xov Kvqlov itobg 
[xb ] rtaQa&eö&ai xäg drt[o%a]g xwv %axa- 

1(dqi6%'8VXG)V [lioi^ flüchtig korr. in 6ol) Vit e^iov 
[xov TtodxxoQog t<p(?) ÜQog xfj xov Iölov X\6yov eitLXQOitfj xip TÖ[xe] ev idlcp Xoyw 5 

xbv vo{ibv yqdcpovxL~ 
[dito xov a\ ecsg y exovg 'Avxwvelvov x]ov Kvqlov itqbg xä ev [dia\Xoyiö^iG) 

KQi&svxa r[c5] im (exei) vitb KXavdlov 
[^IovXiavov (?) xov itqbg x<p idl(p\ Xöyco ütQoöcpwvca 6[iv[vg x\r\v Avxo- 

xqdxoqog Ka\f\6aqog Tlxov ~ 
[AlXlov AÖQiavov Avxcovsivov 2Jeßaö\xov Evöeßovg xv%r\[v x]ovg %axä iqovovg 

yevo[ievovg itqd%(xoqag) 
[ %uxec]%e%(DQi%svecL 6vv dX[Xo\ig xovg dvr\- 

xovxag Xoyovg xw xoxe 

42* 



332 



Nr. 121: Rechenschaftsbericht betreffend den "idLog loyog aus Oxyrhynchos. 



[sv idl(p Xoym xov voybbv yqdcpovjxi ^Eq^itvco %al s6%rj%svai avxov artojag xov 

xs a (sxovg) %ai ß (sxovg) 'Avxcjvlvov 
[Kaltiaqog xov Kvqiov, dXXcc %al x~\ov s%fjg y (sxovg) hv 'AXs^avdqsCa s6%ri%svai 

avtov ditoy^v dia Zlaqaittcovog 
[ 6vv (?) x\olg dXXoig 7tqd%xoq6v sxsqwv xo7Caq%sicov 

atfjtsQ av&svxi%äg sitol- 
[öo{isv hv xcc avxtyqacp\a vitsxd\a\x,sv sl svo%og eirjv xo (sie) oq%cp. 

("Exovg) ls Avxoxqdxoqog Kafäaqog 
[Tlxov AlXCov Adqiavov AvxcdvsCvov 2J]sßa6xov Evösßovg iiiqvb[g\ 'Adqiavov 

(2. Hand.) (l. Hand.) "Eöxi ös x&v aito%cbv xä ävxlyqa(cpa)' 

[Tov [ibv a (stovg)' 'Eqiislvog 6 yqdcp(D~\v sv idtm Xoycp tov ^0%vqvy%slxr\v 

&scovi %al sxsqa Qswvi %al xolg 
[dXXoig 7Cqd%xoq6i (?) X07t]aq%siag yaiqsiv. Kaxs%ooql6axs \ioi Xoyov 

siöTtqd^scog dito Ms%slq 
[sag tov a (stovg) AvX(dvsivov~\ tov Kvqiov. ("Exovg) ß Avxoxqdxoqog 

KaCöaqog Tixov AlXiov Adqiavov Avxwvslv- 
[ov Usßaöxov Monat, Tag. Tr\g ds] tov ß (stovg)' 'Eqybslvog 6 yqdcpwv sv 

18 im Xoyw tbv ^0%vqvyislxr\v 

[ßswvi %al sxsqcd &SG3VL ] . [.]..... D xo7taq%siag %aiqsiv. Kaxs- 

tov 

%G)QL<5CCXS {101 Xfj %S ®G)& 

[[irjvbg xov y (sxovg) AlXiov Adqiavov Avxcjvsiv]ov Kaiöaqog xov Kvqlqv 

%ax ävdqa xcbv diaysyqa^iisvmv v{islv 
[ ] tfs<5r]iiSL(x)[M)CL. Kai xr\g xov y (sxovg). 

'Eqybsivog 6 yqdywv sv idC<p 
[Xoycp xov ^O^vqvyjsixriv ] . . w ual 0scovi 7tqd%xcoq6i (sie) %al Aitlcovi 

%al *Hqa%Xsi(p xcp 

[%ai Ivoig [isxä xi\v xov Tlaycnv dqC&iirjöiv 

%al A\i\ovv6i(p 

[ ] %ai HaqaTclmvi xcp %[al . ?\a%iavcp 

wxl zIlovvö(g) tg 

[ ]...£. [.]£[.]Ä«r ] rtQtt%xoq6i dq- 

yvqi%rj[g~\ Xißbg 

[xoitaq%slag ]•[•]• \s\ Bl • 

[ ]..«» 

Hier bricht der Papyrus ab. 
Auf dem Verso : (2. Hand.) ] . . . siov xvitov rtqo<jcpcovtf<5scog~ [ 



Nr. 121: Rechenschaftsbericht betreffend den "Idiog Xöyog aus Oxyrhynchos. 



333 



lin. 2 Pap. 7tQa%TQog. lin. 13 ei 1. ?}. lin. 19 Das xov nachträglich von erster 

Hand nachgetragen. Vor t07taQ%slas nicht lißipg) ; eher ccTt^Xiootov). 

lin. 3 Die Ergänzung KeXevti&elg eitLcpegeiv aito\%äg ist aus freier Hand ge- 
macht; daß aito%äg in lin. 4 wiederkehrt, ist stilistisch unerfreulich, aber auf alle 
Fälle unvermeidlich, da zu ~]%ag in lin. 3 eine andere Ergänzung kaum denkbar ist. 
Man kann auch an VTtoxd^ag äg eXaßov &7Co]%äg denken; dabei wäre aber auf- 
fallend, daß nicht von avxiyQacpcc cctco%g)v die Rede ist, da doch die Originalien 
erst nachgetragen werden sollen (lin. 12/13). 

lin. 5 ist schwierig; gyov ertiXQOTtrj kann wohl nur zu xfj xov ISlov X~]öyov 
ejtitQOTtfj ergänzt werden. Im übrigen ist, glaube ich, die Hauptsache, daß in 
lin. 4 das 6oi (wo ö flüchtig korrigiert ist aus \i) einfach hinausgeworfen wird. 
Solange man es drin behält, wird der ganze Sinn schief. Danach hätte unser 
ütQcc%t(DQ das %ccta%G)()L&LV der Xöyov des Idiog Xöyog beim ßaöiXi%bg yQa^axevg vor- 
genommen, während er es doch immer beim yodcpcov ev xw Idiw Xöycp tut (lin. 9, 
15/6, 18/9). Man müßte denn ein doppeltes %axa%G) qi&iv annehmen, dann wäre 
aber dieser Begriff zur Einreichung bloßer Rechnungen degradiert — denn effektiv 
zahlen kann man dieselbe Summe nur einmal — und es gäbe dann a?to%ai über 
die bloße Rechnungslegung! Richtig verstanden heißt %axa%coQC&Lv xovg Xöyovg 
hier die Guthaben abstatten, was ja allerdings mit Rechnungslegung (%ut avdga 
lin. 20) verbunden ist. Behält man ferner das öol (statt des ganz unmöglichen 
lioi) bei, so kann in lin. 5 das ^oyov eTtiXQOTtfj xa xö\xs~\ ev idicp Xöycp xbv vo[ibv 
yjgdcpovxi nicht mehr von %axa%wQi6&£vxG)v , sondern muß von itaQa&eö&ai ab- 
hängig gemacht werden; dann kann aber in lin. 5 nicht rd[r£], sondern muß xb 
[vvv\ gelesen werden, wofür der Platz kaum ausreicht, und endlich: wie soll dann 
die absolut notwendige Ergänzung in lin. 6 \aitb xov a \ ecog y h'xovg . . ] gram- 
matisch verbunden werden? Mit der Eliminierung des 6oi ist dagegen alles in 
Ordnung; Ttaoa&eöftai hat seine Bestimmung nicht im nachfolgenden, sondern in 
der vorhergehenden Lücke zu suchen, die damit auch ausgefüllt wird (z. B. Ttobg 

xb ev xg) diqiiotitcp ] Ttaoa&eö&ai und der Empfänger der %axa%aßoi6\iot ist 

immer der Idiog Xöyog. 

Im übrigen handelt es sich noch darum, die beiden asyndetisch sich folgenden 
Dative ertLXQOTtfj und yodtpovxi in das richtige Verhältnis zu bringen. M. E. em- 
pfiehlt es sich zu lesen xw itobg xfj xov IdCov X]öyov eTtiXQOTCfj xcp xö\xe\ ev Idtcp 
Xöy(p xov voybbv yoäyovxi. Sonst wird der Gehilfe auch 6 itaod xivog (Genetiv, 
nicht Dativ) genannt; hier aber verlangt der Dativ itoög, abgesehen freilich 
von der Möglichkeit, eine Korrektur vorzunehmen: ertiXDoit^g). Dabei wird die 
Lücke fast vollständig ausgefüllt. In lin. 5 habe ich xov itod%xooog ergänzt. 
Sonst folgt auf %ccxcc%(oqC£8iv noch Xöyov (linn. 9, 16) ; aber hier kann Xöycov nicht 
gestanden haben, weil es nicht von äitb xov a \ ecog y h'xovg getrennt werden 
kann. Eher wäre es z. A. von lin. 6 denkbar. 



334 Nr. 122: Eingabe an einen Strategen. — Nr. 123: Aktenablieferung an das Archiv. 



lin. 16 In der Lücke ist nicht nach lin. 25 Xißbg, {xo7taQ%elag) zu ergänzen, 
wenigstens nicht mit Sicherheit. Denn die in lin. 25 genannten rtQccxxoQsg Xißbg 
TOTtccQftsiug können die TtQccxxooeg sxsqcdv xoita^%eicbv sein, welchen nach lin. 11/12 
für das 3. Jahr von Sarapion in Alexandrien die Quittung behändigt worden ist. 

Nr. 122. 

EINGABE AN EINEN STRATEGEN. 

Inv. Nr. 226. 

Papyrus H. 8% Br. 8V 2 cm. Arsinoitiseher Bezirk. Zeit des Antoninus Pius. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

Ssodcbocp tfxoa^xrjycbi) Aqölvolxov *HQa[%XeCdov [ieo(dog 

Ttccga üxoXXäxog Aewvidov xov [ * Ov itccQSXo-] 

\116a aitb diaXoyfjg %q\rj\iiaxi6iiov äv[x(yQa(pov xovxov 

TO i<5ov di VTtrjoexov] 
[isxccSo&fivccL xw 6V a[yt\ov 8r}Xov[{i\s[v(p bvgjtciov iv 

sidfj. ("Exovg . . Tlxov AlXLov Aöqlccvov] 
Avxmvtvov KaltiaQog xov Kv[qlov "Eöxi ds xov %Q7]ilccxi<j[iov xb avxt- 

ygcccpov rode ' ] 
vmcclcc[J] 6 IsQSvg %al ccQ%Ld\i%a6xrjg öxoatxrjyip) 'AqölvoIxov yjalouv. ] 
Tov dedo[ievov v7to^iv[7]^iaxog avxCyQcccpov [isxado&rjxcD eng tcqoxslxcci. "Eqqcüöo. 

("Exovg) . . AvxoxQ&xoQog] 
Kalöaoog Tlxov AIXtov A\pQiavov Avxgjvlvov Usßccöxov (Monat, Tag) -] 
dcoQog Gstiriijislcoiiai). 'Aoeiog 6 x[al 
TißsQLGovi xai mg [%Qrjiiax(^SL 

a%& . [.] . xal %s%e\j^XiaQ[%ri%ot vTto^ivrj-] 
[laxoyodcpov Ti . [ 

lin. 6 Für das Jahr 159 ist ein Archidikastes namens NixoXaog bezeugt in 
BGU. 888 lin. 5; aber es ist unmöglich, hier Nix6Xa\og\ zu lesen; ai ist ganz sicher. 

Nr. 123. 

AKTENABLIEFERUNG AN DAS AECHIV. 

luv. Nr. 482. 

Papyrus H. 34 Br. 13 cm. Bezirk von Mendes. A° p. C. 136. 

Cursive. Unveröffentlicht. 

naoä <&iXl<5xov öxoaxrjyov Mevd\ri<5io\v . 
'Avayoacpri V7to[ivrj[i()cxiöii(DV x[ccx]a- 



Nr. 123: Akten ablief erung an das Archiv aus dem Bezirk von Mendes. 



335 



%G)Ql<5&£VT(xiV Slg VY\V BV JT^[t]^[. . 

ßißXLO&tfwrjv xov sIkoötov faovg *Ad\ßiav\ov 

KaiöccQog xov KvqCov. EM Ss' aitb %r 5 
Aöqiccvov Scßg Tvßi %ä~ rö[i(og) a, 
%al SiTcb %ß Tvßi ecog Ms%sIq y %6\i{og) <%, 
xccl aitb y Ms%sIq sag %a tov avtov 
[irjvbg t6{io[g] a 

xal ccTtb uß Me%8iQ scog d <DccQtiov&i 10 
toyLog ä XXXX 

y(tvsrui) [6/ioiT] %6\ioi d~. XXXX 

["Erovg % AvroKQar^OQog Kalö\aQog\ Tqcclccvov Aöqiccvov 

[Usßaötov] ®uqilov%\_i\ 8~. XXX 
(2. Hand.) ]. to ..[....]...[. .]o ...[.]. . . 15 

Ii . . [ . . ai .... 6s ... l \.g. 

(3. Hand.) MäQ%\og OvjXrtiog @cciVL7titog Tgvcpco- 

v[i]av\b]g ßlijßXiocpvXat, 7taQ[s]CXrjq)(cc). Elöly 

ÖS tcbV rtQOCClQSTWV (?) öl 7tQ0%lli\ßV0\l %6\l0l 

teööccQeg, yl(vexui) r6[i(oi) d. "Exovg slnoörov 20 
AvroxQatoQog KaCöccQog TQaiu\vo\v *48qiuvov 
£e[ß~\a(px)ov <&aiisvh& sl%d8v. (Schnörkel) 



T6(jloi) d. 

Verso: (3. Hand.) A[7t]o%rj ßißl\_iO(pvXa%og'\ trjg hv IIaTQi%... ßißho&tijxrjg) ..[ 
ä\_ut\b A8q\io\vov %ä ecog <&ttyisvfo& (sie) d~~ \p\vv t6[ioig ä~ 

lin. 16 z. A. vielleicht ii..\_.ö£6rf\(i§C(p[i(XL] zum Schluß wohl rsööaQag. 
Verso lin. 2 <!>uiisvg)& verschrieben für G*uq{iov&i. 



Corrigenda. 
Im Apparat S. 10 Z. 7 v. u. 1. statt lin. 17: lin. 8. 

Nr. 3 S. 12 Z. 6 v. o. statt c in extenso' lies : (Bedeutung von iv iyctd%T(p zweifelhaft, vgl. S. 28 Z. 22 v.o.). 
Nr. 4 und 5 akzentuiere statt Utsyccvrj durchwegs 2zscpdvri. 
Im Apparat zu Nr. 6 streiche die Bemerkung zu lin. 7. Der Text ist korrekt. 
Nr. 15 lin. 1 1. statt 7t{aqa) AyQrjXiog(?) 1. JT. . . Qsvg. Danach ist auch in der Einleitung der 
Name zu ändern. 

Nr. 33 II lin. 16 ist statt .[...].... [.~\qitov vielleicht möglich . .] . . ädrjQirov. 
Nr. 40 II 25 akzentuiere 6(p[Q]s(og (vulgär für ocpQvog). 

Nr. 56 lin. 21 braucht v[tco]ii£voviiccl , das übrigens mit einem c sic' zu versehen war, nicht an- 
genommen zu werden; was dagestanden hat, bleibt zweifelhaft. 

Nr. 57. In der Einleitung war zu lin. 4/5 noch zu bemerken, daß auch das Patronymikon des 
Achilleus untergebracht werden muß. 

Nr. 59. Im Kommentar zu lin. 14 1. 7caQar^£vx[a\. 

Nr. 64 S. 204. In der Einleitung (ad b)) akzentuiere wat 6 vrccQ%og. 

Addenda. 

S. 37 ist zu den Urkunden, welche die dem späteren pignus Gordianum entsprechende Klausel 
enthalten, auch der von Breccia in Rendiconti dei Lincei sec. V vol. XIII p. 123 ver- 
öffentlichte Florentiner Papyrus aus dem 1. Jhd. p. C. lin. 17 fg. (Nr. 86 der Gesamt- 
publikation) zu zitieren. 

S. 74 (zu Nr. 28 lin. 23). Der Florentiner Papyrus, in welchem [Lovotvitcog (oder eigentlich 
adjektivisch ^lovotvitog) vorkommt, ist in Vitellis Publikation Nr. 50 (lin. 116). 

S. 90. Anknüpfend an meine in Anm. 1 angef. Untersuchung über, die Statthalterliste der 
Thebais teilt mir Seeck freundlichst mit, daß der Präsidat des Fl. Strategius nicht lang 
über 349 gedauert haben kann, da er schon im Anfang der fünfziger Jahre Prokonsul 
von Konstantinopel gewesen zu sein scheint und 353 als Prokonsul von Achaia nach- 
weisbar ist. Den Nachweis dessen stellt Seeck für seinen bald erscheinenden „Brief- 
wechsel des Libanius" in Aussicht. 

S. 119 fg. (Nr. 38). Der in diesem Papyrus, sowie in Nr. 14 und 66 auftretende Präses 
Fl. Asclepiades Hesychius wird, wie mir Seeck, gleichfalls im Anschluß an meine „Statt- 
halterliste" mitteilt, auch durch Libanius Ep. 914 für das Jahr 390 oder Anfang 391 als 
Präses Thebaidis bestätigt. 

S. 122 lin. 5. $>X(dviog) ZsTtzi^iiog EvtQOTtiog ist, wie Seeck mich gefälligst erinnert, wohl iden- 
tisch mit dem in der .Inschrift von Gizeh, mitgeteilt bei Milne a hist. of Egypt. S. 195, 
genannten KXavdiog ZsTttiiuog EvtqoTCiog^ das — übrigens absolut sichere — <M(dviog) 
des Papyrus wird einfache Gedankenlosigkeit sein, hervorgerufen dadurch, daß um jene 
Zeit fast alle Leute <£>Xdviog heißen. 

S. 139. In dem in Anm. 1 zit. Florentiner Papyrus Nr. 36 (lin. 11) steht, wie ich am Original 
gesehen habe, nicht 8\g)qg)v] (das der Herausgeber ausdrücklich als unsicher bezeichnet), 
sondern der Rest eines s, also s[&vcov] 9 in vollständiger Ubereinstimmung mit unserer 
Nr. 41 und P. Grenf. 2, 76. Das Wort e'dvcc war also für die Brautgeschenke technisch. 

S. 312 (zu Nr. 107). Über die Abfassungszeit der Korrespondenz des Heroneinos vgl. neuestens 
Wessely im Anzeiger der Wiener Akad. 1906 S. 35 fg. ; seine Bemerkung, daß die mit 
hovg cc datierten Briefe schlechtweg in die Zeit des Macrianus und Qüietus gehören — 
wonach also unsere Nr. 107 vom Jahr 260 wäre — scheint mir durch den von ihm S. 41 
angef. Brief nicht begründet; ich sehe nicht, warum nicht andere Briefe mit solchem 
Datum auf andere Regierungen zu beziehen sind. Unser Stück kann, soviel ich sehe, 
auch auf das erste Jahr des Yalerianus oder des Traianus Decius bezogen werden, 
welche beide im Herbst zur Regierung gelangt sind. 



INDEX. 



kßibg 97.XY12. 
kya&o%Xf]g 62. 1 10. 

— Yater des Serenos 100. III 8. 
kya&bg AaL^icov 'AßiXXicag 101.112. 

— AvQTjXiog 'A. Accl^icov IHovtccq- 
% ov 6.112,19. 

Acholius 40. 1 11,14; II 5,6 u. ö. 
khtog, V. des Hermantinoos 100. 
IV 12. 

— V. des Triadelphos 100. III 21. 
k&rivodcoQog 33. II 2, 4, 30. Av- 
QTjXiog Äo. 

k&r\v6dcoQog, V. des Paulos 24.11. 
Aißovtiog 49.9. AvQTjXiog AI» 9 A\l- 
^icoviov. 

Alßovuog 51. 11, Verso 1 (allein). 

AvQTjXiog Al° XaLQr\[iovog. 
AiXiavog 62. II 30, 32 ; 99. 1 22. 
Alliog 36. 1; 54. 13. <Mdviog A° 

riaaiog. 

knovaiXaog 120. 2. Jiov( ) ö ucci 
9 A° Alov tov Aiöv( ) tov Ktti 
A\i6'itog. 

knvXXccg, V. des Taurinos 100. III 2. 
kXst-dvdQcc rj %al2JccQa7ticcgd'vyccTriQ 

dcQQO&eov Kqati . . . 101. II 22. 
kX6£ccv&Qog Evded{iovog 98. 1 7. 
kXt&vÖQog, V. derTiibis 94.1117. 
AXsco X ( ) 97. VIII 9, XVII 4. 
AXfjglQ. 6,10. AvQTjXiogA^SlQicovog. 
kX^Evrig 104. 19. 

kpagoviog, V. des Deinetrios 100. 
II 18. 

kiLSVQ&cig W8V{i{ov)^ov 75. 3. 

Leipziger Papyri. I. 



I. EIGENNAMEN. 

kiisvQ&aig, V. des Psenmeuthes, 
Großvater des Panameus 76. 2. 

— V. des Psenmonthes 75. 7. 
ktLSvco&rig 97. XIV 4. 
kii£QL{ivog 9. 7, 29. AvQiqXiog'EQ^lag 

6 %al 'A° Avovßlcovog. 
kptQiarog 69. Vi 8. 
kprjQig 97. XI 11, XVIII 7. 
kiipovvig 100. III 13. 
'A^ncov, V. des Aurelios Neilos 65. 

7, 18. 

k^acovccQiov 29. 4. AvQr\Xiu ( Tits- 

QS%10V 7] %cu 'A° . 
kii\L(ovccQLov 101.1.29. Evgr) %cu'A. 
kybiiavag 34. 4, 12, Verso 2 ; 35. 

4, 10. 

k^\L(ovL<xv6g 83. 3. AvQfjXLog 9 A<> . 
k^oavlvog HiXßccvov 49. 11. 
kfUL&VLogU. 2; 32. 1,6,14; 70.1; 

100. III 15; 101.1118. 
k{iii<hviog vlbg 'Ava^ayöqov 101. 

II 21. 

k[L\i6iViog Evdcd{iovog 94. II 8, 
k^oovLog 'IOidmQOV 100. II 9. 
k^imviog X . i . . . . %co . . ( ) 49. 12. 
k^(hvLog, V. des Aibutios 49. 9. 

— V. des Areios, alias Glykon 96. 
118. 

i — V. des Aurelios Ben . . n 85. 5. 
I — V. des Aurelios . . . . os 19. 8. 
! — V. der Demetria 96. 1 2. 
1 — V. des Hermeinos 100. II 16. 
I — V. des Kyros 100. IV 7. 
| — V. des Taurinos 98.111. 



kpiLmviog, V. des Theodoros 51. 9. 

— V. des . ois 69. II 8. 

kyu&Cg 120. 2,10. Aiov{ ), 6 %al k., 

V. des Dion. 
k^imviog TsQovriov, V. des Herrnaos 

100. II 21. 
kvafzayoQCig, V. des Arnmonios 101. 

II 22. 

kvdQ6iict%og$(i. 6 ; 97 . IX 12, XVI 12. 
kv$QO[ux%og Eq . . . . 97. XX 8. 
kvdQOiLcc%og,Y. des Ktistes 97 .IX 24. 
kvÖQOVinog 97. IV 7. 17, XXIX 4; 
109. 2. 

kvdQOViuog AcDQicovog vscozeqov 

97.1X22. 
kvdQoviKog ngoGtccTov 97. XIII 20. 
kvovßccQiov 32. 10. Avqt\XIcc Ar\- 

lir\tQici r) %al 'A° . 
kvovßicov 3. II 24 ; 101. 1 9, II 32. 
kvovßicov 94. II 10. *EQiLczlog 6 nai 

'A. *Eqh&Iov. 
kvovßicov, V. des Hermias, alias 

Amerirnnos 9. 7. 

— V. des Ktistes 97. XXIX 7. 
kvov . . ov (Genet.) 101. 1 23. 
kvüvoog 61. 23; 100. IV 9. 
kvtivoog <$>iXctvtivoov 101. II 24. 
kvtivoog 49. 9. AvQtjXtog 'A° Xa- 

ßQLOV. 

kvtivoog, V. des Hephaistion 101. 
II 14. 

kvti{ ), V.desPosidonios 97.1X25. 
kvtcov&g, S. des Paniskos, V . des 
Heron 10.14,7. 

43 



338 



I. Eigennamen. 



kvccovlvog 6 %al Koitqiag 101. II 4. 
kvt&viog 97. XI 14, XVIII 14. 
kvxwviog 58. 7. Maviog A° do~ 

{Litiavog. 
k%d%r\g 70. 1; 71. 1. 
knall... 97. XIV 6. 
kitavTiog 97. IX 3, XVI 24. 
"Aniog 36. 4. 

jLitig 61. 4, 18. AvgrjXiog "*A. Ea'L- 
riog. 

^ts62.l2u. ö.,Il2u.ö. KXavdiog 

A. HcctzLog. 
knicov 109.1; 121.22. 
kxLcov 50. 3, 22. AvQriXtog A. 
kTticov NiuavTLvoov 50. Verso. 
krtlav, V. der Appiane 6. II 5. 

— V. des Ploution 22. 28. 
k7tolXivccQiog,Y. des Hermapollon 

17.29. 

k7toXXodaQ(x , Mutter des Ktistes 

des älteren, Tochter der Tages 

97. XIII 21. 
'ÄTCoXXodcoQog 69. V 7. 
kitoXXodaQog 89. 3. ' IaLdcogogATtoX- 

XoddjQOv(?). 
'ATtoXXodcoQog'AitoXXodaiQOv 94.118. 
kTtoXXodcoQog üiKcbTog, V. der 

Thenamunis 68. 3. 
k7toXX68(oqog , V. des Apollodoros 

94. 1 19. . 

— V. des Hermodoros 94. 1 19. 

— V. des Isidoros 87. 3; 88. 3. 

— V. des Kornelios 94. 1 19. 

— V. des Nearchos 94. 1 19. 
kitoXXcov 84. V 12 ; 9 7 .VIII 12; XX 20. 
kTtoXXcov 49. 3, 25. AvQTjXiog *A. 
kitoXXcovLccvog, V.desPlenis97.X3, 
kTtoXXcovldng 97.X18; XXVI 14. 
kitoXXmviog 49. Verso; 101. I 29; 

106. Verso; 113.2. 
kitoXXcovLog 6 %al Kqoviog AtioX- 

Xcoviov 93. 2. 
krtoXXayviog 6 %al <f?iXowvQiog 101. 

II 13. 

k'KoXXmviog 46. 5, 19, Verso. AvQfj- 

Xiog A.o krtoXXaiviov. 
kitoXXmviog Br\6uxog 58. 11. 
kitoXXooviog 4fi{L7}TQiov 115. 5. 
kitoXXcoviog *Eq{iov 101. II 20. 



kitoXXmvLog Evtv%idov 115. 8. 
kitoXXmvLog "Hqmvog 55. 10. 
kitoXXwviog FlcsvvocoQßovftov 97. 
X 4. 

knoXXcüvovg XaiQri{iovog 94.1121. 
k7toXXd)VLog,Y. desApollonios46.5. 

— V. des Apollonios, alias Kro- 
nios 93. 2. 

— V. des.A....ys 93.11. 

— V. des Eudaimon, alias Kro- 
nios 93. 11. 

— V. des Herakleides 106.1. 

— V. des Hermophilos 93.4. 

— V. des Horion 12. 12. 

— V. des Pasion 47.3,20. 

— V. des Salion 93. 4. 

— V. der Soeris 93. 4. 
kitoXXcov . . , V. desHerak(L ) 79.4. 
kxoXXcog, V. des Ktistes 97. VIII 16. 

— V. des Plenis 97. XXII 10. 
kitTticcvr] 'Artlcovog 6. II 5. 
krtTtictvog 121. 24. Hccgcaticov 6 

%al jL<> . 

kit . . . vg AitoXXcoviov 93. 12. 
Agcc^g 2. 8. 

AQavovg 3 Ey%{ ) T%ovviog 9 7 . XIV 1 1 . 
Agavovg Xt%ovviog 97. XVII 19. 

97. VIII 6, 

XVII 7. 
Agsiog 122. 9. 

"Agsiog 64. 50. QXdviog 'k<> . 
'Agsiog 6 %al rXvncov A\i\Lcoviov 
96.118. 

Aqsmtr\g,N. des Sosas 27. 12,33. 
Aqs . . . , V. des Horion (?) 101. II 3. 
kqr\tovg 9.4,6; 10.13,8; 32.1. 

AvQr\Xlcc'A. 7] %ecVHQCQVOvg'''HQ6o- 
vog. 

Agfi-Strig, V. des Pe . . tion 69. 2. 
kqlcov 41. 3. 

Ag^ivöLg, V. des Horos 92. 3. 
Agnafpig 97.X 7, XIII 10. 

— V. des Theon, Großvater des 
Harpalos 120.5. 

AgitaXog ©ecovog xov AgitcafiGiog 
120. 5,13. 

*AQ7tO%QCitLcöV 98.1,12. 

kgasvLog 63. 6. <&Xdviog EvroXpiog 
kgaivLog. 



Agöifjaig, V. des Psennesis 2.5. 
kgaivor} ©scovog 116. 5, 13. 
kQteiLidwQtt 95. 2. 
^T£fW(^a3.l2,7,16,Il6,20. Av- 

QrjXicc A. noXvdsvxovg. 
kQT8iiL$G)Qog vibg 101.14. . 
kQTsiildwQog *Eq{iIvov 98. III 8. 
kgrstiidagog, V. des Hermapollon 

100. IV 17. 
IdQvA&rig 97. X 12. 

— V. des Kolluthos 92. 9. 

— V. des Taurinos 97. XIV 14. 
k.Q%iy£vr\s ^ÜQCodlcovog 100. III 14. 
köaltr] 47.10,21. 

kacctia>v(?) 100. III 18. 
kcuXag 73.1,6. 
k6%Xr\madrig 64.1; 99.120. 
kanlr\7tid8r\g 94. H 16. 'laldcoqog 6 
%al A. 

ka%Xr\7tiddr\g 14. 10. <&XdvLog 3 A. ^ 

*H6v%iog. 
Asclepiades 38. 14, 7 u. ö. Flavius 

A° Esychius. 
koytXr}7Uccdrig 66. 15. <!>Xdviog A. 

*H6v%iog. 
kaytXr\7tiädr\g A(oqq&£ov 66. 12. 
kauXriTtiddrig *Eq\lLvov 98. 1 8. 
k6%Xr\7tiddy]g Ti^o^iov 66. 19. 
kcx.Xrptiadr\g, V. des Di .... n 94. 1 9. 
kauXrjTtiodooQcc 101. II 25. 'Tytcc rj 

%<xl A. 

kavynginog 40.1110,13,11110. 
kavyxQitog, V. des Serenos 98. 1 2. 
H(atres) 38.12. 

AtQfjg 38. I 3, 13 ; 97. XXIH 22, 

XXV 13. 
IdtQfjg 38.15. AvQrjXiog *A. 
Atgfjg *Eqiuvov 37. 7. 
AtQfjg mXsiX( ) 97. 119, XIX 22. 
'AtQfjg, V. des Bekis 22.4,27. 

— V. des Horion 65. 17. 
AvXrirrjg 97. IV 9. 

Av^dvcov Tsvvadiov 97.1X26. 
AvgrjXLog, Avq7\XLcc 3. passim; 4. 

5,7,8,9,14,32,33; 5.112,4,5,13; 

6. II 2, 18 ; 8. 2, 4, 5, 6, 15, 16 ; 9. 29 ; 

10. 1 3, II 12, 15, 22, 33; 11. 11, 13 ; 

12.1,7,11;13.5;14.4,5,14;15.1; 

17.6,27; 18.1,2,27; 19 4,6—9, 



I. Eigennamen. 



339 



29; 20. 6,21, 23; 21. 6; 23.7,29; 
24. 11,12; 26. 13.14; 28. 2,5,6, 
24—26; 29. 1,3,4,9,20; 32.9,10, 
12; 33.112; 34. Verso 5; 36.2; 
37.3; 38.15,6; 39.3,5; 42.3,5, 
6, 24—26 ; 45. 5, 8, 23 ; 48. 3, 24 ; 
49.3,8,9,25; 50.3,10,22; 51.3, 
7,8,11,21; 53.3,18; 54.9,19;55. 
3,8; 56. 3,6,13,23; 57. 4,40, 
Yerso 3, 4 ; 58. 25 ; 59. 4, 29 ; 
60. 1; 61. 4, 18; 62. I 3 u. ö., 
113,19; 65.4,7,18; 66,21; 80. 
8; 83.2; 84. II 15, VII 7, 12, 13 ; 
85.4,5,6,8,17; 86.5,7; 89.1, 
7; 96.120; 97.11,2,3, XXXIV 
25,26. 

J^tfowos 18. 2,7,18,27. AvgfjXiog 

A° 6 %al KXsdv&rig. 
'Acp&oviog, V. der Didyme 45. 8, 

10; 60.3. 

— V. des Mikkalos 59. 5. 
kcpQodialcc 'A%iXXscog rov %ccl Ucc- 

qcc7t{ ) 96. 1 4. 
k%iXXag Alov 95. 1. 
k%iXXsvg 10. 1 21; 84. II 17, V 13 ; 

100. III 7; 101.18. 
k%iXXsvg 6 %ccl *EQii6dcoQog 84. I 

10 u. ö. 

k%iXXsvg 6 %al 2aqci7t{ ) , V. der 

Aphrodisia 96. 1 4. 

k%iXXsvg 6 %al 101.130. 

k%iXXsvg 57. 4,40. AvQiqXiog 'A. 

vtbg Br]öccQLcovog 57. Verso 4. 
kpXXsvg 9, 2, 26. AvQr]Xiog Ä. ö 

%CCi 2Ja7CQL(OV. 

k%iXXsvg 9. 4. *EQiLsiag 6 neu k., 

V. des Tithoetion, alias Sara- 

pammon. 
k%iXX£vg r/ HQG)vog, V. der Tesneus 

3.12,8,17,11.2,19. 
k%iXXsvg, V. des Agathos Daimon 

101. 1 12. 

— V. ~d£x Demetria , alias Tereus 
94. Ii 4. 

— V. des Hermaios 94. II 2. 
— - V. des Theon 116. 10. 

k . . uKoviog 99. II 1. 

A . ocp{ ), Vater des Peeus 100. III 22. 

k . . oov, V. der Isidora 96. 1 14. 



Banns . . (Genit.), V. des Horion 

97. VI 12, XV 27. 
BaQßccQog,Y. desPosidonios 97. X 1. 
BcccLXsLog 90. 1, 8. <I?Xdviog Bcc<> . 
BccoiXeiog^EQiiov 100.1115. 
BccaiXsLog, V. des Sergios 25. 5. 
Bsifr.... 31.31. 
Bf]%ig 98. III 5. 

Bf]%ig 22. 4, 27. $Xdviog Bfjnig 
AtQfjtog. 

Bsy . . v 85. 5. AvQrjXtog B. k\i- 
{icovLov. 

Beronicianus 40. II 2. Flavius 

Leontius B. 
Bscßstog 86.5. AvQTjXiog B°. 
BnaccLuiav 100. III 18. 
BtiöccqLcov 43. 5,11. 
Br\6aQLcov 97. III 4. IlXfjvig ö %al 

JB. $aXX . . . 
BriGccQicov, V. des Achilleus 57. 

Verso 4. 

Br\acig, V. des Apollonios 58. 11. 

— V. des Klaudios Ohorns 63.3. 

— V. des K . in . i( ) , . Großvater 
des Phoibammon 98. II 4. 

Br\(i6dmQog AiockovqLöov 100.1119. 
Br\6ovg r) nccl Tsv&äg Aioc%6qov 
94. 1 15. 

Bi%xcQQivog?f . desEudaimon98.l9. 

BoXcpig 118.4,10. 

BovnoXog 6. II 6. HaqaTtlmv iiti- 

%Xr\v B°. 
Bov%ig 97. XXIV 7,11. 
BvX[Liog (?) K(Q{LacLov 100. II 5. 
B . . . . , V. des Kollonthos 97. 

XXXIV 19. 

raXdrr\g, V. des Sarapias 94.11. 
Gennadius 40. III 16. 
rsvvddiog 98. 1 14. 
Tswadiog Ainaidq^ov 100. III 5, 
IV 18. 

rsvvddiog,Y. desAuxanon 97. IX 26. 

rsQdötLog 111. 8. 

Fsqovziog, V. des Amonios, Vs. des 

Hermaos 100.1121. 
reööiog 36. 1 ; 54. 13. $Xdvtog 

AiXiog riö6Log. 
rXavniag 10.122. 



rXccvnog 100. IV 2. 

rXvxoi)v 96. 1 18. 'Äqsiög 6 %al T. 

k^coviov. 
Tvoactriq (?) > V. des Aurelios Sil- 

banos 84. VII 7. . 
FoQyoviog 40. II i7, III 24. 

Aui\jb . %cc(?) 94.19. 
Aavir}XMi%%dXov 48.9, Verso (ohne 

Mik°). 

As 97.116. 

Ar\inr\tqLci 94. 1 5. 

Athiji'üqIcc 7} ncci TsQSvg k%iXXscog 

94.114. 
ArinritQLcc r] %cci TsQSvg *Eq{i 

94.14. 

Ar\[ir\tqla ij %al Tsgsvg Evtv%ldov 
96.18. 

Ay\\M\%QW i] nni TsQSvg'H 94. 

117. 

Ay\\ir(tq(a 7] nccl Tsgsvg TLoXi[iG)vog 
94. II 1. 

Ar\iLr\XQia 32. 10. AvQr\Xla A. rj 

%al kvovßaQiov. 
ArniritQLa 39. 5. Avq7\XLu A. Ev- 

ysviov. 

Ai\^r\x^la 102. I 20. *Eq\h,i6v7] 7] 
%al A. 

AriiiriTQicc 101. I 26. c IsgamaLvcc 

r) ncci A. 
Ari^r]tQLci kiinooviov 96. 1 2. 
Ar}{Lr}TQiog 3. 1 5. AvQTjXiog Arnirj- 

tQiog. 

AruLfjtQiog 3. 1 2, 9, II 3, 19. AvQrj- 
Xiog A° 6 %al Koqvr\Xäg. 

ArmrjTQLog 3. 1 17. AvQrjXLog Ao 6 
%ccl KoQvr\X&g Aiovvciov. 

Demetrius 38.12,14. 

Ar\{ir]tQiog k{icc£oviov 100. II 18. 

ArnirjtQiog Aioyivovg 115. 1. 

AruirjTQiog, V. des Apollonios 
115. 5. 

— V. der Isidora 99. II 6. 

— V. des Kyros 100. II 10. 
Ar\\br\'tQOvg 110. 3, Verso. 
AM { a7] 31. 13; 33.113; 60. 2. 
AM^ur] 45. 8,25 (allein). Avqr\Xla 

A. kcp&oviov. 
Aidvpog 32.5; 87.10; 94.11 6,19; 
43* 



340 



I. Eigennamen. 



96.111; 97.1X13; 100.1113; 
108.7; 111.9. 

Aidv^iog vsdotsQog 97.IXl4,XYIll. 
Aldv\iog 84. VII 12. AvQTjXiog d° . 

85.8; 86.7. 
Aldvybog 89. 1, 7. AvQiqXiog Ai° Xa- 

QLTODVOg. 

Aidv^bog 101. IL 5. 'IöldojQog ö nalA. 
Aldv[iog 'Eq^leIov <&dov 94. 1 12. 
AiSv[iog Tlrols\Lalov 112. 4. 
di'dv[iog . . . to^at( ) 97. XVI 17. 
Jidv^Log, V. des Hermapollon, alias 
Dioskoros 4. 7,34; 5. II 3,15. 

— V. des Leon 101.113. 

— V. des Ktistes 97. III 3. 

— V. des Ktistes, Großvater des 
Plenis des jüngeren 97. IX 20, 
XXII 11. 

— V. der Tatriphis 93. 14. 
JincduQftog 111. 9. 
Ai%cdccQ%og, V. des Gennadios 100. 

III 5, IV 18. 
Ji'lioLQog, V. desHoros 97. VII 19, 

XVII 17. 
Aioyäg 106. 5. 
Aioyivr\g 114. 4. 
Aioyivr\g $ikl<s%ov 114. 3. 
Acoysv^g, V. des Demetrios 115. 1. 

— V. des Sarapion 117.1. 
Jw%lf\g 8.8; 9. 19; 99.1110. 
Aiovvölcc 33.1110,11,12,19,20,21, 

22. 

Aiovvötog 8.8; 9.19; 41.1; 94.1 
13; 108.3; 116. 1 ; 121.23,24. 
AiovvGiog Alowölov 31. 12 ; 114. 1. 

Aiovvötog 'lovXiov tov Alowölov 
31.2. 

ALOvvOLogZ!(XQ(X7ticovog&1.2ij',ll(y.9. 
Aiovvaiog, V. des Demetrios, alias 
Kornelas 3.117. 

— V. desDionysios 31.12; 114.1. 

— V. der Eus 3. 18, II 2. 

— V. des Julios 31. 2. 

Aiov{ ) 6 %a\ AnovölXaog Aiov tov 
Aiov{ ) tov %u\. 'J^oCtog 120. 2. 

Alov( ) ö %cu 'A[LoCg, V. des Dios, 
Großv. desDion(), alias Akusilaos 
120. 2. 

Alog 102.12,12. 



Alog tov Aiov{ ) tov %al ^ftoftrog, 
V. des Dion( ), alias Akousilaos 
120. 2. 

Alog 'Hgürog 10. 1 20. 

Alog, V. des Achillas 95. 1. 

— V. der Helene 101.1132. 
Aioa-noQldr}g 90.2,6. 

S. auch AioöKOVQidrig. 
AtoanoQidrjg "T^iviojvog 43. 7. 
AioCKOQog 3.110; 94.12; 97. XV 

11; 101 113. 
AioönoQog 4. 7,33; 5.113,15. Av- 

QTjliog^EQuaTtoXXcüv ö xcii A^Ai- 

dv\iov. 

AiöönoQog KortQSOv 101. 1 S. 
Aio6%OQog vlbg JlsqmXiovg 96. 
I 2. 

AioCKogog <D(Z6( ) (?) 101. II 8. 
AioöuoQog, V. der Besus, alias 
Tenthas 94.115. 

— V. des Polydeukes 101.1131. 

— V. des (der?) Thmoneus 96. 

I 8. 

AioonovQidrig 99.125; 101.123; 
104. 26. 

Aio6%ovQidrig 34. Versol, 5; 35. 

5,7. 'AvQrjXiog A. ZiXßavov: 
AioGuovQidrig N8&Q%Ldov 100. IV 

16. 

Aioc%ovQidi}g,Y. des Besodoros 100. 

II 19. 

— V. des Okeanios 13. 5. 
Ai .... v kanXriTCiddov 94. 1 9. 
Aio . . . , V. des Aurelios Paesis 

85. 4. 

Ao\iittiog, V. des Herakleios 36,4. 
Ao\Liuccv6g 58. 7. $Xaviog Avtco- 

viog A°. 
AcoQO&sog 10.114,29; 26.15. 
Dorotheus 38.l2,3u.ö. 
AaQod'sog 62. 1 33. 
AcoQO&sog 100. IV 3. ManccQLog ö 

%cä Ao. 

AcoQO&sog "Equov 100. II 12, III 12. 

AcoQO&sog *l£Qcaiog tov %al Evös- 
ßlov, V. des Silbanos 47. 10. 

AcQQO&sog Kgati V. der Ale- 
xandra, alias Sarapias 101.1128. 

AcoQO&eog ZiXßavov 99. II 16. 



AaQO&'sog, V. des Asklepiades 66. 
13. 

AcdqIcov 97. IX 7, XVI 11. 
AcoqLmv vswtSQog, V. des Andro- 

nikos 97.1X22. 
Acoquov, V. des Hermeinos 100. 

II 23. 
A<Q6i&sog 10.123. 

9 Ey%vvr\ 97. XIV 7. 

— MutterdesEponychos97.XIV9. 
'Ey%(), Vater oder Mutter des 

Kalasiris 97. XVII 9. 

Elfr 43. 9. 

'EXevti 100.114; 101.110,116. 
"EXbVY\ rjnaiTcc. . . . . jug 101. Iii. 
^EXivr] rj ucii Tta&cotog 96. 

I 7. 

'EMvri Alov 101.1132. 

"EUvog 101.1127. 

"EXsvog 'EXhov 100. IV 14. 

"EXevog, V. des Helenos 100. IV 14. 

( E&%&v 96.111. 

^Ef-ttKav 6 %al JJsnvaäg 96.114. 

'Eitayadog 97. IX 4, XVI 16. 

'Eitccvco . . . 97. IV 5. 

'ETtacpQoditog 109. 1. 

'Eit&wxog 92. 4; 97. V 9, VIII 3, 

7, 13, 22, XVI 3, XVII 12, XXI 

17, XXII 3, 8, 20, XXIII 1, 9, 13. 
'Eitfowiog \iiyag 97. VIII 8. 
'E7ta>vv%og 'Ey%vvrjg 97. XIV 9. 
'E7to)vv%og 'Ey%{ ) IIoQQr}ß( ) 97. 

XIV 12. ' 
'E7t<»vv%og IIccd 1 8Q{Lovd'£(üg 97. VII 

5, XV 18. 
'EitcQVV%og Ilcctmtog 97. VII 26, 

XVII 8. 

'E7td>vv%og Ha%<viLiog 97.V14. 
'Enwvv%og Uccvßv&tog 97. XII 10. 
9 E7td)VV%og T%ovvLog 97. V 15. 
'Eit6)vv%og, V. des Ktistes 97. VI 16. 
—V. desPatelolis 97. XI 15, XVIII 6. 

— V. des Plenis 97. XVII 10. 
'EQisvovcpig 7. 7. XaiQrj^cov Tla- 

vloxov 6 ncci 'EQisvovyig Ws{i- 
liiviog. 

'E^£i>0'u<pis,V.desPetearsemtheus 
104.4. 



I. Eigennamen. 



341 



*Egiieciog ö nai AvovßioDV ^Eq^icciov 
94. II 10. 

*EQiictfog 6 %ca <I>ißicov Uaganicovog 
96.15. 

*EQ[Lcctog 6 %al . . . (ov Aiov{ )95. 5. 
*EQ[icxiog k%iXXs(üg 94. II 2. 
*EQiialog ^EqiLcciov 94. 1 8. 
z EQ{Lcciog H .... . 95. 4. 
'Eq^alog KciöodvdQOV 10.127. 
^Egiiaiog, V. des Hermaios 94. 1 8. 

— V. des Hermaios, alias Anubion 
94. II 10. 

— Y. des Hermammon 15. 4. 
Hermaion 40. H 8,9,12,13. 
^Egyicdcov *Eqiiswov 99. 1 29. 
z EqikxIcov Tvqccvvov 99. II 4 ; 100. 

III 6. 

' Eq{iccmig)v 101. II 7. 

^EQ[id{L\L(OV *EQ\LCiL0V 15. 3. 

^Eqllccmuüv "Eqillvov 98.115. 
'Eqiicc^i^kov 2JdQcc7td^iiG)vog 10.11 7. 
^EQ^d^cov (toißd^covog 101. 118. 
^EgiidtitLco v, V. des Tithoes 1 00 . IYl . 
'EQiiavovßig 32.1,2,5,13,15. 
'EQiiavrivoog ksxiov. 100. IV 12. 
z Eq\L&og jL[1(ovlov Tsqovxiov 100. 
II 21. 

*EQ(ia7t6Xlcov 4. 7, 26 ; 5. II 13, 14. 
AvQr\Xiog C E. ö %ai AioGKoqog 

' EQLicc7t6XXcov 23. 31. <f>Xdviog C E. 
*EQ[Lcc7t6XXojv 17.28. <&Xttviog *E. 

kltoXXlVCiQlOV. 
*EQ[ia7t6XlG)V kQT8llldd)Q0V 100. 

IY 17. 

' Eq[LdTt6XX(x)v ®£ocpiXov 99. II 8. 
^EQiiccTtoXXcov ^SlQicovog 101. II 29. 
'EQ^cc7t6XX(ov,Y.desPmutiondSIß; 

101.1130. 
*Eqiisl .... 09 94. 1 9. 
*EQiisiag 99.1114. 
*EQ{isLag 6 kccl TIivovxlcov 101. 1 IG. 
*EQiidccg 'Hcpaiötäzog 100.1124. 
*EQ{i8iag <Pdov, Y. des Didymos 

94. 1 12. 

*EQ{isiag, Y. der Komarchis, alias 

Paula 93. 16. 
^Egtistvog 121. 10 u. ö. 
r EQ[isivog kmicoviov 100. II 16. 



^EQUElvog JcoQicovog 100. II 23. 
^EQiislvog 'Iov&mvog 99. II 6. 
'EQiislvog, Y. des Hermaion 99. 129. 

— Y. des Pamunis 69. YII 6. 
*EQiifig 93.19; 101.1122. 

I 'EQiifjg 20. 23. AvQrjXiog 'Eq^g 
Ucciißa. 

'Egling, Y. des Apollonios 101 . II 20. 

— Y. des Basileios 100.1115. 

— Y. des Dorotheos 100.11 12, JH 12. 

— Y. des Aurelios Philammon 62. 
13 u. ö., 113,19. 

*EQ{ilag 6 %ul k%iXXsvg, Y. des 
Tithoetion, alias Sarapammon 
9. 3. 

"EQiiiccg 1. 2; 2. 2,11. 

"EQiiiag 4. 9 ; 5. II 5 ; 6. II 3: AvQtj- 

Xiog 'JE. 6 ncci Kgoviog. 
c Epfuag 9. 7, 29. AvQrjXiog C E. ö 

%ccl k[L8Qiiivog kvovßicovog. 
*EQ{iLccg 14. 4, 14. AvQrjXiog C E. 

Uilßavov. 
'EQiiiag 19.4,29. AvQiqXiog ? E. 6 

neu EtXovavog. 
'EQ{Liczg 9. 31. Avqr\Xiog U 6 

%cu f E. 

'EQiiiag, Y. des os Phi- 
lammon 13. 3,13, Yerso. 

Herminus 40. 1 7, 12 u. ö. 

*EQ[Livog 6 %cil Uivovxmv 101. 1 14. 

'EQ^lvog 6 %al t&iXddsXtpog 101. II 1. 

'Egixlvog 9. 31. AvQ7]Xiog' EQ^ilvog. 

*EQ[ilvog EvXoyiov 98. II 3. 

'EQ{ilvog, Y. des Artemidoros 98. 
III 8. 

— .V. des Asklepiades* 98. 1 8. 

— Y. des Hatres 37. 7. 

— Y. des Hermammon 98.115. 

— Y. des Papnouthis 42. 7, 25. 

— Y. des Phibion 101.16. 

— Y. des Tithoetion 8.2. 
'Eqiiiovti 84. III 10 u. ö. ; 93. 7 ; 95. 3 ; 

96.110. 

^Eq^lovy] rj kccl A7\\i7\xqia 101. 1 20. 
( EQtii6vr] i) k acA Oalßig 84. II 15 u. ö\, 
IY 18. 

*Eq[u6v7\ 2JdQCi7tL(0V0g XOV KCil 

'HXlo^qov 94. II 5. 
'Eqihovt], M. des Phibaleon 17.6. 



' EQiioyiviqg ®8oxi\Lov. 99. II 5. 
'EQUodagog 62.122; 101. II 10. 
^EgnodcoQog 42. 5. AvQrjXiog *E°. 
*EQii6d(OQog 84. 1 10 u. ö. k%iXX8vg 

6 %ccl *Eq°. 
* EgiLodcoQog kTtoXXodcoQov 94. 1 18. 
*EQ{i6dü)$og,Y. des Nearchos 10.1 31 . 
^EgyLocpiXog kitoXXoiviov 93. 3. 
^EgyLocpiXog, Y. des Triadelphos 

29. 4,20. 
"Eqil{ ) 6 %al <Inß( ) 94. II 15. 
*Eq{i . . . . , Y. der Demetria, alias 

Tereus 94. 1. 4. 
'Egv&Qiog 62. I 5 u. ö., II 5, 20. 

(I>Xdviog OvXitiog 'EQv&Qiog. 
"EQcog 26. 9. 

Eq . . . . , Y. des Andromachos 97. 
XX 8. 

'Ec&Xvrrig (1. -tig?) 104.21. 
Evyhiog, Y. der Demetria 39. 5. 
Ev8ai\LOvi8rig UccXicovog 93. 4. 
EvdaipovLg 9. 2, 27. AvQr\Xia 'E. 

i] %ai Evg. 
Evdca[iovlg ^Hqwdov 95. 3. 
EvSaiybovlg 'laidmQOv 101. II 23. 
EvdcctiiCQV 84. 1 17 ; 110. 22 ; 121. 2. 
Evdaiybwv ö %cti Kgoviog knoXXm- 

viov 93.11. 

EvdciL\L(OV 6 %cä Il8t8(0ß() XcUQTj- 

Hovog 93. 18. 
EUccliicov 4. 5, 10, 32 ; 5. II 2, 13. 

AvQrjXiog KdaxcoQ ö %al Ev. 
EvdaiiLov Blkxcoqlvov 98. 1 9. 
Evdcci{Lcov,Y '. des Alexandros 98. 1 7 . 

— Y. des Ammonios 94. II 8. 

— Y. des Kolluthos 98. III 4. 

— Y. des Eulas 94. II 12. 

— Y. des Toth(o)es 84. YI 21. 
Evdo&og 26. 8,14. AvQiqXiog E° . 
Ev&idg, M. des Sklaven Eustephios 

26. 7. 

EvXoyiog 100. III 20, IV 11. 

— Y. des Herminos 98.113. 
EviLdftiog,V . des Silbanos 100. III 4. 
Ev\idqaig 'Icoviov 97. XVI 8. 
EvTtdxcoQ (?) 100. III 19. 

Evg 7] %ctl k^L^icovdQLov 101.129. 
Evg 9.2,27. Avqr\Xi<x Evdcn^ovlg 
7] Kai E. 



342 



I. Eigennamen. 



Evg Jlovvölov, M. der Tesneus 

3.18,112. 
Evctßiog 63.6; 07.1X5, XVI 14; 

111.6. 

Evösßiog 47. 11. SiXßccvbg Aaqo- 
ft&ov *Mqa%og tov nal Evösßiov. 
Evßxe'cpLog 26. 7. 

Evoxogyig 29. 1, 20. Avqr\Xia E. 
EvtoXiiiog 63. 6. $Xdviog E. jLq- 

aiviog. 
Evxoviog 97.X 20. 
EvtQOTtiog 38. 1 5. $%dviog 2Js7t- 

xi\iiog Evxqoitiog. 
E^tu^/^s 3. 1122. Avqr)Xiog Ev. b 

%al Nccq .... 
Evxv%ldr\g Avqr)XiogMr\xqo- 

dcoqiav 6 Kai E. 
Evtv%ldri s /V" • des Apollonios 115.8. 
— V. der Demetria, alias Tereus 

96. 1 8. 

Evxvpog 34. Yerso 4. <&Xdviog E°. 

Zr\vayivr\g 34. 10; 35. 12. 

Zr\vodoxog 62.133. 

Zr\v6dotog 37. 3. AvqrjXiog Z<> 

ÄX . . iov. 
ZwaiiLog 111. 22. 

Zcb(?^ogKaT£i;rtoff97.Xl7;XXII13. 

'HXlag, V. desTyrannos 100.III17. 
'HXiod&Qci 33. n 10, 19. 
'HUoänQog 64. 55,68; 110. 4. 
*HXioda)Qog 94. II 5. üctqcaticov 6 

%al \ET., V. der Hermione. 
'HXiodaqog, Y. der Tereus 94.114. 
"HXig, Y. desPopliosPetsiris 118. 3. 
'Hniauog, Y. des Horion 97. IX 6. 
*Hqcctog, Y. des Heraklianos 51. 8. 
"Hqcctayiog 83. 3. 
HQCiKXdtumv 99. 1 7. 
*Hqa%Xdii{icüv 30. 4. ©ecov o nccl C H. 
*HQocxXd{iiicov ®so(pdvovg 98. III 9. 
^Hqcc^Xd^cov ®so(piXov 99. 1 27. 
'HqccnXsia 101. I 27. A . . upa ?] 

^HqcckXsLcc r) Avöi\id%ov 27. 10, 32. 
^HQcndelärie 101.113. 
*JHquY.XM§r\g jiTtoXXoaviov 106. 1. 
'HQdxXsLog 35.14; 43.9; 121.22. 



'HqdnXsLog 6 nal 2ccqcc7tia ... 31. * 
17. 

"HqdnXsiog 86. 5. *H Q o . 

"HqdxXsiog 96.120. ^^Itos'IK 
'Hqd%Xsiog 33.11 5, 7 28, 29, Yerso 1; 

64. In. ö. <]>Xdviog \ET°. 
^HqdnXsLog Ao\lsxxiov 36. 4. 
\ffec«t>UW 99.1111. 
'H^^XeW 33.113,22. <PXdvLog'H. 
*IIqa%X6cov Tvqdvvov 98. III 7. 
'HqanXfjg, Y. des Plenis 97. 1 12, 

YIII 15, XIX 15, XXIII 5,17, XXY 

7, XXX 6, XXXI 20. 

— Y. des Sithoonthes 97. YIII 19. 
*Hqa%Xiav6g 51. 7, Yerso 1. Avqrj- 

Xiog e JT° *Hqcciov. 
z Hqa%(X ) 6 %al üoXeiicov 94. II 3. 
'HQCiK(X ) kTtoXXcov . . 79. 4. 
'HqcckX( ), Y. des Horion 97. XVII 23. 
\ffeß.s, V. des Dios 10.120. 
Herodes 38.12. 

^Hgwdrig, V. der Eudaimonis 95. 3. 
'Hqcodiav 94.17. 

— Y. des Archigen es 100. III 14. 
"il^ 16. 3; 108. 1, Verso. 
"Hqcov 9. 2,27; 10. II 22. Avqrj- 

Xiog r 'H. . 
"Hqcov xov NslXov 27.6,9,20,38,39. 
"Hgcov,Y, des Achilleus 3.12,8,17, 

112. 

— V. des Apollonios 55. 10. 

— Y. der Aurelia Aretous, alias 
Heronous 9.4; 10.13,7,1112. 

— V. des Sarapion 31. 27. 
^Hqavstvog 107 11. 

'Hqavovg 9. 4, 6 28 ; 10. 1 3, 8. Av- 

qr\Xia kqr\xovg r) %al ^Hqcovovg 

"Hqavog. 
'Hqcovovg Ilaviomv 10. 1 30. 
*KGv%iog 14. 10. <f>Xdviog köytXr]- 

7Ciddr\g *H.6v%iog. 
H(e)sychius 38.14,7 u. ö. Flavius 

Asclepiades H(e)syehius. , 
^Höv^iog 66. 15. <&Xdviog kanXr}- 

7ciddr\g *H6v%iog. 
'HcpcaGxäg, V. des Hermeias 100. 

II 24. 

'HcpcaGxiav 94. II 19. 
*H(pccicxlcov kvxiv6ov 101. II 14. 



®ccf]ötg 28. 2 ; 43. 4, 12, 18 ; 97. III9. 

— T. des Kollouchis 8. 4,16; 9.9. 
®alßig 84. II 15 u. ö. 'Eqillovti i] \ 

%al ®. > 
®cclßig 84.IV 18. "Eq^Lovr] 7] xca ®. > 
®av\Laax6g 8. 6; 9.11. Avqr\Xiog 

Kdaxcog 6 %cä ®. 
®£ay£vy\g 116.1,10. 
©sa . . . 53. 18. AvQrjXiog ®scc . . . 
©{■tilg 29. 9. AvQriXia ©. 
®8vci[iovvLg krtoXXodaQOv Jlin&xog 

68.2. 

©svöxoxof]tig (s. ©svöxoxovfjng) 27. 

5,9,14,25,-34,37. . 
SeodwQog 98. I 15 ; 100. IV 13 ; 

122.1 

©sodaQog 51. 8, Verso 1. Avqr]- 

Xiog 0° k^covLov. 
©sodcoQog 56.6,23. AvqrjXiog ®° 

ÜSQiodov. 
®soda)Qog 47. 1 ; 48. 1 ; 49. 1 ; 50. 1 ; 

51. 1; 52. 1; 53. 1. $Xdviog9<>. 
SsodcoQog 101.1118. 'Iaidagog 6 

%ctl ©sodooQog. . 

©soduQog H 94. 15. 

®s6do)Qog, V. des Mallos 101.11 12. 

— V. des Mikkalos 58. 12. 
®sovLvri 33.1110,19. 
Ssoxitiog 100. II 13. 

— V. des Hermogenes 99. II 5. 
®80(pdv7\g 62. 1 9. 

— Y. des Heraklammon 98. IUI. 
SsocpiXog 98. III 11. 

— V. des Heraklammon 99.127. 

— V. des Hermapollon 99.118. 
©eQfJLov&iav 31.17. 

®£Q{lOVg ®£G)VOg 118. 1. 

@eW 30. 10,16; 31. 1; 55. 11; 97. 

XXVII 14; 116. 14; 121. 15 u. ö. 
©tov vtog 94.1110. 
®£(ov 6 %ai ^HqanXd{i{icov 30. 4. 
®&av kxtXXioog 116. 10. 
®£(üv xov AqTtarjöiog, V. des Har- 

palos 120. 5. 
®£m> ®i(avog 94. II 13. 
®scov, Y. der Arsinoe 116.5,13. 

— Y. des Theon 94. II 13. 

— V. der Thermous 118. 1. 
I ®^uovsvg Aio6%6qov 96.18. 



I. Eigennamen. 



0QVLtig 97. XXIX 3. 
Q&vig 31.30. 

®6bvig, V. des Lois 84. II 7. 

'Ißotg, V. des Ioannes 100.118. 

"IsQah, Rzvcovog 94. II 11. 

r 'Is Qa£ , V. des Nemesion 98. 1 5. 

— V. des Pachymis 55. 8. 

— V. des Dorotheos 47. 11. 

— V. der Kyrillous 4.8; 5. II 4. 
*I**v6g 97. XXII 5. 

>o^s 68.9.; 72.1. 
^Ivaqöovg 3. 1 10. 

'Iov&wv, V. des Herniinos 99.116. 
'IovXiavog 121. 6. KXavdiog I. (?) 
'IovXiavog, V. des Horion des 

älteren 58. 25. 
'IovXiog 'IovXiavog 52. 13; 53. 12. 
'IovXiog, V. des Dionysios 31. 2. 
'lovX( ) HoXXr\{ ) 113. 2. 
"ht7tuQ%os 100.1112. 
^Iititiag 4. 16. 

'IöidooQcc Ä . . covog 96. 1 14. 
'IöidooQCi ^dri^ritQiov 100. II 6. 
'Icidmqa, M. des Haies 19. 6. 
'IolficoQog 102.19; 111. Verso. 
'IöldcoQog 6 %al 'AG%Xr\niddr\g 94. 
II 16. 

'IaLdcoQog ö %al Jidv^og 101.115. 
'IßldcoQog 6 Kai ®8odcoQog 101. II 18. 
'IaldcoQog 84. YII 1 3. AvQrjXiog 'I<> . 
'IcldcDQOg 17.3; 20.4; 21.4; 22.3; 

23. 5 ; 33. II 3,22; 34. 3, Yerso 7 ; 

35.3; 36.9; 37.5,30; 45.4;46. 

4; 47.1; 48.1; 49.1; 50.1; 51. 

1;52.1;53.1;55.1;58.3;59.8; 

60. 7; 61. 6; 64. 7 u. ö. 
'IöidcoQOg kitoXXodcoQog (?) 89.3. 
'IöidooQOg jLtcoXXo§g)QOV 87.2; 88. 3. 
'IaldcoQog 'OvvcacpQiov 100. III 19. 
'Iöi&coQog, Y. des Ammonios 100. 

119. 

— Y. der Eudaimonis 101.1123. 

— V. des Markos Aurelios Serenos 
10.1115. 

— Y. des Silbanos 101 I 28. 

— V. des Silbanos, alias, Serenos 
101.1127. 



9 Ic%6ßovXog 64. 58. 

'l6%6ßovXog 36.2. AvQrjXiog '!<>. 

'ißftVQlCOV 107. 1. 

'la%vQicov 'Icodvvov 90. 9. 
'Icüdvvr\g 'Ißoitog 100. II 8. 
'Imdvvr\g . . . . ov 66. 18. 
'I<üdvvr\g, Y. des Iscnyrion 90. 9. 
'Jtov&g 37.7,29. 

'Iooviog, Y. desEumarsis 97. XVI 8. 
Iosephus 38.110. 
'Icoöficpog KaXXiviaov 25. 2. 
'Icoöfjcpog, Y. des Pinution 100. 
III 3. 

'I cpiog (Genet.), Y. des Pinu- 
tion 98. III 10. 

KdXavdog 39. 8. 
XaXaciQig 97. VIII 5. 
KaXaciQig %y%{ ) 97. XVII 9. 
KaXaaiQig UavsiTf ... 97. III 7. 
KaXf)g 97. XIII 12, XYI 26. 
KccXfig Ka^irjtiog 92. 10. 
KaXXLvinog 99.112. 

— Y. des Iosephos 25. 2. 
KaXXictQaxog 10.128. 
Kantig 97. VIII 25, XI 4. 

— V. des Kales 92. 10. 

— Y. des Pekysis 97. VII 24. 

— Y. desPlenis 97. XI 10, XIV 29. 
KdvcoTtog 48.3,24; 49.11, Verso 

(allein). AvQrjXiog JC° Wd'Cxog. 
Kccitijg, V. des Pias(?) 97. IV 11, 

XXXIII 22. 
— , — Großv. des Paapantiot( ) (?) 

97. XXVII 16. 
Kanitcov 38.17,8,12. 
Capiton 38.112,14. 
KccQOVQtg 17. VII 20, XVI 21, XVII 

16; 104. 3. 

— Y. des Plenis 97. IX 10, X 22, 
XYI 21. 

Kaqitdviog 91. 7. 

Kdaaavdqog 10. 1 27. 'EQ^ialog Kaa- 

advdqov. 
KdötcoQ 41.1,3; 84. IV 17. 
Kdöxcoq 83. 3. AvQrjXiog K. 
Kdötcoq 4. 5, 10, 15, 17, 18, 21, 26, 32; 

5. II 2, 13. AvQrjXiog K. 6 Kai 

EvdccLiMüv. 



KdctcoQ 8. 6; 9. 11. AvQrjXiog K. 6 

%al ©av^uaatog. 
KdatcoQ, Y. des Sarapion 50.10. 
KaraaXr\ . . 97. IV 12. 
Karsvtig, V. des Zosimos 97. X 

17, XXII 13. 
KattaXr\ (vgl. KataaXr}) 97. XXIX 

11. 

KsXsXvtig 101.1117. 

KsXsXvtig 12. 7. AvQrjXiog K. JJXbv- 

xayivovg. 
.Cenuthins 38.12,111. 
KecpaXog 73.3. 
KXavdiog 100. III 11. 
KXavdiog jLitig Havtiog 62. 1 2 u. ö, 

II 2 Tl. ö. 

KXavdiog ['IovXiavog (?)] 121.6. 
KXavdiog KXsoyivr}g 32. 9. 
KXavdiog Movvatiavog 112. 1,8. 
KXavdiog Xovig Br\6ä 63. 3. 
KXsdv%"r\g 18.2,27. AvqrjXiog Av- 

ßoviog 6 %al K. 
KXsoy£vr}g 32. 9. KXavdiog KX. 
KoXXav%ig 8.4,16; 9. 9. AvQr\Xla 

K° Sarjaiog KoXXov%iog. 
KoXXov&og 32. 3 ; 97. VI 4 ; XIV 20 ; 

100. IV 4. 
KoXXovfrog 32. 10,12. AvQrjXiog K. 
KoXXov&og 101.114. NtaQ%og 6 

Kai K. 

KoXXov&og 'AQvm&ov 92. 9. 
KoXXovftog B.... 97. XXXIV 19. 
KoXXovftog Evdai^ovog 98. III 3. 
KoXXov&og, Y. des Phoibanimon 
98.113. 

KoXXovpg, Y. der Thaesis 8. 4 ; 9. 9. 
Ko[iaQ%lg r) Kai HavXa ^Eq^isiov 
93. 16. 

Kovvaqog 21.14; 102.12. 
Koitpijg 97. VII 25, XVII 3. 

— Y. des Patelolis 97 . XI 8, XVIII 9. 
KoitQsag 3. 1 3,8, 16 ; II 21. AvQrj- 
Xiog K. KoQvr\Xa. 

KortQiag 101.114. jiwcovlvog 6 
aal K. 

KoTtQ^ag, V. des Dioskoros 101. 1 8. 

— Y. des Lytis 100. II 22. 

— V. des Pasion 65. 13. 

— Y. des Pinution 100. IV 15. 



344 



I. Eigennamen. 



KqitQfjg 80. 1. AvQriXiog K<> 80. 8. 
KoTt . qsovs (Genet.), V. des Pebous 

07. II 11, XX 14. 
KoQvr\Xag 6 %al TQiddsXcpog 101. 

II 26. 

KoQvr\käg 3.12,9,17,114,19. Av- 
QiqXiog Ar\\ir\xqiog 6 %al K. Aio- 
vvciov. 

KoQvriläg, V. des Kopreas 3.13 

8,16,1121. 
KoQvrjhog jLitollodcoQov 94. 118. 
KoQvr'iXiog, V. der Tnephersois 

31.11. 

KovXäg Evd<xi\iovog 94. II 12. 
KovX&g r V. des Proous 28. 6. 
Kov . . . xi vsStSQog 97. YIII 17. 
Kqccxi . . . . , Y. des Dorotheos 101. 

II 28. 
Kqr\vaxiog (?) 4. 13. 
Kgoviog 93. 2. knoXXojviog 6 %ai 

K° jiitoXXcovlov. 
Kqoviog 4. 9 ; 5. II 5 ; 6. II 3. Av- 

Qiqliog ^EQfislccg ö %ccl K° . 
KQOViog 93. 11. Ev^al^cov 6 %ai 

Kq° knoXXoiviov. 
Kty\aidriiLog 113. 1. 
Kxi6xi\g kvdQO[id%ov 97.1X24. 
Kxi6xr\g Üvovßiowog 97. XXIX 7. 
Kxi6xr\g 7tQ8cßvx8Qog ÄTtoXXodoyqag 

Tayfixog 97. XIII 21. 
Kxlaxr\g kTColX&tog 97. YIII 16. 
Kxi6xr\g JlSvilov 97. III 3. 
Kxiöxrig 'E7tG)vv%ov 97.YI16. 
Kx f L6xr\g vscoxsQog üü^iaxog 97. 

XYI5. 

Kxi6xrig 7tQ86ßvx8Qog 97. 
1X18. 

Kxiaxrjg, Y. des Aurelios Plenis(?) 
97.13. 

— Y. desPlenis des jüngeren, Sohn 

des Didynios 97. IX 20, XXII 11. 
Kxi6X7]g vsa)T8Qog, Y. des Sjros 

97. XIII 17. 
Kvvxiog 52. 3,21, Yerso. <I>Xdvtog 

Ko Mog%ov. 
KvQiXXog 100. IV 4; 101.117. 
KvQiXXog 2JaQa7a8coQov 100. III 16. 
KvgiXXovg 4. 8,10,18,19,21,31; 5, 

II 4. AvQ7\Xia K. * Iegccxog. 



KvQog 39.3; 42.3; 56.3; 65.4. 

AvQTjXiog K° <&i%uiHLoyvog. 
KvQog kniMQviov 100. IY 7. 
KvQog JriiiriXQLOv 100. II 10. 
Curus 38.12. 

Kco^döiog NsiXd^mvog 100. II 20. 
Kco^doLog, V. des Bylmios (?) 100. 
115. 

K.iv.i() Br\6ä 98.114. 

Aaßs6( ) (?) 97. XXIY 9, XXYII 17. 
Acc%c(vf]g 97. YI 5. 
Asovxäg 112. 8. 

AsovxLogiAvQTjXtog A. Uavxaivixov) 

97. 1 1, III 6, X 16, XIII 2, 10, XVII 

27, XXII 13, XXXI 17. 
Asovxiog 100. III 20. 
A8<avx(iog), Y. des Pansneus 97. 

XX 11,18. 
Leontius 40. II 2. Flavius L. Be- 

ronicianus. 
Leonti . . 44. 1 8. 

Ae...r(), V. des Plenis, Groß- 
vater des Pamonthes 97. XVII 18. 
Atcov 84. III 1 u. ö. 
Ascov AMpov 101.113. 
Ascov Ilcc&oovxog 100.113. 
Ascovidag, V. des Ptollas 122. 2. 
AoXovg 97. XX 3, XXIII 24. 

AöVKQTjXLOg 91. 4 u. Ö. 

AovKQrjxiog 31.8,9. A. NzlXog. 
Av6äg 27. 10,14,32. 
Av6iiici%og, Y. derHerakleia 27.11. 
Avxig Kottqsov 100. II 22. 
Avxig, V. des Sergios 100.1114. 
A . coig }l[itiG)vlov 84. II 8. 
A&ig ©aiViog 84. II 6. 
A . . . &sog 21. 6. AvQTjXiog A . . . - 

ftsog IloXXcovog. 
A . . vQa 7] %ccl ^HqcckXslcc 101. 1 27. 

MaylaxcoQ 89. 2. 
Ma'Caovg 31. 8. 
MccndQLog 34. 10; 35. 13. 
Ma%dQiog 6 KcciAcogoft sog 100. IV 3. 
MccytdQLog Tivov&iog 100. IV 8. 
Mandgiog, Y. des Paniskos 46. 10. 
— V, des Serenos 97. X 2. 
MccXdvxiog 97. XII 13. 



MdXXog QsodwQOv 101.11.12. 
Md^og Mcc&iiov 99. II 7. 
Md&iiog , Y. des Maximos 100. II 7. 
MccQKsXXtvog 99.1113. 
M&Qxog AvgijXiog UsQfjvog 'Iöl- 

Swqov 10.1115. 
MäQKog OvXmog ^aivinitog Tqv- 

(pcovtccvog 123. 17. 
MaQ%( ) , Y. des Pekysis, Großvater 

des Pamonis 97. VII 23. 
MttQQfjg 16. 4. 
MccQöccXXä 84. VI 21. 
Matrona 38.12. 

MaxQüiva 38.13,5,6,9,13. Avqt}- 

Ua M. 
MiXag 83. 4. 

— V. des Aurelios Horos 85. 5. 

MsXLxtog 38.16,16. 

Metivav 97.1X19. 

Msvüccog 6. II 4. 

MsvvXog 31. 3. 

MtQöig 80. 1. 

Mr\väg, Y. des Taurinos 103. 1, 11, 
Yerso. 

Mr\XQod(OQtow 11. 13. AvqiqXiog 

M. 6 %<x\ Evxv%i8r\g. 
MiytycaXog 59. 5,29. AvQr{Xiog M ü 

kcp&ovlov. 
Mi%%ccXog 08o§d)Qov 58. 12. 
Mi%Y.ccXog, V. des Daniel 48. 9. 
Mov%oq7}(>( ) W8vo6iQiog 92. 5. 
Mov . . . . , V. des Pelons 97. XX 16. 
M6ß%og, V. des Kyntios 52.3,21, 

Verso. 

Movvccxicivog 112. 1,9. KXavdtog 

Mo. 
Mvoty 106.6. 

M 85.5. AvQrjXiog M 

Nccq 3. II 22. AvQr\Xiog Ev- 

xv%Ldr\g 6 %ccl Nccq .... 

NacpsQ&g 97. IX 11, XYI 18. 

NsavdQog Nsdv&QOV 7. 13. 

NsavdQog, V. des Neandros 7.13. 

NsccQxidrjg, Y. des Dioskurides 100. 
IV 16. 

Neaqxog 26. 7; 99. III 2. 
NsccQXog 26.1,13. AvQTjXiog N. 
NiccQxog 6 ncci KoXXov&og 101. 1 14. 



I.. Eigennamen. 



345 



N£dQ%OS &7tollodcQQOv 94. 1 18. 
NeaQ%og ^Eqiloöwqov 10.131. 
Nsdd^ov, V. des Komas ios 100. 

II 20. 

NstXog 26. 8; 110. 22. 

NstXog 66. 21. AvQrjXiog N° . 
NstXog 65. 7, 18. AvQr\Xiog N° 

NstXog 31. 8. Aov%QTjtLog NstXog. 
NstXog, <<Y. des Heron 27.6. . 

— V. des Phibaleon 17.0,27. 
NstisdXXa 83. 114,10,11,13,19,20, 

21,22. 

Ns^isgIcov ^Itgccxog 98. 1 5. 
Ns%ovT7}g, V. des Panebchunis 

104.5. 
Nvaavtlvoog 82. 12. 

— V. des Apion 50. Verso. 
Nilammon 88.12,8,10. 

Hsvcov, Y. des Hierax 94. II 11. 

'OXviiTtiodoDQog, Y. des Silbanos 

100. II 2, IE 1. 
'OXvtiTtiog 101.1119. 
'OXv^LTtLog 18. 1. AvQriXiog '0° 2JiX- 

ßccvov. 
'OXv.... 19.4. 
*Ovr\Gi\i\iog 97.XYH25. 
'OvrjGLiiog 97. X 10. 

— V. des Papaithis 97. XXV 25, 
XXVHI 7, XXXIV 5. 

'OvvovcpQig 88. 8. 

'OvvmcpQLog, V. des Isidoros 100; 

III 19. 
OvccXsQiccvog 64. 29,38. 
OüXitiog 128. 17. M&QKog O. $ai- 

viitTtog TQVcpcovLccvog. 
OvXniog 62. 1 5 u. ö., II 4, 20, $Xdvtog 

'O. 'EQv&Qiog. 
Ovtßcov( ) 97. VIII 18. 
0..ßt#Q{) 97. XIII 9. 

UciCiTtavticü^ ) Uicc KocnrjTog 97. 

XXVII 16. 
Ilaßcbg 97. 1 15, XIX 19, XXIII 20, 

XXV 10. 
Ilccß&g <£.... 97.118. 
Uaydvig 104. 2. 
üafpig 28. 10,14; 54. 19. 

Leipziger Papyri. I. 



Ilctfpig 18. 1, Verso 1 (ohne Aur.). 

AvQTjXiog Tl. 
TJafiaig 85. 4. AvgrjXLog II. Aio . . . 
Ilafjöig 86. 5. Avq° Ilafptg Ua- 

yv\Ltov. 

TIar\6ig, V. der Teeus 28. 2. 24. 
na&eQLiov&Lg, Y. des Eponychos 

97. VII 5; XV 18. 
üa&oovg, V. des Leon 100.113. 
IIcc%7]g, V. des Pamounis 57 .Verso 3. 
üccuolßig TIatfixog 104. 7. 
ndXdTiog 97. IV 10, XXIX 6. 
üaXXddiog 98. 1 16. 
Tlaptvig 97.1X16, XVI 15. 

— V. desPekysis97.IX2,XVl23. 
UaiLOvvig 28. 7, 29. AvQr\Xiog U. 
üaiiovvLg 57. Verso 3. AvQrjliog 

II. TIu%r\%og. 
iia^iovvLg *EqiiIvov 84. VII 6. 
UaiLOvvig Il£%v6iog 97. VII 7, XV 3. 
IIccmLOvvig <&atQf]Tog 72. 2. 
IIcc{iovvig, V. desPlenis 97. VI 15, 

XV 25. 

— V. des Plenis, Großvater des 
Horion 97. XIII 22. 

— V. der Silbaneia 12. 1. 

— V. des Aurelios Soitos 85. 6. 
UaiivQig 120. 10. 

IlaiLmv&rig 97. VII 17, XI 5, XVII 

14,21. XVIII 12. 
naiimv&rig UXr\viog As . . . r( ) 97. 

XVII 18. 
ncciLmv&rig UXriviog 97. VII 16. 
Hcciimvft"r\g "SIqov 97. XXXI 5. 
IIcc{ia)vig 19.9. AvQrjXiog II. Hisv- 

tog. 

IlatimvLg IIs%v6iog M(xqk( ) 97. 

VII 23. 
Tlcnni&vig Tcc.() 77.4. 
Havcc^LSvg Wsv^isvd'ov 'Äiisvqmöiog 

76.2,3. 
llccvag 2.8; 101.113. 
IIcivsß%ovvig 104. 3,4. 
Havsß%ovvig Ns%ovtov 104. 4. 
Havsß%ovvig Totosovg 7. 4, 12, 

Verso 2. 

IIavsß%ovvig, Y. des Petearsem- 

tlieus 104. Verso 2. 
— V. des Petesuchos 104. 1, Verso 2. 



Uccvsoovg UiXßccvov 98. 1 11. 
Hccvianog 1.3; 2.3,11; 7.2,28. 
UcivLc%og McmciQiov 46. 9, 20. 
IIavL6%og, V. des Antonas, Groß- 
vater des Heron 10.14,7. 

— V. des Chairemon, alias Erie- 
nouphis, Sohnes des Psemminis 
7.6. 

— V. der Heronous 10. 1 30. 
IIccvvriQ(),Y. des Theon (?) 97. 

XXVII 14. 
Uavoß%ovvig, V. des Petearsem- 

theus 1.3,9; 2.9. 
üavovTtig, Vi des Papnouthis 54. 9. 
Uctvcvsvg Ascovriov 97. XX 11, 18. 
üavßvov . . . , V. des Patelolis 97. 

XI 16; XVIII 11. 
Uavxalvsrog , V. des Aurelios 

Leontios 97. 1 1. 
IlavtaXscov 97. VII 22. 
Ilav . oiog 97. VI 9. 
ücc^ccg, V. der Sarapiaine, Dio- 
nysia, Heliodora, Theonine und 

rTemesilla 38. II 2, 10, 19. 
IIcc7tal&ig 'Ovr\6Liiov 97. XXV 25, 

XXVIII 7, XXXIV 5. 
UciTictift'Lg Ilccrayfjtog 97 . XXVIII 5. 
UaitvovQ'iog 28. 9,17. 
Hct7tvov&ig 42. 7^25. AvqiqXiog II. 

*Eqiiivov. 
TIciTtvovQ'ig 54. 9. . AvQrjXiog II. 

üavovTtLog. 
TLctTtcQVTobg 'Ev%( ) vsmtSQog 97. 

XIV 17. 

TIccTtcovt&g 'Ev%() itQSößvtSQog 97. 
XIV 16. 

IIccQÜg 97. VII 3, XII 17, XV 20. 
JTa:(??>tg73.2,3;97.VII18,XVII15. 

— V. des Plous() 97.XXI3,XXVI 
1, XXVIII 9. 

IlaöLcov 47. 3,20. ^Xdviog nccßicov 

kTtoXXcovLov. 
IIcc6lcov Kotzqs'ov 65. 13. 
Ua-tftW, V. des Horion 97. VI 2. 
Hatayfig 97. II 8, XIII 6, XXX 14, 

XXXI 21. 

— V. des Papaithis 97. XXVIII 5. 
UatsX&Xig 97. XV 13, XIX 20, XXIII 

21,26, XXVI 10, XXX 7. 

44 



346 



I. Eigennamen. 



üaxsX&Xig 'E7CC0VVX0V 97. XI 15, 
XVIII 6. 

TlaxsXcbXig Ko7t^fjtog 97. XI 8, 

tvni 9. 

TLaxsX&Xig üav8vov( ) 97. XI 16, 

XVIIIll. 
TJarslmlig HsQ&xog 97.117. 
ÜaxsX&Xig Xo . . . 97. XIY 10. . 
IlaxoX&Xig .i...v() 97. XX 4. 
Ilaxfjg, V. des Pakoibis 104. 8. 

— V. des Ptollion 104. 24. 
Ucixo\iy£vg 72. 1. 
Ilaxovg 104. 20. 

Ilarovg "SIqov 1.7; 7.11. 
narovg, V. der Sennesis 7. 19. 

— V. der Titos 2. 4. 
IIccTctß&Lg 97. VI 8, VII 11, XV 1 4. 

— V. des Plenis 97. VIII 24, XIV 28. 

— V. des Plenis , Vs. des Psensa- 
plenis 97. VII 1. 

— V. des Psensaplenis 97. XV 16. 
ncct&iiiog^) "'SIqov 97. XXXI 7. 
Ilax&g, V. des Eponychos 97. VII 

26, XVII 8. 
TlavXa 93. 16. Ko{iaQ%lg rj %a\ 

II. *EqiisIov. 
TLccvXog 38.16. AvQTjXiog 11°. 
TIavXog IJXoxd^ov 18. 8. 
TIavXog, V. des Pachymis 20. 6, 

21, Verso. 
UuvöiQig 7tQ86ßvzsQog, V. des Sa- 

rapion und der Sarapous 10. 1 

5,24,117,10. 
TIavXog 24.11,13. AvQtjXiog JT. 

k&7]V0Öd)Q0V. 

Ua<pi S (?) 97. XXIV 10. 
IlaxoiiLsvg UXriviog 9 7 . VI 6, XIV 19. 
IIa%<viiiog, V. des Aur. Paesis 86. 5. 
üa^v^ig 64. 52,57. 
Üa^v^ig 55. 8. AvQrjXiogll.* Uqanog. 
TIa%v^ig 20. 6,21, Verso. AvQrjXiog 

II. TIavXov. 
na%v[Lig TTXr\viog 97. XVII 20. 
Ua%v^ig, V. des Eponychos 9 7 .V 14. 

— V. des P . . . 55. 3. 
TIaco.. 27.31,36. 
IIa..og (genit.) 99. III 3. 
Ilsßüg, V. des Horos 97. VIII 1, 

XVII 11. 



Ilssvg A.ocp() 100. III 22. 
nsiöcov 32.2,3. 
IIsnvGäg 96. 117. 
Ilsxvaäg 96. 1 14. *Et-an6bv 6 %a\ II. 
Us%v6ig 9 7 . II 5,VI 3, XIV 21; 104. 6. 
nsKvüLg Ka^rixcog 97. VII 24. 
nsnvaig Tlaiilviog 97. IX 2, XVI 23. 
IIsuvöLg, V. des Pamounis 97. VII 
7, XV 3. 

— V. des Pamonis, Sohn des 
Mark( ) 97. VII 23. 

— V. des Plenis 97. VIII 21, XVI 
2, XXI 19,21, XXIII 10. 

mXsiX{), V. des Hatres 97.119. 

IlsXovg 97. XX 22. 

mXovgKoTt. qiovg 97.1111, XX 14. 

mXovg Mov . . . . 97. XX 16. 

m^ovovg^) 97. XXV 16. 

miiväg 97. XIII 18. 

JlBfiy{&g), V, des Plenis 97. XV 29. 

ÜSQyd^Log 34. 12. 

IIsQyaybiog 61. 10. Q>Xdviog JTofi- 

itr\iog 11°. 
Il8Qi%Xfig, V. desDioskoros 96.12. 
Ilsgiodog, V. des Taurinos 56.13. 

— V. des Theodoros 56.6,23. 
IIsQag, V. des Patelolis 97.117. 
IlMäg, V. des Plenis 97. XVIII 5. 

— V. des Plenis, Großvater des 
Horion 97. XI 12. 

üeaovQig 97. III 13, VI 10, VIII 11, 
XIII 10, XIV 26. 

— V. des Horion 97. XVII 4. 

— V. des Pias(?) 97. XXVII 8, 
XXIX 8. 

— V. des Plenis, Großvater des 
Horion 97. XI 13. 

üsxsaQös^svg 104. 2. 
IIsrsaQ6SnO'svg , EQLSvov(piogl04:. 3. 
nsTsaQasn&svg Tlav8ß%ovviog 104. 
Verso 1. 

üstsaQas^svg TTavoß^ovviog To- 
xofjxog 1. 3,9,11, Verso; 2.9,10; 
7. 4, Verso 3. 

üsxsdQCig 101. II 14. 

Tlszs^lvig , V. des Petechousis 
67.1. 

ÜSTsiisv 03 , V. des Sisoi's 92. 8. 
ÜstSQiiov&ig Hocpov 106. 3. 



Tl8X86ov%og JJavsßxovviog 104. 1 ; 

Verso 1. 
Uszsft&vaig Tl8X8\L8iviog 67. 1. 
Tl8X8coß{ ) 93. 18. Evdai^icoy 6 %al 

JT. XaiQrjiiovog. 
IIstrjGLg, V. des Silbanos 28.7,26. 
IIsxoölQig 74. 2. 
TIsxoalQig "SIqov 113. 6. 
UsxötQig 118. 3. UoTtXiog JT. 
Iis . . xicov Aq&wxov 69. 2. 
niag(?) 97. XXIV 9, XXVII 16/7. 
ÜLSvg, V. des Pamonis 19. 9. 
— V. des Pinoution 19. 7. 
Tlincbg, V. des Apollodoros 68. 3. 
üivovxLcov 42. 9. 

TIlvovxIcov 19. 7, 10 (allein). Av~ 

QrjXiog II. UiBvxog. 
JJlvovxLcov 24. 12. AvQTjXLog II. 

XoovöLog. 
Tlivovx'mv 101. 1 16. ^Eq^siag 6 

y.a\ Tl. 

Ulvovxicqv 101. 1 14. *EQ{iTvog 6 
%a\ JT. 

TIlvovxLcüv ^EQ^aitoXXcovog 98. 1 6 ; 

101.1130. 
Uivovxlav 'I(QCr\cpov 100. III 3. 
Hivovxlcov ' I cpiog 98. III 10. 

ülVOVxicoV KOTtQEOV 100. IV 15. 
ülvovxIcov IloXXcovog 101. 1 5. 

TIivovxLmv H oScoqov 98.110, 

nlacov 97. XXIX 10. 

managt ), V. des Plenis 97. XI 7, 

XVIII 10. 
HX^vig 97. VI 13, 14, VII 4, XV 6, 

26, XVI 6, XXV 19, XXXII 14. 
UXf]vig vsmxsgog 97. II 21, III 17, 

X 23, XI 6, XVI 7, XVIII 13, 

XXXIV 3. 
üXfjvLg IsQSvg vsooxsQog 97. XI 21, 

XXII, XXV 23, XXVIII 3. 
nXqvLg vsmxsgog . %aXX . . 97. XII 15. 

nXfjVLg 7tQ86ß<UXtQ0g 97. XHI 19, 

XIV 22, XXVI 4, XXXI 11, XXXIV 
13. 

nXi]VLg {dito ©vvscog) 97. XV 4: 
nXfjvig (tob Wiaftovg) 97. XV 10. 
nXfjVLg 6 %al ZvQog 97. XXIII 12. 
nXfjvig 97. XXXIV 25, 26. Avqt]- 
Xiog JT. vswxsQog. 



I. Eigennamen. 



347 



IIlf]VLg 97.13. AvQr)Xiog II. vea>- 

tSQog KticTov. 
nirjvLg 6 %cil Br\caqi(ov 4?aXX . . . 

97.1114. 

IIXf]VLg kTCollcüVLCiVOV 97.X 3. 

HXtpig kitoXX&tog 97. XXII 10. 
nXfivig 'E7tü)vv%ov 97. XVII 10. 
IIXfivig'HQanXtovg 97.1 12, VIH15, 

XIX 15, XXIII 5, 17, XXV 7, XXX 

6, XXXI 20. 
JJXfjvig KaiirjtLog 97. XI 10. 
nXfivig KciQovQLog 97. IX 10, X 22, 

XVI 21. 

UXf\vig vsmtSQog Kviatov Aidv^ov 

97.13, IX 20, XXII 11. 
nXfivig UaiLOvviog 97.VI15, XV25. 
nXfivig Ilatoiß&iog 97. VIII 24, 

XIV 28. 

nXfivig mxvciog 97. VIII 21, XVI 

2, XXI 19, 21, XXIII 10. 
nXfjvig Usybvä 97. XIII 18. 
ILXfivig miLv{a) 97. XV 29 (vt-w- 

rsQog). 

IlXfjvig Tha& 97. XVIII 5. 
nXf]Vig n%cc7taQ() 9 7 . XI 7, XVIII 10. 
nXf\vig nXrjviog 97. III 2. 
nXfivig 97. XXXI 17. 

nXfivig n%ix6{ ) 97. XVII 28. 
nXfjvig ZtQccßavog 97.113, XX 5, 

XXIII 25. 
nXfivig T%6,vc(iog) 97. XIV 13. 
TIXfivig Tvqccvov 97.1114. 
nXfjvig $ovßs( ) 97. XV 7. 
HXf]vig WvQOv(?) 97. VI17,XI9,XV 

24,XVIE8. 
ÜXfivig'SlQicovog 97. IV 16, XXIV 2, 

XXVII 7, XXIX 2, XXXIII 20. 
UXf}vig, V. des Horion, Sohn des 

Pamounis 97. XIII 22. 

— V. des Horion, Sohn des 
Pesa.. 97. XI 12. 

— V. des Horion, Sohn des Pe- 
souris 97. XI 13. 

— V. des Pachomieus 97. VI 6, 
XIV 19. 

— V. des Pachymis 97. XVII 20. 

— V. des Pamonthes 97. VII 16. 
— , — Sohn des Le...t() 97.XVH 

18. 



nXi]vig, V. des Plenis 97. III 2. 

— V. des Psensaplenis, Sohn des 
Patnebthis 97. VII 1. 

nXicov 97. XV 9. 

üXoxaiiog, V. des Paulos 18. 9. 

HXovciuvog 43. 2, 6. 

nXovöiog 42. 24. AvQrjXiog II. 

nXovcQ naariiLiog 97. XXI 3, XXVI 

1, XXVIII 9. 
UXovtay£vrig,Y . des Kelelytis 12.8. 
nXovtccQxog, V. des Agathos Dai- 

mon 6.112,19. 
nXovtimv 30. 3, 6. 
nXovticöv Äititovog 22. 28. 
UX . . . . co . . vecorsQog vlog 97. VI 

1, XIV 23. 
nodsLLdvftLg, V. des Chinychis 15.7. 
IIoXEticov 27.3. 

iioXsticov 94. II 3. *Hqcc%(X ) 6 %ccl IT. 
HoXiybcov, V. der Demetria, alias 

Tereus 94. H 1. 
IIoXXri( ) 113. 2. 'IovX( ) IT. • 
UoXXcov 84. VI 17; 101. II 13. 

— V. des L . . . theos 21. 6, Verso. 

— V. des Pinirbion 101.15. 
UoXvd£v%r\g Aio6%6qov 101. II 31. 

UoXvd£v%r\g N 101.112. 

HoXvdsvmf\g , V. der Artemidora 3. 

12,7,16; 3.116,20. 
Uo[i7tr\iog 61. 9. <$Xdviog IJo IIsq- 
ydiLiog. 

üovsöovfrig , V. des TchoutQ 97. 

XXVII 12. 
IloitlXiog UexöiQLg tov "HXsirog 

118. 3. 

IIöQtig, V. des Horos 104. 7. 
ÜOQcpvQiog 97. III 11. 
noöMviog kvtL() 97.1X25. 
Hoadmviog BaQßdgov 97. X 1. 
Uoaidcoviog SIqs . . 10. 1 24. 
Iloaig, V. des Psenetymis 97. X 5. 
Iloatov^iog ö %a\ 'Slgog IIo6tov{iov 
67.1. 

H6ctov\Log , V. des Postumos, alias 

Horos 67. 1. 
Hovcov 14. 6. AvQrjXiog II. 
IIqccö . (), V. des Horos 97. VIII 4. 
IlQennovvig 9 7 .VI 18, XV 28,X VII 6. 
ÜQSHQäg TriovTog r '£lQOv 78.3. 



IlQ£n,&vig 97. VIII 2. 

ngiauri ZctTtQicKov 101.1117. 

ÜQOovg 28. 6, 25. AvqiqXiog II. 

KovXmtog. 
IlQoaxdtr\g, V. des Andronikos 97. 

XIII 20. 
ngatog 9. 33. 

nosvvoaoQßovxog,Y. des Apollonios 

97.X 4'. 
UrtffWO 97. XXVII 11. 
Uut( ), V. des Plenis 97. XXXI 17. 
nxi%6{ ), V. des Plenis 97. XVII 28. 
nroXsiialog 7. 16; 31. 11. 
HtoXs{LCilog 32. 9. AvQrjXiog II. 
ÜToXEiicclog, V. desDidymos 112. 4. 

— V. des Ptolemaios, Vs. des Di- 
dymos 112. 4. 

UtoXXug Asoovidov 122. 2. 

moX(xyi(ov ncctfjzog 104.23. 

ntovig (?) 97. XVII 13. 

JT 10g (genit.) 100.1116. 

TT . . . ovg (genit.), V. des Silbanos 
54. 19. 

TT tcc%() 97. XIV 15. 

Ucifjtig 2. 8. 

Hakig, V. des Aurelios Apis 61. 4. 

— V. des Klaudios Apis 62. 12, 6, 
112. 

EaXov6tiog 99. 1 24. 
ZccXimv 93. 9. 
UaXicov jiTtoXXcoviov 93. 2. 
ZccXimv, V. des Eudäimonides 93. 4. 
Ectiiaß{ ) 97. VII 6, XV 21. 
Zccußäg, V. des Hermes 20.23. 
ZcLvsip. . .,V.desKalasiris97.IH7. 
2av6i{) 97. XIV 8. 
Uavavwg 97. VII 12, 14, XI 18, 
XXVII 2. 

— V. des Eponychos 97. XII 10. 
2av.i.() 97. XVII 5. 
Sa7tqi%ov(f) 88. 8. 
ZccTtgicTtog, V. der Priske 101. 

II 17. 

UccTcgiav 9. 2,26. AvqrjXiog 'A%iX- 
Xsvg 6 %al U. 

2cCQCC7tdtL{lCüV 31. 16. 
HttQCLTtdyilLCQV 10. II 33. AvQTjXiogU. 
2dQaitd^cov 8.2,15; 9.3,12. Av- 
44* 



348 



I. Eigennamen. 



QiqXiog Tl&otixlcdv ö ncci 2. 'Eq- 
[isivov (s. *E()[üiov xov ncci k%tX- 

2JccQCi7td{iii(üv, V. des Hermammon 
. 10.117. 

2ccQccjticdvr\ Tla^ä 33.112,10,19. 
2aqaitidg 101. II 28. liXs^dvdqcc 

ij ncil 2. %vydxr\Q Acoqo&zov 

Kqccxl . . . 
21ciQCi7tLccg FaXccxov 04.11. 
ZciQccjaci ... 31. 17. 'HqcckIslos ö 

%cci 21. 

2JccQCi7tidojQos , V. des Kyrillos 100. 
III 16. 

2agäg 8.5,9, 10, 16. AvQrjXwg 21. 
"Slqixog. 

2agäg, V. des Aurelios 

11.12. 

2JttQtt7iicov TtQSßßvtSQog 10. 1 30. 
ZccgccTtlav 10,11 24 ; 26. 8 ; 31 . 6, 10 ; 

32. 8. 
Sarapion 38.12. 

ZccQCciticov 96. 1 17 ; 101. 1 20, II 2 ; 

110. 1, Verso; 113. 1; 121. 1,11. 
21ccQcc7ticov 50. 10, 23, Verso. Av- 

QTjhog 21. KdatoQog. 
21ccQci'Jti(üv ö %cci ÄitTtiavog 121. 24. 
2JdQ0C7tlcov iitl%Xr\v BovnoXog 6. 

117. 

21aQCi7ti(Dv, 6 %cu ? HXiödcüQog, V. 

der Hermione 94. II 5. 
2ccQoc7tioi)v Aioysvovg 117. 1. 
21dQ<X7ticov "ÜQavog 31. 27. 
2J(XQd7ti(ov UavGiQiog 10. II 9. 
ZccQCiTtiav, V. desDionysios 31. 26 ; 

116.9. 

— Y. des Hermaios , alias Phibion 
96. 1 5. 

2cCQCC7t( ) 94. II 13. 

21ciQcc7t() 96. 14. k%iXXsvg 6 %al 21. 
21aQCi7tovg IIccvalQiog nQSößvxiqov 

10.15, 117. 
ZccqccTtovg 10. II 24, 29. 2. TIccv- 

GSlQLOg. 

2c(Qiidtrig 29. 9,12. 

2s\iitQwviog 45. 5, 23. AvQTjXiog 

2° 28{L7tQG)VL0V. 

28^7tQwvLog, Y. des Sempronios 
45. 5,24. 



Senecion 40. II 12, 14 u. ö. 
28vvf]6ig üccxovxog 7. 18. 
Esvvrjöig Wsv&ootov 1.2,8. 
Z£-jtxi\Liog 36. 4. 

ZsTCxiiLiog 38.15. <DXdviog 2" Ev- 

XQOTCLOg. 

2s7tv() 95.4. 
2sQfjvog 98. 1 3. 

2sgfjvog 24. 11. AvQTjXLog 2<> Ti- 
&or]xog. 

2sQi~]vog 10. II 15. MäQKog Avqr\- 

Xiog 2° 'löidmQOv. 
2eQi)vog 101.1127. 2iXßavbg 6 

%ai 2. 'IaidmQOv. 

2sQf]vog 10. Ii 6 %al 2° . 

2eQi]vog 'Aya^ovXiovg 100. III 8. 
28Qfjvog kGvy%QLxov 98. 1 2. 
2sQf]vog ManciQiov 97. X 2. 
2iqyiog 40. II 19, III 13. 
2£Qyiog 25. 4. $>Xdviog 2. 
2eQxvog (= 28Q.yiog) Avxiog 100. 

II 14. 

2L&owvd"rig 'HQanXsovg 97. VIII 19 
2tXßavsicc 12. 1, Verso 1. Avqti- 

Xid 2. Hci[LOvviog. 
2iXßccvri, M. des Sklaven Sarapion 

26. 8. 

2iXßav6g 84.1118; 97.IXl5,XVI 
19; 98. III 9; 100. IV 13; 101.17, 
25, II 17. 

2iXßccvbg 6 %cci 2sQi]vog 'iaidwQov 

101.1127. 
2uXßav6g 51. 3,22, Verso 1. Av- 

QTjXtog 2o. 
2iXßccvog 84. YII 7. AvqriXiog 2» 

rvcoötfjQog (?). 
2iXßccv6g 28.6,11,13,16,26. Av- 

QtjXiog 2. ÜSTTjOLog. 
2iXßav6g 54. 19. AvQr\Xiog 2<> 

II . . . ovg. 
2iXßavog 85. 6. Avqr\Xiog 2<> Tt- 

[LO&80V. 

2iXßavog 86.20. QXdviog So. 
2iXßav6g 19. 4, 29. AvQr\Xiog 'Eq- 

{isiccg 6 %ccl 2<>. 
2iXßavbg Acoqo&bov *UQci%og xov 

%al Evasßiov 47. 10. 
2iXßuvbg EviiaftLov 100. III 4. 
2iXßavbg 'loidmqov 101.128. 



2iXßavbg 'OXvybitiodwQov 100. II 2, 
III 1. 

2dßccv6g,Y. des Ammoninos 49. 11. 

— V. des Dioskourides 34. Verso 5. 

— V. des Dorotheos 99. II 16. 

— V. des Hermeias 14.4,14. 

— V. des Olympios 18.1. 

— V. des Paneoous 98.111. 
2iXovccv6g s. 2iXßavog. 
2i6oCg IIsrsiLSv * 92. 8. 
2xoiteXXs<6g 97. IV 4, XXIX 13. 
2o?iQig liTtoXXcoviov 93. 2. 
26ixog 85. 6. AvQTjXiog 2° Ua[iov- 

Viog. 

26Xcov 97. XXXI 13. 

2ocpla, M. des Aurelios Pinoutiön, 

Frau des Pieus 19. 7. 
2ocp6g , V. des Petermuthis 106. 4. 
2itotovg 68. 1. 
2t£QyoQLog 40. II 2, III 24. 
2t£<pdvri 4.11,32; 5.116,13. 
2t8cpccvovg 4. 11, 19, 23, 33 ; 5. II 7. 
2xo%or\xig 81. 1; 82. 2. 
2xQaßri 97. XIII 3. 
2x Q dßcov 97. XXXI 9. 

— Y. des Horion 97. XXII 5. 

— Y. des Plenis 97 II 3, XX 5, 
XXIII 25. 

Strategius.33.118. 

2xQaxrjyiog 33. II 9. $Xdviog 2<>. 

2vqcc 33.113,23. 

2vQog 98. III 5. 

2t Q og 97.X 7, XIII 4. 

(IlXfjvtg ö %ccl 2vQog 97. XXIII 

12.) 

2vQogKxi6Xov vscoxsqov 97. XIII 17. 
2v 94. 1 2. 

2co%Qdxr\g 33. II 12, 16, 23 ; 97. 
XXIX 5. 

— V. des Aurelios tophaines 

97.12. 

2cotiäg 97. IV 8. 

2%as, V. des Horion 97. III 8. 

— V. des Horion des jüngeren 97. 
XXXIV 18. 

: — Y. desKtistes des jüngeren 97. 
XVI 5. 

2(occtg Aqscoxov 27.12,21,32. 
2coxriQ 73. 1. 



I. Eigennamen. 



349 



HcocpQovlönog 4. 13. 9 SlqLy8vr\g 6 
%ccl . . covog K.Qr\vectiov (?). 

ZacpQtov 94. II 11. 

S , odcoQog, V. des Pinution 

98.110. . 

TaaQ^uvöLg 10. 1,21. 

Taßovg 106. 7. 

Taß&s 97. VII 21, XVII 22. 

Tayfjg, M. der Apollodora 97. 

XIII 21. 
Tccfjßig 110. 25. 
Ta&mtLg Qißiog 1. 7. 
TccxXatbv 97. VII 8, XV 5. 
Tcciiov&ig 60. 7. 

Tav . ( ) , V. des Pammonis 77.5. 
Tav . Qtg 19. 8. 

TansXäXig 97. XX 1, XXIII 23. 
Tccn&'Cg 12.8. 
TatQlcpig Jidv[iov. 93. 14. 
TccvQivog 97. XV 19; 99.1119. 
Tavqlvog 85.17. AvQrjXiog To. 
Tavqlvog 56. 13, 24. AvqrjXiog 

To IIsQLodov. 
Tavqlvog jtnvXXov 100. III 2. 
Tccvqivog jI{l\lcovIov 98.111. 
Tavqlvog *Aqv6)&ov 97. XIV 14. 
Tavqlvog Mr\va 103. 1, 11, Verso. 

Tavqlvog W og. 97. VII 2. 

Tavqav 74. 1. 

jus 101.111. \EX£^ r) 

%al T. 

Tßtcov{ ) 97. XXIV 5, XXVII 13. 
Tssvg 28. 2, 7, 9, 13, 17. Avqr\Xla 

T. üccrjaLog 28. 24. 
7U*( ), V. des Horion 97. XXXI 15. 
Tsvs .... 95. 7. 

Tev&äg 94. 1 15. Br\öovg r) %al 

T. JioaxoQOv. 
Tsqsvg 94. II 4. Jr\{ir\tqla r) %al 

T. jl%iXXicog. 
Tsqsvg 94. 1 4. Aif\\Lif\%qla r) nai 

T. 'Eqll .... 
Tsqsvg 96. 1 8. zlr^iriTqla r) %al 

T. Emv%ldov. 
Tsqsvg 94.117. Jr\\Lr['cqia r) neu 

T.'H 

Tsqsvg 94. II 1. ^druiritqla r) %ccl 

T. IloX^avog. 



Tsqsvg "HXloÖcoqov 94. II 4. 
Tsqsvg Wsvavovrc . . . 10. 1 18. 
Tsqsvg (?) "Slqov 94. 1 5. 
Ts6sißri{ ) 97. XXIV 8, XXVII 9. 
Tsavsvg 3. 1 2, 8, 17, II 2, 18. . Av- 

qr\Xla T. jL%iXXsmg "Hqcovog. 
Ts^äCg 97. VII 10, XV 8. 
Tr}ovg "Slqoy , V. (?) des Premras 

78.3. 
Tr}Q7]g 6. II 4. 
TißsQicov 122. 10. 
Ti&of)g 100. II 4. 
Ti&oijg 'EQiid^iicovog 100. IV 1. 
Ti&ofig, V. des Aurelios Serenos 

24. 11. 

Tidoritloiv 8. 2, 15 ; 9. 12. Avqrj- 
Xiog T. 6 %al 2JaQcc7td^ii(ov *Eq- 
{islvov. 

Ti&oriziav 9. 3. AvQrjXiog T. 6 

Kai Saqaitd^cov *EqiiLov tov 

%al Ä%iXXiu>g. 
Tilßtg kXs^dvdqov 94.1117. 
T^iods og,Y. des Asklepiades 66.19. 
— V. des Aurelios Silbanos 85. 6. 
Tivov&ig, M. des Makarios 100. 

IV 8. 
Tiaoig 12. 2. 
Tit&g Uaxovxog 2. 4, 10. 
T%G>va(ig\ V. des Plenis 97.XIV13. 
T^vtsO 97. XXIX 14. 
Tvscpsqöoig Koqvr\Xlov 31. 11. 
To&svg 118. 5. 
To&ijg . Ev&al{iovog 84. VI 20. 
Totoijg, Vi des Panebchounis 7. 4. 
Tovqßcov 98. III 3, 6. 
TqiddsXcpog 29. 3, 20. AvqrjXtog 

To *Eq{io(plXov. 
TqiddsXcpog 101. II 26. Koqvr}Xag 

6 %al T. 
TqiddsXyog 'Asxlov 100. III 21. 
Tqvycov 94.16. 

Tqvtpcoviavog 123. 17. Mäqxog 

OvXiaog Qalvnntog T. 
Tqcots{) 97. XXIV 3, XXIX 9. 
Tvqavvog 57. Verso 3; 84.1116; 

100. IV 9; 101.1130. 
Tvqavvog 'HXtä. 100. III 17. 
Tvqavvog, V. des Herakleon 98. 

III 7. 



Tvqavvog, V. des Hermaion 99. 

II 4 ; 100. HI 6. 
Tvqavog, V. des Plenis 97.1114. 
T%ars{ ) Uovscov&iogW . XXVII 12. 
T % ovvig IV 14, XXXIII 21. 
T%ovvig viog 97. IV 13. 
T%ovvig, V. des Eponychos 97. 

V 15. 

'Tyla r) %ai 'ÄanXriTtiodmqa 101. 
1125. 

'T^vlcov, V. des Dioskorides 43. 7. 
"Trt£Q£%iov 29. 4. AvQr\Xici "To i) 

%(xi 'Amicovaqiov. 
*T7tSQE%L0g 62. 1 11. 

<I>cdvL7t7tog 123. 17. MäQKog OvX- 

Ttcog TQvcpcovioivog. 
<DocXX . . . , V. des Plenis, genannt 

Besarion 97. III 4. . 
<&dog, V. der Hermeias, Großvater 

des Didymos 94. 1 12. 
<Mg( ), V. des Dioskoros (?) 101. 

118. 

$aTQi]g(?) 69.6. 
^atQfjg 76. 1. 

— V. des Pamnxunis 72. 2. 

$a . . . . , V. des Ktistes, des älteren 

97.1X18. 
$ißuXecQV 17. 6, 27. AvQtjXog 

NsiXov. 
$lßig 104. 20. 
Mßig QißLcovog 100. IV 6. 
mßig, V. des A. Phibion 42. 26. 

— V. der Tathotis 1. 7. 
$ißi<Dv 64 1. 

<j?ißicüv 42. 26. AvQ7]Xtog $o <Dißtog. 
<l>ißicQV 96. 1 5. 'EQ{ialog 6 %ctl <&° 

UoCQCCTtlCQVOg. 

fpißicov *Eq[lLvov 101.16. 
<f>ißi<ov, V. des Thibis 100. IV 6. 
$tß() 94.1115. *Eqli()ö %<xi $iß(). 
(friXddsXcpog 101. II 1. ^Eq^lvog 6 
%ccl <P. 

$i%dmLmv 40. III 12; 101. 1 10. 
<!>iXdym,cov 62. I 3 u. ö. II 3 u. ö. 

AvQrjXiog <&° *Eqiiov. 
<DiXd{iiioi)v 06 ( I>. *Eqiislov 

13.3,22. 



350 



I. Eigennamen. 



<Ddd{i!iG)v , V. des Kyros 42. 3; 

39.3; 56.3. 
(Pdamicov (?) V. des Kyros 65. 4. 
Philammon 40. II 2, 4 u. ö. 
(pdavTivoos, V. des Antinoos 101. 

II 24. 

$i%cc7t6llcüv 34. 10; 35. 13. 
$iXdöXQiog 100. III 15. 
@L%iaxog 123. 1. 

f&LXLanog, V. des Diogenes 114. 3. 
$iXo%tQiog 97. III 10, XII 12, XVI 22. 
$L%OKVQiog 101. II 13. 'AitoXXwviog 

6 Kai <&. 

ÜdocdgccnigW. 25; 17.25; 28.29. 

$l . . vcc . . . 16. 12. 

Sftlawos 14.9; 17.3; 17.28; 20.4; 

21. 4; 22. 3; 23. 5; 33. 113; 34. 3; 

35.3; 37.5,30; 45.4; 46.4; 47.1. 

48. 1; 49. 1; 50. 1; 51.1; 52.1; 

53.1; 55. 1; 58.2; 59.7; 60.7; 

61.6. 

$Xdviog Bf\%ig AxQfjxog 22. 4, 27. 

23.31; 25.4; 33. II 3. 
Mdvtog "HqdnXsiog 33.115,7,28, 

29.Verso 1; 33. II 9; 34.Verso 4; 

36.1; 38.15; 47.1,3,20; 48.1; 

49.1; 50.1; 51.1; 52.1,3,21; 

53.1; 58.7; 61.9; 62. 1 5 u. ö. 

114,20; 63.6; 64. 1 u. ö. ; 66. 15; 
. 86.19; 90.1,8. 
Flavias Asclepiades (H)esychius 

38. 1 4, 7 u. ö. 
Flavius Leontins Beronicianus 40. 

.112. 
<&oi$dy,\L(QV 88. 8. 
$Xdviog <Poißd{L{LCüv 25. 8. 
<&oi§dyb[L(ov KoXXov&ov 98. 1 13. 
$>oißdmicov K.lv.{) Br\aa 98.114. 
<f>oi$d\HLG)V, V. des Hermammon 

101.118. 
$ovßs(), V des Plenis 97. XV 7. 
$qiS, V. des Horos 92. 1. 
<!>...., V. des Pabos 97.118. 

Xccßgiccg, V. des Antinoos 49. 9. 
XaiQrj{i(ov 94. II 19. 
XcciQrjiMov Ilcivlöxov 6 %al 'Eqis- 
vovcpig WsmiivLog 7.6, 14,23,V. 4. 
Xcaqr\iLcov XaiqriiLOvog 94. 116. 



XaiQ^mv Xqax{ ) 94. II 21. 
XcaQrjiuov, V. des Aibontios 51. 11. 

— V. des Apollonias 94. II 21. 

— Y. des Chairemon 94. 1 16. 

— V» des Eudaimon, alias Peteo- 
bis 93. 18. 

— Y der Ophelia 94. II 18. 
XaqLxcov, Y. des Aurelios Didy- 

mos 89. 1. 
XsacptLOig 69. 1. 
Xivv%ig 101.118. 
XLvv%ig, Y. des P . . . reus 15. 1. 
Xivv%ig nodstidv&iog 15. 7, 11. 
Xovig 62. II 10 u. ö. 
Xovvg 63. 3. KXavÖLog X. Br\cä. 
Xo . . . , Y. des Patelolis 97. XIV 10. 
Xqax{ ), Y. des Chairemon 94. 

II 21. 

Xqvöiyovog 101.13. 
Xx%ovvig, V. der Haraous 97. 
XYII 19. 

X&vcig, V. des A. Pinution 24. 12. 
X . v . . . . %cp . . , V. des Ammonios 
49.12. 

Wdig 97.1X8, XYI20. 

— V. des Kanopos 48.3; 49. 12. 
WsyLiLlvig, Y. des Erienouphis 7. 7. 
^co^?,V.desPsyros97.XY23. 
Wsvccvovßig 10.131. 
Wsvccvovjt . . . 10. 1 18. 
Wsvstv{iig Tloaxog 97. X 5. 
Wev&af\6ig 97. VII 9, XV 2. 
Wsv&wrrig, V. der Sennesis 1. 8. 
Wsviisv&rig 'A^svQcoöiog, Y. des Pa- 

nameus 76. 2, 3. 
Wsv[imv^7\g 'A^svQwOiog 75. 6. 
WsvvfjGig xov ^öLTjaLog 2. 5. 
WsvvoöOQßovßog s. Tlösvvoaoqßov- 

WsvoötQig 104. 19. 

— V. des Monkores( ) 92. 5. 
WsvaaTtXfjVLg TlcLxaißftiog 97. XV 

15. 

WsvaccTtXfjvig nXrjviog IJaxaeß^Log 

97. VIII. 
igsvGccciTtXrivig, V. der Harauous 

97. VIII 6, XVII 7. 
WsvvciTftovvLg 97. X 12. 



Wsvx 74. 2. 

W£vco&r\g(y) V. des Amenrosis 75.4. 
^svcbXßLogIIaa( )xr\Qr\x 97.XVIII2. 
WvQog 97. VI 19, X 14, 19. 
WvQog WstLav&ov 97. XV 23. 
W. . . . , V. des Taurinos 97. YII 2. 

'Slnedviog 99. 1 24. 

'Sl%sdviog 13. 5. AvQrjXtog 'Sl. 

4lOC%OVQl§OV. 

"aqsig 97. XIX 13. 

SIqs . . , V. des Posidonios 10. 1 24. 

'SlQiyzvrig 32. 7, 12. 

'£lQiy£vr\g 6 %cci UcocpQOviCKog ..avog 
Kqtivccxlov (?) 4. 13, 15, (ohne: 
alias Sophr. u. Sohn des . . .) 17. 

Slv() 97. XIV 5. 

r Slgig (SlQSig), V. des Saras 8. 16; 

9. 10 (ohne Aurelios). 
*£IqIg)v 84. IV 6. 

'Slgitov 97.1X9, XII 20, XVI 13, 

XXIII 4, XXVIII 18. 
'Slgiav viog 97. XIV 24. 
'SIqIcdv 100. III 11; 108. 1. Verso. 
'SIqicov 12.11. AvQiqXiog^Sl. 'ATtoX- 

Xcovlov. 

'SIqicov 58. 25. AvQTjXiog '£1. rtgsa- 

ßvxeQog 'IovXtavov. 
'SIqLcov *Aqs...(?) 101.113. 
'QqLcov AxQipog 65. 17. 
'SIqlcov BavLTts . . 97. VI 12, XV 27. 
'SIqLcov 'Hiiiaxlov 97.1X6. 
'SIqicov 'Hq<xkX( ) 97. XVII 23. 
*£IqLo>v Ilaöiavog 97. VI 2. 
'SIqicqv TIsaovQLog 97. XVIII 4. 
'SIqicov IJXrjVLog üa^ovvLog 97. 

XIII 22. 

'SIqUqv nXriviog Tl8(>cc( ) 97. XI 12. 
'SlQimv IJXriviog nsaovQiog 97. 
XI 13. 

'SlQitov Zxqaßf\g 97. XIII 3. 
'SIqlcov r Ikqdß(Dvog 97. XXII 5. 
'SIqIcov UmyLccxog 97. III 7. 
*£IqLoov vsmxsQog ZJ&ticcxog 97. 

XXXIV 18. 
'SIqlgjv TsXs( ) 97. XXXI 15. 
'SIqicov 'Slgiavog Zm^axog 97. III 8. 
'SIqLow, Y. des Haies 19. 6. 
— V. des Hermapollon 101. II 29. 



IL Könige und Kaiser. 



351 



'SIqIgw, V. des Horion, Sohn des 

Sorna 97. III 8. 
— V. des Plenis 97. IV 16, XXIV 2, 

XXVII 7, XXIX 3, XXXIII 20. - 
*Slqog 74.1; 97. XV 17, XXXIV 16; 

104. 3. 

'Slqog 67. 1. UoGtov^iog 6 %al '£1° 

TIöGtOV^LOV. 



^Slqog z Aq\iiv6iog 92. 3. 

'Slqog JliioLqov 97. VII 19, XVII 7. 

"Slqog mß&xog 97. VIII 1, XVII 11. 

'Slqog TLoqtitog 104. 6. 

"Slqog IIqcc6.() 97. VIII 4. 

*£lqog $Qi6 92. 1. [5. 

r Slqog, V. des Pamonthes 97. XXXI 

— V. des Patomi( ) 97. XXXI 7. 



II. KÖNIGE UND KAISER. 



^Qog, V. des'Patus 1. 7; 7. 11. 

— V. des Petosiris 113. 6. 

— V. der(?) Teous, Großvater des 
Premras 78. 3. 

— V. der Tereus (?) 94.16. 
'Slcpslicc Xaiqrj{iovog 94. II 18. 

. . .TOfiäT( ), V. des Didymos 97. 
XVI 17. 



KLEOPATRA III UND SÖTER II. 

Bcc6iXsv6vtg>v KXsoTtdtqag (naiy ßcc6iXea)g IltoXs^aiov iTanaXov^Evov 'AXst-dvdqov rov vlov ©s&v 
G?äo{iriT6Qa)V Uarrjqcov hovg ly rov %ct\ i a. C. 104 1. 1. 

Alexander i und Berenike. 

Ba6iXsv6vtG)v TIxolsiLdiov rov iiti^aXovyiivov 'AXs^dvdqov %cci BeqBvi%r\g rfjg adsXcpfjg ©s&v <Mopj- 
toqcov hovg is a. C. 99 2. 1. 

Vespasianus. 

©sog 0vs67tcc6ic(v6g p. C. 76 120. 7. 
DOMITIANUS. 

AvTonQccTCQQ KalöciQ Ao\ii%wvbg Esßaßxbg Tsq^aviv^og 88 120. 4. 

Trajanus. 

Avronqdtooq K<xl6ccq Niqvcc Tqaiavbg Zsßccötbg 98 106. 20. 

Hadrianus. 

AvToxqdtcoq Kaißaq Tqaiotvbg Adqiotvbg Esßaötbg 6 Kvqiog 133 114. 5. 

Avtonqdrcoq Kalaccq Tqcciavbg 'Adqiavbg Zeßaetog 123 27. 1; 112. 7; 127 oder 128 113. 8; 132 114. 5; 

136 123. 13,21; 138 16. 8,23. 
Tqcciavbg ^Ädqiavbg üsßaßtog 134 72. 5. 

Tqaiavbg 'Adqiavbg Kalcaq 6 Kvqiog 120 27. 18; 122 67. 4; 123 112. 3; 124 68. 7; 126/7 113. 5; 

131 71. 1; 133/4 116. 5,12. 
Adqiavbg Katöaq 6 Kvqiog 133 114.3; 115.7; 136 123.20. 
"Adqiavbg 6 Kvqiog 128 69.5; 130 70.3; 136 73.5. 

Antoninus Pius. 

AvtoTtqdtaq Kaiaaq Tirog Ai'Xiog *Adqiavbg 'Avtavivog Ssßaörbg Evasßrjg 138/9, 139/40, 140/1, 

151/2 121.3,6—8 ii. ö. 
AvqrjXiog 'Avtcovlvog Katöaq 6 Kvqiog 143 117. 4, 7. 
'Avtcovlvog Kcclaaq 6 Kvqiog 145 74.5; 160/1 118. 7. 

Avto%qdtaq Kaiöaq Tlxog AiXiog Adqiavbg kvtcovEivog Ueßactbg Evßsßrjg unbest. 122. 4, 7. 

Marcus Aurelius und Verus. 

'Avtcovslvog %a\ Ovf)qog oi Kvqioi ZsßaGtoi 165 75.1; 168 76.5. 

Marcus Aurelius und Commodus. 

Avtoxqdtoqsg Kaiaaqsg Mäquog AvqrjXiog 'Avrcovlvog %al Aovniog Avqr\Xiog K6{i{iodog Ssßaötol 
'Aq^svidKol Mr\di%ol UaqQ'i'Aol Fsq^avizol Haq^atiKOi Miyiavoi 178 10. 1 10, II 4. 



352 



COMMODUS. 

®sbg Ko^oSog 1811 2 10.1129. " 

Septimius Severus. 

AvxoKqdxajQ KaZaaQ AovKLog Esitxl^iLog UsovfjQog Evasßj^g UsQxiva^ Hsßaaxbg 'AÖLaßrivLKog unbest. 
31.1,9. 

Septimius Severus und Caracalla. 

AovKLog UsitxlybLog UsovfjQog Kai MäQKog AvQrjfoog 'AvtoovsZvog UsßaaxoL 200 77. 1. 
UsovrjQog Kai 'AvxcovsZvog EvasßsZg UsßaaxoL 205 78. 1. 

Macrinus und Diadumenianus. 

M&QKog 2sovi]Qog MaKQsZvog nccl 'AvxcovZvog Aiccöoviisviavbg KaiaaQsg ol Kvqlol 218 79. 1. 

Elagabalus. 

Avtokqcctcoq KaZaaq MäQKog AvQrjXLog lÄvTcovlvog Evasßrjg Evxv%r}g Usßaaxbg AdQLavog 220 8.3,13,14. 
tc5 iisxa tö ks srog 0sov UsovrjQov 'Avxcovivov MsydXov d hsi 220 9. 16. 

Severus Alexander. 

AvxoKQaxoQ KaZaaQ MäQKog AvQiqXLog 2sovT]Qog'AXi^avö^Qog Evasßrjg Evxv%r]g Usßaaxog 233 9. 8, 24, 25. 
©sog EsovfjQog 'AXs&vdQog 226 10. II 13. 
GORDIANUS. 

AvxoKQdxcoQ KaZaaQ MäQKog 'AvxcovLog FoQdiavbg Evasßrjg Evxv%r\g Usßaaxog 240 32. 11. 
Mdqxog AvxcovZvog FoQdiavbg KaZaaQ 6 KvQLog 240 10. II 34. 

Philippi. 

AvxoKQaxoQsg KaiaaQsg Müqkol 'IovXlol <&ili7Citoi EvasßsZg Evxv%sZg Usßaaxoi 247 11.4,10. 

Valerianus und Gallienus. 

AvxoKQaxoQsg KcdociQsg Uovitliog AimvvLog OvaXsQLavbg Kai Tlovitliog AiuLwiog OvaXsQLavbg TaX- 
Xirjvbg EvasßsZg Evxv%sZg Kai UovitXLog Aixlvviog KoQvrjXiog OvaXsQLavbg ö IsQcoxaxog KaZaaQ 
ZsßaaxoL 256 3. 1 1, 15, II 15. 

Ol Kvqlol fj{i(bv OvaXsQLavbg Kai raXXir\vbg Esßaaxol 257 83. 1. 

Ol Kvqlol OvaXsQLavbg Kai TaXXLr\vbg Kai KoQvrjXtog OvaXsQLavbg Esßaaxoi 256 3. II 4, 14. 

Macrianus und Quietus. 

AvxoKQaxoQsg KaiaaQsg Tlxog &ovXovLog 'Iovviog MaKQLavbg Kai Tlxog <I>ovXoviog 'IovvLog Kvfjxog 
EvasßsZg Evxv%sZg Zsßaaxoi 261 57.15,35. 
AüRELIANUS. 

AvxoKQdxcoQ KaZaaQ Aovyaog AopixLog AvQtjXLavbg Fco^LKog (FovvxLKog) Miyißxog KaQTtLKog MsyLaxog 
nccQ&LKbg MsyLaxog BQSxavvLKog MsyLaxog Evösßrjg Usßaaxog unbest. und 274 119. B,. 5, V. II 7. 
DlOCLETIANUS. . 

AyxoKQaxcoQ Tdiog AvQrjXiog OvaXiQLog Aio%Xy\xiavbg Kai AvxoKQdxcoQ M&QKog AvQr)Xiog OvaXsQLog 
Mcc&iLioivbg r£Q{LccvL%oi MfyiöxoL 2JaQ{iciXLxoi Msyiöxoi Kai <]?XdvLog OvaXsQLog Kcovaxdvxiog Kai Tdiog 
OvaXsQLog Ma^Lavbg ol 'EnLyavsaxaxoL KaiaaQsg EvasßsZg Evxv%sZg Usßaaxoi 293 4. 2, 5, II 10. 

ol Kvqlol r)iiä)v ALO%Xr\XLavbg Kai Ma^L^iLavbg Usßaaxol Kai . . . ol kvqlol KcovaxdvxLog Kai Mcc£i[ilcc- 
vbg ol 'ErtLcpavsaxaxoL KaiaaQsg EvasßsZg Evxv%sZg ZlsßaaxoL 295 29. 18. 

ol Kvqlol tj^icov ALO%Xr\XLccvbg Kai Ma%L\iLavbg Usßaaxol Kai Kcovaxdvxiog Kai Ma^L\iLavbg ol 'Eiti- 
* cpavsaxaxoL KaLaaQSg 302/3 84.17. 

o£ Kvqlol rjtimv A<> Kai Mo Kai K<> Kai Mo Usßaaxoi 299/300, 300/1 84.114 u. ö. 

Impp. Diocletianus et Maximianus Augg. et Constantius et Maximiamis nobb. Caess. unbest. 44-. II 1. 
CONSTANTIUS UND MAXIMIANUS. 

ol Kvqlol rjLicov KcovaxdvxLog Kai Ma^LiiLavbg Hsßaaxol Kai ol Kvqlol 7}li&v ZsvfjQog Kai Ma^Zvog 
ol 'EitLCpaviaxaxoL KaZaaQsg 306 C. II 17. 



III. Consular-Datierungen. 



353 



Valentinianus i. ; Valens und Gratianus. 

Ol td itdvta vmmvtsg dsaTtotai r}{imv aiwvioi Avyovatov OvaXsvt iviavbg %al OvdXsvg %al Tqatiavog 

371 46. 7; 372 50. 6 (in 50. 6: ol aimvioi Avy. am Schluß); 52. 6 (wie 50. 6). 
Ol 8sa%6tai 7]{i&v OvaXsvt. %al OvdX. %al Tqatiavbg ol aimvioi ßaaiXslg 372 47.7; 53.6. 
ol dsaitotai r\[imv %aXXivi%oi aimvioi Avyovatoi 372 49.6; 51.5. 

Valens Gratianus und Valentinianus ii. 

(Ol dsanotai <!>XXX OvdXsvg %al Fqatiavbg 'aal OvaXsvt iviavbg aimvioi Avyovatoi^ ungefähr 375 
34 1. 

(\Jt supra)> ol aimvioi %al tQ07taiov%oi Aüyovctoi ungefähr 375 35. 1. 
<(Ut supra^> ol aimvioi ßaaiXslg ungefähr 376 54. 7. 

Arcadius und Honorius. 

ol itdvta vi%mvtsg §sa%6tai jj^imv 'AQ%d8iog %al *OvmQiog ol aimvioi Aüyovatoi 398 56. 10. 

Emiren. 

ol dsanotai f){imv ol 'A^iiQdtsg unbest. 103. 12. 



III. CONSULAR-DATIEEUNGEN. 

'Eitl tfjg tmv KvqLcov 7]{imv Aio%Xr\tiavov Hsßaatov tb s s %ai Ma^i[iiavov Hsßaatov tb 8 s vitatiag 293 
293 4. i ; 5. II 1. 

*Tnatsiag Nov^iov Tovckov %al 'Avviov 'AvvXXsivov tmv Xa\iitQotdtmv 295 29. 19. 

5 Eqp' vitdtmv tmv KvQimv rftimv Kmvatavtiov %al Ma^i^iiavov JZsßaatmv tb sr 306 6. II 1. 

*T7tatsiag tmv ösajfotmv i][imv <&Xaviov OvaXsqiov Kmvatavtivov Usßaatov tb. " %al vov tov 'Eni- 

cpavsatdtov KaiaaQog 319 oder 320 19. 1. 
*T7tatsiag Ovqaov %al UoXs[iiov tmv Xa{i7tQ0tdtmv 338 97.17, XXXIY 23. 
Mstä tt}v vitatsiav OvaXsvtiviavov Avyovatov %al QXavlov OvdXsvtog Avyovatov 366 13. 1. 
*Titatsiag tmv dsaitotmv rftimv <&X(avimv) OvaXsvtiviavov tb ß %al OvdXsvtog tb ß { %al Fqatiavov (sie) } 

tmv aimvimv Avyovatmv 368 33.111. 
^TitatsLag tov dsartotov Tftimv Fqatiavov tov aimviov Avyovatov tb ß' %al ÜQoßov tov Xa^iTtQotdtov indo- 

%ov tov Isqov TCQaitcoqiov 371 45.1; 46.1; 58.21; 59.1: @Xaviov Fqatiavov u. QXaviov ÜQoßov. 
*Tnutsiag Ao\istiov Modsatov tov XaiL-itQOtdtov i7tdQ%ov tov Isqov TtQaitcoQiov %al QXaviov Aosivftsiov 

tov Xa^iTtQOtdtov noiiitov . . . atQatimtmv 372 85. 1. 
^TTtatsiag Ao^sxlov Modsatov tov Xa\juitQOtdtov sitdq%ov tov Isqov TtQaitcoQiov %al 'AQiv&iov tov Xa[i7tQO 

tdtov atQatriXdtov 372 47. 16; 48. 20; 51. 19; 86. 2. 
*Titatslccg Ao\iittiov Modsatov tov Xa\jatQotdtov s%aQ%ov tov Isqov TtQaitcoQiov %al 'Aqiv&sov tov Xa^TCQO- 

tdtov 372 49.22; 50.20. 
'TTtatsLag Ao\Litiov Modsatov uai 'Aqsv&wv tmv Xa^itQOtdtmv 372 52.19; 53.20. 

'TrtatsLag tmv dsCTtotmv jj^imv OvaXsvtiviavov %al OvdXsvtog tmv aimvimv Avyovatmv tb 8' 373 34. Verso 13. 
^Titatsiag tov dsaitotov rjiimv <&Xaviov Tqati- (s. OvaXsvt ivi-)avov tov aimviov Avyovötov tb . %al 

tov Xa\x>itQOtdtov 374 oder 390 23. 1. 
Mstcc trjv vitatsiav tov dsaitotov j]^mv TQatiavov tov aimviov Avyovatov tb y %a\ 'Enitiov tov Xa^iTtQO- 

tdtov iitdQ%ov 375 61. 1. 
^TTtatsiag tmv dsöTtotmv rj^imv OvdXsvtog tb . %al OvaXsvtiviavov tb . 376 oder 378 36. 12. 
'TTtatsiag tov Ssaitotov ^mv TQatiavov tov aimviov Avyovatov tb 8 / %ai d?X(aviov) MsQoßavdov tov Xa\i- 

TtQotdtov 377 17. 1. 

^Titatsiag <&Xavimv Ev%sqiov tov Xa\iitQOtdtov %al Dvayqiov tov Xa\LitQOtdtov ircaQ^ov 381 20. 1 ; 28. 1. 
^Titatsiag ^Xavimv 'Avtmviov tov Xa^iitQOtdtov %al Hvayqiov tov Xa^iTtQOtdtov S7tdQ%ov tov Isqov itqaitm- 
qiov 382 21. 1. 

Leipziger Papyri. I. 45 



354 



IV. Beamte, Ämter, Behörden. 



Msra rr\v vitarslav Msqoßavdov rb ß %al Uaroqvivov r&v Xa^TCqordrcov 384 62. 1, 15. 

Msra rr\v vrtarsiav J?iy%o\Lr\qov %al KXsdq%ov rchv XayuTtqordrcav 385 62.124,111; 62.1117 (rcbv XayuTtq. 
sitdq^cov). 

^Tnarsiag rov dscsitorov rj^i&v ©sodoaiov rov alcoviov Avyovörov rb ß %a\ <$X(aviov) Kvvr\yiov rov Xa^Ttqo- 
rdrov 388 22. 1 5 63. 1. 

Msra rrjv vitarsiav rov dsöitorov 7]\lcov Osodoöiov rov alcoviov Avyovörov rb ß %al <&Xaviov Kvvr\yiov 

rov Xa^ntqordrov 389 37. 1. 
*Titarsiag Ti^iaöiov %al Hqo^imrov rcov Xa[i7tqordrcov 389 38. 1 4. 

Domino Nostro Flavio Valentiniano Iuniore quartum et Flavio Neoterio viro clarissimo consulibus 390 38. 1. 
"Titarsiag rov cJsönorov 7]^&v OvaXsvriviavov rov alcoviov Avyovörov rb d %al Nscorsqiov rov Xa^iTtgordrov 
390 39. 1; 65. 1. 

^Titarsiag <&Xavieov Tanavov rov Xaybitqordrov £7tdq%ov rov Isqov 7tqaircoqiov %a\ Hv\.i\id%ov rov Xaiiitqo- 

rdrov aitb srcaq^cov 391 14. 1. 
Msra, ri]v VTtarsiav QXavicov Kaiöaqiov ral 'Arrinov r&v Xa^itqordrcov 398 56. 1. 
^Tnarsiag rav dsöitorcbv rj^imv Ma&iiiavov unbest. 18. 23. 

^Titarsiag $>Xavicov . . . i .... v rov Xa^iTtqordrov sitdq^ov rov Isqov itqaircaqiov aal rov Xa^Ttqordrov 

äitb iitdq%cov unbest. 42. 1. 



IV. BEAMTE, ÄMTER, BEHÖRDEN. 



adjutor 49. III 16. 
comes 33.118. 
commentariensis 40. III 16. 



dyoqavo\iia 4. 30. 
dyoqav6{iog 1. 3; 2. 3; 7. 2, 17. 
aTtaLrr\ri]g iXaiov 64, 2. 
a7taLrr\r7]g nqmvcov 55. 2. 
äq%dqiog (?) 35. 5. 
aqgag. 

d. Uavbg Ttolscog 46. 5, 19. d. 
ßovXsvrrjg JJavbg itoXscog 45.6; 
59. 5. d. ßovXsvral TIroXs[iai6og 
50. 4. d. rf\g IlavoitoXircov Xa^i- 
Ttqäg TCoXscog 60. 3. 
dq%SlOV 6. II 16; 7. 15,23; 10.113; 

16. 8; 29. 17. 
dq%idi%aörrjg 10. 1 1 ; 122. 6. 
&q%cov 33.1116; 34.19; 37.27. 

d. rf\g %wqag 34. 20; 35. 22. 
ßaöiXmbg yqan^varsvg 121. 1. 
ßsvscpuadqiog 33.11 3,22; 41.3; 

100. III 13. ß. rd^scog rjysiio- 

viag ©rißaldog 1 7. 3 ; 20. 4 ; 21 . 4 ; 

22.3; 55.1. ß. rf 1S rd^scog 36. 9 ; 



cc) lateinisch. 

curator 40. II 9, 13. c. civitatis 
(H)e(rmupolitanae?) 40.118. 

ß) griechisch. 

drtb ßsvscpiuiaqicov rd^scog r\ys- 
{ioviag @r\ßai§og 22.3; 37.5. 

ßißXio&iq%r\. 

*Adqiavi} ßißXiod"rj%7] 10. II 25. i] 
iv Ilarqix . . ß. 123. 4 Verso. 

ßißXiocpvXal 9.31; 123. 18 Verso. 
ßißXiocpvXa%sg sy%rr\öscov c Eq^io- 
TtoXirov 3. III; 8. 1; 9.1. 

ßoriftog 97. I 4, VIII 14, XVI 4; 
101. II 22 ; 102. 1 2, 12. ßo n &bg 
rov Xoyiörr\qiov %al diaöroXsvg 
97. 2. ß. rov Xoyiazr\qiov 90. 5. 

ßovXsvrrjg 3. 1 2, 7, II 6 ; 4. 5, 9, 32 
5. II 2, 6, 13; 6. II 3; 8. 7; 9. 11 
31; 18.2; 19.5; 34. Verso 5 
38.13,6; 40.1125,1117, 17,20 
41.1; 42. 9; 43.8; 45.6; 50.4 
57. Verso 4; 59.5; 60.3; 62.1 
3 u.ö; 113,19. 

yvGiarrjq 65.7,18; 66.21. 

yvcocrr\g 106. 10. 

yqamiarsvg 9.31; 95.4; 113.3. 



Praeses Thebaidis 33.118; I 

4, 7 u. ö. ; 40. II 2, 4 u. ö. 
super stationarms 40. III 7 13. 



$.1 



yqacpslov. 

rb iv *Eq[iov %6Xsi yqacpslov 5. 
119. 

yv[ivaö( )(?) 97.14. 
yv{Lvacuaq%() 151.1 4 u.ö. 
yv{jLvaOLaq%rjcag 31. 27; 83. 3, 4. 
yv{ivaöiaq%og 4. 10 ; 5. II 6 ; 6. II 3 ; 

29. (y. 'AXs&vSqsiag) 5; 84. III 

1, 9, VI 3 u. ö. erg. ; 94. I 8 (?) ; 

101. HiO. 
dsnaddq%rig 57. Verso 1. 
8s%a7tqcaroL 83. 4 ; 84. II 2 u. ö. 
diaöroXsvg 90. 2. 
diKaioS6rr\g 57. 23. 
dLxaorrjqiov 33. II 7, 26, 28 ; 36. 3, 

5,6; 37.28; 46.14; 48,17; 53. 

10; 58.19; 64. 24 u.ö. 
i&Hrcoq 51. 3, Verso 1 ; 62. 1 9, 10 

u.ö.,1130; 64.9,50; 98.13,111. 
i^r\yr\rsvöag 4. 9 ; 5. II 5 ; 9. 1 1 . 
s^Yiyntrjg 34. Verso 3; 116.6,13. 
lnaq%ia 34. 10 ; 35. 12. 



IV. Beamte, Ämter, Behörden. 



355 



iitciQpa 0r\ßai8og 33. Verso 1; 61. 
6; 62.l2u.ö.,Il2,18; 63.4. 

E7tccQ%og 63. 11. £vyi[i(x%og 6 %CC[L- 
itqöxaxog £. 14. 2. <f>Xdviog 2Jv- 
dyqiog 6 Xa\L7tQOxaxog £. 28. 1. 
6 XajLTtQO'tatog ccTtb £7t<XQ%cov 
42. 1. 'Enlxiog 6 XuybitQOxaxog £. 
61.3. pLy^o^fjQog neu KXiaq%og 
oi XaiLTtQOtccxoi e. 62. II 17. 

^itaq^og 64. 11. oi ^ccv\naaicoxa- 
xaxoi 1%. 64. 39. 

liti%M\LZvog xf\g 'AXs^ccvdQSiug 102. 
18. 

ZTtLKMybEvog xfjg %£iQoyQcccpiag 

ßoXfjg 90. 1. 
iiti%QLxrig 64. 31. 

iitilLsXsxr\g 55. 12.; 58. 11; 64.6; 
07. XXII 10. L iafrfjxog 45. 11; 
41. 10; 50. 6; 60. 5. i. TtXolav 
55. 9. 

iTtiaxQaxriyog. 

L (o %Qaxicxog) 32. 9 (KXttvÖLOg 
KX£oy£vr\g). 

l%ixv\qi(\xi)g. 

i. XQccjt£&r\g 3.16. i. nxrididxcov) 
ysvri( ) 76. 1. 

irtixQOTtog 04. II 2,6; 07. I 2 ; 
112. 8. 

sv$foividQ%rig 4. 9; 5. II 5. 

£vyo6xdx n g 62. 1 22 ; 102. II 10. 

rjysiiwv 33. II 9, 26; Fragm. (p. 98, 
99)9; 36. 11; 60. III 20. Ein- 
zelne (vgl. Mitteis, melanges 
Nicole 1905, 372 ff.): $X. Zxqa- 
xr\yiog 6 diaarnioxaxog KO^ieg %ccl 
fiyeiiwv 33, II 9 (== Strategius v. 
perfectissimus Comes praeses 
Thebaidis 33. II 8) Zeit unbest., 
nach andern Quellen 349 bis 
spätestens 353 1 ). &X. ^HqdnXuog 
6 Xa[i7tQ. rjy. 33. II 5, 7, 28, 29, 
Verso 1 ; 64. 1 und (fehlerhaft s. 
p. 113) 35. 14 (A.D. 368). 6 Xa^it. 
r)y. <DX. 'Avxwviog Ao\Juixwv6g 58. 
6 (A. D. 371). ö Xa{i7C. rjy. 'Iov- 
Xiog 'IovXiavog 52. 13; 53. 12 
(A. D. 372). 6 XuyLTt. r)y. $X. Ev- 



xv%iog 34. Verso 4 (A. D. 373). 
6 XcL\L7t. r)y. <PX. Uo^itriiog IJsq- 
yd\iiog 61. 9 (A. D. 375). 6 Xa\L%. 
rjy. $X. AiXiog Tzaciog 36. 1. 6 
diaari^ox. r)y. $X. AiXiog FiöGiog 
54 13 (A. D. 376 oder 378). 6 
7tQor}yriad(isvog Evaeßiog (Praef. 
Augustalis?) 63.6 (ca A.D.385). 
6 XcciiTC. rjy. <&X. OvXTtiog 'Eqv- 
&Qiog 62. 1 5 u. ö. (A. D. 384). 6 
Xa\LTt. rjy. <&X. Evx6X\Liog 'Aqöe- 
viog 63. 5 (A. D. 388). ö Xa[i7t. 
rjy. <&X. UsrtxiiiLog EvxoÖTZiog 38. 
I 5 (vor A. D. 390). 6 Xu\i%. rjy. 
$X. s A6%Xr { itid8r\g *Hövpog (= Fl. 
Asclepiades v. clarissimus pr. 
Thebaidis) 14. 9; 30. passim; 
66. 15 (A. D. 390). Fl. Leontius 
Beronicianus v. clarissimus pre- 
ses Thebaidis 46 passim (Ende 
des 4. bis Anf. des 5 Jhd.). 

fjystiovia. 

r). ©rißaidog 17. 4; 20. 4; 21. 4; 
22.3; 23.5; 34.3; 35.3; 37.5; 
45.4; 46.4; 47.2; 48.2; 40.2; 
50.2; 51.2; 52.2; 53.2; 55.1; 
58.3; 50.8; 60.8; 61.7. 

rjysiioviKr} %a&oalcü6ig 64. 23 u. ö. 

7}ys\LOvi%r\ xd^ig 40. 15; 51. 14; 
63. 3. 

r)yov^isvog 34.12; 35.14. 
idiog Xoyog 121. 5 u. ö. 
nscpaXaicQxrig 40. III 17 ; 47. 3 ; 48. 
4,9; 40.10,13; 50.11; 51.10, 

12; 52. 4, Verso; 53. 13. 
Xix&v 48. Verso. %. IlxoXsucildog 
50. Verso. %. xaQOiKaQioov 80. 
2, 7. 

nscpcaXcacoxlcc 52. 14. 

nco^dQxrjg 28. 6, 25; 47. Verso 1; 

60.112; 85. 7; 86. 6. 
ncöiioyQCiiiiiaxsvg 105. 14. 
Xsixovqysiv 65. 10. 
Xsixovqyia 65. 12. 
Xuxovoyog 65. 10. 

Xoyi6XT}QLOV. 

ßoiq&bg xov Xoyi6xr\qiov %a\ du- 



ccöxoXsvg 00. 2. ßorjd'bg xov Xo- 

yi6xr\Qiov 00. 5. . 
Xoyi6xr\g 40.117,8,12,14. 
Nctvctlov 10. II 26. 
WKXOGxqdxr\y og 30.3; 40. III 16; 

42.3; 56.4. 
OVÖLCC *EQlL07t0XlXl%Tl 101. II 11. 
ovöLcc xaiiiccnr) 101. II 21. 
öcpcpiKidXiog 33. II 3, 23 ; 34. Verso 8; 

57.2; 64. lu.ö.; 81.20; 86. 20. 

öcp. xd^scog r)y£[LOviccg Sr\ßccidog 

17. 3; 23.5; ebenso 45.4; 46.4; 

47.2; 48.1; 40.1; 50.1; 51.1; 

52.2; 53.1; 58.3; 50.8; 60.7; 

61. 6. 6 xfjg xdt-sag öcp. 64. 26.. 

öcp. STtLXQOTtrjg 17. 29; 23. 32, 

ebenso, öcp. xd^scog r)ys^iovlcxg 

xfjg v\L£xiQag Grjßoddog 34. 3; 

35.3. 

TtQCCLTtOGiXOVQCC 111. 16. 

TtQccixwQiov 14.2; 18.3; 21.3; 42. 
2; 45.3; 46.3; 47.18; 48.22; 
40.23; 50.21; 51.20; 58. 24; 
50. 4; 85. 2; 86. 3. 

h7tCCQ%0g XOV ISQOV TfQCCLXCOQLOV. 

<&XdvLog UvdyQiog h'it. xov Isqov 
TtQaixcQQiov 18. 3. <&XdvLog Ta- 
xiuvbg Qit. etc. 14. 1. (Mdviog 
Uvdyqiog 6 Xa^Ttqoxaxog xov 
ISQOV TtQCaXCOQLOV 21. 2. <PXdvLoi 
... 6 XciintQOXctxog h / 7tccQ%og xov 
Isqov TtQccLXcoqiov Ttal ... 6 XcC{l7tQ. 
dito §7tdQ%o)v 4:2. 1. <&Xdviog IIqo- 
ßog ö Xa^iTtQOxaxog £7taQ%og xov 
tsQOV TtQCaXCüQLOV 45. 2; 46. 2. 
Ao{iixiog Moöiaxog 1%. xov Isqov 
TtQcaxcoQiov 47. 17 ; 48. 21 (6 Xa\b- 
TtQOxaxog £); 40. 23 (6 XaiLitqo- 
xccxog &); 50. 29 (ebenso); 51.20 
(ebenso); 85.1 (ebenso); 86.2 
(dito). ÜQÖßog ö XaiiTtqoxaxog 
if. xov isqov Ttqccixcoqiov 58. 24; 
50. 3. 

7tqd%xcoQ 121. 5 u.ö. tcq. dqyvQi- 
%fig 68. 1; 60. 1; 73. 1; 74. 1; 
121. 2, 25. 7tQ. dqy. Xdqa%og 
73. 1. Ttq. dqy. Hof\vr\g^) 74. 1. 



1) S. Addenda. 



45* 



356 



V. Militärisches. — VI. Götter, Priester, Feste und Heiligtümer. Christliches. 



TtQunx&Qslcc 116. 6, 13 5 120. 13; 
t-8Vl%mV TtQ. 120. 1. 

TtQaxx6\isvog xiqqovcov 35. 5 (Pap. 

TtQOXXO[l.). 

TtQsaßsvüccg. 

ol TtQSößsvöavxsg vtvsq xfjg iitaQ- 

%iag 34. 10; 35. 12. 
Ttqoedqog 97. XXII 5. 

TtQ07toXiXSV0^8VOg. 

TtQ. *Eq{lov Ttolscog 37. 3. 
TtQw&tiog 40. III 17. 

TtQOXSVCOV. 

TtQ. rrjg ^EQiioitoXixcbv 40. II 16. 

TtQ. KCCXCC X7]V ^EQ^lOTtoXlTCOV 40. 
III 6. 

QiTtaQiog 37. 4 (vo{iov *EQ{iovTto- 
Xlxov) ; 49. 3 (xfjg 'TxpriXtxmv ito- 
Xscog)-, 49. 25 Verso; 62.134. 

cixaTtod&Kxr\g 98. III 11. 

aixoXoyog. 

C. "Slcpscog TOTtav 112. 1; 113. 3. 
atxoXoyog Xißbg X0TtaQ%iag Uvqcov 



x&lirig tOTtcov 114. 1. ö. Msxvrj 
\iiü7\g 117. 1. 6. <s tOTtccQ%iag 

116. 1, 10. 6. £TtOi%LOV 'iXlOV 

69. VI 20. a. %w{ir\g MaydmXav 

Miqyi 85.7. 
axQaxrjyog. 

©sodcoQog 6tq. 'Aqülvoixov *Hqcc- 

xXstdov nsQudog (Zeit des Anto- 

ninus Pius) 122. 1. öxq. 'Aqöl- 

volxov 122. 6. <&iXlc%og öxq. 

Msvdriciov 123. 1. 
6v\LßoXaioyQd(pog 25. 8. 
xci\isiov 35. 17. ovolcc xaiiiccnrj 

101.1121. 
xd^ig rjys^oviag ©y\ßcddog 17.3; 

20. 4; 21.4; 22.3; 23.5; 34.3; 

35.3; 37.5; 45.4; 46.4; 47.2; 

48.2; 49,1; 50.1; 51.2; 52.2; 

53.2; 55.1; 58.3; 59.8; 60.8; 

61. 6. rj TtoXiriKr] xd^ig 38. II 1. 

xd^ig rjys^ovtnrj 49.15; 51.14; 

63. 3. 



XQCCTtsgcC. 

7] iv z Eq{iov TtöXst Mia&cQx&v 
XQ&Ttsta 4. 22; 9. 16. 
VTtaxog 6. II 1. 

v7triQhr\g 42. 7, 13, 20; 122. 3. 4 
trjg iTtiXQ07tfjg 32. 9 (AvQrjXiog 
UxoXsuaZog). 

VTtodsnxrig 35. 6 ; 62. 1 5 u. ö. ; 64. 
26; 88. 9; 102. I 2. v. %qvcov 
xlqwvcov 24. Verso 6; 62. I 3, 
17, 26. v. %Qvaov 62. II 3 u. ö. 

V. %QV60V ßoVQ&WVCOV %Cil TtQL- 

tiiTtiXov 87. 1. 
VTtoybvruLctxoyQacpog 4. 16. 
cpvXaZ, x&v lü co v 9. 34. 
%8iQiöiioyQd(pog 102. 1 9. 

%8LQ0yQCCCpLCC 90. 4. 

%QV6cQvr\g 62. 1 13, 34, II 8 u. ö. %. 
iTtciQ%8Lag ©r\ßcddog 61. 5; 62. 
I2,JL6 u.ö., 112; 63. 4. 



£%ax6vxaQ%og(o) 64. 50; 97. IX 19; 

101.113. 
%6\L8g 33.119; 39. 9. nopsg xöbv 

axQCiXLcoxmv 85. 3. 
noiiixdxog 34. 6; 35. 6. 
novxovßsQvdXiog 40. II 22. 
vsoXsnxog 35. 8. 



V. MILITÄRISCHES. 

ovsxsQcivog 6. II 7. 

TtQllliTtiXdQLOg 41. 1. 

TtQi{ii7tiXov 87. 2, 6. 
üXQccxriXdxrjg 47. 18; 48. 23; 51. 21; 
86.4. 

6x Q ccxi6xr}g 32. 14; 63. 7; 64. 2; 
85.3; 97. XII 18, XXV 19. 



axQaxioaxLY,6g 

saftig öxq. 60. 5. %XaiL : vdsg öxq. 

60. 13. 
öTQaxoXoyicc 54. 10, 13 
xiqcqv 34. Verso 7, 8; 35.5; 55.2; 

61. 14: 62.13 u. ö.IIö. 



VI. GÖTTER, PRIESTER, FESTE UND HEILIGTÜMER. CHRISTLICHES. 



äsiTtdQ&svog 43. 4; 60. 2. 
'AmLcovsZov 80. 3. 
'ATtoXXav 101.1120. 
äQ%iSQCiXSvöccg 83. 3. 
Deus. 

In Deo aeterno 44. 1 8, 9. 
didnovog 43. 10. iXd%L6xog d. 25. 

3,5. 
i%%Xr]öicc. 

7] y,ciQ'oXi%ri 2. 
iTtlarinoL rj^isQat 30. 1. 
iTtLotoTtog 43. 3, 6. 



ijQÜov 97. IX 10, XVII 25. 
©sog 90. 1, 2. 6 ©. 6 TtccvxoxQdxayQ 
103. 12. 6 viptaxog ©sog 111. 3. 
©ofiQig 31. 21. 
Isqslcc 1. 2; 2. 2. 

IsQSvg 1. 2; 2. 2; 10. I 1 ; 71. 1; 
83. 8; 122.6; 97. II 21, XI 21, 

XIII 16, XXI 1, XXV 23, XXVII 5, 
XXVIII 3, XXXIV 4. tsQsbg ©o- 
rjQtdog %ai "Iötdog %ai SccQa- 
Tttdog %al xwv äXXcov fts&v 31. 2. 
tsQSvg 'ATtoXXmvog 101. II 20. 



"lag 31. 21. 

%ct&oXiy,bg(%cc&öXi%r] i%%Xr]öicc) 43.1. 
%ccvr\cp6Qog 1. 2, 2. 2. 
TtccaxocpÖQog 97. I 4, VI 14, XV 

17, 26, XIX 13, XXXI 14. 
TtvQaybLg 31. 14. 
ZttQditig 31, 21. 
axavQog. 

oi xlpioi ÖXCiVQoL 90. 10. 
%Qiöxiavi%6g. 

ßißXLcc %Ql6XlCiVl%d 43. 13. 



VII. Geographisches. 



357 



YII GEOGEAPHISCHES. 
a) Länder, Nomoi, Toparchien, Städte. 



AlyvTtxiog 97 XXVI 13, 21. 
kXs£ccvdQ£ia 29. 15; 45. 14, 15,17; 

46.12; 57.19; 58. 8,16; 60. 10; 

102. 1 3 u. ö. II 4. 
jLXs^avdosvg. 

i] kXs^avdgicov 33. II 16, 23; 

46. 13; 47. 12; 58. 15; 59. 14. 
kvxivosvg. 

7] XG)V jlvXIVOSCOV 38. I 15, 18. 

kvxivoig 101. II 17. 

kvxivoov TtoXig 4. 5; 5. II 2; 61. 4; 

62. 12 u. ö. 62. II 2,18; 63. 4; 

101. 1 28, II 23. 
kQ6LvoLtrig (sc. vo[iog) 122. 1, 6. 

i] UolsiLcovog {isqlg xov kgc. vo. 

27 3. r) ©£{iloxov [isqig 83. 5 

kqö. vo. i) ^HqanXsldov [isgig 

'Aga. vo. 122. 1. 

'AcpQlKrj 63. 7. 

Graecia 44. II 12. 
AiowXt\%ulvov TtoXig 55. 3, 4. 
Alo6%oql8ov {iSQig 90. 2, 6. 
'EMTivLnog 29. 7, 16; 97. XXVI 9. 
"EnxaitoXig 63. 7. 
*Eg\iOTtoXiX7\g 3. III (vo\Log)\ 4. 7; 

5. II 3 ; 8. 1 (voiiog) 3 ; 9. 1 (i>o^ds) 
4; 15. 1; 22. 6 (Vojids); 28. 4 
(yoftog); 34. 5; 37. 4 (vo/wfe); 38. 
13,6; 40. 1116,1116; 54. 4 (vo- 
ftds); 85. 8 {vo\iog)\ 86. 7 (a>o^dg). 

^Eg^OTtoXlXlKOg 101. II 11. 

z Eq^OTtoXlxig 3. 1 2, II 3. 
*Eqiiov TtoXig 3. I 2, 4, 7, 9, II 6, 
9,12; 4. 4, 8, 10, 22; 5.II4, 6,9 

6. II 2; 8. 7; 9. 12, 15; 12. 3 
13.3; 14.5; 17.7,16; 19.5,11 
21.7;22.4;23.8;25.3,6;29.3 



33. 112; 34. 12,Verso, 6; 35.14; 
37.3; 39.3; 41.2; 42.4;42.26; 
56.5; 61.14; 62.13 u. ö. Il3u. 
Ö.65. 5; 84. HU; 101.16,7, II 
8,10; 103. 1, 11, Verso. 

Hercmipolis 38 1 1 ; 40. II 8. 

'EQii&v&ig 97. III 14, XXI 25 (?), 
XXIII 5, XXXI 19. 

©fjßai 97. XXII 9. 

®7\§cci%6g (?) 29. 16. 

®7]ßalog 34. 9; 35. 12. 

©Tißcdg 17.5; 20.5; 21.5; 22:3 
23. 6; 33. Verso 2; 34. 3, 13 
35.3; 37.6; 45.5; 46.4; 47.2 
48.2; 49.2; 50.2; 51.1; 52.2 
53.2; 55.2; 58.4; 59.9; 60.8 
61. 6, 7; 62. I 3 u. ö\, II 2, 18 
63. 4. 

Thebais 33. II 8; 38. I 4, 7 u. ö\; 

40. II 2, 4 u. ö. 
*Isqcc TtoXig 34. Verso 8. 
'IxaXwog 84. Villi. 
Kaiadgeia 110. 5. 
Ka(Ti}Ttadov.la 110. 6. 
KoTtxLxTjg 63. 9. KoTtxixcbv TtoXig 

63. 8. 
KovaaitTig. 

6 Kov6cit7\g ävco (vo^iog) 8. 5; 

10.16. 
KQ7iti%6g 4.1X2; 5. II 7. 
Kqo%odiXcov TtoXig 7. 1, 15. 
KcovGxavxlvr\ 55. 2. 
Asv%0Ttvqyix7\g ävco 84. II 2. Asvko- 

nvQyit7\g ndxco 84. II 12 u. ö. 
Aißbg xoTtao%ia (Oxyrhynchos) 114. 

1; 121.5. 
MsvdTjüLog 123. 1. 



"Oaöig 64. 2 u. ö.; 111. 16. Vacig 

lLsydX7\ 36.2. 
'Ot-VQvy%8LT7]g 121. 15 u. ö. 'Ot-v gvy- 

%bixcov TtoXig 121.2. 
} 0£,VQvy%og. 

3 O^VQvy%cov TtoXig 31. 21 u. ö. ; 

118.2. 

üa&VQig 1.2,5; 2.2,7; 7.6. 
UaQ'VQixTig 7. 3. 

7] aVCO XOTCCCQftLcC xov Ila&VQLxqv 

7. 2. 
UciV07toXix7\g. 

t) üavOTtoXixcov Xa^ntgcc TtoXig 

60. 4. 

Ilavbg TtoXig 45. 6, 9; 46. 5, 19; 

58. 12; 59.6. 
IlaxsiiixTig ävco 84. 15 u. ö. 
nccxQTj 92. 4. 

TIaxQT] %dxco 84. 1 15 u. ö. 

naxqi% . . 123. 3 Verso. 

Tlsgl TIoXiv avco 15. 9, 84. III 2, 

ii. ö. Usqi UoXiv udxco 84. 

III 7 u. ö. 
neQöTig 1. 3; 2. 5; 7. 7; 118. 5; 

120.6. 
ÜSQaLvTi 1.8; 2.4. 
IIxoXsybaLg 50. 4 Verso. 
'Pcoiiamog 9. 14 ; 10. II 12 ; 33. II 9. 
'Pcoiiaiog 3.13,8; 29.2. 
2or}V7i(?) 74.2. 
Ev7]V7\ 64. 3. 
Tebaeis s. Thebais. 
c T\p7\Xix7\g 48 Verso ; 51. 3 Verso 1, 

(Gau). *Tip7]XiX(x)v TtoXig 48. 5; 

49.4. i] 'Tipi]Xixa)v 49 Verso. 
Xdqa^ 72.3; 73.1. 



©EadsXcpia 83. 6; 109.11. 
KoTtXQOii?) 106.7. 



b) Dörfer und e7iolxia. 

aa. Des Faijtim. 
Ila&VTi? 106. 9. 

2o%voTtalov Nfjaog 81. 1; 82. 1. 



Teßxvvig 16.4,12; 27.3. 
<f>iXayqicQX7\g 106. 5, vgl. ^iXaygig. 



358 



Vit Geographisches. 



ßß 



'ÄQSGyg Gen. zu Nom. Ugig? 28. 4, 
6,8; 09.110; 101.1126. 

Bsgxvg 99. 1 3. 

Bovvol Klso7tdzQccg 18. 7. 

GeXßmv&is 99. 19, 15. (s. auch TsÄ- 
ßmv&ig.) 

©orsmg (s. auch ©cotscog). (Genet.) 

15.9. 
©Qccyrj 18. 7. 

19. 14 ; 21. 13 ; 23. 15 ; 92. 2 ; 

97, XV 4. 
Ocotecog (s. auch Gotscog) (Genet.) 

99.126. 

'Ißi&v 64. 18. 'Ißioov Ts&(?) 99.128. 



Des Hermopolitischen Nomo 
"IXiov (iitolxiov) 84. VI 20. 
KiQ%ä(g?) 99.113. 
Aißvrr\ Hxco^scog 22. 10. 
Mayd&Xcc Mlqti 84. VII 2. 7; 85. 7 

u. ö. 86.8. 
Mlx&Xiq 62. 1 10. 
MolQcci 8. 5, 8; 9. 9, 19; 10. 1 6. 
MovvQig 20. 7, 17. 
Jlaxr\ 99.1117. 
TIsala 54. 4. 

Esvccfräftig 6. II 4; 67. 19. 
Zsvoiißä 99.111. 
2koq9&v (Genet.?) 84 VII 1. 
Uo^loXo) 99. 1 16. 



'laldiov "ÖQog 97. XI .20, XXI 2, 
XXV 24, XXVII 4, XXVIII 4, 
XXXIV 4. 

Avxcov (AvxcQv[xwiiri\=AvxoL t ?) 70. 
11.20, X 13, XXX 14. 

Nfjaog 70. XIX 13. 



yy. Des Hermonthitischen Nomos 
Tli&v (Genit?) 97. II 7, III 13, IV 2, 
XI 17, XIII 11, XVI 25, XX 7, 
XXI 22, XXII 23, XXIII 5, 11, 
XXVII 10, XXIX 12. 
Htvri( ) 97. XXIV 2, XXVII 7, 
XXXIII 20. 



Des Oxyrhynchitischen Nomos. 



2svox( ) 115.6. 
2Jiy%scpcc( ) 113. 3. 
Hvqcov xm\Lr\ 114. 1 
$frö%ig 118. 5, 9. 



$oß . pov (Gen.) 116. 2. 
'ßg^S 112. 1. 



c) Lokalnamen. sc^qoi und ro^rot. 



KoQcoßs( ) (Gen.) 114. 4. 
Mstvt} \iiar\ 117. 2. 
riaßiqMi 116. 7, 13. 
H&r^ 113. 6. 



nlfjQOL. 

d 'AaulriTtiadov x. 19. 14. x. 
Avlr}tov 97. IV 9. x.'Avöqovlxov 
97. IV 7, 17, XXIX 4. 6 TW 
ztov z. 10. 1 22. 6 z1lccv1cov(?) x. 
23. 16. ol JiovvaLov %cc\ Aio- 
■xXeovg x. 8. 8, 9. 19. 6 Jcoqo- 
ftiov x. 10. I 14, 29. 6 z/wöt- 
-ifa-ou tt. 10, 1 23. x. ixrbg %co- 
{icc-cog vrjaov 97. XXIX 15. x. 
ixtbg %G^iatog(^)vTqaov %kI%£q6ov 
97. XXIV 4. n. 9 Ejtttvm .... 97. 
IV 5. x. Siovog Havvr\Q( ) 97. 
XXVII 14. x. 0rjßscov( ) 97. 
XXVII 15. x. Qovhidog 97. 
XXIX 3. 6 KccXXigtqcctov x. 10 



128. x. KataaXri . . . 97. IV 12. 
x. KattaXrig 97. XXIX 11. x. 
Ktiarov jivovßiavog 97. XXIX 7. 
x. NsttQ%ov 99. III 2. x JJacc- 
7tccvTLCüt( ) Tita Kccitrjtog 97. 
XXVII 16/ x. üaXdxov 97. IV 
10, XXIX 6. %. UafKöF ( ) 97. 
XXVII 11. x. Uta Kairos] 97. 
IV 11, XXXIII 22. x. Uta Uj?- 
<ro V<>s 97. XXVII 8, XXIX 8. 5t. 
niacovogi?) %dof6aro?97.XXIXlO. 
x. UXr\viog 'SlgCavog 97. IV 16. 
;t. IlXrjviog 'SlgLcovog sv Ilrv^ ) 
97. XXIV 2, XXVII 7. XXXIII 20. 
x. ÜXrjvLog *£lql(ovog . v Tvr\( ) 
97. XXIX 2. h. JTtOTj( ) 97. IV 6. 



s. 

Utcoiiscog 22. 10. AißvTT] 2J. 
TsXß&v&ig statt des üblicheren 

©sXßcbvftig 37.8. 
Tsa^s ... 84. II 17. 
TsxsQxs&ä&ig 103. 5, 9. 
TsiLsvxvqxig 99. II 18. 
T^epatc? 99. II 15. 
TsQtsvßv&ig (TsQtovßv&ig) 86.6, 

18; 99.114. 
Trjx&sag (Gen.) 99. II 12. 
Ti[iäv&ig 22. 5. 
Toov 99.119. 
TQfja&ig 64. 20. 
JEDifts 99.121. 



Uvxa^tvog 97. 1 14, XIX 18, XXIII 

19, XXV 9, XXXI 19. 
Tvri )? 97. XXIX 2. 
Wiaftovg (Gen.) 97. VII 4, XV 10. 



x. ZxoiteXXicog 97. IV 4. XXIX 13. 

Zcoxqdtovg 97. XXIX 5. j«. 
Ä>pa 97. IV 8. x. TßLcov( ) 97. 
XXIV 5, XXVII 13. K. Tsaeiß8( ) 
97. XXIV 8, XXVII 9. 6 Tfaovg 
xccl MsvsXdov x. 6. II 4. x. 
Tlltivt8( ) 97, XXIX 14. k. Tqco- 
te( ) 97. XXIV 3, XXIX 9. x. 
T%ovviog TtQog votov 97. IV 14, 
XXXIII 21. x. T%ovviog vlov 
97. IV 13. x. T%ovts( ) IIovs- 
covftiog 97. XXVII 12. 

UxoX . . tvco . . . ira 22. 10. 

JTxoZa 3. 1 10, II 10. 

Uxqg) Korittog 2. 7. 

xaivia. i] x. nci&vQScog 1. .5, 6, 2. 7. 



VIII. Abgaben. — IX. Monate. 



359 



XOTtOl. 

xoitog dicoQvyog nXriviavfjg 97. 
XXIV 12. 



9 AQ%icxQdxsiog (6 %<xl 'AX&aisvg) 
10.14, 7. 



cccc) von Oxyrhynchos. 

(l7t7t£G)v oder Avulav) itccgeyr- 
ßoXrjg 30. 7. 
von Hermupolis. 
TtoXscog <x7tri%icüTov 1 7 . 9, 1 7 ; 93. 1. 



xoitog dimQvyog Bov%sag 97. XXIY 

11, XXIII 7. 
xoitog Ilcccpgcog 97. XXIY 10. 

d) Phyle und Demos. 

'AX&casvg (Demos) 4. 14; 10. I 
4,7. 

e) afMpoöa. 

TtoXscog Xißog 3. I 2, 7, 9, II 3, 
7,12; 29.4; 96. 1 1. 
(pQOVQLOV Ci7CT\XlGitOV 4. 7 ; 5. 

113; 6. II 2; 66.17. 

(Pqovqiov Xißog 3. 3; 9. 5, 13; 



xoitog TtSQi%6i\La.xog r\xoi Uicc Acc- 

ßsa( ) 97. XXIY 9, XXVII 17. 
tOTtog %w[Laxog {isydXov 97. XXIV 6. 



£(oai%ov6{Liog 6 ncci 'AX&cusvg 
4. 14. 



12.5; 15.2; 23.10; 29. 3, 10; 
65. 16. 

yy) von einer unbekannten Stadt. 
TtoXsmg ccrtiqXioaxov 57. 5. 



ävvmva 19. 26. 
avvcovMog. 

CCVVCOVLKCil STtißoXai 6. II 11. 
CCQOVQCC . . (OV 62. II 21. 

ßciXaviKOv. 

VTtSQ ßciXcCVLKOV 69. 3. 

yscoybSXQicc 

vnsQ ysco\isxQlag 67. 2. 
druioöLd 6. II 11; 15. 13; 18. 20; 

19.24; 103.12; 111.22. 
fyßoXrj 90. 1. 

ivOLKLOV, VTtSQ 73. 2. 
STti^SQl6{Loi 6. 11. 

SQr\\iocpvXa%ia. 

£q. i%vog 82. 1. 
ia&fe 45. 11; 46. 10; 58. 13; 59. 

11; 60. 5. 
l^dxia Xovöov ^iovo^d%cov 57. 10. 
%ccvovL%d 6. 11. 

nctv&v 64. 21; 97. III 15, XII 19, 
XVII12(?); lOl.IIlu.ö.; 103. 
4,5. 

LisQiaiiog 98. 1 3, II 1, III 1. 



VIII. ABGABEN. 

{LSQLCtiog A&Qiavslog 93. 5 u. ö; 94. 

I3u.ö\, Il4u.ö\; 95. 6u.ö\; 96 

I6u. ö. 
{iSQiöiibg ccvccn( ) 74. 3. 
vavßiov 79. 6; 93. 2 u.ö.; 94. 1 1 

u.ö., III u.ö.; 95. 1 u.ö.; 96.1 

2 u.ö. 

vccvXov TtXoicov 55. 9. v. it. ftaXao- 

aiav 64. 10. 
q %al v 81. 1. 
öKOTteXav, vnsQ 68.4; 70.2 
6Ttovdr\. 

VTtSQ 6Ttovdf\g 97. II 10 u. ö. 
üvvxsXs6[ia 64. 39. 
rsXs6[LCi 97. XXII 11. (fyfidffta itccv- 

xoTcc x. 20. 17; 22. 25; 23. 25; 

24.9; 64.41; 97.1X20. 

Xl\JbT[ KQECOg %Cil CCftVQOV 84. VII 

4,10. 

ti\.C7] TtvQov 84 pass. x. Tt. slg xb 

'A^covslov 80. 2. 
xl^lt] cpoiviKog 76. 4. 

VTtSQLvdlKXLWV (?) 84. VI 23. 



cpoQSXQOv 97. II 9 u. ö., III 12, 14, 
XI 19. XIX 14, XX 9 u. ö\, XXIII 
3, 6, XXV 11 u. ö\, XXVI 2, 4, 

xxvn 4, xxvm 8, 10, xxx 9, 

12, XXXI 18. 
cpoQog 97 passim. 
cpvXa%Lxi%6v. 

VTthg cpvXccmxLKOv 68. 4. 

%SlQOyQMCpOV. 

VTtSQ Xoyov %siQoyQdcpov 97. I 
16, 18. 

ftSLQCOvd^lOV. 

VTtSQ %scqg)Vcc^lov 71. 3; 75.3; 
77.4; 78.2; 79.4. 

%QV6ttQyVQ0V. 

xb TtQay^iaxsvxi'nbv %q. 64. 30. 
XQVöbg ßovQdmvcov 87.1,8. 
XQvaog TtQipLTtiXov 87. 2. 
%QV6og xiQmvcov 34. Verso 7; 35. 

5(?); 61.14; 62 pass. 
%to\jbuxi%bv . 

VTtSQ %C0{lCCXlK0V 69. 3. 72. 3. 



Kalendae Octobres 38. 1 1. 
Alog. (<9a>#) 4. 4. 



IX. MONATE 

(außer den ägyptischen). 

Hsßaaxog 120. 4. 

AÖQiccvog (Xoicc%) 9. 16; 123. 6 V. 



KcaedQiog (MsaöQrj) 113. 9. 



360 



X. Maße und Gewichte. — XI. Münzen. — XII. Abbreviaturen und Siglen. 



X. MASSE UND GEWICHTE. 



Üqovqcc 6. II 5; 8. 9; 10. I 13, 32, 

34,1118; 15.6; 18.8,9,11,13, 

14, 18, Yerso 1 ; 19. 15, 16, 20 ; 20. 

10; 21. 12; 22. 9,21, 22,24; 23. 

16; 105.27,32; 118.9 u. Ö. 
ScQtccßri 18.11,14; 19.18,21; 20. 

12; 21.17; 22. 18, 19,24; 71.3; 

75.4u.ö.; 77.5; 78.3; 79.5u.ö.; 

83. 9; 103. 1 u.ö.; 112. 5,9; 113. 

7; 114. 4; 115. 6 u. Ö.; 116. 7,14; 

117.6; 118. 18. 
yQCCMLcc 62.1127,31. 
& n cccvQi%6v 97. XI 22, XXIII 6, 

XXVII 5, XXXI 20, s. auch 

xqov Q"r\6ciVQi%6v. 

%£Qd{LlOV 30, 3. 

Kvldiov 29. 16. 



Utqcc 62. I 7 u. ö., II 6 u. ö. ; 64. 37, 
47; 89.5; 99passim; 100 pas- 
sim; Uxqccc 'IxccXinaL 84i VII 10. 

li8TQr}tr}g 81. 2; 82. 3. 

[l&qov 'A&rivcctov 18.18; 19.23; 
20. 15. 

[i. SrnioGiov 79. V 6, XII 6, XVIII 
20, XIX 5. il. driii. Ivgxov 83. 7. 
Ii. &ri6avQi%6v 97. V 7, XII 5, 
XIII 26, XVIII, 15, 21, XIX 8, 11, 
XXII 17, XXIV 17, 21, XXV 2, 5, 
XXVIII 2, 14, XXXII 4 u.ö., 
XXXIII 2 u. ö., XXXIV 2 u. 4. s. 
auch Q"r\6ccvQi%6v. 
Ib. öo%l%6v 84.111,13. 
ft. [lodicov 97. I 15 u. ö., II 20, 
IV 1, V 5, XII 4,21, XIII 27, XVIII 
19, XIX 4 u.ö., XX 1, XXI 8, 12, 



XXII 17, XXIII 20, 21, XXIV 16, 
20, XXX 15, 19, XXXII 3. 
^. cpo Q L%6v 97. V4, XII 3, XIII 
25, XVIII 18, XIX 3, XX 22, 
XXI 7, 11, XXVI 4, XXVII 5, 
XXX 8, 18, s. auch cpoQinov. 

Liodios 63.11; 97. 1X21, XIl23u.ö., 
XXIIlOu.ö., XXXI 6 u. ö. 

^axr\g 64.4; 88.5,10; 97.1X21, 
XIX 5, XXII 10. 

ovynicc 62.1-29,35, II 12 u.ö.; 64. 
7; 102. 1,7. 

7tr\%v$ 30. 18. 

6%oivLov 6. II 6. 

(poQLnov 97. XI 22, XXXI 20, s. auch 

[IEXQOV CpO. 

lolvil 84. II[ 21; 112.6,10; 115. 
9; 117.6,7. 



§qcc%W 1. 10; 2. 9; 3.14,11,18; 

7.9,21; 8.10; 9.17; 10. 1 9, II 

8,30;11.2,12; 15.11; 16.15; 18. 

13,15; 27. 22; 30. 11,13,15; 31. 

32; 73.6; 74.4; 76.4; 80.5,7; 

84. V 8 U.Ö ; 106.4U.Ö.; 109.3; 

118. 18; 120. 7. qVTtaqal dqcc- 

%\ial 67.3; 68.6; 69.3; 72.3; 

73.4; 97.2. 
keqccxlov 90. 5,6; 103. 8, 9. 
livü 10.136. 



XI/ MÜNZEN. 

v6{iicncc 63. 8; 98 passim; 100. 
III 9; 102 passim. aQyvgiov 
%cclvov Usßccöx&v v6{ii6iicc 4. 20; 
5. II 9; 6. II 8 (ohne naivov); 12. 
15 (ebenso); 84. VI 24. %qvöov 

V0lli6(lCC ÖßQVgöV 63. 11. %QV60V 

v6\Lic\La 90. 4, 6. 
vo\li6\ic(XIQV 34. 2, 7 ; 62. II 15 u. ö. ; 
87.6. %Qvaov vo{ii6naTia 13. 22 ; 
34. 5, 7, Verso, 9, 10 ; 35. 5, 9 ; 62. 

11,30. %QV60V V0[Ll6lLWZia U%Xa 



61. 19. %QV60V V0\U6\LCLTia ÖS- 
67tOXl%Ci CCTtXtt 61. 11. %QV60V 
V0{ll6{lCCXLCC ÖSCTtOtlKCC £V%dQCiKXCi 

difada 13. 9. 
ößoXog 67.3; 69.4. 
xdXavxov 1. 10; 4. 20; 5. II 9, 14; 

6. II 8; 10. 19, 118; 12. 16. 18; 

17. 19; 29.15; 31.23; 32.10; 

84. IV 19 u.ö. 
%ccX%ovg 72. 3. 
XQvöLvog 35. 16; 40. III 13. 



XII. ABBREVIATUREN UND SIGLEN. 



a oder ähnl. = avxog 97. XXI 
19, XXII 3, XXIII 12, 13 u. ö. 

ad = advocatus 38. 1 3 u. ö. ; 40. 
I 7, 12 u. ö. 

ad 1/ = advocatus dixit 38. ö. ; 
40. ö. 

a = icdsXyog 84. V 7. 

adl = dcdslcpog 73. 3 ; 94. II 13. 



Abbreviaturen. 

ccds = ccdslcpri 93. 6. 
cc = aXXog, aXXag 70.2; 75.5; 
76.1; 79.6,7. 

Ap =s AibiLooviog 70. 1. 
av = ccvÖQSg 91. 2 u. ö. 
dvxiyq = ccvxLyQcccpov oft. 
aitavt~— ccTtaitricig 97. XXV 10. 



wrcai> = idem 99. passim ; 100. III 
6, 8. 

ans6x~== ci7t£GtäX?i6civ 97. XX 6. 
X 

anri — ct7ir\Xia)xrig 93. 1. 
X ? 

ccno = 'ArtoXXcoviog 93. 11. 

CCq/ = <XQL6XSQ0g 31. 16. 

aQy~= ccQyvQiov etc. 84.VI 25, 26 
ccqY— ciQyvQimr\ 68.1; 73.1. 



XII. Abbreviaturen und Siglen. 



361 



ccq = agtccßr] 103. 1 u. ö. 

aqxo = ccQTonoTtog 97. V 9, XXI 3, 
XXII 8, XXIII 1, 13. 

CCQ%18Q = <XQ%l£QCCTSV6Cig 83. 3. 

a = avxog etc. 97. XIII 13, 14, XVI 

27, XXX 11; 121.11. 
a% /= & % &sl$ 97. XXX 14. 
a% Q"r\ = äxvQod , rj%ri 84. 1 4. 
pa(?) = ßccXavL%ov? 69. 3. 

Biß sy o.'ii. = ßißltocpvXcc^iv iy%xr\- 

asav 3. III; 8. 1; 9. 1. 
ßov = ßov%6Xog$ 7 . XIV 24, XXVI 4. 
ßovXI = ßovXsvxrjg 57 Verso 4; 60. 

3; 62.13, 17, 26,113. 
ßcp/ = ßsvscpini&Qiog 17.3; 20.4; 

21.4; 22.3; 33.113,22; 36.9; 

37.5; 100. III 13. 
c = clarissirmis 38. I 1 ; 40. II 2, 

4 n. ö. 

comm = comnientariensis 40. III 
16. 

Y= yivsxcci oft. 

y8v = ysvd{i8vog 97. XXXI 3. 

) u. ä. = y8vrj{iccxog oft. 
yl~= yivszai oft. 
To = ovyxia 62.1 32 u. ö., II 13u. ö. 

= yQcc{iiiciT£vg 93. 19. 
yv~ 9 yvji '= yviivcc6iocQ%ri6(xg 84. III 

I n. ö. 

d/ = dixit 38. 1 3, 4 u. ö\; 40. 1 7, 

II u. ö. 

d- = dniLoaog 97. XIX 5. 
öskI = SenaTtgcoroi- 84. III 2, 12. 
8tJ= dr\\L06LCi 101. passim. 
dil= Si& oft. 

8icccpo~= öidcpoQov 97. XXXII 5, 6 
n. ö. 

8ioa = z/tdöxo^og 94. I 15; 96.1 
2,8. 

dprf = x8XQd[irjvog 97. 1 11 u. ö. 
e = (H)ermupoli(tanus?) 40. II 9, 
13,1117, 13,16. 

syysyQ = iyysyQa^ijisvog 97. III 18, 

XXIII. 16. 
ud/ = s'Mg, -via etc. 27. 40; 

86. 21. 

Leipziger Papyri. I. 



? = 8%cc6xog 91. passim. . 

sXsi> = ileup&rioav 97. XXXI 2,11. 

fXot } = iXoL7toyQttcpr}&ri6ccv 97. 1 10, 
XXV 4, XXVIII 1, XXX 4, XXXII 
10, 17, XXXIII 1 u. ö., XXXIV 1, 
11. 

£g/= igdycov 81. 2. 
s|/ = it-d%xo)Q 62. 1 9, 10 u. ö. 
if-rj/ = i^yritrig^ 116. 6, 13. 
£7t£^/ = ETtsQcoTrid'eig oft. 
£7tiTY\(p = £7tivr\Qr\rrig 76. 1. 
8Qr}{iocpv = SQriLiocpvXttxicc 68. 1. 

== Eq{iov (itoXig) 103. Verso. 
= £c7taQ[LEvri 101. passim. 

ftf = 8C%OV, %6%CCIL8V Oft. 

«p = 'EitsCy 75. 5 ; 79. 4, 6. 

7] = 7hlsqw6s{?) 97. XXI 19, XXII 

3 ohne Kürz. Zeich. 
7iyr\g = 7}y£\iovi%fig 64. 20. 
7\y = rjys^imv 33 Verso 1. 

ni i = etc. 97. XXIII 12, 13 

ohne Kürz. Zeich. 
w = ^LSQivog 97. XXI 21, XXII 8 

u. ö\, XXIII 2 u. ö. ohne Kürz.- 

Zeich. 

r^is = idern 97. XXI 23 ohne Kürz.- 
Zeich. 

ritiSQ = idem 97. XXII 20 ohne 

Kürz.-Zeich. 
# = frsog 25.8; 90.1,2. 
fr- = &n6ccvQiu6g 97. XI 22, XIII 

26, XVIII 15, XXIII 6, XXVII 5, 

XXXIV 11. 
ah?(T== Q"r\aavq6g 84. 1 4 u. ö. ; 71. 

1; 75. 1; 77. 1; 78. 1; 79. 1. 
frrfß~= frriaccvQi'Kog 97. passim. 
idico = tdicötiKog 101. passim. 
%S Tl. ä. = %cci 76. 1 ; 77. 2; 93. 2, 

11; 94. II 5 u. ö\; 95. 5; 96. I 

4 u. ö. 

%a = xccvdovtf) 97. XVII 12. 
%av°.S = uccvovog 97. XII 19. 
%/ == %8§dxiov 90. 5, 7. 

%8(? = K8QdtLOV 103. 8, 9. 

%8<pl \ = xscpccXcucoxrjg 48 Verso ; 
K8cpaXI J 50 Verso. 
r\ 

K8%Q = %8%q7\lLCCtl%Ci 7. 28. 



%) = jcXtJ^os 07. XXIX 2— 4. 
Td?]^ = kIj^o? 97. IV 6 u. ö. 
nXriQ^ = xÄ^o^Oftog 97. III 3 u. 4. 
ttX?]^ = %Xr\Qov6[iog 84. VI 21. 

tt(f:= %6XXr\\La 93. 20; 94.1 21, II 

22; 95.8; 96.121. 
nrrf = xr^fta(?) 76. 1. 

= %%i6%r\g 97. passim. 

x ö =x^i] 77. 1(?); 103. 5u.ö. 
"/tco^oy^ - == %cüiioyQttmiccT8vg 105. 
14. 

Xsvk/ — Xsvnog 89. 6. 

— Ä8v%OTtvQyitr\g 84. II 2u. ö. 
2 = 62. 1 20 u. ö\, II 6 u. ö. ; 

84. VII 11, 13; 89. 6; 98. passim ; 

100. passim; 102.17. 
X = Xoiitog etc. 80. 7. 

Xo0 = idem 97. passim. 
p = phQov 97. XX 22, XXI 11, 
XXVII 5. 

fiCCKQOQ == [LCCKQOTtQOöCOTtOgl.i:; 2.5. 

\is r = [iBTQritici 75. 1; 77. 1; 78. 1; 
79.1. 

Iis == [i&tQov 97. passim. 

= [*sl<L%QG)g 1. 4, 9. 
^gp/ = ft£^)t(?ftdg 98. 1 3, II 1, III 1. 

ftfft/ , [18118t I — llS[lhQ7]tm , flf fl£- 
T£7pC£ 84. I 4 U. Ö. 

ftfr/ = ii8rQr\6ig 84. II 9 u. ö. 
ftsr— = iL8XQ7\trig 81. 2; 82. 3. 
pst = [iBtQov 97. passim. 
[istcißd = ^LStaßoXrj 97. I 11, XIX 

15, XXI 1, XXV 6, 22, XXX 6, 

XXXIV 3. 

L18T8VS%~= H>8X8V8%&8VXOg 97. III 13. 
{l8XQr\ = [l8XQr}[lCC 71. 1. 

{isxQrf = [L8XQr\&8icai 97. III 17. 
\i8x& = [iixo^oi 70. 1. 

= iir\vog 97. passim. 
für} = yuriXQOTtoXig 71. 1; 75. 1; 78. 

1; 79.1. 
jüj = {LriXQog 12. 2, 8; 17. 6. 

[vi] = iiTjtQog 19. 6, 7, 8. 

[iic = iiLüfro\LoXoyloL 18 Verso 1. 

= ftd^tog etc. 97. passim. 
46 



362 



XII. Abbreviaturen und Siglen. 



v = TtsvcsTtoccrj (2%) 81. 1. 
= vavßiov 79. 6; 94.114. 

vsco= vs obre Qog 94. 1 1 6 ; 9 7 . passim. 

o ^ f 

v I , v , vol , vo = voill6[icc oder 

vo\li6\lccziov öfter. 

o = öVö>aros? 97. IX 2, XVI 23. 

ovo = öv6[ux(rog) öfter. 

ö = ovXrj 27. 31; 31. 16, 30. 

= ößoXog 69. 4. 
oft/ = OfioÄoy» 45. 7. 
ojiof. == b\ioicog 97.119. 
o^icog = 6\ioicog 97. passim. 

oe* = o^ya)^ 97. XI 17, XIII 11, 
XVI 25. 

oqp/ oder oqpqp/ = dqpgpnuföltos 17. 3, 
29; 23. 5, 32; 33. II 3, 23; 34. 
Verso 8 u. ö. 

p — perfectissimus 33. II 8. 

it / = 7ta^»a oft. 

7t/ (oder)) = Ttolig 25. 3, 6; 101. 
I 7 u. ö. 

7t) == TtQons'nLsvog 93. 21; 94. I 
21, II 22; 95. 13; 96. I 22; 97. 
IE 17, X 13. 

% =? TtQoatiQ'^svov 97. XIX 4. 

Ttccv* = IIccvLü%og(?) 79. 8. 

W = Äarp/(?) 97. VII 10, XV 8. 

ä/äoX = nsQl Iloliv 84. III 7, V 4, 
. VII 2 u. ö. 

TtSQ^L = IIspl IIoXiv 15. 9. 

1 = äöIis 101. 1 6. 

= nXfjvig etc. 97. passim. 
TtZot — TtXoiav 55. 9. 
ttoö = n66tov[iog 67. 1. 
pr = praeses 40. II 2, 4 u.ö. 
pre = preses 38. 1 4, 7 u. ö. 

7tql~ TtQCCKTCOQ 68. 1. 



&QOVQCC ==■ \- 6. II 5, 6, 10 ; 8, 9 ; 10. 

I 13 (?), 19, 20, 22, 23, 24, 25, 27; 

91. 1; 101 passim; 105. 27, 32. 
ccqrdßr] = ~ 84. I 11 u. ö. ; 97. 

passim; 112. 6, 10; 118. 7; 114. 

5; 115. 6,10; 116. 7, 14; 117. 7. 
aMg = X 8. 7,8,10; 20. 24; 23. 

24; 43.6; 45,15; 97. XXI 9, 



Ä^a 69.1; 73.1; 74.1. 

7tQ~= TtQSößvtSQog 58. 25 passim. 

7tQS6ß = 7tQS6ßvtEQ0g 97. IX 13, 

XIV 16. 

TtQl ,7tQ0%/ : TtQOnSltCii, 7tQO%si{i£vog. 
ItQQGXlft = 7tQ06TL&8^8V0V 97. XIX 

3, XXI 11, 12. 

7tQ0%~ — 7tQO%Q8ici (?) 97. XXX 11. 

Ttv = 7tvX n etc. 81.1; 82.1. 
q = ^atoarrj (1%) 81. 1. 
Qv y = QVTtctQog öfter. 

% r 

Q = 8KCCTOVTCiQ%Og 69. 50; 97. IX 

19; 101.113. 

tf+ == 6£6r\\isioa^ai (?) 79. 8. 

-I 

686 I / pi 

j = 686rHl8Uü{lCCL Ott. 

68671 

67} ' 

6i = 6ixi6\i6g 97. XXI 17, XXII 20. 
< y>tO ) = 6%07t8Xog 68, 4; 70. 2. 
60KV0 ) — 2o%vo7tcdov 81. 1 ; 82.1. 
etil == 6ti%oXoyia (?) 97. XIII 10. 

(?i>^f = övyußiog 84. V 4. 
(?^o2/ = tf^oXtfcrtmos 100. IV 3. 
X 

X8X8 = tstsXojvriraL 81. 1; 82. 1. 
Tt / = rw ' etc. 84. IV 2 u. ö. ; 76. 4. 

} = tO7t0iQ%lu 84. III 6. 

= roTtog öfter, 
v*« 84.117; 97. XIV 7. 

V* = VTtBQ Oft. 

vito88%l = VTtode%Tr}g 88. 9. 
v = vir. 

v(ir) p(erfectissirnus) 33. II 8. 
v(ir) c(larissimus) 38.1 1,4 u.ö.; 40. 

II 2, 4 u.ö. 
cpa = $aTQi]g (?) 69. 6. 

Siglen. 

XXIV 22, XXVI 6, XXVIII 12, 
XXX 20. 

afoogC?) = S 97. XII 22, XIX 2, 3, 
XXI 9, XXVIII 12, XXX 20, 
XXXII 5, XXXIV 8. 

s /\_ = kavtov 84. III 6 u. ö. 

ylvstccL = S (oder — 94. 1 21 ; I 22 ; 
93. 20/1; 95. 10 u.ö.) 



(pa = '$aiLSvd>& 70.4; 97.XXXI14. 

X 

epi = (piXtatog 106. 2. 
cpX/ = $XdvLog oft. 

!= gpdpos 97 passim. 
== CpÖQSTQOV 97. XXVIII 6. 
= cpoQLuog 97 passim. 
epov = cpotvit- 76. 4. 
cpoQ8t = cpOQSTQov 97 passim. 

cpv = cpvXcaaTLKOV 68. 4. 

9P$$ == q)Q0vtL6trjg 107. 11. 

ff = 97. XXIV 4(?), XXIX 15. 

% = %kIq8lv öfter. 

% ~ X^Xnovg passim. 

z o = % ccXxot ß 72. 3; 93—96 pass. 

%a = XccqccI 72.3; 73.1. 

7 

% — Z %ccX%oZ oder %olvi%8g 93 — 96 
passim ; 112. 6, 10. 

% = ivvicc %olvi%8g 115. 10. 
i 

X = %8iQoyQci(pov 12 Verso. 

% = %8iQG)vdf-Lov 71. 3; 75. 3; 77. 

4; 78.2; 79.4. 
%01 q> == X oLQidiov 97. XXIX 18. 
%Q7] = ftQriiiccrlfeiv 5. II 5 ; 6. II 3 ; 

18.3. 

% or\ = idem 10. II 33; 32. 10. 
%qv/ = %QV6og 61. 19 u.ö. 

% = %G)LiaTL%bv 69. 3; 72. 3. 
coli/ = (b[ioX6yr\6<x etc. 56. 22; 61. 
18 u. ö. 

(o^loXI — oniLoX6yr\6ci etc. 42. 23; 

62. 113 u.ö. 
cqq~ = ^Slqog 67. 1. 
coQil=*&Qicov 97. III 8, XXIV 2. 



ylvsvat = /67.3; 68. 7; 69. 4; 70. 

3; 71.3; 72.4; 73.4; 74.5; 75. 

4u.ö.; 77.5; 78.4; 79. 5 u.ö.; 

91.3U.Ö.; 95. 8, 13; 96. 121,22; 

112.6,10; 113.7; 115.6,10; 

116. 7. 
drjvccQiog = X 64. 17 u.ö. 
igocXliri = < 1. 10; 7. 20, 24, 



XIII. Wortindex. 



363 



Yerso 4; 10. II 21; 15. 13; 68. 

7; 72. 4; 73. 4, 6 ; 74. 4, 5; 

93 — 96 passim. 
dQcc%w = \ 11. 3; 67. 3; 69. 4; 70. 

3; 72.3; 76.4; 80. 5 ; 84. 1 u. ö\; 

91. u.ö.; 106. 4 u.ö.; 109.4. *• 
hos = \ 57.22; 71.1; 72.3; 75. 

1; 83. 6,7; 93. 2 u. ö. ; 94. I 1 

u.ö. ,11 1 u.ö.; 97 passim; 112. 3; 

113. 5; 114. 2; 117.4. 
hos = L ptolemäisch u. römisch, 

oft. 

pia (?) = a 97. XIX 4, XXII 11. 
Haans = X 88. 7; 97. IX 21, XIX 
5, XXII 10. 

% ößoXos = ( / 93—96 passim. 

1 ößolos = — 93—96 passim. 

2 oßolol = = 91. 8; 93— 96 pass. 

3 ÖßoXoi = 91. 2 u.ö.; 93—96 
passim. 

4 Ö/Mot = /? 91. 6; 93— 96 pass. 

5 ößoloi = ^67.3; 69. 4; 93— 96 
passim. 



ttqotsqov = a 97.XIX4(?), XXII 
11(?) ; 101, II 11, 21. 

TtvQOS = "V 71. 3; 75. 4 u.ö.; 77. 

5; 78. 4; 79. 5, 8; 113. 7; 114.2; 

115. 3, 10; 116. 4,11. 
itVQOv (ccQtdßrj) = ~(r 71. 3 ; 75. 4 u.ö.; 

77.5; 78.3; 79. 5 u.ö. 
\r (entstanden aus \ ~)=7tvqov 

aQtdßri 83. 9. 
tdlavtov = 7V 1. 10 ; 7. 21, 4; 

(ptolem.). 
tdlavtov = ^ 10. 1 9. 

£4.21; 5. II 10; 6. II 

8; 84. III 10 u.ö. 
tdlavtov = J 12.16; 102. II pass. 
bniQ = ^ 103. 3, 6 fg. 
y 2 = j 10. 1 13,22; 71.3; 75. 7. 
J? = j 93— 96 passim; 97 passim; 

98 passim u. oft. 
% - L 115. 6. 
„ = ^ 103. 4, 6. 
i/ 4 = ± 10.123.37; 84.113; 90. 

5,7; 97 passim; 101 passim; 

113.7; 122.10. 



% = e \ 10 I 13; 84.11 7,9; 97 
passim; 101 passim; 117. 7. 

% = °> 78. 4; 79. 5; 97. IX 21, 
XII 4, XIX 3 u. ö., XXI 14, XXIV 
18, 22; XXX 8, XXXII 21. 

90 = Q 95. 10, 97 passim. 

200 = <~ 11. 3; 84.11115,20, XIX 
5; XXIV 14U.Ö.; 106. 9. 

900 = ^ 97. XXXIV 11,21. 

100 o = M - 19 - 

( / oder ~ 84 passim; 98. 
99 passim. 
10 000 = n 64. 17 u. ö. ; 84. III 22 
u. ö. 

Abschluß einer Zahlangabe = ^ 

13. 15; 121.3, 6. 
Dasselbe = // 84. 1 1 u. ö. 

= / 5 II 10; 6. II 8; 10. 1 

9, 13, 25, 32, 37, II 34; 84. II 19. 

äqyl 12, 16. 
Dasselbe = ~ 4. 21, 11. 3. 
^{ = unbekannt 102 1 11, II 2. 



dßda%avtos 108. 9. 
aßqo%os 105. 26, 30. 
aya&os 40.1119; 119. Verso, II 
3,6. 

dysiv 97.1118, XXX 14. 

dyslri 37. 9. 

ccyoQdfecv 3. II 8. 

aygaepos 32. 4. 

dygos 6. II 6; 23.15. 

ddslqpri 2.1; 10. II 10; 16. 2; 30. 

21; 60.2; 93.6; 110.24. 
ccdslcpos 1.6,7,9; 2.6; 10. 1 ß, II 

24; 28. 10; 30. 10; 31.17; 38. 

I 9; 56. 14,24; 73. 3; 84. V 7; 
93.9; 94.12,13,1113; 96.117; 
97. XV 9; 101 II 3; 108.7; 109. 
1; 110. 26; 111. 1 u.ö. 

ädrilos 37. 23. 

ddiaiQStos 1. 6; 2. 6; 6 II 5; 33. 

II 15. 



XIII. WOBTINDEX. 

aSolos 19, 22. 

dsl 3.18; 4. 24; 6. II 10. 

dsiiivriatos 31.21; 35.32. 

agriloTtQayiiovcos 118. Verso II 5. 

d^krjöis 27. 20. 

d&lritrjs 66. 20. 

a&QÖcos 119. Verso II 2. 

ai&Qiov 16. 11. 

ai\La 28. 16. 

aiQSlv 3. 1 5, 12 ; 4. 24 ; 6. II 10 ; 13. 

18; 19. 20; 24. 3; 27.25; 104. 

13; 106.17. 
alG&dvEC&ai 35. 8. 
aitla 40.1110. 

ahiäc&aL 37.7; 40. III 9 ; 64. 51, 55. 

al&vios 1 7. 2 ; 22. 1 ; 23. 2 ; 33 II 1 ; 
34. 2; 34. Verso, 14; 35, 2; 37, 
2; 39.1; 45.2; 46.1,7; 47, 8; 
' 48.8; 49.7; 50.9; 51.6; 52.8; 
53. 7; 54. 8; 55.7; 56.11; 58. 



22; 59. 2; 61. 2; 63. 1; 65. 2; 
101. II 10. 

dna^agaia 16. 19. 
a%£Qaios 13. 11. 
ä%rjQatos 119. Verso, II 3. 
dnivSvvos 13. 11. 
anolov&stv 40.11116,22. 
änolov&cos 3. II 12; 4. 14; 5. II 8; 

9.21; 29.13; 36.9; 52.10; 61. 

7; 62.Iu.ö.,H3,19. 
dnovSLV 25. 4,6; 32.13; 40 II 10; 

44. 1 4. 

dnvqos 3 113; 4. 28; 6. II 15; 62. 

II 13, 28. 
dnvQcoöis 27. 20. 
dyuhlvtos 26. 11; 30. 9. 
alri&ris 40. II 6, 9. 
dlsicpaQ 10. II 4. 
dlldaö€LV 107. 3. 
dllTilsyyvri 19. 20. 

46* 



364 



XIII. Wortindex. 



dXXoxQiog 59. 21. 

aXoyog 111. 20. 

tölc? 97. XXXIV 11, 21. 

ilXcov 18. 18; 19. 24; 20. 16. 

^«i^wjs 97. Till, XV 22. 

äiiciQriec 119. Recto, 4. 

d^sXslv 111. 13. 

Cl[L8Ql{ILvicC 59. 20. 

ccyb8Qi[LV0g 105. 10; 110. 14. 

cc[ista.v6r\tog 26. 6. 

ä\i7tsl6dv 1. 5, 6, 7, 8. 

äptpodov 3. 1 2, 3, 7, 9, 10, II 3, 7, 12 ; 

4. 7,8;5II3,4;6II2;8.3; 9. 5, 

13; 12. 4,11; 15.2; 17. 8,16; 

23.9; 29. 3,4,10; 30.6; 57,5; 

95.9. 
ävaßdXXsiv 104. 17. 
ävdysiv 64. 4. 

ccvciyiyvcoG%8iv 18. 19; 32. 8; 38. 
13,4. 

ccvccy netto g 13.8; 18.16. 

ccvdyvcoöig 32. 12. 

ävayqdcpsiv 3. 1 2, 7, 9, II 3, 7; 4. 

7,8; 5.113,4; 6.II2; 8. 3; 9. 5; 

12. 4,10; 15.2; 1 7. 8 ; 23. 9 ; 29. 

3,4; 57. 5. 
ävctyQccyrj 123. 2. 
0CVCid8%86d'CCL 48. 8; 55. 3. 
ävadidovm 4. 17; 27. 19; 35. 10. 
ävddoöig 29. 14. 
avccdo%rj 48. Verso. 
ccvcclqeiv 5 II 4. 
avaLxr\xov (?) 6. II 5. 
<fo>coi( ) 74. 4. 
äva%Qiaig 4. 15. 

dvaXcc{ißdvsiv 10. II 21; 33. II 3, 
25,30. 

avciUouuv 10.12; 97. III Anfang, 
XXI 15, XXVI 8; XXVIII 15, 
XXXI 1, XXXII 12, 19; XXXIII 
6u.ö, XXXIV 12; 102.16. 

dvaXoyla 103. 3, 7. 

dvdXm^a 18. 19; 22. 15; 23. 22; 
24. 9; 59. 19; 61. 12,21; 62. I 
7u.ö.; Il6u.ö.; 97.16, XIII 9, 
XXVII 19, XXXII, 1 ; 102. 1 1. 

ävccvsovv 33. II 9. 

dvcavscoaig 33. II 6, 8. 

dv(X7tav^iati%6g 22. 12. . 



avditavGig 22. 20. 

CCVCC7t8[l'Jt8LV 33. II 29. 

6cvcc7t%r}Qovv 64. 25. 
ävciTtoQMpog 4.19; 5. II 8. 
&v(XQ%og 33. 1 25, II 5, 7, 14, 26, 28. 
dvaaxiXXsiv 36.9; 40.1111. 

CiVaXQ£Cf)8LV 28. 12. 
dvacpcclQSTog 26. 7. 
dvacpdXavxog 2. 5. 
ävcccpEQSLv 8. 12; 34. Verso 11; 69. 
III 19. 

ävÖQstog 119. Verso, II 3. 
av8yvCXr\äu 29.13; 64.34. 
ävslvciL 63. 7. 
avsX8rjg 39. 12. 
ävs^iog 10.121,29,35. 
dvs^aXXoxQicoxog 10. 1 40. 
äv87tiddv8L6tog 10. 1 41. 
ccviQ%scftcti 40.11 13,21,23; 107. 
3,8. 

<xv8%8iv 5. II 8; 55.11. 
av8% . co . s . . . 41. 10. 
avsipLog 6. II 7. 

c&^Wf 3.13, 9,1111; 27.29. 
ccvriq 4. 9; 5. II 5; 27. 10, 26; 31. 

10; 38.114; 40.1116, III 6; 48. 

26; 51. 23; 91. 2 U.Ö.; 118. 3; 

"121. 20. 
av&QcQ'jtivog 29. 5, 8. 
av^gcoTtog 32.4; 34. 1; 35. 1 ; 40. 

II 13; 58.17. 
aviivai 104. 27. 
dviaxdvca 119. Verso I 7. 
ccvodog 39. 9. 
civo[LoXoy8iv 7. 23. 
ävoq&ovv 119. Recto 4. 
ävnyQdcpSLv 111. 13, 20. 
dvdyQcccpov 3. II 3; 9. 21,23; 10. 

15; 31.8; 84.111,12; 86. 1,16; 

121. 13, 14; 122. 3 u. ö. 
avxidmog 33. II 4. 
dvxi'ucc&iaxdvcciM. 18, 20; 35. 19,21. 
kvxmvr\\iiov 12.2; 27.13. 

CiVXlTtttQCißctlVSlV 29. 8. 
DLVXlTCOLSlv 10.1116. 

ccvv7t8Q&sxog 10. 1 11 ; 11. 5 ; 13. 15 ; 

20. 14; 21. 20. 
uvco 7. 2; 8.5; 10. 1 6; 15. 9; 17. 

15; 40.1121; 84.I5U.Ö. 



czvcoxs'qco 4.2; 5. II 7. 
äf-ioXoyog 4. 16. 

d&oitiatog 34. 11; 35. 13; 40. II 

16, III 6. 
&&og 32, 2. 

K&ow 10. II 21; 17. 30; 22. 28; 

23. 32; 37. 25; 40.11 12,20, III 

8,14,24; 41. 3,13; 42. 11,26; 
; 86.20; 110.11,17. 
doi%r\xog 40. III 8. 
ä . . 6\i8vog 22. 18. 
ditayoQSVsvv 44. 1 3. 
CiTtCtQxl&lV 105. 11. 
kntaiX8lv 35.9; 41.8; 111.20. 
ciTtcchrjöig 64. 58; 97. 1 12, XIX 15, 

XXIII 17, XXV 7, 10 ; 99. passim ; 

100.6.8. 

| ccitccvxäv II 6; 48. 11; 49. 14; 50. 
I 12, 23; 51. 13; 53. 8; 64. 4, 6; 

j 111.17. 

| ccTtcc&TtXcog 27. 29, 35. 
1 ditaqyvQiöiiog 103. 6. 
ditaxri 64. 26,32. 
a%8lvui 40. II 19,22. 
ditsXavvEiv 37. 28. 
ci7tsX8y%8iv 37. 27. 
ditsXsvd'SQog 27.10,32; 96.111. 
ct7t8Q%86^cci 63. 7 ; 102. I 3, 12, II 4 ; 

111.6,11. 
a7i8v%£(>d'ca 29 ; 5. 
cciC8%8LV 3. 1 4, 11, 16 ; 4. 21 ; 5 II 13 ; 

6.118,9; 7.24; 15.5,10; 27.20, 

29; 31.22. 
a7tr\Xi(oxy\g 1. 7; 2. 8; 3. I 10, 11; 
| 4.7; 5.II4; 6.II3; 10.117,27, 
| 34; 17.9,17; 30.17; 31.25,27; 

57.5; 66.17; 93.1. 
dTtXovg 6. II 6; 10.112; 61.11,20; 

62.112. 
<x7toyaXcc%xi£siv 31. 20. 
cc7toylyv86®ca 29.9,10,13; 45.15; 

46. 12; 49. 17; 51. 15; 59. 12; 

64. 40. 

ärtoyQdcpsLv 3. II4;8.3;9. 7,31. 
ditoyQacprj 3. II 25; 4. 15; 9. 33. 
ditodsLnvvvca 4. 9; 5. II 6; 37. 29; 

47. 13. 
ScjtodsL&g 90. 8. 

dTtoMövca 1. 3, 11 ; 2. 4, 10 ; 4. 17, 



XIII. Wortindex. 



365 



21, 31; 5. II 6; 10. 1 9, 41, II 8, 
32; 11.3, 12; 12.17; 13.17,23; 
16. 15; 17. 20; 19. 19; 20. 13; 
31.14; 33.11 22; 41. 9,11,14,15; 
04. 22. 

(XTtodoOLg 8. 11; 9. 17; 13. 16; 33. 

II 13; 64. 15. 
aicodvBiv 40. III 22. 
ccito&vrjönsw 40. III 3, 19; 65. 13. 
cntQKtt%i6xavai 18. IG; 28. 21; 105. 

28. 

äitoyisTöd'ca 40. II 22. 
cc7to%Qivai 40. III 2 ; 1. äito%tlvca. 
a7to%QLV£iv 32. 1, 5, 6; 33. II 15; 
36. 5. 

CCTtOKXSlVSLV 40. III 2 (Pap. CC7tOKQt- 
VCLl). 

ciTtoXa^ßdvsiv 18.20; 31.34; 85. 

13; 86.13; 110.8; 111.5. 
ditoXavsiv 29. 5. 

&7CoXsinsiv 10. II 12; 31. 5; 50. 14; 

55. 12. 
ccTtoXXvvca 35. 15. 
ccTtoloyia 58. 18. 
catoXvsiv 66. 13. 
ccTCovoict 119. Verso, 1 14. 
KTtOTtXriQOvv 36. 8; 45.20; 48. 16; 

49. 19; 50. 16; 53. 15; 55. 13. 

CC7tOQLCC 36. 7. 

cctcoöxÜXslv 62. II 14, 29 ; 64. 8 u. ö\; 

97.X 13, XX 6. 
cntoxa%xiy,6g 28. 7, 27. 
cc7toxa%xog 13.12; 20.11; 21.16; 

118.17. 
ditoxlvuv 31. 33. 

KTtocpcdvELv 32. 14; 33. II 6, 14, 26; 

34. 20; 35. 21. 
U7t6cpa6ig 33. II 7 ; 44. 1 1. 

CZTtOCpEQELV 41. 14. 

ScTtoxv 29. 14; 34. 7; 61. 17,21; 62. 

I 12 u. ö., II 7 u. ö.; 85. 14; 86. 

15; 97. III 17, XII 19; 123.Yerso ; 

121. 3u.ö. 
ccTtqonqixog 64. 16. 
äQa£ 23.27; 97. XXVIII 1. 
uQyvQLKog 121.3,25; 68. 1; 69. 1; 

73.1; 74. 2. 
äqyvQiov 3.14,11; 4.20; 5. II 9, 

10,14; 6. II 8. 9. 17; 10.19,41, 



118, 30; 11.2.3,12; 12.7,15,16, 
18; 14. 7;15. 11, 13; 16, 15; 17. 
18; 18. 15; 27. 22; 29.15; 30. 
11, 13; 40. III 13; 41. 12; 64. 12; 

84. VI 24, VII 4; 111. 10; 118. 
18; 120. 7. 

aqyvQog 64. 27. 

äQBxri 40. II 20, 16, III 9, 18. 

ccglftiiriötg 121. 23. 

18, 3; 42. 6; 61. 12. 

&Q16TSQ09 1. 4; 12. 9; 15. 3; 27. 8; 

28.2; 29.2; 31.16; 54. 3. 
ScqusZv 33.1111,20. 
aQiio&iv 38. II 4. 
ccqllovIm 41. 16. 
aQTtayrj 64. 53. 

äQTtdtsiV 40.1117,22,23; 41.12. 
äQxicog 40. III 16. 

ScQXonoTtog 97. V 9, XXII 3, 8, XXIII 
1,13. 

dcQxoTCoitcc 97. V 11, X 11, XXXII 13. 

aQ%alog 4. 5; 6. II 2. 

&qxsiv 34. 19, 20 ; 35. 21 ; 39. 6 ; 42. 

9; 45. 6; 50.3; 119. Recto 3. 
aQ%laxQog 97. III 11. 
ciQXiyicüQyog 97. VIII 23. 
d.Q%L7toL\iriv 97. XI 4. 
dödXevxog 34. 18; 35. 20. 
a6r\[iog 27. 5. 

aöTtd&GfrccL 104. 18; 108.9; 111. 
18. 

döxri 9. 4; 10. 1 3,8,30; 31. 13; 32. 

10; 38.15. 
ccaxQayccXog 4.2; 5. II 7. 
döcpdXstcc 4. 15, 17, 19 ; 6. II 4, 9 ; 10. 

I. 4,12 II 19; 11. 14; 14. 11; 28. 

23; 58. 20; 59. 27, 30; 61. 17; 62. 

112,21, 117,22; 63.11; 90. 7. 
ccöcpaXrjg 37.26; 40. III 25. 

ClÖQpCiXlgSLV 106. 11. 

6c6%oXo . . 30. 4 

ccxcct-lcc 40. II 11. 
ax8Xrjg 38.18. 
ccxoTtruia 39. 7. 

Avyovöxog 48. 8; 49. 7 ; 51. 6. 
avftaC Q £xog 17. 9; 18. 4; 19. 12; 20. 

21. 8; 22. 7; 23. 11; 26. 6; 45. 7; 

46.9; 49. 8; 51. 7; 54.8; 56.12. 
ccvfrevxicc 33.116,7,28. 



av&evxiKog 121.12. 

av&ig 97. XXX 15. 

ccvXrj 3. 1 3,5,9,12, II 11, 25; 16. 10. 

(xvXmv 10. 1 35. 

CiVXttQKSlV 29. 11. 

avxaQxrig 29. 12. 

avxs^ovüiog 29. 6. 

ccvto&i 3.14,11; 6. 118. 

ttVXOKQCCXOQlOC 9. 15. 

avxovqyia 97. XXVII 10; XXIX 12. 
dcpaLQslv 37.19; 40. 12,23. 
dcpcdQSCig 43. 12, 16. 
&<prjh£ 9.3,27,32; 26.3. 
äcpit-ig 64. 35, 47. 

CCCpOQllT) 29. 6. 

acpvcxsQsiv 54. 14; 56. 19. 
a%Qavxog 37. 27. . 
ä%Qi 54. 11; 97. V 10, XIII 9. 
&%QLg 64. 16. 

ä%vQov 21. 17; 22. 14; 63. 7; 84. 
VII 4; 92. 2 n. ö.; 99. passim; 
100. III 10. 

ßadi&iv 104. 29. 
ßa&vg 40. II 10. 

ßdXXsiV 3. 1 10; 40. T 18, III 2; 90. 9. 

ßdQßctQog 39. 11. 

ßccaiXda 57. 13. 

ßctciXsveLV 1. 1; 2. 1. 

ßaöiXsvg 1.1; 34. 4; 35.4; 44.12; 

47.8. . . 

ßaaiXtnog 6. II 6; 31. 25. 
ßcccpsvg 98. III 9. 

ßißaiog 11.8; 14.12; 34. 18; 35. 

20; 38.16; 61. 17; 62.112. 
ßsßaiovv 6. I 13, 16; 4. 28, 33; 6. 

1114,19; 10. El. 
ßsßciicocig 3.112,13; 4. 18,25; 6 

II 13; 10.111. 
ßsßaicöxrig 1. 10. 
ßsßccicQXQicc 2. 9. 
ßißXioftriKri 10.1126. 
ßißXiov 42.22; 43. 13. 
ßiovv 119 Verso II 6. 
ßXdßog 3.114; 4. 29; 6. II 15. 
ßXiituv 106. 7. 
ßXditxuv 2. 6. 

ßori&elv 33. II 19; 34.20; 35. 22; 
41.2,4. 



366 



XIII. Wortindex. 



ßori&og 90. 2, 5; 97. I 4, VIII 14, 

XII 14, XVI 4. 
ßöQQäg 1. 6, 7 ; 2. 8 ; 8. 1 10, 11 ; 10. 

114,17, 20, 24, 30; 81. 25,27. 
ßoxqvg 30. 4. 

ßovnoXog 97. V Ende, XII 9, XIV 

18,24, XXVI 4, XXXIV 13. 
ßotäso&cci 10. 1119; 15. 4; 17. 9; 

19.12;20.7;2I.8;22.6;23.10; 

26.11; 27.26; 29.6,12,14; 30. 

5,12,19; 33. II 11; 41. 4, 5, 9; 

111. 21. 
ßovlruicc 29. 7, 8, 17. 
ßovlriatg 33. II 10, 16, 20. 
ßovQÖoov 87. 1,8. 
ßq£%uv 105. 11, 36. 
ßqcbaig 118. 15. . 

yaXXiaQiog 40. II 10. 
ycciislv 41. 5, 9, 11. 
yäpog 27.17; 41.5,7,10, 16. 
yccötQOKvriiiici 31. 16. 
ysirvLa 3. 1 5. 

ysfocov 1. 7, 8; 2. 7,8; 3. 1 10; 6. 
II 7; 10. I 15, 19, 22, 25, 34; 
31. 24. 

ysvrnia 15.8; 97.15; 75.1; 77.1; 
, 78.1; 83.6; 84.16U.Ö.; 112.3; 
113. 5; 114. 2; 116. 4, 11; 122. 3. 

y8vr\{ ) 76. 1. * 
ysvvcilog 64. 2. 

yevog 4. 12 ; 5. II 7 ; 22. 12 ; 34. 1 ; 
35.1. 

ysov % og 19. 17 ; 20. 18 ; 22. 22, 

23, 26; 23.26; 24. 9. 
yscoiiatQia 19. 17; 67. 2. 
ys&QyLov 20. 11 ; 22. 10 ; 111. 7 u. ö. 
ysoQyog 22. 22 ; 26. 8, 9 ; 101. II 15 ; 

106. 13. 

yi] 1. 6,7; 2. 6,7,8; 34.1; 35.1. 

yfj dqiioaloclO. 117; lOl.passim. 

yfj iduütimq 101. passim. yfj 

%atOLy,L%ri 6. II 5. yfj vitoXoyog 

10.116. 
yridiov 28. 14, 20. 
yiyvsc&ai 3. I 2, 7, 15, II 6; 4. 14, 

16, 31; 6. II 7, 17; 9. 23; 10. II 20; 

11.5; 13. 19; 26.4; 27.9; 28. 

16, 19, 21; 29. 6, 9, 14; 31. 15; 



32. 3, .4, 7; 33. 115,6,8,10,19; 
34. 8, 13, Verso 10 ; 35. 15 ; 37 . 12 ; 
39.10; 40.IJI.25; 41,4; 42.14; 
43. 3, 13, 20 ; 57. 7; 60. 3, 5 ; 61. 15 ; 
. 62.I7U.Ö., Il6u. ö\; 63.6; 64. 
5 u. Ö. ; 83. 9 ; 84. II 9 u. Ö. ; 85. 12 ; 
86.12; 87.7; 88. 6; 89.5; 90. 
5,7; 93.20,21; 94. I 21, II 22; 
9b. 8 u. ö. ; 96. 1 21, 22 ; 97. pas- 
sim. ; 98. III 15 ; 100. IV 19 ; 102. 
113; 105.13; 109,4; 112.6,10; 
113.7; 114.5; 115.6, 10; 116. 
7,14;120.7u.ö\; 121.2,8;123. 

12. 20. 

yiyvwüKsiv 26. 5; 40. II 10, 23; 64. 

5 u. ö.; 111. 6 u. ö. 
yvr\Giog 28. 12, 15, 18. 
yvm\iy\ 26. 6; 41.4; 49.8; 51. 7; 

70. XXII 4. 
yv&aig 64. 29, 32; 113 Verso. 
y6[iog 92. 2 u. ö. 
yovsvg 10. 1 7; 41. 2. 
yovv 27. 11; 28. 2. 
yQaWa 3. I 3, 7, 17; 8. 17; 9. 30; 

10. I 5; 10. II 11; 11. 15; 13. 

13, 21; 17. 31; 20. 24; 22. 29; 
23.34; 24.14; 25.2; 27.37, 40; 
28.5,26; 29.21; 31.12; 38 16; 
42. 27; 57. 32; 85. 19; 86. 21; 
87.4; 90.9; 10(*. 13; 110. 16. 

yQCC{LllCiT8lOV 41. 6. 

ygccMittTidLOv 111. 5. 

yQCiH\icitL%6g 56. 7, 23. 

yQdcpsiV 3. 117; 8. 17; 9.30; 10. 

II 7,10,24; 11. 14; 13. 25; 17. 

30, 32; 20. 24; 22. 28; 23. 33; 

24. 13; 25. 1; 26.15; 27. 36, 40; 

28. 5,23,26,29; 29.20; 31.12; 

38.16; 42.26; 57 Verso 5; 85. 

18; 86.20; 90.9; 104.13 u. ö\; 

105.21; 106.9; 108.4; 110.4; 

121. 5 u. ö. 
yQaysiov 5. II 9; 27. 17. 
yqa(pr\ 29. 13. 
yv^ivixog 73. 3. 
yv[Lvovv 37. 18. 

yvvrj 32.14; 40. III 22; 84.11111. 
yvog(?) 106.16. 



ialfiav 34/8; 35. 11. 

ddntvlog 12.9; 15.3; 27.8; 54.3. 

dccvd&iv 9. 10; 12. 13; 13. 7. 

Mvsiov 7. 11, 20, 25. 

daitavruia 3. 1 14; 4. 29; 6. II 15. 

dsriöig 34.2; 35.2. 

dsinvvsiv 40. II 21, 

dstv 19. 18; 28. 10; 33. II 6; 34. 

17; 35. 8, 20, 21 ; 39. 15 ; 40. II 26, 

III 7; 64. 58; 118.9., 
delv (binden) 40. III 24; 64. 58. 
d8i7Cvr\vfiQiov 30. 8. 
deXtog 64. 43. 
divSqov 1. 5. 
d^iac&cci 41. 5. 

ds&og 2. 6; 4. 12; 5. II 8; 12. 3; 

27.12,13. 
deov 9. 34. 

Ö867t6xr\g 1 7. 1 ; 18. 23 ; 19. 1 ; 22. 1 ; 
23.1; 33. III; 34. 1, Verso 13; 
35. 1; 36. 11,12; 37. 1; 39. 1; 
40.1119; 45.1; 46.1,7; 48.7; 
49.6; 50.7; 51.5; 52.7; 53.6; 
54.6; 55.6; 56. 10; 58.22; 59. 
1; 61. 1; 63. 1; 65. 1; 103. 12; 
111.1. 

d8G7toxi%6g 13.9; 26.10; 61.11. 
8t%sa&ui 1. 12; 2. 10; 33, Verso 2; 

40. III 2; 64. 22; 90.3. 
driXriyatsvstv 64. 3, 10. 
8r\Xy\ycixicQV 64. 17. 
d n Xovv 7. 19, 26, 33; 33. II 8, 16; 

42. 10; 62.1111; 120.9; 122.4. 
dr\iLoaiov 3. I 14; 4. 29; 6. II 16; 

10. II 20; 64. 41, 44; 102. I 3; 

103. 12. 

drilLOCiog 3. 1 10 ; 10. 1 17 ; 10. II 1,. 

2,27; 11. 8; 20. 17; 22. 25; 23. 

25; 24. 8; 29. 17; 33. II 2; 40. 

II 22, III 2; 42. 24; 57. 10; 64. 

40; 83. 7; 84. III 1,12; 85. 11; 

86. 11 ; 97. V 6, XII 6, XVIII 20, 

XXIII 15; 101, passim; 119. 

Verso II; 120. 3, 
Sr\[Locm6ig 6. II 17, 19. 
dr\iLOti%6g 65. 12. 
dricprivücQQ 34. 10; 35. 12. 
diccylyvscd'oa 32. 5, 6. 
diayvG)ati%6g 34. 15, 



XHI. Wortindex. 



367 



diayQccysiv 10. II 33; 84. V 11; 
121. 20. 

diaygucpri 3. I 1, 4, 8, 11, II 9, 12; 

4. 21; 5. 114; 8.7,10,11; 9.15, 

18, 21, 33. 
SiadMvai 35. 10; 58. 14. 
diddoöig 58. 9; 97. XII 22. 
diccS6xr\g 97. XII 20. 
did&sCLg 42. 12. 

dicc&frri 9. 14, 23, 32; 10. II 12; 

31. 10. 
diaiQslv 26. 6. 
dicciQSGig 6. II 7; 26.4,12. 
dlaita 43. 3. 
diaitüv 41. 12; 43. 7. 
8iccLtr\tL'n6g 43. 5. 
dia%ax8%8LV 34. 13; 35. 15. 
dLCiytslö&ca 9. 32. 
SiaKoybi&iv 34. 5. 
8idXXccy[icc 97. XXVI 14. 
dialoy/i 10.1133; 122. 3. 
diaXoyi6\i6g 121. 6. 
SlccXvslv 33. II 12. 22. 
didXvaig 14. 12, 15 (tSLciXvaaig); 

39. 10. 
dLailio&aGLg 10.138. 
dianQdrtsiv 39. 7. 
diccTtcülstv 34. 16; 35. 17. 
SiaQr]yvvvca 37. 19. 
diaocccpstv 35. Yerso 3. 
didaniLog 33. II 9; 54. 12; 84. III 

19. 

diaötiXXsiv 112.2; 113.4; 114.2; 
115.2; 116. 3, 11; 117. 2. 

didatriiicc 30. 18. 

diacroXr\ 3. I 5; 4. 6; 5. II. 3; 62. 
II 13, 28. 

diaxccyi 97. III 5, X 15, XIII 1, 
XVII 26. 

didtaynci 33. II 29. 

Siatdaasiv 30. 20. 

diati&hccc 29. 8, 9, 20. 

diatQLßrj 36. 7. 

6iatv7tco6Lg 63. 6. 

ÄuxtptQsw 26. 5; 29. 10; 31. 7. 

didcpOQov 102. 1 1. 

fo^opof? 28. 15, 20; 62. I 13, II 
10u.ö\; 64.54; 97. XIX 16, XXI 
9,13, XXIV 22, 23, XXVI 6, 



xxvm 12, 13, xxx 20, xxxn 

5, 6, XXXIV 8, 9. 
SiacpvXdttsiv 28. 20. 
diaipsvdeiv 47. 15; 56. 21. 
Siaapriq)L6trjg 34. 4, Verso 2; 35. 4. 
diyQccw.. 62.1121. 
didci6%u%dcc 64. 23. 

Mda%uv 32. 1; 33. II 15; 40. II 
14. 

didovca 10. II 20; 13. 12; 30. 11; 

32. 8, 15; 34. 12, Verso 1; 35. 

10,14; 37.6; 39.9; 40. III 3, 22; 

43.15; 64. 7" Tl. Ö\; 65.8; 87.3; 

88. 4; 89. 3; 106. 18; 109. 2; 

122. 7. 
disyyväv 38. 1 14. 
disUy%8iv 40. III 23. 

diS7tL6t£llSLV 10 II 22. 

ddQ%86ftai 6. II 11; 37. 12, 29; 

112 3; 117.4; 120. 11. 
disra, Si£tr]tL%6g etc. s. dtccira etc. 
dLStrjg 17. 10; 20. 9. 
difadog 13. 10. 
dir\v£y,rig 26. 5. 
Sikü&iv 33. II 12, 21. 
dincaoXoyicc 38. II 4. 
dUaiov 4. 9; 5. II 5; 8. 7; 9. 8; 10. 

II 27; 12.5; 29.2. 
dUcciog 3. 1 3, 7, II 7 ; 6. II 6 ; 26. 10 ; 

64. 56; 119. Verso II 2. 

diKCCVlKOg 38. 1 11. 

ÖLxdaiiiog 32. 13. 

Mm\ 10. I 40; 11. 7; 13. 20; 33. 

115, 7, 9, 10, 13, 14, 17, 25, 26, 28; 

38.I8(?), 10, 17.. . 
diiLOiQog 78. 3; 79. 5. 
SioLKslv 26. 11. 
diitXdciog 64. 31. 

dinXovg 3. I 14; 4. 29; 6. II 16; 
103. 13. 

diooog 6.114,9,16; 26.12; 28. 22; 

29. 17. 
ÖLCtsyog 17. 14. 

öi&.qvl 10. I 23; 97. XXIV 7 u. ö. 

donelv 26. 4; 106. 26. 

dovXrj 4. 11, 17, 18, 23, 32; 5. II 

6, 13; 2(?.'7, 9; 97. III 9. 
dovXog 40. 1 9, III, 18, 19, 23, III 12 ; 

111.9. 



dQa%liicitog. 

Sq. uscpdXcuov 11. 2. %scpdXcciov 

%cä xonog SQa%^ialog 8. 10. touog 

$q. 9. 17; 10.136. 
dvvcco&ca 28.12; 33.1112; 36.8; 

40.117; 105.3; 108.5; 110. 20. 

i&v 41. 12. 

tyyovog 4. 24. 

iyyqdcpsLV 4.6; 5. II 3; 12,7; 28. 
25, 28 ; 65. 9 ; 97. III 18, XXIII 16, 
XXXI 2. 

tyyQCKpog 6. II 4, 9; 33. II 10, 16, 

17,20; 41. 14; 12). 6. 
iyyväv 4. 6, 34; 5. II 2, 15; 38. 1 7, 

10,13; 45. 8,24; 46. 9,20; 47. 

9, 20; 48. 25; 49.8,25; 50. 9,22; 

51. 6, 22; 53. 18; 54. 9; 55. 7; 

56. 13, 24. 
iyyvr} 38. 1 7 ; 45. Verso ; 46. Verso ; 

49. Verso; 50. Verso. 
£yyvr\6ig 45. Verso. 
iyyvrjrrjg 12. 6, Verso 2. 
k'yyvog 36. 8; 48. Verso. 
iyyvg 40. II 14. 
iyuccXeZv 7. 25. 
ByxataßdXXsiv 35. 5. 
syniXsvöig 32. 9. 
ly%X^a 35. 14; 103. 14. 
tyY.xr\Gig 3. II 1 ; 8. 1 ; 9. 1, 22. 
£y%ciQd6Csiv 64. 43. 
iy%siQ[&Lv 34. 4; 35. 4, 19. 
Uayog 21. 13 (sdsi im Ms.). 
sÖ8i s. Mcctpog. 
s'dvov 41.2,4,5,7,8,11,14. 
i&Üeiv 40. III 2; 111. ll. 
üftvog 34.1; 35. 1, 15. 
h'&og 3.13,8; 29. 2; 57. 32. 
sMvui 3, I 3,7,17; 8. 17; 9. 30; 

10.1111; 11.15; 17.31; 20. 25; 

22.29; 23.34; 24.15; 25; 2; 27. 

37,40; 28. 5,26; 29.21; 31.12; 

32.2; 34. Verso 11; 38.16; 40. 

II 2, 4, III 5, 15, 22; 41. 9; 42. 

23, 27; 85. 19; 86. 21; 90, 9; 

111.14; 120. 10; 122.4. 
sldog 6. II 6; 28. 15; 105. 18. 
8l%dg 123. 22. 
slnotcog 41. 15. 



368 



XIII. Wortindex. 



shcci 1.2, 5, 8; 2. 2, 8; 4.22,28,30; 

5.II8;6. 119,12,14,17,19; 7,20; 

8.9; 9.6,20,32; 10.110,13, II 

11, 23; 11. 8; 13. 11; 14. 13; 

19. 26; 20. 18; 21.13; 22.9,25; 

23.17,26; 24.9; 26. 3, 12; 28. 

15, 23; 29. 4,5,6,10- 30.12, 24; 

31.4,14. 18; 32.4,11; 33.1112, 

16,17,21; 34.6; 35.6; 37.23,26; 

38. I 15; 40. I 9, II 1, 2 u. Ö\; 

41. 16; 45. 21; 46. 17; 47. 15; 

48. 18; 49. 20; 50. 16; 51. 17; 

52. 16; 53. 16; 54. 11, 16; 55. 14; 

56. 17, 22; 57. 33; 59. 21; 62. 

1 12, 30, II 13 U.Ö. ; 65. 15; €6. 16; 

90.4; 97.19, XXIT9; 103. 1; 

105. 39; 108. 3, 8; 110. 13(?), 

14, 22; 111.14,17; 116.8; 119. 

Recto 2; 121. 13, 14; 122. 5; 

123. 5, 18. 
slöccyyzllsiv 54. 10; 65.9. 
sladysiv 33. II 13; 38, I 7; 40. II 

8, 20, III 14, 16. 
äas()%sc&ca 40. 1 20, II 12, III 8. 
eigievcli 8. 11 ; 11. 4. 
sl'godog 3.14,9,10, Uli. 
si6%Qulig 121. 16. 

SlGTtQCCTTSLV 64. 31, 34. 

slacp^QSiv 43. 14. 
slöcpQstv 39. 11. 

sVaa 10. I 10; 40. I 15; 43. 20; 

56. 25; 64. 5. 
sKccCTaxo&L 119. Recto 3. 
E*ßuiVEiv 20. 14; 2.3. 20; 24. 5. 
iußißd&iv 38.110 11. 
^yovog 97.V11(?). 
hdidovcci 11.7; 14. 12 ; 26. 12 ; 33. 

II 17; 58.20,25; 59 2*7; 60. 10; 

61. 16,21; 62.I12u.ö.,Il7u. ö. 
iudiuslv 33. II 15. . 
indutla 33.1115. 
%y,8i%og 38,117. 
&tdoaig 38.117. 
inst 47.13; 111.11. 
Evla^ßdvEiv 9. 21. 33. 
Uloyog 97. 110, XIX 10, XXI 14, 

XXV 4, XXVI 7, XXVIII 1, XXX 

4, 21, XXXII 10 u. ö., XXXIII 

1 u. ö., XXXIV 1, 11. 



hovöLog 17. 9 ; 18. 4 ; 19. 12 ; 20. 7 ; * 
21.8;22.6; 23.10; 26.5; 45.7; 
46.9; 49.7 ; 51,6; 54. 8; 56. 12. 

£%7ti7txsiv 33. II 6, 10. 

EKXCCXXOV 3. II 13; 8. 12. 

£%%i$ivvLi 63. 12. 

UxiGig 12. 6,Verso2; 19.21. 

inxog 97. XXIV 4, XXIX 15. 

Uxors 10.1116. 

£%q)EQ8LV 40. III 6. 

iucpOQiov 6. II 13; 118.15. 

e%6w 28. 4. 

tlctiov 31. 18; 64. 2, 3; 81. 2; 82. 2. 

Üdaaco 1. 9; 28. 10. 

i%d%iütog 25. 3, 4. 

£%ey%siv 43. 12. 

£%sv&£Qog 40. II 9, 18, III 21. 

fyßoXrj 90. 1; 103. 6. 

e\lh'mxziv 40. II 26. 

h'lLTtQOÜ&SV 6. II 11. 

l^avEia 47.9; 49.16; 50.13; 

51.14; 52.9; 53. 9. 
£(.L(pOQ£lv 119. Verso II 6. 
fy^v%og 104. 17. 
Myeiv 38. 1 10(?), 14, 16. 
Evavxlog 39. 8. 

tvccQXOS 4. 16; 39. 3; 42. 3; 56. 4; 
65. 5. 

ivßQvfr (^ö^ßQv^q) 62.1112. 
gvdo{isvi7i6g 28. 15, 20. 
h8v[ia 34. Verso 8. 
svslvca 10. 1 33. 
£v£%vQ&&iv 120. 12. 
hiavaiog 17.21; 65.11. . 
tvLccvtog 22. 8; 32. 4; 118. 14. 
iviGxdvcci 3. II 4, 9; 6. II, 2; 8. 3; 

9.7;10.I10;13.15;15.8;16. 7; 

17.12;27.30; 57.21; 84.VI23; 

97.17; 116.4; 118.6. 
lvvo\Log 29. 6. 

hoUiov 16.13; 17.18,20; 73.2; 
102.111. 

evoqicc 64. 45. 

ivoxlstv 36. 7; 44. I 5; 111. 22; 

119. Recto 3. 
£VO%og 45. 20; 46. 16; 47. 15; 48. 

18;49. 19; 50. 16; 51. 16; 52.16; 

53. 16; 54. 16; 55. 14; 56. 21; 

57. 32. 



ivxdyiov 58. 13, 18; 59. 11 u. ö\; 

60. 10; 62: II 10 u. ö\; 88. 7. 
ivxdxxsiv 64. 23. 
ivxÜXsiv 38. 1 5. 

hxsvftsv 10.140; 26.9; 38.117. 
^vxoxog 11. 1. 

lvxolr\ 33. II 3, 30; 38. I 3, 4 u. ö. 
ivxog 107. 5. 

ivxvy%ccvuv 14. 8; 34. 17; 64. 36 

Tl. ö. 
Evmitiov 122. 4. 
i^dysiv 81. 2. 
E^aiQEXog 64. 3. 
££,cdcpvrig 37. 15. 

e&koXov&sIv 3. I 13,25; 6. II 13. 

it-ccQyvQLöiiog 63. 10. 

£&vug 27. 25. 

tluvai 27.23; 29.8; 38.16. 

i&QXsa&ai, 40. II 10; 64. 13. 

i&xd&iv 40. II 1, III 9, 15. 

£&xocaig 34.13; 35.15. 

E^r\yr\XEvEiv 4. 9; 5. 115; 9, 11. 

%fjg 12.6; 13.4,14; 14.4; 17.11; 
28.7;32.13;56.8;62.l2,5u.Ö., 
63. 3; 65. 9; 97. III 18, XIX 7, 
XXIII16, XXVI, XXX 2, XXXI 2, 
XXXII 7, XXXIII 14; 121. 11. 

it-isvcu ($111) 110. 5. 

i£o&id£siv 3.117.. 

h'&dog 3.14,9, 10, II 11. 

e&qkovv 119. Verso I 3. 

ifrvöia 14. 8; 30. 5; 38. 15; 52. 
11; 54.12; 58.5; 61.8; 62.14 
ti. ö,, II 4, 20 ; 63. 5, 10 ; 64. 42, 56. 

2g(D 40.115. 

ErtdyQVTtvog 36. 11. 

§7tccxo%ov&stv 3. 1 8; 5 II 4; 30. 15; 
32. 9; 42. 20, 25. 

ETtttKoXoV'd'rjxQtCC 9. 6. 

ETtavayKd&iv 3. II 13. 
Eitavaxi%Evm 29. 7 ; 64. 24. 
E7tav8QX8G^ca 35. 13. 
£%avodog 45. 17; 48. 14. 
£%ccvxl8lv 105. 25, 30. 
indvco 97. XXVII 19, XXXII 14. 
inccQT&v 46. 17; 50. 18; 53. 17. 
iTtacpr) 4. 20; 5. II 8. 
iitEiysiv 34. 8. 
&ieifrg 64. 5. 



XIII. Wortindex. 



369 



i^esvtiXXsLv 38. 1 6. 

i7t£Q%S6&(XL 3. 1 13, 14; 4. 26, 27, 28 ; 

6. 1113,15; 27. 27, 35; 40. II 2, 

22 u. ö. 

i7C8QCOtäv 3. 1 5, 15 ; 4. 31 ; 5. II 10, 
15;6.II17;11.9;13.21;14.13; 
17.' 26; 18. 23; 19. 27; 20. 19; 
22. 26; 23. 27; 24. 10; 26. 12; 
28. 23; 29. 17; 38. 16; 42. 23; 
45. 22; 46. 18; 47. 16; 48. 19; 
49. 20; 50. 18; 51. 17; 52. 18; 
53. 19; 54. 17; 56. 22; 57. 34; 

58. 21; 59. 28; 61. 18; 62. I 
13 u. ö., 117,22; 63.12; 85.15; 
86. 15. 

zitsa&ca 64. 33. 

i7t£%siv 38. 1 16. 

£7triQ£ia 40. II 19, 20; 64. 40. 

irtißcdveiv 29. 9. 

iitißdXXsiv 1. 4; 2. 7 ; 7. 10, 17; 

57.26. 
iitißolri 6. II 11; 19.26. 
iTtiytyvwöKBiv 22. 14; 23. 21; 24. 6. 
8%iyovr\ 1.3; 2.5; 118.6; 120.6. 
irnygcccpstv 8. 17; 10. II 10, 24. 
titiyQacpr] 10. II 4. 
iTtLdr^iicc 37. 26. 

iTCtdidovai 3. II 19; 8. 15; 9. 28; 
37.24, 30; 39.14; 42. 8,21; 65. 
18; 66. 21; 97. XXXIV 25, 26; 
103. 11. 

ETtLsLusici 35. 18; 39. 14; 42. 9,22; 

65. 11. 
i'jti'Qr\xuv 105. 5. 
miftscoQUv 37. 23; 42. 15. 
tTii&vsiv 30. 2. 

ETtinccXstv 1. 1; 2. 1; 4. 11, 33; 5. 
117. 

£7tt%8ta&ca 36. 7; 37, 19; 90. 1; 

102.18. 
iTUxtQ&ia 13. 13, 18, 23. 
i7ti%Xr\v 6. II 7. 

£7tl%0{ll&lV 41. 10. 

iTti^Xsia 10. I 1; 31. 20; 57. 8; 

59. 12; 60. 11. 
b7ii\L£Qi6ii6g 6. II 11; 19. 25. 
iTtLv^rjaig 34. 4; 35. 3; 48. 4, 10; 

49. 10, 13; 51. 10, 12. 
i7tivEVELV 34. 17; 35. 20. 
Leipziger Papyri. I. 



STtivosTv 33.1124,25. 
ZTti&vovaftca 110. 9. 
ZTtiGruLog 30. 1. 
inwy.i'itxuv 9. 21. 
i7tla%8ipig 105. 24. 
iTCLütMeiv 63. 9 ; 110. 10, 11. 
87ticxoXr\ 104. 15, 18. 
87tLOtQ8cp8ia 37. 11; 39. 6, 12. 

STtLXSXsiV 41. 10. 

87tixiiiov 3. 1 14; 4. 29; 6. II 15. 
iitlxi^og 43. 2. 

87tlXQ87t8iV 8,6; 9.10. 

87tiXQ07tri 17.29; 23.32; 31.7; 

32. 10; 121.5. 
irtixvy%av8iv 51. 16. 
invasiv 8. 12; 36. 5; 62112, 30; 

64.6; 121.3, 12. 
iTtoiuLov 84. VI 20. 
87t0l%0d0[L8lV 30. 14. 

iQyd&a&cci 33.11 24; 40.11 25, 
IUI; 70. V12; 111.8 u. ö. 

iQydxrig 97 . VI Ende, XV 1 ; 1 1 1 . 1 1 . 

iqyaxmog 97. XXI 24. 

8Qr\\iovv 40. II 21. 

8QritLoq)vXcc%Lcc s. Ind. VIII. 

Zqiov 102.115. 

8Qi07tQoXr\g 14. 6. 

40. II 15, 21, 22, III 25; 
64. 29; 108. 4; 110. 18, 23; 
111. 15. 

ia&yg 37. 19; 45. 11; 46.10; 58. 

9,13; 59. 6,11; 60. 5. 
8Ü7t8QCC 40. II 10, 25. 
86XLCC 39. 11; 41. 10. 
86%axog 118. 14. 
zxcclQog 40. II 22, III 13. 
s'xowog 37. 27; 40. III 14; 41. 5; 

48. 15; 100. III 7. 
hog 1.2; 2.2; 3.11, II 9; 4.2.3; 

6. II 3; 7.1,Versol; 15.8; 16. 

5,8,16; 17. 18,20; 18. 10; 20. 

12, 14; 21. 16, 18; 23. 12; 27. 

1,5,7,11,12,18; 31.1,9;57.13; 

59. 13; 81 2; 82, 3 ; 67. 2, 4; 

68. 5; 69. 3. 4; 70. 2,3; 71. 1; 

72.3,5; 73. 2,4; 74.4.5; 75.1; 

76.4; 77.1; 78.1; 79. 1(?); 83. 

ln.ö.; 84. II13u ö.; 93. 2u.ö.; 

94.I1U.Ö., IIlu.ö.; 95.1u.ö.; 



96.l2u.ö.; 97. passim; 104.30; 

106.20; 107. 12; 112.3,6; 113. 

5,8; 114 5,115.3,7; 116.5,12; 

117. 4, 7; 118. 6 u. ö. 5 119. 

Recto5;120.1u.ö.; 12l;6u.ö.; 

122.4,7; 123. 4 n. ö. 
svysvtjg 28. 12, 18. 
8vdoK8lv 3. II 20 ; 6. II 17, 19 ; 8. 16 ; 

18.28; 26.13,14; 28.24,28. 
svdoniiiriöLg 90. 3. 
SV&VILSIV 111. 5. 
sv&vqiv 1. 4; 2. 4; 4. 12. 
sv&vQLvog 2.6; 5. II 7. 
fiftö^S 33. II 5; 37. 18; 64. 23; 

111. 16. 
svtisye&rig 1. 3. 

8vql6%8lv 32. 2 ■ 33. II 16 ; 40.1110; 
111. 7. 

8V68ß8id 28. 11; 34. 21; 35. 23. 
8ixv%rig 9. 14 ; 20. 9 ; 21. 10 ; 22. 8 ; 

23. 13; 37. 26. 
svcpQoövvri 119. Verso II 1. 
8v%dQcaixog 13. 10. 

8V%CCQ16X8LV 30. 22. 

8%%86&eu 36. 11; 107. 10; 108. 10; 

110. 6, 28; 111.3,23. 
svwvvyLog 42. 15, 17, 18. 
8VCö%Stv 30. 8. 
icpLOQnicc 103. 14. 
8cpi6xävai 16. 18(?); 17. 23. 
fyodog 3.113; 4. 28 ; 6. II 14 ; 40. 

II 15. 

fyeiv 3. II 15; 4. 12; 5. II 7 ; 8. 13; 

9. 25, 34; 10.18, II 8; 11. 1,12; 
12. 5, 13; 13. 6,22; 14. 10. 16; 
26.4; 28. 11; 29. 13, 14; 33. 124, 
II 6, 11, 15, 21; 35. 11; 36. 6; 
37. 27; 38. I 8, 17,112; 39. 13; 
40.111,12, II 19; 41.5; 48. 15; 
59.18,22; 64.27; 67.2; 68.4; 
69. 3; 70. 2; 72. 2; 73. 2; 74. 3; 
76.3; 80. 2; 84. VI 22; 85.14; 
86.14; 104.14; 105.21; 108.6; 
109.2; 111.10,16; 112.2; 113. 
4; 114. 2; 115. 2; 116. 3, 11; 
117. 3; 119. Verso II 2 ; 121. 

10. 11. 

i%8i[ .]ovg 36. 7. 
$ % &£g 105. 1. 

47 



370 



XIII. Wortindex. 



icovvog s. cclcoviog. 
ifcog vvv 110. 14. 

gsuyog 57. 28. 

'irpsiv 36. 5; 40. III 7, 9, 18; 107. 8. 
£&ov 37. 28. 

Tjysta&ai 34. 12; 35. 14; 39. 12; 
64. 30. 

r)ys[iovLcc 17. 4; 20. 4; 21. 4; 22.3; 

23.5; 45.4; 46.4; 47.2; 49. 2; 

50.2; 51.2; 52. 2; 53.2; 55.1; 

58.3; 59.8; 60.8; 61.7. 
riy8[LOvi%6g 33. II 3; 49. 15; 51. 14; 

63.3 ; 64. 23u.ö. 
Tjdri 38.117; 64. 12; 110. 10. 
il%i%la 28.21; 29.6; 33.1112. 
rjiLiQa 27. 31; 30. 1,2,9; 32. 8; 37. 

12; 56. 16,17,25; 80. 4,5; 70. 

XXI 19, 24, XXII 3, XXIII 1 u. ö. ; 

107. 5. 
fjtiSQcda 40. III 5. 
ruisQLvog 97. XXI 17 u.ö., XXII 3 

u. ö\, XXIII 2 u.ö. 
fjiLi&avrjg 37. 21. 

Tjtuavg 10. I 12, 34, 37, II 14, 17; 

15. 6: 16. 10,14; 18. 10,22; 21. 

12; 22,12,13,24; 23. 19; 24. 4; 

31.5; 57.27; 71. 3 ; 75. 7 ; 84. II 

10; 87.5; 112.6,10; 115.6,9; 

117.6; 118. 11 u.ö. 
i]vUa 97. XXI 24. 
fjaacov 3.114; 4.30; 6. II 16. 

ftdlaacci 34. 1; 35. 1. 

ftciXacciog 64. 10, 16. 

&av[id&Lv 107. 2. 

^aviidöiog 64. 39. 

ftaviKxöTog 64. 11. 

ftstog 34. 4,6; 35. 4,6,7; 45. 21; 

46. 6,17; 47.5, 16, 22; 48. 6, 18; 

49.5,20;50. 5.17;51.4.17; 52. 

5,17; 53.5,16,19; 54. 5,16; 56. 

9,22; 57.33; 621114,29. 
ftilsiv 30.9; 111.6. 

112. 3; 114.2; 116. 4 u.ö.; 

115.3; 117.3. 
ftsog 1.1; 2.1; 25.8; 30.17; 31. 

21; 90. 1, 2; 103. 12; 110. 9; 

111.3. 



tägtLog 97. XXXIII 10, 14. 
& n cciVQi%6g 97. III 14, Y 7, XI 22, 

XII 5, XIII 26, XVIII 15, 21, XXIII 

6, XXIY 17, 21, XXV 2,5, XXVII 

5, XXXI 20, XXXII 4 u. ö., XXXIII 

2u.ö., XXXIV 2 u.ö. 
frr\<>ccvQ6g 62.1114,30; 71.1; 75. 

1; 77.2; 78 2; 79.1; 83. 5; 84. 

I4u.ö., 97. XX 6, XXIII 15. 
ftQvXlog 40. II 10. 
frvydtrjQ 7.19; 10 II 14; 29. 4, 11 ; 

33.1119,21; 97. VIII 9; 101. 

II 28. 

&vqu 16. 18; 17. 24; 40. I 15, II 
20, 22, III 7, 40. III 14. 

iatQog 33.112; 42.12,15,24; 101. 
II 24. 

ISioyQccyog 10. II 23. 

Biog 3.114; 4.29; 6. II 15; 13.7; 

28.16; 90.9; 121. 5 u. ö. 
IdicotLTiog 10. II 2 ; 101 passim. 
isQOvinrjg 6.112,9; 18.3. 
UQog 4. 19 ; 5. II 8 ; 14. 2 ; 21. 3 ; 42. 

2; 45. 3; 41. 2; 47. 17; 48. 21; 

49.23; 50. 21; 51.20; 58.24; 

59. 4; 85.2; 86.3. 
iuccvog 32. 15; 36. 8. 
fasalcc 34. 2; 35. 2. 
l^ari^Siv 28. 18. 
l^dxiov 40. III 22; 57. 11. 
Mixttmv 13. 15; 17. 13; 18. 10; 

19. 13 ; 22. 8 ; 23. 14 ; 34. Verso 9 ; 

45. 12; 46. 11; 50. 12; 51.Verso 

1/2; 52. 5; 53. 13 ; 59. 7; 60. 6,11; 

62. I 4, 6, 20, 29, II 6, 10, 14, 15, 

29,30; 63.9; 64.11,16,17,21; 

69 passiin; 70. I 8, III 2, XIII 

17/18, XXXI 5, lOu.ö.; 87. 2,4; 

88.4; 89.2,4; 90.1; 98 passim; 
. 99 passim; 102.11,2. 
I7t7t8vg 7.8. 

i'cog 3. 1 14; 4. 29; 6. II 16; 9. 8, 34; 

10.1126,30; 18.19,21; 32.12; 

34. Verso 1; 122.3. 
icvdvcu 39.13,11; 40.114. 
i%vog 82. 2. 

%atid7t8Q 10. 1 40 ; 11, 6 ; 13. 20. 
na&aQlfeiv 111. 12. 



xcc&ccQog 6. II 6; 10.113; 19.22; 

20. 14; 21.21; 621116,32. 
ncc&rjnsiv 27. 24; 30. 1. 
%cifrL6tdvai 29.5; 41.8. 
xa&oöicoöLg 64. 23 u. ö. 
%aivog 4.20; 5. II 9; 29.15; 84. 

VI 24, VII 4; 119. Verso III. 
%a.Lvoxoyb8iv 35. 19. 
wstiQog 64. 12; 111. 14; 118. 10. 
KatödQ 96.13. 
ucacpdXcaov s. xscpdXcciov. 
KCinovQyog 37. 8. 
%d%otyig 1. 9. 

%aXstv 3.110, II 10; 4. 11; 5. II 7; 

22. 10; 32.14; 38.18,12; 40.11 

8,9; 54,12. 
%aXXivi%og 48. 7; 49. 6; 51.5. 
%aX6g 3. 1 15 ; 4. 31 ; 6. II 17 ; 28. 21 ; 

40. II 14. 

KCC[ldQCC 3. I 10. 

xaiiriXdTrig 97. VIII 10. 

%dvvaßig 102. II 3. 

%avovi%6g 6. II 11. 

xaQTtsla 10. 1 38, II 18. . 

HCiQTtog 18. 21; 20.9; 21.' 9; 22.8, 

14; 23. 3, 20; 24. 5. 
%döTQC( 97. XXII 9. 
natccßdXXstv 7. 3, Verso 2; 12. 17; 

34.6; 38.113,14; 64.36; 102. 

13. 

%cL%aßoXJ\ 13. 17; 35. 7; 62. I 22, 

31; 64. 40. 
nardysiv 57. 41. 
Kcctdysiog 17. 14. 
KatayQctcpri 103. 11, 13. 
%cctd§r\Xog 64. 27. 
%atci8i]Xovv 64. 46. 
%ardQ'86ig 22. 11. 
%ccTa%8l6&ca 6. II 16; 9.22; 11.8; 

29. 17. 
%at ci%o\iidri 57. 9. 

%CitCC%6ltt8lV 37. 20. 
KccraXslTCSLV 28. 10; 43. 17. 
KcctccXoystov 120. 3. 
v.axa\i8V8iv 22. 5. 
%atciiir\vv8LV 40. II 15. 
%atciiti{i'jt8LV 35. 8. 
Kottci6%8vr\ 57. 9. 

TiCCtCiÖTtSLQSlV 118. 10. 



XIII. Wortindex. 



371 



naxuCTtOQa 22.16; 28.23; 24.7; 

97. IY 2, V 1, XXIV 1, 13, XXVII 

6,18, XXIX 1, XXXIII 19, 23. 
ncrcctri&ivai 34.14; 35.16; 40.11 

23, III 6, 7, 14, 25. 
ncctacpsQEiv 57. 17; 85. 10; 86. 9. 
Kaza%cQQi&LV 10. II 3 ; 121. 4 u. ö. ; 

123. 2. 
%aT87C£Lysiv 64. 8, 12. 
KCitEQ%8ad'ai 106. 24. 
Mti%eiv 33. II 12; 40. II 17, 23, 

III 7; 105.1. , 
%CCZ7]%81V 32. 1. 

xazdvai 45.12,14; 46.11; 58.7. 
kcctomLcc 6. II 6. 

yiuzoi%i%6g 6. II 5; 8. 8; 9. 3 9; 10. 
113. 

KCCTG) 84. I 15 U. Ö. 

xelöftcci, 31. 33 ; 40. 1 15, III 7, 14. 
xsXbvsiv 33. II 20; 34. 14, 19; 35. 

21; 36. 3; 38.1 3,11, II 2; 40. I 

20, III 14, 16 ; 45. 12 ; 46. 11 ; 48. 

11 ; 49. 18 ; 51. 16 ; 53. 11 ; 57. 25 ; 

63.8; 121.3. 
■xeUvcis 97. III 6, X 15, 19, XI 1, 

XIII. 2 ; XVII 26 ; XXII 13 ; XXXI 

17. 

vMcc 102.111. 
%8Q<x[L07tld6zr}g 97. XXVI 10. 
xsQzo^iia 37. 10. 

nscpdXcuov 8. 10 ; 9. 16 ; 10. 1 9, 12, 
II 18; 11. 2; 12. 14; 13. 9; 31. 
33; 105. 34; 120.8. 

KScpaXri 40. III 24. 

nscotiszQicc s. yeaiiszQici. 

nridspovla 29. 11; 36. 11. 

nriTtovQog 97. XIV 2. 

%r}Qog 102.110. 

KIVÖVVBVSIV 40. III 19. 

nlvdvvog 45. 32 ; 46. 18 ; 50. 18 ; 52. 
18; 53.17; 54. 17; 56. 22. 

%LV£lv 32. 14; 64.56. 

nXdsiv 39. 12. 

%%8Ldo7toi6g 3. 1 10. 

%ULg 16. 19; 17.24. 

%%r\qovoiila 28. 14,27. 

ulriQOVOiiog 9. 13 ; 10. I 20, 28, II 
12; 28. 22; 29. 5, 11; 33. II 4, 12, 
22; 36. 4; 43. 4,10,19; 69. Vi 
f f 



21; 83.4; 93. 7; 94.1 6, n 3; 98. 

I 12, III 3,6; 100. II 13 ; 101. I 
16, II 14; 120. 10. 

nXfjgog 6. II 4 ; 8. 8 ; 9. 19 ; 10. 1 14, 
16, 19, 22, 23, 24, 26, 28, 29, 31; 
19.15; 23.16; 33.1111; 70. IV 
3 u. ö., XXIV 2 u. ö., XXVII 7 u. ö., 
XXIX 2 u. ö, XXXIII 20 u. ö. ; 99. 
HI 2. 

KOivog 6. II 5; 9. 8; 10.129; 18. 5, 

19; 26. 4. 
%ovvo)via 6. II 5 ; 10. 1 15 ; 21. 14. 
noivcovog 21. 15; 24. 14; 101 II 7. 
%olzr\ 8. 9; 9.20; 10.114,29; 118. 

15. 

KoXXtfycc (Genetiv) 40. III 18. 
nolXriiLcc 93. 20; 94.121, II 22; 95. 

8; 96.121. 
%o^8LV 35. 10; 36. 3 ; 57. 31 ; 110. 

15. 

%o\i%azi\ (?) 97. XIII 6. 

xoöxlvsvslv 19. 23; 20. 15; 21. 20. 

%ovqoxo)q 41. 1, 2, 4, 6, 8, 13. 

uovcplgsiv 59. 15, 23. 

KQazstv 26. 9 ; 40. III 2, 3, 6, 23. 

%Qätr\6Lg 3. 1 5, 12 ; 4. 24 ; 6. II 10. 

%qdziczog 32. 9; 57. 23. 

%Q£ccg 84. VII 4. 10. 

%Q£lLa6tr}Q 42. 19, 

KQL&ij 21. 16; 63. 9; 97. XIX 11, 

XXVI; 100. III. 
kqivsiv 38. 1 13, 14. 

%QlZTjQLOV 10. I 2. 

%QOtacpl^8iv 40. III 24. 
kqqzcov 97. XXXII 10. 
%zf\\Ka 76. 1. 

%zfivog 97. XXII 9, 18, XXIII 8. 

%zr\zi%6g 4. 1 ; 5. II 6. 

xzIczlov 97. XIII 7. 

xvQslcc 3. 1 5, 12; 4. 24; 6 II 10; 33. 

II 14, 17, 25; 42. 11; 62. I 30; 
110. 1,24. 

nvQisvsiv 26. 5, 9. 

nvQiog 1.9; 2.4; 3.13,7,14, II 6; 

4.8,18,30; 5. II 5; 6. II 16; 8. 5, 

8,17; 9.10; 10.16, 112,10,24; 

11.8; 13.21; 14.9,12; 18.22; 

27. 6,18,38; 28. 22; 29. 2,17,18; 

30. 12 ; 33. 1 26, II 5. 16 ; 34.Verso 



12; 36.3,10; 37.26; 38.15,6; 

39. 9; 52. 12; 53. 11; 54. 12; 56. 

25; 57.15; 58.6; 61.8,17; 62. 

I4u.ö\, 114,20; 63.5,10; 64. 

lOu.ö.; 66. 14; 67.4; 68.8; 69. 

5; 71.2; 73.5; 74.6; 75.2; 76. 

6; 79.3; 83.1; 84. 1 7 u. ö. ; 85. 

14; 86. 15; 90. 1; lll.Öu.ö.; 

112.4; 113.6; 114. 3; 115. 4,7; 

116.5.12; 117.5,8; 118.2,8; 

121. 6 n. ö., 122.5; 123.4. 
xcöfwj 8. 5 ; 9. 9, 10 ; 10. 1 6, 7 ; 15. 4 ; 

16. 11; 20.7,16; 22.5; 28.4, 

6, 8; 37. 8; 54. 4,10,11; 62. 1 10; 

64.45; 77. 1; 83. 6, 7; 85. 7 u.ö.. ; 

86.6 u.ö., 97.1 14, 117, IV 2, 

XIX 13, 18, XX 7, XXI 2, 25, 

XXIH 4, 16, 19, XXV 9, 24, XXVII 

10, XXVIII 4, XXXIV 4; 103. 5 

u. ö.; 111.7; 114.1; 118.19. 
%(o\LO'iidzoL%og 99. II 18. 

Xccy%dvsiv 26. 7, 9. 

ld"A%og 91. 3, 5. 

Xanzi&iv 40. III 3. 

XaiLßdvsiv 33. II 6; 34. 7; 35. 10; 

84. VII 12 ; 97.XXXI 2, 11 ; 106. 4. 
Xa^Qog 3.17; 4.5; 5.II2; 6.H2; 

12.4; 13.4; 14. 1,2,6,9; 17.2, 
7; 19. 11; 20. 2; 21.1,2,7; 22. 
2,5; 23. 3; 28. 1; 29. 3,19; 33. 
fragmt. 1. 9, II 2, 5, 7, 28, 29; 34. 
12; 34.Verso4,6; 35.14; 36.1, 
6,11;37.2,4;38.I4,5;39.2,4; 
41. 1; 42. 1,4; 45. 3,6,9,13; 
46.2,11; 47.19; 48.21,23; 49. 
22,24; 50. 20,21; 51. 19,21; 52. 
12, 20; 53. 12, 20; 56. 2,5; 58. 
6, 8, 23; 59.3; 60.4; 61.2, 5,9; 
62. 1, 1, 2, 3 u. ö\, II 1 u. ö.; 63. 1 
u.ö.; 64. Iii. ö.; 65. 3, 6; 66. 14; 

85. 1,2; 86. 2,3; 97. 18; XXXIV 
23. 

Xa^7tQ0Z7]g 36. 3; 40. III 14, 16. 

Xctv&dvsLv 34. Verso 11; 36, 10. 

Xd%avov 97. XXX 4. 

XiysiV 2, 7 ; 30. 7 ; 32. 1, 2 u. ö\; 33. 
H7,9u.ö.; 34. 16; 35. 17; 40.1 
9, Il2u.ö.; 64.29, 38; 111.10. 
47* 



372 



XIII. Wortindex. 



Xilig 30. 23. 
Xt-vnog 89. 4, 6. 

XfjWia 97. 1 6, XXVII, 19, XXVin 

15; 102,11,5. 
XrunMxri&w 63.9; 107.9. 
Xfßig 17.21. 
Xt\Gtr\g 37. .28. 
XißsXXog 37. 6,25; 42. 8. 
Xföog 40.117,18, III 3. 
XLvov 89. 4, 6. 
%i%ccvog 12. 9. 

Xii\> 1. 6,8; 2. 8; 8-12,7,9,10, II 3, 
7,12; 8.3; 9.5,13; 10.116,22, 
28,31; 12. 5; 15. 2; 20. 11; 23. 
10; 29.3,4,10; 30.17; 31.24; 
65.16; 96.11; 114.1; 121.25. 

XoyL&öftai 13.14; 17.11; 23.12; 
34. 15; 35. 18; 61. 13. 

Xoyi6xr\g 37. 24. 

Xoyog 10.1128; 13. 12; 14.10,15; 

22. 23 ; 33. II 2 ; 34. 15, Verso 8 ; 

40.11 22, III 13; 54.15; 56.20; 

61. 14; 62.1u.ö.,ll5,21; 63.6; 

64. lOu.Ö.; 84. YI 22; 85. 13; 

86.14; 97.I5U.Ö., X6; XIII 8, 

XIX 21, XX 2, XXX 11, XXXII 
. 13, XXXIII 19; 102.1 1; 105.5, 

107. 4; 110. 12; 121. 5 u.ö. 
II 14, 29. 

XoiTtoyQcccpstv 84. III 23; 97.110; 

XIX 10, XXY 4, XXYHI 1, XXX 

4, XXXII 10, 17, XXXIII 1 u. ö\, 

XXXIV 1, 11. 
XoiTtog 9.20; 10.1 21,29,35,39, 

II 16; 15. 12; 21. 15; 29. 16; 33. 

1111,21; 39.6; 40. III 8; 80.7; 

97. XIX 7, XXVI, XXX 2, XXXII 

7, 21 ; XXXIII 2 u. Ö\, XXXIV 21 ; 

105. 32; 117.3. 
Xovdog 57. 11. 
Xvslv 10.1113; 40. III 23. 
Xtnog 79. XXVI 19. 
Xvaig 40. II 16. 

{iccndQiog 25. 5. 
liccxQ07tQ66co7tog 1. 4; 2. 4, 5. 
{LaKQOg 41. 8; 48. 17. 
palicta 29. 13. 

llCCV&CtVSLV 64. 14, 



ILCCQtVQSiv 25.3,6; 34.9; 35.11; 
40. II 16. 

tLCCQTVQSG&ttl 37. 25. 

ILCCQTVQld 40. II 19, III 7. 
[LttQXVQOTtOlSlV 40. III 14. 

ydqxvg 34.14; 35.16; 40. II 8, 9, 

1116,18; 43. 11. 
lid%7\ 40. II 16, III 23. 
LizyccXslov 33. II 15, 26 ; 34. Verso 1 1 ; 

38. 1 14, II 2. 
ILsyaXodcüQlcc 119. Verso II 3. 
tiiyccg 3.1 7; 4.5; 6. II 2; 36.2; 

63. 10; 97. V 11, VIII 8, XXIV 6; 

111.19. 

{iS&SQtLTlVEVSLV 9. 14. 

tis&odsvsiv 45. 10. 

[iSLgozsQog 28. 8. 

[i£Xav%Q(ag 2. 5. 

pslez&v 38.114; 39.8. 

H8Xi%Qcog 1, 4, 9; 2. 4. 

ptiteiv 41.9; 108.4; 110.5. 

liiXog (= iiBQog) 37. 21. 

pivsiv 10. II 27, 28; 32. 14; 34. 18; 

35.20; 40. II 14. 
[isvToi 105. 20. 

liSQig 1. 4, 5; 22. 19, 20; 26. 10; 27. 

3; 83.5; 90. 2,6; 122.1. 
lL£Qicyb6g 74. 3 ; 93. 5 u. ö. ; 94. I 3 

u. ö.; 95. 6 u. ö\; 96. I 6 u. ö. 
^gog 2. 7; 7. 18; 10. 1 13,33,37, 

II 14,16,17; 16.10,14; 21.11, 

15; 26.12; 31.5; 33.1115,21; 

38.1 15,18; 42.18; 43.18,20; 

57.27; 97. XXX 7. 
\i8Gixna 32. 4, 7. 
lisöog 2.4,5; 16.21. 
[.Lsasyyvriiicc 32. 11. 
{isrvßdXXsiv 97. XXIII 16. 
^sxccßoXrj 97. 1 11, II 21, XI 21, XIX 

15, XXI 1, XXIII 5, XXV 6, 23, 

XXVII 5,XXVIII 3, XXX 6, XXXI 

19, XXXIV 3. 
ILStadMvca 32.8,10,13; 105.15 

u.ö.; 120. 9; 122.4, 7. 
ILS-tadoaig 120. 10. 
liBtaXaiißdvsLv 32. 12, 13. 
tisxaXXdxxsLv 10. II 11; 36.4; 120.6. 
likaXXov 85. 19; 86. 10. 
^isxcc^v 32. 3; 39. 10; 43. 3. 



listdJtdQ'Biv 29. 16. 

pstcupiQSiv 97. III 13, XI 20, XXI 

25, XXIII 4, XXVII 4, XXXI 19, 

21. 

[isxsyyvöcöd'ca 36. 9. 

\iko%og 70. 1; 106. 11. 

IL8<vqslv 18. 16; 19. 19; 21. 18; 83. 

5; 84. 14 u.ö.; 97. III 17; 106. 15. 
liir.Qrnia 71. 1; 75. 1; 77.1; 78. 1; 

79.1. 

ll8tQ7]6ig 84. II 1 u.ö. 
lietQLog 108. 6. 

likQOv 18. 18; 19. 23; 20. 15 ; 64. 
3, 56; 83. 7; 97 passirn. 

{l8XG)7tOV 31. 30. 

lii%Qi[g] 22. 16; 28. 23; 24. 7; 27. 

30; 34. 16; 37. 26; 58. 16; 64. 

21; 97. XII 20; 105.29; 107.2; 

119. Verso 113. 
u,r\%8xi 39. 7. 
[ir\X6g s. iiriQog. 

[iriv 1.2; 2.2; 3. II 10; 4. 4; 9. 16; 
10.110,36, II 14; 11.3; 12.18; 

13. 12,14; 16. 7; 17. 11; 18. 17; 
20. 13; 21.19; 31.14; 57.21; 
97 passirn; 102.11 1; 111. 17; 
113.9; 120. 4 Li. ö.; 121.14,20; 

" 123.9. 
[ir\vv£iv 64. 24. 
lirjQog 42. 17. 

WvriQ 3. 1 8, II 2 ; 7. 13, 14; 9. 4, 5, 
27,32; 10.16,8; 12.2,8; 17.6; 
19. 6,7,8; 26. 7,8; 28. 2,17; 31. 
3,11,13,31; 33. 113; 60. 6; 110. 
1 Verso; 118. 1,5. 

li7}XQ07tdtC0Q 101. II 20. 

[iriTQOTCoXtg 18. 18; 19. 24; 45. 13; 
71.1; 75.1; 78.1; 79. 1; 84. 

14, III 12. 
ILriTQWog 28. 14,19,28. 

Ilmqos 15. 3; 27. 8; 40.11 7, 15, 

III 1; 54.3; 111.19. 
Iii^vr}6 / n8iv 32. 5, 6. 
iuad>() 94.16. 

lLL6&0KCCQ7C8icC 10. II 9, 32. 

{iio&otLoXoyicc 18. 22, Verso 1. 
ILiaftog 97.X 6, XIII 8,10; 102. 1 12. 
liiöftovv 16.5,14,20; 17. 10.28; 
19.12,29; 20.8,22; 21.9; 22. 



XIII. Wortindex. 



373 



7,27; 23. 11,30; 24. 12; 111. 9; 
118.1. 

liiü&ocpOQog 6. 8. 

liia&GHJig 17. 22, 25; 19. 27; 20. 19 
Yerso ; 21 Verso ; 22. 26 ; 23. 27 ; 
24.9; 25. 3,6. 

^^Cötr^4.22;9.15;113 2; 114. 4. 

{Lvr\{iov8VEiv 28. 13; 32.4. 

poyig 34. 17; 35. 18; 105. 10. 

IioIqcc 26.5; 40.1126. 

liovci%6g 10. II 20, 21 ; 11. 7 ; 26. 12; 
28.23; 36. 10 (zb ^,). 

\iovr\ 47. 19. 

\iovo\iaiog 57. 11. 

\iovog 9. 13, 22; 12. 15; 13. 9; 17. 

. 18; 19.13; 22.7; 29.5,15; 35. 

8,9; 38.19; 40. II 1, 2 U. ö.; 41. 

8,10; 62.11 1.6; 75. 4; 84. VII 13; 

87.10; 88.7,11; 89.6; 104.26; 

105. 28. 
\LOvoxv7tog 28. 23. 
\lovIy\ 97. XXI 20. 

vavXov 64. 10, 16; 102.114. 
vavxrjg 97. II 18, X 19, XXX. 14 
vsccviönog 41. 6. 

viog 19. '22; 20. 14; 21. 20; 22. 8; 
23. 14; 32.7,12; 40.117; 93.6-; 
94.116; 97.13,1121, III 17, VI 
1,15, VIII 17, IXl4u. ö\, X23, 
XI 6, 21, XII 15, XIII 17, XIV 
17, 23, XV 29, XVI 5 u. ö\, XVIII 
13, XXI 1, XXII 11, XXV 23, 
XXVII 5, XXVIII 3, XXXI 10 u. ö., 
XXXIV 3 Ti. ö. 

vfiaog 97. XXIV 4, XXIX 15. 

vi%av 44.12; 46.7; 50.6; 52.6; 
54.6; 56.10. 

vo8lv 29. 7, 8, 17. 

VO\Ll&lV 105. 2. 

voyiiiiog 10. II 13. 
voiiiöiia 4.20; 5. II 9, 14; 6. 118; 
12.15. 

vo\lic\l(xxiov 13. 9,